Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

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Entscheidungstext 93/17/0096

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

93/17/0096

Entscheidungsdatum

24.09.1993

Index

L34009 Abgabenordnung Wien;
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht;

Norm

BAO §212 Abs1;
BAO §212;
BAO §218 Abs1;
BAO §218 Abs2;
BAO §219;
LAO Wr 1962 §160 Abs1;
LAO Wr 1962 §160 Abs2 idF 1992/40;
LAO Wr 1962 §164 Abs2;
LAO Wr 1962 §166;
VwGG §33 Abs1;
  1. BAO § 212 heute
  2. BAO § 212 gültig ab 01.01.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  3. BAO § 212 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 212 gültig von 31.12.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2004
  5. BAO § 212 gültig von 21.08.2003 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. BAO § 212 gültig von 01.01.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  7. BAO § 212 gültig von 26.06.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  8. BAO § 212 gültig von 01.01.2002 bis 25.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  9. BAO § 212 gültig von 30.12.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  10. BAO § 212 gültig von 01.12.1993 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  11. BAO § 212 gültig von 30.07.1988 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1988
  12. BAO § 212 gültig von 18.07.1987 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  13. BAO § 212 gültig von 01.01.1986 bis 17.07.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  1. BAO § 212 heute
  2. BAO § 212 gültig ab 01.01.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  3. BAO § 212 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 212 gültig von 31.12.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2004
  5. BAO § 212 gültig von 21.08.2003 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. BAO § 212 gültig von 01.01.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  7. BAO § 212 gültig von 26.06.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  8. BAO § 212 gültig von 01.01.2002 bis 25.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  9. BAO § 212 gültig von 30.12.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  10. BAO § 212 gültig von 01.12.1993 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  11. BAO § 212 gültig von 30.07.1988 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1988
  12. BAO § 212 gültig von 18.07.1987 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  13. BAO § 212 gültig von 01.01.1986 bis 17.07.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  1. BAO § 218 heute
  2. BAO § 218 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 218 gültig von 15.08.2018 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  4. BAO § 218 gültig von 30.12.1989 bis 29.12.2000 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 142/2000
  5. BAO § 218 gültig von 01.01.1989 bis 29.12.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1988
  6. BAO § 218 gültig von 01.12.1987 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  7. BAO § 218 gültig von 01.01.1982 bis 30.11.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BAO § 218 heute
  2. BAO § 218 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 218 gültig von 15.08.2018 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  4. BAO § 218 gültig von 30.12.1989 bis 29.12.2000 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 142/2000
  5. BAO § 218 gültig von 01.01.1989 bis 29.12.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1988
  6. BAO § 218 gültig von 01.12.1987 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  7. BAO § 218 gültig von 01.01.1982 bis 30.11.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BAO § 219 gültig von 01.01.1962 bis 29.12.2000 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 142/2000
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Kirschner und die Hofräte Dr. Kramer, Dr. Puck, Dr. Gruber und Dr. Höfinger als Richter, im Beisein der Schriftführerin Oberkommissärin Mag. Raunig, über die Bechwerde der A in W, vertreten durch den zur Verfahrenshilfe beigegebenen Rechtsanwalt Dr. L in W, gegen den Bescheid der Abgabenberufungskommission der Bundeshauptstadt Wien vom 18. Dezember 1992, Zl. MD-VfR - K 52/92, betreffend Stundung von Getränkesteuer samt Nebenforderungen, den Beschluß gefaßt:

Spruch

Die Beschwerde wird als gegenstandslos erklärt und das Verfahren eingestellt.

Die Anträge auf Zuerkennung von Aufwandersatz werden abgewiesen.

Begründung

Mit Haftungsbescheid des Magistrates der Bundeshauptstadt Wien vom 10. Oktober 1991 wurde die Beschwerdeführerin als Haftpflichtige zur Zahlung der für die Zeit vom Jänner 1989 bis Oktober 1989 in Betrieb in W, H-Gasse, entstandenen Getränkesteuerschuld der ehemaligen Pächterin, der N-GesmbH, im Betrag von S 56.905,-- (einschließlich Nebenansprüchen) herangezogen und gleichzeitig gemäß Paragraph 171, WAO aufgefordert, diesen Betrag binnen einem Monat nach Zustellung dieses Bescheides zu entrichten.

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit ihrem am 15. November 1991 bei der Abgabenbehörde erster Instanz eingelangten Schriftsatz Berufung, die mit Bescheid der Abgabenberufungskommission der Bundeshauptstadt Wien vom 24. Juni 1992 als unbegründet abgewiesen wurde. Mit Erkenntnis vom 28. Mai 1993, Zl. 92/17/0293, der Beschwerdeführerin zu Handen ihres Vertreters am 6. Juli 1993 zugestellt, wurde der zuletzt genannte Bescheid wegen Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften aufgehoben.

