Rechtssatz für 10Os156/85 11Os95/87 15...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095326

Geschäftszahl

10Os156/85; 11Os95/87; 15Os122/07s

Entscheidungsdatum

21.01.2008

Norm

StGB §216 Abs2
  1. StGB § 216 heute
  2. StGB § 216 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  3. StGB § 216 gültig von 01.05.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  4. StGB § 216 gültig von 01.10.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. StGB § 216 gültig von 01.08.1984 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 295/1984

Rechtssatz

Beim qualifizierten Tatbestand des Paragraph 216, Absatz 2, StGB in der Fassung StGNov 1984, BGBl 1984/295) handelt es sich um ein Delikt mit überschießender Innentendenz, das mit der vom entsprechenden Vorsatz bestimmten Handlung des Täters bereits vollendet ist, mag dieser auch in der Folge keine fortlaufende Einnahme erzielen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 156/85
    Entscheidungstext OGH 11.03.1986 10 Os 156/85
    Veröff: EvBl 1987/45 S 178 = SSt 57/15 = ÖJZ-LSK 1986/79
  • 11 Os 95/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 11 Os 95/87
  • 15 Os 122/07s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 15 Os 122/07s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0095326

Dokumentnummer

JJR_19860311_OGH0002_0100OS00156_8500000_002

Rechtssatz für 13Os65/06t 12Os24/07g 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0121143

Geschäftszahl

13Os65/06t; 12Os24/07g; 15Os122/07s

Entscheidungsdatum

21.01.2008

Norm

StGB §216 Abs1
  1. StGB § 216 heute
  2. StGB § 216 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  3. StGB § 216 gültig von 01.05.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  4. StGB § 216 gültig von 01.10.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. StGB § 216 gültig von 01.08.1984 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 295/1984

Rechtssatz

Zur rechtsfehlerfreien Beurteilung eines Ausnützens Prostituierter muss in sachverhaltsmäßiger Hinsicht die Frage verneint werden, ob die Leistung des Angeklagten aus wirtschaftlicher Sicht annähernd der Höhe der an ihn geleisteten Zahlungen entsprach. Ob Bordellbetreiber dort tätige Prostituierte im Sinne des Paragraph 216, StGB ausnützen, ist im Vergleich mit ähnlich ausgestalteten Vertragsbeziehungen des Wirtschaftslebens außerhalb des Prostitutionsgewerbes zu beurteilen. Im Fall der Zimmervermietung besteht kein Grund, bei der Gegenleistung des Angeklagten diejenigen Kosten, die dieser vor der Vermietung von Räumen zu deren Sanierung und Adaptierung aufgewendet hat, außer Betracht zu lassen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 65/06t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2006 13 Os 65/06t
  • 12 Os 24/07g
    Entscheidungstext OGH 31.05.2007 12 Os 24/07g
    Vgl auch; Beisatz: Ein Ausnützen im Sinne des § 216 Abs 1 StGB liegt nur vor, wenn der Täter für die von der Prostituierten empfangenen materiellen Vorteile, die über trinkgeldartige Zuwendungen hinausgehen, keine oder nur unverhältnismäßig geringe Gegenleistungen erbringt. Weiters setzt es eine Unterlegenheit des Opfers voraus. (T1)
  • 15 Os 122/07s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 15 Os 122/07s
    Auch; Beisatz: Zur rechtsfehlerfreien Beurteilung eines Ausnützens (§216 Abs1 sowie Abs2 letzter Fall StGB) Prostituierter muss im Übrigen in sachverhaltsmäßiger Hinsicht die Frage verneint werden, ob die Leistung des unmittelbaren Täters aus wirtschaftlicher Sicht annähernd der Höhe der an ihn geleisteten Zahlungen entsprach. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121143

Dokumentnummer

JJR_20060823_OGH0002_0130OS00065_06T0000_002

Rechtssatz für 11Os26/05s; 11Os142/05z; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120600

Geschäftszahl

11Os26/05s; 11Os142/05z; 12Os125/06h; 15Os122/07s; 11Os62/08i; 14Os89/08g; 11Os163/11x; 13Os105/15p (13Os106/15k); 13Os69/18y; 15Os124/19b; 14Os8/20p; 13Os20/20w; 15Os30/25p; 11Os71/25p

Entscheidungsdatum

09.09.2025

Rechtssatz

Beitragshandlungen im Sinn des Paragraph 12, dritter Fall StGB müssen zu einer ausreichend individualisierten Straftat erfolgen; eine konkrete Individualisierung ist nicht erforderlich. Für den Beitragstäter genügt es, dass er zur Zeit der Beitragshandlung die Tat des unmittelbaren Täters ihrer Art nach und in groben Umrissen kennt. Die Person des unmittelbaren Täters muss nicht individualisiert sein. Mangels qualitativer Akzessiorietät ist es ohne Bedeutung, ob der Ausführende rechtswidrig, vorsätzlich, fahrlässig oder sonst schuldhaft gehandelt hat. Strafbarkeit des Beitragstäters wegen vorsätzlicher Beitragstäterschaft setzt nur dessen Vorsatz auf Tatbildverwirklichung, somit auf Vollendung der Tat voraus. Ob eine ausreichende Individualisierung der vom Beitragstäter geförderten Straftat gegeben ist, ist einzelfallbezogen und insbesondere auch abhängig vom Deliktstyp unterschiedlich zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 26/05s
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 26/05s
  • 11 Os 142/05z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 142/05z
    Auch; nur: Für den Beitragstäter genügt es, dass er zur Zeit der Beitragshandlung die Tat des unmittelbaren Täters ihrer Art nach und in groben Umrissen kennt. (T1)
  • 12 Os 125/06h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2007 12 Os 125/06h
    Auch; nur T1
  • 15 Os 122/07s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 15 Os 122/07s
    Auch; nur T1
  • 11 Os 62/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 62/08i
    Vgl; Beisatz: Der Vorsatz der Beitragstäter muss sich auf eine ausreichend individualisierte Tat beziehen. (T2)
  • 14 Os 89/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 89/08g
    Auch
  • 11 Os 163/11x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 11 Os 163/11x
    Vgl; Beisatz: Hier: Tatplan, der auch auf die vor der Tat vereinbarten Modalitäten der vom Beitragstäter (§ 12 dritter Fall StGB) geförderten Flucht gerichtet war. (T3)
  • 13 Os 105/15p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 105/15p
    Auch
  • 13 Os 69/18y
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 69/18y
    Auch; Beisatz: Der Vorsatz des Beteiligten muss nicht im Zeitpunkt der Zueignung durch den unmittelbaren Täter vorliegen. (T4)
  • 15 Os 124/19b
    Entscheidungstext OGH 04.12.2019 15 Os 124/19b
    Vgl
  • 14 Os 8/20p
    Entscheidungstext OGH 17.03.2020 14 Os 8/20p
    Vgl
  • 13 Os 20/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 20/20w
    Beisatz nur: Mangels qualitativer Akzessorität sonstigen Beitrags (§ 11 dritter Fall FinStrG) ist für die Strafbarkeit des Beitragstäters nicht von Bedeutung, ob der unmittelbare Täter (§ 11 erster Fall FinStrG) vorsätzlich gehandelt hat. (T5)
  • 15 Os 30/25p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2025 15 Os 30/25p
    vgl
  • 11 Os 71/25p
    Entscheidungstext OGH 09.09.2025 11 Os 71/25p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120600

Im RIS seit

02.03.2006

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2025

Dokumentnummer

JJR_20060131_OGH0002_0110OS00026_05S0000_001