Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1481/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1481/71

Entscheidungsdatum

19.11.1971

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Ändert der Bfr sein in erster Instanz gestelltes Begehren im Berufungsverfahren, ohne dass sich die Sache ändert, und gibt die Berufungsbehörde der Berufung nicht Folge, ohne auf das geänderte Begehren im Spruch Bezug zu nehmen bzw die erstinstanzliche Entscheidung zu bestätigen, so hat sie über das geänderte Berufungsbegehren entschieden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1971:1971001481.X01

Im RIS seit

04.10.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001481_19711119X01

Rechtssatz für 1481/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1481/71

Entscheidungsdatum

19.11.1971

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §4 Abs1;
KOVG 1957 §90 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 4 heute
  2. KOVG 1957 § 4 gültig ab 01.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 110/1993
  3. KOVG 1957 § 4 gültig von 01.07.1972 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972
  1. KOVG 1957 § 90 heute
  2. KOVG 1957 § 90 gültig ab 01.01.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 150/2002
  3. KOVG 1957 § 90 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2001
  4. KOVG 1957 § 90 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  5. KOVG 1957 § 90 gültig von 01.07.1994 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  6. KOVG 1957 § 90 gültig von 01.07.1980 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 225/1980

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1594/60 E 15. Mai 1961 RS 1

Stammrechtssatz

Der in ständiger Rechtsprechung (z.B. E 12.11.1958, 849/55, Slg Nr.4807 A/1958) vertretene Grundsatz, dass die Entschließung darüber, ob fragliche oder streitige Vorgänge der Krankheitsvorgeschichte als wahr anzunehmen sind, der Verwaltungsbehörde obliegt, schließt nicht aus, dass auch im Rahmen der Feststellungen zur Vorgeschichte dem ärztlichen Sachverständigen wesentliche Funktionen zukommen können; und zwar dann, wenn eine Frage der Vorgeschichte in den medizinischen Fachbereich fällt. Es ist in diesem Fall keineswegs unter allen Umständen geboten, den Sachverständigen in seiner Funktion als Helfer bei der Ermittlung der Vorgeschichte und in seiner eigentlichen Begutachtungsaufgabe zu verschiedenen Zeitpunkten zu hören.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1971:1971001481.X02

Im RIS seit

04.10.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001481_19711119X02

Rechtssatz für 1481/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1481/71

Entscheidungsdatum

19.11.1971

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §4 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 4 heute
  2. KOVG 1957 § 4 gültig ab 01.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 110/1993
  3. KOVG 1957 § 4 gültig von 01.07.1972 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972

Rechtssatz

Wenn sowohl für als auch gegen einen ursächlichen Zusammenhang sprechende Erscheinungen vorhanden und gegeneinander abzuwägen sind, dann muss bei einem - wenn auch noch so geringfügigen - Überwiegen der nicht für die Kausalität sprechenden Gründe die Wahrscheinlichkeit des ursächlichen Zusammenhanges als nicht gegeben angenommen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1971:1971001481.X03

Im RIS seit

04.10.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001481_19711119X03