Rechtssatz für 1Ob704/79 6Ob137/09d 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076602

Geschäftszahl

1Ob704/79; 6Ob137/09d; 1Ob98/12m

Entscheidungsdatum

01.08.2012

Rechtssatz

Die Bestimmung des Paragraph 27, Absatz 2, IPRG gilt nur für Bereiche, die an der Grenze zwischen materiellem und formellem Recht liegen, wie etwa das Entschlagungsrecht des Vormundes, die Pflichtangelobung, die Anlegung von Mündelgeldern ua; daher nicht für Pflege und Erziehung der Kinder.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 704/79
    Entscheidungstext OGH 17.10.1979 1 Ob 704/79
    Veröff: JBl 1980,314 (ablehnende Kritik von Schwimann erliegt zu Präs 6912-1/80)
  • 6 Ob 137/09d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2009 6 Ob 137/09d
    Vgl; Beisatz: Ein österreichisches Gericht, das vor der Frage nach der zutreffenden Bezeichnung für den Betreuer/Sachwalter steht, soll diesen als Sachwalter bezeichnen, auch wenn die Voraussetzungen für dessen Bestellung nicht dem österreichischen Recht zu entnehmen sind. Hier kommt es darauf an, die sich nach österreichischem Recht richtenden Wirkungen durch eine im Inland bekannte Bezeichnung verständlich zu machen. (T1)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0076602

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2012

Dokumentnummer

JJR_19791017_OGH0002_0010OB00704_7900000_002

Rechtssatz für 10Ob60/07g 6Ob137/09d 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0122918

Geschäftszahl

10Ob60/07g; 6Ob137/09d; 1Ob98/12m

Entscheidungsdatum

01.08.2012

Norm

AußStrG 2005 §2 Abs1 Z3 IC3
AußStrG 2005 §117 Abs1
BGB §§1896 ff
FGG §69g

Rechtssatz

Nach deutschem Recht haben Angehörige des Betroffenen trotz der Beschwerdelegitimation nach Paragraph 69 g, FGG kein Antragsrecht im Verfahren erster Instanz über die Bestellung eines Betreuers nach Paragraphen 1896, ff BGB, sodass Anträge Dritter (einschließlich naher Angehöriger) wie nach österreichischem Recht nur als Anregung einer amtswegigen Anordnung zu verstehen sind.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 60/07g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 10 Ob 60/07g
    Veröff: SZ 2007/183
  • 6 Ob 137/09d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2009 6 Ob 137/09d
    Vgl; Beisatz: Unabhängig von der Frage, ob für einen in Österreich lebenden deutschen Betroffenen ein Betreuer nach § 1896 ff dBGB oder ein Sachwalter nach § 268 ff ABGB zu bestellen ist, richtet sich das Verfahren zu deren Bestellung jedenfalls nach österreichischem Recht. Es sind also die §§ 117 ff AußStrG anzuwenden (§ 27 Abs 2 IPRG). (T1)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl; Beis ähnlich wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122918

Im RIS seit

27.12.2007

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2012

Dokumentnummer

JJR_20071127_OGH0002_0100OB00060_07G0000_002

Rechtssatz für 7Ob119/08p 1Ob98/12m 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0123679

Geschäftszahl

7Ob119/08p; 1Ob98/12m; 5Ob121/15b

Entscheidungsdatum

14.07.2015

Norm

AußStrG 2005 §141

Rechtssatz

Paragraph 141, AußStrG 2005 steht der Akteneinsicht sonstiger Personen oder Stellen in den Sachwalterschaftsakt auch dann entgegen, wenn im Zuge eines Verlassenschaftsverfahrens Einsicht in einen in diesem Zusammenhang relevanten Pflegschaftsakt begehrt wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 119/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 119/08p
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl
  • 5 Ob 121/15b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 121/15b
    Vgl auch; Beisatz: § 141 AußStrG steht in seinem unmittelbaren Anwendungsbereich dem Begehren eines Dritten auf Akteneinsicht in einem Sachwalterschaftsverfahren auch dann entgegen, wenn er ein berechtigtes (rechtliches) Interesse daran geltend machen kann. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123679

Im RIS seit

01.08.2008

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2015

Dokumentnummer

JJR_20080702_OGH0002_0070OB00119_08P0000_001

Rechtssatz für 4Ob522/91 8Ob2343/96h 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076678

Geschäftszahl

4Ob522/91; 8Ob2343/96h; 6Ob107/99z; 2Ob81/03f; 3Ob303/04m; 1Ob98/12m; 10Ob19/14p; 2Ob105/15b

Entscheidungsdatum

28.06.2016

Norm

IPRG §28 Abs2
  1. IPRG § 28 gültig von 01.01.1979 bis 16.08.2015 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 87/2015

Rechtssatz

Paragraph 28, Absatz 2, IPRG, wonach dann, wenn eine Verlassenschaftsabhandlung in Österreich durchgeführt wird, der Erbschaftserwerb und die Haftung für Nachlassschulden nach österreichischem Recht zu beurteilen sind, greift nur zusätzlich in jenen Fällen ein, in denen, ohne dass Paragraph 28, Absatz eins, IPRG anzuwenden wäre, in Österreich abzuhandeln ist. Der Grund für diese Regelung liegt darin, dass bei manchen Fragen wie etwa dem Erwerb der Erbschaft und vor allem der Frage einer - nach österreichischem Recht vor der Errichtung eines Inventars abhängigen - Beschränkung der Erbenhaftung für die Nachlassschulden eine Loslösung des materiellen Rechts vom Verfahrensrecht geradezu unmöglich ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 522/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 4 Ob 522/91
    Veröff: JBl 1992,460 = IPRax 1992,328 = EFSlg XXVIII/6 = ZfRV 1993,35 (Zemen)
  • 8 Ob 2343/96h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 Ob 2343/96h
    Veröff: SZ 70/273
  • 6 Ob 107/99z
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 107/99z
    Vgl; Beisatz: Die Sonderanknüpfung hinsichtlich des Erbschaftserwerbes durch die erbrechtlich Berechtigten, wozu auch die Vermächtnisnehmer zählen bei einer Abhandlung in Österreich führt allerdings hinsichtlich der Frage, ob der Erwerber bereits Eigentümer der Forderung wurde, zur Anwendung österreichischen Rechts. (T1)
  • 2 Ob 81/03f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 81/03f
    Beisatz: Hier: Das BGB folgt in § 1942 dem deutschrechtlichen Grundsatz "Der Tote erbt den Lebendigen", während das österreichische Erbrecht vom Prinzip der römisch-rechtlichen "hereditas iacens" geprägt ist. Da die Erben keine Behauptungen aufgestellt haben, aus denen nur eine beschränkte Haftung für die Schulden des Erblassers abgeleitet werden könnte, ist davon auszugehen, dass sie nach deutschem Recht für den vom Erblasser bei der klagenden Partei aufgenommenen Kredit haften. (T2) Beisatz: Ist nur ein Teil des Nachlasses in Österreich abzuhandeln, so richten sich Erbschaftserwerb und Nachlassschuldenhaftung grundsätzlich hinsichtlich des restlichen Nachlasses weiterhin nach dem Erbstatut. Es sind daher für die Nachlassschuldenhaftung die nicht in Österreich abgehandelten Nachlassaktiven grundsätzlich einzubeziehen. (T3)
  • 3 Ob 303/04m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 303/04m
    nur: § 28 Abs 2 IPRG, wonach dann, wenn eine Verlassenschaftsabhandlung in Österreich durchgeführt wird, der Erbschaftserwerb und die Haftung für Nachlassschulden nach österreichischem Recht zu beurteilen sind, greift nur zusätzlich in jenen Fällen ein, in denen, ohne dass § 28 Abs 1 IPRG anzuwenden wäre, in Österreich abzuhandeln ist. Der Grund für diese Regelung liegt darin, dass bei manchen Fragen wie etwa dem Erwerb der Erbschaft eine Loslösung des materiellen Rechts vom Verfahrensrecht geradezu unmöglich ist. (T4)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 10 Ob 19/14p
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 10 Ob 19/14p
    Auch; ähnlich nur T4; Veröff: SZ 2015/29
  • 2 Ob 105/15b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 105/15b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0076678

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19911008_OGH0002_0040OB00522_9100000_007

Rechtssatz für 3Ob579/86 8Ob2343/96h 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076673

Geschäftszahl

3Ob579/86; 8Ob2343/96h; 6Ob107/99z; 1Ob176/01s; 2Ob81/03f; 2Ob99/06g; 1Ob98/12m; 6Ob81/13z; 2Ob105/15b; 2Ob48/16x

Entscheidungsdatum

28.03.2017

Norm

IPRG §28 Abs1
  1. IPRG § 28 gültig von 01.01.1979 bis 16.08.2015 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 87/2015

Rechtssatz

Die Anknüpfung an das Erbstatut (Paragraph 28, Absatz eins, IPRG) beinhaltet gemäß Paragraph 5, IPRG nicht nur eine Sachnormverweisung, sondern eine Gesamtverweisung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 579/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 3 Ob 579/86
    Veröff: SZ 59/205 = IPRax 1988,246 (Hoyer, 255) = ZfRV 1988,132
  • 8 Ob 2343/96h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 Ob 2343/96h
    Veröff: SZ 70/273
  • 6 Ob 107/99z
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 107/99z
  • 1 Ob 176/01s
    Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 176/01s
    Auch; Beisatz: Diese Anknüpfung schließt gemäß § 5 Abs 1 IPRG Rückverweisungen und Weiterverweisungen ein. (T1)
  • 2 Ob 81/03f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 81/03f
  • 2 Ob 99/06g
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 99/06g
    Beis wie T1; Beisatz: Das deutsche Recht nimmt die Verweisung an, weil sich gemäß Art 25 Abs1 EGBGB die Rechtsnachfolge von Todes wegen nach der Staatsangehörigkeit des Erblassers zum Zeitpunkt seines Todes richtet. Die Fragen des Erbschaftserwerbes und der Nachlassschuldenhaftung richten sich daher grundsätzlich nach deutschem Recht. (T2)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 81/13z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 81/13z
    Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: § 91 Abs 1 Schweizer IPRG als Rückverweisung interpretiert. (T3)
  • 2 Ob 105/15b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 105/15b
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2017/37

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0076673

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19861119_OGH0002_0030OB00579_8600000_017

Rechtssatz für 4Ob2316/96h 4Ob125/97d...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106077

Geschäftszahl

4Ob2316/96h; 4Ob125/97d; 7Ob69/04d; 3Ob298/05b; 3Ob17/10m; 1Ob98/12m; 2Ob166/12v; 4Ob38/13m; 4Ob238/17d; 9Ob34/18t

Entscheidungsdatum

17.05.2018

Norm

AußStrG §2 A
AußStrG §248
ABGB §273
ZPO §219
Geo §170
  1. AußStrG § 248 gültig von 01.10.1988 bis 31.12.2004 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 111/2003
  1. ABGB § 273 heute
  2. ABGB § 273 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 273 gültig von 01.07.2007 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  4. ABGB § 273 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 273 gültig von 01.07.1984 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 136/1983
  1. ZPO § 219 heute
  2. ZPO § 219 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 219 gültig von 25.05.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. ZPO § 219 gültig von 01.01.2005 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  5. ZPO § 219 gültig von 30.12.1993 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 940/1993
  6. ZPO § 219 gültig von 01.01.1898 bis 29.12.1993

Rechtssatz

Das für einen Betroffenen geführte Sachwalterschaftsverfahren endet mit dessen Ableben. Da die Rechte des Betroffenen auf dessen Erben übergehen, hat dieser ein rechtliches Interesse, in die Rechnung des Sachwalters Einsicht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2316/96h
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 4 Ob 2316/96h
  • 4 Ob 125/97d
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 125/97d
    Auch; Beisatz: Die im Akt enthaltenen personenbezogenen Daten sind für die Wahrung der mit dem Nachlass verbundenen Rechte ohne Bedeutung. (T1)
  • 7 Ob 69/04d
    Entscheidungstext OGH 31.03.2004 7 Ob 69/04d
  • 3 Ob 298/05b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 298/05b
    Vgl auch; Beisatz: Die Persönlichkeitsrechte des Erblassers gehen nicht auf den Erben über, daher besteht kein Recht auf Einsicht in die im Akt enthaltenen personenbezogenen Daten. (T2)
  • 3 Ob 17/10m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 17/10m
    Auch; Beisatz: Der Erbe muss keine Behauptungen über ein rechtliches Interesse an der Akteneinsicht aufstellen. (T3)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 2 Ob 166/12v
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 166/12v
    Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Da bis zur Einantwortung der ruhende Nachlass den Verstorbenen „fortsetzt“ sind zusätzliche Rechte der präsumtiven Erben, wie etwa auf Akteneinsicht weder notwendig, noch entspricht dies ihrer Rechtsstellung. (T4)
  • 4 Ob 38/13m
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 38/13m
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Auch ein (sonst) als „rechtlich“ zu wertendes Interesse an der Beschaffung von Beweismitteln für eine Testamentsanfechtung verschafft dem Erben nicht das Recht zur Einsicht in Aktenteile des Sachwalteraktes, die sich auf den Geisteszustand des Betroffenen beziehen. (T5)
  • 4 Ob 238/17d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 238/17d
    Auch
  • 9 Ob 34/18t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 Ob 34/18t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106077

