Rechtssatz für 12Os139/68; 10Os76/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093829

Geschäftszahl

12Os139/68; 10Os76/75; 10Os24/76; 13Os153/77; 9Os141/81; 11Os23/82; 14Os122/92; 15Os127/98; 12Os104/09z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

StGB §128 D
  1. StGB § 128 heute
  2. StGB § 128 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 128 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 128 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 128 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 128 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Bewertung von Diebsgut. Bei Diebstahl von Waren aus einem Großhandelsgeschäft und Detailhandelsgeschäft ist für die Berechnung der Schadenshöhe grundsätzlich für Waren, sei es ihrer Art oder ihrer Aufbewahrung nach, als für die Abgabe im Großhandel bestimmt anzusehen sind, der Großhandelsverkaufspreis, für andere Waren der Detailshandelsverkaufspreis zugrunde zu legen. Lässt sich darnach die Frage nicht beantworten, ob das Diebsgut für den Großhandel oder für den Detailhandel bestimmt war, so ist zugunsten des Täters der (geringere) Großhandelsverkaufspreis zugrunde zu legen. Bestand aber beim Bestohlenen nur ein einheitliches Warenlager, aus dem teils im Großhandel teil im Detailhandel abverkauft wurde, so ist nach dem Verhältnis, in dem der Umsatz des Bestohlenen im Großhandel und im Detailhandel erfolgte, auch das Diebsgut perzentuell nach dem Großhandelsverkaufspreis und nach dem Detailshandelsverkaufspreis zu bewerten. Hingegen spielt für die Bewertung die Frage keine Rolle, nach welchen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung welcher Komponenten die Verkaufspreiserstellung erfolgte. Grundsätzlich ist daher bei der Ermittlung des Wertes des Diebsguts die Umsatzsteuer vom Verkaufspreis nicht in Abzug zu bringen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 139/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 12 Os 139/68
    Veröff: EvBl 1969/129 S 187 = SSt 39/32 = RZ 1969,13
  • 10 Os 76/75
    Entscheidungstext OGH 02.09.1975 10 Os 76/75
    Vgl auch; Beisatz: Die Umsatzsteuer bildet einen Teil des Großhandelsverkaufspreises; Vorsteuerabzugsrecht nicht zu berücksichtigen. (T1) Veröff: EvBl 1976/88 S 163 = SSt 46/44
  • 10 Os 24/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 10 Os 24/76
    Vgl auch
  • 13 Os 153/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 13 Os 153/77
    Veröff: SSt 48/89
  • 9 Os 141/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 9 Os 141/81
    Vgl auch
  • 11 Os 23/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 11 Os 23/82
    Vgl auch; Veröff: EvBl 1982/132 S 438
  • 14 Os 122/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 14 Os 122/92
    Vgl auch
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Bewertung des Schadens aus Vermögensdelikten sind nämlich allfällige abgabenrechtliche Auswirkungen und dementsprechend derartige Fernwirkungen berücksichtigende Bilanzansätze unbeachtlich. (T2)
  • 12 Os 104/09z
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 12 Os 104/09z
    Vgl auch; Beisatz: Handelsware sind Güter, die das Opfer zum Weiterverkauf bestimmt hat, wobei es keinen Unterschied macht, ob diese bloß zugekauft und ohne Veränderung weiterveräußert, zuvor veredelt oder aus Rohstoffen vom Bestohlenen selbst produziert werden. Im zuletzt genannten Fall kann der Wert des Endprodukts schon deshalb nicht mit den bloßen Gestehungskosten für die benötigten Grundstoffe gleichgesetzt werden, weil ansonsten der darüber hinausgehende Produktionsaufwand (etwa Personal- und Maschineneinsatz, Entwicklungskosten, Lagerhaltung) gänzlich außer Betracht bliebe. Damit ist aber ebenso wie beim bloßen Wiederverkäufer je nach Abnehmer der Klein- oder Großhandelspreis, also Produktionskosten einschließlich Gewinnspanne und Umsatzsteuer, maßgeblich. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0093829

