Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1;
GehG 1956 §19b Abs1;
GehG 1956 §20 Abs1;
GehG 1956 §21 Abs1;

Rechtssatz

Erschwerniszulagen bzw Gefahrenzulagen einerseits und Aufwandsentschädigungen andererseits können nebeneinander bestehen: Letztere sollen finanzielle Belastungen abgelten, erstere hingegen sonstige Belastungen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X01

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X01

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1;
GehG 1956 §19b;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2880/78 E 7. März 1979 RS 1 (hier: gilt sinngemäß auch für die Erschwerniszulage)

Stammrechtssatz

Durch die Worte "besondere Gefahr" bringt das Gesetz zum Ausdruck, daß es sich jeweils nicht bloß um Gefahren für Gesundheit und Leben handeln darf, die mit dem Dienst des Beamten ganz allgemein verbunden sind und daher alle Beamten treffen. Es muß die betreffende Gefährdung vielmehr eine wesentliche Abweichung von der diesbezüglichen Norm darstellen (Hinweis E 23.10.1975, 1365/75 und E 31.3.1977, 2150/74).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X02

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X02

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1 idF 1972/214;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 90/12/0195 E 27. September 1990 VwSlg 13272 A/1990 RS 4 (hier: gilt sinngemäß auch für die Gefahrenzulage)

Stammrechtssatz

Für den Anspruch auf Erschwerniszulage ist eine objektive Besonderheit des Dienstes maßgebend. Umstände des Einzelfalles, die insbesondere eine psychische Belastung mit sich bringen, sind nicht zu berücksichtigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X03

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X03

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1;
GehG 1956 §19b Abs1;
GehG 1956 §2 Z1;

Rechtssatz

Die Frage, ob ein Angehöriger des auswärtigen Dienstes seinen Dienst am ausländischen Dienstort unter "besonderen" Erschwernissen verrichten muß und/oder dieser Dienst mit "besonderen" Gefahren verbunden ist, ist durch einen Vergleich mit jenen Umständen zu lösen, unter welchen Beamte der Besoldungsgruppe, der auch die Angehörigen des auswärtigen Dienstes angehören, typischerweise Dienst zu versehen haben. Daraus ergibt sich insbesondere, daß der Beurteilung österreichische Verhältnisse zugrundezulegen sind, weil wohl nicht fraglich sein kann, daß österreichische Beamte ihren Dienst typischerweise in Österreich zu versehen haben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X04

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X04

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1;
GehG 1956 §19b Abs1;

Rechtssatz

Der Gesetzgeber hat im Gesetz nicht umschrieben, unter welchen Voraussetzungen die Nebengebühren zuzuerkennen sind, sondern der Anspruch auf diese Leistungen wird unmittelbar aus dem Gesetz begründet (Hinweis E VS 24.10.1974, 646/73, VwSlg 8691 A/1974).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X05

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X05

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19b;

Rechtssatz

Für die Frage der Gebührlichkeit der Gefahrenzulage bzw der "Erhöhung" einer solchen kommt es nicht auf hypothetische, denkmögliche Gefahren, sondern darauf an, ob und inwieweit der Beamte (hier als Diplomat) konkret "besonderen" Gefahren ausgesetzt war.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X06

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X06

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs1;
GehG 1956 §19b Abs1;

Rechtssatz

Eine Umweltbelastung durch übergroße Luftverschmutzung am ausländischen Dienstort, belastende klimatische Verhältnisse sowie eine Belastung des Organismus des Beamten (hier: Diplomat) durch eine von den österreichischen Verhältnissen abweichende Qualität des Trinkwassers und der Lebensmittel sind als besondere Erschwernisse iSd Paragraph 19 a, GehG zu werten, aber nicht als Gefahr iSd Paragraph 19 b, GehG anzusehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X07

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X07

Rechtssatz für 92/12/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14544 A/1996

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

92/12/0227

Entscheidungsdatum

24.10.1996

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §19a Abs2;
GehG 1956 §21 Abs1;

Rechtssatz

Bei der Bemessung der Erschwerniszulage ist darauf Bedacht zu nehmen, daß die besonderen Erschwernisse, denen der Beamte (hier: Diplomat) am ausländischen Dienstort durch ungünstige klimatische Verhältnisse in Verbindung mit einer Umweltbelastung durch übergroße Luftverschmutzung ausgesetzt ist - die Betrachtung ist nicht auf die Dienststunden im engeren Sinn zu beschränken - bis zu einem gewissen Grad durch legistische Maßnahmen (HeimatsurlaubsV), aber auch durch Beistellung entsprechender technischer Geräte (in den Amtsräumen im Botschaftsgebäude) bzw mittelbar durch Beistellung finanzieller Mittel (Auslandsverwendungszulage) für die Anschaffung und den Betrieb solcher Geräte (in der Wohnung oder im PKW des Beamten) gemindert werden kann (im Beschwerdefall wurde die Bemessung der belBeh überlassen).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1996:1992120227.X08

Im RIS seit

15.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2014

Dokumentnummer

JWR_1992120227_19961024X08