Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1056/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1056/66

Entscheidungsdatum

25.11.1966

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Der VwGH ist nicht der Ansicht, daß aus Paragraph 40, Absatz eins, AVG, wonach mündliche Verhandlungen unter Zuziehung aller bekannten Beteiligten sowie der erforderlichen Zeugen und Sachverständigen vorzunehmen sind, abzuleiten ist, daß es unzulässig wäre, in der Verhandlung Protokolle über Zeugenaussagen aus fremden Akten zu verlesen und diese als Beweismittel zu verwenden. Kommt doch gemäss Paragraph 46, AVG im Verwaltungsverfahren als Beweismittel alles in Betracht, was zur Feststellung des maßgebenden Sachverhaltes geeignet und nach Lage des einzelnen Falles zweckdienlich ist.

Schlagworte

Beweismittel Zeugen Beweismittel fehlerhafte Niederschrift

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1966:1966001056.X01

Im RIS seit

20.02.2002

Dokumentnummer

JWR_1966001056_19661125X01

Rechtssatz für 1056/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1056/66

Entscheidungsdatum

25.11.1966

Index

60/03 Kollektives Arbeitsrecht

Norm

ArbVG §122 Abs1 Z5;
BRG §18 Abs2 litf;
  1. ArbVG § 122 heute
  2. ArbVG § 122 gültig ab 01.01.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1986

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1446/55 E 30. Mai 1958 RS 1

Stammrechtssatz

Die Qualifizierung einer Beleidigung als erheblich ist nicht von subjektiven Empfinden des Beleidigten, sondern von objektiven Maßstäben abhängig. Es gnügt, daß der Beleidigte wegen der ihm zugefügten Beleidigung überhaupt Beschwerde führt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1966:1966001056.X02

Im RIS seit

20.02.2002

Dokumentnummer

JWR_1966001056_19661125X02

Rechtssatz für 1056/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1056/66

Entscheidungsdatum

25.11.1966

Index

60/03 Kollektives Arbeitsrecht

Norm

ArbVG §122 Abs1 Z5;
BRG §18 Abs2 litf;
  1. ArbVG § 122 heute
  2. ArbVG § 122 gültig ab 01.01.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1986

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1446/55 E 30. Mai 1958 RS 2

Stammrechtssatz

Das Gesetz biete keine Handhabe dafür, beleidigende Äußerungen durch einen auch irrtümlichen sachlichen Vorhalt als gerechtfertigt und den Beleidigten an der Ehrverletzung als mitschuldig anzusehen, insbesondere dann nicht, wenn diese Äußerungen mit der zur Debatte stehenden Sache in keinem Zusammenhang stehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1966:1966001056.X03

Im RIS seit

20.02.2002

Dokumentnummer

JWR_1966001056_19661125X03

Rechtssatz für 1056/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1056/66

Entscheidungsdatum

25.11.1966

Index

60/03 Kollektives Arbeitsrecht

Norm

BRG §18 Abs3 litf;

Rechtssatz

Der Entlassungstatbestand nach Paragraph 18, Absatz 2, Litera f, Betriebsrätegesetz setzt weder die Strafbarkeit noch die tatsächliche Bestrafung des Verhaltens voraus (Hinweis E 29.4.1954, 2382/53, ArbSlg. 6028).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1966:1966001056.X04

Im RIS seit

20.02.2002

Dokumentnummer

JWR_1966001056_19661125X04

Rechtssatz für 1056/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1056/66

Entscheidungsdatum

25.11.1966

Index

60/03 Kollektives Arbeitsrecht

Norm

BRG §18 Abs3 litf;

Rechtssatz

Die Äußerung "Sie Sadist" zu einem Dienstvorgesetzten stellt auch dann eine erhebliche Ehrverletzung dar, wenn derjenige, der sie gemacht hat, sich der Bedeutung dieses Ausdruckes nicht völlig im Klaren war.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1966:1966001056.X05

Im RIS seit

20.02.2002

Dokumentnummer

JWR_1966001056_19661125X05