Im RIS seit

09.10.1968

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19681009_OGH0002_0120OS00139_6800000_001

Rechtssatz für 11Os62/84 11Os87/90 14O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094732

Geschäftszahl

11Os62/84; 11Os87/90; 14Os61/93; 14Os161/93; 14Os174/93; 14Os42/94; 11Os99/95 (11Os100/95); 15Os127/98; 11Os31/18w

Entscheidungsdatum

16.10.2018

Norm

StGB §156
  1. StGB § 156 heute
  2. StGB § 156 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 156 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 156 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 156 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Tatvorsatz muß sich sowohl auf die Tathandlung, das Schädigungsmittel, als auch auf die Vereitelung des Befriedigungsanspruches wenigstens eines Gläubigers erstrecken.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 62/84
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 11 Os 62/84
  • 11 Os 87/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1991 11 Os 87/90
    Vgl auch; Beisatz: Auf der inneren Tatseite erfordert betrügerische Krida, daß sowohl die Vermögensverringerung, als auch ihre notwendige Folge, die Verletzung der Befriedigungsrechte der Gläubiger, vom Tätervorsatz erfaßt sein müssen. (T1)
  • 14 Os 61/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 14 Os 61/93
    Beisatz: Wobei jeweils bedingter Vorsatz genügt. (T2)
  • 14 Os 161/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 14 Os 161/93
    Vgl auch; Beisatz: Der Tätervorsatz muß sich sowohl auf die Verringerung des Vermögens als auch auf die dadurch bewirkte Benachteiligung wenigstens eines Gläubigers beziehen. (T3)
  • 14 Os 174/93
    Entscheidungstext OGH 26.04.1994 14 Os 174/93
  • 14 Os 42/94
    Entscheidungstext OGH 13.09.1994 14 Os 42/94
    Vgl auch
  • 11 Os 99/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 11 Os 99/95
    Vgl auch; Beisatz: Zur Erfüllung dieses Tatbestandes ist (zumindest bedingter) Vorsatz erforderlich, der sich auf alle Tatbildmerkmale, also sowohl auf die (wirkliche oder scheinbare) Verringerung des Vermögens (durch eine der im § 156 StGB angeführten Begehungsweisen oder sonst auf welche Art immer), als auch auf die dadurch bewirkte Benachteiligung wenigstens eines Gläubigers beziehen muß. (T4)
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
    Auch; Beisatz: Obwohl für die Verwirklichung des Tatbestandes des § 156 StGB Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und Einleitung eines Insolvenzverfahrens irrelevant sind , können die genannten Kriterien von Einfluß für die innere Tatseite sein, wie etwa auf das Vorstellungsbild des Täters betreffend die Benachteiligung wenigstens eines Gläubigers, was vom Tätervorsatz umfaßt sein muß. (T5)
  • 11 Os 31/18w
    Entscheidungstext OGH 16.10.2018 11 Os 31/18w
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0094732

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19840703_OGH0002_0110OS00062_8400000_001

Rechtssatz für 14Os179/95 15Os195/96 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095306

Geschäftszahl

14Os179/95; 15Os195/96; 15Os127/98; 14Os141/01; 14Os125/02; 15Os87/07v; 12Os31/07m; 14Os120/17d; 14Os82/19v