Mit dem nunmehr verfahrensgegenständlichen Schriftsatz vom 4. August 1992 hatte die Beschwerdeführerin weiters den Antrag gestellt, im Hinblick auf die Verfahrenslage und die materielle Situation der Beschwerdeführerin "von der derzeitigen Geltendmachung Ihrer Forderung abzusehen und auch keine exekutiven Schritte einzuleiten; dies bis zum Vorliegen des Erkenntnisses des Verwaltungsgerichtshofes."

Mit Bescheid vom 4. September 1992 wies der Magistrat der Stadt Wien, MA 6-Rechnungsamt, Stadtkasse 16., 17. Bezirk, diesen als Antrag auf Bewilligung einer Zahlungserleichterung (Stundung) gewerteten Antrag gemäß Paragraph 160, WAO ab.

Mit dem nunmehr angefochtenen Bescheid vom 18. Dezember 1992 wies die Abgabenberufungskommission der Bundeshauptstadt Wien die dagegen erhobene Berufung als unbegründet ab.

Dagegen wendet sich die vorliegende Beschwerde. Nach ihrem Vorbringen erachtet sich die Beschwerdeführerin in ihrem Recht auf Stundung nach Paragraph 160, Absatz eins, WAO verletzt. Sie beantragt, den angefochtenen Bescheid wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufzuheben.

Die belangte Behörde erstattete eine Gegenschrift, in der sie die Abweisung der Beschwerde als unbegründet beantragt.

Mit Berichterverfügung vom 22. Juli 1993 wurde die Beschwerdeführerin gemäß Paragraph 33, Absatz eins, VwGG aufgefordert, sich binnen drei Wochen darüber zu äußern, ob die gegenständliche Beschwerde durch Zustellung des Erkenntnisses vom 28. Mai 1993, Zl. 92/17/0293, gegenstandslos geworden sein könnte.

In ihrer Äußerung vom 2. August 1993 widersprach die Beschwerdeführerin dieser Rechtsauffassung nicht und erstattete insbesondere kein Vorbringen darüber, inwiefern trotz Verstreichens der begehrten Stundungsfrist noch eine Rechtsverletzungsmöglichkeit auf ihrer Seite gegeben sein könnte.

Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes vergleiche die Erkenntnisse vom 27. Juni 1984, Zlen. 82/16/0081, 0083, vom 24. Mai 1985, Zl. 85/17/0074, und vom 13. Mai 1986, Zl. 86/14/0005, 0006, sowie den Beschluß vom 5. März 1990, Zl. 89/15/0129, 0130) ist ein Stundungsbegehren (in der Regel) als gegenstandslos anzusehen, wenn der begehrte Stundungszeitraum bereits verstrichen ist. Eine andere Betrachtungsweise hat der Verwaltungsgerichtshof lediglich dann für angezeigt erachtet, wenn für den Beschwerdeführer aufgrund eines im Sinne des Paragraph 218, Absatz eins, BAO (diese Vorschrift entspricht dem Paragraph 164, Absatz 2, WAO) ZEITGERECHT gestellten Stundungsantrages die Rechtsfolgen dieser Gesetzesstelle - nämlich die Verpflichtung zur Entrichtung eines Säumniszuschlages - auf dem Spiele stehen könnten (Erkenntnis vom 10. Mai 1988, Zl. 88/14/0031).

Im Beschwerdefall kann jedoch dieser Gesichtspunkt nicht zum Tragen kommen, weil der als Stundungsantrag gewertete Antrag der Beschwerdeführerin lange nach dem im Haftungsbescheid erster Instanz zutreffend genannten Fälligkeitszeitpunkt gestellt wurde. Es kam daher auch nicht mehr darauf an, ob (wie in der Berichterverfügung vom 22. Juli 1993, angedeutet) die gemäß Paragraph 160, Absatz 2, WAO in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 40 aus 1992, nunmehr zwingend zu entrichtenden Stundungszinsen höher gewesen wären als der Säumniszuschlag nach Paragraph 166, leg. cit. Auch die Beschwerdeführerin hat keine Behauptungen darüber aufgestellt, inwiefern sie im Rahmen des geltend gemachten Beschwerdepunktes noch in ihren Rechten verletzt sein könnte vergleiche auch hiezu den bereits zitierten Beschluß vom 5. März 1990, Zl. 89/15/0129, 130).

Die Beschwerde war daher in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG als gegenstandslos zu erklären und das Beschwerdeverfahren einzustellen.

Da keine formelle Klaglosstellung eingetreten ist, war bei der Kostenentscheidung nicht Paragraph 56, erster Satz VwGG, sondern Paragraph 58, leg. cit. anzuwenden. Daher mußten die Anträge der Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens auf Zuspruch von Aufwandersatz abgewiesen werden vergleiche hiezu den Beschluß eines verstärkten Senates vom 9. April 1980, Slg. Nr. 10.092/A, und zuletzt etwa den Beschluß vom 28. Mai 1993, Zl. 93/17/0017).

Schlagworte

Allgemein Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170096.X00

Im RIS seit

20.11.2000

Dokumentnummer

JWT_1993170096_19930924X00

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