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Lehrpläne für Minderheiten-Volksschulen und für den Unterricht in Minderheitensprachen in Volksschulen in den Bundesländern Burgenland und Kärnten Anl. 1

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrpläne für Minderheiten-Volksschulen und für den Unterricht in Minderheitensprachen in Volksschulen in den Bundesländern Burgenland und Kärnten

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 118/1966 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 136/2000

Typ

V

§/Artikel/Anlage

Anl. 1

Inkrafttretensdatum

12.05.2000

Außerkrafttretensdatum

31.08.2001

Index

70/07 Schule und Kirche
70/09 Minderheiten-Schulrecht

Text

Anlage 1

LEHRPLAN DER VOLKSSCHULEN (VOLKSSCHULKLASSEN, VOLKSSCHULABTEILUNGEN) MIT DEUTSCHER UND SLOWENISCHER UNTERRICHTSSPRACHE

im Sinne des Paragraph 12, Litera b, des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten, Bundesgesetzblatt Nr. 101 aus 1959,

ERSTER TEIL
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

römisch eins. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN FÜR DIE VORSCHULSTUFE

1. Art und Funktion des Lehrplanes

Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen ist die Planungsgrundlage für die Arbeit in der Vorschulstufe der Lehrplan. Wegen des kompensatorischen Charakters dieser Schulstufe wird im Lehrplan eine umfassende Aufgabenbeschreibung der vorschulischen Erziehung vorgenommen. Er ist als Planungskonzept angelegt, das dem Lehrer in der Auswahl der Aufgaben und Inhalte ein Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen der Kinder, deren Vorkenntnisse in deutscher und slowenischer Sprache und die besonderen Gegebenheiten in der jeweiligen Vorschulklasse ermöglicht.

2. Verbindliche Übungen

Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen ist der Lehrstoff der Vorschulstufe im Lehrplan nach verbindlichen Übungen gegliedert. Diese Gliederung der Lehrplanangebote in verbindliche Übungen und deren weitere Untergliederung in Teilbereiche weist den Lehrer auf die Vielseitigkeit seiner Aufgaben hin und zielt auf die Ausgewogenheit des Bildungsangebotes.

Bei der Arbeit in der Vorschulstufe ist von einer strengen Scheidung des Lehrstoffes nach verbindlichen Übungen Abstand zu nehmen, vielmehr ist deren enge Verklammerung sicherzustellen. Die konkrete Lernsituation hat auf die schulischen und außerschulischen Erlebnisse, Erfahrungen und Interessen der Kinder Bezug zu nehmen. Lernanlässe ergeben sich aus kindnahen Sach- und Lebensbereichen.

3. Planung der Jahresarbeit

Jeder Lehrer hat seiner Arbeit in der Vorschulklasse eine Planung zugrunde zu legen, welche

kontinuierlich im Hinblick auf die spezielle Situation seiner Klasse zu entwickeln ist. Angebotene Jahrespläne dienen dem Lehrer als Hilfe für diese Planungsentscheidungen.

Die Planung der Jahresarbeit für eine Vorschulklasse verlangt vom Lehrer besondere Überlegungen

hinsichtlich flexibler Gestaltung von Lernsituationen und individueller Fördermaßnahmen. In dieser Planung sind sowohl die Inhalte der einzelnen verbindlichen Übungen aufzunehmen, die allen Kindern angeboten werden sollen, als auch die speziellen Lernangebote zur differenzierenden und individualisierenden Förderung einzelner Schüler und Schülergruppen. Hiebei ist auf die Bedeutung der Sprachförderung ausreichend Bedacht zu nehmen.

4. Vorschulgruppen

Anmerkung, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 136 aus 2000,)

5. Lernorganisation auf der Vorschulstufe

Bei der Planung und Gestaltung des Schultages ist auf eine entsprechende Rhythmisierung zu achten. Dabei ist auf den Wechsel der Lernbereiche, der individuellen und sozialen Lernphasen (Wechsel der Sozialformen) und der Arbeits- und Pausenzeiten Bedacht zu nehmen.

Innerhalb und in der Wechselwirkung der Lernbereiche ist auf Ausgewogenheit der kognitiven, affektiven und psychomotorischen Lerndimensionen zu achten.

Auf Grund der besonderen psychischen und sozialen Situation der Kinder der Vorschulstufe beginnt der Schultag insbesondere in den ersten Monaten des Unterrichtsjahres mit einer Phase freien Spielens. Bei der Dauer der Lernphasen sowie beim Übergang zu neuen Aktivitäten ist auf die Belastbarkeit der Kinder bzw. auf die Einplanung von entsprechend gestalteten Erholungsphasen Rücksicht zu nehmen. Der Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit eines Schultages ist für die Kleingruppenaktivitäten vorzusehen, dies ermöglicht den Kindern die Betätigung in unterschiedlichen Lernbereichen, sowie ein Nebeneinander von verschiedenen didaktischen Grundformen (Arbeit und Spiel).

Kleingruppenaktivitäten stellen eine besonders geeignete Form der Aktivierung und Motivierung der Schüler dar und bieten dem Lehrer Gelegenheit zur individuellen Förderung von Schülern.

Für die Durchführung der Kleingruppenaktivitäten, aber auch für gemeinsames Tun der Klasse (Gruppe), kommt der Einrichtung und Gestaltung des Raumes - auch im Hinblick auf das Bewegungsbedürfnis der Kinder - besondere Bedeutung zu. Durch eine entsprechende Ausstattung wird der Klassenraum zu einer kindgemäßen Lern- und Lebensstätte. Dafür ist zumindest eine Aufgliederung in Spiel-, Bau- und Leseecke mit den entsprechenden Spiel- und Arbeitsmitteln erforderlich.

Gezielte Fördermaßnahmen dürfen grundsätzlich nicht zu Leistungsdruck und Überforderung führen. Dies erfordert genaue Beobachtung und setzt beim Lehrer großes Verständnis für kognitive, physische, emotionale und soziale Belastbarkeit der Kinder voraus. Hausaufgaben sind auf dieser Stufe nicht zu geben.

Zum Beobachten, Erkunden und Klären von Sachverhalten kommt den unmittelbaren Begegnungen mit der Wirklichkeit, insbesondere mit der Begegnung der deutschen und der slowenischen Sprache im täglichen Leben auch außerhalb des Schulhauses besondere Bedeutung zu; in diesem Zusammenhang kommt den Lehrausgängen großes Gewicht zu.

6. Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten, schulischen und außerschulischen Einrichtungen

Im Hinblick auf die Aufgaben der Vorschulstufe ist der enge Kontakt zwischen Lehrer und Eltern besonders wichtig. Hiebei hat der Lehrer die Eltern insbesondere über Maßnahmen zu beraten, die die Gesamtentwicklung des Kindes fördern, sodaß die Schulreife im vollen Ausmaß erreicht werden kann. Diese Zusammenarbeit wird in besonderem Maße gefördert, wenn die Eltern auch an der Gestaltung schulischer Aktivitäten mitwirken.

Für die individuelle Förderung der Kinder in der Vorschulstufe ist auch die Kooperation der Lehrer mit anderen Einrichtungen erforderlich. Besonders wichtig ist die Kontaktnahme mit dem Kindergarten und der ersten Schulstufe der Grundschule. Wertvolle Hilfestellung kann durch den schulpsychologischen Dienst, den Schularzt und gegebenenfalls durch den Sprachheillehrer erfolgen.

7. Betreuungsplan für ganztägige Schulformen

Abschnitt römisch zwei Ziffer 13, (schulautonome Lehrplanbestimmungen) letzter Absatz und Ziffer 14, (Betreuungsplan für ganztägige Schulformen) finden mit der Maßgabe Anwendung, daß sich die gegenstandsbezogene Lernzeit im Sinne eines zeitgemäßen Vorschulunterrichtes primär auf verbindliche Übungen bezieht.

römisch zwei. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN FÜR DIE GRUNDSCHULE (MIT AUSNAHME DER VORSCHULSTUFE) UND DIE VOLKSSCHULOBERSTUFE 1. Art und Gliederung des Lehrplanes

Der Lehrplan der Grundschule ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter. Dieser äußert sich in der allgemeinen Festlegung des Bildungsziels, der Bildungs- und Lehraufgaben und des Lehrstoffs für die einzelnen Unterrichtsgegenstände sowie der fachübergreifenden Lernbereiche. Der Lehrplan bildet die Grundlage für die eigenverantwortliche Planung und Durchführung des Unterrichts durch den Lehrer.

Mit dem allgemeinen Bildungsziel und den Bildungs- und Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände ist der Lehrplan zielorientiert. Der Lehrstoff der einzelnen Unterrichtsgegenstände deckt den Inhaltsaspekt des Unterrichts ab. Die allgemeinen didaktischen Grundsätze und die den einzelnen Unterrichtsgegenständen zugeordneten didaktischen Grundsätze geben Leitlinien für unterrichtliches Entscheiden und Handeln.

Für den Sachunterricht, Deutsch, Lesen, Mathematik, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Schreiben, Werkerziehung und Leibesübungen gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, Siebenter Teil, mit der Maßgabe, daß dieser Unterricht auf den ersten drei Schulstufen gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache zu erteilen ist.

Der Lehrstoff ist im Lehrplan in der Regel in zwei Spalten dargestellt:

In der linken Spalte wird die stoffliche Grobstruktur angegeben und dadurch die inhaltliche Linienführung eines Unterrichtsgegenstandes verdeutlicht. In der rechten Spalte wird die Grobstruktur modellhaft konkretisiert, sehr oft beispielhaft interpretiert.

Der Lehrplan umfaßt

Allgemeine Bestimmungen einschließlich der Unterrichtsprinzipien,

Allgemeines Bildungsziel,

Allgemeine didaktische Grundsätze,

Stundentafel,

Bildungs- und Lehraufgaben sowie Lehrstoff und didaktische

Grundsätze der Unterrichtsgegenstände.

2. Zusammenfassung der Schulstufen

Die je einem Schuljahr entsprechenden Schulstufen werden im Lehrplan der Volksschule (Grundschule) zu je zwei Grundstufen zusammengefasst, und zwar so, dass sich die Grundstufe römisch eins über die erste und zweite Schulstufe (nach Bedarf auch über die Vorschulstufe) und die Grundstufe römisch zwei über die dritte und vierte Schulstufe erstreckt. Die Grundstufe römisch eins und die Grundstufe römisch zwei bilden die Grundschule.

Innerhalb einer Grundstufe sind die im Lehrplan angegebenen Jahresziele als Richtmaß anzusehen. Die Zusammenfassung von Schulstufen ermöglicht die Verlängerung der Lernzeit durch einen sich über zwei Unterrichtsjahre erstreckenden Zeitraum, wenn dies aus didaktischen Gründen erforderlich ist.

Erforderlichenfalls kann die Schulkonferenz mit Zustimmung des Bezirksschulrates und des Landesschulrates einzelne Teilaufgaben von einer Schulstufe auf die andere verlegen.

Zum Schuleingangsbereich vergleiche auch Punkt 9 und zur Volksschuloberstufe Punkt 12.

3. Gliederung der Bildungsangebote nach Unterrichtsgegenständen - Dauer unterrichtlicher Einheiten

Auf Grund der Paragraphen 6 und 10 des Schulorganisationsgesetzes ist der Lehrstoff der Grundschule nach Unterrichtsgegenständen gegliedert, denen in den Stundentafeln Zeitrichtwerte zugeordnet werden. Damit ist der Lehrer verpflichtet, den Kindern Bildungsangebote aus allen angeführten Lernbereichen zu machen. Dem Wesen des Grundschulunterrichts entspricht es, eine strenge Scheidung des Lehrstoffs nach Unterrichtsgegenständen zu vermeiden. Dies ist schon deshalb nötig, weil der Unterricht in der Grundschule - besonders auf der Grundstufe römisch eins - womöglich von den Erfahrungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder ausgeht oder diese zumindest einbezieht. Somit sind die Lernanlässe oft situationsorientiert und fachübergreifend. Auf der Grundstufe römisch zwei wird sich der Unterricht in größerem Ausmaß an den Eigengesetzlichkeiten bestimmter Lernbereiche orientieren. Ab der 4. Schulstufe ist der Pflichtgegenstand Slowenisch als eigenständiger Unterrichtsgegenstand zu führen. Die Dauer unterrichtlicher Einheiten in der Grundschule orientiert sich vor allem an der Konzentrations- und Lernfähigkeit der Kinder und hängt von der jeweiligen Lehraufgabe und vom Lehrstoff ab. Sie wird sich deshalb - mit Ausnahme von raum- bzw. personengebundenem Unterricht (zB Leibesübungen, Werkerziehung, Slowenisch in der 4. Schulstufe) - im allgemeinen nicht an der schulorganisatorischen Zeiteinheit „Unterrichtsstunde” orientieren. Im Stundenplan ist daher nur der raum- bzw. personengebundene Unterricht auszuweisen.

Die unverbindliche Übung Lebende Fremdsprache ist auf der 1. und 2. Schulstufe der Grundstufe römisch eins integrativ zu führen (in kürzeren Einheiten fächerübergreifend). Auf der Grundstufe römisch zwei kann die unverbindliche Übung Lebende Fremdsprache im Rahmen der in der Stundentafel vorgesehenen Wochenstunden in längeren Unterrichtseinheiten bzw. integrativ geführt werden.

4. Unterrichtsprinzipien

Der Schule sind viele Bildungs- und Erziehungsaufgaben gestellt, die nicht einem Unterrichtsgegenstand oder wenigen Unterrichtsgegenständen zugeordnet werden können, sondern nur fächerübergreifend im Zusammenwirken vieler oder aller Unterrichtsgegenstände zu bewältigen sind. Kennzeichnend für diese Bildungs- und Erziehungsaufgaben ist, daß sie in besonderer Weise die Grundsätze der Lebensbezogenheit und Anschaulichkeit und die Konzentration der Bildung berücksichtigen; kennzeichnend für sie ist ferner, daß sie nicht durch Lehrstoffangaben allein beschrieben werden können, sondern als Kombination stofflicher, methodischer und erzieherischer Anforderungen zu verstehen sind; und schließlich, daß sie unter Wahrung ihres interdisziplinären Charakters jeweils in bestimmten Unterrichtsgegenständen oder Teilen von Unterrichtsgegenständen einen stofflichen Schwerpunkt besitzen.

