Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2012/10/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2012/10/0067

Entscheidungsdatum

30.09.2015

Index

L92003 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Niederösterreich

Norm

MSG NÖ 2010 §2 Abs1;
MSG NÖ 2010 §8 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/10/0030 E 11. August 2015 RS 1

Stammrechtssatz

Nach dem im NÖ MSG 2010 geltenden Grundsatz der Subsidiarität ist die Bedarfsorientierte Mindestsicherung Hilfe suchenden Personen nur so weit zu gewähren, als Bereitschaft zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft besteht und der jeweilige Bedarf nicht durch eigene Mittel oder durch Geld- oder Sachleistungen Dritter tatsächlich gedeckt wird vergleiche Paragraph 2, Absatz eins und Paragraph 8, Absatz eins, NÖ MSG 2010).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012100067.X01

Im RIS seit

29.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2012100067_20150930X01

Rechtssatz für 2012/10/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2012/10/0067

Entscheidungsdatum

30.09.2015

Index

L92003 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

MSG NÖ 2010 §10 Abs3;
MSG NÖ 2010 §11 Abs1;
MSG NÖ 2010 §11 Abs3;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/10/0030 E 11. August 2015 RS 2

Stammrechtssatz

Der Aufwand zur Deckung des Wohnbedarfes iSd Paragraph 11, Absatz 3, NÖ MSG 2010 ist dahin zu verstehen, dass es sich um den Aufwand zur Deckung des angemessenen Wohnbedarfes handelt, dh um jenen, der zur "Gewährleistung einer angemessenen Wohnsituation" erforderlich ist vergleiche Paragraph 10, Absatz 3, NÖ MSG 2010). Dieses Ergebnis wird auch durch die Materialien zum NÖ MSG 2010 gestützt, wo von der Abgeltung des über den Mindeststandard hinausgehenden angemessenen Wohnbedarfes die Rede ist vergleiche den dem Gesetzesbeschluss zugrunde liegenden Antrag von Abgeordneten des NÖ Landtages vom 23. März 2010, Ltg.-515/A-1/32-2010, S. 30).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012100067.X02

Im RIS seit

29.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2012100067_20150930X02

Rechtssatz für 2012/10/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2012/10/0067

Entscheidungsdatum

30.09.2015

Index

L92003 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

MSG NÖ 2010 §11 Abs3;
MSG NÖ 2010 §6;
VwRallg;

Rechtssatz

Dem Motivenbericht vergleiche Ltg.-515/A-1/32-2010) betreffend die Erlassung des NÖ MSG 2010 ist explizit zu entnehmen, dass eine durch die NÖ Wohnungsförderung geleistete Subjektförderung (Wohnbeihilfe etc.) als Ersatz des Einkommens iSd Paragraph 6, des NÖ MSG 2010 auf den Wohnkostenanteil anzurechnen ist.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012100067.X03

Im RIS seit

29.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2012100067_20150930X03

Rechtssatz für 2012/10/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2012/10/0067

Entscheidungsdatum

30.09.2015

Index

L92003 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Niederösterreich

Norm

MSG NÖ 2010 §11 Abs1;
MSG NÖ 2010 §11 Abs3;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/10/0030 E 11. August 2015 RS 3

Stammrechtssatz

Grundsätzlich ist zwar davon auszugehen, dass durch den Mindeststandard zur Deckung des Wohnbedarfes iSd Paragraph 11, Absatz 3, NÖ MSG 2010 (in Höhe von 25% bzw. 12,5% des Mindeststandards) der Wohnbedarf des Hilfebedürftigen im Allgemeinen sichergestellt ist; eine Anrechnung von Leistungen von dritter Seite für den Wohnbedarf auf diesen 25%- bzw. 12,5%-Anteil hat aber jedenfalls zur Voraussetzung, dass Feststellungen über den für eine angemessene Wohnsituation des Hilfebedürftigen notwendigen Aufwand getroffen werden. Übersteigt nämlich der Aufwand für eine angemessene Wohnsituation den 25%- bzw. 12,5%-Anteil des Mindeststandards, so kommt eine Anrechnung der von dritter Seite für den Wohnbedarf erbrachten Leistungen (zB. Wohnbauförderung) nur insoweit in Betracht, als diese den angemessenen Wohnungsaufwand abzüglich des 25%- bzw. 12,5%-Anteil des Mindeststandards übersteigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012100067.X04

Im RIS seit

29.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2012100067_20150930X04

Rechtssatz für 2012/10/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2012/10/0067

Entscheidungsdatum

30.09.2015

Index

L92003 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Niederösterreich

Norm

MSG NÖ 2010 §10 Abs3;

Rechtssatz

Der Wohnungsaufwand umfasst gemäß Paragraph 10, Absatz 3, NÖ MSG 2010 den Aufwand für Miete, allgemeine Betriebskosten und wohnbezogene Abgaben. Kreditrückzahlungen gehören somit nicht dazu.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012100067.X05

Im RIS seit

29.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2012100067_20150930X05