Rechtssatz für 14Os184/98 13Os73/05t 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0111520

Geschäftszahl

14Os184/98; 13Os73/05t; 14Os88/09m; 13Os22/21s

Entscheidungsdatum

07.06.2021

Rechtssatz

Bei tateinheitlichem Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO) können diese weder Gegenstand verschiedener, gegen denselben Beschuldigten geführter Verfahren noch verschiedener Schuldsprüche sein. Im Fall von Tateinheit liegt stets nur eine Tat im Sinn des Prozessrechts vor, weshalb sich die Rechtskraft ihrer Aburteilung auf alle ideell konkurrierenden strafbaren Handlungen erstreckt. Die versehentliche Nichtunterstellung der Tat unter das konkurrierende Strafgesetz kann daher niemals in einem gesonderten Verfahren nachgeholt werden. Nur wenn die für den Konkurrenztatbestand maßgebenden Tatumstände erst nachträglich hervorkommen und die Voraussetzungen des Paragraph 356, StPO (erhebliches Missverhältnis der Strafdrohungen) vorliegen, kann ein solcher Subsumtionsfehler im Wege einer Wiederaufnahme zum Nachteil des Verurteilten korrigiert werden (Hier: Der Täter wurde zunächst wegen Paragraph 83, Absatz eins, StGB verurteilt. Nachträglich stellte sich heraus, dass er diese Körperverletzung als Teilnehmer einer Zusammenrottung ausgeführt hat. Die neuerliche Verurteilung, nunmehr wegen Paragraph 274, Absatz eins und Absatz 2, StGB, wurde vom Obersten Gerichtshof als gesetzwidrig kassiert).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 184/98
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 14 Os 184/98
  • 13 Os 73/05t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 13 Os 73/05t
    Vgl
  • 14 Os 88/09m
    Entscheidungstext OGH 25.08.2009 14 Os 88/09m
    Vgl; Beisatz: Hier: Weil - im Falle des Vorliegens sämtlicher Tatbestandsmerkmale beider strafbarer Handlungen - § 105 StGB zu § 201 StGB (als selbständiger Abwandlung des Grunddelikts) im Verhältnis der Scheinkonkurrenz steht (scheinbare Idealkonkurrenz, Spezialität), liegt nur eine einzige Tat sowohl im materiellen als auch im prozessualen Sinn vor (vgl zum Ganzen, WK-StPO § 281 Rz 502 ff, 517, WK-StGB - 2 Vorbem zu §§ 28-31 Rz 32 ff). (T1)
  • 13 Os 22/21s
    Entscheidungstext OGH 07.06.2021 13 Os 22/21s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111520

Im RIS seit

25.02.1999

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19990126_OGH0002_0140OS00184_9800000_001

Rechtssatz für 15Os23/03; 15Os105/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117446

Geschäftszahl

15Os23/03; 15Os105/03; 13Os43/03; 11Os108/03; 15Os114/04; 13Os38/05w; 12Os42/05a; 11Os76/05v; 11Os119/05t; 11Os123/05f; 11Os26/05s; 12Os25/06b; 11Os25/06w; 15Os90/06h; 12Os84/06d; 12Os79/06v; 15Os107/06h; 14Os89/06d; 12Os75/06f; 12Os71/07v; 13Os74/07t; 12Os115/07i; 14Os141/07b; 12Os137/07z; 13Os157/07y; 13Os67/08i; 14Os92/08y (14Os93/08w); 13Os71/08b; 11Os124/08g; 11Os180/08t; 12Os88/08w; 11Os32/09d; 11Os39/09h; 13Os31/09x; 12Os13/09t; 12Os96/08x; 13Os68/09p; 14Os88/09m; 14Os42/09x; 14Os112/09s; 12Os180/09a; 13Os17/10i; 12Os28/10z; 15Os57/10m; 14Os175/10g; 13Os29/11f; 14Os35/11w; 11Os76/11b; 15Os55/11v; 11Os4/12s; 13Os85/11s; 13Os2/12m; 12Os185/11i; 12Os176/11s; 15Os29/12x; 14Os116/12h; 12Os128/12h; 12Os58/13s; 15Os62/13a; 12Os27/14h; 11Os73/14s; 14Os87/14x; 14Os100/14h; 13Os34/15x; 11Os115/15v; 13Os20/15p; 13Os119/15x; 11Os29/16y; 13Os12/16p; 15Os77/16m; 12Os111/17s; 12Os22/19f; 12Os32/20b; 13Os84/19f; 13Os5/21s; 14Os57/21w; 11Os105/21g; 12Os142/21f; 15Os7/23b; 15Os67/23a; 12Os62/24w; 13Os58/24i; 14Os61/23m; 15Os68/25a; 13Os86/25h; 12Os97/25v; 12Os41/26k

