Rechtssatz für 5Ob1552/91; 8Ob607/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0021095

Geschäftszahl

5Ob1552/91; 8Ob607/93; 8Ob1642/93; 9Ob1613/94; 3Ob1634/94; 3Ob1572/95; 3Ob2128/96d; 3Ob2104/96z; 10Ob1619/95; 2Ob2107/96h; 9ObA95/97d; 9ObA212/97k; 9ObA174/98y; 8ObA129/99z; 7Ob125/99d; 2Ob187/99k; 10Ob270/99z; 1Ob268/99i; 9Ob37/00g; 7Ob96/01w; 3Ob316/00t; 3Ob286/00f; 8ObA179/01h; 8Ob225/01y; 2Ob12/02g; 1Ob41/02i; 2Ob145/02s; 8Ob208/02z; 7Ob167/03i; 7Ob273/03b; 3Ob235/03k; 5Ob235/03z; 6Ob53/04v; 10Ob42/04f; 10ObS139/04w; 6Ob301/05s; 9Ob3/06s; 7Ob146/06f; 7Ob157/06y; 2Ob147/06s; 7Ob117/07t; 2Ob27/07w; 2Ob207/07s; 2Ob7/08f; 5Ob223/08t; 6Ob22/09t; 7Ob160/09v; 8Ob79/10s; 2Ob136/10d; 7Ob46/11g; 7Ob71/11h; 2Ob245/07d; 7Ob221/11t; 7Ob228/11x; 5Ob128/12b; 7Ob145/12t; 9ObA5/13w; 10ObS168/13y; 8Ob32/14k; 1Ob19/15y; 6Ob58/18z; 6Ob163/18s; 8Ob47/19y; 8Ob72/21b; 2Ob123/23m; 4Ob183/23z; 6Ob91/24m; 8ObA44/24i; 9ObA73/24m; 4Ob186/24t; 4Ob205/24m; 4Ob188/24m; 4Ob177/24v; 3Ob38/25x; 4Ob113/25h; 4Ob18/25p; 8Ob65/25d; 8Ob76/25x; 7Ob212/25i; 9Ob20/26w; 9Ob5/26i

