Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2019/02/0181

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2019/02/0181

Entscheidungsdatum

20.02.2020

Index

L70309 Buchmacher Totalisateur Wetten Wien
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §42 Abs2 Z3 litb
VwGG §42 Abs2 Z3 litc
VwRallg
WettenG Wr 2016 §20 Abs1
WettenG Wr 2016 §20 Abs2
WettenG Wr 2016 §20 Abs3
WettenG Wr 2016 §23 Abs1
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2019/02/0182

Rechtssatz

Nach dem Wortlaut des Paragraph 20, Absatz eins, Wr WettenG 2016 ist nach Abschluss einer Wette stets ein Wettschein auszustellen. Ebenso aus den Erläuterungen (BlgLT 20. Gesetzgebungsperiode 3 aus 2016, LG - 02293-2015/0001 S 8) ist klar abzuleiten, dass nach jeder abgeschlossenen Wette zwingend ein Wettschein über den Abschluss mit dem nötigen Inhalt nach Paragraph 20, Absatz 2, legcit. auszustellen ist. Dass dazu eine Aufforderung durch den Wettteilnehmer nötig wäre, ist - unabhängig davon, ob die Wette im Zuge einer Kontrolle nur zu Testzwecken vergleiche Paragraph 23, Absatz eins, Wr WettenG 2016) abgeschlossen worden ist - nicht ersichtlich. Dies erschließt sich auch aus dem Umstand, dass nach Paragraph 20, Absatz 3, Wr WettenG 2016 das Original des Wettscheines dem Wettteilnehmer auszuhändigen ist. Das Aushändigen des Wettscheines kann hierbei - im Gegensatz zur elektronischen Aufbewahrung des Duplikats - nur als eine tatsächliche faktische Übergabe an den Wettteilnehmer verstanden werden. Daraus folgt, dass die Ausstellung des Wettscheins nach Paragraph 20, Absatz eins, Wr WettenG 2016 (auch) in einer physisch greifbaren Form zu erfolgen hat, um nach Absatz 3, einen Wettschein auszuhändigen zu können. Nach dem klaren Wortlaut des Paragraph 20, Wr WettenG 2016 kann festgehalten werden, dass das Ausstellen eines Wettscheins (Absatz eins,) sowie dessen Übergabe an den Wettteilnehmer (Absatz 3,) keiner Aufforderung bedürfen, sondern zwingend ohne das Zutun des Wettteilnehmers oder Kontrollors zu erfolgen hat.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Besondere Rechtsgebiete Verfahrensbestimmungen Beweiswürdigung Antrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019020181.L01

Im RIS seit

11.03.2020

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2020

Dokumentnummer

JWR_2019020181_20200220L01