Rechtssatz für 13Os22/95 13Os17/95 (13O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098995

Geschäftszahl

13Os22/95; 13Os17/95 (13Os21/95); 14Os79/95; 11Os31/96; 15Os98/13w

Entscheidungsdatum

08.07.2014

Rechtssatz

Die Rechtsansicht, nach der bereits die Führung eines Bordellbetriebes mit ausländischen Prostituierten bzw die Aufnahme einer zur Prostitution entschlossenen Ausländerin in ein solches Etablissement den Tatbestand des Verbrechens des Menschenhandels verwirkliche, ist verfehlt. Vielmehr wird für den Begriff des "Zuführens" ein über das bloße Herbeiführen eines bestimmten Erfolges hinausgehendes, intensiveres Täterverhalten gefordert. Sinnfällige Beispiele hiefür finden sich mannigfaltig im StGB (Paragraphen 100, f, 195 Absatz 3, 213, ff).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 22/95
    Entscheidungstext OGH 19.04.1995 13 Os 22/95
  • 13 Os 17/95
    Entscheidungstext OGH 31.05.1995 13 Os 17/95
  • 14 Os 79/95
    Entscheidungstext OGH 14.09.1995 14 Os 79/95
    Vgl; Beisatz: Die bloße Unterstützung einer zur gewerbsmäßigen Unzucht in einem fremden Staat entschlossenen Person genügt zur Herstellung des Tatbestandes noch nicht, weil Zuführen mehr als bloße Hilfe bedeutet und die Einflußnahme, soll sie dem Begriff des Menschenhandels gerecht werden, mit Rat und Tat geschehen muß; sei es durch gezielte Beeinflussung der Frauen, im Ausland der Prostitution nachzugehen, sei es - wie im konkreten Fall - durch Aufnahme und Eingliederung von zur Ausübung der Prostitution bereits entschlossenen Ausländerinnen in einen Bordellbetrieb, soferne diese Eingliederung unter Umständen erfolgt, die als (dolose) Ausnützung eines drückenden Abhängigkeitsverhältnisses zu beurteilen sind. (T1)
  • 11 Os 31/96
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 11 Os 31/96
    Beis wie T1
  • 15 Os 98/13w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 98/13w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0098995

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2014

Dokumentnummer

JJR_19950419_OGH0002_0130OS00022_9500000_004

Rechtssatz für 11Os172/93 15Os129/12b...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095539

Geschäftszahl

11Os172/93; 15Os129/12b; 15Os98/13w; 14Os102/16f

Entscheidungsdatum

20.12.2016

Rechtssatz

Anwerben im Sinn des Paragraph 217, Absatz eins, StGB erfordert ein Einwirken auf den Willen der anzuwerbenden Person mit dem Ziel, sie zur Ausübung der Prostitution in einem für sie fremden Staat zu verpflichten.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 172/93
    Entscheidungstext OGH 01.03.1994 11 Os 172/93
  • 15 Os 129/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 129/12b
    Auch
  • 15 Os 98/13w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 98/13w
  • 14 Os 102/16f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 14 Os 102/16f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0095539

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19940301_OGH0002_0110OS00172_9300000_003

Rechtssatz für 11Os109/96 15Os93/03 14...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0109314

Geschäftszahl

11Os109/96; 15Os93/03; 14Os82/04; 11Os32/06z; 15Os40/07g; 14Os113/06h; 14Os164/07k; 15Os122/08t (15Os140/08i); 12Os19/09z; 15Os53/10y; 12Os76/11k; 13Os36/12m; 15Os129/12b; 15Os98/13w; 14Os102/16f

Entscheidungsdatum

20.12.2016

Rechtssatz

Tatbestandsvoraussetzung ist im Fall des Paragraph 217, Absatz eins, StGB das Anwerben oder Zuführen einer insofern geschützten Person zur Ausübung der Prostitution in einem für sie fremden Staat. Dass es in der Folge zu einem Abhängigkeitsverhältnis kommt oder auch nur kommen soll, ist demnach nicht erforderlich. Der Begriff des "Zuführens" im Kontext seiner Verwendung in Paragraph 217, Absatz eins, StGB lässt sich zusammenfassend als aktive und gezielte Einflussnahme auf das Schutzobjekt zur Verlagerung der gesamten Lebensführung als Prostituierte in einem fremden Staat interpretieren.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 109/96
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 11 Os 109/96
  • 15 Os 93/03
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 15 Os 93/03
    nur: Der Begriff des "Zuführens" im Kontext seiner Verwendung in § 217 Abs 1 StGB lässt sich zusammenfassend als aktive und gezielte Einflussnahme auf das Schutzobjekt zur Verlagerung der gesamten Lebensführung als Prostituierte in einem fremden Staat interpretieren. (T1)
  • 14 Os 82/04
    Entscheidungstext OGH 10.08.2004 14 Os 82/04
    Auch; nur: Dass es in der Folge zu einem Abhängigkeitsverhältnis kommt oder auch nur kommen soll, ist nicht erforderlich. (T2)
  • 11 Os 32/06z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 32/06z
    Auch; nur T1; Beisatz: Sei es durch (maßgebliche) Organisation oder sonstige (nachhaltige) Förderung des Wechsels in diesen Staat. (T3)
  • 15 Os 40/07g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 15 Os 40/07g
    Auch; Beisatz: Im Hinblick auf das geschützte Rechtsgut der Freiheit der sexuellen Selbstbestimmung einer ins Ausland verhandelten Person wird mit der dem Zuführen gleichwertigen Begehungsform des Anwerbens das über intensives Betreiben des Täters bewirkte Herbeiführen eines Vertragsabschlusses oder einer Vereinbarung mit einer - wenngleich nicht notwendigerweise zivilrechtlich bindenden - Verpflichtung des Handlungsobjektes erfasst, durch das es sich gebunden erachtet (WK-StGB - 2 § 217 Rz 17). (T4)
  • 14 Os 113/06h
    Entscheidungstext OGH 31.07.2007 14 Os 113/06h
    Beis wie T4; Beisatz: Ein „Anwerben" im Sinn des § 217 StGB ist daher nicht dadurch ausgeschlossen, dass das Tatobjekt schon zuvor zu einer Prostitutionsausübung im Ausland entschlossen war und selbst den Kontakt zu den Tätern suchte. (T5)
  • 14 Os 164/07k
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 164/07k
    Vgl; Beisatz: Auf Druckausübung oder ein tatsächlich bestehendes oder auch nur drohendes Abhängigkeitsverhältnis kommt es bei den beiden rechtlich gleichwertigen Begehensformen des „Anwerbens" und des „Zuführens" nach herrschender Judikatur nicht an. (T6)
  • 15 Os 122/08t
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 15 Os 122/08t
    Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 12 Os 19/09z
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 19/09z
    Vgl; Beisatz: Der in § 217 Abs 1 StGB verwendete Begriff des „Zuführens" ist nur als aktive und gezielte Einflussnahme auf das Schutzobjekt zur Verlagerung der gesamten Lebensführung als Prostituierte in einem fremden Staat zu verstehen. (T7); Beisatz: Dabei genügt die Aufnahme und Eingliederung in ein Bordell ohne eine derartige Einflussnahme nicht. Vielmehr muss nicht nur die Aufnahme der Prostitution, sondern auch der Wechsel in den fremden Staat maßgeblich vom Täter organisiert sein. Unter Zuführen ist demnach mehr als ein „Befördern", nämlich zumindest eine qualifizierte Vermittlertätigkeit zu verstehen (vgl 14 Os 113/06h). (T8)
  • 15 Os 53/10y
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 15 Os 53/10y
    Vgl auch
  • 12 Os 76/11k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2011 12 Os 76/11k
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Überredung zur Prostitutionsausübung in Österreich und - im Sinn einer beiderseits verbindlich gewollten Umsetzung der im Ausland getroffenen Abmachung - Organisation der Ausreise und Verbringung in ein Bordell mit nachfolgender Eingliederung in den Bordellbetrieb. (T9)
  • 13 Os 36/12m
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 36/12m
    Vgl auch
  • 15 Os 129/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 129/12b
    nur T1; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 15 Os 98/13w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 98/13w
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8
  • 14 Os 102/16f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 14 Os 102/16f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109314

