OGH
RS0050789
23.07.2024
9ObA196/91; 9ObA602/91; 8ObA85/98b; 9ObA225/98y; 8ObA332/99b; 9ObA188/00p; 9ObA81/01d; 9ObA195/01v; 8ObA28/01b; 9ObA58/02y; 9ObA50/02x; 9ObA69/02s; 8ObA53/02f; 9ObA39/05h; 9ObA123/06p; 9ObA30/07p; 9ObA33/13p; 8ObA18/14a; 8ObA50/14g; 9ObA18/24y
AÜG §10 Abs1
Für die Dauer der Überlassung ist auf das an Arbeitnehmer des Beschäftigerbetriebes für vergleichbare Arbeiten zu zahlende kollektivvertragliche Mindestentgelt Bedacht zu nehmen (sofern dieses höher ist als das Grundentgelt).
TE OGH 1991-11-20 9 ObA 196/91
Veröff: SZ 64/161 = EvBl 1992/67 S 297 = JBl 1992,265 = ecolex 1992,111 = RdW 1992,186 = Arb 10977
TE OGH 1991-11-20 9 ObA 602/91
Auch; Veröff: Arb 10979 = RdW 1992,184
TE OGH 1998-08-24 8 ObA 85/98b
Beisatz: Ist Beschäftigerbetrieb der ORF, für welchen nur eine (unzulässige) Betriebsvereinbarung besteht, richtet sich das angemessene Entgelt zumindest nach dem Mindestentgelt des für vergleichbare Tätigkeiten sonst heranzuziehenden Kollektivvertrags (hier: für Filmschaffende). (T1)
Veröff: SZ 71/136
TE OGH 1998-10-21 9 ObA 225/98y
TE OGH 2000-03-09 8 ObA 332/99b
Beisatz: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs (nicht aber auf die überkollektivvertraglichen Istlöhne) zu verstehen. Dieser Anspruch steht der Arbeitskraft unabhängig davon zu, ob im Überlasserbetrieb ein Kollektivvertrag existiert. Ein höherer Grundentgeltanspruch bleibt unberührt. (T2)
TE OGH 2000-09-20 9 ObA 188/00p
Beis wie T2
TE OGH 2001-06-07 9 ObA 81/01d
Vgl auch; Beisatz: Für die Zeit der Überlassung finden grundsätzlich die Entgeltbestimmungen eines Beschäftigerkollektivvertrages Anwendung, ein im Überlasserbetrieb in Geltung stehender Kollektivvertrag ist aber - außer für Zeiten der Nichtüberlassung - dann relevant, wenn der Beschäftigerkollektivvertrag ein niedrigeres Entgeltniveau aufweist. (T3)
TE OGH 2001-09-05 9 ObA 195/01v
Beis wie T2
TE OGH 2001-10-25 8 ObA 28/01b
Beis wie T2 nur: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs (nicht aber auf die überkollektivvertraglichen Istlöhne) zu verstehen. (T4)
TE OGH 2002-03-27 9 ObA 58/02y
Vgl auch; Veröff: SZ 2002/40
TE OGH 2002-03-27 9 ObA 50/02x
Vgl auch
TE OGH 2002-03-27 9 ObA 69/02s
Vgl auch
TE OGH 2002-08-08 8 ObA 53/02f
Beisatz: Der Ausdruck "Bedachtnahme" ist iS eines Anspruchs der überlassenen Arbeitskraft auf die Mindestentgelte nach dem Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebs zu verstehen. Ein höherer Grundentgeltanspruch bleibt unberührt. (T5)
Beisatz: Das heißt, der Arbeitnehmer kann im Fall der Verwendung in einem Beschäftigerbetrieb zwischen dem Grundlohn und dem Kollektivvertragslohn des Beschäftigerbetriebes frei wählen. Er kann nicht gezwungen werden, sich mit dem in concreto niedrigeren Mindestkollektivvertragslohn des Beschäftigerbetriebes zufrieden zu geben (T6)
TE OGH 2006-01-25 9 ObA 39/05h
Veröff: SZ 2006/8
TE OGH 2007-05-09 9 ObA 123/06p
Vgl auch
TE OGH 2008-06-05 9 ObA 30/07p
Auch; Beisatz: Hier: Wegzeitvergütung im Sinn des Abschnitts römisch acht Z6 f KollV für das metallverarbeitende Gewerbe. (T7)
TE OGH 2013-07-24 9 ObA 33/13p
Beis wie T2; Beis wie T4
TE OGH 2014-03-24 8 ObA 18/14a
Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Jährliche Ist-Lohn-Erhöhungen auf den überkollektivvertraglichen Lohn laut Beschäftiger-Kollektivvertrag fallen aber nicht in den Schutzbereich des Paragraph 10, Absatz eins, Satz 3 AÜG. (T8); Veröff: SZ 2014/26
TE OGH 2014-08-25 8 ObA 50/14g
Beis wie T8
TE OGH 2024-07-23 9 ObA 18/24y
Beisatz wie T2; Beisatz wie T4; Beisatz wie T5
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050789