Entscheidungsdatum

20.05.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ableitung erheblicher Bedenken "aus den Akten" bedeutet die Bezugnahme auf konkrete Beweismittel.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 23/03
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 15 Os 23/03
  • 15 Os 105/03
    Entscheidungstext OGH 25.09.2003 15 Os 105/03
  • 13 Os 43/03
    Entscheidungstext OGH 03.09.2003 13 Os 43/03
    Beisatz: Vom Beschwerdeführer ist zur prozessförmigen Darstellung der Rüge zu verlangen, die ins Treffen geführten aktenkundigen Beweismittel in Hinsicht auf ihre Eignung, erhebliche Bedenken hervorzurufen, an der Gesamtheit der beweiswürdigenden Erwägungen zu messen. Eindrücke des Beschwerdeführers, Hypothesen und Spekulationen gehören nicht hierher. (T1)
  • 11 Os 108/03
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 11 Os 108/03
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 15 Os 114/04
    Entscheidungstext OGH 21.10.2004 15 Os 114/04
    Auch
  • 13 Os 38/05w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2005 13 Os 38/05w
    Vgl auch; Beisatz: Nicht konkret auf Aktenbestandteile bezogene Spekulationen sind aus Z 5a unbeachtlich. (T2)
  • 12 Os 42/05a
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 42/05a
  • 11 Os 76/05v
    Entscheidungstext OGH 23.08.2005 11 Os 76/05v
    Auch; Beisatz: Die Ableitung erheblicher Bedenken gegen die dem Schuldspruch zugrunde gelegten entscheidenden Tatsachen darf sich nicht auf bloße Hypothesen und Spekulationen als Antithese zu den Erwägungen der Tatrichter beschränken, sondern muss aus den Akten - somit unter Bezugnahme auf konkrete Verfahrensergebnisse und im Kontext mit der Gesamtheit der Beweiswürdigung - erfolgen. (T3)
  • 11 Os 119/05t
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 119/05t
    Auch; Beis wie T3
  • 11 Os 123/05f
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 123/05f
    Auch; Beis wie T3
  • 11 Os 26/05s
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 26/05s
    Beisatz: Ein vom Beschwerdeführer behauptetes völliges Fehlen von Beweisergebnissen ist daher nicht mit der Tatsachenrüge, sondern mit der Mängelrüge (Z 5 vierter Fall) geltend zu machen. (T4)
  • 12 Os 25/06b
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 25/06b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 11 Os 25/06w
    Entscheidungstext OGH 19.09.2006 11 Os 25/06w
    Beis wie T1 nur: Vom Beschwerdeführer ist zur prozessförmigen Darstellung der Rüge zu verlangen, die ins Treffen geführten aktenkundigen Beweismittel in Hinsicht auf ihre Eignung, erhebliche Bedenken hervorzurufen, an der Gesamtheit der beweiswürdigenden Erwägungen zu messen. (T5)
  • 15 Os 90/06h
    Entscheidungstext OGH 05.10.2006 15 Os 90/06h
    Vgl auch
  • 12 Os 84/06d
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 84/06d
    Vgl auch
  • 12 Os 79/06v
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 79/06v
    Vgl auch; Beisatz: Indem die Tatsachenrüge anhand eigener Beweiswerterwägungen für den Beschwerdeführer günstige Schlüsse ableitet, vermag sie keine erheblichen Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Ausspruch über die Schuld zugrunde gelegten entscheidenden Tatsachen zu wecken. (T6)
  • 15 Os 107/06h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 107/06h
  • 14 Os 89/06d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2006 14 Os 89/06d
    Beisatz: Ohne Bezugnahme auf konkrete Beweismittel können nach der Prozessordnung keine erheblichen Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Ausspruch über die Schuld zugrunde liegenden entscheidenden Tatsachen geweckt werden. (T7)
  • 12 Os 75/06f
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 75/06f
  • 12 Os 71/07v
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 71/07v
    Beisatz: Nur gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen vermögen intersubjektiv gemessen an Erfahrungs- und Vernunftssätzen eine unerträgliche Fehlentscheidung qualifiziert nahezulegen. (T8)
  • 13 Os 74/07t
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 74/07t
    Auch
  • 12 Os 115/07i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 12 Os 115/07i
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 14 Os 141/07b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 14 Os 141/07b
    Vgl auch; Beisatz: Wesen und Ziel der Tatsachenrüge (Z 5a) ist es, an Hand aktenkundiger Umstände unter Beachtung sämtlicher Verfahrensergebnisse erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit des Ausspruchs über entscheidende Tatsachen aufzuzeigen. Bloß aus Erwägungen der Tatrichter abgeleitete Einwände sind ebenso wenig zur prozessordnungsgemäßen Darstellung der Rüge geeignet wie Eindrücke, Hypothesen oder Spekulationen des Rechtsmittelwerbers. (T9)
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Vgl
  • 13 Os 157/07y
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 157/07y
  • 13 Os 67/08i
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 67/08i
  • 14 Os 92/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 92/08y
    Auch; Beisatz: Unterlässt es der Beschwerdeführer, durch konkrete Bezugnahme auf aktenkundige Beweismittel erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit des Ausspruchs über entscheidende Tatsachen aufzuzeigen, so verfehlt er solcherart eine prozessförmige Darstellung dieses Nichtigkeitsgrunds. (T10)
  • 13 Os 71/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 71/08b
    Auch
  • 11 Os 124/08g
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 124/08g
  • 11 Os 180/08t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 11 Os 180/08t
  • 12 Os 88/08w
    Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 88/08w
    Auch; Beis wie T9; Bem: Vgl WK-StPO § 281 Rz 487. (T11)
  • 11 Os 32/09d
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 32/09d
    Beis wie T2; Beisatz: Daran mangelt es jenem Teil des Vorbringens, das die Erwägungen des Erstgerichts - ausgehend von der eigenen Verantwortung - als „völlig unwahrscheinlich" und „schleierhaft" bezeichnet. (T12)
  • 11 Os 39/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 11 Os 39/09h
  • 13 Os 31/09x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2009 13 Os 31/09x
  • 12 Os 13/09t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 13/09t
    Auch; Beis wie T3
  • 12 Os 96/08x
    Entscheidungstext OGH 23.04.2009 12 Os 96/08x
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 68/09p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2009 13 Os 68/09p
