Rechtssatz für 4Ob93/01g 4Ob140/01v 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0115373

Geschäftszahl

4Ob93/01g; 4Ob140/01v; 4Ob20/08g; 4Ob185/08x; 4Ob169/15d; 4Ob75/16g; 4Ob45/17x; 4Ob84/19k

Entscheidungsdatum

26.11.2019

Norm

UWG §1 A
UWG §1 C2
UWG §1 D5f
UWG §78
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 27.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2026
  3. UWG § 1 gültig von 20.07.2022 bis 26.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  4. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  5. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 27.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2026
  3. UWG § 1 gültig von 20.07.2022 bis 26.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  4. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  5. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 27.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2026
  3. UWG § 1 gültig von 20.07.2022 bis 26.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  4. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  5. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007

Rechtssatz

Verstöße gegen das Urheberrecht kann nur der Berechtigte, nicht aber der Mitbewerber des Verletzten gemäß Paragraph eins, UWG geltend machen. Eine Abtretung des Unterlassungsanspruchs nach UrhG allein ist nicht möglich.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 93/01g
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 93/01g
  • 4 Ob 140/01v
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 140/01v
  • 4 Ob 20/08g
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 20/08g
    Beisatz: Es kann nicht Zweck des Lauterkeitsrechts sein, allfällige Verletzungen des Rechts am eigenen Bild als Persönlichkeitsrecht eines Dritten zu verfolgen, wenn dieser Dritte darüber selbst frei disponieren und seine Rechte entsprechend wahrnehmen kann oder diese Rechte - aus welchen Gründen auch immer - nicht wahrnimmt. (T1)
  • 4 Ob 185/08x
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 185/08x
    Auch; Beisatz: Diese Erwägungen erfassen nicht den Fall, dass die Klägerin über ein eigenes Interesse am unveränderten Abdruck der Bilder verfügt, das jenem der Abgebildeten nicht nur gleichkommt, sondern wirtschaftlich sogar vorgeordnet ist. Grundlage des Anspruchs ist hier nicht ein durch Eingriff in fremde Persönlichkeitsrechte erzielter Vorsprung im Wettbewerb, sondern die spezifische Unlauterkeit des Verhaltens der Beklagten im Verhältnis zu einem Mitbewerber. (T2)
    Veröff: SZ 2008/167
  • 4 Ob 169/15d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 169/15d
    Auch; Beisatz: Hier: Eingriff in fremdes Eigentum. (T3)
  • 4 Ob 75/16g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 75/16g
    Auch; Beisatz: Hier: Besitzstörung. (T4)
  • 4 Ob 45/17x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 45/17x
    Auch
  • 4 Ob 84/19k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 84/19k
    Beisatz: Auch das Recht auf Datenschutz ist ein Persönlichkeitsrecht und damit ein nur persönlich geltend zu machendes Ausschließlichkeitsrecht. Ein Eingriff in das Recht auf Datenschutz kann daher von Dritten grundsätzlich nicht als unlautere Geschäftspraktik in der Fallgruppe Rechtsbruch geltend gemacht werden. (T5)

Schlagworte

Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch
Bem: Zur älteren gegenteiligen Rechtsprechung siehe RS0078013.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115373

Im RIS seit

24.05.2001

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2020

Dokumentnummer

JJR_20010424_OGH0002_0040OB00093_01G0000_001

Rechtssatz für 4Ob84/19k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0132969

Geschäftszahl

4Ob84/19k

Entscheidungsdatum

26.11.2019

Norm

DSGVO Art80 Abs2

Rechtssatz

Eine eigenmächtige Verfolgung von Datenschutzverstößen durch Dritte (Verbände) ist mangels Umsetzung der Ermächtigungsklausel in Österreich nicht zulässig.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 84/19k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 84/19k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132969

Im RIS seit

02.03.2020

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2020

Dokumentnummer

JJR_20191126_OGH0002_0040OB00084_19K0000_001

Rechtssatz für 4Ob254/15d; 4Ob161/16d; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130682

Geschäftszahl

4Ob254/15d; 4Ob161/16d; 4Ob66/17k; 4Ob230/17b; 4Ob84/19k; 4Ob204/19g; 4Ob140/24b

Entscheidungsdatum

17.12.2024

Rechtssatz

Eine Verletzung standesrechtlicher Werberegeln ist nur dann unlauter, wenn sie auf einer unvertretbaren Rechtsansicht beruht. Für die Beurteilung dieser Frage sind der Wortlaut der jeweiligen Bestimmung und die Praxis der für deren Auslegung primär zuständigen Organe maßgebend. Davon getrennt ist bei entsprechendem Vorbringen zu prüfen, ob die beanstandete Werbung auch dem allgemeinen Verbot irreführender oder aggressiver Geschäftspraktiken zuwiderläuft. Insofern ist die Einhaltung der beruflichen Sorgfalt unerheblich, weshalb es auch nicht auf die Vertretbarkeit der dem beanstandeten Verhalten zugrunde liegenden Rechtsansicht ankommen kann.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 254/15d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 254/15d
    Veröff: SZ 2016/40
  • 4 Ob 161/16d
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 161/16d
    Auch; Beisatz: Die Marktteilnehmer müssen auch im Zusammenhang mit standesrechtlichen Werberegelungen ihr Verhalten nicht von vornherein an der strengsten Auslegung der maßgebenden Regelungen orientieren. Siehe bereits 4 Ob 254/15d. (T1)
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 230/17b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 230/17b
    Auch
  • 4 Ob 84/19k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 84/19k
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Standesrecht der Psychotherapeuten. (T2)
  • 4 Ob 204/19g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 4 Ob 204/19g
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 4 Z 5 WerbeV 2014. (T3)
  • 4 Ob 140/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 4 Ob 140/24b
    nur: Eine Verletzung standesrechtlicher Werberegeln ist nur dann unlauter, wenn sie auf einer unvertretbaren Rechtsansicht beruht. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130682