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19961029_OGH0002_0040OB02316_96H0000_002

Rechtssatz für 4Ob522/91 7Ob586/92 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0054115

Geschäftszahl

4Ob522/91; 7Ob586/92; 2Ob99/06g; 1Ob98/12m; 10Ob42/20d

Entscheidungsdatum

22.06.2021

Norm

BGB §1922 Abs1
BGB §1942 Abs1

Rechtssatz

Paragraph 1942, Absatz eins, BGB bringt zusammen mit Paragraph 1922, Absatz eins, BGB den Grundsatz des Vonselbsterwerbs (ispo - iure - Erwerbs) zum Ausdruck. Das Gesetz läßt den Erbschaftserwerb sogleich mit dem Erbfall eintreten, um eine subjektlose (ruhende) Erbschaft (hereditas iacens) zu vermeiden. Der Erbe wird sofort mit dem Erbfall dinglich berechtigt. Der Vonselbsterwerb kommt insofern der Rechtsklarheit zugute, als in jedem Moment ein Träger des Nachlasses vorhanden ist; dennoch bleibt auch hier zunächst die Unsicherheit darüber bestehen, wer endgültig der Rechtsträger sein wird, ist doch die Ausschlagung mit Rückwirkung auf den Erbfall ausgestattet.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 522/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 4 Ob 522/91
    Veröff: JBl 1992,460 = IPRax 1992,328 = EFSlg XXVIII/6 = ZfRV 1993,35 (Zemen)
  • 7 Ob 586/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 586/92
    Auch
  • 2 Ob 99/06g
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 99/06g
    Auch; Beisatz: Gemäß §1922 iVm §1942 BGB tritt der Erbschaftserwerb sogleich mit dem Erbfall ein. (T1)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 10 Ob 42/20d
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 10 Ob 42/20d
    Beis wie T1; Beisatz: Einen ruhenden Nachlass mit Rechtspersönlichkeit kennt das BGB nicht (vgl 2 Ob 140/18d). (T2)

Schlagworte

*D*

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0054115

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2021

Dokumentnummer

JJR_19911008_OGH0002_0040OB00522_9100000_001

Rechtssatz für 3Ob17/10m; 1Ob98/12m; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0125886

Geschäftszahl

3Ob17/10m; 1Ob98/12m; 4Ob38/13m; 2Ob194/14i; 5Ob121/15b; 3Ob257/15p; 5Ob187/16k; 4Ob238/17d; 9Ob66/17x; 9Ob34/18t; 2Ob93/19v; 7Ob211/20k; 3Ob87/21x; 1Ob208/21a; 6Ob205/21x

Entscheidungsdatum

22.12.2021

Norm

AußStrG 2005 §141
ZPO §219
  1. ZPO § 219 heute
  2. ZPO § 219 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 219 gültig von 25.05.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. ZPO § 219 gültig von 01.01.2005 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  5. ZPO § 219 gültig von 30.12.1993 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 940/1993
  6. ZPO § 219 gültig von 01.01.1898 bis 29.12.1993

Rechtssatz

Der Erbe des Betroffenen hat nach der maßgeblichen Rechtsnorm des Paragraph 219, Absatz eins, ZPO in Verbindung mit Paragraph 22, AußStrG, dem Paragraph 141, AußStrG nicht entgegen steht, ein Recht auf Akteneinsicht in den Sachwalterschaftsakt, soweit dieser Einkommens- und Vermögensangelegenheiten betrifft.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 17/10m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 17/10m
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 4 Ob 38/13m
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 38/13m
    Vgl auch; Beisatz: Auch ein (sonst) als „rechtlich“ zu wertendes Interesse an der Beschaffung von Beweismitteln für eine Testamentsanfechtung verschafft dem Erben nicht das Recht zur Einsicht in Aktenteile des Sachwalteraktes, die sich auf den Geisteszustand des Betroffenen beziehen. (T1)
  • 2 Ob 194/14i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 194/14i
    Vgl; Beisatz: Werden (aber) in einem Verlassenschaftsverfahren einander widersprechende Erbantrittserklärungen abgegeben, ohne dass ein Einigungsversuch durch den Gerichtskommissär gemäß § 160 AußStrG gelingt, und ist daher das Verfahren in das Stadium der Entscheidung über das Erbrecht eingetreten, erscheint es auch unter dem Gesichtspunkt des Zwecks des Sachwalterschaftsverfahrens sinnvoll, in bestimmt und einzeln oder zumindest nach Gattungsmerkmalen zu bezeichnende (zB den Gesundheitszustand des Erblassers betreffende), relevante Teile des Sachwalterschaftsakts Einsicht zu gewähren. Um dem besonderen Schutzgedanken des Sachwalterschaftsverfahrens Rechnung zu tragen, ist aber zu verlangen, dass jeweils konkret dargelegt wird, warum die jeweiligen Aktenteile geeignet sind, die Erforschung des wahren letzten Willens des Erblassers substantiell zu verbessern. Damit soll letztlich sichergestellt werden, dass bei der Entscheidung über das Erbrecht sämtliche relevanten Erkenntnisquellen genutzt werden, die den wahren Willen des Erblassers zutage fördern können. (T2); Veröff: SZ 2015/54
  • 5 Ob 121/15b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 121/15b
    Vgl auch; Beisatz: § 141 AußStrG steht in seinem unmittelbaren Anwendungsbereich dem Begehren eines Dritten auf Akteneinsicht in einem Sachwalterschaftsverfahren auch dann entgegen, wenn er ein berechtigtes (rechtliches) Interesse daran geltend machen kann. (T3)
  • 3 Ob 257/15p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 257/15p
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 187/16k
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 187/16k
    Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Auf eine Stellung als (hier: Allein)Erbe und Rechtsnachfolger einer Betroffenen als Partei des Sachwalterschaftsverfahrens kann sich ein Erbe nur in Bezug auf jene Teile des Sachwalterschaftsakts berufen, die vermögensrechtliche Belange betreffen. Nur insofern tritt er in die Rechte der Betroffenen ein. In Bezug auf die Einsicht in jene Aktenbestandteile, die sich auf den höchstpersönlichen Lebensbereich der Betroffenen beziehen, ist er wie jeder andere verfahrensfremde Dritte zu behandeln. (T4)
  • 4 Ob 238/17d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 238/17d
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Kann auch gewährt werden, wenn der Verstorbene potentielle Nachlassgegenstände zu Lebzeiten verschleudert und konkret dargetan wird, dass die Handlungen seinem wahren Willen widersprechen. (T5)
  • 9 Ob 66/17x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 66/17x
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 34/18t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 Ob 34/18t
    Auch; Beisatz: Einer von zumindest zwei (bloß) erbantrittserklärten Erben hat jedenfalls gegen den ausdrücklichen Willen eines anderen erbantrittserklärten Erben kein Akteneinsichtsrecht nach § 141 AußStrG bezüglich der Einkommens- und Vermögensangelegenheiten. (T6)
  • 2 Ob 93/19v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 2 Ob 93/19v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 211/20k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 7 Ob 211/20k
    Vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 87/21x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2021 3 Ob 87/21x
    vgl; Beisatz ähnlich wie T5
    Anm: Veröff: SZ 2021/65
  • 1 Ob 208/21a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 1 Ob 208/21a
    Vgl; Beis wie T3
  • 6 Ob 205/21x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 6 Ob 205/21x
    Vgl; Beisatz: Hier: § 141 Abs 1 AußStrG idF 2. ErwSchG; Keine Akteneinsicht für potentielle Erben, die keine Erbantrittserklärung abgegeben haben. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125886

Im RIS seit

08.07.2010

Zuletzt aktualisiert am

11.05.2023

Dokumentnummer

JJR_20100428_OGH0002_0030OB00017_10M0000_001

Rechtssatz für 1Ob8/71; 1Ob206/71; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0045126

Geschäftszahl

1Ob8/71; 1Ob206/71; 1Ob70/72; 2Ob194/71; 1Ob183/73; 1Ob143/73; 1Ob43/74; 3Ob174/74; 2Ob360/74; 8Ob235/74; 5Ob79/75; 8Ob142/75; 8Ob145/75; 4Ob543/75; 3Ob121/75; 5Ob531/76; 5Ob260/75; 1Ob582/76; 5Ob683/76; 6Ob591/76; 6Ob723/76 (6Ob724/76); 1Ob703/76; 6Ob547/77; 1Ob712/77; 3Ob608/77; 4Ob517/78 (4Ob518/78); 6Ob632/78; 6Ob543/79; 1Ob660/79; 5Ob633/79; 5Ob582/79; 4Ob527/79; 5Ob667/79; 5Ob569/80; 1Ob549/80; 4Ob337/80; 5Ob656/80; 7Ob656/81; 5Ob510/81; 6Ob536/82; 7Ob679/81; 4Ob345/82; 2Ob100/82; 4Ob48/84; 2Ob36/84; 8Ob554/85; 3Ob544/86; 14Ob180/86; 4Ob504/88; 4Ob546/88 (4Ob547/88); 2Ob525/93; 8Ob364/97f; 1Ob163/05k; 7Ob193/05s; 4Ob122/06d; 5Ob184/08g; 7Ob59/11v; 1Ob98/12m; 8ObA11/12v; 7Ob92/13z; 3Ob104/17s; 3Ob45/18s; 3Ob153/18y; 3Ob58/20f; 2Ob130/20m; 6Ob186/21b; 4Ob191/23a