Im RIS seit

13.11.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19971014_OGH0002_0110OS00109_9600000_001

Rechtssatz für 15Os120/02; 15Os132/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0116882

Geschäftszahl

15Os120/02; 15Os132/03; 15Os9/04; 14Os129/04; 13Os12/06y; 14Os23/06y; 14Os20/06g; 15Os108/06f; 15Os50/06a; 15Os140/06m; 14Os147/06h; 13Os4/07y; 14Os35/07i; 14Os97/07g; 13Os98/07x; 15Os119/07z; 14Os66/07y; 14Os51/07t; 15Os130/07t; 14Os170/07t; 15Os13/08p; 12Os20/08w; 11Os18/08v; 15Os28/08v; 14Os50/08x; 15Os63/07i; 13Os41/08s; 14Os144/08w; 14Os100/08z; 12Os3/09x; 15Os22/09p; 12Os44/09a; 12Os51/09f; 14Os111/09v; 12Os99/09i; 15Os21/10t; 13Os42/10s; 11Os64/10m; 9Bkd1/10; 15Os174/10t; 13Os11/11h; 12Os31/11t; 12Os24/11p; 15Os26/11d; 11Os58/11f; 15Os169/11h; 13Os165/11f; 12Os182/11y; 14Os38/12p; 13Os23/12z; 15Os48/12s; 15Os139/11x; 15Os59/12h; 11Os71/12v (11Os72/12s); 11Os82/12m; 15Os70/12a; 14Os124/12k; 14Os118/12b; 12Os150/12v; 11Os11/13x; 13Os6/13a; 13Os17/13v; 12Os79/13d; 15Os84/13m; 15Os81/13w; 15Os52/13f; 15Os115/13w; 13Os13/14g; 17Os28/13s; 15Os73/14w; 15Os98/13w; 14Os30/14i; 17Os37/14s; 17Os40/14g (17Os41/14d); 12Os122/14d; 15Os140/14y; 15Os20/15b; 11Os51/15g; 12Os23/15x; 15Os87/15f; 11Os144/16k; 13Os107/16h; 12Os82/17a; 12Os106/18g; 13Os1/20a; 13Os26/20b; 13Os32/21m; 14Os23/21w; 15Os8/23z; 14Os72/23d; 15Os112/23v; 15Os127/23z; 12Os144/24d; 12Os22/25i; 15Os31/25k; 12Os7/26k

