Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

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Entscheidungstext 97/03/0238

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

97/03/0238

Entscheidungsdatum

05.11.1997

Index

40/01 Verwaltungsverfahren;
90/01 Straßenverkehrsordnung;

Norm

StVO 1960 §5 Abs2 idF 1994/518;
StVO 1960 §5 Abs4 idF 1994/518;
StVO 1960 §99 Abs1 litb idF 1994/518;
VStG §44a Z2;
  1. StVO 1960 § 5 heute
  2. StVO 1960 § 5 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 5 gültig von 14.01.2017 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2017
  4. StVO 1960 § 5 gültig von 01.09.2012 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  5. StVO 1960 § 5 gültig von 01.07.2005 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2005
  6. StVO 1960 § 5 gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2002
  7. StVO 1960 § 5 gültig von 25.05.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  8. StVO 1960 § 5 gültig von 22.07.1998 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  9. StVO 1960 § 5 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  10. StVO 1960 § 5 gültig von 01.10.1994 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  11. StVO 1960 § 5 gültig von 25.04.1991 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 207/1991
  12. StVO 1960 § 5 gültig von 01.05.1986 bis 24.04.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. StVO 1960 § 5 heute
  2. StVO 1960 § 5 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 5 gültig von 14.01.2017 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2017
  4. StVO 1960 § 5 gültig von 01.09.2012 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  5. StVO 1960 § 5 gültig von 01.07.2005 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2005
  6. StVO 1960 § 5 gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2002
  7. StVO 1960 § 5 gültig von 25.05.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  8. StVO 1960 § 5 gültig von 22.07.1998 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  9. StVO 1960 § 5 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  10. StVO 1960 § 5 gültig von 01.10.1994 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  11. StVO 1960 § 5 gültig von 25.04.1991 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 207/1991
  12. StVO 1960 § 5 gültig von 01.05.1986 bis 24.04.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Dorner und die Hofräte Dr. Sauberer und Dr. Handstanger als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Gruber, über die Beschwerde des P in B, vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. Grosch & Partner in Kitzbühel, Rathausplatz 2, gegen den Bescheid des unabhängigen Verwaltungssenates in Tirol vom 12. Juni 1997,

Zlen. 1997/1/8-3, 1997/18/53-3, betreffend Übertretung der Straßenverkehrsordnung 1960, zu Recht erkannt:

Spruch

Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.

Begründung

Das gegen den Beschwerdeführer ergangene Straferkenntnis der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel vom 13. Jänner 1997 enthielt - unter anderem - folgende Schuldsprüche:

  1. Ziffer eins
    Sie sind am 10.03.1996 um 22.45 Uhr in B mit dem Kombi, Kennzeichen K, beim Einfahren vom P beim B Wirt in die
    B 170 nach rechts nicht in kurzem Bogen, sondern in weitem Bogen eingebogen, sodaß sie die Fahrbahnmitte mit dem ganzen Fahrzeug überfahren haben.
  2. Ziffer 2
    Sie haben den Kombi dann auf der B 170 gelenkt und sind beim S nicht soweit rechts gefahren, wie ihnen dies unter Bedachtnahme auf die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs zumutbar und dies ohne Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer, ohne eigene Gefährdung und ohne Beschädigung von Sachen möglich wäre, da Sie ohne ersichtlichen Grund auf die linke Fahrbahnseite geraten sind.
  3. Ziffer 3
    In der Folge haben Sie auf dem F-Weg auf einer Strecke von ca. 1000 m vorschriftswidrig einem mit Blaulicht gekennzeichneten Einsatzfahrzeug nicht Platz gemacht.
  4. Ziffer 4
    Sie weigerten sich am 10.03.1996 um 22.50 Uhr, in B, F-Weg 19, nach Aufforderung eines besonders geschulten und von der Behörde hiezu ermächtigten Organes der Straßenaufsicht, Ihre Atemluft auf Alkoholgehalt untersuchen zu lassen, obwohl der begründete Verdacht bestand, daß Sie sich auf dieser Fahrt in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befunden haben."

Hiefür wurde der Beschwerdeführer wegen der Verwaltungsübertretungen nach 1) Paragraph 13, Absatz eins, 2,) Paragraph 7, Absatz eins,,

3) Paragraph 26, Absatz 5 und 4) Paragraph 99, Absatz eins, Litera b, in Verbindung mit Paragraph 5, Absatz 2, StVO 1960 mit Geldstrafen bestraft, und zwar zu 4) in der Höhe von S 11.000,-- (Ersatzfreiheitsstrafe 11 Tage).