Entscheidungsdatum

03.09.2019

Norm

StGB §156
  1. StGB § 156 heute
  2. StGB § 156 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 156 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 156 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 156 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die Gläubigereigenschaft wird bereits durch die Entstehung, nicht erst durch die Fälligkeit der Schuld begründet, und zwar unabhängig davon, ob Schritte zur Hereinbringung der Forderung seitens der Gläubiger gesetzt wurden oder nicht.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 179/95
    Entscheidungstext OGH 19.03.1996 14 Os 179/95
  • 15 Os 195/96
    Entscheidungstext OGH 03.07.1997 15 Os 195/96
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
  • 14 Os 141/01
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 14 Os 141/01
    Auch; nur: Die Gläubigereigenschaft wird bereits durch die Entstehung, nicht erst durch die Fälligkeit der Schuld begründet. (T1)
  • 14 Os 125/02
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 14 Os 125/02
    Auch
  • 15 Os 87/07v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 15 Os 87/07v
    Auch
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
    Vgl; Beisatz: Der Tatbestand der betrügerischen Krida setzt keine fällige Forderung voraus. (T2)
  • 14 Os 120/17d
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 120/17d
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 14 Os 82/19v
    Entscheidungstext OGH 03.09.2019 14 Os 82/19v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0095306

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19960319_OGH0002_0140OS00179_9500000_001

Rechtssatz für 13Os53/72; 12Os35/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093721

Geschäftszahl

13Os53/72; 12Os35/75; 10Os66/75; 13Os68/79; 13Os99/82; 10Os160/83; 11Os16/85; 14Os17/88; 13Os179/93; 15Os127/98; 15Os139/23i

Entscheidungsdatum

31.01.2024

Norm

StGB §128 D
  1. StGB § 128 heute
  2. StGB § 128 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 128 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 128 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 128 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 128 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Beim Diebstahl gebrauchter Sachen ist für die Wertberechnung nicht bloß der Handelswert alter Sachen im selben Zustand, sondern der Preis für die Neubeschaffung abzüglich eines der Abnützung entsprechenden Betrags heranzuziehen (Zeitwert); im Verhältnis des Bestohlenen zum Dieb hat die Schadensberechnung nur nach den tatsächlichen Gegebenheiten des Lebens zu erfolgen (effektiver Zeitwert) und nicht nach einem theoretischen, kommerziellen oder steuerlichen Grundsätzen entsprechenden Buchwert oder Bilanzwert.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 53/72
    Entscheidungstext OGH 18.10.1972 13 Os 53/72
  • 12 Os 35/75
    Entscheidungstext OGH 20.05.1975 12 Os 35/75
    nur: Beim Diebstahl gebrauchter Sachen ist für die Wertberechnung nicht bloß der Handelswert alter Sachen im selben Zustand, sondern der Preis für die Neubeschaffung abzüglich eines der Abnützung entsprechenden Betrags heranzuziehen (Zeitwert). (T1)
  • 10 Os 66/75
    Entscheidungstext OGH 04.11.1975 10 Os 66/75
    nur T1; Veröff: RZ 1976/22 S 38
  • 13 Os 68/79
    Entscheidungstext OGH 11.10.1979 13 Os 68/79
    Beisatz: Hier: Zeitwert ein Kraftfahrzeug. (T2)
  • 13 Os 99/82
    Entscheidungstext OGH 22.07.1982 13 Os 99/82
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Reparaturwaren. (T3)
  • 10 Os 160/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1983 10 Os 160/83
    Vgl auch
  • 11 Os 16/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1985 11 Os 16/85
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Zeitwert bei "neuwertiger" Handelsware. (T4)
  • 14 Os 17/88
    Entscheidungstext OGH 02.03.1988 14 Os 17/88
    Vgl auch; nur T1
  • 13 Os 179/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1993 13 Os 179/93
    nur T1; Veröff: EvBl 1994/106 S 515
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
    Auch; Beisatz: Bei der Bewertung des Schadens aus Vermögensdelikten sind nämlich allfällige abgabenrechtliche Auswirkungen und dementsprechend derartige Fernwirkungen berücksichtigende Bilanzansätze unbeachtlich. (T5)
  • 15 Os 139/23i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 139/23i
    vgl

