Verfassungsgerichtshof (VfGH)

Rechtssatz für V71/68

Entscheidungsart

Keine Angabe

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

5863

Geschäftszahl

V71/68

Entscheidungsdatum

12.12.1968

Index

Keine Angabe

Norm

BGBlG §2 Abs1 lite
Einkommensteuergesetz 1988 §21, EStG 1953 §21
Einkommensteuergesetz 1988 §21, EStG 1953 §21 Abs1
Gewerbesteuergesetz 1953 §6, GewStG 1953 §6 Abs1
Gewerbesteuergesetz 1953 §6, GewStG 1953 §6 Abs2
Gewerbesteuergesetz 1953 §7, GewStG 1953 §7 Z8
  1. § 6 gültig von 31.12.1988 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018
  2. § 6 gültig von 30.07.1988 bis 30.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1988
  3. § 6 gültig von 22.12.1984 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 531/1984
  1. § 6 gültig von 31.12.1988 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018
  2. § 6 gültig von 30.07.1988 bis 30.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1988
  3. § 6 gültig von 22.12.1984 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 531/1984
  1. § 7 gültig von 30.07.1988 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018
  2. § 7 gültig von 18.07.1987 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  3. § 7 gültig von 14.12.1983 bis 17.07.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 587/1983

Beachte

Metadatenquelle: DVD Recht compact, Verlag Österreich, Wien 2014

Rechtssatz

Der Absatz 4, des Abschnittes 36 der Durchführungsbestimmungen, betreffend die Gewerbesteuer (DE-GewSt 1954) , Erlaß des BM für Finanzen vom 27. Oktober 1954, Zl. 94.800-9/54, verlautbart im Amtsblatt der Österreichischen Finanzverwaltung Nr. 227 aus 1954,, wird als gesetzwidrig aufgehoben. Mit dem Worte "Durchführungsbestimmungen" verbindet sich gemeiniglich die Vorstellung von Vorschriften zur näheren Durchführung eines Gesetzes.

Auch die Fassung des Abschnittes 36 und seine Absätze 3 und 4 DE- GewSt 1954 schließen eine Auslegung i. S. einer nichtverpflichtenden Orientierung über die Rechtslage aus. Diese enthalten keine Einschränkung ihrer Geltung auf Unterbehörden, der Erlaß richtet sich vielmehr, was die in Prüfung gezogenen Absätze anlangt, an die Allgemeinheit. Er ist daher eine generelle, nicht in Form eines Gesetzes erlassene Vorschrift, somit eine Rechtsverordnung.

Rechtsverordnungen eines BM müssen gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Litera e, des Bundesgesetzes über das Bundesgesetzblatt, i. d. F. von Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1964,, im Bundesgesetzblatt verlautbart werden. Diese Vorschrift ist nicht beachtet worden. Der Absatz 4, des Abschnittes 36 war auch wegen seines Widerspruches zu Paragraph 7, Ziffer 8, Gewerbesteuergesetz 1953 aufzuheben.

Aus gewissen speziellen Verweisungen auf einige Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes läßt sich ein Schluß auf eine allgemeine subsidiäre Geltung des EStG für den Bereich der Gewerbesteuer nicht rechtfertigen.

Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Paragraph 6, Absatz eins und Absatz 2, GewStG 1953 und dem Paragraph 21, EStG 1953. Die Verweisung auf die Gewinnermittlungsvorschriften des EStG enthält keine Aussage darüber, welche Betriebsausgaben und in welchem Umfang sie dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden müssen. Dem GewStG 1953 ist somit nicht zu entnehmen, daß der Begriff "Mietzinse und Pachtzinse" im Paragraph 7, Ziffer 8, GewStG 1953 aus der Regelung des Paragraph 21, Absatz eins, EStG 1953 zu erschließen sei.

Zum Inhalt des Paragraph 21, Absatz eins, EStG 1953.

Entscheidungstexte

  • V71/68
    Entscheidungstext VfGH Keine Angabe 12.12.1968 V71/68

Schlagworte

Einkommensteuer Gewerbesteuer Verfassungsgerichtshof Art. 139 B-VG Sachentscheidung Einzelfälle Verordnung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1968:V71.1968

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2018

Dokumentnummer

JFR_19681212_68V00071_01