Entscheidungsdatum

25.06.2024

Rechtssatz

Zu den auch außerhalb der Revisionsausführungen von Amts wegen zu prüfenden Fragen gehört - falls sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Sache allenfalls nach ausländischem Recht zu beurteilen ist - auch die des anzuwendenden Rechts (SZ 25/17, EvBl 1965/22 ua).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/71
    Entscheidungstext OGH 14.01.1971 1 Ob 8/71
  • 1 Ob 206/71
    Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 206/71
    Veröff: SZ 44/177
  • 1 Ob 70/72
    Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 70/72
    Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139; hiezu Reichelt ZfRV 1973 H2,132
  • 2 Ob 194/71
    Entscheidungstext OGH 05.06.1972 2 Ob 194/71
    Veröff: ZVR 1973/179 S 241
  • 1 Ob 183/73
    Entscheidungstext OGH 19.12.1973 1 Ob 183/73
  • 1 Ob 143/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 1 Ob 143/73
  • 1 Ob 43/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 1 Ob 43/74
    Veröff: SZ 47/41 = JBl 1974,369
  • 3 Ob 174/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 174/74
    Veröff: SZ 47/138 = EvBl 1975/183 S 394 = JBl 1976,35
  • 2 Ob 360/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1975 2 Ob 360/74
  • 8 Ob 235/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 235/74
    Veröff: SZ 48/28 = JBl 1976,102
  • 5 Ob 79/75
    Entscheidungstext OGH 03.06.1975 5 Ob 79/75
    Veröff: ZfRV 1979,200 (Glosse vom Schwimann)
  • 8 Ob 142/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 8 Ob 142/75
  • 8 Ob 145/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 8 Ob 145/75
    Veröff: ZVR 1976/172 S 175 = ZfRV 1977,127 (Glosse von Schwind)
  • 4 Ob 543/75
    Entscheidungstext OGH 09.09.1975 4 Ob 543/75
    Veröff: SZ 48/88
  • 3 Ob 121/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 3 Ob 121/75
    Beisatz: Selbst gegen die Rechtsmeinung der Parteien. (T1)
    Veröff: ZfRV 1977,292 (Glosse von Schwind)
  • 5 Ob 531/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 531/76
    Veröff: ZfRV 1977,301 (Glosse von Schwind)
  • 5 Ob 260/75
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 260/75
    Veröff: SZ 49/64 = EvBl 1976/237 S 518 = ZfRV 1977,297 (Glosse von Schwind)
  • 1 Ob 582/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 1 Ob 582/76
    Veröff: QuHGZ 1976 H4/146
  • 5 Ob 683/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 683/76
  • 6 Ob 591/76
    Entscheidungstext OGH 17.12.1976 6 Ob 591/76
    Veröff: JBl 1977,419 = NZ 1980,9 = ZfRV 1978,136 mit Glosse von Schwind
  • 6 Ob 723/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 723/76
  • 1 Ob 703/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 1 Ob 703/76
  • 6 Ob 547/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 547/77
  • 1 Ob 712/77
    Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 712/77
  • 3 Ob 608/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 3 Ob 608/77
  • 4 Ob 517/78
    Entscheidungstext OGH 05.09.1978 4 Ob 517/78
    Beis wie T1
  • 6 Ob 632/78
    Entscheidungstext OGH 03.11.1978 6 Ob 632/78
  • 6 Ob 543/79
    Entscheidungstext OGH 11.04.1979 6 Ob 543/79
  • 1 Ob 660/79
    Entscheidungstext OGH 13.07.1979 1 Ob 660/79
    Veröff: SZ 52/117
  • 5 Ob 633/79
    Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 633/79
  • 5 Ob 582/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 582/79
  • 4 Ob 527/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 4 Ob 527/79
    Beisatz: Auf Grund einer gesetzmäßig ausgeführten Rechtsrüge. (T2)
    Veröff: ZfRV 1981,41 (kritisch Schwind) = JBl 1980,600
  • 5 Ob 667/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 5 Ob 667/79
  • 5 Ob 569/80
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 569/80
  • 1 Ob 549/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 549/80
    Veröff: ZfRV 1980,296 (teilweise ablehnend Hoyer)
  • 4 Ob 337/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 337/80
    Beis wie T2
  • 5 Ob 656/80
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 5 Ob 656/80
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 656/81
    Entscheidungstext OGH 24.09.1981 7 Ob 656/81
    Veröff: SZ 54/133 = JBl 1983,101
  • 5 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 510/81
    Auch
  • 6 Ob 536/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 6 Ob 536/82
    Vgl auch; Beisatz: Hat das mit Rechtsrüge angerufene Berufungsgericht zwar zutreffend in seine Beurteilung die Auslandsbeziehung einbezogen, die kollisionsrechtliche Beurteilung aber ohne ausreichende Tatsachengrundlagen vorgenommen, liegt ein Mangel vor, der von dem mit Rechtsrüge angerufenen Obersten Gerichtshof aufzugreifen ist. (T3)
  • 7 Ob 679/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 679/81
  • 4 Ob 345/82
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 4 Ob 345/82
    Veröff: SZ 56/107 = ÖBl 1983,162 = GRURInt 1984,453 (Wirner)
  • 2 Ob 100/82
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 100/82
    Beis wie T2
  • 4 Ob 48/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 48/84
    Beisatz: Im Hinblick auf die völlig neue rechtliche Beurteilung der Streitsache durch den OGH muss den Parteien Gelegenheit gegeben werden, dazu allenfalls ergänzendes Vorbringen zu erstatten und Beweisanträge zu stellen. (T4)
  • 2 Ob 36/84
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 36/84
    Veröff: IPRE 2/2
  • 8 Ob 554/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 554/85
  • 3 Ob 544/86
    Entscheidungstext OGH 15.10.1986 3 Ob 544/86
    Auch
  • 14 Ob 180/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 14 Ob 180/86
    Veröff: EvBl 1987/136 S 501 = Arb 10623
  • 4 Ob 504/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 504/88
    Beisatz: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. Regelt das Recht, auf das verwiesen wird die Anknüpfung (hier: für schuldrechtliche Verträge durch § 28 EGBG) inhaltsgleich, ist die durch die Anwendung ausländischen Rechts betroffene Partei nicht überrascht. (T5)
  • 4 Ob 546/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 4 Ob 546/88
    Beis wie T5 nur: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. (T6) Veröff: RdW 1988,423
  • 2 Ob 525/93
    Entscheidungstext OGH 25.03.1993 2 Ob 525/93
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Auch; Veröff: SZ 71/115
  • 1 Ob 163/05k
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 163/05k
    Vgl aber; Beisatz: Dennoch hängt im Rechtsmittelverfahren die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage von der Erhebung der Rechtsrüge ab. (T7)
  • 7 Ob 193/05s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 193/05s
    Auch
  • 4 Ob 122/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 122/06d
    Auch; Beisatz: Ist fremdes Recht maßgebend, so ist es nach § 3 IPRG von Amts wegen anzuwenden. (T8)
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 184/08g
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 184/08g
    Vgl auch
  • 7 Ob 59/11v
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 59/11v
    Auch
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 8 ObA 11/12v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 ObA 11/12v
  • 7 Ob 92/13z
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 92/13z
    Vgl; Veröff: SZ 2013/59
  • 3 Ob 104/17s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 104/17s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T7
    Veröff: SZ 2017/95
  • 3 Ob 45/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 45/18s
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 153/18y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 153/18y
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2018/105
  • 3 Ob 58/20f
    Entscheidungstext OGH 10.12.2020 3 Ob 58/20f
  • 2 Ob 130/20m
    Entscheidungstext OGH 05.08.2021 2 Ob 130/20m
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 6 Ob 186/21b
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 6 Ob 186/21b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 4 Ob 191/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 191/23a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0045126

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19710114_OGH0002_0010OB00008_7100000_001

Rechtssatz für 8Ob511/93; 4Ob553/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037263

Geschäftszahl

8Ob511/93; 4Ob553/95; 4Ob125/97d; 1N508/01; 8Ob4/03a; 7Ob48/03i; 6Ob67/04b; 6Ob100/06h; 7Ob119/08p; 1Ob98/12m; 4Ob38/13m; 5Ob53/14a; 2Ob219/13i; 1Ob165/14t; 16Ok9/14f; 16Ok10/14b; 17Os40/14g (17Os41/14d); 6Ob197/14k; 2Ob194/14i; 2Ob9/17p; 2Ob41/17v; 2Ob52/18p; 2Ob53/18k; 6Ob45/19i; 2Ob37/19h; 6Ob116/20g; 2Ob21/22k; 2Ob106/24p; 2Ob50/25d

Entscheidungsdatum

29.04.2025

Norm

ZPO §219 Abs2
AußStrG 2005 §22
AußStrG 2005 §141
  1. ZPO § 219 heute
  2. ZPO § 219 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 219 gültig von 25.05.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. ZPO § 219 gültig von 01.01.2005 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  5. ZPO § 219 gültig von 30.12.1993 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 940/1993
  6. ZPO § 219 gültig von 01.01.1898 bis 29.12.1993

Rechtssatz

Das rechtliche Interesse an der Akteneinsicht muss konkret gegeben sein. Die Einsichtnahme und Abschriftnahme muss Bedeutung für die rechtlichen Verhältnisse des Dritten haben und die Kenntnis des betreffenden Akteninhaltes muss sich auf die privatrechtlichen oder öffentlich - rechtlichen Verhältnisse des Dritten günstig auswirken, sei es auch nur dadurch, dass er instandgesetzt wird, die Beweislage für sich günstiger zu gestalten. Das rechtliche Interesse kann unter den beschriebenen Voraussetzungen allerdings nur dann anerkannt werden, wenn der Dritte aus dem Akt etwas erfahren will, was er nicht weiß, aber zur Wahrung seiner Interessen wissen muss.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 511/93
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 8 Ob 511/93
  • 4 Ob 553/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 553/95
    nur: Das rechtliche Interesse an der Akteneinsicht muss konkret gegeben sein. Die Einsichtnahme und Abschriftnahme muss Bedeutung für die rechtlichen Verhältnisse des Dritten haben und die Kenntnis des betreffenden Akteninhaltes muss sich auf die privatrechtlichen oder öffentlich - rechtlichen Verhältnisse des Dritten günstig auswirken. (T1)
    Beisatz: Ein bloß wirtschaftliches Interesse reicht nicht aus. Solange jemand auf eigenes Risiko nur in der Hoffnung, allenfalls Erbberechtigte ausfindig machen zu können, tätig wird, fehlt ihm jede rechtliche Beziehung zu den Angelegenheiten der Verlassenschaft, sodass ihm die Akteneinsicht in den Verlassenschaftsakt nicht zu gestatten ist. (T2)
  • 4 Ob 125/97d
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 125/97d
    Auch; Beisatz: Auch dem Alleinerben kann demnach Akteneinsicht im Sachwalterschaftsverfahren nur gewährt werden, wenn er ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht. (T3)
  • 1 N 508/01
    Entscheidungstext OGH 26.06.2001 1 N 508/01
    nur: Das rechtliche Interesse an der Akteneinsicht muss konkret gegeben sein. Die Einsichtnahme und Abschriftnahme muss Bedeutung für die rechtlichen Verhältnisse des Dritten haben und die Kenntnis des betreffenden Akteninhaltes muss sich auf die privatrechtlichen oder öffentlich - rechtlichen Verhältnisse des Dritten günstig auswirken, sei es auch nur dadurch, dass er instandgesetzt wird, die Beweislage für sich günstiger zu gestalten. (T4)
    Beisatz: Dabei genügt es, wenn der Akteninhalt den Rechtskreis des Antragstellers auch nur mittelbar berührt; angezeigt ist insoweit eine weitherzige Handhabung. (T5)
    Beisatz: Hier: Gestattung der Akteneinsicht für Gemeinschuldner hinsichtlich des von der für ihn bestellten Masseverwalterin betriebenen Aufteilungsverfahren nach §§ 81 ff EheG. (T6)
  • 8 Ob 4/03a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 Ob 4/03a
    Auch; Beisatz: Konkursgläubiger haben auch ein rechtliches Interesse an der Kenntnis früherer Konkursanträge (in früheren Akten) - etwa ob dies vom Geschäftsführer selbst gestellt wurden. (T7)
  • 7 Ob 48/03i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 48/03i
    nur T1; Veröff: SZ 2003/22
  • 6 Ob 67/04b
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 67/04b
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 100/06h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2006 6 Ob 100/06h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Sachwalterschaftsverfahren. (T8)
    Beisatz: Der Hinweis der Antragstellerin auf ihre (allfällige) Unterhaltspflicht gemäß §143 ABGB gegenüber der Betroffenen genügt nicht. (T9)
  • 7 Ob 119/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 119/08p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einsicht in Sachwalterschaftsakt. (T10)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl auch
  • 4 Ob 38/13m
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 38/13m
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T3; Beis wie T10; Beisatz: Auch ein (sonst) als „rechtlich“ zu wertendes Interesse an der Beschaffung von Beweismitteln für eine Testamentsanfechtung verschafft dem Erben nicht das Recht zur Einsicht in Aktenteile des Sachwalteraktes, die sich auf den Geisteszustand des Betroffenen beziehen. (T11)
  • 5 Ob 53/14a
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 53/14a
    Vgl auch; Beisatz: Die Akteneinsicht ist die Informationsaufnahme aus dem Gerichtsakt (vgl Danzl, Geo5 § 170 Anm 7). Dabei handelt es sich schon begrifflich um einen einmaligen Vorgang und um kein unbefristetes Recht, welches ‑ einmal bewilligt ‑ nach Belieben des (einmal) Einsichtsberechtigten immer wiederholt werden könnte. Vielmehr müsste eine neuerliche Akteneinsicht erneut beantragt und darüber neuerlich entschieden werden, können sich doch zwischenzeitig die Bewilligungsvoraussetzungen geändert haben. (T12)
  • 2 Ob 219/13i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 219/13i
  • 1 Ob 165/14t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 165/14t
    Vgl; nur T1; Beisatz: Ein bloß wirtschaftliches Interesse oder Interesse an der Information reicht nicht aus. (T13)
    Beisatz: Informationen, die allenfalls der Beurteilung der Erfolgsaussichten eines möglichen Regressprozesses dienlich sein können, berühren aber ausschließlich wirtschaftliche Interessen. (T14)
    Beisatz: Hier: Kein Recht auf Akteneinsicht im Verlassenschaftsverfahren für denjenigen, der mit dem Verstorbenen eine Solidarverpflichtung eingegangen ist, solange dessen Regressanspruch noch nicht feststeht. (T15)
  • 16 Ok 9/14f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2014 16 Ok 9/14f
    Beis wie T5; Beisatz: Von der die Akteineinsicht beantragenden Person kann nicht mit einem Hinweis auf das Verbot des Ausforschungsbeweises verlangt werden, die Kenntnis der Tatsachen genau anzugeben, die sie sich aus der Akteineinsicht erwartet, liegt doch dem Antrag auf Akteneinsicht notwendigerweise ein Ausforschungsinteresse zugrunde. (T16)
  • 16 Ok 10/14b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2014 16 Ok 10/14b
    Beis wie T5; Beis wie T16
  • 17 Os 40/14g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 40/14g
    Vgl
  • 6 Ob 197/14k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 197/14k
    Auch; Veröff: SZ 2014/127
  • 2 Ob 194/14i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 194/14i
    Vgl; Beisatz: Hier: Akteneinsicht von erbantrittserklärten Erben in Sachwalterschaftsakt des Erblassers. (T17)
    Beisatz: Werden (aber) in einem Verlassenschaftsverfahren einander widersprechende Erbantrittserklärungen abgegeben, ohne dass ein Einigungsversuch durch den Gerichtskommissär gemäß § 160 AußStrG gelingt, und ist daher das Verfahren in das Stadium der Entscheidung über das Erbrecht eingetreten, erscheint es auch unter dem Gesichtspunkt des Zwecks des Sachwalterschaftsverfahrens sinnvoll, in bestimmt und einzeln oder zumindest nach Gattungsmerkmalen zu bezeichnende (zB den Gesundheitszustand des Erblassers betreffende), relevante Teile des Sachwalterschaftsakts Einsicht zu gewähren. Um dem besonderen Schutzgedanken des Sachwalterschaftsverfahrens Rechnung zu tragen, ist aber zu verlangen, dass jeweils konkret dargelegt wird, warum die jeweiligen Aktenteile geeignet sind, die Erforschung des wahren letzten Willens des Erblassers substantiell zu verbessern. Damit soll letztlich sichergestellt werden, dass bei der Entscheidung über das Erbrecht sämtliche relevanten Erkenntnisquellen genutzt werden, die den wahren Willen des Erblassers zutage fördern können. (T18); Veröff: SZ 2015/54
  • 2 Ob 9/17p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 2 Ob 9/17p
    nur T1; Beis wie T13; Beisatz: Das Interesse, durch Einsicht in den Verlassenschaftsakt Exekutionsobjekte für die Durchsetzung eines vollstreckbaren Titels gegen einen Erben zu ermitteln, tritt gegenüber dem Geheimhaltungsinteresse anderer Verfahrensbeteiligter hinsichtlich ihrer Vermögensvermehrung zurück, zumal der Gläubiger den Schuldner bei Erfolglosigkeit exekutiver Schritte ohnehin im Wege der §§ 47, 48 EO zur Angabe der erlangten Vermögenswerte zwingen kann. (T19)
  • 2 Ob 41/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 41/17v
    Auch
  • 2 Ob 52/18p
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 2 Ob 52/18p
    Veröff: SZ 2018/31
  • 2 Ob 53/18k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 2 Ob 53/18k
    nur: Das rechtliche Interesse kann unter den beschriebenen Voraussetzungen allerdings nur dann anerkannt werden, wenn der Dritte aus dem Akt etwas erfahren will, was er nicht weiß, aber zur Wahrung seiner Interessen wissen muss. (T20)
    Beis wie T5
  • 6 Ob 45/19i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 6 Ob 45/19i
    Auch; nur T4; Beisatz: Ein rechtliches Interesse an der Akteneinsicht gemäß § 219 Abs 2 ZPO kann durch die Verfolgung oder Abwehr von Ansprüchen, aber auch in der Verteidigung in einer Strafsache begründet sein. In diesem Zusammenhang kann der Dritte auch ein rechtliches Interesse daran haben, für ihn ungünstige Umstände zu erkennen. (T21)
    Veröff: SZ 2019/66
  • 2 Ob 37/19h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2019 2 Ob 37/19h
    Vgl; Beisatz: Hier: Erlangung von Auskünften im Verlassenschaftsverfahren über das Nichtvorliegen von Aktenstücken mit bestimmten Erklärungen des Erbanwärters. (T22); Veröff: SZ 2019/120
  • 6 Ob 116/20g
    Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 116/20g
    Beis wie T5; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T16; Beis wie T21
  • 2 Ob 21/22k
    Entscheidungstext OGH 16.03.2022 2 Ob 21/22k
    Beisatz wie T5
    Beisatz: Kein rechtliches Interesse, sondern ein wirtschaftliches Interesse, ist gegeben, wenn der Antragstellerin die Höhe des Reinnachlasses lediglich deshalb erfahren möchte, um abschätzen zu können, ob sich die Mühen und Risiken einer Erbantrittserklärung oder einer Erbschaftsklage „lohnen“. (T23)
  • 2 Ob 106/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2024 2 Ob 106/24p
    Beisatz wie T5
    Beisatz wie T21 nur: Ein rechtliches Interesse an der Akteneinsicht gemäß § 219 Abs 2 ZPO kann durch die Verfolgung oder Abwehr von Ansprüchen begründet sein. (T24)
  • 2 Ob 50/25d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2025 2 Ob 50/25d
    Beisatz: Im Rahmen der Prüfung des rechtlichen Interesses hat keine abschließende Beurteilung der Tat- und Rechtsfragen in Bezug auf jenes Verfahren oder jene Rechtslage, das oder die zur Begründung des rechtlichen Interesses angeführt wird, stattzufinden. (T25)
    Beisatz: Ob die Voraussetzungen für eine Akteneinsicht Dritter erfüllt sind, ist jeweils nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilen und begründet daher – abgesehen von Fällen grober Fehlbeurteilung – keine erhebliche Rechtsfrage. (T26)