Entscheidungsdatum

18.03.2026

Norm

ABGB §1118 A2
MRG §30 Abs1 A
ZPO §502 HI2
ZPO §502 HIII4
ZPO §508a
  1. MRG § 30 heute
  2. MRG § 30 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  3. MRG § 30 gültig von 01.03.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 508a heute
  2. ZPO § 508a gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 508a gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Hängt die Entscheidung von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab, ist deren rechtliche Würdigung vom Obersten Gerichtshof nicht zu überprüfen. Nur bei einer auffallenden Fehlbeurteilung der Unzumutbarkeit einer Fortsetzung des Bestandverhältnisses hätte er einzugreifen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 1552/91
    Entscheidungstext OGH 12.11.1991 5 Ob 1552/91
  • 8 Ob 607/93
    Entscheidungstext OGH 09.09.1993 8 Ob 607/93
    Auch; Beisatz: Wenn auch die Höhe des angemessenen Schmerzengeldes eine Frage des Einzelfalles ist, die in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu begründen vermag, ist die Revision ausnahmsweise wegen der eklatanten Fehlbemessung des Schmerzengeldes, die völlig aus dem Rahmen der ständigen oberstgerichtlichen Rechtsprechung fällt, aus Gründen der Einzelfallgerichtigkeit zulässig und berechtigt. (T1)
  • 8 Ob 1642/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 8 Ob 1642/93
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Frage des Kündigungsgrundes des erheblich nachteiligen Gebrauchs. (T2)
  • 9 Ob 1613/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 9 Ob 1613/94
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 1634/94
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 3 Ob 1634/94
    Auch
  • 3 Ob 1572/95
    Entscheidungstext OGH 12.07.1995 3 Ob 1572/95
    nur: Hängt die Entscheidung von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab, ist deren rechtliche Würdigung vom Obersten Gerichtshof nicht zu überprüfen. Nur bei einer auffallenden Fehlbeurteilung hätte er einzugreifen. (T3)
  • 3 Ob 2128/96d
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 3 Ob 2128/96d
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 2104/96z
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 3 Ob 2104/96z
    Auch; nur T3
  • 10 Ob 1619/95
    Entscheidungstext OGH 09.01.1996 10 Ob 1619/95
    Auch; Beisatz: Umsatzsteuer aus Verzugszinsen: keine erhebliche Rechtsfrage, so schon ecolex 1995, 918). (T4)
  • 2 Ob 2107/96h
    Entscheidungstext OGH 13.06.1996 2 Ob 2107/96h
    Auch; nur T3
  • 9 ObA 95/97d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 9 ObA 95/97d
    nur T3; Beisatz: Hier: Frage, ob die Lösung eines Dienstverhältnisses durch den Dienstnehmer stillschweigend erfolgt ist oder nicht. (T5)
  • 9 ObA 212/97k
    Entscheidungstext OGH 25.06.1997 9 ObA 212/97k
    nur T3; Beis wie T5
  • 9 ObA 174/98y
    Entscheidungstext OGH 02.09.1998 9 ObA 174/98y
    Auch; nur T3
  • 8 ObA 129/99z
    Entscheidungstext OGH 18.05.1999 8 ObA 129/99z
    Auch; nur T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 125/99d
    Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 125/99d
    nur T3; Beisatz: Hier: Sicherung der Wiederherstellung des abgebrannten Wirtschaftsgebäudes (§ 97 VersVG). (T6)
  • 2 Ob 187/99k
    Entscheidungstext OGH 01.07.1999 2 Ob 187/99k
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Umfang der Aufklärungspflichten im vorvertraglichen Schuldverhältnis. (T7)
  • 10 Ob 270/99z
    Entscheidungstext OGH 16.11.1999 10 Ob 270/99z
  • 1 Ob 268/99i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 268/99i
    Beisatz: Hier: Vorwerfbarkeit der dem Mieter fehlenden Abhilfemöglichkeit gegen ein unleidliches Verhalten seiner Wohnungsgenossen. (T8)
  • 9 Ob 37/00g
    Entscheidungstext OGH 04.10.2000 9 Ob 37/00g
    nur T3
  • 7 Ob 96/01w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 96/01w
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 316/00t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 316/00t
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Beurteilung des Verhaltens eines Servitutsberechtigten. (T9)
  • 3 Ob 286/00f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 286/00f
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Einhaltung von Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten. (T10)
  • 8 ObA 179/01h
    Entscheidungstext OGH 16.08.2001 8 ObA 179/01h
