Bundesrecht konsolidiert

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Übernahmegesetz § 25

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Übernahmegesetz

Kundmachungsorgan

BGBl. I Nr. 127/1998

Typ

BG

§/Artikel/Anlage

§ 25

Inkrafttretensdatum

01.01.1999

Außerkrafttretensdatum

19.05.2006

Abkürzung

ÜbG

Index

21/05 Börse

Text

Anzeigepflicht bei kontrollierender Beteiligung

Paragraph 25,
  1. Absatz eins,Abweichend von Paragraph 22, genügt eine innerhalb von 20 Börsetagen zu erstattende Mitteilung über den Sachverhalt an die Übernahmekommission, wenn
    1. Ziffer eins
      bei Erlangen einer mittelbaren Beteiligung (Paragraph 22, Absatz 3,) der Buchwert der unmittelbaren Beteiligung an der Zielgesellschaft weniger als 25 vom Hundert des buchmäßigen Nettoaktivvermögens des Rechtsträgers gemäß Paragraph 22, Absatz 3, beträgt;
    2. Ziffer 2
      Aktien innerhalb einer Gruppe von Aktionären im Sinne des Paragraph 23, Absatz eins, übertragen werden und sich die Zusammensetzung der Gruppe nur geringfügig ändert;
    3. Ziffer 3
      die für das Entstehen einer kontrollierenden Beteiligung erforderliche Zahl an Stimmrechten geringfügig sowie nur vorübergehend oder unbeabsichtigt überschritten wird;
    4. Ziffer 4
      Aktien zu bloßen Sanierungszwecken oder zur Sicherung von Forderungen erworben werden.
    Die Übernahmekommission kann durch Verordnung die Tatbestände der Ziffer eins bis 4 näher umschreiben und weitere Fälle bestimmen, in denen abweichend von Paragraph 22, eine Mitteilung des Sachverhalts genügt, wenn eine Gefährdung von Vermögensinteressen der Inhaber von Beteiligungspapieren der Zielgesellschaft nicht zu besorgen ist oder wenn überwiegende gesamtwirtschaftliche Interessen für die Befreiung vom Pflichtangebot sprechen.
  2. Absatz 2,Die Übernahmekommission kann in den Fällen des Absatz eins, die Stellung eines Pflichtangebots an die Inhaber von Beteiligungspapieren der Zielgesellschaft anordnen; sieht sie davon ab, so kann sie ihre Entscheidung von Bedingungen abhängig machen und Auflagen aussprechen. Die Übernahmekommission hat ihre Entscheidung insbesondere davon abhängig zu machen, ob nach den tatsächlichen Verhältnissen des Einzelfalls eine Gefährdung der Vermögensinteressen der Inhaber von Beteiligungspapieren der Zielgesellschaft zu besorgen ist. Auf Antrag des Bieters hat die Übernahmekommission möglichst rasch, längstens innerhalb eines Monats ab Einlangen des Antrags zu entscheiden, ob ein Pflichtangebot gestellt werden muß. Ordnet die Übernahmekommission die Stellung eines Angebots an, so hat sie gleichzeitig die Frist festzulegen, innerhalb welcher die Anzeige gemäß Paragraph 10, Absatz eins, zu erstatten ist.
  3. Absatz 3,Die Übernahmekommission kann durch Verordnung nähere Voraussetzungen für Entscheidungen gemäß Absatz 2, umschreiben. Hiebei hat sie insbesondere darauf Bedacht zu nehmen, ob die Möglichkeit, einen beherrschenden Einfluß auf die Zielgesellschaft auszuüben, in zuverlässiger und dauerhafter Weise abgesichert ist, ob der Erwerbsvorgang vorrangig auf die Erlangung eines beherrschenden Einflusses über die Zielgesellschaft gerichtet war, ob der Erwerber oder ein konzernmäßig mit ihm verbundener Rechtsträger eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an einem Unternehmen mit gleichem oder verwandtem Unternehmensgegenstand hält, ob eine einheitliche Leitung besteht und ob im Fall des Absatz eins, Ziffer eins, die Beteiligung einen wesentlichen Teil der Aktiva des Rechtsträgers darstellt.

Anmerkung

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 6. Oktober 2006, G
151-153/05-17, V 115-117/05-17, dem Bundeskanzler zugestellt am
9. November 2006, zu Recht erkannt, dass die Absätze 1 und 2
verfassungswidrig waren (vgl. BGBl. I Nr. 158/2006).

Zuletzt aktualisiert am

20.09.2013

Gesetzesnummer

10003609

Dokumentnummer

NOR12040177

Alte Dokumentnummer

N2199812690U

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