Schlagworte

Wirtschaftliches Interesse

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0037263

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19930204_OGH0002_0080OB00511_9300000_002

Rechtssatz für 4Ob553/95; 9Ob237/98p; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0079198

Geschäftszahl

4Ob553/95; 9Ob237/98p; 7Ob48/03i; 1Ob97/06f; 9Ob15/07g; 7Ob175/07x; 10Ob89/07x; 9Ob87/08x; 8Ob88/09p; 3Ob58/12v; 1Ob98/12m; 5Ob53/14a; 2Ob219/13i; 1Ob165/14t; 16Ok9/14f; 16Ok10/14b; 17Os40/14g (17Os41/14d); 6Ob197/14k; 2Ob9/17p; 6Ob243/16b; 2Ob41/17v; 2Ob52/18p; 2Ob53/18k; 6Ob45/19i; 2Ob37/19h; 6Ob116/20g; 2Ob21/22k; 2Ob106/24p; 2Ob50/25d

Entscheidungsdatum

29.04.2025

Norm

ZPO §219 Abs2
AußStrG 2005 §22
  1. ZPO § 219 heute
  2. ZPO § 219 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 219 gültig von 25.05.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. ZPO § 219 gültig von 01.01.2005 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  5. ZPO § 219 gültig von 30.12.1993 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 940/1993
  6. ZPO § 219 gültig von 01.01.1898 bis 29.12.1993

Rechtssatz

Einem Dritten kann Einsichtnahme und Abschriftnahme von Prozessakten gestattet werden, wenn er ein rechtliches Interesse glaubhaft macht, wobei ein allgemeines öffentliches Interesse an Information sowie ein reines Informationsbedürfnis des Einsichtbegehrenden selbst nicht ausreicht. Das rechtliche Interesse muss ein in der Rechtsordnung gegründetes und von ihr gebilligtes Interesse sein, das über das bloß wirtschaftliche Interesse oder über Interessen der Information, der Pietät, des Anstands oder der Ethik hinausreicht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 553/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 553/95
  • 9 Ob 237/98p
    Entscheidungstext OGH 02.09.1998 9 Ob 237/98p
    Beisatz: Die Akteneinsicht muss also Bedeutung für die rechtlichen Verhältnisse des Dritten haben, die Kenntnis des betreffenden Akteninhaltes muss sich auf die privatrechtlichen oder öffentlich-rechtlichen Verhältnisse des Dritten günstig auswirken; ein bloß wirtschaftliches Interesse reicht nicht aus. (T1)
  • 7 Ob 48/03i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 48/03i
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2003/22
  • 1 Ob 97/06f
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 97/06f
    Vgl auch; Beisatz: Das (wirtschaftliche) Interesse, vor den übrigen Gläubigern zum Zug zu kommen, ist nicht zu schützen. (T2)
  • 9 Ob 15/07g
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 Ob 15/07g
    Auch; Beisatz: Das rechtliche Interesse muss ein in der Rechtsordnung gegründetes und von ihr gebilligtes Interesse sein, das über ein bloß wirtschaftliches Interesse oder über ein reines Informationsbedürfnis des Einsichtbegehrenden hinausreicht. (T3)
  • 7 Ob 175/07x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 175/07x
    Auch; Beisatz: Ein Sachwalter ist auch nach dem Tod des Betroffenen nicht als „dritte Person" im Sinn des § 219 ZPO anzusehen. (T4)
    Veröff: SZ 2007/135
  • 10 Ob 89/07x
    Entscheidungstext OGH 09.10.2007 10 Ob 89/07x
    Auch; Beisatz: Ob die Voraussetzungen für eine Akteneinsicht Dritter erfüllt sind, ist jeweils nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilen und stellt daher grundsätzlich keine erhebliche Rechtsfrage dar (so bereits 9 Ob 15/07g). (T5)
  • 9 Ob 87/08x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 9 Ob 87/08x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Liegt die Zustimmung der Parteien - wie hier - nicht vor, ist eine zweistufige Prüfung vorzunehmen. Zunächst ist zu prüfen, ob ein rechtliches Interesse des Dritten, der Einsicht begehrt, besteht. Erst wenn dieses bejaht wird, ist die Abwägung vorzunehmen, ob das Recht des Dritten dasjenige der Verfahrensparteien überwiegt. (T6)
  • 8 Ob 88/09p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 Ob 88/09p
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Kein Recht auf Akteneinsicht in den Sachwalterschaftsakt nach Tod des Betroffenen für denjenigen, der Pflichtteilsansprüche nach dem verstorbenen Betroffenen geltend machen will. (T7)
  • 3 Ob 58/12v
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 58/12v
    Vgl; Auch Beis wie T3; Beis wie T5
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl auch
  • 5 Ob 53/14a
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 53/14a
    Vgl auch; Beisatz: Die Akteneinsicht ist die Informationsaufnahme aus dem Gerichtsakt (vgl Danzl, Geo5 § 170 Anm 7). Dabei handelt es sich schon begrifflich um einen einmaligen Vorgang und um kein unbefristetes Recht, welches ‑ einmal bewilligt ‑ nach Belieben des (einmal) Einsichtsberechtigten immer wiederholt werden könnte. Vielmehr müsste eine neuerliche Akteneinsicht erneut beantragt und darüber neuerlich entschieden werden, können sich doch zwischenzeitig die Bewilligungsvoraussetzungen geändert haben. (T8)
  • 2 Ob 219/13i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 219/13i
    Auch
  • 1 Ob 165/14t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 165/14t
    Vgl auch; Beisatz: Ein bloß wirtschaftliches Interesse oder Interesse an der Information reicht nicht aus. (T9)
    Beisatz: Informationen, die allenfalls der Beurteilung der Erfolgsaussichten eines möglichen Regressprozesses dienlich sein können, berühren aber ausschließlich wirtschaftliche Interessen. (T10)
    Beisatz: Hier: Kein Recht auf Akteneinsicht im Verlassenschaftsverfahren für denjenigen, der mit dem Verstorbenen eine Solidarverpflichtung eingegangen ist, solange dessen Regressanspruch noch nicht feststeht. (T11)
  • 16 Ok 9/14f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2014 16 Ok 9/14f
    Beis wie T6; Beis wie T8
  • 16 Ok 10/14b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2014 16 Ok 10/14b
    Beis wie T6; Beis wie T8
  • 17 Os 40/14g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 40/14g
    Vgl
  • 6 Ob 197/14k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 197/14k
    Auch; Beisatz: Ein rechtliches Interesse ist auch demjenigen zuzubilligen, der etwa schlüssig behauptet, Noterbe oder Vermächtnisnehmer des Verstorbenen zu sein und gegen den Erben Ansprüche stellen zu wollen. (T12)
    Veröff: SZ 2014/127
  • 2 Ob 9/17p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 2 Ob 9/17p
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Einsicht in den Verlassenschaftsakt zur Ermittlung allfälliger Exekutionsobjekte. (T13)
  • 6 Ob 243/16b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 243/16b
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Eine Ausnahme gälte daher nur dann, wenn dem Rekursgericht eine auffallende Fehlbeurteilung unterlaufen wäre. (T14)
    Beisatz: Auch der Umstand, dass es (noch) keine Rechtsprechung zur Frage gibt, inwieweit schon ein gegen den Stifter einer Privatstiftung erhobener Aufteilungsanspruch nach den §§ 81 ff EheG die Akteneinsicht der geschiedenen Gattin in den Firmenbuchakt der Privatstiftung zulässt, bildet keine erhebliche Rechtsfrage. Auch insoweit sind im Hinblick auf die vielen verschiedenen möglichen tatsächlichen Konstellationen im Einzelfall keine generellen Aussagen zur Akteneinsicht möglich. (T15)
  • 2 Ob 41/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 41/17v
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 52/18p
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 2 Ob 52/18p
    Veröff: SZ 2018/31
  • 2 Ob 53/18k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 2 Ob 53/18k
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 45/19i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 6 Ob 45/19i
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2019/66
  • 2 Ob 37/19h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2019 2 Ob 37/19h
    Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Erlangung von Auskünften im Verlassenschaftsverfahren über das Nichtvorliegen von Aktenstücken mit bestimmt en Erklärungen des Erbanwärters. (T16)
    Veröff: SZ 2019/120
  • 6 Ob 116/20g
    Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 116/20g
    Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T14; Beisatz: Bei der Prüfung kommt es darauf an, ob das Recht des Dritten dasjenige der Verfahrensparteien überwiegt (RS0079198 [T6]). Dabei kommt es darauf an, ob die Akteneinsicht des Dritten unbedingt nötig ist oder ob sie einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre darstellt. (T17)
  • 2 Ob 21/22k
    Entscheidungstext OGH 16.03.2022 2 Ob 21/22k
    Beis wie T6; Beisatz: Kein rechtliches Interesse, sondern ein wirtschaftliches Interesse, ist gegeben, wenn der Antragstellerin die Höhe des Reinnachlasses lediglich deshalb erfahren möchte, um abschätzen zu können, ob sich die Mühen und Risiken einer Erbantrittserklärung oder einer Erbschaftsklage „lohnen“. (T18)
  • 2 Ob 106/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2024 2 Ob 106/24p
    Beisatz wie T6
  • 2 Ob 50/25d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2025 2 Ob 50/25d
    Beisatz wie T6