Entscheidungsdatum

24.03.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Schluss von einem gezeigten Verhalten auf ein zugrunde liegendes Wollen oder Wissen ist rechtsstaatlich vertretbar.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 120/02
    Entscheidungstext OGH 17.10.2002 15 Os 120/02
  • 15 Os 132/03
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 15 Os 132/03
  • 15 Os 9/04
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 15 Os 9/04
  • 14 Os 129/04
    Entscheidungstext OGH 16.11.2004 14 Os 129/04
    Beisatz: Und bei leugnenden Angeklagten in aller Regel methodisch auch gar nicht zu ersetzen (WK-StPO § 281 Rz 452). (T1)
  • 13 Os 12/06y
    Entscheidungstext OGH 03.05.2006 13 Os 12/06y
  • 14 Os 23/06y
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 23/06y
    Vgl auch
  • 14 Os 20/06g
    Entscheidungstext OGH 11.07.2006 14 Os 20/06g
  • 15 Os 108/06f
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 108/06f
  • 15 Os 50/06a
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 50/06a
    Beis wie T1
  • 15 Os 140/06m
    Entscheidungstext OGH 22.01.2007 15 Os 140/06m
  • 14 Os 147/06h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2007 14 Os 147/06h
    Beisatz: Der Schluss von einem gezeigten Verhalten auf ein zugrundeliegendes Wollen oder Wissen des Täters stellt keine „unstatthafte Vermutung zu Lasten des Angeklagten" dar, sondern ist methodisch gerechtfertigt und auch rechtsstaatlich zulässig (WK-StPO § 281 Rz 452). (T2)
  • 13 Os 4/07y
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 4/07y
    Beis wie T1
  • 14 Os 35/07i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2007 14 Os 35/07i
    Beis wie T1
  • 14 Os 97/07g
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 14 Os 97/07g
    Auch; Beisatz: Der Schluss von einem gezeigten Verhalten auf ein zugrunde liegendes Wissen oder Wollen ist nicht zu beanstanden und bei leugnenden Angeklagten in der Regel methodisch gar nicht zu ersetzen (WK-StPO § 281 Rz 452). (T3)
  • 13 Os 98/07x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 98/07x
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 119/07z
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 119/07z
    Auch; Beisatz: Das alleinige Abstellen auf einschlägige Vorabstrafungen und deren (per se legitimes) Verschweigen im konkreten Fall stellt keine zureichende Begründung für die subjektive Tatseite dar. (T4)
  • 14 Os 66/07y
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 66/07y
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Offenbar unzureichende Begründung, weil die Tatrichter den zu beweisenden Tatumstand - trotz stets leugnender Verantwortung des Angeklagten - im Rahmen ihrer Beweisführung stillschweigend als bewiesen vorausgesetzt, an die Stelle einer Begründung also eine Behauptung gesetzt und der Sache nach bloß zirkuläre Überlegungen angestellt haben, anstatt Aussagen darüber zu treffen, auf Grund welcher Beweisergebnisse sie zu dieser Überzeugung gelangten. (T5)
  • 14 Os 51/07t
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 51/07t
    Beis wie T1
  • 15 Os 130/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 15 Os 130/07t
    Beis wie T3
  • 14 Os 170/07t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 170/07t
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 13/08p
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 15 Os 13/08p
  • 12 Os 20/08w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 20/08w
  • 11 Os 18/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 18/08v
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 28/08v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 15 Os 28/08v
    Auch
  • 14 Os 50/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2008 14 Os 50/08x
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 63/07i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 63/07i
  • 13 Os 41/08s
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 41/08s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 14 Os 144/08w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 144/08w
    Beis wie T3
  • 14 Os 100/08z
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 100/08z
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Zutreffend reklamiert die Mängelrüge unvollständige Begründung (Z 5 zweiter Fall) der Urteilsannahmen zu einem auf Verringerung des Gesellschaftsvermögens und auf Gläubigerschädigung gerichteten Vorsatz des Beschwerdeführers. Die Beweiswürdigung erschöpfte sich in der Formulierung „die Feststellungen zur subjektiven Tatseite ... sind darüber hinaus aus dem objektiven Tatgeschehen zwanglos abzuleiten". (T6)
  • 12 Os 3/09x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 3/09x
    Beis wie T1
  • 15 Os 22/09p
    Entscheidungstext OGH 18.03.2009 15 Os 22/09p
    Beis ähnlich wie T2
  • 12 Os 44/09a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 44/09a
    Beis wie T1
  • 12 Os 51/09f
    Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 51/09f
    Beisatz: Hier: Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach § 21 Abs 1 StGB. (T7)
  • 14 Os 111/09v
    Entscheidungstext OGH 06.10.2009 14 Os 111/09v
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 12 Os 99/09i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2009 12 Os 99/09i
    Beis wie T1
  • 15 Os 21/10t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 21/10t
    Auch
  • 13 Os 42/10s
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 42/10s
    Auch
  • 11 Os 64/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 64/10m
    Beis wie T1
  • 9 Bkd 1/10
    Entscheidungstext OGH 08.11.2010 9 Bkd 1/10
    Vgl auch
  • 15 Os 174/10t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 174/10t
    Auch
  • 13 Os 11/11h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 11/11h
    Auch; Beis wie T1
  • 12 Os 31/11t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 31/11t
    Beis wie T1
  • 12 Os 24/11p
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 24/11p
    Beis wie T1
  • 15 Os 26/11d
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 26/11d
    Beis wie T1
  • 11 Os 58/11f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 58/11f
    Auch; Beisatz: Andernfalls hätte es ein Straftäter in der Hand, einer Verurteilung durch bloßes Leugnen zu entgehen. (T8)
  • 15 Os 169/11h
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 169/11h
    Vgl auch
  • 13 Os 165/11f
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 13 Os 165/11f
    Auch
  • 12 Os 182/11y
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 182/11y
    Auch
  • 14 Os 38/12p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 14 Os 38/12p
    Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Stimmen aber mit Bezug zu einer entscheidenden Tatsache die Beweisergebnisse nicht überein, ist bei sonstiger Unvollständigkeit (Z 5 zweiter Fall) der Grund anzugeben, warum die der getroffenen Feststellung widerstreitenden Beweisergebnisse nicht überzeugen konnten. (T9)
  • 13 Os 23/12z
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 23/12z
    Vgl auch
  • 15 Os 48/12s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 48/12s
  • 15 Os 139/11x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 139/11x
  • 15 Os 59/12h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 59/12h
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T2
  • 11 Os 71/12v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 71/12v
  • 11 Os 82/12m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 82/12m
    Vgl auch
  • 15 Os 70/12a
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 15 Os 70/12a
  • 14 Os 124/12k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 124/12k
    Vgl
  • 14 Os 118/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 118/12b
    Vgl; Beisatz: Die Ableitung objektiver und subjektiver Vorhersehbarkeit des Erfolgs und der Konstatierungen zur subjektiven Tatseite aus den Tatumständen und dem objektiven Geschehensablauf im Verein mit allgemeiner Lebenserfahrung und dem Fehlen von Anhaltspunkten dafür, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten den Eintritt einer schweren Körperverletzung nicht vorhersehen hätte können, ist unter dem Aspekt der Begründungstauglichkeit (Z 5 vierter Fall) nicht zu beanstanden. (T10)
  • 12 Os 150/12v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 150/12v
    Auch; Beis wie T1
  • 11 Os 11/13x
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 11/13x
  • 13 Os 6/13a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 13 Os 6/13a
    Auch
  • 13 Os 17/13v
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 17/13v
    Auch
  • 12 Os 79/13d
    Entscheidungstext OGH 08.08.2013 12 Os 79/13d
  • 15 Os 84/13m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 84/13m
  • 15 Os 81/13w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 81/13w
    Beis wie T3; Beis wie T7
  • 15 Os 52/13f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 52/13f
  • 15 Os 115/13w
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 115/13w
    Beis wie T2
  • 13 Os 13/14g
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 13 Os 13/14g
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 17 Os 28/13s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 28/13s
  • 15 Os 73/14w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 73/14w
    Beis wie T7
  • 15 Os 98/13w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 98/13w
  • 14 Os 30/14i
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 30/14i
    Auch
  • 17 Os 37/14s
    Entscheidungstext OGH 13.10.2014 17 Os 37/14s
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 17 Os 40/14g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 40/14g
    Auch
  • 12 Os 122/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 122/14d
    Beis wie T1
  • 15 Os 140/14y
    Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 140/14y
    Auch
  • 15 Os 20/15b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 20/15b
  • 11 Os 51/15g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 51/15g
    Auch
  • 12 Os 23/15x
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 12 Os 23/15x
    Auch
  • 15 Os 87/15f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2015 15 Os 87/15f
  • 11 Os 144/16k
    Entscheidungstext OGH 17.01.2017 11 Os 144/16k
  • 13 Os 107/16h
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 13 Os 107/16h
  • 12 Os 82/17a
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 12 Os 82/17a
  • 12 Os 106/18g
    Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Os 106/18g
  • 13 Os 1/20a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 13 Os 1/20a
  • 13 Os 26/20b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 13 Os 26/20b
    Vgl
  • 13 Os 32/21m
    Entscheidungstext OGH 19.05.2021 13 Os 32/21m
    Vgl
  • 14 Os 23/21w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 23/21w
    Vgl
  • 15 Os 8/23z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 8/23z
    vgl; Beisatz wie T1
  • 14 Os 72/23d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2023 14 Os 72/23d
    vgl; Beisatz: Dies jedoch nur dann, wenn die Feststellungen zur objektiven Tatseite in einer Weise getroffen wurden, dass sie tatsächlich Rückschlüsse auf die subjektive Tatseite zulassen. (T11)
  • 15 Os 112/23v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 112/23v
    vgl; Beisatz: Hier: Konstatierungen zur subjektiven Tatseite gestützt auf den Wortlaut einer Äußerung sowie der Umstände, unter denen sie getätigt wurde. (T12)
  • 15 Os 127/23z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 127/23z
    vgl
  • 12 Os 144/24d
    Entscheidungstext OGH 04.03.2025 12 Os 144/24d
    vgl
  • 12 Os 22/25i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2025 12 Os 22/25i
    vgl
  • 15 Os 31/25k
    Entscheidungstext OGH 30.04.2025 15 Os 31/25k
    vgl
  • 12 Os 7/26k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 7/26k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116882