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0093721

Im RIS seit

18.10.1972

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2024

Dokumentnummer

JJR_19721018_OGH0002_0130OS00053_7200000_001

Rechtssatz für 10Os76/75; 11Os19/76; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0076279

Geschäftszahl

10Os76/75; 11Os19/76; 11Os12/76; 11Os131/76; 10Os172/77; 9Os62/80; 10Os115/80; 9Os20/80; 10Os48/82; 11Os51/83; 5Ob671/83; 11Os124/83; 1Ob599/85; 11Os176/85; 12Os146/86; 13Os8/87; 13Os137/87; 13Os132/88; 15Os155/89; 11Os86/91; 14Os122/92; 12Os136/93; 15Os113/96; 15Os127/98; 14Os89/12p; 13Os8/19d; 11Ns62/21p; 13Os127/25p

Entscheidungsdatum

07.01.2026

Norm

StGB §128 Abs2 D
UStG 1972 §12
  1. StGB § 128 heute
  2. StGB § 128 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 128 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 128 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 128 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 128 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. UStG 1972 § 12 gültig von 27.08.1994 bis 31.12.1994 aufgehoben durch BGBl. Nr. 663/1994
  2. UStG 1972 § 12 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  3. UStG 1972 § 12 gültig von 30.07.1988 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 410/1988
  4. UStG 1972 § 12 gültig von 21.12.1985 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  5. UStG 1972 § 12 gültig von 01.01.1984 bis 20.12.1985 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1983
  6. UStG 1972 § 12 gültig von 27.11.1982 bis 31.12.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 570/1982
  7. UStG 1972 § 12 gültig von 20.12.1980 bis 26.11.1982 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1980
  8. UStG 1972 § 12 gültig von 30.12.1977 bis 19.12.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 645/1977
  9. UStG 1972 § 12 gültig von 17.12.1976 bis 29.12.1977 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 666/1976
  10. UStG 1972 § 12 gültig von 31.12.1975 bis 16.12.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 636/1975
  11. UStG 1972 § 12 gültig von 01.01.1973 bis 30.12.1975