Schlagworte

wirtschaftliches Interesse

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079198

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19950919_OGH0002_0040OB00553_9500000_001

Rechtssatz für 6Ob152/61; 6Ob110/62; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0006893

Geschäftszahl

6Ob152/61; 6Ob110/62; 6Ob218/64; 6Ob60/66; 7Ob14/69; 8Ob63/69; 8Ob137/70; 5Ob137/72; 5Ob16/73; 7Ob111/75; 1Ob557/81; 3Ob611/83; 1Ob656/84; 3Ob555/86; 8Ob680/86; 7Ob536/87; 4Ob624/88; 3Ob557/89; 8Ob717/89; 8Ob511/90; 5Ob514/90; 3Ob596/90; 6Ob505/91; 10Ob514/94; 1Ob610/94; 1Ob1531/96; 1Ob2078/96m; 4Ob2288/96s; 9Ob43/99k; 10Ob25/00z; 9Ob177/00w; 9Ob194/00w; 6Ob219/00z; 8Ob222/00f; 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 9Ob169/01w; 7Ob216/01t; 2Ob103/02i; 7Ob43/03d; 9ObA18/03t; 2Ob84/03x; 8Ob62/04g; 3Ob89/05t; 3Ob210/05m; 6Ob148/05s; 3Ob111/06d; 3Ob250/06w; 8Ob59/07w; 2Ob130/08v; 3Ob68/10m; 9Ob71/10x; 3Ob41/12v; 1Ob98/12m; 1Ob241/12s; 7Ob183/12f; 3Ob240/12h; 7Ob16/13y; 7Ob111/13v; 3Ob205/14i; 1Ob7/16k; 10Ob32/16b; 7Ob150/16h; 6Ob10/17i; 1Ob237/18m; 4Ob246/18g; 4Ob68/20h; 4Ob73/20v; 5Ob106/20d; 4Ob136/23p; 5Ob154/23t; 1Ob41/25y; 6Ob88/25x; 1Ob41/25y; 2Ob169/25d

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Norm

AußStrG §10 B
AußStrG 2005 §49 A
AußStrG 2005 §49 C
AußStrG 2005 §66 Abs2 B

Rechtssatz

Sachverhaltsänderungen nach dem erstgerichtlichen Beschluss sind von der Rechtsmittelinstanz (auch vom OGH) zu berücksichtigen, wenn dies das Interesse des pflegebefohlenen Kindes erfordert vergleiche 6 Ob 55/61).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 152/61
    Entscheidungstext OGH 17.05.1961 6 Ob 152/61
  • 6 Ob 110/62
    Entscheidungstext OGH 25.04.1962 6 Ob 110/62
  • 6 Ob 218/64
    Entscheidungstext OGH 21.07.1964 6 Ob 218/64
  • 6 Ob 60/66
    Entscheidungstext OGH 16.03.1966 6 Ob 60/66
  • 7 Ob 14/69
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 7 Ob 14/69
    Veröff: EFSlg 12667
  • 8 Ob 63/69
    Entscheidungstext OGH 20.05.1969 8 Ob 63/69
    Veröff: EFSlg 12667
  • 8 Ob 137/70
    Entscheidungstext OGH 09.06.1970 8 Ob 137/70
  • 5 Ob 137/72
    Entscheidungstext OGH 11.07.1972 5 Ob 137/72
  • 5 Ob 16/73
    Entscheidungstext OGH 06.06.1973 5 Ob 16/73
  • 7 Ob 111/75
    Entscheidungstext OGH 19.06.1975 7 Ob 111/75
    Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel. (T1)
  • 1 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 557/81
    Auch
  • 3 Ob 611/83
    Entscheidungstext OGH 16.11.1983 3 Ob 611/83
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ordentlicher Revisionsrekurs bezüglich der Maßnahme der gerichtlichen Erziehungshilfe durch Entfernung des Kindes aus der väterlichen Obhut. (T2)
  • 1 Ob 656/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 656/84
  • 3 Ob 555/86
    Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 555/86
    Auch
  • 8 Ob 680/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 680/86
    Auch
  • 7 Ob 536/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 536/87
  • 4 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 624/88
  • 3 Ob 557/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 557/89
  • 8 Ob 717/89
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 8 Ob 717/89
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
  • 5 Ob 514/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 514/90
  • 3 Ob 596/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 596/90
  • 6 Ob 505/91
    Entscheidungstext OGH 07.02.1991 6 Ob 505/91
  • 10 Ob 514/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 Ob 514/94
    Auch; Beisatz: Die auch bei der Regelung des Verkehrsrechtes vorgeschriebene Berücksichtigung des Kindeswohls (§ 178a leg cit) erfordert es , dass der Oberste Gerichtshof bei der Erledigung eines Revisionsrekurses alle während des Verfahrens eingetretenen Entwicklungen berücksichtigt. (T3)
  • 1 Ob 610/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 610/94
    Auch
  • 1 Ob 1531/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1531/96
    Auch
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch
  • 4 Ob 2288/96s
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2288/96s
    Beisatz: Insoweit gilt keinerlei Neuerungsverbot. (T4)
  • 9 Ob 43/99k
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 43/99k
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Kindeswohlgefährdung ist der Zeitpunkt der letztinstanzlichen Entscheidung, sodass alle während des Verfahrens eintretenden Änderungen zu berücksichtigen sind. (T5)
  • 9 Ob 177/00w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 177/00w
    Beis wie T4
  • 9 Ob 194/00w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 Ob 194/00w
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 219/00z
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 219/00z
    Vgl
  • 8 Ob 222/00f
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 8 Ob 222/00f
    Auch
  • 1 Ob 74/01s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 74/01s
    Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel (hier jedoch nicht vorliegend). (T6)
    Beis wie T3
  • 9 Ob 169/01w
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 Ob 169/01w
    Beis wie T5
  • 7 Ob 216/01t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 216/01t
    Auch
  • 2 Ob 103/02i
    Entscheidungstext OGH 06.05.2002 2 Ob 103/02i
    Auch
  • 7 Ob 43/03d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 43/03d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 9 ObA 18/03t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 ObA 18/03t
    Auch; Beisatz: Durch die Behauptung, nachträglich habe sich die vom Rekursgericht seiner Entscheidung zugrunde gelegte Tatsachengrundlage geändert, wird jedoch eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG nicht aufgezeigt. (T7)
  • 2 Ob 84/03x
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 84/03x
    Beisatz: Hier: Lediglich gegenüber dem Gericht abgegebenes und danach im Rechtsmittelverfahren widerrufenes Einverständnis der Mutter zur Unterhaltsherabsetzung, welches dem Tatsachenbereich zuzuordnen ist. (T8)
  • 8 Ob 62/04g
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 Ob 62/04g
    Auch
  • 3 Ob 89/05t
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 3 Ob 89/05t
    Beis wie T5
  • 3 Ob 210/05m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 210/05m
    Beisatz: Hier: Entscheidung über einen Rückführungsantrag nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen. (T9)
  • 6 Ob 148/05s
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 148/05s
    Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat die Zulässigkeit der Neuerungen zu behaupten und schlüssig darzulegen, dass es sich bei der Verspätung (Unterlassung) des Vorbringens um eine entschuldbare Fehlleistung handelt. Hier: „Schlichtes Vergessen" und eine fehlende Anleitung durch das Erstgericht sind kein entschuldbaren Fehlleistungen. (T10)
  • 3 Ob 111/06d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 111/06d
    Beisatz: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten, erlaubt doch § 49 Abs 3 AußStrG nunmehr ausdrücklich, das Vorbringen von zur Zeit des Beschlusses noch nicht vorhandenen Tatsachen; diese sind allerdings nur so weit zu berücksichtigen, als sie nicht ohne wesentlichen Nachteil zum Gegenstand eines neuen Antrags gemacht werden können. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T11)
  • 3 Ob 250/06w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 250/06w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Ein solcher Nachteil - der sowohl gegenüber dem Rechtsschutzwerber als auch den übrigen Parteien zu berücksichtigen wäre - ist mit der Umbestellung des Sachwalters jedenfalls verbunden. (T12)
  • 8 Ob 59/07w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 59/07w
    Beis wie T11 nur: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T13)
    Beisatz: Nicht jeder finanzielle Nachteil rechtfertigt bereits die Berücksichtigung von Neuerungen. (T14)
    Beisatz: Hier: Voraussetzungen des § 49 Abs 3 AußStrG verneint. (T15)
  • 2 Ob 130/08v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 130/08v
    Vgl; Beisatz: Das Neuerungsverbot ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls nur insofern durchbrochen, als der Oberste Gerichtshof nur solche nach der Beschlussfassung der Vorinstanzen eingetretene Entwicklungen berücksichtigen muss, die aktenkundig sind und die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T16)
  • 3 Ob 68/10m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 68/10m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Sachwalterschaftsverfahren. (T17)
  • 9 Ob 71/10x
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 71/10x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
    Vgl auch; Auch Beis wie T16; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren. (T18)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T17
  • 1 Ob 241/12s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 241/12s
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 7 Ob 183/12f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 183/12f
    Vgl auch; Beis wie T16; Beisatz: Allein das neue Vorbringen im Rechtsmittel macht die betreffende Behauptung (hier: die Mutter sei wieder schwanger) nicht schon zur aktenkundigen und deshalb zu berücksichtigenden Tatsachengrundlage. (T19)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 16/13y
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 16/13y
    Vgl; Auch Beis wie T16
  • 7 Ob 111/13v
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 111/13v
    Auch; Beis wie T16
  • 3 Ob 205/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 205/14i
    Auch; Beisatz: Das Gericht zweiter Instanz hätte daher das nach Fassung des erstgerichtlichen Beschlusses eingelangte und im Akt erliegende psychiatrisch‑neurologische Gutachten in die Prüfung, ob ein ausreichendes Tatsachensubstrat vorliegt, das die Einleitung und Fortsetzung des Verfahrens rechtfertigt, in seine Erwägungen einbeziehen müssen. (T20)
  • 1 Ob 7/16k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
    Vgl; Beis wie T16
  • 10 Ob 32/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 150/16h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 150/16h
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T16
  • 6 Ob 10/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 10/17i
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Infolge der Möglichkeit, einer Durchsetzung der Rückgabeanordnung entgegenzutreten, ist eine Kindeswohlgefährdung nicht zu befürchten. (T21)
  • 1 Ob 237/18m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 237/18m
    Beis wie T16; Beis wie T18
  • 4 Ob 246/18g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 246/18g
  • 4 Ob 68/20h
    Entscheidungstext OGH 05.06.2020 4 Ob 68/20h
    Beisatz: Hier: Bloße Behauptungen eines Sachverhalts sind nicht zu berücksichtigen. (T22)
  • 4 Ob 73/20v
    Entscheidungstext OGH 05.06.2020 4 Ob 73/20v
  • 5 Ob 106/20d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2020 5 Ob 106/20d
    Vgl
  • 4 Ob 136/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 12.09.2023 4 Ob 136/23p
    Beisatz: Hier: Zurückziehung des dem gesamten Verfahren zugrundeliegenden Antrags, wodurch auch die vorläufige Obsorge des Kinder- und Jugendhilfeträgers nach § 211 ABGB und letztlich die Verbringung der Kinder in das Krisenzentrum hinfällig wird. (T23)
  • 5 Ob 154/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 5 Ob 154/23t
    Beisatz wie T16
    Beisatz: hier: Obsorgeübertragung gemäß § 181 ABGB nach Einschreiten des Jugendwohlfahrtsträgers im Rahmen der Interimskompetenz. (T24)
  • 1 Ob 41/25y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2025 1 Ob 41/25y
    vgl
  • 6 Ob 88/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.06.2025 6 Ob 88/25x
    vgl
  • 1 Ob 41/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 09.09.2025 1 Ob 41/25y
    vgl
  • 2 Ob 169/25d
    Entscheidungstext OGH 18.11.2025 2 Ob 169/25d
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0006893

