Rechtssatz für 6Ob6/02d; 9ObA174/02g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0116144

Geschäftszahl

6Ob6/02d; 9ObA174/02g; 1Ob83/03t (1Ob84/03i); 8Ob70/03g; 8ObA54/03d; 1Ob8/04i; 3Ob140/05t; 9Ob83/06f; 9ObA134/06f; 2Ob3/07s; 9Ob17/06z; 8Ob136/07v; 7Ob81/08z; 1Ob141/08d; 10Ob79/08b; 2Ob196/08z; 1Ob240/08p; 4Ob173/09h; 3Ob228/09i; 2Ob215/09w; 17Ob12/10d; 3Ob207/10b; 2Ob138/10y; 10Ob49/11w; 3Ob217/11z; 8Ob80/11i; 3Ob1/12m; 4Ob64/12h; 3Ob99/12y; 1Ob122/12s; 1Ob107/12k; 1Ob51/12z; 4Ob5/13h; 9Ob61/12d; 9ObA90/12v; 4Ob30/14m; 8Ob81/13i; 4Ob165/14i; 4Ob193/14g; 7Ob88/14p; 8Ob5/15s; 8ObA14/15i; 8ObA22/15s; 7Ob4/15m; 8ObA24/15k; 2Ob171/14g; 4Ob159/15h; 9ObA93/15i; 7Ob118/15a; 7Ob178/15z; 7Ob160/15b; 9ObA100/15v; 1Ob213/15b; 8ObA87/15z; 9ObA39/16z; 1Ob60/16d; 7Ob171/16x; 1Ob7/17m; 9ObA10/17m; 8Ob15/17i; 4Ob209/17i; 8Ob113/17a; 1Ob87/18b; 3Ob200/18k; 8Ob41/19s; 5Ob99/19y; 3Ob69/20y; 9ObA7/20z; 8Ob91/20w; 8ObA15/21w; 4Ob160/21i; 6Ob89/21p; 10Ob6/22p; 6Ob173/22t; 7Ob30/23x; 2Ob191/23m; 4Ob232/23f; 8Ob43/24t; 7Ob98/24y; 9Ob76/24b; 4Ob21/25d; 10Ob7/25i; 6Ob70/25z; 6Ob4/25v; 4Ob173/24f; 2Ob43/25z; 7Ob124/25y; 1Ob82/25b; 1Ob96/25m; 4Ob117/25x; 3Ob213/25g; 10Ob9/26k; 10Ob21/26z