    Auch; Beisatz: Hier: Die Tatsachenrüge (Z 5a) unterlässt die gebotene Bezugnahme auf konkretes, in der Hauptverhandlung vorgekommenes Beweismaterial oder solche - ebenfalls konkret zu bezeichnende - Beweismittel, die so rechtzeitig zum Akt gekommen sind, dass sie in der Hauptverhandlung noch hätten vorkommen können und rechtens hätten vorkommen dürfen und dass sie Anlass zur Durchführung von Beweisaufnahmen gegeben hätten (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 481). (T13)
  • 14 Os 88/09m
    Entscheidungstext OGH 25.08.2009 14 Os 88/09m
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
  • 14 Os 112/09s
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 112/09s
    Vgl; Beisatz: Mit dem Hinweis auf das Fehlen „anderer Beweismittel zu diesem Geschehensverlauf" verfehlt der Beschwerdeführer den Bezugspunkt dieses Nichtigkeitsgrundes, nämlich aus den Akten ersichtliche konkrete Verfahrensergebnisse. (T14)
  • 12 Os 180/09a
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 12 Os 180/09a
    Beis wie T4
  • 13 Os 17/10i
    Entscheidungstext OGH 08.04.2010 13 Os 17/10i
    Auch; Beis ähnlich wie T13
  • 12 Os 28/10z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2010 12 Os 28/10z
  • 15 Os 57/10m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 15 Os 57/10m
    Auch
  • 14 Os 175/10g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 14 Os 175/10g
    Auch; Beis ähnlich wie T13
  • 13 Os 29/11f
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 29/11f
    Auch
  • 14 Os 35/11w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 35/11w
    Auch
  • 11 Os 76/11b
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 76/11b
    Auch
  • 15 Os 55/11v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 55/11v
    Vgl auch
  • 11 Os 4/12s
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 11 Os 4/12s
    Auch
  • 13 Os 85/11s
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 13 Os 85/11s
    Vgl auch
  • 13 Os 2/12m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 13 Os 2/12m
    Vgl auch
  • 12 Os 185/11i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 185/11i
    Vgl auch; Beisatz: Das pauschale Abstellen auf den „gesamten Akteninhalt“ lässt die nach der Prozessordnung gebotene Bezugnahme auf konkrete Beweismittel vermissen. (T15)
  • 12 Os 176/11s
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 176/11s
    Vgl auch
  • 15 Os 29/12x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 29/12x
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 14 Os 116/12h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2012 14 Os 116/12h
    Vgl; Beisatz: Hier: Die Behauptung, die Feststellungen zur subjektiven Tatseite seien „aus dem durchgeführten Beweisverfahren nicht nachzuvollziehen“, lässt den erforderlichen Aktenbezug vermissen. (T16)
  • 12 Os 128/12h
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 12 Os 128/12h
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T2
  • 12 Os 58/13s
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 12 Os 58/13s
    Auch
  • 15 Os 62/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 62/13a
    Auch; Beis wie T6
  • 12 Os 27/14h
    Entscheidungstext OGH 03.07.2014 12 Os 27/14h
    Auch
  • 11 Os 73/14s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 73/14s
    Auch
  • 14 Os 87/14x
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 87/14x
    Auch
  • 14 Os 100/14h
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 100/14h
  • 13 Os 34/15x
    Entscheidungstext OGH 15.06.2015 13 Os 34/15x
    Auch
  • 11 Os 115/15v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 11 Os 115/15v
    auch; Beisatz wie T4
    Beisatz: Hier: Behauptetes Fehlen von Beweisergebnissen für ein Überschreiten der Grenzmenge (§ 28b SMG). (T17)
    Anm: Die hier irrtümlich doppelt vergebene Teilzahl T1 wurde auf T17 korrigiert. - April 2023
  • 13 Os 20/15p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 20/15p
    Auch
  • 13 Os 119/15x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2015 13 Os 119/15x
    Auch
  • 11 Os 29/16y
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 11 Os 29/16y
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 13 Os 12/16p
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 13 Os 12/16p
  • 15 Os 77/16m
    Entscheidungstext OGH 07.09.2016 15 Os 77/16m
    Auch
  • 12 Os 111/17s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 111/17s
    Auch; Beis wie T9
  • 12 Os 22/19f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2019 12 Os 22/19f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 12 Os 32/20b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 12 Os 32/20b
    Vgl; Beis wie T2
  • 13 Os 84/19f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 13 Os 84/19f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 13 Os 5/21s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2021 13 Os 5/21s
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 57/21w
    Entscheidungstext OGH 10.08.2021 14 Os 57/21w
    Vgl; Beis wie T13
  • 11 Os 105/21g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 11 Os 105/21g
    Vgl; Beis insbesondere T1; Beis wie T10
  • 12 Os 142/21f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 142/21f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 15 Os 7/23b
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 7/23b
    vgl; Beisatz: Soweit es ihr nicht (als Aufklärungsrüge) um den Verfahrensaspekt unterlassener Beweisaufnahme geht, ist eine Tatsachenrüge (Z 5a) nur dann gesetzmäßig ausgeführt, wenn sie anhand konkreten Verweises auf in der Hauptverhandlung vorgekommenes Beweismaterial (§ 258 Abs 1 StPO) bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswürdigung darlegt, welches von ihr angesprochene Verfahrensergebnis (Beweismittel) aus welchem Grund erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit welcher Feststellungen über entscheidende Tatsachen wecken soll. (T18)
  • 15 Os 67/23a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 67/23a
    vgl
  • 12 Os 62/24w
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 62/24w
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T10
  • 13 Os 58/24i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 58/24i
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T10; Beisatz wie T18
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 15 Os 68/25a
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 68/25a
    vgl; Beisatz wie T14
  • 13 Os 86/25h
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 86/25h
    vgl; nur T18
  • 12 Os 97/25v
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 97/25v
    vgl; Beisatz nur wie T18
  • 12 Os 41/26k
    Entscheidungstext OGH 20.05.2026 12 Os 41/26k
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117446