Als solche Bildungs- und Erziehungsaufgaben, die auch „Unterrichtsprinzipien” genannt werden, sind aufzufassen:

Gesundheitserziehung

Leseerziehung

Medienerziehung

Musische Erziehung

Politische Bildung (einschließlich Friedenserziehung)

Interkulturelles Lernen

Sexualerziehung

Sprecherziehung

Erziehung zum Umweltschutz

Verkehrserziehung

Wirtschaftserziehung (einschließlich Sparerziehung und Konsumentenerziehung)

Die Umsetzung der Unterrichtsprinzipien im Schulalltag erfordert eine wirksame Koordination der Unterrichtsgegenstände unter Ausnützung ihrer Querverbindungen, den Einsatz geeigneter zusätzlicher Unterrichtsmittel und allenfalls die gelegentliche Heranziehung außerschulischer Fachleute. Für diese Umsetzung bieten sich vor allem projektorientierter Unterricht und Formen offenen Unterrichts an. Die Unterrichtsprinzipien sollen jedoch nicht eine Vermehrung des Lehrstoffs bewirken, sondern zu einer intensiven Durchdringung und gezielten Auswahl des im Lehrplan beschriebenen Lehrstoffs beitragen. Unterrichtsprinzipien bleiben auch gleichbedeutend, wenn in bestimmten Schulstufen zur selben Thematik eigene Unterrichtsgegenstände geführt werden.

5. Entscheidungsfreiräume im Lehrplan - Methodenfreiheit und Methodengerechtheit

Der Rahmencharakter des Lehrplanes ermöglicht dem Lehrer Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der Auswahl und Gewichtung, der zeitlichen Verteilung, der Konkretisierung und Strukturierung der Lehrstoffe sowie hinsichtlich der Festlegung der Unterrichtsmethoden und -mittel nach verschiedenen didaktischen Gesichtspunkten.

Aus dieser Entscheidungsfreiheit des Lehrers hinsichtlich seiner Unterrichtsarbeit erwächst ihm seine pädagogische und didaktische Verantwortung. Wahl und Anwendung von Unterrichtsmethoden sind zudem eine schöpferische Leistung.

Für die Auswahl und Gewichtung der Lehrstoffe innerhalb der einzelnen Unterrichtsgegenstände ist Ausgewogenheit anzustreben; soziale, emotionale, intellektuelle und körperliche Bildung stehen in engem Zusammenhang und sind daher entsprechend zu berücksichtigen. Außerdem sollen für die Auswahl und Gewichtung der Lehrstoffe folgende Grundsätze beachtet werden:

  • Strichaufzählung
    die Berücksichtigung des Lernstandes der Klasse im allgemeinen sowie einzelner Schüler im besonderen;
  • Strichaufzählung
    die Berücksichtigung des sozialen und kulturellen Umfeldes des Kindes und der Schule sowie aktueller Anlässe;
  • Strichaufzählung
    das Vermeiden von Überlastungen bzw. Überforderungen des Schülers durch zu umfangreiche, verfrühte oder zu komprimierte Anforderungen, die sowohl der notwendigen Vertiefung und Verinnerlichung von Lern- und Bildungsinhalten als auch einer ausgewogenen Persönlichkeitsentwicklung hinderlich sind;
  • Strichaufzählung
    die Berücksichtigung exemplarischer Lehrstoffe, das heißt solcher Inhalte, die in besonderer Weise geeignet erscheinen, grundlegende und bedeutsame Einsichten und Erkenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse auf andere Sachverhalte zu übertragen.
Der im vorliegenden Lehrplan angeführte Lehrstoff beinhaltet hinsichtlich des Slowenischunterrichtes Grundanforderungen, die den Lehrstoff nach unten abgrenzen und so eine weitgehende Übereinstimmung trotz örtlich verschiedener Ausgangsbasis ermöglichen. Erweiterungsstoffe sind durch das Wort „allenfalls” gekennzeichnet. Unter günstigen Voraussetzungen werden die Grundanforderungen überschritten werden können.

6. Unterrichtsplanung

Im Sinne des Paragraph 17, Absatz eins, des Schulunterrichtsgesetzes ist unterrichtliches Planen Ausdruck der eigenständigen und verantwortlichen Unterrichts- und Erziehungsarbeit des Lehrers.

Der Lehrplan dient dem Lehrer bei seiner Planung als Grundlage für

  • Strichaufzählung
    die Konkretisierung des allgemeinen Bildungsziels, der besonderen Bildungsaufgaben und fachübergreifenden Lernbereiche sowie der Bildungs- und Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände;
  • Strichaufzählung
    die Konkretisierung und Auswahl der Lehrstoffe; dabei Berücksichtigung der geographischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen einer Region bzw. Hinweise auf besondere örtliche Gegebenheiten;
  • Strichaufzählung
    die zeitliche Verteilung und Gewichtung der Ziele und Lehrstoffe;
  • Strichaufzählung
    die Festlegung der Methoden (Unterrichtsgliederung, Sozial- und Arbeitsformen, Projekte, Differenzierungsmaßnahmen und ähnliches) und Medien des Unterrichts.
Der Lehrstoff der Pflichtgegenstände ist bei zweisprachigem Unterricht auf den ersten drei Schulstufen in beiden Unterrichtssprachen der gleiche.
Jeder Lehrer hat bei seiner unterrichtlichen Arbeit von einer Jahresplanung (auch für den slowenischsprachigen Unterricht) auszugehen, die eine Konkretisierung des Lehrplanes für die jeweilige Schulstufe und Schulsituation bezogen auf ein Unterrichtsjahr darstellt. Die Arbeit mit dem Lehrbuch ist dieser Konzeption unterzuordnen.
Im Jahresplan erfolgt ab Beginn des Schuljahres eine erste vorläufige zeitliche Anordnung der Lehrstoffe, und zwar nach Gegebenheiten des Jahreskreises, unter Berücksichtigung der regionalen und örtlichen Bedingungen, hinsichtlich der Möglichkeit von Querverbindungen zwischen verschiedenen Unterrichtsgegenständen (vorfachlicher, fachübergreifender Unterricht), nach vorgesehenen Schulveranstaltungen usw. sowie nach sachlogischen bzw. lehrgangsgemäßen Gesichtspunkten gemäß der Stoffstrukturen. Für Übung, Wiederholung, freies Lernen, Spiel und Feier usw. ist bereits bei der Jahresplanung ein entsprechender Zeitrahmen vorzusehen. Aktuelle Ereignisse und Lernanlässe sind im Sinne des Gelegenheitsunterrichts aufzugreifen. Der Grundschule ist damit mehr Möglichkeit gegeben, Lebens- und Erfahrungsraum für Kinder zu sein.
Die klassenbezogene Jahresplanung soll während des Schuljahres durch mittelfristige Planungen ergänzt werden.
Diese sollen auch die aktuellen Bedürfnisse und Interessen der Schüler berücksichtigen und ihnen ein dem Alter und der Entwicklung entsprechendes Maß an Mitbestimmung ermöglichen können. Hier bieten sich u. a. auch Formen des offenen Unterrichts an.
Angebotene regionale Jahrespläne (auch für den slowenischsprachigen Unterricht) können dem Lehrer als Hilfe für seine Planungsentscheidungen dienen.

7. Lernen und Lehren in der Grundschule a) Lernformen

Um den Unterricht in der Grundschule kindgemäß, lebendig und anregend zu gestalten, soll der Lehrer verschiedene Lernformen ermöglichen. Ausgehend von den eher spielorientierten Lernformen der vorschulischen Zeit soll zu bewußtem, selbständigem, zielorientiertem Lernen hingeführt werden. Dieses Lernen kann durch folgende grundschulgemäße Formen gefördert werden:

  • Strichaufzählung
    Lernen im Spiel
  • Strichaufzählung
    offenes Lernen
  • Strichaufzählung
    projektorientiertes Lernen
  • Strichaufzählung
    entdeckendes Lernen
  • Strichaufzählung
    informierendes Lernen
  • Strichaufzählung
    wiederholendes und übendes Lernen uam.

b) Lerngesetzmäßigkeiten und Lerntechniken

Bei der Planung und Organisation von Lernprozessen sollen für das Lernen in der Schule relevante Erkenntnisse der Lernforschung Berücksichtigung finden. Lern- und Arbeitstechniken sind situationsbezogen zu vermitteln und einzuüben.

c) Zwei Lehrer in einer Klasse

In Klassen der 1. bis 3. Schulstufe, in welchen zum zweisprachigen Unterricht angemeldete Schüler gemeinsam mit nicht angemeldeten Schülern unterrichtet werden, wird der Unterricht, zeitlich begrenzt, von zwei Lehrern (Klassenlehrer und Zweitlehrer) gemeinsam gestaltet.

Dadurch kann sichergestellt werden, daß unter Bedachtnahme auf die individuellen Lernvoraussetzungen (siehe 1. Didaktischer Grundsatz „Kindgemäßheit und Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen”) alle Schüler eine optimale Förderung erhalten.

Während der Anwesenheit des Zweitlehrers wird sich der Klassenlehrer in festzulegenden Unterrichtsphasen vor allem mit den zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Schülern in slowenischer Unterrichtssprache befassen.

Die inhaltliche und zeitliche Verteilung der Aufgaben zwischen dem Klassenlehrer und dem Zweitlehrer orientiert sich in den einzelnen Unterrichtsphasen zB an der Lehrabsicht, der Anzahl der zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Schüler sowie deren Sprachkompetenz in Slowenisch mit der Maßgabe, daß der Unterricht für die zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Schüler insgesamt in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache erfolgt.

Der Zweitlehrer befaßt sich während dieser Zeit mit den nicht zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Kindern in deutscher Unterrichtssprache.

Darüber hinaus dient die Anwesenheit des Zweitlehrers in der Regel flexiblen Gruppenbildungen, wobei in diesen Unterrichtsphasen die Sprachzugehörigkeit nicht als Differenzierungskriterium gelten kann. Die Zusammensetzung der Gruppen wird nur durch Interesse, Selbsteinschätzung, unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Freundschaftsbeziehungen, Lerntempo usw. sowie durch methodische Überlegungen bestimmt.

Hinsichtlich der verschiedenen quantitativen, qualitativen und methodischen Differenzierungsmaßnahmen wird auf die didaktischen Grundsätze (Punkt 7) verwiesen.

In dieser Phase können auch Differenzierungskriterien platzgreifen, die interkulturelles Lernen besonders fördern.

Das kooperative Zusammenwirken der beiden Lehrer hat insbesondere unter den Gesichtspunkten zu erfolgen,

  • Strichaufzählung
    daß momentan auftretenden Lernschwierigkeiten und Lernproblemen bei Schülern umgehend durch Lehrerintervention begegnet werden kann;
  • Strichaufzählung
    daß die Lernwege bzw. Lernprozesse der Kinder gesteuert, genau beobachtet und protokolliert werden können;
  • Strichaufzählung
    daß durch individuelle Hilfestellung und Beratung durch den Lehrer die Eigenaktivität (selbständiges Lernen) der Schüler gefördert wird;
  • Strichaufzählung
    daß gegenstandsspezifische Lern- und Arbeitsformen vermittelt werden können;
  • Strichaufzählung
    daß die verschiedenen Schülergruppen bei ihrer Arbeit jederzeit Hilfe und Beratung anfordern können;
  • Strichaufzählung
    daß über kurze Strecken auch mit nur einem Kind gearbeitet werden kann (Intensivförderung);
  • Strichaufzählung
    daß Kinder ihrer individuellen Lernfähigkeit entsprechend gefördert werden können;
  • Strichaufzählung
    daß gelegentlich auftretende Störungen des Unterrichts leichter bewältigt werden können;
  • Strichaufzählung
    uam.

Diese Art der Unterrichtsgestaltung macht es erforderlich, daß es hinsichtlich der Unterrichtsplanung und der Unterrichtsführung zu regelmäßigen Absprachen sowie zur Reflexion über den Unterricht zwischen den beiden Lehrern kommt.

8. Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten, schulischen und außerschulischen Einrichtungen

Im Hinblick auf die vielfältigen Aufgaben der Grundschule ist ein enger Kontakt zwischen der Schule und den Erziehungsberechtigten wichtig. Lehrer und Eltern sollten insbesondere über Maßnahmen beraten, die erforderlich sind, um eine bestmögliche Förderung der Kinder sicherzustellen. Diese Zusammenarbeit wird in besonderem Maße gefördert, wenn die Eltern auch an der Gestaltung schulischer Aktivitäten mitwirken. Für die individuelle Förderung der Kinder in der Grundschule ist auch die Kooperation der Lehrer mit anderen Einrichtungen vorteilhaft. In der Phase des Schuleintritts bzw. des Schulübertritts ist die Kontaktnahme mit vorschulischen Einrichtungen bzw. mit weiterführenden Schulen wünschenswert. Wertvolle Hilfestellung kann vor allem durch den schulpsychologischen Dienst, den Schularzt und gegebenenfalls durch den Sprachheillehrer erfolgen.

Aber auch die enge Wechselwirkung von schulischem und außerschulischem Lernen macht eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten erforderlich. Je konsequenter die gegenseitige Information wahrgenommen wird, desto leichter wird es gelingen, Unterschiede in den Erziehungsformen der Schule und jenen des Elternhauses zu erkennen und pädagogische Maßnahmen zu überlegen. Dem Lehrer fällt auch die Aufgabe zu, die Erziehungsberechtigten über Inhalte und Gestaltung des Unterrichts zu informieren. Für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit des Lehrers kann es eine große Hilfe sein, wenn ihm die Erziehungsberechtigten Aufschlüsse über das Kind geben.

9. Schuleintritt - Schulübertritt

Einer pädagogischen Gestaltung der Schuleingangsphase kommt besondere Bedeutung zu. In Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und vorschulischen Institutionen soll der Schuleintritt möglichst harmonisch erfolgen.

In den ersten Schultagen und Schulwochen erwirbt das Kind wichtige Orientierungen für künftiges Leben und Lernen. Das Kind soll Zeit und Gelegenheit haben, seine Mitschüler kennenzulernen und zu ihnen wie zum Lehrer positive Kontakte herzustellen. Es soll mit dem Schulhaus und der Zeiteinteilung in der Schule vertraut werden.

Diese ersten schulischen Erfahrungen entscheiden mit darüber, ob sich die Lernfähigkeit und Lernbereitschaft eines Kindes entsprechend entwickeln können. Es ist daher darauf zu achten, daß zunächst die dem Kind bekannten und vertrauten Formen des täglichen Lebens, der Sprache, des Spielens und des häufig eher zufälligen Lernens von der Schule aufgenommen werden. Allmählich und behutsam sind diese Formen zu den eher zielorientierten Lernformen der Grundschule zu erweitern.

Anzustreben ist eine sachbezogene Arbeitshaltung, die unter anderem durch Genauigkeit, Sorgfalt und Ausdauer gekennzeichnet ist, die aber auch Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme miteinschließt.

Besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, daß es nicht durch ein zu rasches Ansteigen der Lernanforderungen im Schuleingangsbereich bei einzelnen Schülern zu Überforderungen kommt.

Erfahrungsaustausch zwischen Lehrern und Eltern kann widersprüchliche Lern- und Erziehungsmuster durchschaubar machen und daraus resultierende Belastungen für Kinder abbauen.

