Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;
GehG 1956 §30a Abs2;

Rechtssatz

Eine Verwendungszulage gem. Paragraph 30, a Absatz eins, Ziffer 2, GehG 1956 wegen eines Unterschiedes von einer Dienstklasse ist mit einem halben Vorrückungsbeitrag zu bemessen. (Hinweis auf E vom 6. Mai 1976, Zl. 1133/75)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X01

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X01

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;
GehG 1956 §30a Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1650/73 E 10. Jänner 1974 VwSlg 8533 A/1974 RS 1

Stammrechtssatz

Voraussetzung für einen Rechtsanspruch nach Paragraph 30 a, Absatz eins, Ziffer 2, GG 1956 ist, dass der von dem Beamten verrichtete Dienst dauernd geleistet wird (subjektive Voraussetzung) und regelmäßig nur von Beamten einer höheren Dienstklasse erwartet werden kann (objektive Voraussetzung). Kraft der subjektiven Voraussetzung scheiden alle nur vorübergehend ausgeübten Tätigkeiten, zB während der Zeit einer Probeverwendung, einer Einschulung, einer Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall, aus. Die objektive Anspruchsvoraussetzung muß in der Art der Tätigkeit selbst begründet sein und ist dann gegeben, wenn für die Tätigkeit im Regelfall nur Beamte einer höheren Dienstklasse herangezogen werden. Ausnahmefälle der Heranziehung auch von Beamten niedrigerer Dienstklassen - gleichgültig aus welchem Grund (besondere persönliche Befähigung, Personalmangel, verstärkter Arbeitsanfall, in Aussicht genommene Beförderung etc.) - haben bei Feststellung der Wertigkeit des Dienstes außer Betracht zu bleiben, weil jeder Anspruch dieser Art das konkrete Vorliegen eines solchen Ausnahmefalles unabdingbar voraussetzt. Besteht ein Dienstklassenunterschied zwischen der besoldungsrechtlichen Stellung und dem Wert des geleisteten Dienstes und wird dieser Dienst dauernd verrichtet, dann gebührt die Verwendungszulage. Dem Gesetz kann nicht entnommen werden, daß ein Unterschied von zwei Dienstklassen bestehen müßte.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X02

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X02

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;
GehG 1956 §30a Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0131/76 E 1. April 1976 RS 2

Stammrechtssatz

Überblick über die Judikatur des VwGH betreffend die Voraussetzungen und Kriterien für die Zuerkennung einer Verwendungszulage nach Paragraph 30 a, Absatz eins, Ziffer 2, GG 1956.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X03

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X03

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2 idF 1972/214;
GehG 1956 §30a Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1591/74 E 12. Dezember 1974 RS 1

Stammrechtssatz

Bei der Bemessung einer Verwendungszulage nach Absatz eins, Ziffer eins, ist nur die Zuordnung der Dienste zu einer höheren Verwendungsgruppe, bei der Bemessung der Zulage nach Absatz eins, Ziffer 2, nur die Verrichtung eines Dienstes zu berücksichtigen, der regelmäßig nur von Beamten einer höheren Dienstklasse erwartet werden kann. Bei der Feststellung der Ungebührlichkeit der Zulage nach Ziffer 2, ist ein sorgfältiger Nachweis, dass Dienste einer höheren Dienstklasse nicht verrichtet werden, dann jedenfalls am Platze, wenn ein Beamter der niedrigsten Dienstklasse Dienste verrichtet, bei denen nach den Feststellungen der Behörde die Vorbereitung und Ausfertigung schwierigster Rechtsmittelentscheidungen und die Ausarbeitung von Gegenschriften auch in schwierigsten Fällen nicht ausgeschlossen ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X04

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X04

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2 idF 1972/214;
GehG 1956 §30a Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2335/74 E 22. Mai 1975 RS 1

Stammrechtssatz

Entscheidend ist, ob der Dienst regelmäßig nur von Beamten einer höheren Dienstklasse erwartet werden kann. Die Frage, ob ein Beamter durchschnittlich oder überdurchschnittlich beurteilt ist und ihm daher der Aufstieg in eine höhere Dienstklasse offen steht, ist ohne Bedeutung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X05

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X05

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

BAO §264;
GehG 1956 §30a Abs1 Z2;
GehG 1956 §30a Abs2;
  1. BAO § 264 heute
  2. BAO § 264 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  3. BAO § 264 gültig von 30.12.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  4. BAO § 264 gültig von 01.03.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. BAO § 264 gültig von 01.01.2014 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. BAO § 264 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  7. BAO § 264 gültig von 19.04.1980 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Rechtssatz

Paragraph 264, BAO trägt mit der höheren Lebenserfahrung Rechnung (nicht einer bestimmten Dienstklasse oder einem bestimmten Fachwissen).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X06

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X06

Rechtssatz für 0428/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

0428/76

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;
GehG 1956 §30a Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1133/75 E 6. Mai 1976 VwSlg 9050 A/1976 RS 1

Stammrechtssatz

Grundsätzlich ist die Zulage nach Paragraph 30 a, Absatz eins, Ziffer 2, GG 1956 derart zu bemessen, dass für den Unterschied der Leistung zur unmittelbar nächsthöheren Dienstklasse ein halber Vorrückungsbetrag gebührt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1976000428.X07

Im RIS seit

28.06.1976

Dokumentnummer

JWR_1976000428_19760628X07