Rechtssatz

Für die Wertberechnung beim Diebstahl von Großhandelsware ist der dem Wiederverkäufer in Rechnung gestellte Großhandelsverkaufspreis bestimmend. Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) bildet einen Teil dieses Preises. Das Vorsteuerabzugsrecht (Paragraph 12, UStG) ist für die Schadensermittlung bedeutungslos.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 76/75
    Entscheidungstext OGH 02.09.1975 10 Os 76/75
    Veröff: EvBl 1976/88 S 163 = SSt 46/44
  • 11 Os 19/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 11 Os 19/76
    nur: Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) bildet einen Teil dieses Preises. Das Vorsteuerabzugsrecht (§ 12 UStG) ist für die Schadensermittlung bedeutungslos. (T1)
  • 11 Os 12/76
    Entscheidungstext OGH 23.04.1976 11 Os 12/76
    nur T1
  • 11 Os 131/76
    Entscheidungstext OGH 08.10.1976 11 Os 131/76
    nur T1
  • 10 Os 172/77
    Entscheidungstext OGH 21.12.1977 10 Os 172/77
    nur T1
  • 9 Os 62/80
    Entscheidungstext OGH 10.06.1980 9 Os 62/80
    nur T1
  • 10 Os 115/80
    Entscheidungstext OGH 23.07.1980 10 Os 115/80
    nur T1
  • 9 Os 20/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 9 Os 20/80
    nur T1; Beisatz: Hier: Erhöhter Mehrwertsteuersatz bei Schmuckwaren. (T2)
  • 10 Os 48/82
    Entscheidungstext OGH 14.09.1982 10 Os 48/82
    nur T1; Veröff: EvBl 1983/73 S 274
  • 11 Os 51/83
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 11 Os 51/83
    Beisatz: Hier: Zur Schadenshöhe beim Betrug. (T3)
  • 5 Ob 671/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1983 5 Ob 671/83
  • 11 Os 124/83
    Entscheidungstext OGH 21.09.1983 11 Os 124/83
    nur T1; Beisatz: Hier: Zur Wertermittlung bei der Veruntreuung (§ 133 Abs 2 StGB). (T4)
  • 1 Ob 599/85
    Entscheidungstext OGH 09.10.1985 1 Ob 599/85
    nur: Das Vorsteuerabzugsrecht (§ 12 UStG) ist für die Schadensermittlung bedeutungslos. (T5) Veröff: JBl 1986,371
  • 11 Os 176/85
    Entscheidungstext OGH 28.01.1985 11 Os 176/85
    nur T5
  • 12 Os 146/86
    Entscheidungstext OGH 16.10.1986 12 Os 146/86
    Vgl auch; nur T1
  • 13 Os 8/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 13 Os 8/87
    nur T1; Beis wie T3
  • 13 Os 137/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 13 Os 137/87
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SSt 59/32
  • 13 Os 132/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 13 Os 132/88
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: In bezug hier auf Betrug. (T6) Veröff: SSt 59/79
  • 15 Os 155/89
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 15 Os 155/89
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 11 Os 86/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 11 Os 86/91
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 14 Os 122/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 14 Os 122/92
  • 12 Os 136/93
    Entscheidungstext OGH 27.01.1994 12 Os 136/93
  • 15 Os 113/96
    Entscheidungstext OGH 13.12.1996 15 Os 113/96
    nur T1
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Bewertung des Schadens aus Vermögensdelikten sind nämlich allfällige abgabenrechtliche Auswirkungen und dementsprechend derartige Fernwirkungen berücksichtigende Bilanzansätze unbeachtlich. (T7)
  • 14 Os 89/12p
    Entscheidungstext OGH 11.06.2013 14 Os 89/12p
    Vgl; nur T5; Ähnlich Beis wie T7
  • 13 Os 8/19d
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 13 Os 8/19d
    Auch; nur T1; nur T5; Beis wie T7
  • 11 Ns 62/21p
    Entscheidungstext OGH 24.08.2021 11 Ns 62/21p
    Vgl
  • 13 Os 127/25p
    Entscheidungstext OGH 07.01.2026 13 Os 127/25p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0076279

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19750902_OGH0002_0100OS00076_7500000_001

Rechtssatz für 12Os174/78; 10Os111/79; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094835

Geschäftszahl

12Os174/78; 10Os111/79; 12Os134/80; 12Os82/83; 9Os190/85; 12Os74/85; 9Os3/86; 12Os143/86; 12Os152/88; 15Os42/92; 14Os61/93; 15Os132/93; 15Os91/94; 14Os170/95; 14Os178/95; 15Os127/98; 13Os29/00; 12Os152/09h; 11Os93/14g; 14Os108/25a