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2026

Dokumentnummer

JJR_19610517_OGH0002_0060OB00152_6100000_001

Rechtssatz für 5Ob784/80; 6Ob855/82; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076618

Geschäftszahl

5Ob784/80; 6Ob855/82; 6Ob585/84; 8Ob637/85; 6Ob722/84; 6Ob611/86; 1Ob2095/96m; 9ObA129/97d; 7Ob166/98g; 6Ob30/03k; 2Ob169/07b; 5Ob41/09d; 9Ob29/10w; 9Ob30/12w; 3Ob147/12g; 1Ob98/12m; 3Ob189/12h; 4Ob147/14t; 4Ob161/15b; 2Ob13/16z; 7Ob9/17z; 2Ob125/19z; 6Ob234/23i; 9Ob40/24h; 1Ob173/25k

Entscheidungsdatum

16.12.2025

Rechtssatz

Ausländische Normen sind nur bei der Prüfung materiell-rechtlicher Fragen anzuwenden. Auf das Verfahren sind stets die österreichischen Prozessvorschriften anzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 784/80
    Entscheidungstext OGH 31.03.1981 5 Ob 784/80
  • 6 Ob 855/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 6 Ob 855/82
    Beisatz: Hier: § 184a Z 4 ABGB. (T1)
  • 6 Ob 585/84
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 585/84
    Auch
  • 8 Ob 637/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 8 Ob 637/85
    Beisatz: Die Wirksamkeit eines inländischen Urteils - im Inland - ist eine Frage der Rechtskraft, somit primär ein verfahrensrechtliches Problem. (T2)
    Veröff: EvBl 1987/18 S 86
  • 6 Ob 722/84
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 6 Ob 722/84
    Beisatz: Hier: Abgrenzung der streitigen von der außerstreitigen Gerichtsbarkeit. (T3)
    Veröff: ZfRV 1987,68 = ÖA 1988,44
  • 6 Ob 611/86
    Entscheidungstext OGH 08.09.1986 6 Ob 611/86
    Auch; Veröff: RdW 1987,51 = ZfRV 1986,299
  • 1 Ob 2095/96m
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2095/96m
    Auch; Beisatz: Hier: Mit grundsätzlichen Ausführungen von Böhm (Die Rechtschutzformen im Spannungsfeld von lex fori und lex causae, in FS-Fasching [1988], 137) zur Frage der Qualifikation, was zum materiellen und was zum formellen Recht gehört. (T4)
  • 9 ObA 129/97d
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 129/97d
    Auch; Beisatz: Hier: Inländische Gerichtsbarkeit. (T5)
  • 7 Ob 166/98g
    Entscheidungstext OGH 10.08.1998 7 Ob 166/98g
    Auch
  • 6 Ob 30/03k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 30/03k
  • 2 Ob 169/07b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 169/07b
  • 5 Ob 41/09d
    Entscheidungstext OGH 07.07.2009 5 Ob 41/09d
    Auch; Beisatz: Die Frage nach der Rechtswegzulässigkeit ist nach der lex fori zu beantworten, auch wenn materielles ausländisches Recht zur Anwendung gelangt. (T6)
    Beisatz: Nach dem Grundsatz der lex fori kommt daher für die Zulässigkeit der Klageform allein österreichisches Verfahrensrecht zur Anwendung. (T7)
    Bem: Hier: Internationale Zuständigkeit nach Art 2 EuGVVO für einen Anspruch auf Ergänzung eines Unterhaltstitels für ein Kind nach § 10 EO. (T8)
  • 9 Ob 29/10w
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 Ob 29/10w
  • 9 Ob 30/12w
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 30/12w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 147/12g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 147/12g
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 3 Ob 189/12h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 189/12h
  • 4 Ob 147/14t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 147/14t
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 161/15b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 161/15b
    Auch
  • 2 Ob 13/16z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 2 Ob 13/16z
    Auch
  • 7 Ob 9/17z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 7 Ob 9/17z
  • 2 Ob 125/19z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2020 2 Ob 125/19z
    Vgl; Beisatz: Hier: Verlassenschaftsverfahren. (T9)
  • 6 Ob 234/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.12.2024 6 Ob 234/23i
  • 9 Ob 40/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 Ob 40/24h
    Beisatz: Wenn eine Rechtsordnung einen positiven DNA-Test als materiell-rechtliche Voraussetzung für die Feststellung der Vaterschaft fordert, ist dies dem Sachrecht zuzurechnen. Die Art der Durchführung der entsprechenden Beweisaufnahme ist dessen ungeachtet eine solche des Verfahrensrechts. Unter welchen Voraussetzungen eine Person zur Mitwirkung am Beweisverfahren und damit zur Duldung von Untersuchungen verpflichtet ist, ist daher als Verfahrensfrage nach inländischem Recht zu beurteilen. (T10)
  • 1 Ob 173/25k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2025 1 Ob 173/25k

Schlagworte

lex fori, lex causae

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0076618

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19810331_OGH0002_0050OB00784_8000000_002

Rechtssatz für 7Ob82/05t; 6Ob187/06b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119918

Geschäftszahl

7Ob82/05t; 6Ob187/06b; 6Ob183/06i; 8Ob127/06v; 9Ob100/06f; 4Ob2/07h; 1Ob176/07z; 8Ob119/07v; 3Ob122/09a; 4Ob120/09i; 8Ob116/09f; 9Ob94/09b; 6Ob48/10t; 5Ob22/10m; 10Ob57/11x; 3Ob155/11g; 2Ob162/11d; 4Ob178/11x; 1Ob74/12g; 7Ob80/12h; 1Ob98/12m; 2Ob143/12m; 1Ob74/13h; 10Ob35/13i; 3Ob168/13x; 3Ob51/14t; 5Ob163/14b; 6Ob187/15s; 8Ob124/15s; 5Ob242/15x; 5Ob80/16z; 6Ob238/16t; 7Ob237/16b (7Ob16/17d); 1Ob61/17b; 1Ob10/17b; 1Ob136/17g; 7Ob94/18a; 4Ob142/18p; 1Ob127/18k; 1Ob200/18w; 1Ob164/19b; 6Ob64/21m; 1Ob25/21i; 6Ob47/22p; 6Ob82/22k; 8Ob3/23h; 2Ob4/23m; 4Ob56/23y; 4Ob192/23y; 4Ob129/24k; 5Ob117/24b; 3Ob198/24z; 5Ob214/24t; 2Ob33/25d; 4Ob68/25s; 10Ob31/25v; 6Ob230/24b; 8Ob108/25b; 2Ob34/26b

Entscheidungsdatum

26.03.2026

Norm

AußStrG 2005 §66 Abs2 B

Rechtssatz

Im Revisionsrekursverfahren herrscht Neuerungsverbot.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 82/05t
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 82/05t
  • 6 Ob 187/06b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 187/06b
  • 6 Ob 183/06i
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 183/06i
    Beisatz: Eine Durchbrechung desselben aus Gründen des Kindeswohls könnte (im Regelfall) nur in Obsorge- und Besuchsrechtsverfahren erwogen werden; in Unterhaltsverfahren müssten aber schon ganz besondere Umstände vorliegen, die es rechtfertigen könnten, das Neuerungsverbot zu unterlaufen. (T1)
  • 8 Ob 127/06v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 Ob 127/06v
  • 9 Ob 100/06f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2007 9 Ob 100/06f
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Vgl aber; Beisatz: Der Maxime des Kindeswohls ist im Obsorgeverfahren auch nach Inkrafttreten des AußStrG BGBl I 2003/111 dadurch zu entsprechen, dass der Oberste Gerichtshof aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern, - ungeachtet des im Revisionsrekursverfahren an sich herrschenden Neuerungsverbots - auch dann berücksichtigen muss, wenn sie erst nach der Beschlussfassung einer der Vorinstanzen eingetreten sind. (T2)
    Veröff: SZ 2007/75
  • 1 Ob 176/07z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 176/07z
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Aktenkundige Entwicklungen sind zu berücksichtigen, es besteht jedoch keine Pflicht zur ständigen amtswegigen Erhebung der jeweiligen aktuellen Umstände. (T3)
  • 8 Ob 119/07v
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 8 Ob 119/07v
  • 3 Ob 122/09a
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 122/09a
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Eine ausnahmsweise Durchbrechung des Neuerungsverbots aus Gründen des Kindeswohls ist hier nicht geboten. (T4)
  • 4 Ob 120/09i
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 120/09i
    Vgl auch
  • 8 Ob 116/09f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 8 Ob 116/09f
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 94/09b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 9 Ob 94/09b
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 22/10m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 22/10m
  • 10 Ob 57/11x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 57/11x
    Auch
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 2 Ob 162/11d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 162/11d
    Vgl; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T3
  • 4 Ob 178/11x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 178/11x
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 74/12g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 74/12g
  • 7 Ob 80/12h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 7 Ob 80/12h
    Beis wie T4
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 2 Ob 143/12m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2012 2 Ob 143/12m
    Vgl; Beis wie T2
  • 1 Ob 74/13h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 74/13h
    Auch
  • 10 Ob 35/13i
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 35/13i
  • 3 Ob 168/13x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2013 3 Ob 168/13x
    Beisatz: Auf ein erst nach der Rekursentscheidung geschlossenes und vorgelegtes Erbteilungsübereinkommen ist daher nicht Bedacht zu nehmen. (T5)
  • 3 Ob 51/14t
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 51/14t
  • 5 Ob 163/14b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 163/14b
  • 6 Ob 187/15s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2015 6 Ob 187/15s
    Vgl; Beis wie T1 nur: Für eine Durchbrechung des Neuerungsverbots im Interesse des Kindeswohls müssen ganz besondere Umstände vorliegen. (T6)
  • 8 Ob 124/15s
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 124/15s
    Beis wie T1
  • 5 Ob 242/15x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 5 Ob 242/15x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Die unterlassene Belehrung der Minderjährigen nach § 108 AußStrG und der unterbliebene Versuch einer gütlichen Einigung können daher aus Gründen des Kindeswohls selbst dann noch im Revisionsrekursverfahren geltend gemacht werden, wenn dies im (hier: vom Vater selbst verfassten) Rekurs nicht (ausdrücklich) erfolgt ist. (T7)
  • 5 Ob 80/16z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 80/16z
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 238/16t
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 238/16t
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Eine Berücksichtigung von nova producta im Rekursverfahren kommt dann nicht in Betracht, wenn bloß die Gefahr besteht, aufgrund geänderter Verhältnisse „überhöhte“ Unterhaltsbeiträge zu zahlen. Bei einer Änderung der maßgeblichen Verhältnisse steht dem Unterhaltspflichtigen ohnedies ein Antrag auf Neubemessung offen. (T8)
  • 7 Ob 237/16b
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 7 Ob 237/16b
    Vgl aber; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 1 Ob 61/17b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 61/17b
    Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Eine Verpflichtung zur Berücksichtigung von bloß möglichen zukünftigen Ereignissen kann daraus aber nicht abgeleitet werden. (T9)
  • 1 Ob 10/17b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 10/17b
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Beis wie T4
  • 7 Ob 94/18a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 94/18a
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 4 Ob 142/18p
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 142/18p
    Beis wie T8
  • 1 Ob 127/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 127/18k
    Beis wie T1
  • 1 Ob 200/18w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 200/18w
    Auch
  • 1 Ob 164/19b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 1 Ob 164/19b
  • 6 Ob 64/21m
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 64/21m
    Beisatz: Hier: Bucheinsicht eines GmbH‑Gesellschafters. (T10)
  • 1 Ob 25/21i
    Entscheidungstext OGH 07.09.2021 1 Ob 25/21i
    Beisatz: Das Neuerungsverbot gilt auch in dritter Instanz. (T11)
  • 6 Ob 47/22p
    Entscheidungstext OGH 18.03.2022 6 Ob 47/22p
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 82/22k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 6 Ob 82/22k
    Beis wie T1
  • 8 Ob 3/23h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 Ob 3/23h
    Vgl; Beisatz: Hier: erstmals im Rekurs der Mutter enthaltenes Vorbringen, nicht nur – wie dem Erstgericht bekanntgegeben – die Uhrzeit der montäglichen Besuchskontakte, sondern auch jene der Telefonkontakte an Donnerstagen sei wegen längeren Kindergartenbesuchs nicht mehr einhaltbar. (T12)
  • 2 Ob 4/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2023 2 Ob 4/23m
    Beisatz wie T2
    Beisatz: Neues Vorbringen allein macht die betreffenden Behauptungen noch nicht zum aktenkundigen Umstand. Dieses ist in einem Beweisverfahren zu klären. (T13)
  • 4 Ob 56/23y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.03.2023 4 Ob 56/23y
    Beisatz: Neuerungen, die nicht der Unterstützung oder Bekämpfung der Revisionsrekursgründe dienen, sind unzulässig. (T14)
  • 4 Ob 192/23y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 4 Ob 192/23y
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T8
    Beisatz: Hier: Begehrte Herabsetzung des Kindesunterhalts wegen nunmehriger Berufstätigkeit der Kindesmutter. (T15)
  • 4 Ob 129/24k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.09.2024 4 Ob 129/24k
    vgl; Beisatz wie T13
  • 5 Ob 117/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 5 Ob 117/24b
  • 3 Ob 198/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.11.2024 3 Ob 198/24z
  • 5 Ob 214/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.01.2025 5 Ob 214/24t
    Beisatz wie T2
    Beisatz: Keine Änderung der Gesamtbeurteilung durch einen einmaligen Vorfall im Obsorgeverfahren, wenn die maßgebliche Tatsachengrundlage dadurch nicht wesentlich verändert wird. (T16)
  • 2 Ob 33/25d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 33/25d
    Beisatz: Hier: Fehlende Zustimmung der Erblasserin zur Pflege aufgrund fortschreitender Demenz. (T17)
  • 4 Ob 68/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.05.2025 4 Ob 68/25s
    vgl; Beisatz nur wie T13
  • 10 Ob 31/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.07.2025 10 Ob 31/25v
  • 6 Ob 230/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.10.2025 6 Ob 230/24b
  • 8 Ob 108/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.09.2025 8 Ob 108/25b
  • 2 Ob 34/26b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.03.2026 2 Ob 34/26b
    Beisatz: Hier: Vorbringen im Revisionsrekurs zu einem wechselseitigen Ehegattentestament. Da das „Nachschieben“ einer schon früher möglichen Erbantrittserklärung eines schon an einem Verfahren über das Erbrecht beteiligten Erbansprechers aber bis zur Abgabe des Einantwortungsbeschlusses zur Ausfertigung (§ 164 AußStrG) möglich ist, hat das Erstgericht die Berechtigung einer nach der Rekursentscheidung abgegebenen Erbantrittserklärung – nach Durchführung einer Tagsatzung beim Gerichtskommissär nach § 160 AußStrG – in einem neuen Verfahren nach §§ 161 ff AußStrG zu prüfen. (T18)

