Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2008/13/0224 E 6. Juli 2011 RS 2

Stammrechtssatz

Eine Gefährdung oder Erschwerung iSd Paragraph 232, Absatz eins, BAO liegt vor, wenn aus der wirtschaftlichen Lage des Steuerpflichtigen und den besonderen Umständen des Einzelfalles geschlossen werden kann, dass nur bei raschem Zugriff der Abgabenbehörde die Abgabeneinbringung voraussichtlich gesichert erscheint.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X01

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X01

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Rechtssatz

Für eine Gefährdung bzw. wesentliche Erschwerung sprechen etwa drohende Insolvenzverfahren, Exekutionsführung von dritter Seite, Auswanderungsabsicht, Vermögensverschiebungen ins Ausland oder an Verwandte vergleiche das hg. Erkenntnis vom 25. März 1999, 97/15/0030, VwSlg 7377 F/1999, mwN). Dasselbe gilt beispielsweise für (laufende) Zahlungserleichterungsansuchen eines notleidenden Unternehmens und Berufungen gegen die solche Anträge abweisenden Bescheide, wenn in ihnen nicht dargelegt wird, dass keine Gefährdung der Einbringlichkeit der Abgaben besteht vergleiche etwa das hg. Erkenntnis vom 6. Juli 2011, 2008/13/0224).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X02

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X02

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Rechtssatz

Im Falle von Gesamtschuldverhältnissen muss die Gefährdung und wesentliche Erschwerung iSd Paragraph 232, BAO bei allen Gesamtschuldnern gegeben sein vergleiche Stoll, BAO-Kommentar, 2401 f; Ritz, BAO4, Paragraph 232, Tz 4).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X03

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X03

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Rechtssatz

Der Annahme der Gefährdung oder wesentlichen Erschwerung der Einbringung einer Abgabenschuld müssen entsprechende Tatsachenfeststellungen zugrunde liegen vergleiche die hg. Erkenntnisse vom 20. Februar 1997, 95/15/0057, und vom 30. Oktober 2001, 96/14/0170).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X04

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X04

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §232 Abs1;
BAO §280;
  1. BAO § 280 heute
  2. BAO § 280 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  3. BAO § 280 gültig von 01.01.2017 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  4. BAO § 280 gültig von 01.03.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. BAO § 280 gültig von 01.01.2014 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. BAO § 280 gültig von 31.12.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2004
  7. BAO § 280 gültig von 09.05.1969 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 134/1969

Rechtssatz

Zwar hat sich das Verfahren über eine Berufung gegen einen Sicherstellungsauftrag auf die Überprüfung zu beschränken, ob im Zeitpunkt der Erlassung des erstinstanzlichen Bescheides, mit dem die Sicherstellung angeordnet worden ist, die erforderlichen Voraussetzungen gegeben waren. Gemäß Paragraph 280, BAO ist aber bei der Entscheidung über die Berufung gegen einen Sicherstellungsauftrag auf im Berufungsverfahren der Behörde zur Kenntnis gelangte neue Tatsachen und Beweise - welche sich allerdings auf die Überprüfung der Frage zu beschränken haben, ob im Zeitpunkt der Erlassung des erstinstanzlichen Sicherstellungsauftrages die dafür erforderlichen Voraussetzungen objektiv gegeben waren - Bedacht zu nehmen vergleiche das hg. Erkenntnis vom 20. Februar 1997, 95/15/0057).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X05

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X05

Rechtssatz für 2012/15/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8878 F/2013

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2012/15/0036

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §232 Abs1;
BAO §280;
  1. BAO § 280 heute
  2. BAO § 280 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  3. BAO § 280 gültig von 01.01.2017 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  4. BAO § 280 gültig von 01.03.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. BAO § 280 gültig von 01.01.2014 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. BAO § 280 gültig von 31.12.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2004
  7. BAO § 280 gültig von 09.05.1969 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 134/1969

Rechtssatz

Der unabhängige Finanzsenat hat bei Beurteilung der Gefährdung oder wesentlichen Erschwerung der Einbringung auf die Umstände, insbesondere auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse, abzustellen, wie sie bis zur Erlassung des erstinstanzlichen Sicherstellungsauftrages gegeben waren. Dabei hat er uneingeschränkt auf Tatsachen, die ihm im Zuge des Berufungsverfahrens zur Kenntnis gelangt sind, Bedacht zu nehmen, soweit diese im Zeitpunkt der Erlassung des erstinstanzlichen Sicherstellungsauftrages objektiv bereits gegeben waren vergleiche Ritz, BAO4, Paragraph 232, Tz 11).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012150036.X06

Im RIS seit

30.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012150036_20131219X06