Rechtssatz für 13Os180/75; 13Os12/77; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0089333

Geschäftszahl

13Os180/75; 13Os12/77; 10Os97/77; 12Os173/78; 13Os29/84; 13Os84/85; 15Os20/03; 15Os41/03; 14Os51/08v; 12Os131/16f; 14Os20/21d; 15Os40/23f

Entscheidungsdatum

30.08.2023

Rechtssatz

Absichtliches Handeln liegt vor, wenn sich der Täter die Verwirklichung des tatbildmäßigen Unrechts, sei es auch nur als Mittel zur Herbeiführung eines weiteren erstrebten Erfolgs, direkt zum Ziele setzt.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 180/75
    Entscheidungstext OGH 19.02.1976 13 Os 180/75
    Veröff: EvBl 1976/242 S 521 = SSt 47/11
  • 13 Os 12/77
    Entscheidungstext OGH 22.04.1977 13 Os 12/77
  • 10 Os 97/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 10 Os 97/77
  • 12 Os 173/78
    Entscheidungstext OGH 04.12.1978 12 Os 173/78
  • 13 Os 29/84
    Entscheidungstext OGH 22.03.1984 13 Os 29/84
    Veröff: ZVR 1984/343 S 374
  • 13 Os 84/85
    Entscheidungstext OGH 04.07.1985 13 Os 84/85
  • 15 Os 20/03
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 15 Os 20/03
    nur: Absichtliches Handeln liegt vor, wenn sich der Täter die Verwirklichung des tatbildmäßigen Unrechts direkt zum Ziele setzt. (T1)
  • 15 Os 41/03
    Entscheidungstext OGH 10.04.2003 15 Os 41/03
    nur T1
  • 14 Os 51/08v
    Entscheidungstext OGH 13.05.2008 14 Os 51/08v
    Auch; Beisatz: Es muss dem Täter gerade darauf ankommen, den Umstand oder Erfolg, für den das Gesetz absichtliches Handeln voraussetzt, zu verwirklichen. (T2)
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 20/21d
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 14 Os 20/21d
    Vgl; Beis wie T2
  • 15 Os 40/23f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 40/23f
    vgl; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0089333

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19760219_OGH0002_0130OS00180_7500000_003

Rechtssatz für 14Os72/02; 13Os161/02; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0116733

Geschäftszahl

14Os72/02; 13Os161/02; 11Os34/03; 14Os152/04; 14Os10/05k; 13Os17/05g; 14Os52/05m; 13Os59/05h; 13Os35/06f; 13Os38/06x; 15Os30/06k; 11Os52/05i; 15Os81/06k; 13Os120/06f; 14Os148/06f; 15Os14/07h; 11Os131/06h; 12Os154/07z; 14Os105/09m; 15Os112/10z; 13Os12/10d; 15Os102/11f; 12Os117/12s (12Os118/12p); 14Os87/14x; 14Os100/14h; 13Os5/15g; 14Os101/15g; 11Os64/16w; 12Os131/16f; 12Os128/16i; 12Os155/16k; 12Os45/17k; 13Os54/17s; 12Os115/17d; 12Os58/18y; 11Os116/20y; 15Os8/21x; 13Os135/21h; 13Os35/22d; 15Os48/22f; 14Os130/23h

Entscheidungsdatum

03.09.2024

Norm

StPO §281 Abs1 Z5
StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Geht es der Mängelrüge um die gesetzlichen Grenzen, einschließlich des Missbrauchs der Beweiswürdigungsfreiheit (Willkürverbot), zielt die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) - von ihrer Eigenschaft als Aufklärungsrüge abgesehen - auf eine Bewertung deren Gebrauchs innerhalb der von Ziffer 5, definierten formalen Grenzen und solcherart auf einen eigenständigen Ausspruch des Obersten Gerichtshofes nach Maßgabe deutlich und bestimmt bezeichneter, in der Hauptverhandlung vorgekommener Beweismittel. So gesehen kann in dem von der Erheblichkeitsschwelle bezeichneten Umfang unter der Bedingung und nach Maßgabe deutlich und bestimmt bezeichneter Beweismittel die Beweiswürdigung thematisiert werden, ohne dass sie den Tatrichtern jedoch entzogen wird (WK-StPO Paragraph 281, Rz 471, 472).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 72/02
    Entscheidungstext OGH 06.08.2002 14 Os 72/02
  • 13 Os 161/02
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 13 Os 161/02
    Vgl
  • 11 Os 34/03
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 11 Os 34/03
    Auch; Beisatz: Die Beweiswürdigung darf in diesem Zusammenhang zwar thematisiert, nicht jedoch den nach mündlicher und unmittelbarer Beweiserhebung entscheidenden Tatrichtern entzogen und in diesem Umfang - wie dem Rechtsmittelgericht im Rahmen einer Berufung wegen Schuld gegen Urteile eines Einzelrichters - dem Obersten Gerichtshof zugewiesen werden. (T1)
  • 14 Os 152/04
    Entscheidungstext OGH 15.02.2005 14 Os 152/04
    Beisatz: Für die - nur im bezirksgerichtlichen Verfahren und im Verfahren vor dem Einzelrichter des Gerichtshofes I. Instanz vorgesehene - sog Schuldberufung genügt es im Gegensatz dazu, dass schlechthin die Richtigkeit der Feststellung der entscheidenden Tatsachen als Berufungspunkt bezeichnet wird (vgl § 467 Abs 2 erster Satz iVm § 464 Z 2 erster Fall StPO), wobei überdies Neuerungen zulässig sind. Anders als bei der nur gegen Urteile von Einzelorganen zulässigen Schuldberufung ist das Rechtsmittelverfahren vor dem Obersten Gerichtshof nicht mit erhöhten Garantien für die Urteilswahrheit im Tatsachenbereich ausgestattet. Dazu dient allein die unmittelbare, mündliche Beweisaufnahme vor einem aus mehreren Richtern bestehenden Spruchkörper in erster Instanz. (T2)
  • 14 Os 10/05k
    Entscheidungstext OGH 05.04.2005 14 Os 10/05k
    Vgl
  • 13 Os 17/05g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2005 13 Os 17/05g
    Vgl auch; Beisatz: Der Sinn des Nichtigkeitsgrundes der Z 5a liegt keineswegs darin, den Obersten Gerichtshof zu veranlassen, beweiswürdigende Überlegungen des Rechtsmittelwerbers im Einzelnen gegen jene der Tatrichter abzuwägen, ohne sich - im Gegensatz zu diesen - einen unmittelbaren Eindruck von den vorgeführten Beweisen verschaffen zu können. Nur was im Tatsächlichen gleichsam den Ausruf provoziert: „Dieser Überzeugung kann man vernünftigerweise denn doch nicht sein!", kann mit diesem Nichtigkeitsgrund aufgrund deutlich und bestimmt bezeichneter, aktenkundiger Beweise geltend gemacht werden. Unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle bleibt die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten (vgl auch Art 91 B-VG). (T3)
  • 14 Os 52/05m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2005 14 Os 52/05m
    Vgl
  • 13 Os 59/05h
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 13 Os 59/05h
    Vgl
  • 13 Os 35/06f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2006 13 Os 35/06f
    Vgl auch
  • 13 Os 38/06x
    Entscheidungstext OGH 14.06.2006 13 Os 38/06x
    Auch; nur: Nach Maßgabe deutlich und bestimmt bezeichneter, in der Hauptverhandlung vorgekommener Beweismittel. (T4)
  • 15 Os 30/06k
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 15 Os 30/06k
    Vgl auch; Beisatz: Urteilsnichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO ist gegeben, wenn keine Verfahrensergebnisse ersichtlich sind, die die Annahmen der Laienrichter stützen, diese somit das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben (WK-StPO § 281 Rz 470, 490). (T5)
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Vgl auch; Beis ähnlich T1
  • 15 Os 81/06k
    Entscheidungstext OGH 07.09.2006 15 Os 81/06k
    Vgl auch; Beisatz: Die bezeichneten aktenkundigen Umstände sind nicht dergestalt, dass davon die Rede sein kann, die Geschworenen hätten das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsmessen in einer Weise gebraucht, die aus Sicht des Obersten Gerichtshofs als erheblich bedenklich anzusehen wäre. (T6)
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
    Vgl auch; Beis ähnlich T3
  • 14 Os 148/06f
    Entscheidungstext OGH 30.01.2007 14 Os 148/06f
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 15 Os 14/07h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 14/07h
    Auch; Beis ähnlich T5
  • 11 Os 131/06h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 11 Os 131/06h
    Vgl
  • 12 Os 154/07z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 154/07z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5
  • 14 Os 105/09m
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 105/09m
    Auch
  • 15 Os 112/10z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 15 Os 112/10z
    Vgl auch
  • 13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
  • 15 Os 102/11f
    Entscheidungstext OGH 16.11.2011 15 Os 102/11f
    Vgl auch
  • 12 Os 117/12s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2014 12 Os 117/12s
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 87/14x
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 87/14x
    Vgl auch
  • 14 Os 100/14h
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 100/14h
    Vgl
  • 13 Os 5/15g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 13 Os 5/15g
    Vgl auch
  • 14 Os 101/15g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 101/15g
    Auch
  • 11 Os 64/16w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2016 11 Os 64/16w
    Auch
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch
  • 12 Os 128/16i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 128/16i
    Auch
  • 12 Os 155/16k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 12 Os 155/16k
    Auch
  • 12 Os 45/17k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2017 12 Os 45/17k
    Auch
  • 13 Os 54/17s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 54/17s
    Auch
  • 12 Os 115/17d
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 115/17d
    Auch
  • 12 Os 58/18y
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 58/18y
    Vgl
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 15 Os 8/21x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 15 Os 8/21x
    Vgl
  • 13 Os 135/21h
    Entscheidungstext OGH 16.02.2022 13 Os 135/21h
    Vgl
  • 13 Os 35/22d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 35/22d
    Vgl
  • 15 Os 48/22f
    Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 48/22f
    Vgl
  • 14 Os 130/23h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 130/23h
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116733