Entscheidungsdatum

13.01.2026

Norm

StGB §156
  1. StGB § 156 heute
  2. StGB § 156 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 156 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 156 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 156 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Verminderung der Aktiven zugleich mit einer Verminderung der Passiven im selben Ausmaß erfüllt nicht Paragraph 156, StGB.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 174/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1979 12 Os 174/78
  • 10 Os 111/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 10 Os 111/79
    Beisatz: Könnte allenfalls § 158 StGB erfüllen. (T1)
  • 12 Os 134/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 12 Os 134/80
    Vgl
  • 12 Os 82/83
    Entscheidungstext OGH 10.11.1983 12 Os 82/83
    Vgl auch; Beisatz: Keine Vereitelung oder auch nur Schmälerung der Gläubigerbefriedigung - so schon SSt 23/21, SSt 24/76; (hier zu § 157 StGB). (T2) Veröff: SSt 54/81 = RZ 1984/34 S 100
  • 9 Os 190/85
    Entscheidungstext OGH 12.02.1986 9 Os 190/85
    Beisatz: Die bloße Bevorzugung eines Gläubigers durch seine Befriedigung vor anderen Gläubigern ist beim Tatbestand des § 156 StGB unbeachtlich. (T3)
  • 12 Os 74/85
    Entscheidungstext OGH 30.01.1986 12 Os 74/85
    Beis wie T1
  • 9 Os 3/86
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 9 Os 3/86
    Vgl auch
  • 12 Os 143/86
    Entscheidungstext OGH 02.04.1987 12 Os 143/86
    Beis wie T1
  • 12 Os 152/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 12 Os 152/88
    Beis wie T1
  • 15 Os 42/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 15 Os 42/92
    Beisatz: Ebensowenig § 157 StGB. (T4)
  • 14 Os 61/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 14 Os 61/93
  • 15 Os 132/93
    Entscheidungstext OGH 11.11.1993 15 Os 132/93
    Vgl auch; Beisatz: Die Einlösung eines "Finanzierungswechsels" führt keine Verringerung des Schuldnervermögens herbei, weil zuvor ein entsprechender Kapitalzufluß stattgefunden hat; demgemäß liegt darin auch keine Kridahandlung im Sinne des § 156 Abs 1 StGB. (T5)
  • 15 Os 91/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 15 Os 91/94
    Beisatz: Eine Verringerung des Vermögens tritt dann nicht ein, wenn eine zu Recht bestehende Forderung beglichen wird; denn der Schuldner befreit sein Vermögen nur von einer Last, sein Vermögensstand bleibt gleich. (T6)
  • 14 Os 170/95
    Entscheidungstext OGH 05.03.1996 14 Os 170/95
    Beis wie T1
  • 14 Os 178/95
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 14 Os 178/95
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: "Schwarzentlohnung". (T7)
  • 15 Os 127/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 127/98
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 13 Os 29/00
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 13 Os 29/00
  • 12 Os 152/09h
    Entscheidungstext OGH 11.03.2010 12 Os 152/09h
    Vgl; Beis wie T6; nur: Eine Verringerung des Vermögens tritt dann nicht ein, wenn eine zu Recht bestehende Forderung beglichen wird. (T8)
  • 11 Os 93/14g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2016 11 Os 93/14g
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 14 Os 108/25a
    Entscheidungstext OGH 13.01.2026 14 Os 108/25a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0094835

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19790927_OGH0002_0120OS00174_7800000_001

Entscheidungstext 15Os127/98

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

15Os127/98

Entscheidungsdatum

27.08.1998

Anmerkung

E51390 15DA1278

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 27. August 1998 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Reisenleitner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag. Strieder, Dr. Rouschal, Dr. Schmucker und Dr. Zehetner als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Kolarz als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Ing. Helmut K***** wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins und Absatz 2, StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichtes Krems an der Donau als Schöffengericht vom 15. Jänner 1998, GZ 14 römisch fünf r 429/96-71, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Nichtigkeitsbeschwerde wird Folge gegeben, das angefochtene Urteil, das im übrigen (Schuldpruch B und darauf beruhender Ausspruch einer Geldstrafe sowie Freisprüche römisch eins bis römisch drei) als unbekämpft unberührt bleibt, im Schuldspruch A wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins und 2 StGB sowie in dem darauf beruhenden Strafausspruch aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung im Umfang der Aufhebung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Mit seiner Berufung wird der Angeklagte darauf verwiesen.

Text

Gründe:

Mit dem bekämpften Urteil, das auch unangefochten gebliebene Freisprüche enthält, wurde Ing.Helmut K***** (zu Punkt A) des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins und 2 StGB und - insoweit unangefochten - (zu Punkt B) des Vergehens - richtig: der Finanzvergehen - der Abgaben- hinterziehung nach Paragraph 33, Absatz eins und Absatz 2, Litera a, FinStrG schuldig erkannt.