Im RIS seit

16.11.2002

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20021017_OGH0002_0150OS00120_0200000_001

Rechtssatz für 10Os53/81; 9Os186/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098671

Geschäftszahl

10Os53/81; 9Os186/81; 10Os58/84; 9Os33/85; 10Os51/85; 11Os206/85; 11Os54/86; 10Os30/87; 13Os40/90; 14Os15/92; 13Os200/94; 11Os20/02; 14Os156/02; 12Os32/03; 14Os53/03; 15Os108/06f; 11Os99/06b; 15Os92/07d; 13Os142/07t; 15Os47/08p; 11Os98/08h; 11Os122/08p; 14Os144/08w; 14Os100/08z; 12Os44/09a; 15Os112/09y; 12Os78/09a; 13Os103/09k; 13Os85/09p; 15Os9/10b; 14Os13/10h; 13Os42/10s; 11Os64/10m; 15Os5/11s; 13Os11/11h; 15Os26/11d; 11Os58/11f; 15Os151/11m; 12Os4/12y; 15Os53/12a; 15Os139/11x; 13Os41/12x; 11Os82/12m; 15Os70/12a; 14Os124/12k; 15Os8/13k; 12Os9/13k; 13Os30/13f; 13Os46/13h; 13Os10/13i; 15Os81/13w; 15Os52/13f; 11Os118/13g; 13Os75/13y; 15Os149/13w; 15Os133/13t; 13Os13/14g; 17Os28/13s; 15Os73/14w; 15Os98/13w; 12Os122/14d; 15Os140/14y; 11Os139/14x; 11Os99/14i; 15Os20/15b; 12Os23/15x; 14Os57/15m; 12Os115/16b; 14Os85/17g; 15Os82/18z; 13Os102/19b; 13Os1/20a; 14Os26/20k; 13Os16/20g; 12Os73/21h; 13Os78/21a; 13Os130/22z; 11Os64/23f; 15Os127/23z; 13Os9/24h; 13Os3/24a; 12Os22/25i; 15Os97/25s; 15Os4/26s; 15Os54/26v