Im RIS seit

05.09.2002

Zuletzt aktualisiert am

28.11.2024

Dokumentnummer

JJR_20020806_OGH0002_0140OS00072_0200000_002

Rechtssatz für 11Os148/93; 11Os189/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098336

Geschäftszahl

11Os148/93; 11Os189/93; 11Os23/94 (11Os24/94); 11Os98/94; 11Os99/95 (11Os100/95); 15Os104/96; 15Os77/97; 15Os75/99; 11Os132/02; 14Os152/04; 15Os27/10z; 12Os48/11t; 11Os157/11i; 11Os157/12s; 14Os115/12m; 15Os85/14k; 13Os7/15a; 12Os131/16f; 12Os155/16k; 13Os69/16w; 14Os128/16d (14Os129/16a); 12Os45/17k; 12Os32/17y; 13Os72/17p; 14Os43/20k; 11Os116/20y; 15Os29/22m; 15Os76/23z; 15Os99/23g; 14Os114/24g; 12Os138/25y

Entscheidungsdatum

18.02.2026

Norm

StPO §258 Abs2 A
StPO §281 Abs1 Z5a
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Grundsatz "in dubio pro reo" stellt keine negative Beweisregel dar und verpflichtet das erkennende Gericht nicht, sich bei mehreren denkbaren Schlussfolgerungen durchwegs für die dem Angeklagten günstigste Variante zu entscheiden. Mit den Denkgesetzen in Einklang stehende Deduktionen des Schöffengerichtes können daher auch nicht unter dem Aspekt der Mängelrüge angefochten werden.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 148/93
    Entscheidungstext OGH 23.11.1993 11 Os 148/93
  • 11 Os 189/93
    Entscheidungstext OGH 08.02.1994 11 Os 189/93
    nur: Der Grundsatz "in dubio pro reo" stellt keine negative Beweisregel dar und verpflichtet das erkennende Gericht nicht, sich bei mehreren denkbaren Schlussfolgerungen durchwegs für die dem Angeklagten günstigste Variante zu entscheiden. (T1)
  • 11 Os 23/94
    Entscheidungstext OGH 01.03.1994 11 Os 23/94
  • 11 Os 98/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 11 Os 98/94
    nur T1
  • 11 Os 99/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 11 Os 99/95
    Vgl auch; nur T1
  • 15 Os 104/96
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 15 Os 104/96
    Vgl auch
  • 15 Os 77/97
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 15 Os 77/97
    Vgl auch
  • 15 Os 75/99
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 15 Os 75/99
    Auch; nur T1
  • 11 Os 132/02
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 11 Os 132/02
    Vgl auch; nur T1
  • 14 Os 152/04
    Entscheidungstext OGH 15.02.2005 14 Os 152/04
    Auch; Beisatz: Eine negative Beweisregel, welche das Erstgericht verpflichten würde, von mehreren möglichen Versionen die für den Angeklagten günstigere zu wählen, kann aus Z 5a keinesfalls abgeleitet werden. (T2)
  • 15 Os 27/10z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 27/10z
    nur T1
  • 12 Os 48/11t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 12 Os 48/11t
    nur T1
  • 11 Os 157/11i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 11 Os 157/11i
    Vgl auch
  • 11 Os 157/12s
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 11 Os 157/12s
    Auch; nur T1
  • 14 Os 115/12m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 115/12m
    Vgl
  • 15 Os 85/14k
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 85/14k
    Auch
  • 13 Os 7/15a
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 7/15a
    Auch
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch
  • 12 Os 155/16k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 12 Os 155/16k
    Auch
  • 13 Os 69/16w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 13 Os 69/16w
    Auch
  • 14 Os 128/16d
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 128/16d
    Auch
  • 12 Os 45/17k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2017 12 Os 45/17k
    Auch
  • 12 Os 32/17y
    Entscheidungstext OGH 17.08.2017 12 Os 32/17y
    Auch
  • 13 Os 72/17p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 72/17p
    Auch
  • 14 Os 43/20k
    Entscheidungstext OGH 09.06.2020 14 Os 43/20k
    Vgl
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 15 Os 29/22m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2022 15 Os 29/22m
    Vgl; Beis wie T2
  • 15 Os 76/23z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 76/23z
    vgl
  • 15 Os 99/23g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2023 15 Os 99/23g
    vgl
  • 14 Os 114/24g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2025 14 Os 114/24g
    vgl
  • 12 Os 138/25y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2026 12 Os 138/25y
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0098336

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19931123_OGH0002_0110OS00148_9300000_001

Rechtssatz für 13Os91/88; 13Os130/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098471

Geschäftszahl

13Os91/88; 13Os130/88; 16Os2/89; 11Os98/94; 13Os122/99; 11Os96/00; 13Os34/02; 13Os56/02; 14Os6/02; 13Os38/03; 11Os56/03; 12Os44/06x; 12Os31/07m; 13Os124/08x; 15Os130/09w; 13Os12/10d; 15Os129/11a; 15Os13/12v; 14Os28/12t; 12Os9/12h; 17Os2/12s; 15Os59/12h; 15Os115/12v; 11Os145/12a; 15Os6/13s; 15Os111/13g; 12Os94/13k; 11Os6/14p; 12Os14/14x; 14Os67/14f; 15Os75/14i; 11Os6/15i; 15Os153/14k; 15Os55/15z; 14Os50/15g; 13Os34/15x; 14Os57/15m; 14Os93/15f; 13Os67/15z; 15Os1/16k; 14Os56/15i; 13Os120/15v; 12Os22/16a; 14Os47/16t; 13Os54/16i; 12Os24/16w (12Os25/16t); 17Os14/16m; 12Os131/16f; 12Os129/17p; 15Os123/18d; 14Os37/19a; 11Os63/20d; 14Os54/21d; 11Os2/23p; 15Os59/24a; 12Os42/25f; 15Os41/26g