Entscheidungsdatum

19.05.2026

Norm

ZPO §502 Abs1
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Der Frage, ob eine Klage schlüssig ist, kommt im Allgemeinen - vom hier nicht vorliegenden Fall auffallender Fehlbeurteilung abgesehen - keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zu.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 6/02d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 6/02d
  • 9 ObA 174/02g
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 ObA 174/02g
  • 1 Ob 83/03t
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 83/03t
    Auch; Beisatz: Schlüssigkeit eines Antrages auf Einstweilige Verfügung. (T1)
  • 8 Ob 70/03g
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 Ob 70/03g
  • 8 ObA 54/03d
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 ObA 54/03d
  • 1 Ob 8/04i
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 8/04i
    Vgl; Beisatz: Die Schlüssigkeit von Prozessbehauptungen kann nur anhand des konkreten Vorbringens im Einzelfall geprüft werden; daher ist deren Beurteilung regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO. (T2)
  • 3 Ob 140/05t
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 140/05t
  • 9 Ob 83/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 Ob 83/06f
  • 9 ObA 134/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 ObA 134/06f
    Beis wie T2
  • 2 Ob 3/07s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 3/07s
    Auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 17/06z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 17/06z
  • 8 Ob 136/07v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 136/07v
    Beisatz: Hier: Der Verweis auf von der Beklagten angestellte angebliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen ersetzt ein Vorbringen über den bei der Klägerin tatsächlich eingetretenen Verdienstentgang nicht. (T3)
  • 7 Ob 81/08z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 7 Ob 81/08z
    Auch
  • 1 Ob 141/08d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 141/08d
    Auch
  • 10 Ob 79/08b
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 10 Ob 79/08b
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 196/08z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 196/08z
  • 1 Ob 240/08p
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 240/08p
    Auch
  • 4 Ob 173/09h
    Entscheidungstext OGH 11.03.2010 4 Ob 173/09h
    Auch
  • 3 Ob 228/09i
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 228/09i
  • 2 Ob 215/09w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 215/09w
    Auch
  • 17 Ob 12/10d
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 17 Ob 12/10d
  • 3 Ob 207/10b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 207/10b
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
  • 10 Ob 49/11w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 49/11w
    Auch
  • 3 Ob 217/11z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 217/11z
    Beisatz: Hier: Gegenforderung. (T4)
  • 8 Ob 80/11i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 80/11i
  • 3 Ob 1/12m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 1/12m
    Beis wie T2
  • 4 Ob 64/12h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 64/12h
  • 3 Ob 99/12y
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 99/12y
  • 1 Ob 122/12s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 122/12s
    Vgl
  • 1 Ob 107/12k
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 107/12k
    Auch
  • 1 Ob 51/12z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 51/12z
    Auch
  • 4 Ob 5/13h
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 5/13h
    Auch
  • 9 Ob 61/12d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 61/12d
  • 9 ObA 90/12v
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 ObA 90/12v
    Auch
  • 4 Ob 30/14m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 30/14m
    Auch
  • 8 Ob 81/13i
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 81/13i
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 165/14i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 165/14i
    Vgl; Beisatz: Auch die Schlüssigkeitsprüfung im Erlagsverfahren hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T5)
  • 4 Ob 193/14g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 193/14g
  • 7 Ob 88/14p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 88/14p
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2014/103
  • 8 Ob 5/15s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 5/15s
  • 8 ObA 14/15i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 14/15i
  • 8 ObA 22/15s
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 22/15s
  • 7 Ob 4/15m
