Rechtssatz für 9ObA196/91 9ObA602/91 9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050688

Geschäftszahl

9ObA196/91; 9ObA602/91; 9ObA305/92; 8ObA332/99b; 9ObA188/00p; 8ObA28/01b; 9ObA33/13p; 8ObA18/14a

Entscheidungsdatum

24.03.2014

Norm

AÜG §10
  1. AÜG § 10 heute
  2. AÜG § 10 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2021
  3. AÜG § 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  4. AÜG § 10 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  5. AÜG § 10 gültig von 01.08.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2005
  6. AÜG § 10 gültig von 01.07.1988 bis 31.07.2005

Rechtssatz

Der klare Wortlaut des Paragraph 10, Absatz eins, Satz 3 AÜG "kollektivvertragliches Entgelt" sowie die erläuternde Bemerkungen (19) lassen eine Auslegung, diese Bestimmung sehe für die Dauer der Beschäftigung eine Angleichung an die im Beschäftigerbetrieb gezahlten überkollektivvertraglichen Istlöhne vor, nicht zu.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 196/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 9 ObA 196/91
    Veröff: SZ 64/161 = EvBl 1992/67 S 297 = JBl 1992,265 = Arb 10977 = ecolex 1992,111
  • 9 ObA 602/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 9 ObA 602/91
    Veröff: Arb 10979 = RdW 1992,184
  • 9 ObA 305/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 9 ObA 305/92
    Beisatz: Auch das Herausnehmen einzelner Detailregelungen sowohl aus dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebes als auch aus der Grundvereinbarung (Rosinentheorie) ist nicht möglich. (T1)
    Veröff: DRdA 1993,378 (Ritzberger - Moser)
  • 8 ObA 332/99b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 ObA 332/99b
  • 9 ObA 188/00p
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 ObA 188/00p
    Auch
  • 8 ObA 28/01b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 ObA 28/01b
    Beis wie T1
  • 9 ObA 33/13p
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 33/13p
  • 8 ObA 18/14a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObA 18/14a
    Auch; Beisatz: Aus diesem Grund fallen auch jährliche Ist-Lohn-Erhöhungen auf den überkollektivvertraglichen Lohn laut Beschäftiger-Kollektivvertrag nicht in den Schutzbereich des § 10 Abs 1 Satz 3 AÜG (T2); Veröff: SZ 2014/26

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050688

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19911120_OGH0002_009OBA00196_9100000_006

Rechtssatz für 8ObA18/14a 8ObA50/14g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0129354

Geschäftszahl

8ObA18/14a; 8ObA50/14g

Entscheidungsdatum

25.08.2014

Norm

AÜG §10 Abs1
  1. AÜG § 10 heute
  2. AÜG § 10 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2021
  3. AÜG § 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  4. AÜG § 10 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  5. AÜG § 10 gültig von 01.08.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2005
  6. AÜG § 10 gültig von 01.07.1988 bis 31.07.2005

Rechtssatz

Unter "kollektivvertraglichem Entgelt“ nach Paragraph 10, Absatz eins, Satz 3 AÜG ist nur das kollektivvertragliche Mindestentgelt zu verstehen. Diese Bestimmung sieht für die Dauer der Überlassung keine Angleichung an die im Beschäftigerbetrieb gezahlten überkollektivvertraglichen Ist‑Löhne vor. Aus diesem Grund fallen auch jährliche Ist‑Lohn‑Erhöhungen auf den überkollektivvertraglichen Lohn laut Beschäftiger‑Kollektivvertrag nicht in den Schutzbereich des Paragraph 10, Absatz eins, Satz 3 AÜG.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 18/14a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObA 18/14a
    Veröff: SZ 2014/26
  • 8 ObA 50/14g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 ObA 50/14g
    Auch; Beisatz: § 10 Abs 1 AÜG (idF BGBl I 2005/104) bezieht sich nur auf das kollektivvertragliche Mindestentgelt. Eine kollektivvertragliche Ermächtigung zur Regelung von Zulagen in einer Betriebsvereinbarung bedeutet nur, dass es sich bei den zugrunde liegenden Betriebsvereinbarungen über die weiteren Zulagen um zulässige Entgelt-Betriebsvereinbarungen handelt; dadurch werden die Betriebsvereinbarungs-Zulagen aber nicht zu einem kollektivvertraglichen Entgelt. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129354

Im RIS seit

07.05.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20140324_OGH0002_008OBA00018_14A0000_001

Rechtssatz für 9ObA196/91; 9ObA602/91; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050789

Geschäftszahl

9ObA196/91; 9ObA602/91; 8ObA85/98b; 9ObA225/98y; 8ObA332/99b; 9ObA188/00p; 9ObA81/01d; 9ObA195/01v; 8ObA28/01b; 9ObA58/02y; 9ObA50/02x; 9ObA69/02s; 8ObA53/02f; 9ObA39/05h; 9ObA123/06p; 9ObA30/07p; 9ObA33/13p; 8ObA18/14a; 8ObA50/14g; 9ObA18/24y