Entscheidungsdatum

06.05.2026

Norm

StPO §258 Abs2 A
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5a
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Eine Urteilsbegründung muss nicht auf logisch zwingenden Ableitungen beruhen. Auch in freier Beweiswürdigung gezogene Wahrscheinlichkeitsschlüsse sind zur Begründung von Tatsachenfeststellungen geeignet, sofern nur der solcherart getroffenen Konstatierung die richterliche Überzeugung von der Richtigkeit der "wahrscheinlichen" Tatsache im Sinn des Paragraph 258, Absatz 2, StPO zugrunde liegt: Siehe Mayerhofer-Rieder ENr 26 bis 31 bei Paragraph 258, StPO, ENr 149 bei Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO. Eine Beschränkung auf geradezu zwingende Beweise wäre mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 91/88
    Entscheidungstext OGH 08.09.1988 13 Os 91/88
    Veröff: SSt 59/64
  • 13 Os 130/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 13 Os 130/88
  • 16 Os 2/89
    Entscheidungstext OGH 01.02.1989 16 Os 2/89
    Vgl auch; Beisatz: Eine Bekämpfung der tatrichterlichen Beweiswürdigung ist im schöffengerichtlichen Verfahren nach wie vor unzulässig. (T1)
  • 11 Os 98/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 11 Os 98/94
    Vgl auch
  • 13 Os 122/99
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 13 Os 122/99
    Auch; Beisatz: Das Gericht ist berechtigt (§ 258 Abs 2 StPO), nicht nur "zwingende" Schlüsse, sondern auch Wahrscheinlichkeitsschlüsse zu Tatsachenfeststellungen zu ziehen, welche, wenn sie logisch, somit vertretbar sind, als Ergebnis freier richterlicher Beweiswürdigung mit Nichtigkeitsbeschwerde unanfechtbar sind. Eine Mängelrüge muss somit erfolglos bleiben, wenn sie unter Hervorhebung isolierter Details von Verfahrensergebnissen selbst nach Art einer Schuldberufung Beweiswerterwägungen anstellt und damit in Wahrheit - unter dem Prätext von Unvollständigkeit und Aktenwidrigkeit - bloß die tatrichterliche Beweiswürdigung bekämpft. (T2)
  • 11 Os 96/00
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 11 Os 96/00
    Auch; Beisatz: Dass die von den Tatrichtern gezogenen Schlüsse "zwingend" sein müssen, wird von den Verfahrensvorschriften nicht verlangt. (T3)
  • 13 Os 34/02
    Entscheidungstext OGH 29.05.2002 13 Os 34/02
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 13 Os 56/02
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 13 Os 56/02
    Auch; Beis wie T2 nur: Das Gericht ist berechtigt (§ 258 Abs 2 StPO), nicht nur "zwingende" Schlüsse, sondern auch Wahrscheinlichkeitsschlüsse zu Tatsachenfeststellungen zu ziehen, welche, wenn sie logisch, somit vertretbar sind, als Ergebnis freier richterlicher Beweiswürdigung mit Nichtigkeitsbeschwerde unanfechtbar sind. (T4)
  • 14 Os 6/02
    Entscheidungstext OGH 10.09.2002 14 Os 6/02
    Vgl auch
  • 13 Os 38/03
    Entscheidungstext OGH 01.04.2003 13 Os 38/03
    Vgl; Beis wie T2 nur: Eine Mängelrüge muss erfolglos bleiben, wenn sie unter Hervorhebung isolierter Details von Verfahrensergebnissen selbst nach Art einer Schuldberufung Beweiswerterwägungen anstellt und damit in Wahrheit bloß die tatrichterliche Beweiswürdigung bekämpft. (T5)
  • 11 Os 56/03
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 11 Os 56/03
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Der den Verfahrensergebnissen vom Schöffengericht jeweils zuerkannte Beweiswert, mithin auch die einer Zeugin zugebilligte Glaubwürdigkeit, ist einer Anfechtung unter dem Gesichtspunkt der Mängelrüge entzogen. (T6)
  • 12 Os 44/06x
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 44/06x
    Auch; Beisatz: Dass aus einzelnen Beweismitteln auch andere Schlüsse möglich waren, vermag den Nichtigkeitsgrund nicht zu begründen. (T7)
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 124/08x
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 124/08x
    Auch
  • 15 Os 130/09w
    Entscheidungstext OGH 14.10.2009 15 Os 130/09w
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
    Auch
  • 15 Os 129/11a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2011 15 Os 129/11a
    Auch; Beis wie T2
  • 15 Os 13/12v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 13/12v
    Vgl auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T4
  • 14 Os 28/12t
    Entscheidungstext OGH 03.04.2012 14 Os 28/12t
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Auch Indizienbeweise sind zulässig. (T8)
  • 12 Os 9/12h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 9/12h
  • 17 Os 2/12s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2012 17 Os 2/12s
    Beis wie T7
  • 15 Os 59/12h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 59/12h
    Auch
  • 15 Os 115/12v
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 115/12v
    Auch; Beis wie T7
  • 11 Os 145/12a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2012 11 Os 145/12a
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 6/13s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 6/13s
    Beis wie T7
  • 15 Os 111/13g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 111/13g
  • 12 Os 94/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 94/13k
    Auch
  • 11 Os 6/14p
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 6/14p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 12 Os 14/14x
    Entscheidungstext OGH 03.04.2014 12 Os 14/14x
    Auch
  • 14 Os 67/14f
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 67/14f
    Auch
  • 15 Os 75/14i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 75/14i
    Auch; Beis wie T7
  • 11 Os 6/15i
    Entscheidungstext OGH 03.02.2015 11 Os 6/15i
    Auch
  • 15 Os 153/14k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 153/14k
    Auch
  • 15 Os 55/15z
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 55/15z
    Vgl
  • 14 Os 50/15g
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 50/15g
    Auch
  • 13 Os 34/15x
    Entscheidungstext OGH 15.06.2015 13 Os 34/15x
    Auch
  • 14 Os 57/15m
    Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 57/15m
    Vgl
  • 14 Os 93/15f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 93/15f
    Auch; Beis wie T7
  • 13 Os 67/15z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 67/15z
    Auch
  • 15 Os 1/16k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 15 Os 1/16k
    Auch
  • 14 Os 56/15i
    Entscheidungstext OGH 08.03.2016 14 Os 56/15i
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 120/15v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 120/15v
    Auch; Beis wie T1
  • 12 Os 22/16a
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 22/16a
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 47/16t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2016 14 Os 47/16t
    Auch
  • 13 Os 54/16i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 54/16i
    Auch
  • 12 Os 24/16w
    Entscheidungstext OGH 17.11.2016 12 Os 24/16w
    Auch; Beis wie T1
  • 17 Os 14/16m
    Entscheidungstext OGH 06.12.2016 17 Os 14/16m
    Auch; Beis wie T7
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch; Beis wie T5
  • 12 Os 129/17p
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 129/17p
    Auch
  • 15 Os 123/18d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 123/18d
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 37/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 14 Os 37/19a
    Auch
  • 11 Os 63/20d
    Entscheidungstext OGH 18.08.2020 11 Os 63/20d
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 54/21d
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 54/21d
    Vgl
  • 11 Os 2/23p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 2/23p
    vgl; Beisatz wie T1
  • 15 Os 59/24a
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 59/24a
    vgl
  • 12 Os 42/25f
    Entscheidungstext OGH 11.06.2025 12 Os 42/25f
    vgl; Beisatz wie T1
  • 15 Os 41/26g
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 41/26g
    vgl; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0098471

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19880908_OGH0002_0130OS00091_8800000_002

Rechtssatz für 14Os26/01; 13Os12/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0114927

Geschäftszahl

14Os26/01; 13Os12/03; 15Os36/04 (15Os37/04; 15Os38/04); 12Os71/04; 12Os120/04; 13Os148/04; 15Os145/04; 15Os96/05i; 15Os11/07t; 11Os86/07t (11Os87/07i); 13Os93/07m (13Os94/07h); 13Os87/07d (13Os88/07a); 13Os126/07i; 14Os113/08m; 13Os147/08d; 14Os123/08g (14Os124/08d; 14Os125/08a; 14Os126/08y); 12Os135/08g (12Os136/08d); 14Os16/09y; 13Os8/10s; 15Os102/10d; 12Os156/10y (12Os168/10g; 12Os169/10k; 12Os170/10g; 12Os171/10d; 12Os172/10a); 11Os64/11p; 15Os57/11p (15Os58/11k; 15Os59/11g; 15Os60/11d; 15Os61/11a); 14Os99/11g; 15Os139/11x; 11Os5/12i; 12Os9/13k; 14Os113/13v; 14Os148/13s; 14Os5/14p; 15Os105/14a; 12Os30/15a; 11Os147/14y (11Os71/15y); 15Os142/15v; 12Os129/15k; 12Os131/16f; 12Os17/17t; 12Os12/17g; 14Ns27/17g; 15Os60/17p; 11Os76/17m; 11Os77/17h; 14Os110/17h; 14Os3/18z; 13Os149/17m (13Os150/17h); 12Os42/18w; 14Os131/18y; 11Os96/19f; 15Os44/19p; 15Os99/20b; 11Os133/20y; 14Os117/20t; 11Os25/21t; 15Os3/23i; 11Os45/23m; 12Os119/23a; 15Os127/23z; 12Os16/24f; 12Os138/24x; 12Os97/25v; 14Os117/25z; 14Os113/25m; 13Os15/26v; 14Os40/26b (14Os56/26f); 14Os51/26w; 13Os19/26g; 13Os37/26d

