Rechtssatz für 8ObA41/97f 9ObA240/02p...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107830

Geschäftszahl

8ObA41/97f; 9ObA240/02p; 9ObA30/06m; 8ObA48/06a; 9ObA46/07s; 9ObA107/15y

Entscheidungsdatum

26.11.2015

Norm

BEinstG §8
  1. BEinstG Art. 2 § 8 heute
  2. BEinstG Art. 2 § 8 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2021
  3. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  4. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  5. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2001
  6. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/1999
  7. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 313/1992
  8. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 104/1992
  9. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 721/1988

Rechtssatz

Es besteht eine Pflicht des Dienstnehmers, die ihm bekannte Eigenschaft als begünstigter Behinderter dem Dienstgeber mitzuteilen, weil es sich dabei um eine Angelegenheit handelt, die infolge gesetzlicher Bestimmungen unmittelbar Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses hat.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 41/97f
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 8 ObA 41/97f
  • 9 ObA 240/02p
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 9 ObA 240/02p
    Beisatz: Wirkt sich allerdings die Behinderteneigenschaft des Arbeitnehmers weder auf seine Einsatzfähigkeit aus, noch war allenfalls eine Gefährdung anderer Personen im Zusammenhang mit der Erbringung seiner Arbeitsleistungen gegeben, wird durch das Unterlassen der Mitteilung das Vertrauen des Dienstgebers nicht derart erschüttert, dass ihm die Fortsetzung eines (hier:) bereits acht Monate andauernden und anstandslos funktionierenden Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar wäre. (T1)
  • 9 ObA 30/06m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 30/06m
  • 8 ObA 48/06a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 ObA 48/06a
    Beis wie T1; Beisatz: Eine allgemeine Pflicht des Dienstgebers über die Eigenschaft als begünstigter Behinderter weitgehende Erkundigungen einzuziehen, besteht nicht. (T2)
  • 9 ObA 46/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 46/07s
  • 9 ObA 107/15y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 107/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/134

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107830

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19970612_OGH0002_008OBA00041_97F0000_003

Rechtssatz für 14Ob196/86 9ObA304/88 9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077684

Geschäftszahl

14Ob196/86; 9ObA304/88; 9ObA256/93 (9ObA257/93); 9ObA114/94; 8ObA41/97f; 9ObA82/03d; 9ObA30/06m; 9ObA86/06x; 9ObA46/07s; 9ObA80/21m; 9ObA130/22s

Entscheidungsdatum

16.02.2023

Norm

InvEG §8 Abs2

Rechtssatz

Für den Eintritt der beschränkten Kündbarkeit kommt es nicht (mehr) darauf an, ob dem Dienstgeber die bescheidmäßige Feststellung der Zugehörigkeit des Dienstnehmers zum Kreis der begünstigten Invaliden vor dem Ausspruch (Zugang) der Kündigung oder erst später bekannt geworden ist. Entscheidend ist allein, ob die Begünstigungen im Zeitpunkt des Ausspruches der Kündigung bereits eingetreten waren.

Entscheidungstexte

  • 14 Ob 196/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 14 Ob 196/86
    Veröff: JBl 1987,398 = RdW 1987,204 = DRdA 1989,21 = Arb 10584
  • 9 ObA 304/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 9 ObA 304/88
    Vgl auch
  • 9 ObA 256/93
    Entscheidungstext OGH 10.12.1993 9 ObA 256/93
    Veröff: SZ 66/169
  • 9 ObA 114/94
    Entscheidungstext OGH 14.09.1994 9 ObA 114/94
    Beisatz: § 48 ASGG. (T1)
  • 8 ObA 41/97f
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 8 ObA 41/97f
  • 9 ObA 82/03d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 9 ObA 82/03d
    Veröff: SZ 2003/136
  • 9 ObA 30/06m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 30/06m
    Beisatz: Ob der Arbeitgeber bei der Einstellung von der Begünstigung wusste, ist hingegen unerheblich. (T2)
  • 9 ObA 86/06x
    Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 ObA 86/06x
    Beisatz: Richtig ist der Hinweis, dass der Kündigungsschutz von der Kenntnis des Arbeitgebers von der Behinderung unabhängig ist. (T3)
  • 9 ObA 46/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 46/07s
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 80/21m
    Entscheidungstext OGH 28.07.2021 9 ObA 80/21m
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Zur Frage des Zeitpunkts der Antragstellung. (T4)
  • 9 ObA 130/22s
    Entscheidungstext OGH 16.02.2023 9 ObA 130/22s
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077684

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2023

Dokumentnummer

JJR_19861118_OGH0002_0140OB00196_8600000_002

Rechtssatz für 9ObA144/91; 9ObA26/97g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0052630

Geschäftszahl

9ObA144/91; 9ObA26/97g; 9ObA108/97s; 9ObA12/99a; 9ObA256/00p; 9ObA77/01s; 8ObA79/02d; 8ObA82/02w; 9ObA94/02t; 9ObA19/03i; 9ObA30/06m; 9ObA46/07s; 9ObA127/12k; 9ObA93/21y; 8ObA70/23m

Entscheidungsdatum

22.03.2024

Norm

BEinstG §8 Abs2
  1. BEinstG Art. 2 § 8 heute
  2. BEinstG Art. 2 § 8 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2021
  3. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  4. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  5. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2001
  6. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/1999
  7. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 313/1992
  8. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 104/1992
  9. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 721/1988

Rechtssatz

Da andernfalls der Kündigungsschutz umgangen werden könnte, löst die ungerechtfertigte Entlassung das Arbeitsverhältnis des Behinderten allerdings nicht auf (Arb 6248, 7955; 4 Ob 76/78; 4 Ob 50/83; 9 Ob A 168/87; Kuderna, Entlassungsrecht 21). (Paragraph 48, ASGG).