Inhaltlich des angefochtenen Schuldspruches wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida liegt ihm zur Last, als Geschäftsführer der nunmehr jeweils in Konkurs befindlichen "Ehrenfried K***** GesmbH" und "Helmut K***** GesmbH" in Langenlois in zehn verschiedenen zwischen 19. Jänner 1993 und dem 29. März 1996 gelegenen, im Urteil im einzelnen angeführten Angriffen dadurch, daß er Zahlungen der zehn namentlich genannten Kunden für von den beiden Gesellschaften gelieferte Maschinen nicht in die Buchhaltung dieser Firma aufnahm, einen Bestandteil des Vermögens der Gesellschaften beiseitegeschafft und dadurch die Befriedigung der Gläubiger der genannten Gesellschaften zumindest geschmälert zu haben, wobei der Schaden in der Höhe von zumindest 3,855.000 S den Betrag von 500.000 S übersteigt.

Gegen diesen Schuldspruch richtet sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 und Ziffer 5 a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten.

Eingangs der Mängelrüge wird zwar vorgebracht, sie richte sich bloß gegen die Annahme der Verwirklichung des Tatbildes in den Urteilsfakten A 1 bis 5, in der Folge wird jedoch eine Mangelhaftigkeit des Urteils in der "Frage der Schadenshöhe hinsichtlich aller Fakten" (S 7 der Nichtigkeitsbeschwerde) releviert, allerdings inkonsequent im Rechtsmittelantrag wieder nur ein Freispruch in Ansehung der Fakten A 1 bis 5 begehrt.

Rechtliche Beurteilung

Der Oberste Gerichtshof geht unter Zugrundelegung des gesamten Inhaltes der Beschwerde davon aus, daß auch die Fakten A 6 bis 10 von der Anfechtung umfaßt sind. Abgesehen davon wäre ansonsten hinsichtlich dieser Fakten ein Vorgehen nach Paragraph 290, Absatz eins, StPO erforderlich.

Die Nichtigkeitsbeschwerde ist im Ergebnis berechtigt.

Unzutreffend ist allerdings der Einwand einer Mangelhaftigkeit des Urteils, weil es sich nicht mit jenem Teil des Gutachtens des Sachverständigen Mag.B***** (S 40 des Gutachtens) auseinandergesetzt habe, der sich mit einer Umsatzsteuerbelastung der "Schwarzeinnahmen" des Angeklagten beschäftigt. Bei der Bewertung des Schadens aus Vermögensdelikten sind nämlich allfällige abgabenrechtliche Auswirkungen und dementsprechend derartige Fernwirkungen berücksichtigende Bilanzansätze unbeachtlich (13 Os 53/72; SSt 46/44 = EvBl 1976/88; SSt 59/79; EvBl 1983/73 uam).

Fehl geht auch jener Beschwerdeeinwand, wonach das Erstgericht eine

Erörterung der Frage verabsäumt habe, ob die im erstgerichtlichen

Urteil behandelten "Schuldverhältnisse" (zu mehreren Gläubigern) "aus

einer ernsthaften Zahlungsschwierigkeit ... resultierten oder ob es

sich dabei um Verbindlichkeiten handelt, wie sie jedes andere

Unternehmen auch besitzt", weil - nach Meinung der Beschwerde -

"nahezu jedes Wirtschaftsunternehmen ... ständig Gläubiger Dritter

und andererseits auch Schuldner" sei, nur "überfällige Schulden ...

in die rechtliche Beurteilung im Sinn des Paragraph 156, StGB einfließen" könnten, die BAWAG "keinerlei Betreibungsschritte gesetzt" habe und die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse "kein einziges Mal Exekution geführt" habe.