Derartige Ziele werden nur dann erreichbar sein, wenn im Sinne der Schulpartnerschaft (siehe die Paragraphen 62, 63, a sowie Paragraph 19, Absatz 8, SchUG) die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie ein entsprechendes Vertrauensverhältnis gegeben sind.

10. Klassenübergreifende und gemeinschaftsfördernde Maßnahmen

Zum Zwecke des gegenseitigen Verständnisses, der gegenseitigen sprachlichen und kulturellen Wertschätzung und des Abbaues von Vorurteilen sollen besondere Maßnahmen wirksam werden.

An allen Schulen, an welchen neben zweisprachig geführten Klassen auch deutschsprachige Klassen geführt werden, sind klassenübergreifende, gemeinschaftsfördernde Maßnahmen vorzusehen.

Im Sinne des interkulturellen und sozialen Lernens sind unverbindliche Übungen (Chorgesang, Spielmusik, Leibesübungen, darstellendes Spiel), Freigegenstände sowie verschiedene Unterrichtsprojekte grundsätzlich klassen- bzw. schulstufenübergreifend anzubieten und durchzuführen.

Die im Volksschullehrplan angesprochenen kindgemäßen Lernformen (Lernen im Spiel, offenes Lernen, projektorientiertes Lernen usw.) ermöglichen darüber hinaus vielfältige klassen- bzw. schulstufenübergreifende Aktivitäten.

Die genannten Maßnahmen sollen sicherstellen, daß auch jene einsprachigen Kinder, die keinen unterrichtsbedingten Kontakt mit zweisprachigen Kindern haben, regelmäßig in der Schule gemeinsam tätig sein können.

Diese gemeinsamen Aktivitäten dürfen zu keiner Verkürzung des zweisprachigen Unterrichtes führen.

11. Erteilung des Unterrichts in Werkerziehung in der Grundschule

Auf der Grundstufe römisch eins ist der Unterricht in Werkerziehung (Schwerpunkt A: Produktgestaltung im textilen Bereich und Schwerpunkt B: Bauen - Wohnen, Technik, Produktgestaltung) vom Lehrer für Werkerziehung zu erteilen. Auf der Grundstufe römisch zwei ist der Unterricht in Werkerziehung, soweit dieser den Schwerpunkt A (Produktgestaltung im textilen Bereich) umfaßt, vom Lehrer für Werkerziehung und soweit der Unterricht den Schwerpunkt 3 (Bauen, Wohnen, Technik, Produktgestaltung) umfaßt, vom Klassenlehrer zu erteilen.

12. Volksschuloberstufe

Die verhältnismäßig gleichartige Zusammensetzung der Schülerjahrgänge der 1. bis 4. Schulstufe ist auf der Oberstufe der Volksschule nicht mehr gegeben. Der Übertritt von Schülern in Hauptschulen und in allgemeinbildende höhere Schulen bedingt sehr veränderte Leistungssituationen, besonders im Zusammenhang mit den verschiedenen Organisationsformen der wenig gegliederten Schulen. Da die örtlichen Gegebenheiten der einzelnen Oberstufen der Volksschule sehr verschieden sind, wird die Festlegung der Bildungs- und Lehraufgaben sowie des Lehrstoffes der einzelnen Pflichtgegenstände den Landesschulräten übertragen, wobei sich diese am Lehrplan der Hauptschule, Anlage 1 zur Verordnung über die Lehrpläne der Hauptschulen, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 134 aus 2000,, in der jeweils geltenden Fassung zu orientieren haben. In den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache hat diese Orientierung an den Anforderungen für die römisch zwei. Leistungsgruppe zu erfolgen. In Klassen, die mehrere Schulstufen in sich vereinigen, ist der Lehrstoff soweit wie möglich in gleichwertigen Jahreswechselfolgen durchzunehmen. Auf diese Weise soll ein Zersplittern des Unterrichts vermieden werden. Das Lehrgut ist dabei so aufzuteilen, daß die jeweils neu hinzutretenden Schüler den Anschluß an den jeweiligen Abschnitt der Wechselfolge ohne Schwierigkeiten finden können.

Im Hinblick auf eine abgerundete Bildung können zur Behandlung einzelner Bildungseinheiten alle Entlassungsschüler zeitweise zusammengefaßt werden.

In ähnlicher Weise ist auf der 8. Schulstufe für die Förderung begabter Schüler, besonders im Hinblick auf den Übertritt in weiterführende Schulen zu sorgen.

13. Schulautonome Lehrplanbestimmungen

Schulautonome Lehrplanbestimmungen (Paragraph 6, Absatz eins, des Schulorganisationsgesetzes) sind in der Grundschule im Bereich der unverbindlichen Übungen vorgesehen. In der Volksschuloberstufe sind schulautonome Lehrplanbestimmungen im Bereich der Pflichtgegenstände hinsichtlich der Festlegung der Wochenstundenausmaße vorgesehen.

Schulautonome Lehrplanbestimmungen haben sich an der jeweiligen Bedarfs- und Problemsituation in einer Klasse oder Schule an einem bestimmten Schulort sowie aus den daraus resultierenden Wunsch- bzw. Zielvorstellungen zu orientieren und haben den zur Verfügung stehenden Rahmen an Lehrerwochenstunden und Möglichkeiten der räumlichen und ausstattungsmäßigen Gegebenheiten der Schule zu beachten.

Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann das im Betreuungsplan für ganztägige Schulformen (Ziffer 14,) festgelegte Ausmaß der gegenstandsbezogenen Lernzeit unter Bedachtnahme auf pädagogische, räumliche und ausstattungsmäßige Gegebenheiten mit zwei oder vier Wochenstunden festgesetzt werden. Bei zwei Wochenstunden gegenstandsbezogener Lernzeit beträgt das Ausmaß der individuellen Lernzeit sechs Wochenstunden; bei vier Wochenstunden gegenstandsbezogener Lernzeit beträgt das Ausmaß der individuellen Lernzeit zwei Wochenstunden.

14. Betreuungsplan für ganztägige Schulformen

Abschnitt römisch zwei Ziffer 14, des ersten Teiles der Verordnung über die Lehrpläne der Volksschule, der Hauptschule und der Sonderschulen, Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963,, findet Anwendung.

ZWEITER TEIL
Allgemeines Bildungsziel

Die Volksschule hat - wie alle österreichischen Schulen - im Sinne des Paragraph 2, des Schulorganisationsgesetzes die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.

Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewußten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.

Gemäß Paragraph 9, des Schulorganisationsgesetzes hat die Volksschule in der Vorschulstufe die Aufgabe, jene Kinder, die in dem betreffenden Kalenderjahr schulpflichtig geworden sind, jedoch nicht die Schulreife besitzen, und ebenso jene, deren vorzeitige Aufnahme in die 1. Schulstufe widerrufen wurde, im Hinblick auf die für die

1. Schulstufe erforderliche Schulreife zu fördern.

Die Volksschule hat in den ersten vier Schulstufen der Grundschule eine für alle Schüler gemeinsame Elementarbildung zu vermitteln.

Dabei soll den Kindern eine grundlegende und ausgewogene Bildung im sozialen, emotionalen, intellektuellen und körperlichen Persönlichkeitsbereich ermöglicht werden.

Ausgehend von den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Schüler hat die Grundschule daher folgende Aufgabe zu erfüllen:

  • Strichaufzählung
    Entfaltung und Förderung der Lernfreude, der Fähigkeiten, Interessen und Neigungen;
  • Strichaufzählung
    Stärkung und Entwicklung des Vertrauens des Schülers in seine eigene Leistungsfähigkeit;
  • Strichaufzählung
    Erweiterung bzw. Aufbau einer sozialen Handlungsfähigkeit (mündiges Verhalten, Zusammenarbeit, Einordnung, Entwicklung und Anerkennung von Regeln und Normen);
  • Strichaufzählung
    Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten (Kommunikationsfähigkeit, Ausdrucksfähigkeit);
  • Strichaufzählung
    Entwicklung und Vermittlung grundlegender Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Einsichten und Einstellungen, die dem Erlernen der elementaren Kulturtechniken, einer sachgerechten Begegnung und Auseinandersetzung mit der Umwelt sowie einer breiten Entfaltung im musisch-technischen und im körperlich-sportlichen Bereich dienen;
  • Strichaufzählung
    schrittweise Entwicklung einer entsprechenden Lern- und Arbeitshaltung (Ausdauer, Sorgfalt, Genauigkeit;
    Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme);
  • Strichaufzählung
    ausgehend von den eher spielorientierten Lernformen der vorschulischen Zeit zu bewußtem, selbständigem, zielerreichendem Lernen hinführen.

Der umfassende Bildungsauftrag der Grundschule setzt sich die individuelle Förderung eines jeden Kindes zum Ziel. Dabei soll einerseits der individuellen Erziehungsbedürftigkeit und Bildsamkeit der Schüler entsprochen werden, andererseits bei allen Schülern eine kontinuierliche Lernentwicklung angebahnt werden. Damit soll die Grundschule die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen in den weiterführenden Schulen schaffen.

Darüber hinaus ist es das Bildungsziel des zweisprachigen Unterrichtes an Minderheiten-Volksschulen, den Schülern auf der kognitiven und emotionalen Ebene den Wert der Zweisprachigkeit

  • Strichaufzählung
    für die Bewältigung lebenspraktischer Erfordernisse,
  • Strichaufzählung
    für das Gelingen positiver Kommunikations- und Kooperationsprozesse in der individuellen Lebenswelt,
  • Strichaufzählung
    für die Verwirklichung persönlicher Beiträge zum friedlichen Zusammenleben der Volksgruppen bewußt zu machen, sie zum Erwerb einer entsprechenden Sprachkompetenz zu motivieren, zum Abbau von Vorurteilen beizutragen und zur Anwendung der Sprachkenntnisse bei geeigneten Sprachanlässen anzuregen.

In der nur noch selten geführten Oberstufe (5. bis 8. Schulstufe) hat die Volksschule die Aufgabe, eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln sowie die Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für das Berufsleben und zum Übertritt in mittlere Schulen oder in höhere Schulen zu befähigen.

Volksschule als sozialer Lebens- und Erfahrungsraum

Die Schule ist ein vielfältiger Erfahrungs- und Handlungsraum für Schüler, Lehrer und Eltern. Schulleben geht über den Unterricht weit hinaus. Neben sachlichem Lernen findet in der Schule immer auch soziales Lernen in unterschiedlichen Formen und Situationen statt.

Die Volksschule muß dem Kind Raum und Schutz gewähren, damit es Selbstwertgefühl entwickeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen kann. Durch eine Situation gefühlsmäßiger Sicherheit und Entspanntheit wird einerseits schulisches Lernen begünstigt, andererseits wird aber auch soziales Verhalten positiv beeinflußt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist das grundsätzlich wertschätzende Verhalten des Lehrers jedem einzelnen Kind gegenüber. Ein Klima des Vertrauens, der Zuneigung, der Anerkennung und Offenheit begünstigt soziale Verhaltensformen der Kinder.

Die Volksschule soll den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Bedürfnisse und Interessen unter Berücksichtigung anderer Personen wahrzunehmen und zu vertreten.

Konflikte, die sich aus dem Zusammenleben bzw. aus Interessensunterschieden ergeben, müssen frühzeitig zum Gegenstand gemeinsamer Reflexion gemacht werden; dabei wird der Schüler Mittel und Wege der Konfliktbewältigung kennenlernen.

Eine besondere sozialerzieherische Aufgabe erwächst der Grundschule dort, wo sie interkulturelles Lernen ermöglichen kann, weil Kinder mit deutscher und nichtdeutscher Muttersprache unterrichtet werden. Die Aspekte des interkulturellen Lernens unter besonderer Berücksichtigung des Kulturgutes der entsprechenden Volksgruppe werden im besonderen Maße in Kärnten zu verwirklichen sein.

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Kulturgut der Slowenen sind insbesondere Aspekte wie Lebensgewohnheiten, Sprache, Brauchtum, Texte (zB Erzählungen, Märchen, Sagen), Tradition, Liedgut usw. aufzugreifen.

Interkulturelles Lernen beschränkt sich nicht bloß darauf, andere Kulturen kennenzulernen. Vielmehr geht es um das gemeinsame Lernen, um das Begreifen, Erleben und Mitgestalten kultureller Werte.

Interkulturelles Lernen soll in diesem Zusammenhang einen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis bzw. zur besseren gegenseitigen Wertschätzung, zum Erkennen von Gemeinsamkeiten und zum Abbau von Vorurteilen leisten. Querverbindungen zum didaktischen Grundsatz des sozialen Lernens und zum Unterrichtsprinzip Politische Bildung einschließlich Friedenserziehung sind sicherzustellen.

Eine günstige Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit und das Lernen der Kinder sind in hohem Maße von der Persönlichkeit des Lehrers abhängig. Aus der Sicht der Schüler befindet sich der Lehrer in einer Vorbildrolle. Diese Rolle wird bestimmt durch Art und Fähigkeit des Lehrers, dem Schüler offen zu begegnen. Er soll auf die Bedürfnisse des einzelnen eingehen, auftretende Schwächen mit Einfühlung und Verständnis akzeptieren und an ihrer Behebung bewußt mitarbeiten. Darüber hinaus muß der Lehrer durch sein Verhalten Vorbild in Konfliktsituationen, Partner in mitmenschlichen Beziehungen sowie Helfer und Berater bei der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten sein. Bei der täglichen Unterrichtsgestaltung darf sich der Lehrer nicht ausschließlich als Wissensvermittler und Belehrender, sondern auch als Lernender verstehen.

Nicht nur Lehrerverhalten, sondern auch bestimmte Rahmenbedingungen für Unterricht spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle:

kooperative Arbeitsformen, Abbau zu starker Lenkung, Einschränkung von Konkurrenzsituationen usw. Dadurch erfahren die Selbsttätigkeit und die Eigeninitiative der Schüler eine besondere Förderung.

DRITTER TEIL
ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Die im Lehrplan der Volksschule, Dritter Teil, enthaltenen allgemeinen didaktischen Grundsätze (römisch eins. didaktische Grundsätze für die Vorschulstufe, römisch zwei. didaktische Grundsätze für die Grundschule und römisch drei. didaktische Grundsätze der Volksschuloberstufe) gelten auch für die zweisprachigen Volksschulen (Volksschulklassen, Volksschulabteilungen) mit der Maßgabe, daß der Abschnitt römisch zwei. (Didaktische Grundsätze für die Grundschule) wie folgt ergänzt wird:

„9. Didaktische Hinweise für den zweisprachigen Unterricht

Zweisprachiger Unterricht hat grundsätzlich davon auszugehen, daß beim Spracherwerb und bei der Spracherweiterung - im Unterschied zum Fremdsprachenunterricht - dem jeweiligen familialen Hintergrund sowie dem sprachlichen Umfeld der Schule außerordentlich hohe Bedeutung zukommt.

