Bundesdisziplinarbehörde, Disziplinarkommissionen

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

BDG §38
BDG §40
PTSG §17a Abs1
AVRAG 1993
  1. PTSG § 17a heute
  2. PTSG § 17a gültig von 01.01.2014 bis 27.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. PTSG § 17a gültig ab 28.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  4. PTSG § 17a gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  5. PTSG § 17a gültig von 29.12.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  6. PTSG § 17a gültig von 21.08.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  7. PTSG § 17a gültig von 18.08.1999 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  8. PTSG § 17a gültig von 18.08.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/1999

Rechtssatz

Der BW steht in einem ö-r Dienstverhältnis zum Bund. Mit dem Poststrukturgesetz (PTSG), Artikel 95 des Strukturanpassungsgesetzes, Bundesgesetzblatt 201 aus 1996,, wurde er zur Dienstleistung für die Dauer seines Dienststandes als Beamter der Post- und Telekom Austria AG zugewiesen. Hinsichtlich des Dienstrechtes für die in diesem Bereich tätigen Beamten bestimmt Paragraph 17 a, Absatz eins, PTSG, dass der Anwendungsbereich von Rechtsvorschriften des Bundes, die auf Rechtsverhältnisse der Beamten abstellen, in ihrer jeweils geltenden Fassung weiter verbindlich sind.

Diese Vorgangsweise erscheint - inhaltlich gesehen und ungeachtet dessen, dass das Bundesgesetz, mit dem arbeitsvertragsrechtliche Bestimmungen an das EG-Recht angepasst werden (AVRAG) Arbeitsverhältnisse zum Bund, auf die dienstrechtliche Vorschriften anzuwenden sind, gemäß Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 3, AVRAG ausdrücklich ausnimmt - auch den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben der Richtlinie 77/187/EWG und der darauf aufbauenden Rechtsprechung des EuGH zum Betriebsübergang zu entsprechen. Auch bei künftigen Änderungen in der Unternehmensstruktur wird durch die Übernahme der Bediensteten des Bundes mit ihrem jeweiligen Dienstrecht die "Wahrung der Ansprüche und Rechte der Arbeitnehmer" im Sinne des Teiles römisch zwei der genannten Richtlinie gewährleistet.

Die im vorliegenden Berufungsfall maßgebende Rechtslage wird einerseits durch die für Bundesbeamte geltenden dienstrechtlichen Regelungen, im Wesentlichen die Paragraphen 38 und 40 BDG, andererseits durch die Sonderregelungen für die den verschiedenen Unternehmensbereichen der ehemaligen Post zugewiesenen Beamten sowie durch die in diesen Unternehmen weiters geltenden arbeitsrechtlichen Normen bestimmt.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_01

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

PTSG §17 Abs2 idF BGBl 10/2001
  1. PTSG § 17 heute
  2. PTSG § 17 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. PTSG § 17 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  5. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. PTSG § 17 gültig von 09.07.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  7. PTSG § 17 gültig von 08.01.2018 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  8. PTSG § 17 gültig von 01.01.2017 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  9. PTSG § 17 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  10. PTSG § 17 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  11. PTSG § 17 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. PTSG § 17 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  13. PTSG § 17 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  14. PTSG § 17 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  15. PTSG § 17 gültig von 21.08.2003 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  16. PTSG § 17 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  17. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  18. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2001
  19. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  20. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 28.02.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  21. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  22. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  23. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  24. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/1999
  25. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  26. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/1999
  27. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  28. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  29. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  30. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  31. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996