Im RIS seit

18.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2025

Dokumentnummer

JJR_20160330_OGH0002_0040OB00254_15D0000_001

Rechtssatz für 4Ob163/08m; 4Ob187/09t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124472

Geschäftszahl

4Ob163/08m; 4Ob187/09t; 4Ob148/10h; 4Ob94/14y; 4Ob61/14w; 4Ob108/16k; 4Ob84/19k; 4Ob108/21t; 4Ob187/21k; 4Ob204/22m; 4Ob49/23v; 4Ob80/23b; 4Ob99/23x; 4Ob134/24w; 4Ob71/25g

Entscheidungsdatum

22.07.2025

Norm

UWG §2 Abs4
UWG §2 C2d
  1. UWG § 2 heute
  2. UWG § 2 gültig ab 27.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2026
  3. UWG § 2 gültig von 20.07.2022 bis 26.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  4. UWG § 2 gültig von 23.04.2015 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 49/2015
  5. UWG § 2 gültig von 12.12.2007 bis 22.04.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  6. UWG § 2 gültig von 01.04.2000 bis 11.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 185/1999
  7. UWG § 2 gültig von 30.07.1988 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 422/1988
  1. UWG § 2 heute
  2. UWG § 2 gültig ab 27.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2026
  3. UWG § 2 gültig von 20.07.2022 bis 26.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  4. UWG § 2 gültig von 23.04.2015 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 49/2015
  5. UWG § 2 gültig von 12.12.2007 bis 22.04.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  6. UWG § 2 gültig von 01.04.2000 bis 11.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 185/1999
  7. UWG § 2 gültig von 30.07.1988 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 422/1988

Rechtssatz

Für die Irreführung durch Unterlassen kommt es danach nunmehr - abgesehen von den allgemeinen Kriterien (Berücksichtigung aller tatsächlichen Umstände, durchschnittlicher Verbraucher etc) - darauf an, a) ob wesentliche Umstände verschwiegen werden, die der Durchschnittsverbraucher zu einer informierten geschäftlichen Entscheidung benötigt, und b) ob sich dies auf sein geschäftliches Verhalten auszuwirken vermag; dabei ist c) den allenfalls beschränkten Möglichkeiten zur Informationsvermittlung Rechnung zu tragen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 163/08m
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 163/08m
    Veröff: SZ 2008/166
  • 4 Ob 187/09t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 187/09t
  • 4 Ob 148/10h
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 148/10h
    Vgl auch
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
  • 4 Ob 108/16k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 108/16k
  • 4 Ob 84/19k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 84/19k
    Beisatz: Dass in einem Verzeichnis verschiedener Anbieter ein Teil von ihnen gegen Entgelt durch Fotos und detailliertere Angaben ‑ und somit nicht aus objektiven Gründen ‑ hervorgehoben wird, ist gängige Praxis und den Nutzern bekannt. Keine Irreführung durch Täuschung über den Werbecharakter. (T1)
  • 4 Ob 108/21t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 4 Ob 108/21t
    Vgl; Beisatz: Hier: Irreführung, wenn der Eindruck erweckt wird, alle vom Werbenden erzielten Einnahmen (oder zumindest der größte Teil davon) kämen bestimmten karitativen Organisationen zugute, während diesen in Wirklichkeit nur ein geringer Bruchteil des Erlöses zufließt, worüber aufzuklären gewesen wäre. (T2)
  • 4 Ob 187/21k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2021 4 Ob 187/21k
  • 4 Ob 204/22m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2022 4 Ob 204/22m
    Beisatz: Hier: Aus dem Umstand, dass die Zielsetzung der Beklagten einen geordneten Überblick über ärztliche Leistungen zu verschaffen (vgl 6 Ob 198/21t), sich auf den für die Arztauswahl wesentlichen niedergelassenen Bereich beziehen mag, sind keine Negativauswirkungen im obigen Sinn erkennbar. (T3)
  • 4 Ob 49/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 25.04.2023 4 Ob 49/23v
    Beisatz: Hier: Irreführende Werbung iSd § 2 Abs 4 UWG bei Koppelungsangeboten (Mobiltelefon samt Tarif) bei denen der Preis des Mobiltelefones mit „€ 0“ oder sinngleich zu beworben wurde, ohne auf sonstige belastende Bedingungen und Preisbestandteile klar zugeordnet und ähnlich deutlich hinzuweisen. (T4)
  • 4 Ob 80/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.12.2023 4 Ob 80/23b
    Beisatz: Hier: Irreführende Werbung durch bloße Angabe der Maximalgeschwindigkeit anstelle der regelmäßig zur Verfügung zu stellenden Datenübertragungsgeschwindigkeit (T5)
  • 4 Ob 99/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 99/23x
    Beisatz wie T5
  • 4 Ob 134/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.02.2025 4 Ob 134/24w
    vgl
  • 4 Ob 71/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.07.2025 4 Ob 71/25g

Schlagworte

Irreführung durch Unterlassen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124472

Im RIS seit

18.12.2008

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2025

Dokumentnummer

JJR_20081118_OGH0002_0040OB00163_08M0000_002