Das heißt, daß im unmittelbaren Umfeld des Kindes (Familie, Freundeskreis usw.) beide Sprachen in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden sind und Verwendung finden.

Aus diesen Gegebenheiten erfährt der zweisprachige Unterricht seine besondere Begründung, bezieht daraus hohe Motivation und bietet vielfältige Möglichkeiten praxisbezogener Unterrichtsgestaltung.

Ausgangspunkte für methodisch-didaktische Überlegungen sind daher einerseits die sprachlichen Lernvoraussetzungen der Schüler, und andererseits die unterschiedlichen Möglichkeiten beide Sprachen zu gebrauchen:

  • Strichaufzählung
    Beobachtung und Einschätzung der individuellen sprachlichen Vorerfahrungen der Kinder;
  • Strichaufzählung
    Vertrauen in die eigene Sprechfähigkeit wecken bzw. Hemmungen bei der Verwendung beider Sprachen abbauen;
  • Strichaufzählung
    Sprechanlässe aus unmittelbaren Lebenssituationen des Kindes herleiten (zB Einbeziehung von Eltern bzw. Erziehungsberechtigten oder außerschulische Fachleute, Lernanlässe außerhalb der Klasse);
  • Strichaufzählung
    didaktische Analyse des sprachlichen und sozialen Umfeldes des Kindes als Grundlage für die Planung typischer, kommunikativer Sprechanlässe;
  • Strichaufzählung
    spontane Sprechanlässe im Schulalltag aufgreifen;
  • Strichaufzählung
    die Sprache des Lehrers hat Vorbildwirkung und leistet auch einen Beitrag zur Sprachentwicklung der Schüler;
  • Strichaufzählung
    Ausweitung der kommunikativen Fähigkeiten durch besondere Wertschätzung der Herkunftssprache/n sowie durch eine behutsame Hinführung in Richtung der Standardsprachen.”

VIERTER TEIL

GESAMTSTUNDENZAHL UND STUNDENAUSMASS DER PFLICHTGEGENSTÄNDE,

DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN, DES FÖRDERUNTERRICHTES, DER

FREIGEGENSTÄNDE UND UNVERBINDLICHEN ÜBUNGEN

a) Stundentafel der Vorschulstufe

---------------------------------------------------------------------

Verbindliche Übungen/obvezne vaje         Klasse

---------------------------------------------------------------------

Religion/verouk ........................... 2

Sachbegegnung/srecanje s stvarnim svetom .. 1,5

Verkehrserziehung/prometna vzogja ......... 0,5

Sprache und Sprechen/jezik in govorjenje .. 3,5

Mathematische Früherziehung/matematicna

predvzgoja ................................ 1,5

Singen und Musizieren/petje in muziciranje. 1,5

Rhythmisch-musikalische Erziehung/

ritmicnoglasbena vzgoja ................... 1

Bildnerisches Gestalten/likovno oblikovanje 1

Werkerziehung/rocno delo.................. 1

Leibesübungen/telovadba ................... 4

Spiel/igra ................................ 2,5

---------------------------------------------------------------------

                Gesamtwochenstundenzahl ... 20

Stundentafel der Grundschule

---------------------------------------------------------------------

Pflichtgegenstände/obvezni predmeti  Schulstufen und Wochenstunden

                                      1.       2.      3.       4.

---------------------------------------------------------------------

Religion/verouk ..................... 2        2       2        2

Sachunterricht/stvarni pouk ......... 3        3       3        3

Deutsch, Slowenisch, Lesen,

Schreiben/nemscina, slovenscina,

branje, pisanje ..................... 7        7       -        -

Deutsch, Slowenisch, Lesen/nemscina,

slovenscina, branje ................. -        -       7        -

Deutsch, Lesen/nemscina, branje ..... -        -       -        7

Slowenisch, Lesen/slovenscina, branje -        -       -        4

Mathematik/matematika ............... 4        4       4        4

Musikerziehung/glasbena vzgoja ...... 1        1       1        1

Bildnerische Erziehung/likovna vzgoja 1        1       -        -

Bildnerische Erziehung,

Schreiben/likovna vzgoja,

pisanje .......................................                 1

                                      -        -       2      oder

                                                                2

                                                                1

Werkerziehung/rocnost ............... 1        1       2      oder

                                                                2

                                                                2

Leibesübungen/telovadba ............. 2        2       3      oder

                                                                3

---------------------------------------------------------------------

Verbindliche Übung/Obvezna vaja

---------------------------------------------------------------------

Verkehrserziehung/prometna vzgoja... x *1)    x *1)   x *1)    x *1)

---------------------------------------------------------------------

Gesamtwochenstundenzahl ............ 21       21       24       26

---------------------------------------------------------------------

Förderunterricht/pospesevalni pouk

---------------------------------------------------------------------

- fächerübergreifend/medpredmetno...  1        1        1        1

- Slowenisch/slovenscina............  1        1        1        1

---------------------------------------------------------------------

Unverbindliche Übungen/neobvenzne vaje

---------------------------------------------------------------------

  1. Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen:

Chorgesang/zborovsko petje.........       bis zu 80 Jahresstunden

Spielmusik/instrumentalna glasba...       bis zu 80 Jahresstunden

Leibesübungen/telovadba............       bis zu 80 Jahresstunden

Darstellendes Spiel/igra...........       bis zu 80 Jahresstunden

Musikalisches Gestalten/glasbeno

oblikovanje........................       bis zu 80 Jahresstunden

Bildnerisches Gestalten/likovno

oblikovanje........................       bis zu 80 Jahresstunden

Lebende Fremdsprache/zivi tuji

jezik..............................       bis zu 80 Jahresstunden

Interessen- und

Begabungsförderung/pospescvanje

interesov in nadarjenosti..........       bis zu 80 Jahresstunden

Muttersprachlicher

Unterricht/pouk v materinscini..... 2 - 6    2 - 6    2 - 6    2 - 6

  2. Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:

Chorgesang/zborovsko petje *3).....  2        2        2        2

Spielmusik/instrumentalna glasba...  1        1        1        1

Leibesübungen/telovadba............  2        2        2        2

Darstellendes Spiel/igra...........  1        1        1        1

Musikalisches Gestalten/glasbeno

oblikovanje........................  2        2        2        2

Bildnerisches Gestalten/likovno

oblikovanje........................  2        2        2        2

Lebende Fremdsprache/zivi tuji

jezik ............................. x *2)    x *2)     1        1

Interessen- und Begabungsförderung/

pospescvanje interesov in

nadarjenosti.......................  2        2        2        2

Muttersprachlicher Unterricht/pouk

v materinscini..................... 2 - 6    2 - 6    2 - 6    2 - 6

---------------------------------------------------------------------

*1) 10 Jahresstunden, die im Rahmen grundschulgemäßer Planung der Lernzeiten für die einzelnen Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.
*2) 32 Jahresstunden, die im Rahmen grundschulgemäßer Planung der Lernzeiten für die einzelnen Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.
*3) Ein bereits festgelegtes Stundenausmaß tritt an die Stelle des hier für den Fall des Nichtbestehens schulautonomer Lehrplanbestimmungen vorgesehenen Stundenausmaßes.

Bemerkungen zur Stundentafel

  1. Ziffer eins
    Die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule,
vierter Teil, betreffend die Bemerkungen zu den Stundentafeln der Grundschule (ausgenommen die Punkte 3 und 7) gelten auch für die oben angeführte Stundentafel, soweit im Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten nicht anderes bestimmt ist.
  1. Ziffer eins a
    Soweit in der Stundentafel nur alternative Wochenstundenzahlen
oder die Mindest- und Höchstzahl des Wochenstundenausmaßes angegeben sind, erfolgt die Festlegung des Stundenausmaßes durch schulautonome Lehrplanbestimmungen; sofern keine schulautonome Festlegung getroffen wird, erfolgt diese durch die Schulbehörde erster Instanz.
  1. Ziffer 2
    Der Förderunterricht in der Grundschule ist als
fachübergreifende Unterrichtsveranstaltung je Unterrichtsjahr und Klasse bei Bedarf anzubieten. Bei der Feststellung der Förderbedürftigkeit durch den Lehrer gemäß Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes sind die voraussichtliche Dauer (Kursdauer) des Förderunterrichtes sowie der Unterrichtsgegenstand, auf den sich die Förderung bezieht (Deutsch, Slowenisch, Lesen, Schreiben bzw. Deutsch, Slowenisch, Lesen bzw. Deutsch, Lesen bzw. Slowenisch, Lesen und/oder Mathematik), anzugeben.
  1. Ziffer 3
    Darüber hinaus ist gemäß Paragraph 16, a Ziffer 4, des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten in Verbindung mit Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes für zum zweisprachigen Unterricht angemeldete Schüler, deren Kenntnis der slowenischen Sprache nicht ausreichend ist, ein Förderunterricht in Slowenisch anzubieten.
  2. Ziffer 4
    In den Volksschulen (Volksschulklassen, Volksschulabteilungen)
mit deutscher und slowenischer Unterrichtssprache ist auf den ersten drei Schulstufen die deutsche und die slowenische Sprache in allen Unterrichtsgegenständen in annähernd gleichem Ausmaß zu verwenden. Ab der vierten Schulstufe ist die Unterrichtssprache Deutsch, in Religion jedoch Deutsch und Slowenisch. Die slowenische Sprache ist mit vier Wochenstunden als Pflichtgegenstand zu führen.

  1. Litera c
    Stundentafel der Volksschuloberstufe:

---------------------------------------------------------------------

                         Schulstufen und Wochenstunden

Pflichtgegenstände/     --------------------------------

obvezni predmeti         5. Kl.  6. Kl.  7. Kl.  8. Kl.      Summe

---------------------------------------------------------------------

Religion/verouk ........    2       2       2       2

Deutsch/nemscina ....... )

Slowenisch/slovenscina . )

Geschichte und           )

  Sozialkunde/zgodovina  )

  in druzboslovje ...... )

Geographie und           )

  Wirtschaftskunde/      )

  zemljepis in           )

  gospodarstvo ......... )

Mathematik/matematika .. )

Geometrisches Zeichnen/  )

  geometrijsko risanje . )

Biologie und             ) 26-28   28-30   29-31   29-32

  Umweltkunde/biologija  )

  in spoznavanje okolja  )

Physik und Chemie/fizika )

  in kemija ............ )

Musikerziehung/glasbena  )

  vzgoja ............... )

Bildnerische Erziehung/  )

  likovna vzgoja ....... )

Technisches Werken/      )

  tehnisko oblikovanje   )

  *1) .................. )

Textiles Werken/         )

  tekstilno ............ )

  oblikovanje *1) ...... )

Ernährung und Haushalt/  )

  prehrana in

  gospodinjstvo ........ )

Leibesübungen/telovadba  )

Berufsorientierung/

poklicna orientacija ..     -      0-1     0-1     1-2      1-4 *2)

---------------------------------------------------------------------

Gesamtwochenstundenzahl    28-30   30-32   31-33   31-34      126

---------------------------------------------------------------------

Förderunterricht/

  pospesevalni pouk

---------------------------------------------------------------------

- fächerübergreifend/

  medpredmetno .........    1       1      1-2     1-2

- Slowenisch/slovenscina    1       1       1       1

---------------------------------------------------------------------

Freigegenstand/prosti

  predmet

---------------------------------------------------------------------

Lebende Fremdsprache/

  zivi tuji jezik

---------------------------------------------------------------------

*1) Als alternativer Pflichtgegenstand.
*2) Kann geblockt geführt werden, wobei Schulveranstaltungen zur „Berufsorientierung” bis zur Hälfte des in den einzelnen Schulstufen vorgesehenen Stundenausmaßes eingerechnet werden dürfen. Die verbindliche Übung „Berufsorientierung” kann integriert in den Unterricht der Pflichtgegenstände geführt werden.

Bemerkungen zur Stundentafel

  1. Ziffer eins
    Unterrichtsgegenstände mit einer Wochenstunde können mit zwei Stunden in jeder zweiten Woche während des ganzen Unterrichtsjahres geführt werden.
  2. Ziffer 2
    Das Stundenausmaß für Religion in der geteilt geführten einklassigen Volksschule beträgt für die Untergruppe und für die Obergruppe je zwei Wochenstunden. In gleicher Weise ist die ungeteilte einklassige Volksschule für den Religionsunterricht in zwei Gruppen mit je zwei Wochenstunden zu teilen.
  3. Ziffer 2 a
    Die Festlegung der Stundenausmaße in den Pflichtgegenständen (mit Ausnahme des Pflichtgegenstandes Religion) erfolgt durch schulautonome Lehrplanbestimmungen; sofern keine schulautonomen Festlegungen getroffen werden, finden die durch zusätzliche Lehrplanbestimmungen des Landesschulrates für Kärnten erfolgten Festlegungen Anwendung.
  4. Ziffer 3
    Der Förderunterricht in der Volksschuloberstufe ist als fachübergreifende Unterrichtsveranstaltung je Unterrichtsjahr und Klasse bei Bedarf anzubieten. Bei Feststellung der Förderbedürftigkeit durch den Lehrer gemäß Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes sind die voraussichtliche Dauer (Kursdauer) des Förderunterrichtes sowie der Unterrichtsgegenstand, auf den sich der Förderunterricht bezieht („Deutsch”, „Mathematik” und/oder „Lebende Fremdsprache”) anzugeben.
  5. Ziffer 4
    Darüber hinaus ist gemäß Paragraph 16, a Ziffer 4, des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten in Verbindung mit Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes für zum zweisprachigen Unterricht angemeldete Schüler, deren Kenntnis der slowenischen Sprache nicht ausreichend ist, ein Förderunterricht in Slowenisch anzubieten.
  6. Ziffer 5
    Als Freigegenstand „Lebende Fremdsprache” ist jene Lebende Fremdsprache (ausgenommen Slowenisch) anzubieten, die für die nicht zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Schüler Pflichtgegenstand ist, wobei das für diesen Pflichtgegenstand vorgesehene Stundenausmaß maßgeblich ist. Der Besuch dieses Freigegenstandes ist im Rahmen des Pflichtgegenstandes zulässig.
  7. Ziffer 6
    Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen können bei Vorliegen folgender Bedingungen bis zu sechs Wochenstunden in zusätzliche Angebote umgewandelt werden:
    • Strichaufzählung
      außerordentlich schwierige regionale Bedingungen (zB Erreichbarkeit der Schule) und
    • Strichaufzählung
      ausreichende Nachfrage nach zusätzlichen Angeboten und
    • Strichaufzählung
      Vorliegen eines anspruchsvollen Konzeptes, das der Förderung der Interessen, Begabungen und Lernmotivation der Schüler und der Steigerung der Vielfalt der Angebote, auch in Form eines wohnortnäheren Unterrichts, dient.
  8. Ziffer 7
    Im übrigen gelten die Bemerkungen zur Stundentafel der Hauptschule sinngemäß.