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 4/15m
    Auch
  • 8 ObA 24/15k
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 24/15k
    Auch
  • 2 Ob 171/14g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 171/14g
  • 4 Ob 159/15h
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 159/15h
  • 9 ObA 93/15i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2015 9 ObA 93/15i
  • 7 Ob 118/15a
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 118/15a
  • 7 Ob 178/15z
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 178/15z
  • 7 Ob 160/15b
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 160/15b
  • 9 ObA 100/15v
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 100/15v
  • 1 Ob 213/15b
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 213/15b
    Auch; Beis wie T5
  • 8 ObA 87/15z
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 8 ObA 87/15z
    Auch
  • 9 ObA 39/16z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 39/16z
    Auch
  • 1 Ob 60/16d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 60/16d
  • 7 Ob 171/16x
    Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 171/16x
  • 1 Ob 7/17m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2017 1 Ob 7/17m
  • 9 ObA 10/17m
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 10/17m
    Auch
  • 8 Ob 15/17i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 15/17i
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 209/17i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 209/17i
    Beis wie T5
  • 8 Ob 113/17a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 113/17a
    Beis wie T5
  • 1 Ob 87/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 87/18b
  • 3 Ob 200/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 200/18k
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s
  • 5 Ob 99/19y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 99/19y
  • 3 Ob 69/20y
    Entscheidungstext OGH 15.06.2020 3 Ob 69/20y
  • 9 ObA 7/20z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 9 ObA 7/20z
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung auf Basis der §§ 26i f UWG zur Sicherung von Ansprüchen nach §§ 26c ff UWG. (T6)
  • 8 Ob 91/20w
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 8 Ob 91/20w
    Vgl
  • 8 ObA 15/21w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 8 ObA 15/21w
  • 4 Ob 160/21i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2021 4 Ob 160/21i
  • 6 Ob 89/21p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 6 Ob 89/21p
    Vgl; Beis wie T4
  • 10 Ob 6/22p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 Ob 6/22p
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 173/22t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2022 6 Ob 173/22t
  • 7 Ob 30/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 7 Ob 30/23x
    vgl
  • 2 Ob 191/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.12.2023 2 Ob 191/23m
    vgl
  • 4 Ob 232/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2024 4 Ob 232/23f
    Beisatz: Hier: Schlüssigkeitsprüfung der Klage eines spielsüchtigen Klägers ohne Aufschlüsselung jeder einzelnen klagsgegenständlichen Wette. (T7)
  • 8 Ob 43/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 Ob 43/24t
    vgl
  • 7 Ob 98/24y
    Entscheidungstext OGH 28.08.2024 7 Ob 98/24y
  • 9 Ob 76/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.09.2024 9 Ob 76/24b
  • 4 Ob 21/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2025 4 Ob 21/25d
  • 10 Ob 7/25i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2025 10 Ob 7/25i
  • 6 Ob 70/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.04.2025 6 Ob 70/25z
    vgl
  • 6 Ob 4/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.04.2025 6 Ob 4/25v
  • 4 Ob 173/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.06.2025 4 Ob 173/24f
  • 2 Ob 43/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.06.2025 2 Ob 43/25z
    Beisatz: Hier: Auslegung eines behaupteten "Auftrags" als unzulässige Prozessstandschaft. (T8)
  • 7 Ob 124/25y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 07.08.2025 7 Ob 124/25y
    vgl
  • 1 Ob 82/25b
    Entscheidungstext OGH 27.05.2025 1 Ob 82/25b
  • 1 Ob 96/25m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.09.2025 1 Ob 96/25m
  • 4 Ob 117/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.09.2025 4 Ob 117/25x
  • 3 Ob 213/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.02.2026 3 Ob 213/25g
  • 10 Ob 9/26k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.03.2026 10 Ob 9/26k
    Beisatz: Hier: Unschlüssig behaupteter Schaden durch überhöhte Leasingraten. (T9)
  • 10 Ob 21/26z
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 10 Ob 21/26z
    Beisatz wie T9

