Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
41/10 Sonstige innere Angelegenheiten

Norm

VwRallg impl;
WirtshVG 1952 §1 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1763/74 E 1. Juli 1975 VwSlg 8872 A/1975 RS 3

Stammrechtssatz

Ausführungen hinsichtlich der Zulässigkeit der Verhängung eines Gasthausverbotes über den Ehegatten einer Gastgewerbetreibenden, und zwar auch bezüglich jener Gastbetriebe deren grundbürgerlicher Allein-bzw Hälfteeigentümer ER ist (Hier: Betreten der Küche in der auch das gemeinsame Essen der Ehegatten zubereitet wird; Hinweis E VfGH 4.10.1974, B 62/74, 63/74).

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X01

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X01

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2771/52 E 25. Juni 1953 VwSlg 3046 A/1953 RS 2

Stammrechtssatz

Es liegt im Wesen der freien Beweiswürdigung, dass weitere Beweisanträge nicht mehr berücksichtigt werden müssen, wenn die Verwaltungsbehörde sich auf Grund der bisher vorliegenden Beweise ein klares Bild über die maßgebenden Sachverhaltselemente machen konnte.

Schlagworte

Beweiswürdigung Sachverhalt angenommener geklärter freie Beweiswürdigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X02

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X02

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0160/32 E 30. Dezember 1933 RS 1

Stammrechtssatz

Unter Notstand ist ein Fall der Kollision von Pflichten und Rechten zu verstehen, indem jemand sich oder einen anderen aus schwerer unmittelbarer Gefahr einzig und allein dadurch retten kann, dass er eine im allgemeinen strafbare Handlung begeht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X03

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X03

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1952/51 E 11. Dezember 1952 VwSlg 2783 A/1952 RS 2

Stammrechtssatz

Die auf bloß mögliche nachteilige Folgen verweisenden Gründe sind mangels Unmittelbarkeit einer drohenden Gefahr nicht geeignet, die Annahme eines Notstandes zu rechtfertigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X04

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X04

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0441/56 E 24. Mai 1956 VwSlg 4074 A/1956; RS 1

Stammrechtssatz

In der Möglichkeit einer wirtschaftlichen Schädigung, durch die die Lebensmöglichkeiten selbst nicht unmittelbar bedroht sind, kann eine unmittelbar drohende Gefahr und ein Notstand iSd Paragraph 6, VStG

nicht gesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X05

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X05

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1633/64 E 22. März 1965 VwSlg 6633 A/1965 RS 3

Stammrechtssatz

Der Umstand, dass eine Person zur Ausübung eines Gewerbes berechtigt ist, das geschäftliche Kontakte mit Gastgewerbebetrieben erfordert, kann jedenfalls dann nicht einen Strafausschließungsgrund nach Paragraph 6, VStG in Bezug auf die Übertretung eines der betreffenden Person auferlegten Gasthausverbotes nach Paragraph 3, des Bundesgesetzes vom 2.4.1952, Bundesgesetzblatt Nr 83 darstellen, wenn die angeführten geschäftlichen Kontakte an sich möglich sind, ohne dass der Gewerbeinhaber die Gaststätten, deren Besuch ihm behördlich verboten ist, aufsucht.

*

E 22.3.1965, 1633/64 #3 VwSlg 6633 A/1965

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X06

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X06

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §31 Abs1;
VStG §41 Abs1;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0271/66 E 11. Dezember 1968 VwSlg 7468 A/1968 RS 3

Stammrechtssatz

Enthält der Beschuldigtenladungsbescheid eine Umschreibung der dem Beschuldigten zur Last gelegen Tat, so kann durch die Zitierung einer unrichtigen Gesetzesstelle Verjährung der vom Besch. gesetzten Verwaltungsübertretung nicht herbeigeführt werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X07

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X07

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §31 Abs1;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1684/67 E 12. Februar 1969 VwSlg 7509 A/1969 RS 3

Stammrechtssatz

Im Verwaltungsstrafverfahren ist die Berufungsbehörde berechtigt, bei Identität der Sache das Verhalten des Beschuldigten einem anderen Tatbestand zu unterstellen als die erste Instanz. Die Berufungsbehörde ist also nicht gehalten, in einem solchen Fall das Verwaltungsstrafverfahren einzustellen. Wenn die erste Verfolgungshandlung innerhalb von drei Monaten nach Begehung der Tat gesetzt wurde, dann steht auch bei anderer rechtlicher Beurteilung der Tat durch die Berufungsbehörde der verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung des Beschuldigten Verjährung nicht entgegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X08

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X08

Rechtssatz für 1917/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

1917/75

Entscheidungsdatum

07.09.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §31 Abs1;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0399/75 E 12. Dezember 1975 RS 1

Stammrechtssatz

Für die Verfolgbarkeit eines Beschuldigten ist der Vorhalt des Tuns oder des Unterlassens des Täters, nicht aber auch deren rechtliche Qualifikation innerhalb der Verjährungsfrist maßgebend.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001917.X09

Im RIS seit

03.10.2001

Dokumentnummer

JWR_1975001917_19760907X09