Entscheidungsdatum

24.06.2026

Norm

StGB §29
StPO §281 Abs1 Z10
StPO §290 Abs1
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 290 heute
  2. StPO § 290 gültig ab 01.03.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Nach dem Zusammenrechnungsprinzip des Paragraph 29, StGB bilden alle in einem Verfahren demselben Täter angelasteten Diebstähle, mögen sie weder örtlich noch zeitlich zusammenhängen und jeder für sich rechtlich verschiedener Art sein, bei der rechtlichen Beurteilung eine Subsumtionseinheit, sodass die getrennte Annahme eines Vergehens des Diebstahls neben einem Verbrechen des Diebstahls unzulässig und nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO anfechtbar ist. Diese Gesetzesverletzung wirkte sich jedoch trotz des bei der Strafbemessung als erschwerend gewerteten Zusammentreffens eines Verbrechens mit einem Vergehen (des Diebstahls) für den Verurteilten nicht nachteilig im Sinn des Paragraph 290, Absatz eins, StPO aus.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 26/01
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 14 Os 26/01
  • 13 Os 12/03
    Entscheidungstext OGH 19.02.2003 13 Os 12/03
    Auch
  • 15 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 15 Os 36/04
    Vgl; Beisatz: Hier: Betrug. (T1); Beisatz: Die rechtsirrige Subsumtion hat aber den Angeklagten über die unrichtige Lösung der Rechtsfrage hinaus in concreto nicht benachteiligt. Bei der Strafbemessung wurde das Zusammentreffen von mehreren Delikten und die mehrfache Qualifikation, nicht aber die mehrfache Tatbegehung als erschwerend gewertet, sodass kein Anlass für ein Vorgehen nach § 292 letzter Satz StPO bestand. (T2)
  • 12 Os 71/04
    Entscheidungstext OGH 05.08.2004 12 Os 71/04
    nur: Nach dem Zusammenrechnungsprinzip des § 29 StGB bilden alle in einem Verfahren demselben Täter angelasteten Diebstähle, mögen sie weder örtlich noch zeitlich zusammenhängen und jeder für sich rechtlich verschiedener Art sein, bei der rechtlichen Beurteilung eine Subsumtionseinheit. (T3); Beisatz: § 29 StGB als allgemeine Strafvorschrift geht bei gleichartiger Realkonkurrenz im Fall wert- oder schadensqualifizierter Delikte § 28 Abs 1 StGB vor. (T4)
  • 12 Os 120/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 120/04
    Auch; Beisatz: Hier: Annahme zweier Verbrechen des gewerbsmäßigen schweren Betruges ein und desselben Täters. (T5)
  • 13 Os 148/04
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 13 Os 148/04
    Auch; Beisatz: Die im Urteil vorgenommene irrige Aufspaltung der Subsumtionseinheit nach § 29 StGB gibt keinen Anlass zu einem Vorgehen nach § 290 Abs 1 zweiter Satz StPO, wenn ohnedies nur die Tatwiederholung als erschwerend gewertet wurde. (T6)
  • 15 Os 145/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 15 Os 145/04
    Auch; Beisatz: Hier: Annahme eines Verbrechens der betrügerischen Krida nach § 156 Abs 1 und Abs 2 StGB neben dem versuchten Verbrechen der betrügerischen Krida nach §§ 15, 156 Abs 1 StGB. (T7)
  • 15 Os 96/05i
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 15 Os 96/05i
    nur T3; Beisatz: Die (getrennte) Annahme mehrerer Vergehen ist unzulässig; vielmehr liegt nur eine strafbare Handlung vor. (T8)
  • 15 Os 11/07t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 11/07t
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 11 Os 86/07t
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 86/07t
    nur T3
  • 13 Os 93/07m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 93/07m
    nur: Nach dem Zusammenrechnungsprinzip des § 29 StGB bilden alle in einem Verfahren demselben Täter angelasteten Diebstähle, mögen sie weder örtlich noch zeitlich zusammenhängen und jeder für sich rechtlich verschiedener Art sein, bei der rechtlichen Beurteilung eine Subsumtionseinheit. (T9)
  • 13 Os 87/07d
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 87/07d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 136 Abs 1, 2 und 3 StGB. (T10); Beisatz: Bei gleichartiger Realkonkurrenz wert- oder schadensqualifizierter Delikte führt § 29 StGB zu einer nach Maßgabe des Zusammenrechnungsgrundsatzes zu bildenden Subsumtionseinheit sui generis; sie besteht aus der höchsten Wert- oder Schadensqualifikation und weiteren, in echter Konkurrenz dazu stehenden Begehungsformen und unselbständigen Abwandlungen des Grunddelikts (WK-StGB - 2 § 29 Rz 5). (T11)
  • 13 Os 126/07i
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 126/07i
    Auch
  • 14 Os 113/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 14 Os 113/08m
    Vgl; Beisatz: Gegenständlich liegt kein Grund für ein amtswegiges Vorgehen nach § 290 Abs 1 StPO vor, weil dem Beschwerdeführer lediglich das „Zusammentreffen von Verbrechen und Vergehen" als erschwerend angelastet, mithin die mehrfache Diebstahlsbegehung bei der Strafbemessung nicht gesondert in Rechnung gestellt wurde. (T12)
  • 13 Os 147/08d
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 13 Os 147/08d
    Auch
  • 14 Os 123/08g
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 123/08g
    nur T3
  • 12 Os 135/08g
    Entscheidungstext OGH 11.12.2008 12 Os 135/08g
    Vgl; Beisatz: Hier: Diese Gesetzesverletzung wirkte sich jedoch im konkreten Fall nicht als nachteilig iSd § 290 Abs 1 StPO aus, weil bei der Strafbemessung zwar das „Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen", nicht aber auch die mehrfache Tatbegehung beim Diebstahl als aggravierend in Rechnung gestellt wurde (vgl WK-StPO § 290 Rz 23 bis 25). (T13)
  • 14 Os 16/09y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 16/09y
    Beisatz: Hier: Der zwar verfehlt - unter Außerachtlassung der nach § 29 StGB zu bildenden Subsumtionseinheit - formulierte Schuldspruch (§ 260 Abs 1 Z 2 StPO) wegen der (also mehrerer) „Vergehen bzw Verbrechen des Diebstahls nach §§ 127, 129 Z 1, 15 StGB", gereichte dem Beschwerdeführer fallbezogen nicht zum Nachteil. (T14)
  • 13 Os 8/10s
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 8/10s
    Auch
  • 15 Os 102/10d
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 15 Os 102/10d
  • 12 Os 156/10y
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 12 Os 156/10y
    nur T3; Beis wie T6
  • 11 Os 64/11p
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 64/11p
    Vgl
  • 15 Os 57/11p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 57/11p
    Auch; nur T3; nur T9
  • 14 Os 99/11g
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 14 Os 99/11g
    Vgl auch
  • 15 Os 139/11x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 139/11x
    Ähnlich; Beis wie T13
  • 11 Os 5/12i
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 5/12i
    Auch
  • 12 Os 9/13k
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 9/13k
    nur T3; Beisatz: Unterschiede hinsichtlich der rechtlichen Qualifikation einzelner Diebstähle sind dabei nicht zu treffen. (T15)
  • 14 Os 113/13v
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 113/13v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsirrige Annahme mehrerer (statt richtig: ein) Vergehen der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach § 28 Abs 1 zweiter Fall SMG und mehrerer (anstatt einem) Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 4 Z 3 SMG. (T16)
  • 14 Os 148/13s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 148/13s
    Vgl; Beisatz: Rechtsirrige Annahme mehrerer Vergehen der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach § 28 Abs 1 erster und zweiter Fall SMG. (T17)
  • 14 Os 5/14p
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 14 Os 5/14p
    Vgl; Beisatz: Die rechtsirrige Subsumtion des umschriebenen Sachverhalts unter mehrere (statt richtig: ein) Vergehen der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach § 28 Abs 1 (zweiter Fall) SMG wirkte sich im konkreten Fall jedoch nicht nachteilig im Sinn des § 290 Abs 1 StPO aus, weil bei der Strafbemessung zwar zu Unrecht das Zusammentreffen eines Verbrechens mit mehreren Vergehen, nicht aber - wie es statt dessen richtig gewesen wäre - die mehrfache Überschreitung der Grenzmenge als erschwerend angelastet wurde. (T18)
  • 15 Os 105/14a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2014 15 Os 105/14a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 22a ADBG 2007. (T19)
  • 12 Os 30/15a
    Entscheidungstext OGH 09.07.2015 12 Os 30/15a
    Vgl auch
  • 11 Os 147/14y
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 11 Os 147/14y
    Auch
  • 15 Os 142/15v
    Entscheidungstext OGH 09.12.2015 15 Os 142/15v
    Auch
  • 12 Os 129/15k
    Entscheidungstext OGH 07.04.2016 12 Os 129/15k
    Auch
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch
  • 12 Os 17/17t
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 17/17t
    Auch
  • 12 Os 12/17g
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 12/17g
    Auch
  • 14 Ns 27/17g
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Ns 27/17g
    Auch
  • 15 Os 60/17p
    Entscheidungstext OGH 23.08.2017 15 Os 60/17p
    Auch
  • 11 Os 76/17m
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 76/17m
    Vgl; Beis wie T11
  • 11 Os 77/17h
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 77/17h
    Vgl; Beis wie T11
  • 14 Os 110/17h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 110/17h
    Vgl
  • 14 Os 3/18z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 3/18z
    Vgl
  • 13 Os 149/17m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 149/17m
    Auch
  • 12 Os 42/18w
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 12 Os 42/18w
    Auch
  • 14 Os 131/18y
    Entscheidungstext OGH 11.11.2018 14 Os 131/18y
    Auch
  • 11 Os 96/19f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2019 11 Os 96/19f
    Vgl; Beis wie T18
  • 15 Os 44/19p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2019 15 Os 44/19p
    Vgl; Beis wie T6
  • 15 Os 99/20b
    Entscheidungstext OGH 04.11.2020 15 Os 99/20b
    Vgl
  • 11 Os 133/20y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2021 11 Os 133/20y
    Vgl; nur T3; Beisatz: Hier: Da durch den verfehlt - unter Außerachtlassung der nach § 29 StGB zu bildenden Subsumtionseinheit - formulierten Schuldspruch wegen zweier Vergehen des Diebstahls (statt richtig: eines Vergehens des Diebstahls nach §§ 127, 12 dritter Fall StGB) und eines Vergehens der Körperverletzung eine nachteilige Wirkung der Gesetzesverletzung nicht ausgeschlossen werden kann, zumal bei der Strafbemessung ausdrücklich das Zusammentreffen von drei Vergehen als erschwerend gewertet wurde, bestand Anlass für ein Vorgehen nach § 292 letzter Satz StPO. (T20)
  • 14 Os 117/20t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 14 Os 117/20t
    Vgl; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen mehrerer Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt. (T21)
  • 11 Os 25/21t
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 11 Os 25/21t
    Vgl; Beisatz: Die Annahme zweier Verbrechen der Schlepperei nach § 114 Abs 1, Abs 4 erster Fall FPG war auf Grund im konkreten Fall vorliegender tatbestandlicher Handlungseinheit verfehlt (vgl 11 Os 139/15y). Die unrichtige Subsumtion war für den Angeklagten jedoch nicht nachteilig, weil bei richtiger Subsumtion als erschwerend die Schleppung von zwei Personen zu werten gewesen wäre. (T22)
  • 15 Os 3/23i
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 3/23i
    vgl; Beisatz: Hier: Nach dem Zusammenrechnungsprinzip des § 29 StGB sind alle in einem Verfahren demselben Täter angelasteten gleichartigen Vermögensstraftaten, mögen sie auch weder örtlich noch zeitlich zusammenhängen und jede für sich rechtlich verschiedener Art sein, bei der rechtlichen Beurteilung zu einer Subsumtionseinheit zusammenzufassen. (T23)
  • 11 Os 45/23m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 45/23m
    vgl
  • 12 Os 119/23a
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 119/23a
    vgl
  • 15 Os 127/23z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 127/23z
    vgl
  • 12 Os 16/24f
    Entscheidungstext OGH 27.06.2024 12 Os 16/24f
    vgl
  • 12 Os 138/24x
    Entscheidungstext OGH 09.01.2025 12 Os 138/24x
    vgl
  • 12 Os 97/25v
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 97/25v
    vgl; Beisatz: Hier: Annahme eines Verbrechens des gewerbsmäßigen schweren Betrugs und eines Vergehens des schweren Betrugs desselben Täters. (T24)
  • 14 Os 117/25z
    Entscheidungstext OGH 09.12.2025 14 Os 117/25z
    vgl; Beisatz wie T11
  • 14 Os 113/25m
    Entscheidungstext OGH 09.12.2025 14 Os 113/25m
    vgl; Beisatz: hier: Verfehlte Annahme zweier Vergehen der Sachbeschädigung nach § 125 StGB. (T25)
  • 13 Os 15/26v
    Entscheidungstext OGH 22.04.2026 13 Os 15/26v
    vgl; Beisatz wie T25
  • 14 Os 40/26b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2026 14 Os 40/26b
    vgl; Beisatz wie T1
  • 14 Os 51/26w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 14 Os 51/26w
    vgl; Beisatz wie T23; Beisatz wie T25
  • 13 Os 19/26g
    Entscheidungstext OGH 22.04.2026 13 Os 19/26g
    vgl; Beisatz: Hier: § 28 Abs 5 zweiter Fall ADBG 2021. (T26)
  • 13 Os 37/26d
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 37/26d
    vgl; Beisatz wie T9; Beisatz wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114927