Schlagworte

Einzelfalljudikatur, Schlüssigkeit, Substanziierung, Gegenforderung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116144

Im RIS seit

23.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20020221_OGH0002_0060OB00006_02D0000_001

Rechtssatz für 10Ob53/23a; 4Ob69/24m; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0135524

Geschäftszahl

10Ob53/23a; 4Ob69/24m; 10Ob7/24p; 10Ob13/24w; 4Ob218/23x; 9Ob58/23d; 4Ob103/24m; 4Ob197/24k; 10Ob46/24y; 10Ob65/24t; 9Ob123/24i; 4Ob21/25d; 10Ob70/24b; 9Ob98/24p; 9Ob17/25b; 6Ob4/25v; 9Ob58/25g; 10Ob69/24f; 7Ob123/25a; 10Ob29/25z; 9Ob100/25h; 7Ob125/25w; 1Ob15/26a; 10Ob9/26k; 10Ob21/26z; 8Ob157/25h

Entscheidungsdatum

20.05.2026

Rechtssatz

Bei der Frage, ob ein Leasingnehmer eines mangelhaften Fahrzeuges ("Abgasskandal") zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aktiv legitimiert ist, ist zu unterscheiden (idS bereits 3 Ob 226/23s): Bildet der Leasingvertrag mit dem Kaufvertrag eine vertragliche Einheit, sodass ein Kaufvertrag des Leasingnehmers nur der Spezifikation des Fahrzeugs diente, ist die Aktivlegitimation zu verneinen. Hingegen ist die Aktivlegitimation des Leasingnehmers zu bejahen, wenn zunächst ein wirksamer Kaufvertrag abgeschlossen wurde und erst in der Folge ein Leasingvertrag zur Finanzierung des Kaufpreises zustande gekommen ist.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 53/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 12.03.2024 10 Ob 53/23a
  • 4 Ob 69/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 4 Ob 69/24m
  • 10 Ob 7/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.05.2024 10 Ob 7/24p
  • 10 Ob 13/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.05.2024 10 Ob 13/24w
  • 4 Ob 218/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.05.2024 4 Ob 218/23x
  • 9 Ob 58/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.07.2024 9 Ob 58/23d
    vgl
  • 4 Ob 103/24m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 103/24m
  • 4 Ob 197/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2024 4 Ob 197/24k
  • 10 Ob 46/24y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 10 Ob 46/24y
  • 10 Ob 65/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 11.02.2025 10 Ob 65/24t
  • 9 Ob 123/24i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.02.2025 9 Ob 123/24i
  • 4 Ob 21/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2025 4 Ob 21/25d
  • 10 Ob 70/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2025 10 Ob 70/24b
  • 9 Ob 98/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2025 9 Ob 98/24p
  • 9 Ob 17/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2025 9 Ob 17/25b
  • 6 Ob 4/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.04.2025 6 Ob 4/25v
  • 9 Ob 58/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2025 9 Ob 58/25g
    Beisatz: Eine bestimmte zeitliche Konnexität zwischen den beiden Verträgen ist aber keine unbedingte Voraussetzung für die Annahme einer vertraglichen Einheit, sondern bloß ein (weiterer) Umstand, der bei der Gesamtbeurteilung zu berücksichtigen ist. (T1)
  • 10 Ob 69/24f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 03.06.2025 10 Ob 69/24f
    vgl
  • 7 Ob 123/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 07.08.2025 7 Ob 123/25a
  • 10 Ob 29/25z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.10.2025 10 Ob 29/25z
    vgl; Beisatz wie T1
  • 9 Ob 100/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2025 9 Ob 100/25h
  • 7 Ob 125/25w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2025 7 Ob 125/25w
    vgl; Beisatz: Nach mittlerweile gefestigter Rechtsprechung ist bei der Finanzierung des Kaufs eines mit einer Abschalteinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs durch Leasing danach zu differenzieren, ob ein Kaufvertrag des Leasingnehmers mit dem Fahrzeughändler nur der Spezifikation des Fahrzeugs diente und der Leasinggeber unmittelbar in den Kaufvertrag eintrat oder ob der Leasingvertrag erst nach dem Erwerb des Fahrzeugs (und unabhängig davon) abgeschlossen wurde. Ausschließlich im letztgenannten Fall erleidet der spätere Leasingnehmer (schon) durch den Abschluss des Kaufvertrags einen aus diesem resultierenden Schaden in seinem Vermögen. Tritt der Leasinggeber dagegen unmittelbar in den Kaufvertrag ein, entsteht daraus nur ihm und nicht dem Leasingnehmer. (T2)
    Beisatz: Gelöscht am 26.3.2026, weil bloße Wiederholung der letzten beiden Sätze aus T2. (T3)
    Beisatz: Schließt der Kläger einen zivilrechtlich voll wirksamen Kaufvertrag – was insbesondere durch eine von ihm an den Händler geleisteten Anzahlung zum Ausdruck kommt – und erst nachträglich einen Leasingvertrag, wird angenommen, dass der Kauf- und der Leasingvertrag keine vertragliche Einheit bilden. (T4)
  • 1 Ob 15/26a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.03.2026 1 Ob 15/26a
    vgl; Beisatz wie T2
  • 10 Ob 9/26k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.03.2026 10 Ob 9/26k
    Beisatz: Unschlüssig behaupteter Schaden durch überhöhte Leasingraten. (T5)
  • 10 Ob 21/26z
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 10 Ob 21/26z
  • 8 Ob 157/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.05.2026 8 Ob 157/25h
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:RS0135524

Im RIS seit

18.11.2025

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20240312_OGH0002_0100OB00053_23A0000_000

Entscheidungstext 10Ob21/26z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

10Ob21/26z

Entscheidungsdatum

19.05.2026

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Hargassner als Vorsitzenden, den Vizepräsidenten Hon.-Prof. PD Dr. Rassi, die Hofräte Dr. Annerl und Dr. Vollmaier sowie die Hofrätin Dr. Wallner-Friedl als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei C*, vertreten durch Dr. Alexander Amann  LL.M. (UCLA), Rechtsanwalt in Gamprin-Bendern, Liechtenstein (Paragraph 5, Absatz 3, EIRAG), gegen die beklagte Partei V* AG, *, Deutschland, vertreten durch die Pressl Endl Heinrich Bamberger Rechtsanwälte GmbH in Salzburg, wegen 11.317,35 EUR sA und Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 21. Jänner 2026, GZ 4 R 2/26f-26, mit dem der Berufung gegen das Urteil des Landesgerichts Linz vom 21. November 2025, GZ 40 Cg 94/25p-21, nicht Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 1.399,14 EUR (darin 223,39 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