    nur T3; Beis wie T5
  • 8 Ob 225/01y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2001 8 Ob 225/01y
    nur T3; Beisatz: Hier: Begründung eines Wohnsitzes im Sinne des § 66 JN. (T11)
  • 2 Ob 12/02g
    Entscheidungstext OGH 21.03.2002 2 Ob 12/02g
    Auch; Beis wie T1 nur: Wenn auch die Höhe des angemessenen Schmerzengeldes eine Frage des Einzelfalles ist, die in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu begründen vermag, ist die Revision ausnahmsweise wegen der Fehlbemessung des Schmerzengeldes, aus Gründen der Einzelfallgerichtigkeit zulässig und berechtigt. (T12)
  • 1 Ob 41/02i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 41/02i
  • 2 Ob 145/02s
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 2 Ob 145/02s
    Vgl auch; Beisatz: Zulässigkeit der Revision, weil Rechtsprechung zur Schmerzengeldrente in Verbindung mit der neuesten Judikatur des Obersten Gerichtshofes zur Schmerzengeldbemessung bei schwersten Verletzungen fehlt. (T13)
  • 8 Ob 208/02z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 Ob 208/02z
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Frage, ob die Vermieterin wider Treu und Glauben den Eintritt des neuen Mieters in den Mietvertrag vereitelt habe. (T14)
  • 7 Ob 167/03i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 167/03i
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob in der Aufrechnungserklärung des Beklagten die Forderung, die durch die Aufrechnung getilgt werden soll, bestimmt beziehungsweise zumindest bestimmbar bezeichnet wurde. (T15)
  • 7 Ob 273/03b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2003 7 Ob 273/03b
    Vgl auch; nur T3
  • 3 Ob 235/03k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 235/03k
    Auch
  • 5 Ob 235/03z
    Entscheidungstext OGH 13.01.2004 5 Ob 235/03z
    Auch; nur T3; Beis wie T11
  • 6 Ob 53/04v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 53/04v
    Auch
  • 10 Ob 42/04f
    Entscheidungstext OGH 08.06.2004 10 Ob 42/04f
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Verhalten des Unterbestandnehmers. (T16)
  • 10 ObS 139/04w
    Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 ObS 139/04w
    nur T3
  • 6 Ob 301/05s
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 301/05s
    Beisatz: Hier: Nachteiliger Gebrauch verneint: Dem Bestandnehmer war es gestattet, das im Bestandobjekt befindliche Inventar zu entfernen und durch eigenes zu ersetzen. Die übrigen Schäden entstanden bei ordnungsgemäßer Benutzung des Bestandobjekts. (T17)
  • 9 Ob 3/06s
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 3/06s
    nur T3
  • 7 Ob 146/06f
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 146/06f
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Hier: Eigenbedarf des Vermieters durch Neuverteilung der Wohnräume. (T18)
  • 7 Ob 157/06y
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 157/06y
    Vgl; nur T3; Beis wie T10
  • 2 Ob 147/06s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 2 Ob 147/06s
  • 7 Ob 117/07t
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 117/07t
    Vgl; nur T3; Beisatz: Hier: Die Frage, „ob die Benutzung eines unzureichend gesicherten Wanderweges ein Mitverschulden im Sinn einer Sorglosigkeit gegenüber eigenen Gütern darstellt", ist eine Frage des Einzelfalls. (T19)
  • 2 Ob 27/07w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 27/07w
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 207/07s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 207/07s
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 7/08f
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 7/08f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T12
  • 5 Ob 223/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 223/08t
    Auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 22/09t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 22/09t
    Vgl; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflichten und Verschuldensteilung. (T20)
  • 7 Ob 160/09v
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 160/09v
    Auch
  • 8 Ob 79/10s
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 79/10s
    Beisatz: Hier: Verschuldensteilung. (T21)
  • 2 Ob 136/10d
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 2 Ob 136/10d
    Auch; Vgl Beis wie T1
  • 7 Ob 46/11g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 46/11g
    Auch
  • 7 Ob 71/11h
