Rechtssatz für 15Os147/87; 13Os101/08i; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098070

Geschäftszahl

15Os147/87; 13Os101/08i; 14Os158/13m; 15Os132/14x; 11Os106/25k

Entscheidungsdatum

07.10.2025

Norm

StPO §41 Abs3
StPO §281 Abs1 Z1a
  1. StPO § 41 heute
  2. StPO § 41 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  3. StPO § 41 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StPO § 41 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 41 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  6. StPO § 41 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StPO § 41 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 41 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Das Bestehen eines Vertrauensverhältnisses zwischen dem Angeklagten und seinem (von Amts wegen beigegebenen) Verteidiger gehört nicht zu den begrifflichen (oder sonst gesetzlich vorausgesetzten) Erfordernissen einer verfahrensrechtlichen "Vertretung" im Sinn des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer eins a, StPO.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 147/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 15 Os 147/87
  • 13 Os 101/08i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 101/08i
    Auch
  • 14 Os 158/13m
    Entscheidungstext OGH 05.11.2013 14 Os 158/13m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Dass dem Beschwerdeführer durch falsches oder fehlerhaftes Verhalten des Verteidigers, das eine konkrete und wirksame Verteidigung, wie sie mit Blick auf Art 6 Abs 3 lit c MRK erforderlich wäre, nicht mehr gewährleistet, konkrete Nachteile entstanden wären, wurde nicht behauptet. (T1)
  • 15 Os 132/14x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 132/14x
    Beisatz: Einschreiten eines Substituten gegen den Willen des Angeklagten. (T2)
  • 11 Os 106/25k
    Entscheidungstext OGH 07.10.2025 11 Os 106/25k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0098070

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025

Dokumentnummer

JJR_19871020_OGH0002_0150OS00147_8700000_001

Rechtssatz für 13Os87/10h; 15Os132/14x; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0126676

Geschäftszahl

13Os87/10h; 15Os132/14x; 13Os21/21v; 11Os66/25b; 11Os106/25k

Entscheidungsdatum

07.10.2025

Norm

StPO §48 Abs1 Z4
StPO §62 Abs2 B
StPO §281 Abs1 Z1a
  1. StPO § 48 heute
  2. StPO § 48 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 48 gültig von 01.01.2015 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 48 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 48 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  6. StPO § 48 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StPO § 48 gültig von 31.12.1975 bis 28.02.1997
  1. StPO § 62 heute
  2. StPO § 62 gültig ab 01.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2020
  3. StPO § 62 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 62 gültig von 10.04.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  5. StPO § 62 gültig von 31.12.1975 bis 09.04.1999
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Nichtigkeit nach Ziffer eins a, liegt vor, wenn der Angeklagte nicht während der ganzen Hauptverhandlung durch einen Verteidiger vertreten war, obwohl dies zwingend vorgeschrieben war. Verteidiger im Sinn dieser Bestimmung ist nach der Legaldefinition des Paragraph 48, Absatz eins, Ziffer 4, StPO „eine zur Ausübung der Rechtsanwaltschaft, eine sonst gesetzlich zur Vertretung im Strafverfahren berechtigte oder eine Person, die an einer inländischen Universität die Lehrbefugnis für Strafrecht und Strafprozessrecht erworben hat“, sowie eine „bei Gericht tätige, zum Richteramt befähigte Person“, welche nach Paragraph 62, StPO als Rechtsbeistand des Angeklagten (Paragraph 48, Absatz 2, StPO) bestellt werden kann. Nur darauf, nicht auf den Akt der Bevollmächtigung oder Bestellung kommt es an.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 87/10h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 87/10h
    Bem: WK-StPO § 281 Rz 146
  • 15 Os 132/14x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 132/14x
    Auch; Beisatz: Allfällige, den Bestellungs- oder Bevollmächtigungsakt betreffende Mängel sind in dieser Hinsicht ohne Bedeutung. (T1)
  • 13 Os 21/21v
    Entscheidungstext OGH 07.06.2021 13 Os 21/21v
    Vgl
  • 11 Os 66/25b
    Entscheidungstext OGH 09.09.2025 11 Os 66/25b
    vgl
  • 11 Os 106/25k
    Entscheidungstext OGH 07.10.2025 11 Os 106/25k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126676

Im RIS seit

13.05.2011

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025

Dokumentnummer

JJR_20110407_OGH0002_0130OS00087_10H0000_001

Entscheidungstext 15Os132/14x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