Entscheidungsdatum

15.07.2026

Norm

StPO §270 Abs2 Z5
StPO §281 Abs1 Z5 C
  1. StPO § 270 heute
  2. StPO § 270 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 270 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 270 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  5. StPO § 270 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  6. StPO § 270 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Auch aus äußeren Umständen der Tat können durchaus Schlüsse auf die subjektive Tatseite gezogen werden.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 53/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 10 Os 53/81
  • 9 Os 186/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 9 Os 186/81
    Vgl auch
  • 10 Os 58/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 10 Os 58/84
    Vgl auch; Beisatz: In diesem Sinn schon EvBl 1961/71. (T1)
  • 9 Os 33/85
    Entscheidungstext OGH 12.06.1985 9 Os 33/85
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 Os 51/85
    Entscheidungstext OGH 18.06.1985 10 Os 51/85
    Vgl auch
  • 11 Os 206/85
    Entscheidungstext OGH 08.04.1986 11 Os 206/85
    Vgl auch
  • 11 Os 54/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 11 Os 54/86
  • 10 Os 30/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 10 Os 30/87
    Vgl auch
  • 13 Os 40/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 13 Os 40/90
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 14 Os 15/92
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 14 Os 15/92
    Vgl auch
  • 13 Os 200/94
    Entscheidungstext OGH 15.03.1995 13 Os 200/94
    Vgl auch; Beisatz: Der Schluss auf inneres Vorhaben kann meist nur aus den äußeren Umständen, vor allem dem Tatablauf gezogen werden. (T2)
  • 11 Os 20/02
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 11 Os 20/02
    Vgl auch; Beisatz: Mangels eines Geständnisses können Konstatierungen zum inneren Vorhaben des Täters nur durch eine lebensnahe Beurteilung seines äußeren Verhaltens getroffen werden. (T3)
  • 14 Os 156/02
    Entscheidungstext OGH 13.05.2003 14 Os 156/02
    Vgl auch
  • 12 Os 32/03
    Entscheidungstext OGH 03.07.2003 12 Os 32/03
    Auch
  • 14 Os 53/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 53/03
    Vgl auch
  • 15 Os 108/06f
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 108/06f
    Vgl auch
  • 11 Os 99/06b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 99/06b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 15 Os 92/07d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2007 15 Os 92/07d
    Auch; Beisatz: Hier: Die Konstatierungen zur subjektiven Tatseite wurden empirisch einwandfrei auch auf die objektive Vorgangsweise gestützt. (T4)
  • 13 Os 142/07t
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 142/07t
    Auch; Beisatz: Der Schluss von einem gezeigten Verhalten auf ein zugrundeliegendes Wollen oder Wissen ist ohne weiteres rechtsstaatlich vertretbar, bei leugnenden Angeklagten in aller Regel methodisch gar nicht zu ersetzen (WK-StPO § 281 Rz 281 und 452). (T5)
  • 15 Os 47/08p
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 15 Os 47/08p
  • 11 Os 98/08h
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 98/08h
    Auch; Beis wie T5
  • 11 Os 122/08p
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 122/08p
    Auch; Beis wie T5
  • 14 Os 144/08w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 144/08w
    Beis wie T5
  • 14 Os 100/08z
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 100/08z
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Zutreffend reklamiert die Mängelrüge unvollständige Begründung (Z 5 zweiter Fall) der Urteilsannahmen zu einem auf Verringerung des Gesellschaftsvermögens und auf Gläubigerschädigung gerichteten Vorsatz des Beschwerdeführers. Die Beweiswürdigung erschöpfte sich in der Formulierung „die Feststellungen zur subjektiven Tatseite ... sind darüber hinaus aus dem objektiven Tatgeschehen zwanglos abzuleiten". (T6)
  • 12 Os 44/09a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 44/09a
    Beis wie T5
  • 15 Os 112/09y
    Entscheidungstext OGH 19.08.2009 15 Os 112/09y
    Auch; Beis wie T5
  • 12 Os 78/09a
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 12 Os 78/09a
    Beis wie T5
  • 13 Os 103/09k
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 103/09k
    Auch
  • 13 Os 85/09p
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 85/09p
    Vgl
  • 15 Os 9/10b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 15 Os 9/10b
    Auch; Beis wie T4
  • 14 Os 13/10h
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 13/10h
    Auch; Beis wie T5
  • 13 Os 42/10s
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 42/10s
    Auch
  • 11 Os 64/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 64/10m
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 5/11s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 5/11s
    Auch
  • 13 Os 11/11h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 11/11h
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 26/11d
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 26/11d
    Auch; Beis wie T5
  • 11 Os 58/11f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 58/11f
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Andernfalls hätte es ein Straftäter in der Hand, einer Verurteilung durch bloßes Leugnen zu entgehen. (T7)
  • 15 Os 151/11m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 151/11m
    Vgl; Vgl Beis wie T5
  • 12 Os 4/12y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2012 12 Os 4/12y
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 53/12a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 53/12a
    Auch
  • 15 Os 139/11x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 139/11x
    Auch
  • 13 Os 41/12x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 41/12x
    Auch; Auch Beis wie T5
  • 11 Os 82/12m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 82/12m
    Auch
  • 15 Os 70/12a
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 15 Os 70/12a
    Vgl auch
  • 14 Os 124/12k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 124/12k
    Vgl
  • 15 Os 8/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 8/13k
    Auch; Beisatz: Die Feststellungen zur subjektiven Tatseite bedürfen jedenfalls einer ausdrücklichen Begründung im Urteil. (T8)
  • 12 Os 9/13k
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 9/13k
    Vgl auch
  • 13 Os 30/13f
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 30/13f
    Auch; Beis wie T5
  • 13 Os 46/13h
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 46/13h
    Auch; Auch Beis wie T5
  • 13 Os 10/13i
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 13 Os 10/13i
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 81/13w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 81/13w
    Auch; Beis wie T5
  • 15 Os 52/13f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 52/13f
  • 11 Os 118/13g
    Entscheidungstext OGH 12.11.2013 11 Os 118/13g
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 13 Os 75/13y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 75/13y
  • 15 Os 149/13w
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 149/13w
    Auch; Beisatz: Die Feststellungen zur subjektiven Tatseite können einer über den bloßen Verweis auf den objektiven Hergang hinausgehenden Begründung im Urteil bedürfen. (T9)
  • 15 Os 133/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 15 Os 133/13t
  • 13 Os 13/14g
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 13 Os 13/14g
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 17 Os 28/13s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 28/13s
  • 15 Os 73/14w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 73/14w
  • 15 Os 98/13w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 98/13w
  • 12 Os 122/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 122/14d
    Beis wie T5
  • 15 Os 140/14y
    Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 140/14y
  • 11 Os 139/14x
    Entscheidungstext OGH 13.01.2015 11 Os 139/14x
  • 11 Os 99/14i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 99/14i
    Auch
  • 15 Os 20/15b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 20/15b
  • 12 Os 23/15x
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 12 Os 23/15x
    Beisatz: Auch hinsichtlich der Gewerbsmäßigkeit. (T10)
  • 14 Os 57/15m
    Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 57/15m
    Auch
  • 12 Os 115/16b
    Entscheidungstext OGH 04.11.2016 12 Os 115/16b
    Auch; Beis wie T5
  • 14 Os 85/17g
    Entscheidungstext OGH 07.11.2017 14 Os 85/17g
  • 15 Os 82/18z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 82/18z
  • 13 Os 102/19b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2020 13 Os 102/19b
  • 13 Os 1/20a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 13 Os 1/20a
  • 14 Os 26/20k
    Entscheidungstext OGH 08.04.2020 14 Os 26/20k
    Vgl
  • 13 Os 16/20g
    Entscheidungstext OGH 15.04.2020 13 Os 16/20g
    Vgl
  • 12 Os 73/21h
    Entscheidungstext OGH 16.09.2021 12 Os 73/21h
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 78/21a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 13 Os 78/21a
    Vgl
  • 13 Os 130/22z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2023 13 Os 130/22z
    Vgl
  • 11 Os 64/23f
    Entscheidungstext OGH 11.07.2023 11 Os 64/23f
    vgl
  • 15 Os 127/23z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 127/23z
    vgl
  • 13 Os 9/24h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2024 13 Os 9/24h
    vgl
  • 13 Os 3/24a
    Entscheidungstext OGH 06.03.2024 13 Os 3/24a
    vgl; Beisatz wie T5
  • 12 Os 22/25i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2025 12 Os 22/25i
    vgl
  • 15 Os 97/25s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2025 15 Os 97/25s
    vgl
  • 15 Os 4/26s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2026 15 Os 4/26s
    vgl
  • 15 Os 54/26v
    Entscheidungstext OGH 15.07.2026 15 Os 54/26v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0098671

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2026

Dokumentnummer

JJR_19810519_OGH0002_0100OS00053_8100000_001

Entscheidungstext 15Os98/13w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

15Os98/13w

Entscheidungsdatum

08.07.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 8. Juli 2014 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Danek als Vorsitzenden, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Mag. Lendl und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Bachner-Foregger, Dr. Michel-Kwapinski und Mag. Fürnkranz als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Anscheringer als Schriftführer in der Strafsache gegen Pavel D***** und andere Angeklagte wegen der Verbrechen des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels nach Paragraph 217, Absatz eins und Paragraph 15, StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Gabriella F***** und Anneliese H***** sowie über die Berufungen der Angeklagten Anneliese H***** und der Staatsanwaltschaft betreffend die Angeklagten Pavel D*****, Gabriella F*****, Vasile B***** und Anneliese H***** gegen das Urteil des Landesgerichts Leoben als Schöffengericht vom 22. Jänner 2013, GZ 37 Hv 82/12x-349, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Gabriella F***** und Anneliese H***** werden zurückgewiesen.

Aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerden wird das angefochtene Urteil, das im Übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch A/2 (betreffend Vasile B*****) und B/I (betreffend Pavel D***** und Gabriella F*****), soweit er sich auf die Bestimmung zu der im Schuldspruch A/2 genannten Tat sowie auf die versuchte Bestimmung eines unbekannten Täters mit dem Spitznamen „Robi“ zur Verbringung von mindestens drei namentlich nicht bekannten Frauen bezieht, demzufolge auch in den die Angeklagten Pavel D*****, Gabriella F***** und Vasile B***** betreffenden Strafaussprüchen (einschließlich der Vorhaftanrechung) aufgehoben und die Sache in diesem Umfang zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht verwiesen.

Mit ihrer hinsichtlich Pavel D*****, Gabriella F***** und Vasile B***** erhobenen Berufung wird die Staatsanwaltschaft auf diese Entscheidung verwiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen der Anneliese H***** und der Staatsanwaltschaft betreffend diese Angeklagte wird der Akt vorerst dem Oberlandesgericht Graz zugeleitet.

Den Angeklagten Gabriella F***** und Anneliese H***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil, das hinsichtlich der Angeklagten Vasile B*****, Istvan Hu*****, Pavel D*****, Gabriella F*****, Marie P***** und Anneliese H***** (auch) rechtskräftige Freisprüche enthält, wurden Pavel D***** und Gabriella F***** der Verbrechen des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels nach ([US 21] zu ergänzen: Paragraph 12, zweiter Fall) Paragraph 217, Absatz eins, erster Fall und Paragraph 15, StGB (B/I), Vasile B***** des Verbrechens des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels nach Paragraph 217, Absatz eins, zweiter Fall und Paragraph 15, StGB (A) und Anneliese H***** des Verbrechens des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels nach ([US 21] zu ergänzen: Paragraph 12, zweiter Fall), Paragraph 217, Absatz eins, erster Fall StGB (B/II) schuldig erkannt.

Danach hat oder haben

A./ Vasile B***** in S***** und anderen Orten Rumäniens, nicht näher bekannten Orten in Ungarn, in J***** und S***** nachgenannte Personen, mögen sie teils auch bereits der Prostitution nachgegangen sein, der Prostitution in einem anderen Staat als in dem, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen oder in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, „zugeführt und hiefür angeworben“, indem er in Rumänien vorwiegend mittellose Frauen zur Ausübung der Prostitution durch In-Aussicht-Stellen besserer Verdienstmöglichkeiten in Österreich anwarb, nach Zustimmung der jeweiligen Person die Modalitäten der Prostitutionsausübung im jeweils vorausbestimmten Bordell in Österreich darlegte, mit dem jeweiligen Bordellbetreiber eine vertragliche Vereinbarung über die Bezahlung des Fuhrlohns durch diesen sowie die Eingliederung der Angeworbenen in den dortigen Bordellbetrieb noch aus dem Ausland vereinbarte und diese schließlich in das jeweilige österreichische Bordell verbrachte, wobei er in der Absicht handelte, sich durch die wiederholte Zuführung solcher Personen eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, wobei es teils aufgrund Weigerung der Betroffenen beim Versuch blieb, und zwar

1./ im März 2011 Ilona ***** K*****;

2./ im Mai 2011 Etelka Ko***** alias Andrea;

3./ Doina ***** G*****

a./ im Dezember 2011;

b./ im März 2012;

4./ im März 2012 eine Frau mit dem Spitznamen „Robot“, wobei es beim Versuch blieb;

B./ Nachgenannte Vasile B***** zu den unter A./ angeführten Tathandlungen vorsätzlich bestimmt, indem sie ihn jeweils ausdrücklich aufforderten, Frauen in Rumänien zur Ausübung der Prostitution in Österreich anzuwerben und in das jeweilige, von ihnen betriebene Bordell zu verbringen, wobei sie zuvor die einstweilige Übernahme der Fuhrkosten zusicherten, und zwar

römisch eins./ Pavel D***** und Gabriella F***** zu den unter A/1, A/2, A/3/b und A/4 angeführten Taten sowie einen bislang nicht bekannten Täter mit dem Spitznamen „Robi“ zur Verbringung von mindestens drei namentlich nicht bekannten Frauen, wobei es beim Versuch blieb;

römisch zwei./ Anneliese H***** zu der unter A/3/a angeführten Tat.

Rechtliche Beurteilung

Gegen diesen Schuldspruch richten sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde der Angeklagten Gabriella F***** sowie die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, 5 a und 9 Litera a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde der Anneliese H*****.

Zur Nichtigkeitsbeschwerde der Gabriella F*****:

Mit ihrer undifferenzierten Behauptung, der Schuldspruch B/I sei rechtlich verfehlt, weil die angeworbenen Frauen freiwillig nach Österreich kamen, keine Abhängigkeiten geschaffen wurden, „typische Begleithandlungen“ vergleiche Philipp in WK2 StGB Paragraph 217, Rz 3) fehlen und somit auch keine „besonders gefährliche und schamlose Form der Förderung der Prostitution“ vorliege, leitet die Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera a,) nicht aus dem Gesetz ab (RIS-Justiz RS0116565), weshalb die Strafbarkeit nach dieser Bestimmung von der Schaffung eines besonderen Zwangs- oder Abhängigkeitsverhältnisses abhängen soll vergleiche RIS-Justiz RS0109314; 14 Os 82/04; 15 Os 129/12b).

Soweit die Rechtsrüge zu B/I weiter pauschal davon ausgeht, die Beschwerdeführerin habe lediglich eine „Information“ interessierter Frauen durch Vasile B***** darüber veranlasst, dass die Möglichkeit bestehe, in Österreich in ihrem Bordell arbeiten zu können, übergeht sie prozessordnungswidrig den im Urteil festgestellten Sachverhalt (RIS-Justiz RS0099810). Danach bestand nämlich nicht nur eine Vereinbarung mit dem Angeklagten B*****, in S***** (Rumänien) Frauen für die von Pavel D***** und Gabriella F***** betriebenen Bordelle zu suchen, die sich auf seine Nachfrage zur Ausübung der Prostitution in Österreich bereiterklären würden, sondern sollte er diesen auch die Arbeitsbedingungen erläutern und sie im Fall ihrer Zustimmung nach vorheriger Rücksprache von Rumänien in die Bordelle der Genannten bringen, wo die Frauen den vereinbarungsgemäß vorgestreckten Fuhrlohn abarbeiten sollten (US 11). Weshalb aber im Fall der „Annahme“ eines in Entsprechung dieser Vereinbarung gemachten „Angebots“ des Angeklagten B***** mit anschließender Beförderung der betroffenen Frauen in die Bordelle der Genannten eine aktive und gezielte Einflussnahme auf den Willen der Tatopfer zur Verlagerung der gesamten Lebensführung als Prostituierte nach Österreich oder eine entsprechende Verpflichtung der Frauen durch Anwerbung ausgeschlossen sein soll (RIS-Justiz RS0109314), legt die Beschwerde durch bloße Negierung eines „Zuführens“ oder „Anwerbens“ unter Hinweis auf die Freiwilligkeit der Prostitutionsaufnahme und des Aufenthaltswechsels sowie auf die besseren Verdienstmöglichkeiten der Frauen in Österreich nicht dar.