Schlagworte

Neuerungsverbot, Zulässigkeit von Neuerungen, nova producta

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119918

Im RIS seit

10.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20050511_OGH0002_0070OB00082_05T0000_001

Rechtssatz für 1Ob43/74; 3Ob174/74; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0009230

Geschäftszahl

1Ob43/74; 3Ob174/74; 7Ob201/75; 5Ob590/80; 5Ob677/80; 8Ob547/82; 1Ob582/84; 6Ob543/85; 1Ob543/85 (1Ob544/85); 7Ob526/84; 1Ob592/88; 1Ob520/89; 1Ob707/88; 2Ob517/89; 1Ob664/89; 1Ob562/91; 1Ob26/91; 1Ob604/93; 10Ob2284/96x; 4Ob68/03h; 1Ob163/05k; 4Ob122/06d; 5Ob184/08g; 4Ob20/09h; 9ObA6/11i; 1Ob98/12m; 3Ob189/12h; 7Ob92/13z; 9Ob68/13k; 10Ob2/14p; 4Ob225/14p; 3Ob104/17s; 2Ob130/20m; 6Ob186/21b; 4Ob191/23a; 3Ob9/25g; 7Ob25/26s

Entscheidungsdatum

24.06.2026

Rechtssatz

Die Frage der Anwendung ausländischen Rechtes ist stets, auch ohne dass sich die Parteien darauf berufen, zu prüfen, sofern Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sache ausländischem Recht unterliegen könnte. Solche Anhaltspunkte bestehen immer, wenn Gegenstand des Rechtsstreites Verträge sind, die zwischen einem im Ausland befindlichen Ausländer und einem im Inland befindlichen Inländer abgeschlossen wurden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 43/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 1 Ob 43/74
    Veröff: SZ 47/41 = JBl 1974,369
  • 3 Ob 174/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 174/74
    Veröff: SZ 47/138
  • 7 Ob 201/75
    Entscheidungstext OGH 20.11.1975 7 Ob 201/75
  • 5 Ob 590/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 590/80
  • 5 Ob 677/80
    Entscheidungstext OGH 03.03.1981 5 Ob 677/80
    Vgl auch; nur: Die Frage der Anwendung ausländischen Rechtes ist stets, auch ohne dass sich die Parteien darauf berufen, zu prüfen, sofern Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sache ausländischem Recht unterliegen könnte. (T1)
    Beisatz: Staatsangehörigkeit einer Minderjährigen (T2)
    Veröff: ZfRV 1982,41 = JBl 1983,189 (Schwimauer)
  • 8 Ob 547/82
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 547/82
    nur T1
  • 1 Ob 582/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 1 Ob 582/84
    nur T1; Veröff: EvBl 1985/63 S 304
  • 6 Ob 543/85
    Entscheidungstext OGH 18.04.1985 6 Ob 543/85
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 543/85
    Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 543/85
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 526/84
    Entscheidungstext OGH 04.07.1985 7 Ob 526/84
    nur T1
  • 1 Ob 592/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 1 Ob 592/88
    nur T1; Veröff: SZ 61/125
  • 1 Ob 520/89
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 520/89
    nur T1; Veröff: SZ 62/42
  • 1 Ob 707/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 707/88
    Auch; Veröff: SZ 62/33 = IPRAX 1991,60 (Hoyer)
  • 2 Ob 517/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 517/89
    nur T1; Beisatz: Das Nichtermitteln der Voraussetzungen für die Anwendung fremden Rechts ist ein Verfahrensmangel eigener Art. (T3)
  • 1 Ob 664/89
    Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 664/89
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 62/164 = EvBl 1990/43 S 208 = ZfRV 1991,56 (Hoyer) = JBl 1990,173
  • 1 Ob 562/91
    Entscheidungstext OGH 15.05.1991 1 Ob 562/91
    nur T1; Veröff: SZ 64/56
  • 1 Ob 26/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 1 Ob 26/91
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 64/137
  • 1 Ob 604/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 604/93
    Auch; nur T1; Beisatz: Wenn ein Sachverhalt mit Auslandsberührung vorliegt, hat das Gericht zu prüfen, welches nationale Recht zur Anwendung gelangt. (T4)
  • 10 Ob 2284/96x
    Entscheidungstext OGH 20.08.1996 10 Ob 2284/96x
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 68/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 68/03h
    Vgl auch; Beisatz: Nach den zwingenden Verfahrensbestimmungen des § 2 IPRG sind die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen der Anknüpfung an eine bestimmte Rechtsordnung von Amts wegen festzustellen, soweit den Parteien nicht Dispositionsfreiheit zur Verfügung steht. (T5)
  • 1 Ob 163/05k
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 163/05k
    Vgl aber; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Dennoch hängt im Rechtsmittelverfahren die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage von der Erhebung der Rechtsrüge ab. (T6)
  • 4 Ob 122/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 122/06d
    Auch; Beisatz: Ist fremdes Recht maßgebend, so ist es nach § 3 IPRG von Amts wegen anzuwenden. (T7)
    Beis wie T3; Beis wie T6
  • 5 Ob 184/08g
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 184/08g
    Vgl auch
  • 4 Ob 20/09h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 20/09h
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 6/11i
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 6/11i
    Vgl aber; nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 3 Ob 189/12h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 189/12h
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 92/13z
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 92/13z
    Vgl; Veröff: SZ 2013/59
  • 9 Ob 68/13k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 68/13k
    Auch; Beis wie T7
  • 10 Ob 2/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 Ob 2/14p
    nur T1
  • 4 Ob 225/14p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 225/14p
    Auch
  • 3 Ob 104/17s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 104/17s
    Auch; Veröff: SZ 2017/95
  • 2 Ob 130/20m
    Entscheidungstext OGH 05.08.2021 2 Ob 130/20m
    Vgl
  • 6 Ob 186/21b
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 6 Ob 186/21b
    nur T1
  • 4 Ob 191/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 191/23a
    vgl
  • 3 Ob 9/25g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2025 3 Ob 9/25g
    vgl; Beisatz wie T6
  • 7 Ob 25/26s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2026 7 Ob 25/26s
    Beisatz wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0009230

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19740403_OGH0002_0010OB00043_7400000_001

Entscheidungstext 1Ob98/12m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2012/699 S 374 -Zak 2012,374 = ZfRV‑LS 2012/51 (Ofner) = NZ 2013/12 S 26 - NZ 2013,26 = EvBl‑LS 2013/19 = iFamZ 2013/10 S 50 - iFamZ 2013,50 = EF‑Z 2013/67 S 85 - EF‑Z 2013,85 = EFSlg 135.774 = EFSlg 135.776 = EFSlg 136.928 = EFSlg 137.402

Geschäftszahl

1Ob98/12m

Entscheidungsdatum

01.08.2012

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Dr. Grohmann, Mag. Wurzer und Mag. Dr. Wurdinger als weitere Richter in der Sachwalterschaftssache des Dr. W***** W*****, geboren am *****, verstorben am 3. Juli 2011, wegen Akteneinsicht, über den Revisionsrekurs der C***** T*****, vertreten durch Dr. Cornelia Sprung, Rechtsanwältin in Innsbruck, gegen den Beschluss des Landesgerichts Innsbruck vom 19. April 2012, GZ 54 R 57/12x-47, mit dem der Beschluss des Bezirksgerichts Innsbruck vom 23. März 2012, GZ 3 P 23/08z-41, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Text

Begründung:

Die Antragstellerin ist die Tochter des verstorbenen Betroffenen. Sie hat am 10. 4. 2012 im (österreichischen) Verlassenschaftsverfahren eine Erbantrittserklärung abgegeben und vertritt - nach der Amtsbestätigung des Gerichtskommissärs gemäß Paragraph 172, AußStrG vom selben Tag - die Verlassenschaft gemeinsam mit den beiden anderen erbantrittserklärten Erben.

Schon am 29. 2. 2012 hatte sie die Akteneinsicht in den Sachwalterschaftsakt im Umfang der vom Sachwalter für den Zeitraum seiner Tätigkeit gelegten Rechnungen beantragt. Als „erbliche“ Tochter des verstorbenen Betroffenen stehe sie im (österreichischen) Verlassenschaftsverfahren Forderungen des Sachwalters gegenüber, habe aber weder über die getätigten Aufwendungen des Sachwalters noch über die Berechtigung seiner Forderung Kenntnis.

Das Erstgericht wies diesen Antrag mit Beschluss vom 23. 3. 2012 ab und führte aus, der Antragstellerin komme im Sachwalterschaftsverfahren keine Parteistellung im Sinn des Paragraph 2, AußStrG zu. Aus ihrem Vorbringen sei allenfalls ein wirtschaftliches, aber kein rechtliches Interesse im Sinn des Paragraph 219, Absatz 2, ZPO für eine Einsichtnahme in den Akt abzuleiten.

Das Rekursgericht gab dem dagegen erhobenen Rekurs der Antragstellerin nicht Folge. Diese habe im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Entscheidung noch keine Erbantrittserklärung abgegeben gehabt, sondern erst (während des Rekursverfahrens) am 10. 4. 2012. Der noch nicht erbantrittserklärte Erbe habe kein Recht auf Akteneinsicht, weil er noch „Dritter“ im Sinn des Paragraph 219, ZPO sei und kein rechtliches Interesse habe, da die Rechte des Betroffenen noch nicht auf ihn übergegangen seien. Hingegen habe der noch nicht eingeantwortete, aber bereits erbantrittserklärte Erbe, der die Verlassenschaft gemäß Paragraph 810, Absatz eins, ABGB ex lege vertrete, Einsicht(-srechte) in den Sachwalterschaftsakt des Erblassers - eingeschränkt auf Einkommens- und Vermögensangelegenheiten. Seien mehrere erbantrittserklärte Erben vorhanden, so könnten diese die Verlassenschaft gemäß Paragraph 810, ABGB nur gemeinsam vertreten, soweit sie nichts anderes vereinbart hätten. Ohne Verstoß gegen das (eingeschränkte) Neuerungsverbot des Paragraph 49, Absatz 3, AußStrG sei zu berücksichtigen, dass die Antragstellerin während des Rekursverfahrens eine Erbantrittserklärung abgegeben habe und „nach dieser“ die Verlassenschaft gemeinsam mit den beiden anderen erbantrittserklärten Erben vertreten dürfe. Selbst danach bestehe kein Recht auf Akteneinsicht, weil sie den Antrag allein gestellt habe, obwohl sie nur gemeinsam mit den beiden anderen erbantrittserklärten Erben vertretungsbefugt sei. Das Vorliegen deren Vollmacht sei nicht behauptet worden.

