Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

22/02 Zivilprozessordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 3635/80 B 22. März 1982 VwSlg 10687 A/1982 RS 1

Stammrechtssatz

Die vom Zusteller erstellten Zustellausweise sind öffentliche Urkunden, die den Beweis dafür erbringen, dass die Zustellung vorschriftsmäßig erfolgt ist, doch ist der Gegenbeweis gem Paragraph 292, Absatz 2, ZPO offen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X01

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

22/02 Zivilprozessordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 89/02/0034 E 6. September 1989 RS 2

Stammrechtssatz

Behauptet jemand, es lägen Zustellungsmängel vor, so hat er diese Behauptung auch entsprechend zu begründen und Beweise dafür anzuführen, die die vom Gesetz im Zusammenhang mit einem vorhandenen Rückschein aufgestellte Vermutung der vorschriftsmäßigen Zustellung zu widerlegen geeignet erscheinen lassen (Hinweis E 13.9.1985, 84/08/0074, E 17.9.1986, 86/03/0100).

Schlagworte

Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Beweislast

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X02

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X02

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Verbindet die Partei des Verwaltungsverfahrens die Setzung einer nach der Aktenlage verspäteten Verfahrenshandlung mit der Wendung "in offener Frist", so trifft die Behörde die Verpflichtung zur amtswegigen Prüfung der Richtigkeit dieser Behauptung (Hinweis E 9.3.1988, 87/03/0138).

Schlagworte

Inhalt der Berufungsentscheidung Voraussetzungen der meritorischen Erledigung Zurückweisung (siehe auch §63 Abs1, 3 und 5 AVG) Verfahrensgrundsätze im Anwendungsbereich des AVG Offizialmaxime Mitwirkungspflicht Manuduktionspflicht VwRallg10/1/1 Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5 Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Materielle Wahrheit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X03

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X03

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Zustellfiktion iSd letzten Satzes des Paragraph 17, Absatz 3, ZustG hat auch zur Voraussetzung, daß ein Versuch der Zustellung an der Abgabestelle erfolgt ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X04

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X04

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwRallg;
ZustG §4;

Rechtssatz

Unter einer Wohnung iSd Paragraph 4, ZustG ist jene Räumlichkeit zu verstehen, die der Empfänger tatsächlich benützt, wo er also tatsächlich wohnt (Hinweis E 16.12.1992, 92/02/0250).

Schlagworte

Definition von Begriffen mit allgemeiner Bedeutung VwRallg7 Wohnung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X05

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X05

Rechtssatz für 95/21/0109

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

95/21/0109

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Wurde dem Antragsteller ein Bescheid an die im Antrag genannte Adresse durch Hinterlegung zugestellt und erfolgt eine neuerliche Zustellung zu eigenen Handen an eine sich aus dem Akteninhalt ergebende frühere Unterkunft, so reicht dafür der Umstand, daß die hinterlegte Sendung als nicht behoben zurückkam, nicht aus.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995210109.X06

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2009

Dokumentnummer

JWR_1995210109_19950628X06