Rechtssatz für 3Ob349/61 1Ob122/67 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014251

Geschäftszahl

3Ob349/61; 1Ob122/67; 3Ob56/73; 1Ob578/76; 4Ob591/78; 3Ob70/87; 3Ob137/87; 3Ob79/88; 10Ob199/98g; 7Ob46/99m; 9ObA38/99z; 1Ob193/99k; 8Ob75/00p; 3Ob250/05v; 6Ob69/06z; 3Ob43/12p; 3Ob226/12z

Entscheidungsdatum

23.01.2013

Rechtssatz

  1. Ziffer eins
    Vereinbarungen, mit welchen einem Schuldner ein Nachlass gewährt und Zahlungsfristen bewilligt werden, sind streng auszulegen; die Geltendmachung des Terminverlustes bei geringfügigem Verzug (hier: 1 Tag) ist nicht sittenwidrig.
  2. Ziffer 2
    Kein Verlust des Rechtes auf Terminverlust durch Annahme der weiteren Raten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 349/61
    Entscheidungstext OGH 04.10.1961 3 Ob 349/61
    Veröff: HS 593/60
  • 1 Ob 122/67
    Entscheidungstext OGH 29.06.1967 1 Ob 122/67
    nur: Kein Verlust des Rechtes auf Terminverlust durch Annahme der weiteren Raten. (T1) Veröff: HS 6222/9
  • 3 Ob 56/73
    Entscheidungstext OGH 27.03.1973 3 Ob 56/73
    nur: Vereinbarungen, mit welchen einem Schuldner ein Nachlass gewährt und Zahlungsfristen bewilligt werden, sind streng auszulegen; die Geltendmachung des Terminverlustes bei geringfügigem Verzug (hier: 1 Tag ) ist nicht sittenwidrig. (T2) Veröff: RZ 1973/149 S 142
  • 1 Ob 578/76
    Entscheidungstext OGH 14.04.1976 1 Ob 578/76
    nur T1
  • 4 Ob 591/78
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 4 Ob 591/78
  • 3 Ob 70/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 70/87
    Veröff: ÖBA 1988,163
  • 3 Ob 137/87
    Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 137/87
    Vgl aber; nur T1; Beisatz: Wurde die Geltendmachung des Terminverlusts nicht ausgesprochen, sondern nur für die Zukunft vorbehalten, so muß die vorbehaltslose Entgegennahme der weiteren Raten durch vier Jahre als Entgegennahme der ohne Wiederaufleben geschuldeten Beträge und als Verzicht auf die Geltendmachung des Wiederauflebens der Forderung gewertet werden. (T3)
  • 3 Ob 79/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 79/88
    Beisatz: Hier: Ausgleich (T4) Veröff: JBl 1989,114
  • 10 Ob 199/98g
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 10 Ob 199/98g
    nur: Vereinbarungen, mit welchen einem Schuldner ein Nachlaß gewährt und Zahlungsfristen bewilligt werden, sind streng auszulegen. (T5)
  • 7 Ob 46/99m
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 7 Ob 46/99m
    Auch; nur T1; Beisatz: Voraussetung ist, daß der Gläubiger bereits vorher zum Eintritt des Terminverlustes sehr deutliche Rechtsakte gesetzt hat. (T6)
  • 9 ObA 38/99z
    Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 ObA 38/99z
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 193/99k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 193/99k
    Vgl aber; Beisatz: Ein geringfügiger Verzug soll im allgemeinen noch nicht zu so weitreichenden Rechtsfolgen für den Schuldner führen. Es kann grundsätzlich nicht angenommen werden, dass die Parteien der Vereinbarung für den Fall geringfügiger Abweichungen von der danach gebotenen Erfüllung andere als dem Gesetz zu entnehmende Wertungen zugrunde gelegt hätten. (T7)
  • 8 Ob 75/00p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2001 8 Ob 75/00p
    Vgl auch; Beisatz: Auslegung einer Vereinbarung nicht als Prämienvergleich. (T8)
  • 3 Ob 250/05v
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 250/05v
    Vgl aber; Beis wie T7 nur: Ein geringfügiger Verzug soll im allgemeinen noch nicht zu so weitreichenden Rechtsfolgen für den Schuldner führen. (T9); Beisatz: Bei Dauerschuldverhältnissen oder vereinbarten Ratenzahlungen ist jedoch bei wiederholten geringfügigen Überschreitungen der Leistungsfrist oder geringfügigen Minderleistungen geschuldeter Geldforderungen der strenge Maßstab anzuwenden. (T10)
  • 6 Ob 69/06z
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 69/06z
    Vgl; Beisatz: Die Annahme von Raten nach einer Stundung zieht keinen Verlust des Rechtes auf Geltendmachung eines vereinbarten Terminsverlustes nach sich. (T11)
  • 3 Ob 43/12p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 43/12p
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 226/12z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 226/12z
    Abweichend; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0014251

