Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 87/17/0209

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

87/17/0209

Entscheidungsdatum

06.10.1989

Index

L37034 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Oberösterreich

Norm

LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §17;
LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs1;
LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs2;
LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs3;
LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs4 Z5;

Beachte

Besprechung in: AnwBl 1990/6, S 342;

Rechtssatz

Die in Paragraph 2, Absatz 4, OÖ LustbarkeitsabgabeG genannten Veranstaltungen gelten jedenfalls als Lustbarkeiten, die der Abgabe unterliegen, ohne dass im Fall dieser beispielsweise aufgezählten Veranstaltungen noch geprüft werden müsste, ob sie iSd Paragraph 2, Absatz 2, erster Satz OÖ LustbarkeitsabgabeG geeignet sind, die Besucher bzw. Benützer zu unterhalten und zu ergötzen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170209.X01

Im RIS seit

07.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2010

Dokumentnummer

JWR_1987170209_19891006X01

Rechtssatz für 87/17/0209

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

87/17/0209

Entscheidungsdatum

06.10.1989

Index

L37034 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Oberösterreich

Norm

LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs3;

Beachte

Besprechung in: AnwBl 1990/6, S 342;

Rechtssatz

Ausführungen über den Begriff der "Werbung".

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170209.X02

Im RIS seit

07.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2010

Dokumentnummer

JWR_1987170209_19891006X02

Rechtssatz für 87/17/0209

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

87/17/0209

Entscheidungsdatum

06.10.1989

Index

L37034 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Oberösterreich

Norm

LustbarkeitsabgabeG OÖ 1979 §2 Abs3;

Beachte

Besprechung in: AnwBl 1990/6, S 342;

Rechtssatz

"Berieselungsmusik" in Einkaufsmärkten stellt KEINE Veranstaltung dar, die ausschließlich Zwecken der WIRTSCHAFTSWERBUNG DIENT.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170209.X03

Im RIS seit

07.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2010

Dokumentnummer

JWR_1987170209_19891006X03

Rechtssatz für 87/17/0209

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

87/17/0209

Entscheidungsdatum

06.10.1989

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Norm

B-VG Art119a Abs5;
  1. B-VG Art. 119a heute
  2. B-VG Art. 119a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.1985 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  5. B-VG Art. 119a gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962

Beachte

Besprechung in: AnwBl 1990/6, S 342;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 85/17/0037 E 26. Februar 1988 RS 1

Stammrechtssatz

Das Gemeindeorgan ist an die ausdrücklich geäußerte Rechtsansicht der Vorstellungsbehörde im Umfang der die Aufhebung tragenden Begründungselemente gebunden. Die Besonderheit der Bindungswirkung kassatorischer gemeindeaufsichtsbehördlicher Bescheide bringt es dabei mit sich, daß nicht nur der Spruch an sich, sondern auch die maßgebende, in der Begründung enthaltene Rechtsansicht - taugliches - Beschwerdeobjekt sein kann, der VwGH somit gehalten ist, auch dann, wenn eines der Begründungselemente die Gesetzmäßigkeit der Kassation trägt, die Stichhaltigkeit der anderen zu überprüfen. Dies gilt umsomehr für den Fall, daß alle Kassationsgründe (oder der einzig geltend gemachte) verfehlt sind, sich die Aufhebung jedoch aus einem weiteren Grund im Ergebnis als richtig erwiese. Auch in einem solchen Fall wäre der Vorstellungsbescheid infolge seiner verfehlten

Begründung als rechtswidrig aufzuheben (Hinweis E 4.10.1985, 85/17/0045).

Schlagworte

Bindung an die Rechtsanschauung der Vorstellungsbehörde Ersatzbescheid

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170209.X04

Im RIS seit

07.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2010

Dokumentnummer

JWR_1987170209_19891006X04

Rechtssatz für 87/17/0209

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

87/17/0209

Entscheidungsdatum

06.10.1989

Index

L10104 Stadtrecht Oberösterreich
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Norm

B-VG Art139 Abs6;
Statut Linz 1980 §67 Abs5;
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

Besprechung in: AnwBl 1990/6, S 342;

Rechtssatz

Unter dem Begriff "Anlassfall" in Artikel 139, Absatz 6, B-VG ist das gesamte Verwaltungsverfahren in der konkreten Rechtssache zu verstehen; die Anlassfallwirkung bezieht sich nicht nur etwa auf das Verhältnis zwischen dem antragstellenden VwGH und dem VfGH. Hat die Vorstellungsbehörde einen Bescheid des Stadtsenates der Stadt Linz mit unzutreffender Begründung aufgehoben und wird sodann über Antrag des VwGH eine Verordnung(sstelle), die Rechtsgrundlage dieses Bescheides war, vom VfGH aufgehoben, so hat der Stadtsenat bei seiner neuerlichen Entscheidung in diesem Anlassfall von der bereinigten Rechtslage auszugehen und die betr. Verordnung(sstelle) nicht mehr anzuwenden. Eine Bindungswirkung der aufhebenden Vorstellungsentscheidung tritt daher wegen geänderter Rechtslage nicht ein. In einem so gelagerten Fall hat es daher bei der allgemeinen Regel zu verbleiben, wonach Gegenstand der Überprüfung durch den VwGH nur der Spruch des angefochtenen Bescheides ist; dieser ist trotz seiner unrichtigen Begründung nicht aufzuheben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170209.X05

Im RIS seit

07.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2010

Dokumentnummer

JWR_1987170209_19891006X05