Rechtssatz

Der erste Satz des Paragraph 17, Absatz 2, PTSG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 161 aus 1999, wurde mit der Poststrukturgesetz-Novelle 2000, Bundesgesetzblatt Teil eins, 10 aus 2001,, dahingehend abgeändert, dass nach der Österreichischen Post Aktiengesellschaft der Vorstand der Österreichischen Postbus Aktiengesellschaft eingefügt worden ist. Anmerkung: Damit stellt der Vorstand der Österreichischen Postbus AG eine eigene Dienstbehörde dar; eine amtswegige Versetzung im Sinne einer einseitigen Zuweisung von einem anderen Unternehmen der ehemaligen Post, im Berufungsfall konkret von der Österreichischen Post AG zur Österreichischen Postbus AG ist daher rechtlich nicht mehr möglich. Allenfalls wäre bei einer vom Beamten angestrebten Versetzung die analoge Heranziehung des Paragraph 38 a, BDG angezeigt.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_02

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

PBVG §72 Abs1
ArbVG §101
  1. ArbVG § 101 heute
  2. ArbVG § 101 gültig ab 01.01.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 394/1986

Rechtssatz

Auf Arbeitsverhältnisse zum Bund, wenn für diese aufgrund eines Gesetzes Vorschriften Anwendung finden, die den wesentlichen Inhalt des Arbeitsvertrages zwingend festlegen, findet das Arbeitsverfassungsgesetz keine Anwendung. Mit dem Post-Betriebsverfassungsgesetz (PBVG), Bundesgesetzblatt 326 aus 1996,, wurden Teile des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) auch "für Arbeitsverhältnisse aller Art" im Bereich der ehemaligen Post in Geltung gesetzt (s. Paragraph 72, Absatz eins, PBVG, in der Fassung Artikel römisch zwei, Bundesgesetzblatt Teil eins, 66 aus 1997,).

Demnach ist Paragraph 101, ArbVG, in der Fassung Bundesgesetzblatt 394 aus 1986,, der die "Mitwirkung bei Versetzungen" regelt, auch im vorliegenden Fall anzuwenden.

Die Rechtsposition der ehemaligen Postbeamten ist demnach in der Frage von Versetzungen, worunter nach ständiger Rechtsprechung des OGH vergleiche Erkenntnis vom 4.10.2000, 9 Ob A 198/00h, mwH) jede Änderung zum Nachteil des Arbeitnehmers zu verstehen ist, nicht bloß dienstrechtlich abgesichert, wie dies bei vergleichbaren Bundesbeamten der Fall ist.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_03

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

PTSG §17a Abs2
  1. PTSG § 17a heute
  2. PTSG § 17a gültig von 01.01.2014 bis 27.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. PTSG § 17a gültig ab 28.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  4. PTSG § 17a gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  5. PTSG § 17a gültig von 29.12.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  6. PTSG § 17a gültig von 21.08.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  7. PTSG § 17a gültig von 18.08.1999 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  8. PTSG § 17a gültig von 18.08.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/1999

Rechtssatz

Ungeachtet dessen, dass nach der Verfassungsbestimmung des Paragraph 17 a, Absatz 2, PTSG jeder Rechtszug in Dienstrechtsangelegenheiten an oberste Organe des Bundes - entgegen der grundsätzlichen Regelung des Artikel 21, Absatz 3, B-VG - vom Gesetzgeber ausgeschlossen und der jeweilige Vorstandsvorsitzende mit der Funktion als Leiter der obersten Dienst- und Pensionsbehörde betraut wurde (zur Problematik einer solchen Vorgangsweise vergleiche auch VfSlg. 14.473 aus 1996,), darf dies zu keinem Rechtsschutzdefizit für öffentlich-rechtliche Bedienstete führen, weil dem jeweiligen Vorstandsvorsitzenden als "Beschäftiger" in Bindung an die genannten gesetzlichen Normen eine der Ministerverantwortung vergleichbare Position und damit die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit des Handelns in ihrem Unternehmensbereich zukommt.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_04

