Verfassungsgerichtshof (VfGH)

Rechtssatz für B240/71

Entscheidungsart

Keine Angabe

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

6853

Geschäftszahl

B240/71

Entscheidungsdatum

06.10.1972

Index

Keine Angabe

Norm

Grunderwerbsteuergesetz 1955 §1, GrEStG §1 Abs3 Z1
Grunderwerbsteuergesetz 1955 §14, GrEStG §14
  1. GrEStG § 1 gültig von 01.12.1987 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018
  2. GrEStG § 1 gültig von 01.12.1987 bis 30.11.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1987
  3. GrEStG § 1 gültig von 01.12.1987 bis 30.11.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 174/1987
  4. GrEStG § 1 gültig von 27.07.1964 bis 30.11.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1964
  1. GrEStG § 14 gültig von 01.07.1978 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018

Beachte

Metadatenquelle: DVD Recht compact, Verlag Österreich, Wien 2014

Rechtssatz

Wie der VfGH im Erk. Slg. 4764 aus 1964, ausgesprochen hat, ergeben sich vom Zweck her betrachtet gegen die Verfassungsmäßigkeit des Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer eins, Grunderwerbsteuergesetz keine Bedenken, denn die Abwehr von Steuerumgehungen, der die Vorschrift dienen soll, ist ein offenkundig begründetes Anliegen.

Nach der Rechtsprechung des VwGH gründet sich der Abgabenanspruch nach der Rechtsvorschrift des Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer eins, GrEStG auf die tatsächliche Vereinigung aller Anteile an einer Gesellschaft in einer Hand vergleiche z. B. VwGH vom 13. November 1969, Ziffer 1488 /, 68,, Slg. 4095 F/1969 und 20. Jänner 1972 Ziffer 2157 /, 70,) . Wie der VfGH ausgeführt hat, liegt in einer solchen Vereinigung der Gesellschaftsanteile dann, wenn zum Gesellschaftsvermögen ein Grundstück gehört, der mittelbare Erwerb der Mitberechtigung an Grundstücken vergleiche z. B. Slg. 6270 aus 1970,, 6271 aus 1970,) .

Damit ist aber auch die Verbindung zu den Bestimmungen des Paragraph 14, GrEStG über den Steuersatz hergestellt. Wenn dort für verschiedene Tatbestände verschiedene Steuersätze festgesetzt und in diesen Tatbeständen auf den "Erwerb von Grundstücken" abgestellt ist, so ist damit auch ein mittelbarer Erwerb von Berechtigungen an Grundstücken i. S. des Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer eins, GrEStG erfaßt.

Entscheidungstexte

  • B240/71
    Entscheidungstext VfGH Keine Angabe 06.10.1972 B240/71

Schlagworte

Grunderwerbsteuergesetz Gleichheitsrecht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1972:B240.1972

Zuletzt aktualisiert am

13.04.2018

Dokumentnummer

JFR_19721006_71B00240_01