Im RIS seit

26.04.2003

Zuletzt aktualisiert am

08.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20030327_OGH0002_0150OS00023_0300000_002

Rechtssatz für 14Os3/00; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0113142

Geschäftszahl

14Os3/00; 13Os7/01 (13Os8/01); 14Os96/03; 14Os79/03; 12Os109/04; 11Os83/05y; 12Os118/05b; 11Os121/05m; 11Os12/06h; 14Os17/06s; 13Os87/06b; 13Os70/07d; 15Os46/07i; 11Os65/07d; 13Os102/07k; 12Os141/07p; 16Bkd1/07; 14Os170/07t; 11Os108/07b; 12Os81/08s; 13Os60/08k; Ds4/08; 12Os91/08m; 13Os31/09x; 14Os88/09m; 13Os75/09t; 14Os112/09s; 12Os133/09i; 12Os152/09h; 11Os158/10k; 12Os147/10z; 15Os56/11s; 11Os74/11h; 13Os161/11t; 13Os94/12s; 12Os136/12k; 14Os45/13v; 14Os187/13a; 13Os8/15y; 13Os46/15m; 14Os59/15f; 12Os67/15t; 14Os70/15y; 15Os196/15k; 11Os20/16z; 13Os82/16g; 14Os132/16t; 11Os55/17y; 1Ob192/17t; 1Ob183/17v; 1Ob32/18i; 13Os22/18m; 12Os148/17g; 14Os23/20v; 14Os48/20w; 14Os94/20k; 12Os71/20p; 11Os72/21d; 15Os11/21p; 13Os95/21a; 15Os100/21a; 15Os76/22y; 11Os120/22i; 13Os14/23t; 13Os42/23k; 15Os99/23g; 14Os103/23p; 15Os147/24t (15Os148/24i); 14Os105/25k; 13Os140/25z; 12Os144/25f; 13Os41/26t; 12Os18/26b; 12Os44/26a; 15Os68/26b