Dagegen erhob der Beschwerdeführer Berufung, zog diese aber hinsichtlich der Punkte 1) bis 3) des erstinstanzlichen Straferkenntnisses in der mündlichen Berufungsverhandlung vor der belangten Behörde zurück. Mit dem angefochtenen Bescheid wurde die Berufung - hinsichtlich des Punktes 4) des erstinstanzlichen Straferkenntnisses - als unbegründet abgewiesen und der Spruch zu diesem Punkt mit der Maßgabe bestätigt, "daß dem Beschuldigten eine Übertretung nach Paragraph 5, Absatz 2, StVO in der Fassung der 19. StVO-Novelle, Bundesgesetzblatt Nr. 518 aus 1994,, zur Last gelegt wird".

Über die gegen diesen Bescheid erhobene Beschwerde hat der Verwaltungsgerichtshof erwogen:

Der Beschwerdeführer verweist darauf, daß die belangte Behörde ausdrücklich festgestellt habe, es sei an ihn die Aufforderung ergangen, zum "Gendarmerieposten B mitzukommen, um dort den Alkotest durchzuführen". Die Weigerung des Beschwerdeführers, auf den Gendarmerieposten mitzukommen bzw. zu diesem vorgeführt zu werden, sei nicht dem Paragraph 5, Absatz 2, StVO 1960, sondern dem Paragraph 5, Absatz 4, leg. cit. zu subsumieren. Eine Übertretung nach Paragraph 5, Absatz 2, leg. cit. komme nur bei einer Weigerung, an Ort und Stelle eine Atemluftuntersuchung durchführen zu lassen, zum Tragen. Es liege daher ein Verstoß gegen Paragraph 44 a, Ziffer 2, VStG vor. Selbst wenn man diese Rechtsansicht nicht teilen wollte, ließe der Spruch des angefochtenen Bescheides offen, ob nun das Tatbild des Paragraph 5, Absatz 2, oder jenes des Paragraph 5, Absatz 4, StVO 1960 verwirklicht sei. Schließlich verletze der Spruch auch Paragraph 44 a, Ziffer eins, VStG insoweit, als sich das Tatbestandsmerkmal, daß der Beschwerdeführer "an einem näher angeführten Ort ein dem Kennzeichen nach bestimmtes Kraftfahrzeug gelenkt hat", nicht in der Tatumschreibung hinsichtlich des Faktums 4) des erstinstanzlichen Straferkenntnisses finde.

Mit diesem Vorbringen vermag der Beschwerdeführer keine dem angefochtenen Bescheid anhaftende Rechtswidrigkeit aufzuzeigen. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist Paragraph 5, Absatz 4, StVO 1960 in der Fassung der 19. StVO-Novelle als eine Ausformung der Bestimmung des Paragraph 5, Absatz 2, leg. cit. anzusehen und stellt die Weigerung, sich zum Zwecke der Feststellung des Atemalkoholgehaltes zur nächstgelegenen Dienststelle (bei der sich ein Atemalkoholmeßgerät befindet) bringen zu lassen, im Ergebnis eine Verweigerung der Untersuchung der Atemluft auf Alkoholgehalt dar vergleiche das Erkenntnis vom 8. November 1996, Zl. 96/02/0362). Eine derartige Weigerung verletzt Paragraph 5, Absatz 2, leg. cit., sodaß die bloße Anführung dieser Norm als übertretene Verwaltungsvorschrift nicht dem Paragraph 44 a, Ziffer 2, VStG widerspricht vergleiche das hg. Erkenntnis vom 25. April 1997, Zl. 97/02/0050). Mit den Worten "auf dieser Fahrt" in Punkt 4) des Schuldspruches wird klar erkennbar auf das in den Punkten 1) bis 3) beschriebene Lenken eines Kraftfahrzeuges durch den Beschwerdeführer Bezug genommen. Aus dem Spruch des Straferkenntnisses geht eindeutig hervor, welches Tatverhalten jeweils konkret den einzelnen als verletzt bezeichneten Verwaltungsvorschriften zugeordnet wurde. In einem solchen Fall kann von einem Verstoß gegen den Grundsatz, daß die einzelnen Straftaten im Spruch gesondert zu behandeln und dem im Gesetz aufgezählten Spruchteilen entsprechend zuzuordnen sind, - anders als in der dem vom Beschwerdeführer zitierten hg. Erkenntnis vom 11. Dezember 1991, Zl. 91/03/0070, zugrundeliegenden Rechtssache - keine Rede sein.

Da somit bereits der Inhalt der Beschwerde erkennen läßt, daß die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt, war die Beschwerde gemäß Paragraph 35, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung als unbegründet abzuweisen.

Schlagworte

Verwaltungsvorschrift Mängel im Spruch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1997:1997030238.X00

Im RIS seit

12.06.2001

Dokumentnummer

JWT_1997030238_19971105X00

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