Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Rechtssatz

Mit der Einantwortung tritt die Universalsukzession (Gesamtrechtsnachfolge) des Erben nach dem Erblasser ein. Die Einantwortung bewirkt den Rechtsübergang eo ipso, sodaß es keiner Übertragungsakte bedarf. Dies gilt jedenfalls mangels ausdrücklicher entgegengesetzter Regelung auch im Anwendungsbereich des Slbg AnliegerleistungsG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X01

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X01

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Rechtssatz

Auch verfahrensrechtlich tritt der Gesamtrechtsnachfolger in die Position ein, in der sich sein Rechtsvorgänger befunden hat (Hinweis E 20.9.1968, 467/66, VwSlg 7406 A/1968; E 28.11.1957, 1674/56; B 21.12.1981, 81/17/0185, und E 18.11.1983, 83/17/0170). Anders verhält es sich im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nur dann, wenn es sich um höchstpersönliche, unübertragbare Rechte handelt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X02

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X02

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §33 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Da Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG eine beschwerdeführende Person voraussetzt, die mit ihrer Beschwerde behauptet, durch den Bescheid einer Verwaltungsbehörde in ihren Rechten verletzt zu sein, diese Voraussetzung aber durch den Tod des Bfr weggefallen ist, ist diesfalls das Beschwerdeverfahren zufolge Gegenstandslosigkeit einzustellen (Hinweis B 17.10.1960, 1217/58, 28.10.1960, 1736/58, 27.9.1967, 1712/66 VwSlg 7183 A/1967, 19.12.1968, 1525/68, 6.4.1971, 392/71, 26.11.1980, 1707/80).

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Mangel der Rechtsfähigkeit und Handlungsfähigkeit sowie der Ermächtigung des Einschreiters

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X03

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X03

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §24 Abs2;
  1. VwGG § 24 heute
  2. VwGG § 24 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  3. VwGG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 24 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 24 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 24 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. VwGG § 24 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  8. VwGG § 24 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  9. VwGG § 24 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2001
  10. VwGG § 24 gültig von 01.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/1999
  11. VwGG § 24 gültig von 01.09.1997 bis 30.06.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  12. VwGG § 24 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Bedurfte die Beschwerdeschrift nicht der Unterschrift eines Rechtsanwaltes, dann vermag der in der Folge stattgefundene Eintritt in die Parteistellung des (mittlerweile verstorbenen) Bfrs daran nichts mehr zu ändern.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X04

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X04

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg

Norm

AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs1 idF vor 1982/061;
AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs3 idF vor 1982/061;
AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs4 idF vor 1982/061;
BebauungsgrundlagenG Slbg 1968 §12 Abs1;
BebauungsgrundlagenG Slbg 1968 §27 Abs3;

Rechtssatz

Die Höhe des nach Paragraph 11, Absatz eins, AnliegerleistungsG Slbg zu leistenden Beitrages hängt von der Größe des "Bauplatzes" ab, für den der Beitrag zu leisten ist. Was als "Bauplatz" iS dieser Bestimmung anzusehen ist, ergibt sich aus den Vorschriften des Paragraph 12, Absatz eins und Paragraph 27, Absatz 3, BebauungsgrundlagenG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X05

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X05

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg

Norm

AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs1 idF vor 1982/061;
AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs3 idF vor 1982/061;
AnliegerleistungsG Slbg §11 Abs4 idF vor 1982/061;
BebauungsgrundlagenG Slbg 1968 §12 Abs1;
BebauungsgrundlagenG Slbg 1968 §27 Abs3;

Rechtssatz

Wurde durch einen Parzellierungsbescheid aus dem Jahre 1928 eine einheitliche Parzelle geschaffen, dann gilt diese Abteilungsbewilligung vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bebauungsgrundlagengesetzes als Bauplatzerklärung iSd Paragraphen 12, Slbg AnliegerleistungsG, auch wenn die Parzelle später in eine Baufläche und ein Restgrundstück "Garten" geteilt wurde. Der Bemessung des Anliegerbeitrages ist daher die gesamte Fläche der ursprünglichen Parzelle zugrundezulegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X06

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X06

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Über verfahrensrechtliche Anträge der Partei im Zuge des Berufungsverfahrens ist nur in der Begründung einzugehen (Hinweis E 3.5.1979, 1511/78).

Schlagworte

Spruch und Begründung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X07

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X07

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0012/74 E 10. Mai 1974 RS 2

Stammrechtssatz

Die Berufungsbehörde besitzt nicht das Recht, von der Bestimmung des Paragraph 66, Absatz 2, AVG Gebrauch zu machen, wenn es nur darum geht, den Parteien des Verwaltungsverfahrens die ihnen bisher nicht eingeräumte Gelegenheit zu geben, angesichts des festgestellten Sachverhaltes ihre Recht und rechtlichen Interessen geltend zu machen. Die Mangelhaftigkeit des Verfahrens berechtigt die Berufungsbehörde weiters nach der Vorschrift des Paragraph 66, Absatz 2, AVG nur dann zur Aufhebung des angefochtenen Bescheides, wenn sich der Mangel nicht anders als mit Durchführung einer mündlichen Verhandlung beheben läßt. (Hinweis auf E vom 26.10.1961, Zl. 0172/61, VwSlg. 5653 A/1961)

Schlagworte

Inhalt der Berufungsentscheidung Kassation Inhalt der Berufungsentscheidung Anspruch auf meritorische Erledigung (siehe auch Beschränkungen der Abänderungsbefugnis Beschränkung durch die Sache Besondere Rechtsprobleme Verfahrensrechtliche Entscheidung der Vorinstanz)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X08

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X08

Rechtssatz für 82/17/0065

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

82/17/0065

Entscheidungsdatum

23.10.1985

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Berufungsbehörde hat sich mit der vorliegenden Verwaltungssache in gleicher Weise wie die Behörde erster bzw unterer Instanz zu befassen. Auch der Mangel hinreichenden Parteieingehörs wird durch die Möglichkeit, den Standpunkt im Berufungsverfahren auszuführen, geheilt (Hinweis E 10.5.1979, 1429/78).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1982170065.X09

Im RIS seit

23.10.1985

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1982170065_19851023X09