Entscheidungsdatum

03.09.2026

Norm

StGB §28
StGB §29
StGB §30
StGB §31
StPO §262 C
StPO §263
StPO §267
StPO §281 Abs1 Z8
StPO §345 Abs1 Z7
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ob das Urteil die Anklage überschreitet, ist an Hand des prozessualen Tatbegriffes zu beurteilen. Meinen Anklage und Urteil denselben Sachverhalt, dieselbe Tat, liegt Anklageüberschreitung nicht vor.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 3/00
    Entscheidungstext OGH 01.02.2000 14 Os 3/00
  • 13 Os 7/01
    Entscheidungstext OGH 31.01.2001 13 Os 7/01
    Vgl auch; Beisatz: Identität von Anklagesachverhalt und Urteilssachverhalt in Hinsicht auf den Diebstahl wird durch die Annahme eines gegenüber der schriftlichen Anklage um 11.540 S erhöhten Beutebetrages nicht berührt. (T1)
  • 14 Os 96/03
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 14 Os 96/03
    Vgl; Beisatz: Da Gegenstand einer Berufung stets nur die Überprüfung des erstgerichtlichen Urteils und damit ausschließlich die im Verfahren erster Instanz angeklagte Tat im Sinn des damit umschriebenen Lebenssachverhalts (prozessualer Tatbegriff) sein kann (§ 267 StPO), ist es dem Berufungsgericht verwehrt, auf einen von der Anklagebehörde vor dem Erstgericht nicht inkriminierten Sachverhalt inhaltlich einzugehen. (T2)
  • 14 Os 79/03
    Entscheidungstext OGH 30.09.2003 14 Os 79/03
    Vgl auch; Beisatz: Der unter Anklage gestellte Lebenssachverhalt ist vom Gericht nach allen Richtungen unter den rechtlich maßgeblichen Umständen zu erforschen und jenem Gesetz zu unterstellen, das bei richtiger Auslegung darauf anzuwenden ist. Eine Tat im prozessualen Sinn (ein angeklagter historischer Sachverhalt) kann ohne weiteres mehreren selbständigen Taten im Sinn des materiellen Rechtes entsprechen, deren Verwirklichung der Ankläger alternativ oder nebeneinander als begangen ansieht. (T3)
  • 12 Os 109/04
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 12 Os 109/04
    Vgl auch
  • 11 Os 83/05y
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 11 Os 83/05y
    Auch; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund der Z 8 des § 281 Abs 1 StPO stellt nicht auf die Wortgleichheit der Anklage- und Urteilsformulierungen, sondern darauf ab, ob Anklage und Urteil denselben Lebenssachverhalt meinen. (T4)
  • 12 Os 118/05b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 12 Os 118/05b
    Auch; Beis wie T4
  • 11 Os 121/05m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 121/05m
    Auch
  • 11 Os 12/06h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 12/06h
    Auch
  • 14 Os 17/06s
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 17/06s
    Auch
  • 13 Os 87/06b
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 87/06b
  • 13 Os 70/07d
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 70/07d
    Auch; nur: Meinen Anklage und Urteil denselben Sachverhalt, dieselbe Tat, liegt Anklageüberschreitung nicht vor. (T5)
    Beisatz: Der Umstand, dass das Urteil den Tatzeitpunkt weiter umgrenzt als die Anklage, vermag hieran nichts zu ändern. (T6)
  • 15 Os 46/07i
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 15 Os 46/07i
    Auch
  • 11 Os 65/07d
    Entscheidungstext OGH 04.10.2007 11 Os 65/07d
    Vgl auch; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 8 StPO bezieht sich auf die Identität von angeklagtem und urteilsmäßig erledigtem Handlungssubstrat, also darauf, ob Anklage und Urteil den selben Lebenssachverhalt meinen (WK-StPO § 281 Rz 502). (T7)
  • 13 Os 102/07k
    Entscheidungstext OGH 14.12.2007 13 Os 102/07k
    Auch
  • 12 Os 141/07p
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 141/07p
    Vgl auch; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund des § 345 Abs 1 Z 7 StPO stellt ausdrücklich auf den prozessualen Tatbegriff des § 267 StPO ab. Es ist lediglich von Interesse, ob der bekämpfte Schuldspruch im von der Anklagebehörde geschilderten Lebenssachverhalt als historischem Geschehen Deckung findet. Dabei bilden Anklagetenor (§ 207 Abs 2 Z 2 StPO) und Begründung der Anklageschrift (§ 207 Abs 3 StPO), die gerade der Konkretisierung der näheren Tatumstände, mit anderen Worten der genaueren Abgrenzung des Prozessgegenstandes dient, eine Einheit. (T8)
  • 16 Bkd 1/07
    Entscheidungstext OGH 08.10.2007 16 Bkd 1/07
    Vgl; Beisatz: Nach der Strafprozessordnung kann Gegenstand einer Berufung stets nur die Überprüfung des erstinstanzlichen Urteils und damit ausschließlich der im Verfahren erster Instanz umschriebene Lebenssachverhalt (der prozessuale Tatbegriff, die angeklagte Tat) sein. Dem Berufungsgericht ist es verwehrt, auf einen vor dem Erstgericht nicht inkriminierten Sachverhalt einzugehen, selbst wenn die Anklagebehörde in der Berufungsverhandlung entsprechend ausdehnen würde. Gleiches hat aufgrund der Bestimmung des § 77 Abs 3 DSt über die sinngemäße Anwendung der Strafprozessordnung für den vorliegenden Fall zu gelten. (T9)
  • 14 Os 170/07t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 170/07t
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Der geforderten Identität stünde daher die Annahme vom Ankläger nicht genannter Tathandlungen des alternativen Mischdelikts der betrügerischen Krida nach § 156 StGB nicht entgegen. (T10)
  • 11 Os 108/07b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 108/07b
    Vgl auch
  • 12 Os 81/08s
    Entscheidungstext OGH 17.07.2008 12 Os 81/08s
    Auch; nur T5; Beis wie T7
  • 13 Os 60/08k
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 60/08k
    Auch
  • Ds 4/08
    Entscheidungstext OGH 25.09.2008 Ds 4/08
    nur T5; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Disziplinarverfahren nach RStDG; Identität zwischen Verweisungsbeschluss und Disziplinarerkenntnis. (T11)
  • 12 Os 91/08m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 91/08m
    Vgl
  • 13 Os 31/09x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2009 13 Os 31/09x
  • 14 Os 88/09m
    Entscheidungstext OGH 25.08.2009 14 Os 88/09m
    Vgl
  • 13 Os 75/09t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 75/09t
    Auch
  • 14 Os 112/09s
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 112/09s
  • 12 Os 133/09i
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 12 Os 133/09i
