Rechtssatz für 1Ob391/97z 1Ob272/99b 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110405

Geschäftszahl

1Ob391/97z; 1Ob272/99b; 1Ob80/00x; 1Ob221/05i

Entscheidungsdatum

31.01.2006

Norm

AHG §1 H
B-VG Art23
nö FLG §26a
B-GBG §15
B-GBG §19
VlbG RaumplanungsG §25
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989
  1. B-VG Art. 23 heute
  2. B-VG Art. 23 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 23 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  4. B-VG Art. 23 gültig von 01.01.1949 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 19/1949
  5. B-VG Art. 23 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1948 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 23 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Paragraph 26 a, nö FLG ist verfassungskonform dahin auszulegen, daß die dort normierten, vor der Verwaltungsbehörde geltend zu machenden Schadenersatzansprüche vor Gericht zu verfolgende Amtshaftungsansprüche nicht auszuschließen vermögen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 391/97z
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 391/97z
    Veröff: SZ 71/98
  • 1 Ob 272/99b
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 272/99b
    Auch; Beisatz: Hier: § 25 Vlbg RaumplanungsG LG 1996/39. (T1)
  • 1 Ob 80/00x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 80/00x
    Ähnlich; Beiatz: Die Regelungen der §§ 15 und 19 B-GBG können Amtshaftungs- oder Staatshaftungsansprüche weder zur Gänze noch teilweise ausschließen. Art 23 B-VG hat einen spezifischen Kompetenztatbestand für den Bereich der Amtshaftung geschaffen, der analog auch auf Staatshaftungsansprüche anzuwenden ist. Über die aus einem dieser beiden Titel erhobenen Ersatzansprüche haben stets die ordentlichen Gerichte zu entscheiden. (T2); Veröff: SZ 74/15
  • 1 Ob 221/05i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 221/05i
    Vgl auch; Beisatz: § 26a nö FLG ist aber nicht anwendbar, wenn sich der Tatbestand bereits vor Inkrafttreten der neu eingefügten Gesetzesbestimmung (Kundmachung erst am 28.7.1994) verwirklicht hat. Verweisung auf Amtshaftungsansprüche (im konkreten Fall verjährt). (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110405

Dokumentnummer

JJR_19980609_OGH0002_0010OB00391_97Z0000_005

Rechtssatz für 1Ob137/63 1Ob161/63 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050387

Geschäftszahl

1Ob137/63; 1Ob161/63; 1Ob51/70; 1Ob260/70; 1Ob46/72; 1Ob44/86; 1Ob17/93; 1Ob1006/96 (1Ob1007/96); 1Ob373/98d; 1Ob199/00x; 1Ob253/01i; 1Ob9/03k; 1Ob55/04a; 1Ob286/03w; 1Ob221/05i; 1Ob63/09k; 1Ob50/13d; 1Ob222/14z

Entscheidungsdatum

27.11.2014

Norm

AHG §6 Abs1 Satz1
  1. AHG § 6 heute
  2. AHG § 6 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  3. AHG § 6 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 6 gültig von 01.01.1975 bis 31.07.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 422/1974