    Entscheidungstext OGH 18.05.2011 7 Ob 71/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlen einer regelmäßigen geschäftlichen Tätigkeit im Hinblick auf § 30 Abs 2 Z 7 MRG. (T22)
  • 2 Ob 245/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 245/07d
    Auch
  • 7 Ob 221/11t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 7 Ob 221/11t
    Vgl; Beis wie T19
  • 7 Ob 228/11x
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 7 Ob 228/11x
    Auch
  • 5 Ob 128/12b
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 128/12b
    Auch
  • 7 Ob 145/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 145/12t
    Auch; Auch Beis wie T19
  • 9 ObA 5/13w
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 ObA 5/13w
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Zumutbarkeit, den Zugang einer Arbeitgeberkündigung zu ermöglichen. (T23)
  • 10 ObS 168/13y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 168/13y
    nur T3; Beisatz: Hier: Frage der Unzumutbarkeit des Wohnortwechsels. (T24)
  • 8 Ob 32/14k
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 32/14k
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 19/15y
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 19/15y
  • 6 Ob 58/18z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 58/18z
    Vgl auch
  • 6 Ob 163/18s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 163/18s
    Vgl; Beis ähnlich wie T20
  • 8 Ob 47/19y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 47/19y
  • 8 Ob 72/21b
    Entscheidungstext OGH 25.06.2021 8 Ob 72/21b
    Vgl; Beisatz: Hier: Die Höhe des angemessenen Schmerzengeldes ist jedoch eine Frage des Einzelfalls, die nur ganz ausnahmsweise bei einer eklatanten Fehlbemessung eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu begründen vermag. (T25)
  • 2 Ob 123/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2023 2 Ob 123/23m
    vgl; Beisatz: Hier: Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht. (T26)
  • 4 Ob 183/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2024 4 Ob 183/23z
    vgl; Beisatz: Hier: Beurteilung des Umfangs der ärztlichen Aufklärungspflicht. (T27)
  • 6 Ob 91/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.06.2024 6 Ob 91/24m
    Beisatz: Hier: Beurteilung des Umfangs der ärztlichen Aufklärungspflicht (T28)
  • 8 ObA 44/24i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.09.2024 8 ObA 44/24i
    Beisatz: Die Frage, ob ein Arbeitnehmer darauf vertrauen darf, dass dem Arbeitgeber eine Mitteilung zugegangen ist, richtet sich immer nach den Umständen des Einzelfalls. (T29)
  • 9 ObA 73/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 9 ObA 73/24m
    vgl
  • 4 Ob 186/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 4 Ob 186/24t
  • 4 Ob 205/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 4 Ob 205/24m
    nur T3
  • 4 Ob 188/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 4 Ob 188/24m
    Beisatz: Hier: Verhältnismäßigkeit der Verbesserungskosten eines nicht ordnungsgemäß hergestellten Korrosionsschutzes, der die Lebensdauer in einem nicht feststellbaren Ausmaß, aber "wahrscheinlich deutlich" verringert. (T30)
  • 4 Ob 177/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.10.2024 4 Ob 177/24v
    Beisatz: Hier: Voraussetzungen einer gesonderten Wohnungsnahme. (T31)
  • 3 Ob 38/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2025 3 Ob 38/25x
    Beisatz nur wie T3
  • 4 Ob 113/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.07.2025 4 Ob 113/25h
    vgl
  • 4 Ob 18/25p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.07.2025 4 Ob 18/25p
    nur T3: Hier: Unterlassung der Vermittlung von Verkehrsdienstleistungen ohne Gewerbeberechtigung. (T32)
  • 8 Ob 65/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 12.08.2025 8 Ob 65/25d
  • 8 Ob 76/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 76/25x
    vgl; Beisatz wie T26; Beisatz wie T27; Beisatz wie T28
  • 7 Ob 212/25i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2026 7 Ob 212/25i
    Beisatz wie T26; Beisatz wie T27; Beisatz wie T28
  • 9 Ob 20/26w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2026 9 Ob 20/26w
    nur T3
  • 9 Ob 5/26i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2026 9 Ob 5/26i
    Beisatz wie T3: Klausel einer Betreiberin eines Fernwärmenetzes zur Indexierung des Arbeitspreises. (T33)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0021095

