Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2011/17/0140

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2011/17/0140

Entscheidungsdatum

14.11.2013

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

ALSAG 1989 §3 Abs1 Z4;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0141

Rechtssatz

Dass für den Abgabentatbestand des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG von einer anderen als der "ersten Tätigkeit" auszugehen sei, zu der die Abfälle außerhalb des Bundesgebietes verbracht werden, ist weder dem Gesetzeswortlaut noch den Materialien zu entnehmen. Es ist daher die "Tätigkeit" der Beurteilung nach Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG zu Grunde zu legen, zu deren erstem (unmittelbarem) Zweck die Verbringung außerhalb des Bundesgebietes erfolgte, nicht eine daran anschließende weitere bzw. eine abschließende Tätigkeit vergleiche dazu auch die hg. Erkenntnisse vom 26. Juli 2012, Zl. 2012/07/0032, und vom gleichen Tag, Zl. 2010/07/0215).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011170140.X01

Im RIS seit

10.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2011170140_20131114X01

Rechtssatz für 2011/17/0140

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2011/17/0140

Entscheidungsdatum

14.11.2013

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

ALSAG 1989 §3 Abs1 Z4;
AWG 2002 Anh2;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0141

Rechtssatz

Das hier gegenständliche Verfahren D14 des Anhangs 2 zum AWG 2002 ist nicht als "Verwertungsverfahren", sondern als "Beseitigungsverfahren" ausgewiesen. Zudem kommt in seiner gesetzlichen Definition bereits der Charakter als vorgelagerte Hilfstätigkeit zu den unter D1 bis D13 des genannten Anhangs aufgeführten Beseitigungsverfahren zum Ausdruck ("Rekonditionierung vor Anwendung eines der unter D1 bis D13 aufgeführten Verfahren"). Die Rekonditionierung D14 ist somit keine eigenständige, zweckbestimmende Tätigkeit im Sinne des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG, die als erste Tätigkeit im Sinne der hg. Rechtsprechung den Charakter der Beförderung des Abfalls bestimmen und damit die Verwirklichung des Abgabentatbestandes "Befördern von Abfällen zur langfristigen Ablagerung" bereits ausschließen könnte.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011170140.X02

Im RIS seit

10.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2011170140_20131114X02

Rechtssatz für 2011/17/0140

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2011/17/0140

Entscheidungsdatum

14.11.2013

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

ALSAG 1989 §3 Abs1 Z4;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0141

Rechtssatz

Die Frage, ob ein abgabepflichtiges "Befördern von Abfällen zur langfristigen Ablagerung" im Sinne des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG vorliegt, ist allein eine Auslegungsfrage des diesbezüglichen Abgabentatbestandes des ALSAG und daher auf dessen Boden zu beantworten. Sie erschöpft sich auch nicht in der Interpretation des Begriffs der (langfristigen) "Ablagerung", sondern hängt maßgeblich von der Bestimmung der allein für den Abgabentatbestand des ALSAG notwendigen finalen Verknüpfung zwischen Beförderung und Ablagerung ab.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011170140.X03

Im RIS seit

10.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2011170140_20131114X03

Rechtssatz für 2011/17/0140

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2011/17/0140

Entscheidungsdatum

14.11.2013

Index

E1E
E6J
59/04 EU - EWR
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

12010E030 AEUV Art30;
61999CJ0234 Nygard VORAB;
ALSAG 1989 §3 Abs1 Z4;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0141

Rechtssatz

Hinsichtlich des von der Beschwerde aufgeworfenen Artikel 30, AEUV ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Vorschreibung eines Altlastenbeitrages gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG insofern um keine Erhebung einer Abgabe aus Anlass des Grenzübertritts handelt, als es auch für den im Inland abgelagerten Abfall zu einer Einhebung des Beitrags kommt und damit in der wirtschaftlichen Realität grundsätzlich eine Belastung derselben Handelsstufe im Sinne der Rechtsprechung des EuGH bewirkt wird vergleiche das Urteil des EuGH vom 23. April 2002, Rs C-234/99, Nygard, Slg. 2002, I-3657, Rz 30 ff), weshalb die Beschwerdeausführungen beim Verwaltungsgerichtshof keine unionsrechtlichen Bedenken gegen den Abgabentatbestand des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, ALSAG als solchen hervorgerufen haben.

Gerichtsentscheidung

EuGH 61999CJ0234 Nygard VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011170140.X04

Im RIS seit

10.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2011170140_20131114X04

Rechtssatz für 2011/17/0140

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2011/17/0140

Entscheidungsdatum

14.11.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §217 Abs7;
  1. BAO § 217 heute
  2. BAO § 217 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  3. BAO § 217 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 217 gültig von 14.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2010
  5. BAO § 217 gültig von 21.08.2003 bis 13.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. BAO § 217 gültig von 30.12.2000 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  7. BAO § 217 gültig von 01.01.1995 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  8. BAO § 217 gültig von 01.01.1986 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0141

Rechtssatz

Der Abgabepflichtigen steht es jederzeit offen, innerhalb der Festsetzungsverjährungsfrist einen Antrag gemäß Paragraph 217, Absatz 7, BAO zu stellen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011170140.X05

Im RIS seit

10.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2011170140_20131114X05