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

PTSG §17 Abs1a
  1. PTSG § 17 heute
  2. PTSG § 17 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. PTSG § 17 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  5. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. PTSG § 17 gültig von 09.07.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  7. PTSG § 17 gültig von 08.01.2018 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  8. PTSG § 17 gültig von 01.01.2017 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  9. PTSG § 17 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  10. PTSG § 17 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  11. PTSG § 17 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. PTSG § 17 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  13. PTSG § 17 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  14. PTSG § 17 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  15. PTSG § 17 gültig von 21.08.2003 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  16. PTSG § 17 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  17. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  18. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2001
  19. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  20. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 28.02.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  21. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  22. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  23. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  24. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/1999
  25. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  26. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/1999
  27. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  28. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  29. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  30. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  31. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996

Rechtssatz

Da der Gesetzgeber mit der Novelle zum PTSG Bundesgesetzblatt Teil eins, 161 aus 1999, die Zuweisung der Beamten zu den Unternehmen Österreichische Post AG bzw. Telekom Austria AG auf Grundlage der tatsächlichen Beschäftigung der Bediensteten vorgenommen hat, erscheint der Umstand, dass der BW zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht rechtmäßig als Berufskraftfahrer im Paketdienst verwendet wurde, unbeachtlich. Im Hinblick auf die kraft Gesetz erfolgte Zuweisung, die aufgrund der tatsächlichen Verwendung erfolgte, die im vorliegenden Berufungsfall bereits durch längere Zeit vom BW ausgeübt und von ihm tatsächlich unbestritten war, erscheint diese Verwendung - auch ohne Durchführung eines sonst allenfalls erforderlichen Verwendungsänderungsverfahrens - durch das Dazwischentreten der gesetzlichen Regelung des Paragraph 17, Absatz eins a, PTSG rechtlich jedenfalls saniert. Im weiteren Verfahren ist als Messgröße von der Verwendung des BW als Berufskraftfahrer im Paketdienst auszugehen.

Nur wenn der betroffene Beamte die Frage der Rechtmäßigkeit seiner Verwendung zum Zeitpunkt der gesetzlichen Zuweisung bereits bestritten bzw. die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens verlangt gehabt hätte, wäre für seine Zuweisung iSd genannten PTSG-Novelle das rechtskräftige Ergebnis dieses Verfahrens und nicht die tatsächliche Verwendung im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, 161 aus 1999, bzw. der Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, 10 aus 2001, entscheidend gewesen.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_05

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

BDG §38 Abs2
BDG §40 Abs2
PBVG §72 Abs1
PTSG §17 Abs1a
ArbVG §101
  1. PTSG § 17 heute
  2. PTSG § 17 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. PTSG § 17 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  5. PTSG § 17 gültig von 01.01.2020 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. PTSG § 17 gültig von 09.07.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  7. PTSG § 17 gültig von 08.01.2018 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  8. PTSG § 17 gültig von 01.01.2017 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  9. PTSG § 17 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2015
  10. PTSG § 17 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  11. PTSG § 17 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. PTSG § 17 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  13. PTSG § 17 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  14. PTSG § 17 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  15. PTSG § 17 gültig von 21.08.2003 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  16. PTSG § 17 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  17. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  18. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2001
  19. PTSG § 17 gültig von 01.03.2001 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  20. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 28.02.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  21. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  22. PTSG § 17 gültig von 01.10.2000 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  23. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  24. PTSG § 17 gültig von 18.08.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/1999
  25. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  26. PTSG § 17 gültig von 13.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/1999
  27. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  28. PTSG § 17 gültig von 01.01.1999 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  29. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  30. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1999
  31. PTSG § 17 gültig von 01.05.1996 bis 30.04.1996
  1. ArbVG § 101 heute
  2. ArbVG § 101 gültig ab 01.01.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 394/1986

Schlagworte

PostBea, tatsächliche Verwendung in der Güterbeförderung, Ausgliederung der Güterbeförderung vom Postautodienst zur Post- Logistik, anderer Dienstort, wichtiges dienstliches Interesse an Versetzung, Zustimmung der Personalvertretung