Ebensowenig macht das Rechtsmittel klar, weshalb der Umstand, dass die Tatopfer (zum Teil) bereits zuvor der Prostitution nachgegangen waren, entgegen dem Wortlaut des Paragraph 217, Absatz eins, StGB („mag sie auch ...“) einer (beachtlichen) Einflussnahme auf den Willen der Betroffenen zur Verlagerung der gesamten Lebensführung als Prostituierte in einem für sie fremden Staat entgegenstehen soll.

Es besteht auch kein Anlass für die (im Anschluss an die Nichtigkeitsbeschwerde angeregte) Einleitung eines Normprüfungsverfahrens nach Artikel 89, Absatz 2, B-VG in Verbindung mit Artikel 140, Absatz eins, B-VG. Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der genannten Strafbestimmung vermag die Beschwerdeführerin nämlich nicht aufzuzeigen. Paragraph 217, StGB ist eine - mehreren internationalen Rechtsakten zur Unterdrückung des Frauen- und Kinderhandels und der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität entsprechende - Schutzbestimmung zu Gunsten von Personen, die zum tatbestandsspezifischen Zweck in ein Land verbracht werden, das für sie weder Heimatland noch gewöhnliches Aufenthaltsland ist, womit aufgrund leichterer Abhängigkeit von anderen (regelmäßig) eine (höhere) Gefährdung der sexuellen Selbstbestimmung einhergeht vergleiche 13 Os 17/95; 15 Os 32/07f).

In der - österreichische Staatsbürger im Übrigen genauso wie ausländische Staatsangehörige treffenden - Kriminalisierung von Tathandlungen, die auf ein Verlassen der schutzbietenden Heimat und/oder das Führen des Lebens als Prostituierte in einem fremden Staat gerichtet sind, ist im Hinblick auf die aus einer solchen Handlung resultierende (größere) Gefahr für die Betroffenen, in Abhängigkeit zu geraten und dadurch ihre sexuelle Dispositionsfähigkeit zu verlieren, keine dem Gleichheitsgrundsatz (Artikel 7, B-VG; Artikel 2, StGG) widersprechende unsachliche Differenzierung im Verhältnis zu einer von dieser Bestimmung nicht erfassten (von der Beschwerdeführerin als Beispiel vorgebrachten) Anwerbung rumänischer Staatsangehöriger für ein rumänisches Bordell auszumachen.

Von einem unverhältnismäßigen Eingriff in die Erwerbsfreiheit von Bordellbetreibern kann keine Rede sein, weil Paragraph 217, StGB dem bloßen Betrieb eines solchen Etablissements mit ausländischen (eigenständig nach Österreich gekommenen) Prostituierten (RIS-Justiz RS0098995; 13 Os 17/95; 14 Os 113/06h) nicht entgegensteht. Dass durch Paragraph 217, StGB der Rekrutierung von (zumeist ärmeren) Frauen in anderen Ländern entgegengewirkt wird, erscheint im Hinblick auf die bereits aufgezeigte erhöhte Gefahr der Bildung von Abhängigkeiten im fremden Land und die damit einhergehenden potentiellen Folgen für die sexuelle Selbstbestimmung der Betroffenen auch nicht unangemessen.

Zur Nichtigkeitsbeschwerde der Anneliese H*****:

Die von der Mängelrüge (Ziffer 5, vierter Fall) vermisste Begründung der Feststellungen zur subjektiven Tatseite befindet sich auf US 20 dritter Absatz. Dass das Erstgericht hiebei von einem gezeigten Verhalten auf eine zugrundeliegende Absicht schloss, verstößt nicht gegen Kriterien folgerichtigen Denkens oder grundlegende Erfahrungssätze und begegnet solcherart keinen aus Ziffer 5, beachtlichen Bedenken (RIS-Justiz RS0098671, RS0116882).

Soweit die Mängelrüge eine Unvollständigkeit der getroffenen Konstatierungen zur Einflussnahme auf das Schutzobjekt behauptet, macht sie der Sache nach einen Rechtsfehler mangels Feststellungen geltend (Ziffer 9, Litera a,; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 605, 611), übergeht dabei jedoch prozessordnungswidrig die (im Rechtsmittel zum Teil ausdrücklich zitierten) Konstatierungen im Ersturteil. Danach kontaktierte der Angeklagte B***** in Ausführung des Auftrags der Beschwerdeführerin - von der auch eine Zusicherung der sofortigen Abdeckung seines Fuhrlohns vorlag - in Rumänien Frauen als Prostituierte für ihr Bordell anzuwerben und nach Österreich zu verbringen, Doina G*****, erwirkte deren Zustimmung zur Arbeitsaufnahme im besagten Bordell und chauffierte die Betroffene von Rumänien zur L***** Bar in Österreich, wo er von der Rechtsmittelwerberin den vereinbarten Fuhrlohn erhielt (US 11 f und 15 erster Absatz). Weshalb in diesem Fall die für eine Verurteilung nach Paragraph 217, Absatz eins, (zweite Alternative) StGB ausreichende (dem „Zuführen“ gleichwertige) Tatbestandsvariante des „Anwerbens“ des in Rumänien aufhältigen Tatopfers zur Prostitutionsausübung in Österreich (bzw der Bestimmung dazu) nicht erfüllt sein soll, legt die ausschließlich mit der Bestreitung eines „Zuführens“ argumentierende Beschwerde nicht dar vergleiche schon 15 Os 129/12b; RIS-Justiz RS0109314 [T4], RS0095539; 12 Os 76/11k).