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19911112_OGH0002_0050OB01552_9100000_001

Rechtssatz für 7Ob125/99d; 7Ob96/01w; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0112327

Geschäftszahl

7Ob125/99d; 7Ob96/01w; 7Ob262/05p; 7Ob153/06k; 7Ob262/07s; 7Ob35/09m; 7Ob111/09p; 7Ob18/10p; 7Ob217/10b; 7Ob190/11h; 7Ob144/12w; 7Ob186/13y; 7Ob167/14f (7Ob188/14v); 7Ob12/15p; 7Ob45/15s; 7Ob59/17b; 7Ob162/21f; 7Ob32/22i; 7Ob46/22y; 7Ob132/22w; 7Ob134/22i; 7Ob171/24h; 7Ob180/24g; 7Ob126/25t; 7Ob127/25i; 7Ob205/25k

Entscheidungsdatum

25.03.2026

Norm

ZPO §502 HI2
ZPO §508a
ABH 2005 Art6.5
ABH 2010 Art6.5
ABH 2012 Art4
AEHB 2012 Art13
VersVG §97
Sonderbedingungen für die Neuwertversicherung industrieller und gewerblicher Anlagen PktIV
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 508a heute
  2. ZPO § 508a gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 508a gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Die - nach Treu und Glauben zu entscheidende - Frage, ob die Wiederherstellung gesichert erscheint, hängt allein von den Umständen des Einzelfalles ab. Grundsätzlich kann lediglich gesagt werden, dass eine 100%ige Sicherheit nicht verlangt werden kann, sondern es ausreichen muss, wenn angesichts der getroffenen Vorkehrungen keine vernünftigen Zweifel an der Durchführung der Wiederherstellung bestehen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 125/99d
    Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 125/99d
  • 7 Ob 96/01w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 96/01w
  • 7 Ob 262/05p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 262/05p
    Veröff: SZ 2005/172
  • 7 Ob 153/06k
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 7 Ob 153/06k
    Beisatz: Auch mit einem Kauf unter Eigentumsvorbehalt ist der Eigentumserwerb und damit die Wiederbeschaffung ausreichend gesichert. (T1)
    Beisatz: Hier: Teil F Art 15.2 ABVB 2002/I. (T2)
    Veröff: SZ 2007/12
  • 7 Ob 262/07s
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 7 Ob 262/07s
    Beisatz: Hier: Art 6.5 ABH 2002. (T3)
  • 7 Ob 35/09m
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 35/09m
  • 7 Ob 111/09p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 7 Ob 111/09p
    Beis wie T3
  • 7 Ob 18/10p
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 18/10p
  • 7 Ob 217/10b
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 217/10b
  • 7 Ob 190/11h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 190/11h
    Auch
  • 7 Ob 144/12w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 7 Ob 144/12w
  • 7 Ob 186/13y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 186/13y
    nur: Grundsätzlich kann lediglich gesagt werden, dass eine 100%ige Sicherheit nicht verlangt werden kann, sondern es ausreichen muss, wenn angesichts der getroffenen Vorkehrungen keine vernünftigen Zweifel an der Durchführung der Wiederherstellung bestehen. (T4)
    Beisatz: Die Vorlage von Kostenvoranschlägen, die Absichtserklärung des Versicherungsnehmers, ein noch nicht angenommenes Angebot, die bloße Bauplanung oder eine bloß behelfsmäßige Reparatur sind für die Sicherung der Wiederherstellung nicht ausreichend. (T5)
  • 7 Ob 167/14f
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 167/14f
    Auch; Beisatz: Wann die Verwendung gesichert ist, ist nach Treu und Glauben zu entscheiden. (T6)
    Beisatz: Eine 100%ige Sicherheit kann nicht verlangt werden. Es muss ausreichen, dass angesichts der getroffenen Vorkehrungen kein vernünftiger Zweifel an der Durchführung der Wiederherstellung besteht. (T7)
    Beis wie T5
  • 7 Ob 12/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 12/15p
    Beis wie T5
  • 7 Ob 45/15s
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 45/15s
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 59/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 59/17b
  • 7 Ob 162/21f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2021 7 Ob 162/21f
    Vgl; Beis wie T5
  • 7 Ob 32/22i
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 7 Ob 32/22i
    Beis wie T5
  • 7 Ob 46/22y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2022 7 Ob 46/22y
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Bloße Absichtsbekundungen des Klägers. (T8)
  • 7 Ob 132/22w
    Entscheidungstext OGH 09.11.2022 7 Ob 132/22w
    Beisatz: Hier: Kein Korrekturbedarf der Rechtsansicht der Vorinstanzen, wonach die Wiederherstellung trotz des vom Kläger unterfertigten Bauvertrags nicht gesichert ist, da die tatsächlich beabsichtigten baulichen Maßnahmen nicht feststehen. (T9)
  • 7 Ob 134/22i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2022 7 Ob 134/22i
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Absichtserklärung, nicht dokumentierte Beträge zurückzuzahlen, begründet keine Sicherstellung nach Art 6.5 ABH 2005. (T10)
  • 7 Ob 171/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2024 7 Ob 171/24h
    Beisatz wie T5
  • 7 Ob 180/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2024 7 Ob 180/24g
    Beisatz: Hier: Art 19 ABL 2014. Bloße Absichtserklärung, Bauplanung. (T11); Beisatz wie T5
  • 7 Ob 126/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 126/25t
    vgl; Beisatz wie T5
  • 7 Ob 127/25i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2025 7 Ob 127/25i
    Beisatz wie T5
  • 7 Ob 205/25k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2026 7 Ob 205/25k
    Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112327

Im RIS seit

23.07.1999

Zuletzt aktualisiert am

05.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19990623_OGH0002_0070OB00125_99D0000_001

Entscheidungstext 7Ob125/99d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