Rechtssatz

Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. Der Wortlaut des Gesetzes "... Ansprüche verjähren in drei Jahren ... keinesfalls aber vor einem Jahre nach ..." bringt eindeutig zum Ausdruck, dass die Verjährung nicht vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung endet. Die von Leobenstein - Kaniak vertretene gegenteilige Auslegung ist abzulehnen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 137/63
    Entscheidungstext OGH 09.10.1963 1 Ob 137/63
    Veröff: EvBl 1964/125 S 184 = ÖVA 1964,130
  • 1 Ob 161/63
    Entscheidungstext OGH 23.10.1963 1 Ob 161/63
    Veröff: RZ 1964,79
  • 1 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 12.03.1970 1 Ob 51/70
  • 1 Ob 260/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 260/70
  • 1 Ob 46/72
    Entscheidungstext OGH 15.03.1972 1 Ob 46/72
    Beisatz: Hier im Zusammenhalt mit einer einem Rechtsmittel allenfalls gleichzuhaltenden Prozessführung gegen einen Dritten. (T1)
  • 1 Ob 44/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 44/86
    Veröff: SZ 60/27
  • 1 Ob 17/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 17/93
    Auch
  • 1 Ob 1006/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 1006/96
    Auch; Beisatz: § 6 Abs 1 AHG sieht ähnlich wie die Vorschrift des § 1494 ABGB eine Ablaufhemmung vor. (T2)
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    nur: Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. Die von Leobenstein - Kaniak vertretene gegenteilige Auslegung ist abzulehnen. (T3); Beis wie T2; Beisatz: Die Ablaufhemmung gemäß § 6 Abs 1 AHG tritt unabhängig davon ein, ob ein Schaden durch einen Rechtsbehelf noch abgewendet werden konnte. (T4); Veröff: SZ 72/51
  • 1 Ob 199/00x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 199/00x
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Verjährung von Ersatzansprüchen wegen Schäden, die durch die Ergreifung von Rechtsbehelfen nach § 2 Abs 2 AHG - also auch mittels einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof - nicht mehr abwendbar sind, beginnt mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens beziehungsweise mit dem Eintritt der ersten nicht mehr abwendbaren Schadensfolge zu laufen, sobald dem Geschädigten der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachte Schaden bekannt geworden ist. Die Ergreifung von Rechtsmitteln und die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof als außerordentliches Rechtsmittel bewirken, dass die Verjährungsfrist jedenfalls nicht vor dem Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft beziehungsweise Unabänderlichkeit der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung endet. Diese Ablaufhemmung gemäß § 6 Abs 1 AHG tritt unabhängig davon ein, ob ein Schaden durch einen derartigen Rechtsbehelf noch abgewendet werden konnte. (T5)
  • 1 Ob 253/01i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 253/01i
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die Ergreifung von Rechtsmitteln und die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof als außerordentliches Rechtsmittel bewirken, dass die Verjährungsfrist jedenfalls nicht vor Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft beziehungsweise Unabänderlichkeit der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung endet. (T6)
  • 1 Ob 9/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 9/03k
    Vgl; Beisatz: Das gilt für Schäden aus fehlerhaften Hoheitsakten, die durch Rettungsmaßnahmen nicht mehr abwendbar und daher unabänderlich sind. (T7); Veröff: SZ 2003/29
  • 1 Ob 55/04a
    Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 55/04a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T7; Veröff: SZ 2004/75
  • 1 Ob 286/03w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 286/03w
    nur: Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. (T8); Beis wie T5
  • 1 Ob 221/05i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 221/05i
    Vgl auch; Beisatz: Eine ausreichende Kenntnis vom Schaden kann allerdings im Einzelfall auch gegeben sein, wenn bereits vor Abschluss eines behördlichen Verfahrens „gesicherte Verfahrensergebnisse" vorliegen oder der Geschädigte erdrückende Beweise ignoriert. (T9)
  • 1 Ob 63/09k
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 63/09k
    Auch; Beis wie 2
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl
  • 1 Ob 222/14z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 222/14z
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0050387

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2015

Dokumentnummer

JJR_19631009_OGH0002_0010OB00137_6300000_001

Rechtssatz für 1Ob44/86; 1Ob16/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050342

Geschäftszahl

1Ob44/86; 1Ob16/88; 1Ob17/93; 1Ob1006/96 (1Ob1007/96); 1Ob373/98d; 1Ob286/03w; 1Ob221/05i; 1Ob103/07i; 1Ob50/13d; 1Ob222/14z; 1Ob267/15v; 1Ob87/23k

Entscheidungsdatum

13.07.2023

Norm

AHG §2 Abs2
AHG §6 Abs1
  1. AHG § 6 heute
  2. AHG § 6 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  3. AHG § 6 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 6 gültig von 01.01.1975 bis 31.07.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 422/1974

Rechtssatz

Ersatzansprüche für Schäden, die auch durch Rechtsmittel nicht mehr abgewendet werden können, beginnen mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens oder mit dem Eintritt der ersten Schadensfolge, die nicht mehr abgewendet werden kann, zu verjähren, die Verjährungsfrist endet aber erst ein Jahr nach Rechtskraft der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 44/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 44/86
    Veröff: SZ 60/27
  • 1 Ob 16/88
    Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 16/88
    Veröff: SZ 61/173 = JBl 1989,45
  • 1 Ob 17/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 17/93
    Auch
  • 1 Ob 1006/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 1006/96
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Auch; Veröff: SZ 72/51
  • 1 Ob 286/03w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 286/03w
    Auch
  • 1 Ob 221/05i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 221/05i
    Auch; Beisatz: Hier: Zusammenlegungsplan gemäß § 21 nö FLG wurde nicht als „schadensverursachend" angesehen. (T1)
  • 1 Ob 103/07i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 103/07i
    Veröff: SZ 2007/103
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 222/14z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 222/14z
    Auch
  • 1 Ob 267/15v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 267/15v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für ein nach § 528 Abs 2 ZPO jedenfalls unzulässiges Rechtsmittel. (T2)
  • 1 Ob 87/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.07.2023 1 Ob 87/23k
    Beisatz: Zur Erhebung einer Maßnahmenbeschwerde nach Art 130 Abs 1 Z 2 B-VG waren die Kläger iSd § 2 Abs 2 AHG aber gerade nicht verpflichtet, weil diese den durch die Festnahme, Anhaltung und Abschiebung unmittelbar entstandenen Schaden nicht mehr abwenden konnte. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0050342

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2023

Dokumentnummer

JJR_19870218_OGH0002_0010OB00044_8600000_002