FÜNFTER TEIL
LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß Paragraph 2, Absatz 2, des Religionsunterrichtsgesetzes)

a) Katholischer Religionsunterricht

Die Lehrpläne für den Religionsunterricht an den im Minderheiten-Schulgesetz erwähnten Volksschulen sind gleich den allgemeinen Lehrplänen für den Religionsunterricht an Volksschulen (Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963,, Anlage A, fünfter Teil Litera a, in der jeweils geltenden Fassung).

b) Evangelischer Religionsunterricht

Siehe Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963, (Anlage A, fünfter Teil Litera b,) in der jeweils geltenden Fassung.

c) Altkatholischer Religionsunterricht

Die im Rahmen der Verordnung des Bundesministeriums für Unterricht vom 4. Juni 1963, Bundesgesetzblatt Nr. 134 (Anlage A, fünfter Teil Litera c,) in der jeweils geltenden Fassung, bekanntgemachten Lehrpläne für den altkatholischen Religionsunterricht an Volksschulen sind in Anwendung zu bringen. Nach Maßgabe der Möglichkeiten ist auf die sprachliche Differenzierung Rücksicht zu nehmen.

d) Israelitischer Religionsunterricht

Siehe Bekanntmachung, Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963, (Anlage A, fünfter Teil Litera d,) in der jeweils geltenden Fassung.

SECHSTER TEIL
BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN, LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN DER VORSCHULSTUFE

Für Sachbegegnung, Verkehrserziehung, Sprache und Sprechen, Mathematische Früherziehung, Singen und Musizieren, Rhythmisch-musikalische Erziehung, Bildnerisches Gestalten, Werkerziehung, Leibesübungen und Spiel gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, Sechster Teil, mit der Maßgabe, daß dieser Unterricht gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache zu erteilen ist.

SIEBENTER TEIL
BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE DER PFLICHTGEGENSTÄNDE DER GRUNDSCHULE (MIT AUSNAHME DER VORSCHULSTUFE) UND DER VOLKSSCHULOBERSTUFE

Für den Sachunterricht, Deutsch, Lesen, Mathematik, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Schreiben, Werkerziehung, Lebende Fremdsprache, Geschichte und Sozialkunde, Geographie und Wirtschaftskunde, Geometrisches Zeichnen, Biologie und Umweltkunde, Physik und Chemie, Technisches Werken, Textiles Werken, Ernährung und Haushalt und Leibesübungen gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, Siebenter Teil, mit der Maßgabe, daß dieser Unterricht auf den ersten drei Schulstufen gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache zu erteilen ist.

A. GRUNDSCHULE (MIT AUSNAHME DER VORSCHULSTUFE)

Deutsch, Slowenisch, Lesen, Schreiben/Deutsch, Slowenisch, Lesen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Deutsch- und Slowenischunterricht hat die Aufgabe, die Schüler

  • Strichaufzählung
    unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen – in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit und über Sprache zu fördern.

Im einzelnen geht es darum,

  • Strichaufzählung
    die individuelle Sprache des Kindes zur Standardsprache zu erweitern; auch bei Schülern mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen ist von Anfang an Zweisprachigkeit zu ermöglichen;
  • Strichaufzählung
    den richtigen Sprachgebrauch im mündlichen und schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen;
  • Strichaufzählung
    zum Lesen und zur Auseinandersetzung mit dem Gelesenen anzuregen;
  • Strichaufzählung
    einen kreativen Sprachgebrauch zu ermöglichen und zu fördern;
  • Strichaufzählung
    einige Grundeinsichten in Funktion und Struktur der deutschen und slowenischen Sprache gewinnen zu lassen;
  • Strichaufzählung
    auf die Schönheit beider Sprachen und den Wert der Zweisprachigkeit hinzuweisen;
  • Strichaufzählung
    einfache Arbeits- und Lerntechniken zu vermitteln, die in zunehmendem Maße zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.

Der Unterrichtsgegenstand Deutsch/Slowenisch gliedert sich in folgende Teilbereiche:

  • Strichaufzählung
    Sprechen/Ustno sporocanje
  • Strichaufzählung
    Lesen/Branje
  • Strichaufzählung
    Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Pisanje (samo za osnovno stopnjo römisch eins)
  • Strichaufzählung
    Verfassen von Texten/Pisno sporocanje
  • Strichaufzählung
    Rechtschreiben/Pravopis
  • Strichaufzählung
    Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und die stoffliche Linienführung des Lehrplans, soll aber keinesfalls einer sinnvollen Vernetzung von Lernbereichen entgegenstehen und ermöglicht daher dem Lehrer einen kindgemäßen und sachgerechten Unterricht. Gleiches gilt für den die Grundleistungen der Kinder sichernden Lehrplanteil „elementarer Spracherwerb”, der ebenfalls in die oben angeführten Teilbereiche zu integrieren ist.

Auf der Grundstufe römisch zwei wird der Teilbereich Schreiben (pisanje) dem Unterrichtsgegenstand Bildnerische Erziehung (likovna vzgoja) zugeordnet, die übrige Gliederung in Teilbereiche bleibt unverändert.

Sprechen/Ustno sporocanje:

Sprechen ist einer der wichtigsten Teilbereiche des Deutsch- und Slowenischunterrichts, gliedert sich in fünf Aufgabenfelder (siehe Lehrstoff) und umfaßt grundlegende und langfristige Ziele. Wesentliche Aufgabe des Teilbereiches Sprechen ist es, die Bereitschaft und Fähigkeit der Schüler zur mündlichen Kommunikation allmählich zu erhöhen und sie zu einem möglichst sicheren Gebrauch der Standardsprache zu führen.

Es sind natürliche Sprechsituation zu schaffen, in denen sich die Schüler auch der slowenischen Sprache spontan bedienen.

Lesen/Branje:

Der zweisprachige Leseunterricht auf der Grundstufe römisch eins hat die Aufgabe, den Schülern die grundlegende Lesefertigkeit zu vermitteln und damit die Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten zu ermöglichen. Zunehmend erfahren die Schüler das Lesen im Sinne des interkulturellen Lernens als einen bedeutenden Zugang zu beiden sich durchdringenden Kulturen im Lande. Lesen soll ein wesentliches Mittel zur Informationsgewinnung und zur Unterhaltung sein.

Im Leseunterricht auf der Grundstufe römisch zwei sollen die Schüler erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst und für andere vertiefen sowie sich und andere informieren und unterhalten können.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedenster Art dient in beiden Sprachen der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Pisanje (samo za osnovno stopnjo römisch eins):

Aufgabe des Schreibunterrichts ist es, die Schüler zum Gebrauch grundlegender konventioneller grafischer Zeichensysteme anzuleiten. Dabei sollen sie erfahren, daß Schreiben eine Form der Kommunikation und Dokumentation ist. Im besonderen soll der Schreibunterricht zur sicheren Beherrschung der Schriftsysteme führen.

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje:

Im Teilbereich Verfassen von Texten sollen sich die Schüler auf der Grundlage ihrer Mitteilungsbereitschaft und der erworbenen Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben in beiden Sprachen zunehmend selbständig schriftlich äußern, und zwar sowohl ichbezogen, zB über Erlebnisse, Beobachtungen, als auch partnerbezogen, zB Wünsche, Fragen; auf der Grundstufe römisch zwei auch sachbezogen.

Rechtschreiben/Pravopis:

Aufgabe des Rechtschreibunterrichts in Deutsch und Slowenisch ist es, die Schüler zu normgerechtem Schreiben zu motivieren, grundlegende Rechtschreibkenntnisse zu vermitteln und in der Folge ihr Rechtschreibkönnen kontinuierlich zu erweitern, sie zum Erkennen und Anwenden einfacher Regeln zu führen und ihnen eine möglichst geläufige Nachschlagetechnik zu vermitteln.

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika:

Aufgabe der Sprachbetrachtung ist es, allmählich wachsende Einsichten in Funktion und Struktur beider Sprachen zu vermitteln und zunehmend begrifflich zu sichern.

Lehrstoff:

Grundstufe römisch eins (1. und 2. Schulstufe)

Sprechen/Ustno sporocanje

Als Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder bis zum Ende der 2. Schulstufe gelten:

beim Erzählen, Mitteilen, Zuhören

  • Strichaufzählung
    beim Erzählen und Mitteilen anderer bewußt zuhören und sich zu Gehörtem äußern können;
beim situationsbezogenen Sprechen
  • Strichaufzählung
    in verschiedenartigen Situationen sprachlich angemessen handeln;
beim Gespräch
  • Strichaufzählung
    sich in verschiedenen Gesprächsformen beim Sprechen, Hören und Verstehen einander zuwenden;
  • Strichaufzählung
    einsehen, daß Miteinander-Sprechen geregelt werden muß und daher einfache Gesprächsregeln zu vereinbaren und zu beachten sind;
  • Strichaufzählung
    in der Schule erworbene Sprechformen und sprachliche Mittel allmählich auch im Gespräch anwenden;
bei der Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit)
  • Strichaufzählung
    den Wortschatz auf verschiedenen Ebenen (Wortbedeutung, Wortfeld, Wortfamilie, Oberbegriffe usw.) erweitern;
  • Strichaufzählung
    über häufig gebrauchte Satzmuster verfügen und allmählich zur Standardsprache hingeführt werden;
bei der Sprechübung (Deutliches Sprechen)
  • Strichaufzählung
    Laute richtig bilden sowie Wörter und Texte gut artikulieren können;
  • Strichaufzählung
    ausdrucksvoll sprechen können.
Erzählen, Mitteilen, Zuhören:

Motivation                        In einer entspannten Atmosphäre

                                  Freude und Bereitschaft zum

                                  Erzählen, Mitteilen und Zuhören

                                  entwickeln

                                  Geeignete Situationen aufgreifen

                                  oder schaffen, die zum Erzählen

                                  anregen

Erlebnisse, Beobachtungen und     Von persönlichen Erlebnissen,

Gefühle mitteilen                 Ereignissen, Beobachtungen usw.

                                  erzählen

                                  Zu Bildern und Bildgeschichten

                                  sprechen

                                  Eigene Gefühle und Empfindungen

                                  sowie die anderer wahrnehmen und

                                  verstehen, zB durch Trösten,

                                  Beruhigen und dergleichen verbal

                                  Hilfe anbieten

Spielerischer, kreativer Umgang   Laut- und Wortspielereien,

mit Sprache                       Reimbasteleien ua. mehr versuchen

                                  Namen, Begriffe, Geschichten usw.

                                  erfinden und verändern

Zuhören                           Dem Erzählen des Lehrers zuhören

                                  und daraus Anregungen für das

                                  eigene Erzählen gewinnen, dem

                                  Erzählen der Mitschüler aufmerksam

                                  zuhören

                                  Die Aufnahmebereitschaft und

                                  -fähigkeit durch geeignete

                                  Erzählsituationen (Erzählkreis,

                                  regelmäßige Erzählzeiten vorsehen,

                                  eventuell Aufmerksamkeitsübungen

                                  und dergleichen) wecken und fördern

                                  Gehörtes (zunächst ohne Anspruch

                                  auf Genauigkeit und

                                  Vollständigkeit) wiedergeben

                                  Sich zu Gehörtem äußern (zB Fragen

                                  stellen)

Situationsbezogenes Sprechen:

In einfachen Sprechsituationen    Sprechsituationen aufgreifen,

Erfahrungen sammeln, Situationen  spielerisch erproben, zB

sprachlich bewältigen             - begrüßen, verabschieden, sich

                                    entschuldigen

                                  - sich erkundigen bzw. Auskunft

                                    geben

                                  - Vorschläge äußern (Sitzordnung,

                                    Pausengestaltung, Spiele,

                                    Freizeitgestaltung)

Gespräch:

Hinführen zum Gespräch;           Spielerische Formen des

Vorformen des Gesprächs           Miteinander-Sprechens und Festigen

                                  des erworbenen Wortschatzes (zB

                                  Kennenlernen, Rate- und

                                  Fragespiele, Zuhörspiele und Spiele

                                  zur Weitergabe des Wortes)

                                  Spiele, die im Besonderen zum

                                  Gebrauch der slowenischen Sprache

                                  motivieren

                                  Einfache Kommunikationsformen

                                  (Weiterrufen in der Sprechkette,

                                  Erzählkreis usw.)

                                  Schrittweises Sichern einfacher

                                  Formen des Ansprechens, Anknüpfens,

                                  Weiterführens und dergleichen

Schulung des Hörens und           Vom Wahrnehmen über das bewußte

Verstehens                        Hinhören und Zuhören zum

                                  Aufeinander-Hören

Einsehen, Vereinbaren und         Die Wichtigkeit von Gesprächsregeln

Beachten einiger wichtiger        einsehen bzw. vereinbaren und

Gesprächsregeln                   beachten (zB das Wort weitergeben,

                                  den Sprecher ansehen und ihm

                                  zuhören, ihn ausreden lassen, den

                                  Sprecher nicht auslachen, wenn er

                                  Unpassendes, Unverständliches sagt

                                  oder sich in der jeweils anderen

                                  Sprache äußert, seine eigene

                                  Meinung begründen können)

Hinführen zu verschiedenen        Partner-, Gruppen- und

Gesprächsformen                   Kreisgespräche zu Themen aus dem

                                  Erfahrungs- und Interessenbereich

                                  der Kinder oder aus Sachbegegnungen

                                  oder über das Miteinander-Sprechen

                                  selbst (zB Kasper-Spiele und

                                  Kartenspiele zur

                                  Gesprächserziehung)

Sprachübung (Erweiterung der

Sprachfähigkeit):

Wortschatz erweitern und          Über Gegenstände, Bilder und

differenzieren                    ähnliches sprechen; Tätigkeiten,

                                  Geräusche, Beobachtungen usw.