Im RIS seit

26.04.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20010327_OGH0002_0140OS00026_0100000_001

Rechtssatz für 14Os72/02; 13Os91/02; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0116734

Geschäftszahl

14Os72/02; 13Os91/02; 15Os119/03; 13Os164/03; 15Os151/03; 14Os9/04; 14Os86/04; 13Os94/04; 15Os84/05z; 13Os86/05d; 14Os96/05g; 13Os58/06p; 15Os55/06m; 14Os103/06p; 15Os85/06y; 12Os7/06f; 15Os38/07p; 15Os131/07i; 12Os150/07m; 15Os137/07x; 12Os74/08m; 11Os188/08v; 13Os175/08x; 12Os71/09x; 13Os28/09f; 12Os200/09t; 13Os8/10s; 13Os10/10k; 12Os179/10f; 13Os24/11w; 11Os66/11g; 12Os116/11t (12Os117/11i); 15Os158/11s; 12Os182/11y; 11Os71/12v (11Os72/12s); 13Os54/12h; 12Os101/12p; 11Os109/13h; 11Os75/14k; 12Os119/14p; 14Os106/15t (14Os107/15i); 11Os149/15v; 13Os12/16p; 14Os31/16i; 11Os27/16d; 12Os15/16x; 13Os105/15p (13Os106/15k); 12Os89/16d; 17Os14/16m; 12Os131/16f; 15Os121/16g; 15Os138/16g; 12Os123/16d; 13Os76/18b; 14Os78/19f; 14Os118/19p; 11Os49/20w; 14Os119/20m; 11Os76/21t; 14Os115/21z (14Os7/22v); 14Os102/21p; 14Os116/21x; 13Os118/22k; 11Os6/24b; 14Os130/23h; 14Os104/24m; 14Os77/25t; 11Os115/25h; 12Os135/25g; 12Os134/25k; 14Os105/25k; 14Os1/26t