Mit ihrem Verweis auf - mit Depositionen der Doina G***** nicht in Einklang stehende - Angaben der Zeuginnen K*****, Angelika Ba*****, Anniko T***** und Timea T***** zu den Arbeitsbedingungen und Gepflogenheiten im Bordell der Beschwerdeführerin vermag die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) keine erheblichen Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Schuldspruch B/II in Verbindung mit A/3/a) zu Grunde liegenden entscheidenden Tatsachen, nämlich zu den Umständen aufzuzeigen, unter welchen Doina G***** von Rumänien in das Bordell der Beschwerdeführerin gelangte (US 12 f). Mit einer eigenständigen Bewertung der Aussagen der Zeugin Doina G***** und T***** zu diesen Umständen (die im Übrigen auch aus anderen Beweismitteln und nicht allein aus den vom Rechtsmittel für unglaubwürdig erachteten Aussagen des Tatopfers erschlossen wurden; US 17 ff) erschöpft sich die weitere Beschwerde in einer im schöffengerichtlichen Verfahren unzulässigen Kritik an der Beweiswürdigung der Tatrichter nach Art einer Schuldberufung.

Mit ihrer (mehrfachen) auf dem Fehlen eines Abhängigkeitsverhältnisses der Doina G***** aufbauenden Kritik (Ziffer 9, Litera a,) ist die Nichtigkeitswerberin auf die Ausführungen zum Rechtsmittel der Mitangeklagten F***** zu verweisen.

Der (neuerlichen) Behauptung des Fehlens von Feststellungen zur „aktiven und gezielten Einflussnahme“ auf das Tatopfer Doina G***** (Ziffer 9, Litera a,) sind zunächst die bereits im Rahmen der Mängelrüge aufgezeigten Feststellungen entgegenzuhalten (US 12 f und 14 f). Welcher weiteren Konstatierungen es zur Annahme einer in Rumänien herbeigeführten Vereinbarung des unmittelbaren Täters mit Doina G***** in Bezug auf die Prostitutionsausübung in der L***** Bar in Österreich und einer Bestimmung des Vasile B***** zu einem solchen „Anwerben“ durch die Beschwerdeführerin bedurft hätte, macht das Rechtsmittel nicht klar vergleiche RIS-Justiz RS0109314 [T4], RS0095539; 15 Os 129/12b; 12 Os 76/11k).

Die Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten F***** und H***** waren somit - in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur - bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus (zunächst) die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen der Angeklagten Anneliese H***** sowie der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der zuletzt genannten Angeklagten folgt (Paragraph 285 i, StPO).

Aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerden überzeugte sich der Oberste Gerichtshof - abermals im Einklang mit der Generalprokuratur - von einer von der Angeklagten Gabriella F***** nicht geltend gemachten, ihr zum Nachteil gereichenden (materiellen) Nichtigkeit, die dem Schuldspruch B/I, und zwar hinsichtlich der Verbringung der Etelka Ko***** vergleiche A/2) sowie der versuchten Bestimmung eines unbekannten Täters mit dem Spitznamen „Robi“ zur Verbringung von mindestens drei namentlich nicht bekannten Frauen anhaftet.

Die Annahme eines „Zuführens“ im Sinne des Paragraph 217, StGB setzt eine aktive und gezielte Einflussnahme auf das Tatopfer voraus, ihre Lebensführung in ein anderes Land zu verlagern, um dort als Prostituierte zu arbeiten, während das bloße Befördern nicht ausreicht (RIS-Justiz RS0109314 [T1, T3 und T8]; Philipp in WK² Paragraph 217, Rz 15).

Die dem Zuführen gleichwertige Begehungsform des Anwerbens erfasst ein über das Betreiben des Täters bewirktes Herbeiführen eines Vertragsabschlusses oder einer Vereinbarung mit einer Verpflichtung des Opfers, durch das es sich zum Wechsel in den fremden Staat und zur Prostitutionsausübung im fremden Staat gebunden erachtet (RIS-Justiz RS0095539; RIS-Justiz RS0109314 [T4]; Philipp in WK² Paragraph 217, Rz 17 f).

Nach den Urteilsannahmen stand der Entschluss der Etelka Ko*****, in Österreich als Prostituierte zu arbeiten, zum Zeitpunkt der zwischen Vasile B*****, Szilvi N. und deren Freund getroffenen Vereinbarung über den Transport mit dem Taxi des Vasile B***** bereits fest (US 14). Inwiefern vor dem Grenzübertritt gerade auch eine - auf die Bestimmung der Angeklagten Gabriella F***** zurückzuführende (US 11 letzter Absatz) - verbindliche Vereinbarung des Tatopfers mit Vasile B***** zur grenzüberschreitenden Prostitutionsausübung im Bordell der betroffenen Angeklagten vorgelegen ist, lässt sich dem Urteil nicht eindeutig entnehmen, weshalb der hiezu ergangene Schuldspruch nach Paragraph 217, Absatz eins, erster Fall StGB nicht gedeckt ist (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a, StPO).

Zur Verurteilung wegen der versuchten, auf die „Verbringung von mindestens drei namentlich nicht bekannten Frauen“ gerichteten Bestimmung eines bislang nicht bekannten Täters mit dem Spitznamen „Robi“ (US 3) enthält das Urteil überhaupt keine Feststellungen. Die Passage über weitere „Absprachen“ mit namentlich nicht bekannten rumänischen „Taxifahrern“ (US 12) lässt keinen eindeutigen Bezug auf „Robi“ in Verbindung mit einer von Gabriella F***** und Pavel D***** angestrebten Anwerbung von (zumindest) drei rumänischen Frauen zur Prostitutionsaufnahme in Österreich und damit auf eine versuchte (etwa misslungene oder erfolglose) Bestimmung (Paragraph 15, Absatz 2, StGB) des Genannten zur Ausführung einer hinreichend determinierten Tat erkennen vergleiche RIS-Justiz RS0089682; vergleiche Hager/Massauer in WK2 StGB Paragraphen 15, 16, Rz 22 und 35; Fabrizy in WK2 StGB Paragraph 12, Rz 55, 58 f, 66 f, 72 f, 78).

In diesem Umfang war das Urteil hinsichtlich der Angeklagten F***** daher von Amts wegen aufzuheben (Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz erster Fall StPO).

Da die aufgezeigte Nichtigkeit zu B/I (im selben Umfang) auch den Angeklagten Pavel D***** betrifft, hinsichtlich A/2 wiederum den Angeklagten Vasile B*****, war sie aus Anlass der vorliegenden Nichtigkeitsbeschwerden im aus dem Spruch ersichtlichen Umfang auch zu Gunsten dieser Angeklagten von Amts wegen wahrzunehmen (Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz zweiter Fall StPO).

Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO. Sie bezieht sich bei Gabriella F***** nicht auf die amtswegige Maßnahme (Lendl, WK-StPO Paragraph 390 a, Rz 12).

Schlagworte

Strafrecht

Textnummer

E108025

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0150OS00098.13W.0708.000

Im RIS seit

29.07.2014

Zuletzt aktualisiert am

29.07.2014

Dokumentnummer

JJT_20140708_OGH0002_0150OS00098_13W0000_000