                                  sprachlich darstellen

                                  Vorhandene sprachliche Elemente zu

                                  neuen Worteinheiten zusammenfügen

                                  und deren Bedeutung suchen

                                  Die Bedeutung von Wörtern

                                  umgrenzen, inhaltlich bestimmen, zB

                                  durch zugehörige Gegenwörter

                                  (groß/klein) oder durch kleine

                                  sprachliche Felder

Richtige Satzmuster üben          Sätze mit gleichem Satzbau analog

                                  bilden

                                  Üben von Satzmustern, die häufig

                                  fehlerhaft verwendet werden,

                                  insbesondere Fehlformen, die sich

                                  aus dem Unterschied zwischen

                                  Mundart- und Standardsprache

                                  ergeben

Sprechübung (Deutliches

Sprechen):

Natürlich und ausdrucksvoll       Fördern und Verstärken des

sprechen                          natürlichen Sprechens der Kinder

                                  Sprache ausdrucksvoll gestalten (zB

                                  Emotionen, Meinungen, Interessen

                                  durch sprachliche Ausdrucksmittel

                                  unterstützen, zB etwa mittels

                                  Rollenspiel)

Deutlich sprechen                 Bewußtes Beachten der Artikulation

                                  beim Sprechen; Zungenbrecher und

                                  ähnliche Texte artikuliert

                                  nachsprechen; Sprachspiele,

                                  lautliche Eigenheiten beider

                                  Sprachen beachten lernen

                                  Übungen zur Lautunterscheidung in

                                  deutscher (zB Singen - sinken,

                                  reden - retten, Liebe - Lippe)

                                  sowie in slowenischer Sprache (zB

                                  pod - pot, ziv - siv, kosa - koza,

                                  svet - cvet)

Texte nachgestaltend und          Sprechen von Reimen, Versen und

sinngestaltend sprechen           Gedichten; Reimwörter finden

                                  Verse und kurze Gedichte frei

                                  vortragen

Mundart - Standardsprache         Mundart und Standardsprache im

                                  Deutschen und Slowenischen

                                  vergleichen; Gemeinsamkeiten und

                                  Unterschiede feststellen

Lesen/Branje

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    eine möglichst anhaltende Lesemotivation entwickelt haben;
  • Strichaufzählung
    in der Lage sind, altersgemäße, dem sprachlichen Vermögen entsprechende Texte in beiden Sprachen in gemischter Antiqua geläufig zu lesen;
  • Strichaufzählung
    den Sinn dieser Texte erfassen können;
  • Strichaufzählung
    sich mit Texten in einfacher Weise auseinandersetzen können.

Erstlesen (Grundleistungen):

Den nachfolgend genannten Grundleistungen kommt als Voraussetzung für den Erstleseunterricht im engeren Sinn besondere Bedeutung zu (siehe dazu auch diesbezügliche didaktische Grundsätze).

Lesemotivation                    Permanente und gezielte Maßnahmen

                                  zur Weckung des Lesewillens und zur

                                  Erhaltung der Lesefreude in beiden

                                  Sprachen

Sprachförderung                   Umfassende und gezielte Maßnahmen

                                  zur Sprachentwicklung;

                                  wechselseitige Unterstützung von

                                  mündlichem Sprachunterricht und

                                  Lesenlernen

Sprechmotorik                     Artikulierendes Sprechen,

                                  Beobachten der Lautbildung

Akustische Gliederungs- und       Gehörte Sprache in Wörter gliedern;

Merkfähigkeit                     Wörter von ähnlich klingenden

                                  anderen unterscheiden und später

                                  wiedererkennen;

                                  Einzellaute erkennen, von anderen

                                  unterscheiden und später

                                  wiedererkennen; einfache Reime

                                  erkennen, sich merken, selbst

                                  bilden

                                  Im Slowenischen besonders auf die

                                  richtige Aussprache des „l”

                                  (zB als /u/ am Wortende) achten;

                                  die unterschiedliche Aussprache der

                                  stimmhaften und stimmlosen

                                  Konsonanten sowie die labiodentale

                                  Aussprache des „v” als /w/ vor

                                  Vokalen und als /u/ in allen

                                  anderen Positionen einüben

Visuelle Gliederungs- und         Auf Bildern Einzelheiten erkennen

Merkfähigkeit                     und später wiedererkennen;

                                  die Gliederung von gedruckten und

                                  geschriebenen Texten in Wörter

                                  wahrnehmen, einige Wörter von

                                  anderen unterscheiden und später

                                  wiedererkennen

Symbolcharakter der Schrift und   Erfassen, daß Schrift und andere

anderer Zeichen                   Zeichen (zB Verkehrszeichen) etwas

                                  bedeuten und daß man ihre Bedeutung

                                  durch „Lesen” finden kann

Grundlegende Begriffe             Wort, Laut, Schrift, Buchstabe;

                                  links, rechts, oben, unten, vorne,

                                  hinten und dergleichen

Erstleseunterricht (Lehrgang):

Unabhängig von der gewählten Methode und Ausgangsschrift umfaßt der Erstleseunterricht im eigentlichen Sinn der Grundstufe römisch eins mehrere Teilschritte, wobei ihre Reihenfolge keine bindende methodische Abfolge ausdrückt.

Übungen zum akustischen,          Durchgliedern von Sätzen in Wörter

sprechmotorischen und             Ähnlich klingende Wörter sprechen,

visuellen Durchgliedern von       vergleichen und unterscheiden Laute

Sätzen und Wörtern                und Lautgruppen heraushören und

                                  sprechen

                                  Gleiche Buchstaben in verschiedenen

                                  Wörtern feststellen, von anderen

                                  unterscheiden und

                                  kennzeichnen

                                  Durchgliedern von Wörtern durch Ab-

                                  und Aufbauübungen

                                  Laute und Buchstaben austauschen

                                  und neue Wörter entstehen

                                  lassen

Erfassen der Laut-Buchstaben -    In vielseitigen Übungen jedem

Zuordnung in ihren verschiedenen  Buchstaben den ihm entsprechenden

Varianten und Qualitäten;         Laut zuordnen und artikulieren (zB

Beherrschen der Buchstaben        Buchstaben suchen, feststellen,

                                  benennen, sortieren, unterscheiden

                                  usw.)

                                  Bestimmte Buchstaben auch für

                                  mehrere Laute anwenden (zB in sehen

                                  und Straße, reka und pes, mlin und

                                  bil)

                                  Unterschiedliche Buchstaben bzw.

                                  Buchstabengruppen für den gleichen

                                  Laut einander zuordnen (zB

                                  Großbuchstaben - Kleinbuchstaben)

Speichern und Wiedergeben von     Einprägen von ausgewählten Wörtern

Wörtern und Buchstabengruppen     durch oftmaliges Anbieten ihres

                                  Schrift- und Klangbildes und

                                  sprechmotorisches Wiedergeben

                                  Übungen zum raschen Wiedererkennen

                                  von Wörtern und Buchstabengruppen

Aufbauendes Zusammenlesen         Aufbauendes Zusammenlesen zunächst

                                  von bekannten, dann von unbekannten

                                  Wörtern;

                                  Erfassen ihrer Bedeutung

                                  Nonsenswörter aufbauen und lesen

                                  Vielfältige Auf- und

                                  Abbauübungen

                                  Durch Austauschen, Weglassen und

                                  Hinzufügen von Buchstaben bei

                                  bekannten und später bei

                                  unbekannten Wörtern die Bedeutung

                                  eines Wortes verändern

                                  In neuen Wörtern bekannte Elemente

                                  auffinden und als Lesehilfe

                                  verwenden

                                  Sätze mit bekannten und neu

                                  gelernten Wörtern bauen und umbauen

                                  Erfassen ihrer Bedeutung bzw. ihrer

                                  Bedeutungsänderung

Weiterführendes Lesen:

Steigerung der Lesesicherheit     Vielfältige Übungen zur guten

und der Lesegeläufigkeit in       Aussprache

beiden Sprachen                   Überschauendes Lesen von Texten

                                  in immer größeren Sinnschritten, zB

                                  durch Übungen im „Blitzlesen”

                                  Beachtung der wichtigsten

                                  Satzzeichen

Übungen zum sinnerfassenden       Vom lauten zum stillen Lesen von

Lesen                             Texten

                                  Beantworten von Fragen zum

                                  gelesenen Text

                                  Unterscheiden von Wichtigem und

                                  Unwichtigem

                                  Schriftliche Anweisungen,

                                  Aufforderungen und ähnliches

                                  verstehen

Begegnung mit literarischen       Umweltgeschichten, Märchen,

Texten in möglichst natürlichen   Kinderlyrik sowie kurze

Lesesituationen                   dramatische Szenen aus dem

                                  literarischen Schaffen und dem

                                  Volksgut beider Kulturkreise

                                  usw.

                                  Einbeziehung von Privatlektüre

Erste Übungen zum                 Literarische Texte mit besonderer

partnerbezogenen                  Berücksichtigung der heimischen

sinngestaltenden Lesen            Literaturschaffenden beider

(Vorlesen) von vorgeübten         Sprachen

Texten in natürlichen             Gebrauchstexte, zB Anleitungen,

Lesesituationen                   Einladungen, Aufforderungen,

                                  Hinweise, Anordnungen, Anfragen,

                                  Listen, Notizen

                                  Eigene Niederschriften und

                                  Niederschriften von Mitschülern

                                  lesen

Anbahnung selbständiger           Gespräche und Diskussionen zur

Auseinandersetzung mit Texten     Sinnverarbeitung

verschiedener Art                 Stellungnahme, Vergleiche,

                                  Gegenüberstellungen, Veränderungen

                                  und phantasievolle Weiterführung

                                  usw.

Schreiben/Pisanje

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    Buchstaben, Ziffern und Zeichen in einer der österreichischen Schulschrift angenäherten Form aus der Vorstellung schreiben können (dies schließt nicht aus, daß die Schüler mit dem Schreiben der Druckschrift vertraut gemacht werden);
  • Strichaufzählung
    kurze Texte gut lesbar - auch aus der Vorstellung - schreiben können;
  • Strichaufzählung
    Ansätze zu einer geläufigen Schrift erkennen lassen.
Der Schüler soll seine Grundvoraussetzungen für das Schreibenlernen festigen und zumindest in folgenden Teilbereichen weiterentwickeln:

Schreibmotivation                 Freude am grafischen Gestalten, am

                                  möglichst genauen Ausführen von

                                  grafischen Formen, an der

                                  gelungenen Verständigung durch

                                  grafische Zeichen

Training der für das Schreiben    Lockerungsübungen, insbesondere

bedeutsamen Grob- und             für die Schulter-, Arm-, Hand-

Feinmotorik                       und Fingermuskulatur; auch

                                  beidhändige Übungen; Fingerspiele

                                  und anderes Bewegungsabläufe von

                                  der Grobmotorik in Richtung

                                  Feinmotorik überführen;

                                  Kräftigungsübungen für die Hand-

                                  und Fingermuskulatur (Kneten,

                                  Falten, Formen, Biegen, Reißen und

                                  dergleichen)

Grundlegendes                     Im Zusammenhang mit dem Training

Begriffsverständnis für           der Grob- und Feinmotorik: auf, ab,

Bewegungsrichtungen und           hinaus, hinunter, nach links, nach

Bewegungsformen                   rechts, schräg; in der Mitte,

                                  oberhalb, unterhalb, gerade, eckig,

                                  rund, spitz

Schulung der                      Vorgegebene einfache und

Auge-Hand-Koordination            zusammenhängende Bewegungsabläufe

                                  übernehmen und möglichst genau

                                  nachvollziehen

                                  Vorgegebene rhythmische

                                  Bewegungsreihen übernehmen und

                                  möglichst genau nachvollziehen

                                  Bewegungen aus der Vorstellung

                                  möglichst genau nachvollziehen

                                  Übungen in kleiner werdenden

                                  Spurvorlagen

Schreibhaltung; verschiedene      Hilfen und Hinweise zur Körper-

Schreibwerkzeuge und              und Handhaltung

Schreibmaterialien gebrauchen     Erfahrung im Umgang mit

                                  verschiedenen Schreibgeräten auf

                                  unterschiedlichen Schreibflächen

                                  sammeln

Die Grundformen der               Formelemente und Grundformen der

Ausgangsschrift nachbilden und    Schreibbewegung üben, zB Aufstrich,

schreiben                         Abstrich, Waagrechte, Parallele,

                                  Spitze, Arkade, Girlande, Oval,

                                  Schleife

Das Zeichenverständis (Anm.:      Einfache Zeichen (zB

richtig: Zeichenverständnis       Verkehrszeichen, Symbole)

vorbereiten)                      darstellen und ihre Aussage

                                  verbalisieren

Bei diesen Übungen werden Leistungsunterschiede deutlich erkennbar. Sie geben Hinweise, in welchen Teilbereichen die einzelnen Schüler individuell zu fördern sind.

Auf die wechselseitigen Beziehungen zwischen Schreiben-, Lesen- und Rechtschreiblernen ist zu achten, wobei aber auch den unterschiedlichen Lernfortschritten der Kinder in diesem Bereich Rechnung zu tragen ist.

Unabhängig von der gewählten Methode und Ausgangsschrift umfaßt der Schreibunterricht der Grundstufe römisch eins folgende Bereiche:

Buchstaben und Ziffern            Aus Form- und Bewegungselementen

formgerecht und im richtigen      entstehen Buchstaben und Ziffern;

Bewegungsablauf ausführen         Wechseln von Schriftgröße und

                                  Schreibgerät

Wörter und Sätze gut lesbar ab-   Buchstaben zu Wörtern und Sätzen

und aufschreiben                  zusammenfügen; dabei Schreiben als

                                  sinnvolle Tätigkeit erfahren;

                                  Selbstgeschriebenes stets auch

                                  lesen

                                  Bei der Schulschrift: Zeigen und

                                  Beschreiben schwieriger

                                  Bewegungsabläufe, zB

                                  Richtungswechsel,

                                  Buchstabenverbindungen

                                  Wörter zunehmend als Ganzes

                                  abschreiben; Hinführen zum

                                  Aufschreiben (Schreiben aus der

                                  Vorstellung)

Schreibabläufe zunehmend          Allmähliches Beschleunigen des

automatisieren                    Bewegungsablaufes, zB durch

                                  Nachfahren von

                                  Buchstabenverbindungen und kurzen

                                  Wörtern

                                  Schreibbewegungen automatisieren,

                                  damit Schrift frei verfügbar wird

Formgerechtes und geordnetes      Formale Ordnungen beim Schreiben

Schreiben                         einhalten; zB Steilheit des

                                  Schriftwinkels, Verhältnis der

                                  Ober-, Mittel-, Unterlängen;

                                  gleiche Wortabstände und

                                  Zeilenabstände; Rand beachten

Die Beziehungen zwischen          Druckschrift und Schulschrift

Druckschrift und                  miteinander vergleichen; auf der

Schulschrift                      2. Schulstufe Wörter und kurze

                                  Texte von Druckschrift in die

                                  Schulschrift übertragen

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje

Als Schwerpunkt der einzelnen Aufgabenfelder können bis zum Ende der 2. Schulstufe angesehen werden:

  • Strichaufzählung
    Freude am Verfassen von Texten in beiden Sprachen entwickeln;
  • Strichaufzählung
    Mitteilungen, Wünsche, Fragen, Antworten und dergleichen niederschreiben;
  • Strichaufzählung
    eigene Erlebnisse, Beobachtungen und ähnliches in kurzen Sätzen aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte schreiben.