Rechtssatz

Für die Frage der Zugehörigkeit des BW zur Österreichischen Post AG oder zur Österreichischen Postbus AG, die von ihm geltend gemacht wird, kommt es nicht auf die Aufnahme bzw. Streichung des BW in bestimmten Listen, auf allfällige Zusagen oder auf die Betriebsvereinbarung an, sondern darauf, in welchem Unternehmensbereich der BW als zugewiesener Beamter tatsächlich beschäftigt war. Das war aber nach seinen eigenen und zutreffenden Angaben die Beschäftigung im Rahmen der Güterbeförderung, die beim Unternehmen Österreichische Post AG verblieben ist. Denn es gibt im Berufungsfall keinen Zweifel, dass der BW - obwohl er als Omnibuslenker eingestuft war - schon seit Jahren (noch vor der Ausgliederung der ehemaligen Post) nicht mehr seiner Einstufung entsprechend verwendet wurde, sondern - wenn auch offensichtlich ohne rechtlich entsprechende Verfügung - bei der Güterbeförderung eingesetzt war. Ausgehend von der nach der gesetzlichen Regelung aber allein maßgeblichen tatsächlichen Beschäftigung des BW im Unternehmensbereich der Österreichischen Post AG und mangels eines vom BW gegen die bereits vor Jahren erfolgte Verwendung in der Güterbeförderung geführten Verfahrens, steht die dienstrechtliche Zugehörigkeit des BW zu diesem Unternehmensbereich und seine dortige Verwendung zweifelsfrei fest.

Die vom BW offenbar wegen des befürchteten Verlustes der Omnibuslenkerzulage angestrebte Überleitung in die mit der Poststrukturgesetz-Novelle 2000 als eigenes Unternehmen mit der Eigenschaft als Dienstbehöre neu geschaffene Österreichische Postbus AG bzw. die Zuweisung des BW als Omnibuslenker zu diesem Unternehmen kommt daher rechtlich nicht in Frage, weil die den bekämpften Bescheid erlassen habende Dienstbehörde keine Zuständigkeit für eine solche Versetzung zu dem selbständigen Unternehmen Österreichische Postbus AG zukommt.

Der BW ist zwar als Omnibuslenker, PT 7, Dienstzulagengruppe B, ernannt, wird aber im Unternehmensbereich der Österreichischen Post AG in der Güterbeförderung, Verwendungsgruppe PT 7 (ohne Dienstzulage), verwendet. Diese Situation wird aber durch den bekämpften Bescheid nicht geändert, sodass keine iSd Paragraph 40, BDG qualifizierte Verwendungsänderung vorliegt. Durch die verfügte Personalmaßnahme wird der BW aber an einen anderen Dienstort versetzt und ihm im Rahmen der Verwendungsgruppe PT 7 eine entsprechende Verwendung zugewiesen. Dies ist iSd Paragraph 38, BDG dienstrechtlich jedenfalls dann gerechtfertigt, wenn ein wichtiges dienstliches Interesse an der mit dem bekämpften Bescheid verfügten Personalmaßnahme besteht. Hiebei muss die verfügte Personalmaßnahme, und zwar sowohl was den Abzug des BW von der seinerzeitigen Verwendung in Dornbirn als auch die Dauerzuweisung in Wolfurt betrifft, in diesem Sinne gerechtfertigt sein. Denn, wie die BerK beispielsweise mit Bescheid vom 3.8.2000, GZ 39/7- BK/00, mit Hinweis auf weitere Rechtsprechung, ausgeführt hat, sind bei Auflösung des Arbeitsplatzes und Versetzung des Beamten an einen anderen Dienstort die persönlichen und familiären Verhältnisse des Beamten zu berücksichtigen und ist - im Rahmen der Fürsorgepflicht des Dienstgebers, die für den Beamten im Rahmen des Möglichen schonendste Variante zu wählen. Dass das Abzugsinteresse bezogen auf die tatsächliche Verwendung des BW im Güterbeförderungsdienst durch die im angefochtenen Bescheid angegebene Organisationsmaßnahme gerechtfertigt ist, wird auch vom BW nicht bezweifelt; auch sonst bestehen dagegen keine Bedenken.