Der Beschwerdeführer geht bei diesen Ausführungen daran vorbei, daß für die Gläubigereigenschaft der mehreren Gläubiger weder ein eingeleitetes Insolvenz- oder Exekutionsverfahren Voraussetzung ist und dafür bereits das Entstehen der Forderung ausreicht, nicht aber deren Fälligkeit, geschweige denn eine "Überfälligkeit" erforderlich ist (Rainer in Triffterer StGB Komm Paragraph 156, Rz 11; Kienapfel BT II3 Paragraph 156, Rz 4).

Berechtigt sind die Beschwerdeeinwände hingegen, soweit sie Begründungsmängel zur angenommenen Schadenshöhe und - ersichtlich bloß in Bezug auf die Fakten A 1 bis 5 - in Ansehung der subjektiven Tatseite vorbringen.

Die Verantwortung des Angeklagten wurde nämlich vom Erstgericht pauschal und nur unter dem Blickwinkel seiner Behauptung, er habe nicht daran gedacht, durch Nichtverbuchung und Nichtverwendung der Schwarzgelder für die Erfüllung von Verbindlichkeiten Teile seines Vermögens zu verheimlichen, als "Schutzbehauptung" abgetan (US 15 oben). Dabei ging das Gericht, das in seinen Rechtsausführungen (US 18 oben) in einem Halbsatz ohnedies die - zutreffende - Rechtsmeinung vertrat, daß die Zahlung von bestehenden Verbindlichkeiten den Tatbestand des Paragraph 156, StGB nicht erfülle vergleiche Leukauf/Steininger Komm3 Paragraph 156, RN 10; Kienapfel aaO Rz 15; Bertel/Schwaighofer BT I5 Paragraph 156, Rz 9), nicht auch auf jene Teile der Verantwortung des Beschwerdeführers ein, wonach er die eingenommenen "Schwarzgelder" zum Teil zur Bezahlung fälliger, obschon gleichfalls "schwarzer" Forderungen, insbesondere an Provisionen verwendet habe (S 159/I, 273/I; S 40 des Sachverständigengutachtens ON 64 in Verbindung mit Anlage 2/2 dieses Gutachtens - dagegen allerdings S 47/I).

Einer Auseinandersetzung damit hätte es nach dem Gesagten bedurft.

Obwohl für die Verwirklichung des Tatbestandes des Paragraph 156, StGB Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und Einleitung eines Insolvenzverfahrens irrelevant sind (Leukauf/Steininger aaO RN 14), liegen auch die gerügten Begründungsmängel des erstgerichtlichen Urteils dahin vor, daß es sich bei Begründung der subjektiven Tatseite nicht mit dem Einfluß dieser Erkennbarkeit auseinandergesetzt hat. Die genannten Kriterien sind zwar für die äußere Tatseite unerheblich, können jedoch von Einfluß für die innere Tatseite sein, wie etwa auf das Vorstellungsbild des Täters betreffend die Benachteiligung wenigstens eines Gläubigers, was vom Tätervorsatz umfaßt sein muß (Leukauf/Steininger aaO RN 15).

Aus den angeführten Gründen zeigt sich, daß eine Kassation des Schuldspruches wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins und 2 StGB unumgänglich ist.

Die Aufhebung kann sich schon deshalb nicht auf die Urteilsfakten A 1 bis 5 beschränken - nur insoweit wurde in der Beschwerde der Sache nach die Annahme der subjektiven Tatseite bekämpft -, sondern mußte schon deshalb auch die Urteilsfakten A 6 bis 10 umfassen, weil in Ansehung des sich daraus ergebenden Schadensbetrages von 1,005.000 S Konstatierungen fehlen, ob und inwieweit eingenommene "Schwarzgelder" zur Abdeckung fälliger "Schwarz- forderungen" verwendet wurden, und demnach die Schadensqualifikation des Paragraph 156, Absatz 2, StGB für diese Fakten im Inhalt des erstgerichtlichen Urteils keine gesicherte Deckung hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:0150OS00127.98.0827.000

Dokumentnummer

JJT_19980827_OGH0002_0150OS00127_9800000_000