Vorbereitende und begleitende     Das mündliche Erzählen und

Übungen zum Verfassen von         Mitteilen der Schüler allmählich

Texten                            in die Form kurzer schriftlicher

                                  Texte lenken

                                  Vorgegebene kurze Texte, aber auch

                                  einzelne Sätze und Wortgruppen

                                  abschreiben und diese gelegentlich

                                  auch ohne Vorlage aufschreiben

- Wichtiges von weniger           Ungeordnet vorgegebene Wörter zu

  Wichtigem bzw. Unwichtigem      einem Satz, ungeordnet vorgegebene

  unterscheiden                   Sätze zu einem sinnvollen Text

                                  ordnen

                                  Passende Überschriften zu einfachen

                                  Geschichten, zu Bildern ua. finden

                                  und schreiben

                                  Die inhaltlichen Aussagen einer

                                  Bildfolge in Sätzen ausdrücken

- Vorgegebene Textteile ergänzen  ZB zu einer Geschichte einen Schluß

                                  finden

- Situationsbezogene

  Formulierungsübungen            Im Bereich des Wortschatzes und der

                                  Satzstrukturen typische

                                  Sprachmuster beider Sprachen

                                  berücksichtigen

- Einfache schriftliche Muster    ZB Beschriften von Heften und

  funktionsgerecht anwenden       Büchern; Adressen auf Grußkarten;

                                  Bücherlisten

- Gemeinsames Erarbeiten eines    ZB zu einem Ereignis, Bild

  Textes

Texte verfassen                   Selbständig verfaßte

                                  Niederschriften können anfangs nur

                                  aus einem Wort, einer Wortgruppe

                                  oder einem kurzen Satz bestehen.

                                  Sie werden im allgemeinen erst

                                  allmählich (etwa auch durch das

                                  gemeinsame Verfassen von Texten)

                                  auf zwei oder mehrere kurze Sätze

                                  erweitert. Beim Verfassen von

                                  Texten ist - von der ursprünglich

                                  starken Ichbezogenheit des

                                  kindlichen Schreibens ausgehend -

                                  darauf hinzuarbeiten, daß

                                  allmählich eine oder mehrere

                                  vorwiegende Schreibabsichten

                                  berücksichtigt werden:

                                  - andere unterhalten oder Anteil

                                    nehmen lassen (zB eigene

                                    Erlebnisse aufschreiben, damit

                                    sie andere lesen können)

                                  - andere informieren (zB durch

                                    Mitteilungen, durch einfache

                                    Beschreibungen)

                                  - an andere appellieren (zB durch

                                    Bitten, Wünsche, Anfragen,

                                    Einladungen, Grüße)

                                  - sich etwas notieren (zB

                                    Merkzettel, Verzeichnis)

Rechtschreiben/Pravopis

  Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, dass die Schüler bis

zum Ende der 2. Schulstufe

- einen begrenzten Wortschatz gründlich geübt haben und möglichst

  sicher beherrschen;

- sich einiger Strategien bedienen können, um zu normgerechtem

  Schreiben zu gelangen;

- einige grundlegende Kenntnisse der Großschreibung, der

  Interpunktion und der Trennung erworben haben.

Motivation                         Das Bemühen um normgerechtes

                                     Schreiben wecken und fördern

Erarbeitung und Sicherung eines

begrenzten Wortschatzes

- Auswahl des Wortschatzes         Wörter, deren Bedeutung bereits

                                     erfasst wurde, nach folgenden

                                     Kriterien auswählen: aktiver

                                     Wortschatz, Häufigkeit,

                                     exemplarischer Wert auch im

                                     Hinblick auf spätere Analogie-

                                     und Regelbildungen

- Wörter durchgliedern             Wörter akustisch, optisch und

                                     sprechmotorisch durchgliedern

                                   Entsprechungen,

                                     Teilentsprechungen und

                                     Nichtentsprechungen zwischen

                                     Lautung und Schreibung

                                     entdecken

                                   In verschiedenen Wörtern gleiche

                                     Schreibungen feststellen

                                     (Verdopplungen, Endungen ua.)

- Wörter einüben                   Wörter, Wortgruppen und kurze

                                     Sätze abschreiben und

                                     aufschreiben

                                   Den erarbeiteten Wortschatz in

                                     verschiedenen sprachlichen

                                     Zusammenhängen anwenden

Von gesicherten Wörtern zur        Beispiele:

Schreibung anderer Wortformen        Straße - Straßen

bzw. anderer Wörter gelangen         Baum - Bäume

(Stammprinzip im Deutschen;          kalt - kälter

Wortfamilien)                        gehen - geht

                                     essen - isst

                                     fahren - mitfahren - wegfahren

                                     Bahn, Autobahn, Eisenbahn

                                     Stange - Stängel

                                   Primeri:

                                     cesta - ceste

                                     drevo - drevesa

                                     lep - lepsi

                                     hoditi - hodi

                                     jesti - je

                                     peljati - pripeljati -

                                     odpeljati

                                     cesta, cestar, avtocesta;

Besonderheiten der Rechtschreibung:

- Großschreibung                   Aus vielen Analogiebildungen

                                   erfassen, dass

                                   - im Deutschen alle Namenwörter,

                                     im Slowenischen nur die

                                     Eigennamen groß zu schreiben

                                     sind,

                                   - das erste Wort im Satz und das

                                     erste Wort einer Überschrift in

                                     beiden Sprachen groß zu

                                     schreiben sind

- Interpunktion                    Die Satzschlusszeichen Punkt,

                                     Fragezeichen und Rufzeichen in

                                     leicht erfassbaren Beispielen

                                     richtig anwenden

- Trennung                         Einfache Zusammensetzungen in

                                     einzelne Wörter trennen

                                   In einfachen Fällen: Wörter nach

                                     Sprechsilben trennen

                                     (razzlogovanje)

Unterstützende Strategien beim

Rechtschreibenlernen:

- akusto - sprechmotorisch         Deutlich artikulierendes Sprechen

                                     in schriftnaher Überlautung als

                                     gelegentlich mögliche Hilfe zum

                                     normgerechten Schreiben

                                     erkennen können

                                   Beim Schreiben leise mitsprechen

- visuell - schreibmotorisch       Sich durch Lesen und Schreiben

                                     normgerechte Schreibungen

                                     einprägen

                                   Wörter zunehmend aus der

                                     Vorstellung aufschreiben

- erstes Rechtschreibwissen        Elementare Einsichten in die

  anwenden                           Regelhaftigkeit der

                                     Rechtschreibung anwenden

- Hilfen für das Rechtschreiben    Den Lehrer, auch Eltern und

                                     Mitschüler um Auskunft bitten

                                   Einführung in den Gebrauch des

                                     Wörterbuchs; das Wörterbuch und

                                     andere schriftliche Unterlagen

                                     verwenden

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

- Interesse am bewußten Umgang mit beiden Sprachen entwickeln.

Einsicht in Sprache durch         Im Zusammenhang mit dem

Entdecken, Vergleichen und        Erstleseunterricht können viele

Betrachten                        sprachliche Erscheinungen (in den

                                  Bereichen Satz, Wort, Buchstabe)

                                  bewußtgemacht werden, zB die

                                  Gliederung von gedruckten oder

                                  geschriebenen Texten in Wörter;

                                  Buchstaben in verschiedenen

                                  Positionen eines Wortes

                                  Wiederholtes Vergleichen und

                                  Betrachten am anschaulich

                                  vorliegenden Sprachmaterial führen

                                  zunehmend zum Erfassen (in

                                  Teilbereichen zum Benennen)

                                  sprachlicher Erscheinungen

                                  Unterschiede und Besonderheiten in

                                  beiden Sprachen sind bewußtzumachen

                                  (zB Gute Nacht!/Lahko noc!)

                                  Es kann auch die Erkenntnis

                                  angebahnt oder unterstützt werden,

                                  daß sich durch die geänderte

                                  Bedeutung die grafische Gestalt und

                                  die Lautgestalt eines Wortes meist

                                  ändern (Puppe - Puppen, Maus -

                                  Mäuschen)

                                  Im Slowenischen ist auf ähnliche

                                  Beispiele einzugehen (puza - puze,

                                  hisa - hisica)

Einsicht in Sprache durch         Neue Wörter durch Weglassen,

spielerischen Umgang mit          Hinzufügen oder Austauschen eines

sprachlichen Elementen            Buchstabens oder eines Lautes

                                  bilden

                                  Reimwörter

                                  Unsinnige Wörter

Der Satz als Sinneinheit          Sätze bauen und umbauen

                                  Unvollständige Sätze ergänzen bzw.

                                  Lückensätze

                                  vervollständigen

                                  Satzschlußzeichen anwenden: Punkt,

                                  Fragezeichen, Rufzeichen

Die Wortart „Namenwort”         Sammeln und Ordnen von Namen aus

                                  der Lebenswelt des Schülers (Namen

                                  von Menschen, Tieren, Pflanzen,

                                  Dingen)

                                  Die Begriffe „Namenwort” und

                                  „Eigenname” im Hinblick auf die

                                  Rechtschreibung unterscheiden

                                  lernen

                                  Suchen von Namenwörtern in Sätzen

                                  Den meisten Namenwörtern können im

                                  Deutschen die Begleiter der, die

                                  oder das zugeordnet werden

                                  Entdecken und Erkennen, daß es im

                                  Slowenischen keine derartigen

                                  Begleiter gibt

Sprachbezogene Begriffe           Die Begriffe „Buchstabe”,

                                  „Wort”, „Satz” anhand von

                                  Beispielen verstehen (nicht

                                  definieren) und im Umgang mit

                                  Sprache anwenden

Grundstufe römisch zwei (3. Schulstufe)

Sprechen/Ustno sporocanje

Als Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder gelten:

Erzählen, Informieren, Zuhören

  • Strichaufzählung
    sprachliche Ausdrucksformen allmählich bewußt einsetzen;
  • Strichaufzählung
    durch aufmerksames Zuhören Sachverhalte, Gedanken und die Lage anderer erfassen;
Situationsbezogenes Sprechen
  • Strichaufzählung
    verschiedenartige Situationen einschätzen und sprachlich angemessen bewältigen;
Gespräch
  • Strichaufzählung
    relativ selbständig partner-, sach- und problembezogene Gespräche in verschiedenen Formen führen;
  • Strichaufzählung
    Gesprächsregeln formulieren, begründen, beachten;
  • Strichaufzählung
    im Sinne der Unterrichtsprinzipien „soziales Lernen” und „interkulturelles Lernen” die Regel beachten, daß man in der Sprache antwortet, in der man angesprochen wird;
  • Strichaufzählung
    einfache Gesprächstechniken kennen und situationsgerecht anwenden;
  • Strichaufzählung
    in der Schule erworbene Sprech- und Sprachformen im Gespräch anwenden;
Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit)
  • Strichaufzählung
    einen grundlegenden Wortschatz inhaltlich erschlossen und begrifflich verfügbar haben;
  • Strichaufzählung
    zunehmende Sicherheit im Gebrauch der Standardsprache erlangt haben;
Sprechübung (Deutliches Sprechen)
  • Strichaufzählung
    in beiden Sprachen Sicherheit im ausdrucksvollen und lautrichtigen Sprechen (smiselni, izraziti in glasovno pravilni govor) gewinnen.

Erzählen, Informieren, Zuhören:

Interessant und anschaulich       Über Ereignisse, persönliche

erzählen, andere unterhalten      Erlebnisse und dergleichen in

                                  zeitlich richtiger Abfolge erzählen

Beim Erzählen wesentliche         Durch Erzählen andere unterhalten

Einzelheiten berücksichtigen      Kurze gelesene oder gehörte

                                  Geschichten anderen erzählen

                                  Ausgedachte Geschichten erzählen

                                  (zu Bildern, Geräuschen, Wörtern,

                                  Pantomimen usw.)

Andere informieren                Einfache Sachverhalte und

                                  Handlungsabläufe möglichst genau

                                  sprachlich darstellen

                                  Eigene Gefühle, Gedanken und

                                  Wünsche anderen mitteilen

                                  Auffallende Merkmale von

                                  Gegenständen, Tieren und Menschen

                                  beschreiben

Aufmerksam zuhören                Anderen Sprechern längere Zeit

                                  aufmerksam zuhören

                                  Wesentliches erfassen und

                                  wiedergeben

                                  Zu Gehörtem Stellung nehmen

Situationsbezogenes Sprechen:

Verschiedenartige                 Reale Handlungssituationen bzw.

Sprechhandlungssituationen        in Rollenspielen dargestellte

sprachlich allmählich sicher      Situationen sprachlich bewältigen:

bewältigen                        zB:

                                  - mit jemandem Kontakt aufnehmen

                                  - trösten, wünschen, fordern,

                                    richtigstellen

                                  - einem anderen zustimmen, die

                                    Meinung eines anderen anerkennen

                                  - die eigene Meinung begründen

Gespräch:

Weitergehende Schulung des        ZB durch verschiedene kommunikative

Zuhörens, Aufeinander-Hörens und  Spiele in beiden Sprachen;

Verstehens                        Unterscheiden von Wesentlichem und

                                  Unwesentlichem; Zusammenfassen

                                  wichtiger Ergebnisse eines kurzen

                                  Gesprächs

Erweitern der Gesprächsregeln     ZB beim Thema bleiben

und der Gesprächstechniken        Eigene Behauptungen begründen

                                  Nicht alles unbefragt hinnehmen

                                  Anteilnehmen durch Rückfragen,

                                  Zustimmen, Ablehnen

                                  Die Klärung von Sachverhalten und

                                  Problemen anstreben (zB durch

                                  Fragen, Beurteilen, von

                                  Gesprächsbeiträgen)

                                  Sich auf Gesprächsteilnehmer und

                                  deren jeweilige Rolle bzw. Sprache

                                  einstellen

Beherrschen einfacher             Partner-, Gruppen- und

Gesprächsformen                   Kreisgespräche zu Sachthemen und

                                  -problemen aus dem Erfahrungs- und

                                  Interessenbereich der Kinder oder

                                  aus Sachbegegnungen in

                                  verschiedenen Lernbereichen.