[1]              Der Kläger schloss im Jahr 2016 zeitgleich oder zeitnah einen Kaufvertrag sowie einen Leasingvertrag über einen von der Beklagten hergestellten *, in dem ein Dieselmotor Typ EA288 verbaut ist. Der Kläger wollte das Fahrzeug von Anfang an leasen, im Kaufvertrag wurde bereits die Aktion „P* Bank Bonus 2016“ als Finanzierungsbonus der Verkäuferin in Abzug gebracht. Der Kaufpreis betrug 39.500 EUR, dieser war auch angemessen.

[2]         Der Kläger begehrte von der Beklagten – gestützt auf Paragraphen 870, 874, ABGB – wegen des Vorliegens unzulässiger Abschalteinrichtungen die Rückerstattung von 25 % des Kaufpreises samt 4 % Zinsen seit 30. 7. 2016, wobei er aufgrund des Leasingvertrags insgesamt 45.369,40 EUR bezahlt habe und sich von diesem Betrag sein Schaden berechne, sowie die Feststellung der Haftung der Beklagten für sämtliche zukünftigen Schäden und Nachteile, welche ihm aus dem Erwerb des manipulierten Fahrzeugs durch Verwendung von unzulässigen Abschalteinrichtungen und der deswegen erforderlichen technischen Maßnahmen zur Entfernung dieser Abschalteinrichtungen entstehen werden.

[3]              Die Beklagte bestritt das Vorliegen unzulässiger Abschalteinrichtungen. Dem Kläger sei auch kein Schaden entstanden. Er sei zudem aufgrund der Leasingkonstruktion nicht aktivlegitimiert.

[4]              Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Das Klagsvorbringen stelle kein schlüssiges Vorbringen für einen dem Kläger in seinem Vermögen entstandenen Schaden dar. Der Kläger sei auch nicht aktivlegitimiert, es liege eine vertragliche Einheit zwischen dem Kauf- und dem Leasingvertrag vor.

[5]              Das Berufungsgericht gab der Berufung des Klägers nicht Folge und teilte die Rechtsansicht des Erstgerichts, dass der Kläger nicht aktivlegitimiert sei. Ein Schaden aus dem Leasingvertrag, etwa aufgrund überhöhter Leasingraten, sei nicht schlüssig behauptet worden.

[6]         Das Berufungsgericht ließ die Revision gemäß Paragraph 508, ZPO nachträglich zu, weil auch eine andere Lösung der Rechtsfrage in Betracht käme.

Rechtliche Beurteilung

[7]         Die von der Beklagten beantwortete Revision des Klägers ist mangels Aufzeigens einer Rechtsfrage von der Qualität des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO ungeachtet des – den Obersten Gerichtshof nicht bindenden – Ausspruchs des Berufungsgerichts nicht zulässig.

[8]              1.1. Bei der Frage, ob ein Leasingnehmer eines mangelhaften Fahrzeugs zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aktivlegitimiert ist, ist zu unterscheiden: Bildet der Leasingvertrag mit dem Kaufvertrag eine vertragliche Einheit, sodass ein Kaufvertrag des Leasingnehmers nur der Spezifikation des Fahrzeugs diente, ist die Aktivlegitimation zur Geltendmachung eines Schadens aus dem Kaufvertrag zu verneinen (RS0135524).

[9]         1.2. Im vorliegenden Einzelfall, in dem der Kläger von Anfang an das Fahrzeug leasen wollte, ein entsprechender Finanzierungsbonus bereits im Kaufvertrag in Abzug gebracht wurde, der Leasingantrag und der Kaufvertragsabschluss nahezu gleichzeitig erfolgten und keine Kaufverpflichtung „aus dem Leasing heraus“ bestand, hält sich die Ansicht der Vorinstanzen, dass es sich im vorliegenden Fall bei Kauf- und Leasingvertrag um eine vertragliche Einheit handelt, jedenfalls im Rahmen der höchstgerichtlichen Rechtsprechung vergleiche 7 Ob 123/25a Rz 9 ff mwN).