Entscheidungsdatum

23.07.2024

Norm

AÜG §10 Abs1
  1. AÜG § 10 heute
  2. AÜG § 10 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2021
  3. AÜG § 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  4. AÜG § 10 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2012
  5. AÜG § 10 gültig von 01.08.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2005
  6. AÜG § 10 gültig von 01.07.1988 bis 31.07.2005

Rechtssatz

Für die Dauer der Überlassung ist auf das an Arbeitnehmer des Beschäftigerbetriebes für vergleichbare Arbeiten zu zahlende kollektivvertragliche Mindestentgelt Bedacht zu nehmen (sofern dieses höher ist als das Grundentgelt).

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 196/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 9 ObA 196/91
    Veröff: SZ 64/161 = EvBl 1992/67 S 297 = JBl 1992,265 = ecolex 1992,111 = RdW 1992,186 = Arb 10977
  • 9 ObA 602/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 9 ObA 602/91
    Auch; Veröff: Arb 10979 = RdW 1992,184
  • 8 ObA 85/98b
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObA 85/98b
    Beisatz: Ist Beschäftigerbetrieb der ORF, für welchen nur eine (unzulässige) Betriebsvereinbarung besteht, richtet sich das angemessene Entgelt zumindest nach dem Mindestentgelt des für vergleichbare Tätigkeiten sonst heranzuziehenden Kollektivvertrags (hier: für Filmschaffende). (T1)
    Veröff: SZ 71/136
  • 9 ObA 225/98y
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 225/98y
  • 8 ObA 332/99b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 ObA 332/99b
    Beisatz: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs (nicht aber auf die überkollektivvertraglichen Istlöhne) zu verstehen. Dieser Anspruch steht der Arbeitskraft unabhängig davon zu, ob im Überlasserbetrieb ein Kollektivvertrag existiert. Ein höherer Grundentgeltanspruch bleibt unberührt. (T2)
  • 9 ObA 188/00p
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 ObA 188/00p
    Beis wie T2
  • 9 ObA 81/01d
    Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 ObA 81/01d
    Vgl auch; Beisatz: Für die Zeit der Überlassung finden grundsätzlich die Entgeltbestimmungen eines Beschäftigerkollektivvertrages Anwendung, ein im Überlasserbetrieb in Geltung stehender Kollektivvertrag ist aber - außer für Zeiten der Nichtüberlassung - dann relevant, wenn der Beschäftigerkollektivvertrag ein niedrigeres Entgeltniveau aufweist. (T3)
  • 9 ObA 195/01v
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 195/01v
    Beis wie T2
  • 8 ObA 28/01b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 ObA 28/01b
    Beis wie T2 nur: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs (nicht aber auf die überkollektivvertraglichen Istlöhne) zu verstehen. (T4)
  • 9 ObA 58/02y
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 ObA 58/02y
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/40
  • 9 ObA 50/02x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 ObA 50/02x
    Vgl auch
  • 9 ObA 69/02s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 ObA 69/02s
    Vgl auch
  • 8 ObA 53/02f
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 ObA 53/02f
    Beisatz: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs zu verstehen. Ein höherer Grundentgeltanspruch bleibt unberührt. (T5)
    Beisatz: Das heißt, der Arbeitnehmer kann im Fall der Verwendung in einem Beschäftigerbetrieb zwischen dem Grundlohn und dem Kollektivvertragslohn des Beschäftigerbetriebes frei wählen. Er kann nicht gezwungen werden, sich mit dem in concreto niedrigeren Mindestkollektivvertragslohn des Beschäftigerbetriebes zufrieden zu geben (T6)
  • 9 ObA 39/05h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 ObA 39/05h
    Veröff: SZ 2006/8
  • 9 ObA 123/06p
    Entscheidungstext OGH 09.05.2007 9 ObA 123/06p
    Vgl auch
  • 9 ObA 30/07p
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 9 ObA 30/07p
    Auch; Beisatz: Hier: Wegzeitvergütung im Sinn des Abschnitts VIII Z6 f KollV für das metallverarbeitende Gewerbe. (T7)
  • 9 ObA 33/13p
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 33/13p
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 ObA 18/14a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObA 18/14a
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Jährliche Ist-Lohn-Erhöhungen auf den überkollektivvertraglichen Lohn laut Beschäftiger-Kollektivvertrag fallen aber nicht in den Schutzbereich des § 10 Abs 1 Satz 3 AÜG. (T8); Veröff: SZ 2014/26
  • 8 ObA 50/14g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 ObA 50/14g
    Beis wie T8
  • 9 ObA 18/24y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.07.2024 9 ObA 18/24y
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T4; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050789

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19911120_OGH0002_009OBA00196_9100000_011