Begleitende Dokumente
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Hauptdokument
Kurztitel
Krankenanstaltengesetz, Tiroler
§/Artikel/Anlage
§ 1
Inkrafttretensdatum
20.04.2011
Außerkrafttretensdatum
19.12.2013
Abkürzung
Tir KAG
Index
9440 Krankenanstalt, Spital
Text
HAUPTSTÜCK A
Begriffsbestimmungen
§ 1Paragraph eins
(1)Absatz eins,Krankenanstalten sind Einrichtungen, die
zur Feststellung und Überwachung des Gesundheitszustandes durch Untersuchung,
zur Vornahme operativer Eingriffe,
zur Vorbeugung gegen Krankheiten und zur Besserung und Heilung von Krankheiten durch Behandlung,
für Maßnahmen medizinischer Fortpflanzungshilfe bestimmt sind.
(2)Absatz 2,Als Krankenanstalten gelten auch Einrichtungen, die zur ärztlichen Betreuung und besonderen Pflege von chronisch Kranken bestimmt sind.
(3)Absatz 3,Krankenanstalten im Sinn der Abs. 1 und 2 sind:Krankenanstalten im Sinn der Absatz eins und 2 sind:
allgemeine Krankenanstalten, das sind Krankenanstalten für Personen ohne Unterschied des Geschlechtes, des Alters oder der Art der ärztlichen Betreuung,
Sonderkrankenanstalten, das sind Krankenanstalten für die Untersuchung und Behandlung von Personen mit bestimmten Krankheiten oder von Personen bestimmter Altersstufen oder für bestimmte Zwecke,
Pflegeanstalten für chronisch Kranke, die ärztlicher Betreuung und besonderer Pflege bedürfen,
Sanatorien, das sind Krankenanstalten, die höheren Ansprüchen hinsichtlich der Verpflegung und der Unterbringung, insbesondere durch eine niedrigere Bettenanzahl in den Krankenzimmern und eine bessere Ausstattung und Lage der Krankenzimmer, entsprechen,
selbstständige Ambulatorien, das sind organisatorisch selbstständige Einrichtungen, die der Untersuchung oder Behandlung von Personen dienen, die einer Aufnahme in Anstaltspflege nicht bedürfen. Solche Einrichtungen gelten auch dann als selbstständige Ambulatorien, wenn sie über eine angemessene Zahl von Betten verfügen, die für eine kurzfristige Unterbringung zur Durchführung ambulanter diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen unentbehrlich sind. Die Durchführung von Hausbesuchen im jeweiligen Einzugsgebiet ist zulässig.
(4)Absatz 4,Einrichtungen, die eine gleichzeitige Behandlung von mehreren Personen ermöglichen und durch die Anstellung insbesondere von Angehörigen von Gesundheitsberufen eine Organisationsdichte und -struktur aufweisen, die insbesondere im Hinblick auf das arbeitsteilige Zusammenwirken und das Leistungsvolumen eine Anstaltsordnung erfordern, sind nicht als Ordinationsstätten von Ärzten oder Zahnärzten anzusehen. Sie unterliegen diesem Gesetz.
Im RIS seit
13.05.2011
Zuletzt aktualisiert am
18.12.2025
Gesetzesnummer
20000190
Dokumentnummer
LTI40031152