    Vgl; Beisatz: Von einem Überschreiten der Anklage kann nur dann gesprochen werden, wenn das Urteil den Angeklagten eines Verhaltens schuldig erkennt, welches nicht Gegenstand der Anklage war. Nur an diesen Anklagevorwurf ist das Gericht gemäß §§ 262, 267 StPO gebunden. Im Übrigen hat es jedoch das Verhalten des Angeklagten im Bezug auf das inkriminierte Ereignis nach allen Richtungen zu erforschen und sich ohne Rücksicht auf die in der Anklage vertretene Anschauung ein Urteil zu bilden, in welcher Art sich das Ereignis abgespielt und in welcher Form sich der Angeklagte daran beteiligt hat. (T12)
  • 12 Os 152/09h
    Entscheidungstext OGH 11.03.2010 12 Os 152/09h
    Vgl
  • 11 Os 158/10k
    Entscheidungstext OGH 20.01.2011 11 Os 158/10k
    Auch
  • 12 Os 147/10z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 12 Os 147/10z
    Auch
  • 15 Os 56/11s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 15 Os 56/11s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T7
  • 11 Os 74/11h
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 74/11h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Art des Suchtgifts. (T13)
  • 13 Os 161/11t
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 161/11t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzungen abgabenrechtlicher Pflichten im Zusammenhang mit denselben wirtschaftlichen Vorgängen. (T14)
  • 13 Os 94/12s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 13 Os 94/12s
    Auch; Beisatz: Hier: Schreibfehler in der schriftlichen Fassung der Hauptfragen. (T15)
  • 12 Os 136/12k
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 136/12k
    Auch
  • 14 Os 45/13v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 14 Os 45/13v
    Vgl
  • 14 Os 187/13a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 14 Os 187/13a
    Vgl; Beisatz: Es ist ohne Belang, ob Tenor oder Begründung der Anklageschrift auf ein als Prozessgegenstand in Betracht kommendes Geschehen verweisen. (T16)
    Beisatz: Ein Urteil überschreitet die Anklage nicht, wenn der Schuldspruch in dem dort geschilderten Lebenssachverhalt als historischem Geschehen (prozessualer Tatbegriff) Deckung findet, wobei die unter Anklage gestellte Tat auch andere in den Rahmen des Gesamtverhaltens des Angeklagten fallende Handlungen, die auf denselben strafgesetzwidrigen Erfolg zielen, erfasst. (T17)
  • 13 Os 8/15y
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 8/15y
  • 13 Os 46/15m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 13 Os 46/15m
    Vgl
  • 14 Os 59/15f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 59/15f
  • 12 Os 67/15t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 12 Os 67/15t
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T17
  • 14 Os 70/15y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2016 14 Os 70/15y
    Auch
  • 15 Os 196/15k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 15 Os 196/15k
    Auch
  • 11 Os 20/16z
    Entscheidungstext OGH 05.07.2016 11 Os 20/16z
    Auch; Beis wie T8
  • 13 Os 82/16g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 82/16g
    Auch; Beis wie T6
  • 14 Os 132/16t
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 132/16t
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 11 Os 55/17y
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 11 Os 55/17y
  • 1 Ob 192/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 192/17t
    Auch; Beisatz: Hier: Abstellen auf den Lebenssachverhalt und nicht die rechtliche Qualifikation bei Beurteilung der Verjährungsunterbrechung durch einen Privatbeteiligtenanschluss. (T18)
  • 1 Ob 183/17v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 183/17v
    Vgl; Beis wie T18
  • 1 Ob 32/18i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 32/18i
    Vgl; Beis wie T18
  • 13 Os 22/18m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 22/18m
    Auch
  • 12 Os 148/17g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2018 12 Os 148/17g
    Auch
  • 14 Os 23/20v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2020 14 Os 23/20v
    Vgl
  • 14 Os 48/20w
    Entscheidungstext OGH 09.06.2020 14 Os 48/20w
  • 14 Os 94/20k
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 94/20k
  • 12 Os 71/20p
    Entscheidungstext OGH 15.10.2020 12 Os 71/20p
    Vgl; Beis wie T8
  • 11 Os 72/21d
    Entscheidungstext OGH 27.07.2021 11 Os 72/21d
    Vgl
  • 15 Os 11/21p
    Entscheidungstext OGH 19.05.2021 15 Os 11/21p
    Vgl
  • 13 Os 95/21a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 13 Os 95/21a
    Vgl; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Vergleich des angeklagten Lebenssachverhalts mit dem von der in Rede stehenden Frage an die Geschworenen umfassten Lebenssachverhalt. (T19)
  • 15 Os 100/21a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 100/21a
    Vgl
  • 15 Os 76/22y
    Entscheidungstext OGH 18.10.2022 15 Os 76/22y
    Vgl; Beis wie T12; Beis wie T17
  • 11 Os 120/22i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 11 Os 120/22i
    Vgl; Beisatz: Hier: Annahme einer gegenüber der Anklageschrift erhöhten tatverfangenen Suchtgiftmenge. (T20)
  • 13 Os 14/23t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2023 13 Os 14/23t
    vgl; Beisatz wie T19
  • 13 Os 42/23k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 42/23k
    vgl; Beisatz wie T20
  • 15 Os 99/23g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2023 15 Os 99/23g
    vgl; Beisatz wie T17
    Beisatz: Hier: Ergänzung der Erpressungshandlung durch weitere Drohungen. (T21)
  • 14 Os 103/23p
    Entscheidungstext OGH 09.01.2024 14 Os 103/23p
    vgl; Beisatz: Die bloße Verschiedenheit von Art und Menge des tatverfangenen Suchtgifts beeinträchtigt die Identität von Anklage- und Urteilstat per se nicht. (T22)
  • 15 Os 147/24t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2025 15 Os 147/24t
    vgl
  • 14 Os 105/25k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 14 Os 105/25k
    vgl
  • 13 Os 140/25z
    Entscheidungstext OGH 18.03.2026 13 Os 140/25z
    vgl
  • 12 Os 144/25f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 144/25f
    vgl
  • 13 Os 41/26t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 41/26t
    vgl
  • 12 Os 18/26b
    Entscheidungstext OGH 05.08.2026 12 Os 18/26b
    vgl
  • 12 Os 44/26a
    Entscheidungstext OGH 05.08.2026 12 Os 44/26a
    vgl; Beisatz wie T17
  • 15 Os 68/26b
    Entscheidungstext OGH 03.09.2026 15 Os 68/26b
    vgl; Beisatz wie T6; Beisatz wie T17