15Os132/14x

Entscheidungsdatum

03.12.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 3. Dezember 2014 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Danek als Vorsitzenden, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Mag. Lendl und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Michel-Kwapinski, Mag. Fürnkranz und Dr. Mann als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Krampl als Schriftführerin in der Strafsache gegen Branko B***** wegen des Verbrechens des schweren und gewerbsmäßig durch Einbruch begangenen Diebstahls als Beteiligter nach Paragraphen 12, dritter Fall, 127, 128 Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, vierter Fall StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts St. Pölten als Schöffengericht vom 18. Juni 2014, GZ 35 Hv 37/14g-158, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zu Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Branko B***** (zu römisch eins.) des Vergehens (richtig: zweier Vergehen; vergleiche RIS-Justiz RS0118718) des Gebrauchs fremder Ausweise nach Paragraph 231, Absatz eins, StGB und (zu römisch zwei.) des Verbrechens des schweren und gewerbsmäßig durch Einbruch begangenen Diebstahls als Beteiligter nach Paragraphen 12, dritter Fall, 127, 128 Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, vierter Fall StGB schuldig erkannt.

Danach hat er

römisch eins./ am 23. August 2013 in A***** amtliche Ausweise, die für einen anderen ausgestellt waren, nämlich einen deutschen Führerschein und einen deutschen Personalausweis, jeweils ausgestellt auf Manfred ***** K*****, im Rechtsverkehr gebraucht, als wären sie für ihn ausgestellt, indem er die genannten Dokumente nach Aufforderung zur Ausweisleistung durch einen Beamten der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion A***** zum Nachweis seiner (falschen) Identität vorwies,

römisch zwei./ einige Tage vor den zu A./ und B./ angeführten Zeitpunkten in A***** und anderen Orten durch die jeweils vor Tatausführung abgegebene Zusage, ihnen Quartier zu geben und das Diebsgut für sie zu verwerten, sowie durch Unterstützung bei der Auswahl der Einbruchsobjekte dazu beigetragen, dass Aleksandar A***** und Nebojsa K***** anderen fremde bewegliche Sachen in einem 50.000 Euro übersteigenden Gesamtwert von zumindest 100.000 Euro wegnahmen, und zwar

A./ in der Nacht auf den 22. November 2013 in Y***** Gewahrsamsträgern des Bekleidungsgeschäfts M***** Bekleidungsartikel, Rucksäcke und Bargeld, indem sie ein Fenster der Geschäftsräume mit einem Flachwerkzeug aufzwängten,

B./ in der Nacht auf den 25. November 2013 in W***** Gewahrsamsträgern des Bekleidungsgeschäfts AR***** Bekleidungsartikel, indem sie zunächst in ein im selben Gebäudekomplex gelegenes Frisörgeschäft durch Einschlagen der Verglasung der Eingangstüre eindrangen und die Zugangstüre des Bekleidungsgeschäfts mit einem Flachwerkzeug aufbrachen,

wobei Branko B***** mit dem Vorsatz, sich und/oder einen Dritten durch die Sachzueignung unrechtmäßig zu bereichern, und in der Absicht handelte, sich durch die wiederkehrende Begehung von Einbruchsdiebstählen entweder als unmittelbarer Täter oder als Beteiligter eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen.

Rechtliche Beurteilung

Dagegen richtet sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer eins a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten; sie schlägt fehl.

Der geltend gemachte Nichtigkeitsgrund nach Ziffer eins a, liegt vor, wenn der Angeklagte nicht während der ganzen Hauptverhandlung durch einen Verteidiger vertreten war, obwohl dies zwingend vorgeschrieben war. Nur darauf, nicht auf den Akt der Bevollmächtigung oder Bestellung kommt es an, sodass in dieser Hinsicht behauptete Mängel ohne Bedeutung sind (RIS-Justiz RS0126676; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 146 f). Auch das Bestehen eines Vertrauensverhältnisses zwischen dem Angeklagten und seinem Verteidiger gehört nicht zu den Erfordernissen einer verfahrensrechtlichen Vertretung iSd Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer eins a, StPO (RIS-Justiz RS0098070). Demgemäß spricht die Beschwerde mit der Behauptung, der Angeklagte sei mit einem Einschreiten eines Substituten anstelle des von ihm bevollmächtigten Verteidigers nicht einverstanden gewesen, seine diesbezügliche Erklärung sei als Vollmachtskündigung zu qualifizieren, weshalb er in der Hauptverhandlung nicht durch einen von ihm bevollmächtigten Verteidiger vertreten gewesen sei, keinen für die Beurteilung des geltend gemachten Nichtigkeitsgrundes maßgebenden Umstand an.

Die Nichtigkeitsbeschwerde war bereits bei nichtöffentlicher Beratung zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufung folgt (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Schlagworte

Strafrecht

Textnummer

E109348

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0150OS00132.14X.1203.000

Im RIS seit

30.12.2014

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2014

Dokumentnummer

JJT_20141203_OGH0002_0150OS00132_14X0000_000