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Kfz-Haftpflichtversicherung - Allgemeine Versicherungsbedingungen § 6

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Kfz-Haftpflichtversicherung - Allgemeine Versicherungsbedingungen

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 107/1988

Typ

V

§/Artikel/Anlage

§ 6

Inkrafttretensdatum

01.03.1988

Außerkrafttretensdatum

17.09.1991

Abkürzung

AKHB 1988

Index

90/03 Sonstiges Straßenverkehrsrecht, Kraftfahrrecht

Text

Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalles

Paragraph 6, (1) Als Obliegenheiten, deren Verletzung im Zeitpunkt des Schadenereignisses die Freiheit des Versicherers von der Verpflichtung zur Leistung bewirkt (Paragraph 6, Absatz eins, des Versicherungsvertragsgesetzes 1958), werden bestimmt

  1. Ziffer eins
    die Verpflichtung, mit dem Fahrzeug nicht eine größere Anzahl von Personen zu befördern als jene, für die die Prämie tarifmäßig berechnet worden ist;
  2. Ziffer 2
    die Verpflichtung, das Fahrzeug nicht zu einem anderen als dem vereinbarten Zweck zu verwenden, sofern der Tarif für den anderen Verwendungszweck eine höhere Prämie vorsieht;
  3. Ziffer 3
    die Verpflichtung, im Fall der Zuweisung eines Wechselkennzeichens nur das Fahrzeug zu verwenden, an dem die Kennzeichentafeln jeweils angebracht sind.
  1. Absatz 2,Als Obliegenheiten, die zum Zweck der Verminderung der Gefahr oder der Verhütung einer Erhöhung der Gefahr dem Versicherer gegenüber zu erfüllen sind und deren Verletzung im Zeitpunkt des Schadenereignisses die Freiheit des Versicherers von der Verpflichtung zur Leistung bewirkt (Paragraph 6, Absatz 2, des Versicherungsvertragsgesetzes 1958), werden bestimmt,
    1. Ziffer eins
      daß der Lenker die kraftfahrrechtliche Berechtigung oder, wenn eine Lenkerberechtigung nicht vorgeschrieben ist, das Mindestalter besitzt, das versicherte Fahrzeug zu lenken; die Verpflichtung zur Leistung bleibt gegenüber dem Versicherungsnehmer und den mitversicherten Personen bestehen, wenn sie ohne Verschulden annehmen konnten, daß der Lenker diese Berechtigung oder das Mindestalter besitzt, oder wenn der Lenker das Fahrzeug ohne den Willen des Halters gelenkt hat;
    2. Ziffer 2
      daß sich der Lenker nicht in einem nach den Straßenverkehrsvorschriften bedeutsamen durch Alkohol oder Suchtgift beeinträchtigten Zustand befindet; diese Leistungsfreiheit darf nur geltend gemacht werden, wenn der Lenker im Zusammenhang mit dem Schadenereignis durch rechtskräftige Entscheidung eines Strafgerichtes oder rechtskräftigen Bescheid einer Verwaltungsbehörde schuldig erkannt worden ist und im Spruch oder in der Begründung dieser Entscheidung der angeführte Umstand festgestellt wird;
    3. Ziffer 3
      mit dem Fahrzeug Personen nur unter Einhaltung der betreffenden kraftfahrrechtlichen Vorschriften zu befördern.
  2. Absatz 3,Die Leistungsfreiheit nach Absatz eins und 2 ist mit 100 000 S begrenzt.
  3. Absatz 4,Bei Verletzung der im Absatz eins, Ziffer eins und im Absatz 2, Ziffer 3, angeführten Obliegenheiten ist der Versicherer nur hinsichtlich des Teiles der Entschädigung, der dem Verhältnis der Anzahl der zu Unrecht beförderten Personen zur Anzahl der insgesamt beförderten Personen entspricht, von der Verpflichtung zur Leistung frei.
  4. Absatz 5,Absatz 2, Ziffer eins, gilt nicht für nach den Vorschriften des KFG 1967 durchgeführte Beobachtungs-, Schul-, Übungs-, Prüfungs- und Lehrfahrten. Diese Bestimmung gilt ferner nicht für das Lenken auf Grund einer im Ausland erteilten Lenkerberechtigung durch Personen mit ordentlichem Wohnsitz im Bundesgebiet nach Ablauf der in Paragraph 64, Absatz 5, erster Satz KFG 1967 festgesetzten Frist, solange nicht ein Antrag gemäß Paragraph 64, Absatz 6, KFG 1967 abgewiesen worden ist.

Schlagworte

Fahrt, Beobachtungsfahrt, Schulfahrt, Übungsfahrt, Prüfungsfahrt

Gesetzesnummer

10011807

Dokumentnummer

NOR12151477

Alte Dokumentnummer

N9198817820R

European Legislation Identifier (ELI)

https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1988/107/P6/NOR12151477

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