7Ob125/99d

Entscheidungsdatum

23.06.1999

Anmerkung

E54473 07A01259

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Kropfitsch als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schalich, Dr. Tittel, Hon. Prof. Dr. Danzl und Dr. Schaumüller als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1.) Ingeborg R*****, und 2.) Albert R*****, beide vertreten durch Dr. Anton Cuber, Rechtsanwalt in Graz als Verfahrenshelfer, gegen die beklagte Partei Z***** Aktiengesellschaft, ***** vertreten durch Dr. Helmut Destaller und andere Rechtsanwälte in Graz, wegen S 3,437.269,60 sA, über die Revision (Revisionsinteresse S 3,226.873,60) der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgericht vom 15. Dezember 1998, GZ 5 R 148/98v-56, womit infolge Berufung der klagenden Parteien das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 20. August 1998, GZ 16 Cg 42/96w-45, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die beklagte Partei hat die Kosten ihrer Revisionsbeantwortung selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die Kläger haben bei der beklagten Partei für ihr landwirtschaftliches Anwesen in P***** eine Bündelversicherung abgeschlossen, die unter anderem eine Feuer- und eine Betriebsunterbrechungsversicherung umfaßt. Dem Versicherungsvertrag liegen (ua) die Allgemeinen Feuerversicherungsbedingungen (AFB) 1984 und die Sonderbedingungen für die Neuwertversicherung von Gebäuden und Einrichtungen soweit sie industriell oder gewerblich genutzt sind oder Wohn- und Bürozwecken dienen, zugrunde. Diese lauten auszugsweise (Beilage 3):

Soweit Gebäude und Einrichtungen zum Neuwert versichert sind, gelten folgende Abweichungen von den der Versicherung zugrundeliegenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB):

römisch eins. Als Ersatzwert gelten bei Gebäuden der ortsübliche Neubauwert, bei Einrichtungen und den sonstigen zum Neuwert versicherten Sachen die Wiederbeschaffungskosten (Neuwert), jeweils zur Zeit des Eintrittes des Schadenfalles.

...

römisch vier. Der Versicherungsnehmer erwirbt den Anspruch auf Zahlung des die Zeitwertentschädigung* übersteigenden Teiles der Entschädigung nur insoweit, als dieser Teil zusammen mit der Zeitwertentschädigung* den Wiederherstellungsaufwand nicht übersteigt, und in dem Umfang, in dem die Verwendung der Entschädigung zur Wiederherstellung an der bisherigen Stelle gesichert ist. Hiebei genügt es, wenn für zerstörte oder beschädigte Gebäude wieder Gebäude, für zerstörte oder beschädigte Einrichtungen wieder Einrichtungen und für zerstörte oder beschädigte sonstige Sachen gleichartige Sachen hergestellt bzw beschafft werden, soweit alle vorgenannten Sachen dem gleichen Betriebszweck dienen.

....

Unterbleibt die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung innerhalb einer Frist von drei Jahren nach dem Schadenfall oder erklärt der Versicherungsnehmer dem Versicherer vor Ablauf der Frist schriftlich, daß er nicht wiederherstellen wolle, so verbleibt es endgültig bei Gebäuden bei dem Anspruch auf Entschädigung nach dem Zeitwert, höchstens aber dem Verkehrswert*, bei Einrichtungen und den sonstigen Sachen bei dem Anspruch auf Zeitwertentschädigung; im Fall eines Deckungsprozesses wird die Frist für die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung um die Dauer des Deckungsprozesses erstreckt.

....

*Das ist gemäß den Allgemeinen Versicherungsbedingungen bei Gebäuden die Entschädigung nach dem Zeitwert, höchstens aber nach dem Verkehrswert (bei Teilschaden nach dessen anteiligem Verkehrswert), bei dessen Ermittlung der Wert des Grundstückes außer Ansatz bleibt; bei Einrichtungen und den sonstigen Sachen die Entschädigung nach dem Zeitwert.

Am 18. 2. 1993 wurde das Wirtschaftsgebäude der Kläger durch einen Brand weitgehend zerstört.