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113142

Im RIS seit

02.03.2000

Zuletzt aktualisiert am

09.10.2026

Dokumentnummer

JJR_20000201_OGH0002_0140OS00003_0000000_001

Entscheidungstext 14Os88/09m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

14Os88/09m

Entscheidungsdatum

25.08.2009

Anmerkung

E91782 14Os88.09m

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 25. August 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Philipp als Vorsitzenden, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Lässig, die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger und Mag. Fuchs sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr. Annerl als Schriftführer in der Strafsache gegen Roseline O***** wegen Verbrechen der Vergewaltigung nach Paragraphen 15, 201, Absatz eins, StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 5. Mai 2009, GZ 031 Hv 12/09y-75, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Begründung:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Roseline O***** dreier Verbrechen der Vergewaltigung nach Paragraphen 15, 201, Absatz eins, StGB schuldig erkannt. Danach hat er in Wien nachstehende Personen mit Gewalt und durch gefährliche Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib „und" Leben zur Vornahme oder Duldung des Beischlafs zu nötigen versucht, wobei die Vollendung der Taten jeweils aufgrund äußerer Einflüsse und der Gegenwehr der Tatopfer unterblieb, und zwar

A. am 13. August 2008 Susanne P*****, indem er ihr den Slip auszog, Hemd und Büstenhalter hinunterzog, sie zu Boden drückte und ihre Beine spreizte (US 4), ihr sodann ein Messer an den Hals hielt und ihr androhte, sie umzubringen, wenn sie nicht leise sei;

B. am 17. August 2008 Petra R*****, indem er ihr deutlich zu verstehen gab, den Beischlaf mit ihr vollziehen zu wollen (US 4 f), sie umklammerte, ihr den Mund zuhielt und ein Messer an den Hals hielt und

C. am 19. August 2008 Liora G*****, indem er ihr mit seinem Fahrrad den Weg versperrte und sie gegen die Hauswand drückte.