[10]          2.1. Insoweit der Kläger den begehrten Betrag aus dem Leasingvertrag ableitet und sich darauf stützt, dass ihm wegen überhöhter Leasingraten ein Schaden entstanden sei, das Berufungsgericht daher sein Vorbringen hier zu Unrecht als unschlüssig qualifiziert habe, zeigt er ebenfalls keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung auf. Der Frage, ob eine Klage schlüssig ist, kommt – vom hier nicht vorliegenden Fall auffallender Fehlbeurteilung abgesehen – keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zu (RS0116144).

[11]          2.2.1. Der Oberste Gerichtshof wies zudem bereits mehrfach darauf hin, dass das bloße Vorbringen, der Kläger habe für das Fahrzeug insgesamt (nämlich durch die Leistung der Einmalzahlung, der Leasingraten und des Restwerts an den Leasinggeber) erheblich mehr bezahlt als nur den Kaufpreis, keine schlüssige Behauptung eines Schadens aus dem Leasingvertrag selbst darstellt (siehe jüngst 10 Ob 9/26k Rz 14 mwN).

[12]          2.2.2. Zum behaupteten Schaden aus dem Leasingvertrag führte der Kläger in erster Instanz nur allgemein ins Treffen, er habe ein überhöhtes Leasingentgelt (in Summe mehr als den Kaufpreis) bezahlt. Ohne unzulässige Abschalteinrichtung hätte das Fahrzeug um 25 % weniger gekostet. Damit macht er aber in Wahrheit wieder nur den behaupteten – ihm mangels Aktivlegitimation gerade nicht zustehende (siehe oben Pkt 1) – Minderwert aus dem Kaufvertrag geltend (1 Ob 9/25t Rz 12).

[13]       2.2.3. In der Annahme des Berufungsgerichts, dieses Vorbringen reiche zur Dartuung eines konkreten Schadens in Form der Leistung von überhöhten Leasingentgelten nicht aus, liegt keine vom Obersten Gerichtshof aufzugreifende Fehlbeurteilung vergleiche zu einem ähnlichen Sachverhalt: 7 Ob 123/25a Rz 17 mwN).

[14]          2.2.4. Darüber hinaus hat der Senat in einer vergleichbaren Konstellation mit einem weiteren Argument klargestellt, warum ein Schaden durch Abschluss des Leasingvertrags nicht in einem überhöhten Kaufpreis liegen kann: Die dem (implizit) zugrunde liegende Prämisse, ein höherer Kaufpreis wirke sich „1:1“ auf die Leasingraten aus, übergeht, dass mit einem Kauf und einem Leasing unterschiedliche Ziele verfolgt und (demgemäß) andere Rechte und Pflichten begründet werden. Die ihnen zugrunde liegenden Kalkulationen sind daher nicht ohne Weiteres vergleichbar (10 Ob 65/24t Rz 20; jüngst 10 Ob 9/26k Rz 17). Die angefochtene Entscheidung hält sich im Rahmen der aufgezeigten Rechtsprechung.

[15]       3. Der Anregung auf Einleitung eines Vorabentscheidungsverfahrens nach Artikel 267, AEUV zur Klärung der Frage, ob das Vorliegen eines Schadens im Sinn der VO 715/2007/EG bereits im „Erwerb“ des manipulierten Fahrzeugs durch den „Enderwerber“ liege oder aufgrund der Wahl einer bestimmten „Finanzierungsform“ verneint werden könne, ist mangels Relevanz nicht näherzutreten (so auch bereits 1 Ob 15/26a Rz 16)

[16]          4. Die Revision ist daher zurückzuweisen.

[17]       5. Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraphen 50, 41, ZPO. Die Beklagte hat auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen.

Textnummer

E147707

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2026:0100OB00021.26Z.0519.000

Im RIS seit

12.06.2026

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2026

Dokumentnummer

JJT_20260519_OGH0002_0100OB00021_26Z0000_000