Entscheidungsdatum

02.07.2026

Rechtssatz

Wird - ohne gleichzeitigen Strafausspruch hinsichtlich des in Rechtskraft erwachsenen Teils - eine Subsumtionseinheit nach Paragraph 29, StGB durch Teilrechtskraft zerschlagen und erst im nachfolgenden Rechtsgang über den anderen Teil solcherart zusammengefasster Taten abgesprochen, ist sie neu zu bilden.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 72/02
    Entscheidungstext OGH 06.08.2002 14 Os 72/02
  • 13 Os 91/02
    Entscheidungstext OGH 21.08.2002 13 Os 91/02
  • 15 Os 119/03
    Entscheidungstext OGH 09.10.2003 15 Os 119/03
    Auch; Beisatz: Kommen neue gleichartige Taten hinzu, sind auch diese einzubeziehen. (T1)
  • 13 Os 164/03
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 13 Os 164/03
    Auch
  • 15 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 15 Os 151/03
    Vgl auch
  • 14 Os 9/04
    Entscheidungstext OGH 14.04.2004 14 Os 9/04
    Auch
  • 14 Os 86/04
    Entscheidungstext OGH 10.08.2004 14 Os 86/04
    Vgl auch
  • 13 Os 94/04
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 94/04
    Auch
  • 15 Os 84/05z
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 15 Os 84/05z
    Auch
  • 13 Os 86/05d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2005 13 Os 86/05d
    Auch
  • 14 Os 96/05g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 96/05g
    Auch
  • 13 Os 58/06p
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 13 Os 58/06p
    Auch
  • 15 Os 55/06m
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 15 Os 55/06m
    Auch
  • 14 Os 103/06p
    Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 103/06p
    Auch
  • 15 Os 85/06y
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 85/06y
    Auch; nur: Wird eine Subsumtionseinheit nach § 29 StGB zerschlagen ist sie neu zu bilden. (T2)
    Beis wie T1
  • 12 Os 7/06f
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 12 Os 7/06f
  • 15 Os 38/07p
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 15 Os 38/07p
    Auch; nur T2
  • 15 Os 131/07i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 131/07i
    Auch
  • 12 Os 150/07m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 150/07m
    Auch; Beisatz: Hier: Subsumtionseinheit nach § 28 Abs 4 Z 3 SMG. (T3)
  • 15 Os 137/07x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2008 15 Os 137/07x
  • 12 Os 74/08m
    Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 74/08m
    Auch
  • 11 Os 188/08v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 11 Os 188/08v
    nur T2
  • 13 Os 175/08x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 175/08x
    Auch
  • 12 Os 71/09x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 12 Os 71/09x
    Auch; Beis wie T3; Bem: WK-StPO § 289 Rz 10. (T4)
  • 13 Os 28/09f
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 28/09f
    Auch; Beisatz: Hier: Subsumtionseinheit nach §§ 129 Z 2 und 130 zweiter Satz (zweiter Fall) StGB. (T5)
  • 12 Os 200/09t
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 200/09t
  • 13 Os 8/10s
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 8/10s
  • 13 Os 10/10k
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 10/10k
    Vgl; Beisatz: Hier: Subsumtionseinheit nach § 28a Abs 4 Z 3 SMG. (T6)
  • 12 Os 179/10f
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 12 Os 179/10f
  • 13 Os 24/11w
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 24/11w
  • 11 Os 66/11g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 66/11g
    Auch
  • 12 Os 116/11t
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 12 Os 116/11t
    Auch
  • 15 Os 158/11s
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 158/11s
    Ähnlich
  • 12 Os 182/11y
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 182/11y
    Vgl auch
  • 11 Os 71/12v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 71/12v
    Auch
  • 13 Os 54/12h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 54/12h
    Auch
  • 12 Os 101/12p
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 101/12p
    Vgl auch
  • 11 Os 109/13h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 11 Os 109/13h
  • 11 Os 75/14k
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 75/14k
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 12 Os 119/14p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 119/14p
  • 14 Os 106/15t
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 106/15t
  • 11 Os 149/15v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 149/15v
    Auch
  • 13 Os 12/16p
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 13 Os 12/16p
  • 14 Os 31/16i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 31/16i
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Zum Günstigkeitsvergleich bei Zerschlagung einer Subsumtionseinheit. Ändert sich die maßgebliche Rechtslage vor dem Urteil im zweiten Rechtsgang, ist hinsichtlich des von der Urteilsaufhebung nicht betroffenen Teils des Schuldspruchs kein Günstigkeitsvergleich anzustellen. (T7)
  • 11 Os 27/16d
    Entscheidungstext OGH 05.07.2016 11 Os 27/16d
    Auch; Beis wie T7
  • 12 Os 15/16x
    Entscheidungstext OGH 14.07.2016 12 Os 15/16x
    Auch; Beis wie T7
  • 13 Os 105/15p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 105/15p
    Auch
  • 12 Os 89/16d
    Entscheidungstext OGH 04.11.2016 12 Os 89/16d
    Auch
  • 17 Os 14/16m
    Entscheidungstext OGH 06.12.2016 17 Os 14/16m
    Beis wie T7
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 121/16g
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 15 Os 121/16g
    Auch
  • 15 Os 138/16g
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 15 Os 138/16g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 12 Os 123/16d
    Entscheidungstext OGH 06.04.2017 12 Os 123/16d
    Auch
  • 13 Os 76/18b
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 76/18b
    Auch
  • 14 Os 78/19f
    Entscheidungstext OGH 07.10.2019 14 Os 78/19f
  • 14 Os 118/19p
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Os 118/19p
    Vgl
  • 11 Os 49/20w
    Entscheidungstext OGH 08.01.2021 11 Os 49/20w
    Vgl
  • 14 Os 119/20m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 14 Os 119/20m
    Vgl
  • 11 Os 76/21t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 11 Os 76/21t
    Vgl
  • 14 Os 115/21z
    Entscheidungstext OGH 18.01.2022 14 Os 115/21z
    Vgl
  • 14 Os 102/21p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 14 Os 102/21p
    Vgl
  • 14 Os 116/21x
    Entscheidungstext OGH 14.04.2022 14 Os 116/21x
    Vgl
  • 13 Os 118/22k
    Entscheidungstext OGH 31.05.2023 13 Os 118/22k
    vgl; Beisatz: Hier: Subsumtionseinheit nach §§ 33 Abs 1, 39 Abs 1 lit a und Abs 3 lit c FinStrG idF vor BGBl I 2019/62. (T8)
  • 11 Os 6/24b
    Entscheidungstext OGH 12.03.2024 11 Os 6/24b
    vgl; Beisatz wie T1
  • 14 Os 130/23h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 130/23h
    vgl
  • 14 Os 104/24m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2025 14 Os 104/24m
    vgl
  • 14 Os 77/25t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.09.2025 14 Os 77/25t
    vgl
  • 11 Os 115/25h
    Entscheidungstext OGH 11.11.2025 11 Os 115/25h
    vgl
  • 12 Os 135/25g
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 135/25g
    vgl
  • 12 Os 134/25k
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 134/25k
    vgl
  • 14 Os 105/25k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 14 Os 105/25k
    vgl; Beisatz wie T1
  • 14 Os 1/26t
    Entscheidungstext OGH 02.07.2026 14 Os 1/26t
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116734

Im RIS seit

05.09.2002

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2026

Dokumentnummer

JJR_20020806_OGH0002_0140OS00072_0200000_003

Entscheidungstext 12Os131/16f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

12Os131/16f

Entscheidungsdatum

15.12.2016

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 15. Dezember 2016 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. T. Solé, Dr. Oshidari, Dr. Michel-Kwapinski und Dr. Brenner in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Oeljeschläger als Schriftführerin in der Strafsache gegen Angelo R***** und einen weiteren Angeklagten wegen des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, erster Satz zweiter Fall StGB in der Fassung vor BGBl I 2015/112) und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Angelo R***** und Christian K***** gegen das Urteil des Landesgerichts Krems an der Donau als Jugendschöffengericht vom 23. Juni 2016, GZ 29 Hv 23/16f-78, sowie über die Beschwerden der Genannten gegen die zugleich ergangenen Beschlüsse auf Widerruf bedingter Entlassungen nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

In teilweiser Stattgebung der Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Christian K***** werden jeweils in Ansehung des Genannten

1./ das angefochtene Urteil, das im Übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch römisch drei./d./ und demgemäß auch in Strafausspruch (einschließlich der Vorhaftanrechnung) und

2./ der Beschluss auf Widerruf einer bedingten Entlassung,

aufgehoben, insoweit eine neue Hauptverhandlung angeordnet und die Sache in diesem Umfang an das Landesgericht Krems an der Donau verwiesen.

Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Angelo R***** sowie jene des Angeklagten Christian K***** im Übrigen werden zurückgewiesen.

Mit seiner Berufung und seiner Beschwerde wird der Angeklagte Christian K***** auf die Aufhebung verwiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung und die Beschwerde des Angeklagten Angelo R***** werden die Akten vorerst dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Den beiden Angeklagten fallen auch die Kosten des (bisherigen) Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden Angelo R***** und Christian K***** des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, Absatz eins, zweiter Fall StGB (römisch eins./), Angelo R***** darüber hinaus des Vergehens der Körperverletzung nach Paragraph 83, Absatz eins, StGB (römisch zwei./a./) sowie des Verbrechens der absichtlichen schweren Körperverletzung nach Paragraph 87, Absatz eins, StGB (römisch zwei./b./) und Christian K***** zudem der Vergehen der Körperverletzung nach Paragraph 83, Absatz eins, StGB (römisch drei./a./), der Sachbeschädigung nach Paragraph 125, StGB (richtig: römisch drei./b./), des Diebstahls nach Paragraph 127, StGB (römisch drei./c./) sowie vergleiche aber: RIS-Justiz RS0114927, RS0107317) des Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 129, Absatz eins, Ziffer eins, StGB (römisch drei./d./) schuldig erkannt.