Der ordentliche Revisionsrekurs sei zulässig, weil Judikatur des Obersten Gerichtshofs zu der „vom Berufungsgericht“ zu lösenden Rechtsfrage fehle.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs der Antragstellerin ist zulässig, jedoch nicht berechtigt.

Voranzustellen ist, dass die Antragstellerin den Antrag auf Akteneinsicht allein unter Berufung auf ihre Eigenschaft einer Tochter des Erblassers stellte.

Im Hinblick auf die (aktenkundige) deutsche Staatsangehörigkeit des Betroffenen ist festzuhalten, dass auf das Sachwalterschaftsverfahren nach der lex fori grundsätzlich österreichisches Verfahrensrecht anzuwenden ist (Paragraph eins, Absatz eins, e contrario und speziell Paragraph 27, Absatz 2, IPRG; 10 Ob 146/05a; 10 Ob 60/07g = SZ 2007/183; 10 Ob 102/08k = ZfRV-LS 2009/27 [Ofner]; 6 Ob 137/09d = iFamZ 2009/251 [Fucik] = ZfRV-LS 2009/63 [Ofner]; RIS-Justiz RS0076618; Slonina, Sachwalterbestellung für Deutsche in Österreich und Artikel 24, EGBGB, iFamZ 2009, 376 [377]; Oberhammer/Graf/Slonina, Sachwalterschaft für Deutsche und Schweizer in Österreich, ZfRV 2007/22, 133 [134 f]). Das von der Antragstellerin begehrte Recht auf Akteneinsicht in die Rechnungslegung des Sachwalters betrifft eine rein verfahrensrechtliche Frage und unterliegt daher (von Vorfragen abgesehen) ausschließlich österreichischem Recht.

Zur Frage der Berechtigung der Antragstellerin zur Akteneinsicht in die Rechnungen des Sachwalters ist nun Folgendes zu erwägen:

Die Antragstellerin releviert im Revisionsrekurs zutreffend den aktenkundigen Umstand, dass der Betroffene deutscher Staatsangehöriger war. Bei dieser Sachlage liegt jedenfalls ein Hinweis auf einen Auslandsbezug vor (zur daraus resultierenden Prüfpflicht siehe RIS-Justiz RS0009230; RS0045126).

Gemäß Paragraph 28, Absatz eins, IPRG ist die Rechtsnachfolge von Todes wegen nach dem Personalstatut des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes zu beurteilen. Diese Verweisung ist eine Gesamtverweisung, sie umfasst daher auch die Verweisungsnormen des Rechts (RIS-Justiz RS0076673), auf das verwiesen wird. Der Erblasser war deutscher Staatsbürger; gemäß Paragraph 9, Absatz eins, IPRG war sein Personalstatut daher deutsches Recht. Dieses nimmt die Verweisung an, weil sich gemäß Artikel 25, Absatz eins, EGBGB die Rechtsnachfolge von Todes wegen nach der Staatsangehörigkeit des Erblassers zum Zeitpunkt seines Todes richtet (2 Ob 81/03f = ZfRV 2003/44 [Hoyer], dazu zust Lorenz, Erbstatut, Erberwerbsstatut und Erbenhaftung im deutsch-österreichischen Verhältnis: „le mort saisit le vif“ contra „hereditas iacens“ und die Folgen, IPRax 2004, 536; 2 Ob 99/06g). Die Fragen des Erbschaftserwerbs (und der Nachlassschuldenhaftung) richten sich daher grundsätzlich nach deutschem Recht (Schwimann in Rummel³ Paragraph 28, IPRG Rz 5). Gemäß Paragraph 1922, Absatz eins, BGB geht mit dem Tod einer Person deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über. Paragraph 1942, Absatz eins, BGB, wonach die Erbschaft auf den berufenen Erben unbeschadet des Rechts übergeht, sie auszuschlagen, bringt zusammen mit Paragraph 1922, BGB den Grundsatz des ipso iure-Erwerbs zum Ausdruck. Nach diesen Bestimmungen tritt der Erbschaftserwerb sogleich mit dem Erbfall ein (2 Ob 81/03f; 2 Ob 99/06g). Die Erbengemeinschaft besitzt auch nach deutschem Recht keine eigene Rechtspersönlichkeit und ist als solche auch sonst nicht rechts- oder parteifähig (2 Ob 99/06g mwN; Stürner in Jauernig, Bürgerliches Gesetzbuch14 [2011] Paragraph 2032, BGB Rn 1). Für die (verfahrensrechtliche) Frage des Akteneinsichtsrechts einer Miterbin in den Sachwalterschaftsakt enthält das deutsche Erbrecht im Hinblick auf eine Miterbengemeinschaft keine Beschränkungen oder Regelungen (siehe zum Akteneinsichtsrecht in Betreuungssachen der Erben des Betroffenen zur Wahrnehmung ihrer Interessen im Nachlassverfahren OLG Stuttgart 6. 9. 1993, 8 W 346/92, BWNotZ 1993, 173 [zum früheren Paragraph 34, FGG]; Sternal in Keidel, FamFG17 [2011] Paragraph 13, FamFG Rn 40).

Allerdings enthält Paragraph 28, Absatz 2, IPRG eine Ausnahme von der Regelung des Absatz eins, Wird - wie hier aufgrund der Aktenlage offenkundig im Hinblick auf das in Österreich befindliche bewegliche Vermögen des Betroffenen, der seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hatte (Paragraph 106, Absatz eins, Ziffer 2, Litera b, JN) - eine Verlassenschaftsabhandlung in Österreich durchgeführt, so sind der Erbschaftserwerb und die Haftung für Nachlassschulden nach österreichischem Recht zu beurteilen. Der Grund für diese Regelung liegt darin, dass bei manchen Fragen, wie etwa dem Erwerb der Erbschaft und der Beschränkung der Erbenhaftung für die Nachlassschulden, eine Loslösung des materiellen Rechts vom Verfahrensrecht geradezu unmöglich ist. Ist also nach Paragraph 28, Absatz 2, IPRG österreichisches Recht anzuwenden, so geht das hievon erfasste Nachlassvermögen erst durch Erbantrittserklärung und Einantwortung über. Ist allerdings nur ein Teil des Nachlasses - wofür nach der Aktenlage Anhaltspunkte bestehen - in Österreich abzuhandeln, so richten sich Erbschaftserwerb und Nachlassschuldenhaftung grundsätzlich hinsichtlich des restlichen Nachlasses weiterhin nach dem Erbstatut (2 Ob 81/03f mwN).

Die Antragstellerin brachte im erstinstanzlichen Verfahren allerdings gar nicht vor, Miterbin zu sein, noch weniger belegte sie dies (etwa durch einen Erbschein oder den in der Amtsbestätigung des Gerichtskommissärs genannten Erbvertrag). Sie berief sich auch nicht auf eine Berechtigung zur Vertretung der Verlassenschaft. Im Rekurs behauptete sie weiterhin ihr Recht auf Akteneinsicht als „erbliche“ Tochter des Erblassers, ohne ihre am Tag der Rekurserhebung im (österreichischen) Verlassenschaftsverfahren abgegebene Erbantrittserklärung zu erwähnen. Gemäß Paragraph 49, Absatz 3, AußStrG können Tatsachen, die nach der erstinstanzlichen Beschlussfassung eingetreten sind (nova producta), dann im Rekurs geltend gemacht werden, wenn sie nicht ohne wesentlichen Nachteil der Partei zum Gegenstand eines neuen Antrags - ausgenommen einen Abänderungsantrag - gemacht werden können. Da nova producta grundsätzlich stets einen neuen Antrag rechtfertigen, dh nicht von den zeitlichen Grenzen der Rechtskraft einer Entscheidung erfasst werden, soll nach dem Gesetz der neue Antrag Vorrang haben und das Vorbringen im Rekurs nur dann möglich sein, wenn es erhebliche Vorteile für die Partei hat (8 Ob 59/07w; Klicka in Rechberger, AußStrG Paragraph 49, Rz 1). Entgegen der Rechtsansicht des Rekursgerichts liegen im hier zu beurteilenden Fall die Voraussetzungen des Paragraph 49, Absatz 3, AußStrG aber nicht vor. Der „amtswegigen“ Berücksichtigung der Erbantrittserklärung der Antragstellerin und ihrer Vertretungsbefugnis der Verlassenschaft gemeinsam mit den beiden anderen erbantrittserklärten Erben steht nicht nur das fehlende Rekursvorbringen entgegen, sondern auch der Umstand, dass sie keinen „wesentlichen“ Nachteil erleidet, wenn sie einen neuen Antrag auf Akteneinsicht in die Rechnungslegung des Sachwalters unter nunmehr vollständiger Darlegung der Anspruchsgrundlagen stellt. Die von der Antragstellerin in diesem Zusammenhang relevierte Mangelhaftigkeit des Rekursverfahrens ist schon deshalb nicht gegeben, weil die Zustimmung der beiden anderen erbantrittserklärten Erben zur begehrten Akteneinsicht ebenfalls als Neuerung unbeachtlich wäre. Die im Revisionsrekurs erstmals aufgestellten Behauptungen ihrer Miterbenstellung und der Zustimmung der beiden anderen Miterben zur Akteneinsicht verstoßen ebenso gegen das Neuerungsverbot wie die Urkundenvorlagen (Paragraph 66, Absatz 2, AußStrG; RIS-Justiz RS0119918; 6 Ob 226/09t).

Gemäß Paragraph 141, AußStrG dürfen Auskünfte über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse vom Gericht nur dem betroffenen Pflegebefohlenen oder seinen gesetzlichen Vertretern, nicht aber sonstigen Personen oder Stellen erteilt werden. Diese Bestimmung schränkt die Akteneinsicht im Sachwalterschaftsverfahren für Dritte ein. Im Anwendungsbereich von Paragraph 141, AußStrG steht Dritten grundsätzlich kein Recht auf Akteneinsicht zu (allenfalls mit der Ausnahme, dass diese zur Wahrnehmung der Interessen des Pflegebefohlenen Einsicht nehmen wollen; (3 Ob 17/10m = iFamZ 2010/209, 287 [Tschugguel] = EvBl 2010/123, 858 [Neuner]; Graf, Akteneinsicht im Außerstreitverfahren und Paragraph 141, AußStrG, Zak 2007/733, 427 [429]; vergleiche 7 Ob 119/08p = iFamZ 2008/165, 328 [Parapatits]). Diese Grundsätze kommen ebenso nach dem Ableben der betroffenen Person zur Anwendung, weil auch nach dem Tod niemand einen Vorteil aus dem Pflegschaftsverfahren ziehen soll (Graf aaO 430 unter teilweisem Verweis auf 3 Ob 298/05b). Nach Rechtsprechung (3 Ob 17/10m; RIS-Justiz RS0125886; RS0106077 [T3]) und Lehre (C. Graf aaO 430) hat jedoch der Erbe des Betroffenen nach der maßgeblichen Rechtsnorm des Paragraph 219, Absatz eins, ZPO in Verbindung mit Paragraph 22, AußStrG, dem Paragraph 141, AußStrG nicht entgegensteht, ein Recht auf Akteneinsicht in den Sachwalterschaftsakt, soweit dieser Einkommens- und Vermögensangelegenheiten betrifft. Er ist in vermögensrechtlichen Belangen nicht „Dritter“ im Sinn des Paragraph 219, Absatz 2, ZPO, vielmehr ist er in die Rechte des Betroffenen im Sachwalterschaftsverfahren eingetreten und Universalsukzessor. Damit besteht ihm gegenüber kein Bedürfnis auf Geheimhaltung.

Als „erbliche“ Tochter des verstorbenen Betroffenen ist die Antragstellerin weder notwendigerweise dessen Universalsukzessorin (Erbin), noch vertritt sie die Verlassenschaft. Als bloßer naher Angehöriger ist ihr aber - auch nach Paragraph 219, Absatz 2, ZPO in Verbindung mit Paragraph 22, AußStrG - die Akteneinsicht zwecks Überprüfung der Gebarung des Sachwalters zu verweigern (Zankl/Mondel in Rechberger, AußStrG Paragraph 141, Rz 1 mwN; Graf aaO 429; 9 Ob 15/07g).

Dem Revisionsrekurs ist daher ein Erfolg zu versagen.

Schlagworte

Gruppe: Internationales Privatrecht und Zivilverfahrensrecht,Familienrecht

Textnummer

E101905

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:0010OB00098.12M.0801.000

Im RIS seit

11.10.2012

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2014

Dokumentnummer

JJT_20120801_OGH0002_0010OB00098_12M0000_000