Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 91/19/0187

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

91/19/0187

Entscheidungsdatum

25.11.1991

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
41/02 Passrecht Fremdenrecht
41/07 Grenzüberwachung
49/01 Flüchtlinge

Norm

B-VG Art50 Abs2
FlKonv Art31 Z1
FPG 1954 §14
FPG 1954 §2
GrKontrG 1969 §15
GrKontrG 1969 §2
PaßG 1969 §23
PaßG 1969 §40
  1. B-VG Art. 50 heute
  2. B-VG Art. 50 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 50 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  4. B-VG Art. 50 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 50 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 50 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  7. B-VG Art. 50 gültig von 07.04.1964 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  8. B-VG Art. 50 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 50 gültig von 01.05.1934 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 255/1934
  10. B-VG Art. 50 gültig von 03.01.1930 bis 30.04.1934

Rechtssatz

Primäre Voraussetzung dafür, um sich mit Erfolg auf die

unmittelbar anwendbare, auf Gesetzesstufe stehende Norm des

Artikel 31, Ziffer eins, FlKonv (Hinweis E 17.6.1966, Zl 759/65,

VwSlg 6948 A/1966) berufen zu können, ist, daß der betreffende

Fremde "direkt" aus einem Gebiet kommt, wo sein Leben oder

seine Freiheit bedroht war. Die Ansicht, "direkte" Einreise

müsse so verstanden werden, daß eine bloße Durchreise durch

einen anderen Staat, auch wenn dieser Mitglied der FlKonv sei,

nicht schade, steht mit dem insoweit klaren Wortlaut des

Artikel 31, Ziffer eins, FlKonv nicht im Einklang. Die Bestimmung des

Artikel 31, Ziffer eins, FlKonv stellt nicht auf ein ohne Umwege und/oder

Aufenthalte gestaltetes Durchreisen, sondern allein darauf ab,

aus welchem Gebiet der Fremde "direkt" (unmittelbar) in einen

Vertragsstaat (hier: Österreich) einreist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1991190187.X01

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

21.07.2026

Dokumentnummer

JWR_1991190187_19911125X01

Rechtssatz für 91/19/0187

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

91/19/0187

Entscheidungsdatum

25.11.1991

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1990/06/27 89/03/0293 1

Stammrechtssatz

Unter Notstand im Sinne des Paragraph 6, VStG kann nur ein Fall der Kollision von Pflichten und Rechten verstanden werden, in dem jemand sich oder einen anderen aus schwerer unmittelbarer Gefahr einzig und allein dadurch retten kann, daß er eine im allgemeinen strafbare Handlung begeht. Es muß sich um eine

unmittelbar drohende Gefahr für das Leben, die Freiheit oder das Vermögen handeln (Hinweis E 27.5.1987, 87/03/0112).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1991190187.X02

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

21.07.2026

Dokumentnummer

JWR_1991190187_19911125X02

Rechtssatz für 91/19/0187

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

91/19/0187

Entscheidungsdatum

25.11.1991

Index

41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 1968 §5 Abs1

Rechtssatz

Paragraph 5, Absatz eins, AsylG ist zu entnehmen, daß ein Fremder, der einen

Antrag auf Asylgewährung stellt und damit zum Asylwerber wird,

erst ab dem Zeitpunkt der (rechtzeitigen) Antragstellung zum

Aufenthalt im Bundesgebiet berechtigt ist, nicht jedoch schon

vor diesem Zeitpunkt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1991190187.X03

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

21.07.2026

Dokumentnummer

JWR_1991190187_19911125X03