Die Beklagte zahlte den Klägern aus der Feuerversicherung - inklusive der an zwei Hypothekargläubiger der Kläger erbrachten Leistungen - insgesamt S 1,238.359,-- und vertrat die Ansicht, damit alle Ansprüche der Kläger aus dem Schadensereignis vom 18. 2. 1993 befriedigt zu haben.

Die Kläger hingegen meinen, daß ihnen die Beklagte aus der Feuer- und der Betriebsunterbrechungsversicherung noch weitere S 3,437.269,60 zu leisten habe. Neben anderen Streitpunkten, die im Revisionsverfahren nicht mehr bestehen und daher hier nicht darzustellen sind, ist die unterschiedliche Auffassung der Streitteile über die Anspruchshöhe zum größten Teil darauf zurückzuführen, daß die Beklagte der Ansicht ist, den Klägern stehe lediglich eine Entschädigung in Höhe des Zeitwerts zu, weil sie innerhalb der Dreijahresfrist keine Wiederherstellung des Gebäudes in Angriff genommen hätten und darüber hinaus eine bestimmungsgemäße (nämlich der Wiederherstellung gewidmete) Verwendung der Entschädigung nicht gesichert sei. Die Kläger hingegen beanspruchen den Neuwert des Gebäudes und der Betriebseinrichtung.

Ihrer Klage auf Zuspruch von S 3,437.269,60 sA gab das Erstgericht mit S 210.396,-- sA unbekämpft statt. Das Mehrbegehren von S 3,226.873,60 sA sowie ein eventualiter erhobenes Feststellungsbegehren wies es ab. Soweit hier noch wesentlich stellte es dazu fest:

Ein Wiederaufbau des Betriebsgebäudes oder eine Wiederbeschaffung der Betriebseinrichtung hat während drei Jahren ab dem Schadensereignis nicht einmal ansatzweise stattgefunden. Mit Schreiben vom 13. 2. 1996 erklärten die Kläger, die noch zu erbringende Versicherungsleistung ausschließlich zur Wiederherstellung der zerstörten Gebäudesubstanz zu verwenden, worauf die Beklagte darlegte, daß ihrem Dafürhalten nach diese Verpflichtungserklärung nach den Versicherungsbedingungen nicht den Voraussetzungen für den Erwerb des Anspruches auf Zahlung der Differenzentschädigung entspreche.

Rechtlich beurteilte das Erstgericht diese Feststellungen unter Hinweis auf die (hier eingangs wiedergegebenen) Sonderbedingungen Beilage 3 Punkt römisch vier dahin, die Vorlage von Kostenvoranschlägen oder eine Absichtserklärung des Versicherungsnehmers seien für eine Sicherung im Sinne dieser Bedingungen nicht ausreichend, sodaß lediglich ein Anspruch auf Zahlung des Zeitwerts der zerstörten Betriebseinrichtung und des Zeitwerts, höchstens aber des Verkehrswerts des Betriebsgebäudes bestehe.

Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil der ersten Instanz und erklärte die Revision für zulässig. Es erachtete die Mängel-, Tatsachen-, Beweis- und Rechtsrüge der Kläger als unberechtigt. Ausgehend daher von den Feststellungen des Erstgerichts teilte es auch dessen Rechtsansicht und führte ergänzend im wesentlichen aus:

In dem hier gegebenen Fall der Vereinbarung einer Neuwertklausel vertrete der Oberste Gerichtshof die Meinung, daß der Versicherungsnehmer ohne die fristgerechte Wiederherstellung den Anspruch auf die Neuwertdifferenz keineswegs erlange. Da bei vereinbarter Neuwertklausel also die Wiederherstellung Anspruchsvoraussetzung sei, wobei die Entschädigung nach den zwischen den Parteien vereinbarten Klauseln nicht erst mit dem Aufwand, sondern dann fällig werde, wenn die Wiederherstellung sichergestellt sei, bedürfe es keiner weiteren Feststellung darüber, warum die Kläger bisher mit der Wiederherstellung nicht begonnen haben. Die Kläger hätten behauptet, sie hätten mangels Verfügbarkeit der Entschädigungssumme mit dem Wiederaufbau nicht beginnen können und begehrten dies festzustellen. Darauf komme es aber nicht an, weil es belanglos sei, ob die Wiederherstellung verschuldet oder unverschuldet unterblieben sei. Dem Erstgericht sei darin beizupflichten, daß die Erklärung vom 13. 2. 1996, die Versicherungsleistung ausschließlich zur Wiederherstellung der zerstörten Gebäudesubstanz zu verwenden, keine die Fälligkeit der Entschädigungszahlung auslösende Sicherstellung für den Wiederaufbau bedeute; im vorliegenden Fall schon deshalb nicht, weil die bisher erbrachten Versicherungsleistungen anderweitig und nicht für einen Teilwiederaufbau verwendet worden, im übrigen aber auch sonst keine Maßnahmen gesetzt worden seien, die keinen Zweifel an der ernstlichen Absicht der Kläger, zu bauen, aufkommen ließen. Die Einholung von Kostenvorschüssen, auch in Verbindung mit der Erklärung wiederaufzubauen, sei nicht ausreichend. Als "Beginn des Baufortschrittes" wäre es anzusehen, wenn Material zum Wiederaufbau tatsächlich beigeschafft und entsprechend vorbereitet zur Baustelle gebracht worden wäre. In der Praxis wäre es dann so, daß je nach Baufortschritt der Versicherer abschnittweise Entschädigungsleistungen erbringen könnte. Da die Kläger keine Maßnahmen gesetzt hätten, aus denen die Verwendung der Entschädigung zur Wiederherstellung an der bisherigen Stelle gesichert sei, wäre ein Anspruch auf Zahlung der Differenz zwischen Zeitwert und Neuwertentschädigung noch nicht fällig, wobei nunmehr auch die dem Versicherungsvertrag zugrundeliegende 3-Jahres-Frist für die Wiederherstellung bereits abgelaufen sei. Die Kläger hätten daher keinen Anspruch auf Abwicklung des Versicherungsfalles unter Zugrundelegung des Neuwertes für Gebäude- und Betriebseinrichtung.

Zur Zulässigkeit der Revision führte das Berufungsgericht aus, der Frage der Sicherung des Wiederaufbaues komme eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zu.

Rechtliche Beurteilung

Entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichtes kann in der Beurteilung, ob die Wiederherstellung im vorliegenden konkreten Einzelfall gesichert ist, keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO erblickt werden.

Auch die Kläger machen in ihrem Rechtsmittel ausschließlich geltend, daß die Vorinstanzen die Frage, ob die Wiederherstellung des abgebrannten Wirtschaftsgebäudes gesichert ist, zu unrecht verneint hätten. Die - nach Treu und Glauben zu entscheidende vergleiche Prölss/Martin VVG26 Paragraph 97, Rz 14) - Frage, ob die Wiederherstellung gesichert erscheint, hängt allein von den Umständen des Einzelfalles ab. Grundsätzlich kann lediglich gesagt werden, daß eine 100 %ige Sicherheit nicht verlangt werden kann, sondern es ausreichen muß, wenn angesichts der getroffenen Vorkehrungen keine vernünftigen Zweifel an der Durchführung der Wiederherstellung bestehen (Prölss/Martin aaO). Ob dies zutrifft, ist aber lediglich im Rahmen der Einzelfallproblematik zu entscheiden und stellt daher keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO dar, es wäre denn, es läge ein Fall grober Fehlbeurteilung vor. Davon kann aber nach den erstgerichtlichen Feststellungen - insbesondere auch im Vergleich zur Entscheidung 7 Ob 28/92 (= VR 1993/309 = RdW 1994, 41 = ecolex 1994, 532), auf die sich die Kläger berufen wollen - gar keine Rede sein.

Die Revision ist daher mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückzuweisen. Einer weiteren Begründung bedarf dieser Beschluß nicht (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Die beklagte Partei hat die Kosten ihrer Revisionsbeantwortung gemäß den Paragraphen 40 und 50 ZPO selbst zu tragen, weil sie auf die Unzulässigkeit der Revision nicht hingewiesen hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:0070OB00125.99D.0623.000

Dokumentnummer

JJT_19990623_OGH0002_0070OB00125_99D0000_000