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19611004_OGH0002_0030OB00349_6100000_001

Rechtssatz für 3Ob2212/96g 1Ob193/99k...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0108837

Geschäftszahl

3Ob2212/96g; 1Ob193/99k; 8Ob75/00p; 4Ob259/02w; 3Ob323/02z; 3Ob191/12b; 3Ob226/12z; 3Ob104/16i

Entscheidungsdatum

14.06.2016

Rechtssatz

Wird in einem gerichtlichen Vergleich vereinbart, daß mit der fristgerechten Zahlung eines Betrages von rund neunhundertfünfzigtausend Schilling die Schuld getilgt ist, bei Verzug aber weitere zweihunderttausend Schilling zu zahlen sind, ist auf Grund der gesetzlichen Wertungen des Paragraph 39 a, VersVG, Paragraph 53, Absatz 4, AO und Paragraph 156, Absatz 4, KO als vereinbart anzunehmen, daß eine bloße geringe Nichterfüllung (hier S 69, 95) die weitere Zahlungspflicht nicht auslöst.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 2212/96g
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 2212/96g
    Veröff: SZ 70/165
  • 1 Ob 193/99k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 193/99k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Geringfügige Überschreitung der bedungenen Leistungsfrist. (T1)
  • 8 Ob 75/00p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2001 8 Ob 75/00p
    Vgl auch; Beisatz: Auslegung einer Vereinbarung nicht als Prämienvergleich. (T2)
  • 4 Ob 259/02w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 259/02w
    Vgl auch; Beisatz: Auch eine Überschreitung der Leistungsfrist um vier Tage löst den Verzug nicht aus, wenn nach den gegebenen Umständen die Verzögerung auf einer vom Schuldner gewählten und vom Gläubiger nicht zurückgewiesenen Zahlungsweise beruhte. (T3)
  • 3 Ob 323/02z
    Entscheidungstext OGH 26.03.2003 3 Ob 323/02z
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Wesentlich ist auch, dass der Rechtsanwalt des Gläubigers auf die Folgen der verspäteten Zahlung des Prämienvergleichs nicht hinwies, sondern die Restzahlung annahm. (T4)
  • 3 Ob 191/12b
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 191/12b
    Vgl auch
  • 3 Ob 226/12z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 226/12z
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 104/16i
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 104/16i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: ABER: Eine Verzögerung von 12 Tagen ist damit nicht zu vergleichen. (T5);
    Veröff: SZ 2016/63

Schlagworte

950.000 S, 200.000 S

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108837

Im RIS seit

27.09.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19970828_OGH0002_0030OB02212_96G0000_001

Rechtssatz für 1Ob556/89 1Ob542/92 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018357

Geschäftszahl

1Ob556/89; 1Ob542/92; 1Ob193/99k; 4Ob259/02w; 3Ob197/05z; 3Ob250/05v; 8ObA25/06v; 3Ob191/12b; 3Ob226/12z; 8ObA71/20d

Entscheidungsdatum

25.08.2020

Rechtssatz

Die Geltendmachung eines vereinbarten Terminverlustes wegen Nichtbezahlung von Wertsicherungsbeträgen kann dann unangemessen sein, wenn der Schuldner nur zufolge Auslegungsdifferenzen mit einem verhältnismäßig geringfügigen Betrag in Zahlungsverzug gekommen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 556/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 556/89
  • 1 Ob 542/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 542/92
    Vgl; Beisatz: Im vorliegenden Fall wurde die Nichtzahlung von Zinsen nicht als bloß geringfügige, nicht zum Terminsverlust führende Ungenauigkeit des Leistungsausmaßes angesehen. (T1)
  • 1 Ob 193/99k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 193/99k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Geringfügige Überschreitung der bedungenen Leistungsfrist. (T2)
  • 4 Ob 259/02w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 259/02w
  • 3 Ob 197/05z
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 197/05z
    Vgl auch; Beisatz: Die Beurteilung, ob die Geltendmachung eines vereinbarten Terminsverlusts oder der Nichterfüllung eines Prämienvergleichs gerechtfertigt ist, hängt von den im jeweiligen Einzelfall gegebenen besonderen Umständen ab. (T3)
  • 3 Ob 250/05v
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 250/05v
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 25/06v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 ObA 25/06v
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 191/12b
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 191/12b
    Vgl auch
  • 3 Ob 226/12z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 226/12z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 ObA 71/20d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2020 8 ObA 71/20d
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Maßgeblich sind dabei der Inhalt der zwischen Gläubiger und Schuldner getroffenen Vereinbarung, das Verhältnis des Rückstands zum geschuldeten Betrag und das Verhalten von Gläubiger und Schuldner im Zusammenhang mit der Minderleistung. So schon 4 Ob 259/02w. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0018357

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19890426_OGH0002_0010OB00556_8900000_001