Danach haben

römisch eins./ Angelo R***** und Christian K***** im Dezember 2015/Jänner 2016 in K***** (ON 77 S 25 in Verbindung mit ON 54; ON 4 S 1) im bewussten und gewollten Zusammenwirken als Mittäter nach Fassen eines gemeinschaftlichen Tatentschlusses Ari S***** mit Gewalt und durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben (Paragraph 89, StGB) unter Verwendung einer Waffe, nämlich eines Messers, fremde bewegliche Sachen, nämlich einen Rucksack, einen Laptop, ein i-Pad, eine Holzbox, Bargeld von zumindest 300 Euro sowie 6.000 Stück Flubromazepam-Tabletten weggenommen, indem Angelo R***** Ari S***** mit beiden Händen einen Stoß gegen den Oberkörper versetzte, Christian K***** dessen linke Hand ergriff und ihn zu Boden warf, Angelo R***** sodann die doppelseitig geschliffene Klinge eines Messers gegen den Hals des Opfers drückte, dieses schließlich – während er weiterhin das Messer gegen dessen Hals drückte – aufforderte, sich zu erheben, damit Christian K***** dem Opfer den Rucksack abnehmen konnte, während Angelo R***** dem Opfer die Geldbörse aus der Jackentasche nahm;

römisch zwei./ Angelo R***** in K***** (US 7; US 1 in Verbindung mit US 8)

a./ in der Nacht zum 23. Jänner 2016 Alexander W***** durch das Versetzen mehrerer Faustschläge am Körper verletzt und an der Gesundheit geschädigt, nämlich ihm eine Schädelprellung und eine Abschürfung am kleinen Finger der rechten Hand zugefügt;

b./ am 24. Jänner 2016 Christian K***** eine schwere Körperverletzung (Paragraph 84, Absatz eins, StGB) absichtlich zugefügt, indem er mit den Füßen mehrfach gegen Gesicht und Körper des auf dem Boden liegenden Genannten trat, wodurch dieser eine an sich schwere Körperverletzung, nämlich einen Bruch der linken Augenhöhlenwand, erlitt;

römisch drei./ Christian K*****

a./ zu einem nicht mehr festzustellenden Zeitpunkt im Jänner 2016 in K***** (ON 77 S 25 in Verbindung mit ON 54; ON 4 S 35 ff) Ari S***** durch das Versetzen eines Schlages in das Gesicht, wodurch der Genannte zu Sturz kam und eine Beule am Hinterkopf erlitt, am Körper verletzt und an der Gesundheit geschädigt;

b./ am 18. Februar 2015 in K***** am Zigarettenautomaten des Alfred Sc***** mehrere Tasten und das Schloss beschädigt, wodurch ein Schaden von ca 250 Euro entstand;

c./ am 20. Jänner 2016 in K***** (US 9) gemeinsam mit einem unbekannten Mittäter dem Direktor der Musikschule K***** Dr. P***** eine fremde bewegliche Sache, nämlich einen Laptop im Wert von 832 Euro mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz weggenommen;

d./ in der Nacht zum 27. Jänner 2016 in K***** dem Verein K********** fremde bewegliche Sachen, nämlich einen Bargeldbetrag von 136 Euro, 30 Stück Jägermeister, eine angebrochene Flasche Wodka Eristoff, fünf Schachteln Zigaretten und eine Sporttasche im Gesamtwert von ca 300 Euro, mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz durch Einbruch weggenommen, indem er durch ein gekipptes Fenster den Hebel des benachbarten Fensters öffnete und einstieg.

Rechtliche Beurteilung

Ihre dagegen gerichteten Nichtigkeitsbeschwerden gründen Angelo R***** auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 und 9 Litera a, StPO, Christian K***** auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, 5 a und 10 StPO.

1./ Zur Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Angelo R*****:

Die Kritik widersprüchlicher, dem Akteninhalt zuwiderlaufender und ohne hinreichende Auseinandersetzung mit den Angaben des Philipp P***** erfolgter Urteilskonstatierungen zu Schuldspruch römisch eins./ zeigt kein aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, (zweiter, dritter und fünfter Fall) StPO beachtliches Defizit auf. Die Tatrichter folgten bei den Feststellungen zum Tathergang (US 7) – insbesondere zum Einsatz eines Messers beim Raub – der Schilderung des Opfers Ari S***** und legten dar, weshalb den diesbezüglichen Angaben der Angeklagten sowie der insofern erstatteten Aussage des abgesondert verfolgten Philipp P***** keine Überzeugungskraft zukam (US 9 und 10). Soweit die Beschwerde aus eben diesen – durchaus gewürdigten – Verfahrensresultaten andere, für den Nichtigkeitswerber günstigere Schlussfolgerungen einfordert, übt sie nur nach Art einer im kollegialgerichtlichen Verfahren nicht vorgesehenen Berufung wegen Schuld unzulässig Kritik an der tatrichterlichen Beweiswürdigung.

Die Forderung, das Gericht hätte „im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten“ die Feststellung eines Vorsatzes auf Verwendung einer Waffe ablehnen müssen, verkennt, dass der Grundsatz „in dubio pro reo“ niemals Gegenstand des formellen Nichtigkeitsgrundes des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO sein kann (RIS-Justiz RS0102162). Paragraph 14, zweiter Halbsatz StPO verlangt im Übrigen keineswegs, dass sich das Gericht bei mehreren denkmöglichen Schlussfolgerungen für die dem Angeklagten günstigste entscheiden müsste (Fabrizy, StPO12 Paragraph 258, Rz 11; RIS-Justiz RS0098336).

Die weitere Kritik, das Gericht setze „sich nicht mit seiner eigenen Feststellung auseinander, wonach der Angeklagte Christian K***** das Messer nach der Tat weggeworfen hat“, lässt keine der aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO eröffneten Anfechtungskategorien hinreichend deutlich vergleiche Paragraphen 285, Absatz eins, zweiter Satz, 285a Ziffer 2, StPO) erkennen.

Die vermisste Erörterung einer Aussagenpassage des Zeugen Ari S***** (Ziffer 5, zweiter Fall), wonach er zu dieser Zeit „nicht wirklich zurechnungsfähig“ gewesen sei (ON 77 S 5) und sich nicht mehr genau erinnern könne (ON 77 S 15), orientiert sich nicht an der Gesamtheit der Angaben des Genannten. Dieser hatte nämlich ausdrücklich betont, sich an den Raub relativ gut erinnern zu können und dessen Ablauf, insbesondere auch die Verwendung des Messers durch den Beschwerdeführer, genau geschildert (ON 77 S 7 ff). Indem die Beschwerde Aussageteile, die bloß den Ruf des Zeugen als Suchtgiftbesitzer und darüber, ob ihn der Angeklagte Christian K***** an der linken Hand ergriffen und zu Boden geworfen habe, isoliert und aus dem Zusammenhang gelöst anführt, verfehlt sie ihr Ziel (RIS-Justiz RS0098471 [T5]).

Der Sache nach zieht sie nur den Beweiswert der Aussage des Opfers in Zweifel, welcher einer Anfechtung mittels Mängelrüge entzogen ist (RIS-Justiz RS0106588).

Zur Darstellung des vollständigen Inhalts der als nicht glaubwürdig verworfenen (US 10) Aussage des Angeklagten Christian K***** betreffend das Messer waren die Tatrichter dem Gebot zu gedrängter Darstellung in den Entscheidungsgründen (Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO) folgend entgegen der Beschwerdeauffassung (Ziffer 5, zweiter Fall) nicht verhalten vergleiche RIS-Justiz RS0098377).

Weiters wendet der Nichtigkeitswerber ein (Ziffer 5, vierter Fall), der Schöffensenat habe in seiner Urteilsbegründung (zu Schuldspruch römisch zwei./a./ und b./) beweiswürdigend auf in der Hauptverhandlung gar nicht vorgekommene Aktenbestandteile – nämlich auf die Verletzungsanzeigen des Landesklinikums M***** für Alexander W***** (ON 8 S 47) und des Universitätsklinikums K***** für Christian K***** (ON 9 S 41) – zurückgegriffen, zumal „in der Hauptverhandlung nicht der gesamte Strafakt, sondern nur die Berichte der Sicherheitsbehörden und die Strafregisterauskünfte verlesen“ worden seien. Dabei übersieht er, dass in den Berichten der Sicherheitsbehörden, – nämlich der Landespolizeidirektion Niederösterreich (ON 8) und der Polizeiinspektion Krems (ON 9) – die oben angeführten Beweismittel enthalten und solcherart verlesen worden sind (ON 77 S 23 f).

