Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2020/20/0017

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2020/20/0017

Entscheidungsdatum

15.04.2020

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwGVG 2014 §29 Abs4

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Fr 2015/03/0007 B 13. Oktober 2015 VwSlg 19216 A/2015 RS 2 (hier: ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Bezüglich der Erlassung einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung ist der Zustellung einer Entscheidung ihre mündliche Verkündung gleichzuhalten. Mit der mündlichen Verkündung wird die Entscheidung unabhängig von der in Paragraph 29, Absatz 4, VwGVG 2014 geforderten Zustellung einer schriftlichen Ausfertigung rechtlich existent (insofern einschlägig etwa B vom 23. November 2009, 2009/05/0139). Dies korrespondiert der Regelung des Paragraph 26, Absatz eins, Ziffer eins, VwGG, wonach die sechswöchige Revisionsfrist in den Fällen des Artikel 133, Absatz 6, Ziffer eins, B-VG dann, wenn das Erkenntnis dem Revisionswerber zugestellt wurde, mit dem Tag der Zustellung beginnt, wenn das Erkenntnis dem Revisionswerber nur mündlich verkündet wurde, jedoch mit dem Tag der Verkündung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020200017.L01

Im RIS seit

23.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2020200017_20200415L01

Rechtssatz für Ra 2020/20/0017

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2020/20/0017

Entscheidungsdatum

15.04.2020

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §62 Abs2
VwGVG 2014 §17
VwGVG 2014 §29

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2019/19/0398 B 13. Februar 2020 RS 1

Stammrechtssatz

Der maßgebliche Inhalt einer Entscheidung ergibt sich nicht aus der Ausfertigung der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung, sondern aus jener Urkunde, die über den Entscheidungsinhalt und die Tatsache der Verkündung nach dem auch betreffend Paragraph 29, VwGVG 2014 einschlägigen Paragraph 62, Absatz 2, AVG angefertigt wurde vergleiche VwGH 28.2.2017, Ra 2016/01/0164).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020200017.L02

Im RIS seit

23.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2020200017_20200415L02

Rechtssatz für Ra 2020/20/0017

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2020/20/0017

Entscheidungsdatum

15.04.2020

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Weicht die Begründung der schriftlichen Ausfertigung in einem wesentlichen Punkt von jener ab, die in der Niederschrift zur mündlichen Verkündung dokumentiert ist, sodass nicht nachvollzogen werden kann, welche tragenden Überlegungen tatsächlich für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend waren, so liegt ein Begründungsmangel der angefochtenen Entscheidung vor vergleiche VwGH 3.10.2016, Ra 2016/02/0160, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020200017.L03

Im RIS seit

23.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2020200017_20200415L03