Ausgehend von der verhältnismäßig geringen örtlichen Entfernung zwischen Dornbirn und Wolfurt vergleiche zB BerK 7.5.1999, GZ 6/8- BK/99; 25.6.1999, GZ 33/8-BK/99; 25.6.1999, GZ 40/8-BK/99) und mangels jeglicher Anzeichen dafür, dass der BW durch die verfügte Personalmaßnahme in erheblicher Weise in seinen persönlichen, familiären oder sozialen Verhältnissen betroffen wäre, ist auch diesbezüglich keine Rechtswidrigkeit der vom BW bekämpften, erstinstanzlich verfügten Personalmaßnahme festzustellen. Eine Substituierbarkeit in der Weise, dass anstelle des BW ein anderer geeigneter Beamter zu versetzen gewesen wäre, kommt von vornherein schon deshalb nicht in Frage, weil durch die angegebene aus sachlichen Gründen vorgenommene Organisationsmaßnahme ein Abzugsinteresse an der Person des BW besteht, das keinesfalls durch einen anderen Beamten erfüllt werden kann.

Ob mit der verfügten Personalmaßnahme für den BW der befürchtete Verlust der Omnibuslenkerzulage verbunden sein kann, wird - bei allfälliger Einstellung dieser Zulage - in einem besoldungsrechtlichen Verfahren zu klären sein; eine Zuständigkeit der BerK ist diesbezüglich nicht gegeben.

Im vorliegenden Berufungsfall ist aber auch auf das Postbetriebsverfassungsgesetz Bedacht zu nehmen. Nach der Rezeptionsnorm des Paragraph 72, Absatz eins, PBVG findet Paragraph 101, ArbVG, der ein Mitwirkungs- bzw. Zustimmungsrecht des Betriebsrates zu bestimmten Versetzungen vorsieht, (Letzteres nämlich dann, wenn dadurch eine Verschlechterung der Entgelt- oder Arbeitsbedingungen bewirkt wird,) Anwendung.

Die Zustimmung der Personalvertretung lag vor Durchführung der Versetzung unbestritten vor.

Das dienstrechtlich entscheidende wichtige dienstliche Interesse an der verfügten Personalmaßnahme, und zwar sowohl am Abzug als auch an der verfügten Zuteilung, war ebenfalls gegeben. Abweisung.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_06

Rechtssatz für 9/9-BK/01

Disziplinarbehörde

Berufungskommission

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

9/9-BK/01

Entscheidungsdatum

25.04.2001

Norm

BDG §38 Abs6
BDG §38 Abs7

Schlagworte

Versetzungsbescheid, Spruch, Angabe der neuen Dienststelle und der Verwendung

Rechtssatz

Aus der Bestimmung des Paragraph 38, Absatz 6, BDG, wonach dem zu versetzenden Beamten auch seine neue Dienststelle und Verwendung konkret bekanntzugeben ist, folgt, dass die Dienstbehörde verpflichtet ist, mit dem Versetzungsbescheid dem Beamten auch die neue Dienststelle und den neuen Dienstort zuzuweisen. Da im vorliegenden Fall aber die neue Dienststelle bzw. der neue Dienstort dem BW zwar nicht aus dem Spruch, wohl aber aus der Begründung des bekämpften Bescheides zweifelsfrei ersichtlich war, konnte dieser Mangel - ohne weitere Erhebungen - von der BerK durch eine entsprechende Ergänzung des erstinstanzlichen Spruches saniert werden.

Dokumentnummer

BEKRS_20010425_9_9_BK_01_07

Entscheidungstext

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