Weshalb die zu Schuldspruch römisch zwei./b./ getroffene Feststellung, wonach es Angelo R***** darauf ankam, den am Boden liegenden Christian K***** durch Tritte gegen das Gesicht und den Körper schwer zu verletzen (US 8), für die von Paragraph 87, Absatz eins, StGB geforderte Vorsatzform der Absicht (Paragraph 5, Absatz 2, StGB; vergleiche RIS-Justiz RS0089333 [T2], RS0089063 [T2]) nicht ausreichend sein sollte, erklärt die Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera a,) nicht (RIS-Justiz RS0116565). Vielmehr zieht sie, – unter eigenständigen Beweiswertüberlegungen – nur den vom Erstgericht vorgenommenen Schluss vom gezeigten Verhalten des Angeklagten auf dessen Intention (US 10; vergleiche RIS-Justiz RS0098671, RS0116882) in Zweifel.

Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Angelo R***** war daher in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts Wien zur Entscheidung über dessen Berufung und Beschwerde folgt (Paragraphen 285 i, 498, Absatz 3, letzter Satz StPO).

2./ Zur Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Christian K*****:

Entgegen der zu Schuldspruch römisch eins./ erhobenen Kritik unzureichender Begründung der Verwendung eines Messers (Ziffer 5, vierter Fall) stützte sich der Schöffensenat – wie bereits oben dargestellt – insofern auf die Schilderungen des Tatopfers Ari S*****, welcher angab, dass Angelo R***** anlässlich des Raubes ein Messer gegen ihn eingesetzt hatte (US 10). Mit Blick auf das Zugeständnis beider Angeklagter, dass Christian K***** am Vorfallstag ein Messer bei sich führte (US 9 f; vergleiche ON 11 S 63, ON 20 S 7, ON 70 S 6 und 11, ON 77 S 17), gelangten die Tatrichter überdies zur Überzeugung, dass Angelo R***** das Messer des Christian K***** verwendete und Letzterer dies billigend in Kauf nahm (US 7). Dass diese Einschätzung dem Nichtigkeitswerber nicht ausreichend überzeugend erscheint und aus den Verfahrensresultaten auch andere, für ihn günstigere Schlussfolgerungen denkbar gewesen wären, ist einer Geltendmachung mit Mängelrüge nicht zugänglich (RIS-Justiz RS0098471).

Indem die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) zu Schuldspruch römisch eins./ auf das Vorbringen der Mängelrüge verweist, verkennt sie den grundsätzlich verschiedenen Anfechtungsrahmen (RIS-Justiz RS0116733, RS0115902).

Soweit die Rüge einen Widerspruch zwischen den Feststellungen, wonach Angelo R***** beim Raub das Messer des Christian K***** verwendete und dieser damit einverstanden war (US 7) und den Aussagen der beiden Angeklagten sowie des Zeugen Ari S***** behauptet (der Sache nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, fünfter Fall StPO), geht sie schon im Ansatz daran vorbei, dass Aktenwidrigkeit nur vorliegt, wenn das Urteil den eine entscheidende Tatsache betreffenden Inhalt einer Aussage oder Urkunde in seinen wesentlichen Teilen unrichtig oder unvollständig wiedergibt (RIS-Justiz RS0099431).

Die den Entfall der Qualifikation des Paragraph 143, zweiter Fall StGB anstrebende Subsumtionsrüge (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO) zu Schuldspruch römisch eins./ ignoriert die Urteilskonstatierungen, wonach Christian K***** die Verwendung des Messers durch Angelo R***** kannte und billigte (US 7). Solcherart verfehlt sie den vom Gesetz geforderten, im Urteilssachverhalt gelegenen Bezugspunkt materiell-rechtlicher Nichtigkeit (RIS-Justiz RS0099810).

Soweit die der Sache nach allein gegen Punkt römisch eins./ und Punkt römisch drei./d./ des Schuldspruchs gerichtete Rüge nach dem Inhalt der Anfechtungserklärung auch die Schuldsprüche römisch drei./a./, b./ und c./ erfasst, ist sie mangels Substantiierung keiner sachbezogenen Erwiderung zugänglich (Paragraphen 285 d, Absatz eins, 285 a, Ziffer 2, StPO).

Zu Recht bemängelt die Beschwerde hingegen, dass das Schöffengericht die Täterschaft des Angeklagten hinsichtlich des Einbruchs in die Räumlichkeiten des Kegelvereins K********** (Schuldspruch römisch drei./d./; US 9) mit seinem „vollen und umfassenden Geständnis“ (US 10) offenbar unzureichend begründete (Ziffer 5, vierter Fall). Denn den Entscheidungsgründen ist nicht zu entnehmen, aus welchem Grund die diesbezügliche Verantwortung des Genannten, wonach „es schon sein könne, dass er den Einbruch gemacht“ habe, er sich aber „wirklich nicht erinnern“ könne (ON 73 S 21; ON 77 S 3), ein alle objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale umfassendes Eingestehen der ausgelasteten Tat darstellen sollte.

Dieser Begründungsmangel zwingt zur Kassation des Schuldspruchs römisch drei./d./, weshalb sich ein Eingehen auf die weitere, darauf bezogene Beschwerdekritik (Ziffer 5 a und Ziffer 9, Litera a,) erübrigt.

Betreffend den Angeklagten Christian K***** waren daher – erneut in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur – in teilweiser Stattgebung der Nichtigkeitsbeschwerde das angefochtene Urteil, das im Übrigen unberührt zu bleiben hatte, im Schuldspruch römisch drei./d./, demgemäß auch im Strafausspruch (einschließlich der Vorhaftanrechnung) ebenso wie der Beschluss auf Widerruf einer bedingten Entlassung aufzuheben, in diesem Umfang eine neue Hauptverhandlung anzuordnen und die Sache an das Landesgericht Krems an der Donau zu verweisen (Paragraph 288, Absatz 2, Ziffer eins, StPO).

Im Übrigen war die Nichtigkeitsbeschwerde bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO).

Mit seiner Berufung und Beschwerde war der Angeklagte Christian K***** auf die kassatorische Entscheidung zu verweisen. Mit Blick auf den zweiten Rechtsgang bleibt anzumerken, dass im Fall eines neuerlichen Schuldspruchs zu römisch drei./d./ die – im ersten Rechtsgang verfehlt unterbliebene – Bildung einer Subsumtionseinheit mit Schuldspruchpunkt römisch drei./c./ vorzunehmen sein wird vergleiche RIS-Justiz RS0114927, RS0107317, RS0116734 [T5]).

Zur Entscheidung über die Berufung und die Beschwerde des Angeklagten Angelo R***** waren die Akten vorerst dem Oberlandesgericht Wien zuzuweisen.

Bleibt anzumerken, dass die vom Schuldspruch römisch eins./ erfasste Raubhandlung zufolge Paragraph 61, StGB vom Erstgericht im Schuldspruch zu Recht den Bestimmungen der Paragraphen 142, Absatz eins, 143, Absatz eins, zweiter Fall StGB idgF mit einem Strafrahmen von einem bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe unterstellt wurden, zumal der bis 31. Dezember 2015 in Geltung stehende Paragraph 143, erster Satz StGB in der Fassung vor BGBl I 2015/112), der eine Strafuntergrenze von fünf Jahren Freiheitsstrafe vorsah, in seiner Gesamtauswirkung nicht günstiger war. Dass das erkennende Gericht bei der rechtlichen Beurteilung auf die vor 2016 geltende Bestimmung des Paragraph 143, erster Satz zweiter Fall StGB Bezug nahm, vermag sich insoweit nicht negativ auswirken, weil es hinsichtlich beider Angeklagter (unter Anwendung des Paragraph 19, Absatz eins, zweiter Satz JGG in Verbindung mit Paragraph 5, Ziffer 4, JGG) ohnedies von einem Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe ausging (US 14) und daher die verfehlte Subsumtion im Rahmen der rechtlichen Beurteilung per se keinen Nachteil herstellt.

Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Schlagworte

Strafrecht

Textnummer

E116629

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:0120OS00131.16F.1215.000

Im RIS seit

02.01.2017

Zuletzt aktualisiert am

02.01.2017

Dokumentnummer

JJT_20161215_OGH0002_0120OS00131_16F0000_000