Rechtliche Beurteilung

Der dagegen aus den Gründen der Ziffer 5 a, 8 und 10 des Paragraph 281, Absatz eins, StPO erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde kommt keine Berechtigung zu. Indem der Beschwerdeführer im Rahmen der Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) vorbringt, die Beweiserwägungen des Erstgerichts seien „erheblich unlogisch und unschlüssig" und weiters - urteilsfremd (US 5 ff) - behauptet, „die Tatsachenfeststellungen" seien „mehr oder weniger ausschließlich auf eine DNA-Analyse" gestützt worden, verfehlt er den Bezugspunkt dieses Nichtigkeitsgrundes, nämlich aus den Akten ersichtliche, konkrete Verfahrensergebnisse (RIS-Justiz RS0117446). Mit dem Umstand, dass Petra R***** den Angeklagten bei einer Gegenüberstellung vor Gericht nicht als Täter identifizieren konnte, haben sich die Tatrichter ausführlich auseinandergesetzt und ihre Überzeugung von seiner Täterschaft auch in Betreff des Schuldspruchs B, insbesonders unter Berufung auf die ursprüngliche Aussage der Genannten anlässlich einer von der Kriminalpolizei durchgeführten Wahlkonfrontation, bei der sie ihn mit einiger Sicherheit wiedererkannte, das Ergebnis der molekulargenetischen Untersuchung von Spuren, die an am Tatort zum Schuldspruch A aufgefunden Gegenständen (einer Kondomverpackung und einem Klappmessers) sowie am Körper der Susanne P***** sichergestellt wurden, und die eindeutige Identifizierung durch Susanne P***** und Liora G***** im Verein mit dem - nach den als glaubwürdig eingestuften Angaben der Tatopfer - übereinstimmenden modus operandi bei allen drei verfahrensgegenständlichen Vorfällen sowie deren zeitlichen und örtlichen Zusammenhang, zureichend begründet (US 5 ff). Mit der Behauptung, das Erstgericht hätte sich nicht von einer „derart unbestimmten Aussage leiten lassen dürfen", und der Kritik an einer Passage der Urteilsbegründung (US 6) wird bloß unzulässig die Beweiswürdigung in Art einer im kollegialgerichtlichen Verfahren nicht vorgesehenen Schuldberufung bekämpft.

Mit der der Sache nach erhobenen Kritik an unterbliebener Gegenüberstellung mit der Zeugin Liora G***** „in einer kontradiktorischen Vernehmung oder in der Hauptverhandlung" lässt die Beschwerde nicht erkennen, wodurch der Beschwerdeführer insoweit an der Ausübung seines Rechts, die Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung sachgerecht zu beantragen, gehindert gewesen sein soll (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 480).

Seine leugnende Verantwortung wurde dem weiteren Beschwerdeeinwand (der Sache nach Ziffer 5, zweiter Fall) zuwider gar wohl erörtert und aufgrund der oben dargestellten Beweisergebnisse mängelfrei als widerlegt erachtet (US 5 ff).

Entgegen der auf Ziffer 8, gestützten unsubstantiierten Rügebehauptung hat das Erstgericht die Anklage in Betreff des Schuldspruchs C nicht überschritten, indem es den Beschwerdeführer - unter Einhaltung der Vorschrift des Paragraph 262, StPO (ON 74 S 5; vergleiche dazu RIS-Justiz RS0113755) - abweichend von der Anklage wegen Paragraphen 15, 105, StGB des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraphen 15, 201, Absatz eins, StGB schuldig erkannte, weil ein derartiger Mangel ausschließlich anhand des prozessualen Tatbegriffs, maW mittels Vergleichs des angeklagten und des abgeurteilten Lebenssachverhalts geprüft wird vergleiche dazu ausführlich Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 502 ff, RIS-Justiz RS0113142). Dass die vom Schuldspruch betroffene (nur in Bezug auf die Handlung, deren Duldung der Beschwerdeführer durch die Gewaltanwendung erreichen wollte, differierende) Tat von dem im Tenor und der Begründung der Anklageschrift (ON 61) dargestellten Lebenssachverhalt nicht umfasst war, behauptet die Beschwerde - zu Recht - nicht. Weil - im Falle des Vorliegens sämtlicher Tatbestandsmerkmale beider strafbarer Handlungen - Paragraph 105, StGB zu Paragraph 201, StGB (als selbständiger Abwandlung des Grunddelikts) im Verhältnis der Scheinkonkurrenz steht (scheinbare Idealkonkurrenz, Spezialität), liegt übrigens nur eine einzige Tat sowohl im materiellen als auch im prozessualen Sinn vor vergleiche zum Ganzen Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 502 ff, 517, ders in WK² Vorbem zu Paragraphen 28 -, 31, Rz 32 ff).

Die „hilfsweise" erhobene Subsumtionsrüge (Ziffer 10,) geht urteilsfremd davon aus, dass dem Opfer erst der Weg mit dem Fahrrad versperrt worden war, verfehlt solcherart den in den tatsächlichen Urteilsannahmen (wonach der Angeklagte Liora G***** mit dem Ziel, sie ins Stiegenhaus zu drängen und gewaltsam zum Beischlaf zu zwingen, bereits gegen die Haustür gedrängt und ins Gesäß gekniffen hatte [US 5]) gelegenen gesetzlichen Bezugspunkt (RIS-Justiz RS0099810) und leitet zudem die bloße Behauptung, der Sachverhalt sei Paragraphen 15, 105, Absatz eins, StGB zu unterstellen, weil „zahlreiche Einzelschritte zu setzen wären, bevor es überhaupt zum Vollzug der Vergewaltigung kommen kann", nicht methodengerecht aus dem Gesetz ab vergleiche dazu Schick in WK² Paragraph 201, Rz 40 ff).

Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus die Kompetenz des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen folgt (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung stützt sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0140OS00088.09M.0825.000

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2009

Dokumentnummer

JJT_20090825_OGH0002_0140OS00088_09M0000_000