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 144/91
    Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 ObA 144/91
  • 9 ObA 26/97g
    Entscheidungstext OGH 09.04.1997 9 ObA 26/97g
  • 9 ObA 108/97s
    Entscheidungstext OGH 25.06.1997 9 ObA 108/97s
  • 9 ObA 12/99a
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 ObA 12/99a
    Auch; Beisatz: Hier: § 45 VBO Wien. (T1)
  • 9 ObA 256/00p
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 ObA 256/00p
    Vgl auch; Beisatz: Auch wenn sich der besondere Entlassungsschutz für Behinderte darin erschöpft, dass eine Entlassung ohne Entlassungsgrund jedenfalls unwirksam ist und eine Einschränkung der gesetzlichen Entlassungsgründe nicht stattfindet, kann bei Prüfung der Relevanz der geltend gemachten Entlassungsgründe der sich insbesondere aus den Bestimmungen der §§ 3, 6 Abs 1, 7, 8 und 15 BEinstG ergebende, für die Behinderten entwickelte Schutzzweck nicht zur Gänze außer Acht gelassen werden. (T2); Beisatz: Soweit ein Behinderter zufolge seiner Behinderung nicht in der Lage ist, seine Arbeitsleistung in dem Ausmaß zu erbringen wie ein voll einsatzfähiger Arbeitnehmer, darf auf ihn nicht derselbe Beurteilungsmaßstab angelegt werden; diese Beurteilung kann auch im Falle der Nichtbefolgung einer Dienstanweisung gelten, sofern der Dienstnehmer zufolge seiner Behinderung nicht in der Lage ist, die Dienstanweisung zu befolgen. (T3)
  • 9 ObA 77/01s
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 77/01s
  • 8 ObA 79/02d
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 ObA 79/02d
  • 8 ObA 82/02w
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 ObA 82/02w
  • 9 ObA 94/02t
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 9 ObA 94/02t
  • 9 ObA 19/03i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2004 9 ObA 19/03i
    Beisatz: Es ist naheliegend, diesen Ansatz auf die unbegründete Ruhestandsversetzung zu übertragen. (T4)
  • 9 ObA 30/06m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 30/06m
  • 9 ObA 46/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 46/07s
  • 9 ObA 127/12k
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 ObA 127/12k
    Auch; Veröff: SZ 2013/21
  • 9 ObA 93/21y
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 ObA 93/21y
  • 8 ObA 70/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.03.2024 8 ObA 70/23m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0052630

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19910911_OGH0002_009OBA00144_9100000_002

Rechtssatz für 8ObA195/97b; 8ObA79/02d; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0108889

Geschäftszahl

8ObA195/97b; 8ObA79/02d; 9ObA19/03i; 9ObA30/06m; 9ObA50/07d; 9ObA46/07s; 9ObA13/10t; 9ObA127/12k; 9ObA18/14h; 9ObA27/15h; 9ObA93/21y; 8ObA70/23m

Entscheidungsdatum

22.03.2024

Norm

AngG §27 A6
BEinstG §8 Abs2
  1. AngG Art. 1 § 27 heute
  2. AngG Art. 1 § 27 gültig ab 01.08.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975
  1. BEinstG Art. 2 § 8 heute
  2. BEinstG Art. 2 § 8 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2021
  3. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  4. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  5. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2001
  6. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/1999
  7. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 313/1992
  8. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.07.1992 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 104/1992
  9. BEinstG Art. 2 § 8 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 721/1988

Rechtssatz

Die Berechtigung der Entlassung eines begünstigten Behinderten ist nach den allgemeinen Bestimmungen des Entlassungsrechtes zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 195/97b
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 195/97b
  • 8 ObA 79/02d
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 ObA 79/02d
  • 9 ObA 19/03i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2004 9 ObA 19/03i
  • 9 ObA 30/06m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 30/06m
  • 9 ObA 50/07d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 50/07d
    Beisatz: Das Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) bindet die Entlassung eines begünstigten Behinderten - auch nach der BEinstG-Novelle 1999, BGBl I 1999/17 - weder an die Zustimmung einer Behörde oder eines Gerichts noch zählt es gewisse wichtige Gründe auf, die eine Entlassung rechtfertigen. Die einschlägigen Bestimmungen des allgemeinen Entlassungsrechts kommen daher grundsätzlich zur Anwendung. (T1)
  • 9 ObA 46/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 46/07s
    Beisatz: Das BEinstG sieht keinen besonderen Entlassungsschutz vor. Es finden daher grundsätzlich die allgemeinen Entlassungsvorschriften Anwendung. (T2)
  • 9 ObA 13/10t
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 13/10t
  • 9 ObA 127/12k
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 ObA 127/12k
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/21
  • 9 ObA 18/14h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 18/14h
  • 9 ObA 27/15h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 27/15h
  • 9 ObA 93/21y
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 ObA 93/21y
    Beis wie T2
  • 8 ObA 70/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.03.2024 8 ObA 70/23m
    Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108889

Im RIS seit

13.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19971113_OGH0002_008OBA00195_97B0000_001