                                  Wie auf der Grundstufe I können

                                  sich Gesprächsanlässe spontan aus

                                  bestimmten Situationen ergeben oder

                                  gezielt angeregt werden

Sprachübung (Erweiterung der

Sprachfähigkeit):

Wortschatz erweitern und          Gegenstände und Bilder besprechen

differenzieren                    oder beschreiben

                                  Beobachtungen und Vorgänge

                                  sprachlich darstellen

                                  Möglichkeiten der Wortbildung

                                  erproben

                                  Wortbedeutungen durch Ordnen,

                                  Vergleichen und Anwenden

                                  unterscheiden

Standardsprachliche Satzmuster    Vorwörter mit dem richtigen Fall

üben und erweitern                gebrauchen

                                  Üben von Satzmustern mit steigendem

                                  Schwierigkeitsgrad, um Fehlformen

                                  vorzubeugen (Satzreihen und

                                  Satzgefüge)

Sprechübung (Deutliches

Sprechen):

Ausdrucksvoll sprechen            Persönliche Aussagen ausdrucksvoll

                                  gestalten

                                  Sprachliche Äußerungen durch Mimik

                                  und Gestik unterstützen

                                  Verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten

                                  sprachlichen Handelns für bestimmte

                                  Situationen erproben (Rollenspiele)

Deutlich sprechen                 Übungen zur Schulung der

                                  Artikulation in beiden Sprachen:

                                  Wörter und Texte bewußt artikuliert

                                  sprechen (Sprechspiele,

                                  Zungenbrecher, Scherztexte und

                                  dergleichen)

                                  Sicherung der Lautbildung und

                                  Übungen zur Lautunterscheidung mit

                                  Berücksichtigung der Unterschiede

                                  in Deutsch und Slowenisch (zB

                                  Lautdifferenzierungsübungen)

Texte nachgestaltend und          Durch unterschiedliches Sprechen

umgestaltend sprechen             von Texten (fröhlich, weinerlich

                                  ...) verschiedene Stimmungen

                                  ausdrücken

Lesen/Branje

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler in beiden Sprachen

  • Strichaufzählung
    ihr Lesen zunehmend an persönlichen Interessen orientieren;
  • Strichaufzählung
    altersgemäße Texte selbständig lesen und inhaltlich erschließen können;
  • Strichaufzählung
    durch die Auseinandersetzung mit Texten deren Absichten, Wirkungen und dergleichen erkennen können;
  • Strichaufzählung
    vorbereitete Texte sinngestaltend vorlesen können.

Förderung und Unterstützung der   Möglichst oft auf aktuelle,

Lesebereitschaft und der          altersgemäße Texte hinweisen

individuellen Leseinteressen      Vielfältige altersgemäße Texte mit

                                  ausgewähltem entsprechendem

                                  Lesestoff auch in slowenischer

                                  Sprache anbieten

                                  (Klassenbibliothek,

                                  Schulbibliothek)

                                  Zur selbständigen Textbeschaffung

                                  anregen (Bibliotheksbesuch,

                                  Bücheraustausch)

Erfahren, daß man aus Texten

Sinn entnehmen kann:

- aus literarischen Texten        In Märchen, Sagen, Erzählungen aus

                                  beiden Kulturkreisen,

                                  Umweltgeschichten usw.

                                  Handlungszusammenhänge erleben und

                                  erkennen; einfache

                                  Handlungsabfolgen richtig

                                  wiedergeben (zB erzählen, spielen);

                                  Pointen erfassen

                                  Gemeinsam über Texte und ihre

                                  unterschiedliche Wirkung sprechen

                                  Zu Texten die eigene Meinung äußern

                                  und begründen, Texte phantasievoll

                                  weiterführen

- aus Gebrauchstexten             Bilder und Bildunterschriften als

                                  Zusatzinformationen nützen

                                  Inhaltsverzeichnisse,

                                  Kurzbeschreibungen usw. als

                                  Informationsquelle benützen

                                  Aus Nachschlagewerken Informationen

                                  entnehmen

                                  Aus Überschriften, Buchtiteln usw.

                                  auf Informationsgehalt schließen

Steigerung der Lesefertigkeit     Überschauendes Lesen in immer

                                  größeren Sinnschritten

                                  Lesen von Texten in verschiedener

                                  räumlicher Anordnung (zB in

                                  Pyramidenform)

                                  Lesen von Texten ohne Wortabstände,

                                  ohne Satzzeichen

                                  Lesen von Texten verschiedener

                                  Druckgröße und Schriftarten

                                  (verschiedene Formen der Block- und

                                  Druckschrift, lateinische

                                  Schreibschrift)

                                  Vielfältige Übungen zur guten

                                  Aussprache

                                  Lesen einfacher Texte unter

                                  Beachtung der Leseflüssigkeit

                                  Lesen einfacher Texte in zunehmend

                                  steigendem Tempo

Vorbereitung und Übung            Vielfältiges Üben

textgerechten Vorlesens und       sinnentsprechenden und

Vortragens                        sinngestaltenden Lesens und

                                  Vortragens

                                  - Lesen und Vortragen von

                                    Kinderreimen, Gedichten,

                                    Geschichten ua. mehr unter

                                    besonderer Beachtung der

                                    Klangstruktur und der

                                    Sprechpausen

                                  - Auswendiglernen und Vortragen von

                                    Gedichten

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje

Als Schwerpunkte gelten:

  • Strichaufzählung
    eine anhaltende Freude am Verfassen von Texten entwickeln;
  • Strichaufzählung
    eigene Erlebnisse, Beobachtungen, Dialoge, Erfundenes und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    Mitteilungen, Aufforderungen, Wünsche, Hinweise, Anleitungen, Aufträge und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte in ganzen Sätzen und in Stichwörtern schreiben;
  • Strichaufzählung
    Einzelbilder und Bildfolgen schriftlich versprachlichen sowie Texte ergänzen und verändern;
  • Strichaufzählung
    Briefe, Grußkarten und ähnliches zu verschiedenen Anlässen schreiben;
  • Strichaufzählung
    Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes, Gefühltes und Gedachtes in eigenen Worten (ganze Sätze oder Stichworte) schriftlich wiedergeben.

Begleitende Übungen zum Verfassen von Texten:

- Wichtiges von weniger           ZB passende Überschriften zu

  Wichtigem bzw. Unwichtigem      Bildern und Texten finden

  unterscheiden

- Gedanken ordnen und damit       ZB vorgegebene Bildfolgen und

  Möglichkeiten des Textaufbaues  Textteile ordnen und ergänzen;

  erkennen und finden             Anfang, Höhepunkt, Abschluß von

                                  Texten erkennen und formulieren

- Gedanken möglichst klar, genau  Im Bereich des Wortschatzes und

  anschaulich und folgerichtig    der Satzstrukturen immer

  ausdrücken                      situationsbezogen formulieren:

                                  treffende Wörter; Aufforderungen,

                                  Ausrufe, Fragen; Anrede-,

                                  Einleitungs- und Schlußformel in

                                  Briefen; Verwenden der wörtlichen

                                  Rede

- Texte zu einer                  Texte zu einem gemeinsamen

  Erfahrungsgrundlage gemeinsam   Erlebnis, zu einem Bild und

  erarbeiten                      ähnliches in kleinen Gruppen oder

                                  mit der Klasse erarbeiten

- einfache schriftliche Muster    Einfache Formulare, Tabellen

  funktionsgerecht anwenden       und ähnliches ausfüllen;

                                  Adressen, Listen und ähnliches

                                  schreiben

Texte verfassen:

- vor allem, um andere zu         ZB durch eigene Erlebnisse, Träume;

  unterhalten oder Anteil         durch einfache Geschichten zu

  nehmen zu lassen                vorgegebenen oder selbstgefertigten

                                  Bildern, zu Reizwörtern, zu einem

                                  Erzählkern; durch Weitererzählen

                                  begonnener Geschichten; durch

                                  Sprechblasentexte, erfundene

                                  Geschichten, lustige Verse, Briefe,

                                  Karten

- vor allem, um andere zu         ZB durch einfache Beschreibung,

  informieren                     durch Anleitungen; Einladungen,

                                  Ankündigungen; Aufgabenpläne,

                                  Verlustanzeigen; durch Briefe und

                                  Karten

- vor allem, um an andere (um     ZB durch Einladungen, einfache

  eventuell auch an sich selbst)  Werbetexte in Prospekt-, Plakat-,

  zu appellieren                  Schildform und ähnliches, Ge- und

                                  Verbote

- vor allem, um etwas für sich    ZB (telefonische) Mitteilungen,

  zu notieren                     Einkaufswaren, Kochrezepte; kurze

                                  Sachtexte, Liedtexte

Rechtschreiben/Pravopis

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, dass die Schüler:

  • Strichaufzählung
    einen allgemein gebrauchten, aber begrenzten Schreibwortschatz gründlich geübt haben und möglichst sicher beherrschen;
  • Strichaufzählung
    einige grundlegende Phänomene und Probleme der Rechtschreibung kennen, zB die Fälle der Großschreibung, der Interpunktion sowie der Bezeichnung von Vokallänge und Vokalkürze;
  • Strichaufzählung
    zunehmend selbstständig Schreibstrategien anwenden können;
  • Strichaufzählung
    sich aus dem gesicherten Schreibwortschatz die Schreibung anderer Wortformen bzw. anderer Wörter erschließen und Regelmäßigkeiten bewusst machen; daraus erarbeitete einfache Regeln formulieren und anwenden.

Motivation                         Das Bemühen um normgerechtes

                                     Schreiben erhalten und festigen

Erarbeitung und Sicherung eines

begrenzten Wortschatzes

- Auswahl des Wortschatzes         Wörter, deren Bedeutung bereits

                                     erfasst wurde, nach folgenden

                                     Kriterien auswählen: aktiver

                                     Wortschatz, Häufigkeit,

                                     exemplarischer Wert auch im

                                     Hinblick auf Analogie- und

                                     Regelbildungen

- Wörter durchgliedern             Wörter akustisch, optisch und

                                     sprechmotorisch durchgliedern

                                   Entsprechungen,

                                     Teilentsprechungen und

                                     Nichtentsprechungen zwischen

                                     Lautung und Schreibung

                                     entdecken

                                   In verschiedenen Wörtern gleiche

                                     Schreibungen feststellen

- Wortschreibungen festigen        Wörter, Wortgruppen und Sätze mit

                                     zunehmender Sprachbewusstheit

                                     schreiben

                                   Den erarbeiteten Wortschatz in

                                     verschiedenen sprachlichen

                                     Zusammenhängen anwenden

Von rechtschreibmäßig gesicherten  Wortzusammensetzungen

Wörtern zur Schreibung anderer     Wortableitungen

Wortformen bzw. anderer Wörter     Analogien

gelangen                           Einfache Wortfamilien; der

                                     Wortstamm als Hilfe

Besonderheiten der

Rechtschreibung:

- Großschreibung                   Festigung der Großschreibung von

                                     Namenwörtern im Deutschen bzw.

                                     von Eigennamen im Slowenischen,

                                     des ersten Wortes einer

                                     Überschrift in beiden Sprachen

                                   Großschreibung des

                                     Anredefürwortes „Sie” und des

                                     entsprechenden

                                     besitzanzeigenden Fürwortes

                                     „Ihr” sowie deren Ableitungen

                                     im Deutschen

- Bezeichnung der Vokallänge       Wörter mit bezeichneter und nicht

                                     bezeichneter Vokallänge sammeln

                                     und üben (zB Saal; nahm; kam -

                                     keine Gegenüberstellungen!)

- Bezeichnung der Vokalkürze       Wörter mit bezeichneter und nicht

                                     bezeichneter Vokalkürze sammeln

                                     und üben

                                   Im Slowenischen Wörter mit

                                     Zentralvokal („Halblaut”)

                                     sammeln und ordnen

- Häufungen von                    Wörter üben, bei denen eine

  aufeinanderfolgenden               Häufung von

  Konsonantenzeichen                 aufeinanderfolgenden

                                     Mitlautzeichen auftritt (zB

                                     pflegen, pflücken/prst,

                                     odpreti; empfangen;

                                     Schlusssatz, Krepppapier)

- Konsonantenverbindungen und      Im Slowenischen ist das „j” in

  -zeichen                           den Konsonantenverbindungen lj

                                     und nj auch dann zu schreiben,

                                     wenn es nicht ausgesprochen

                                     wird

                                   Die Schreibung der Buchstaben l

                                     und v (Gebrauch der

                                     Selbstlautprobe: nov - nova,

                                     stol - stoli usw.),

                                     der stimmhaften und stimmlosen

                                     Konsonanten und den Gebrauch

                                     der Vorwörter s-z und k-h üben

- Trennung                         Zusammengesetzte Wörter in

                                     einzelne Wörter trennen

                                   Wörter des Schreibwortschatzes

                                     nach Sprechsilben trennen

                                     (razzlogovanje), zB Ap=fel,

                                     Wes=pe, ras=ten

                                   Keine Trennung von „ck” im

                                     Deutschen, zB Zu=cker

- Interpunktion                    Sichere Anwendung der

                                     Satzschlusszeichen Punkt,

                                     Fragezeichen und Rufzeichen in

                                     einfachen Fällen

                                   Einfache Fälle der

                                     Beistrichsetzung zB in

                                     Aufzählungen

                                   Zeichen bei der einfachsten Form

                                     der wörtlichen Rede (zB Eva

                                     fragt: „________?”)

Hilfen für das Rechtschreiben      Erworbenes Rechtschreibwissen

                                     zunehmend anwenden

                                   Wörter alphabetisch ordnen, auch

                                     nach dem zweiten Buchstaben

                                   Übungen im Gebrauch des

                                     Wörterbuches

                                   Das Wörterbuch als zuverlässige

                                     Rechtschreibhilfe nutzen

                                     lernen

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler:

  • Strichaufzählung
    Satzglieder durch die Verschiebeprobe ermitteln können;
  • Strichaufzählung
    Wortarten unterscheiden und sowohl mit der deutschen als auch slowenischen Fachbezeichnung benennen können;
  • Strichaufzählung
    erste Einsichten in Wortbildung und Wortbedeutung gewinnen.

Ersten Einblick in Funktion und Bau von Sätzen gewinnen:

- Der Satz als Sinneinheit        Sinnvolles Ergänzen von

                                  Satzfragmenten

                                  Unsinnige Sätze richtigstellen

                                  Durch die Betonung verschiedener

                                  Wörter den Sinn eines Satzes etwas

                                  ändern

- Satzarten unterscheiden         Sätze nach ihren Leistungen

                                  unterscheiden; aussagen, fragen,

                                  auffordern, ausrufen (in konkreten

                                  Situationen erproben)

                                  Den Satz in gleichen Wortfolgen mit

                                  verschiedener Intonation sprechen

                                  Die entsprechenden

                                  Satzschlußzeichen anwenden

- Satzglieder als umstellbare     Umstellung erproben und dabei

  Elemente erkennen               Unterschiede hinsichtlich Bedeutung

                                  oder Wirkung angeben

                                  („zerschnittene” Sätze)

Die wichtigsten Wortarten kennen:

- Zeitwörter als Wörter zur       ZB Tätigkeiten ausführen und

  Benennung von Tätigkeiten,      benennen

  Vorgängen und Zuständen         Zu bestimmten Sachbereichen

                                  Tätigkeiten finden

                                  Hinführen zu den Zeitstufen -

                                  Gegenwärtiges, Vergangenes,

                                  Zukünftiges - in möglichst

                                  natürlichen Situationen

- Namenwörter als Wörter zur      Wortreihen aus verschiedensten

  Benennung von Menschen,         Sachbereichen zusammenstellen

  Tieren, Pflanzen, Dingen,       (Benennung von Tieren, Pflanzen

  Gedanken und Vorstellungen      und Dingen)

                                  Abstraktes mit Namenwörtern

                                  bezeichnen, zB Freude, Angst, Glück

                                  Namenwörter nach Einzahl, Mehrzahl

                                  und im Slowenischen auch nach der

                                  Zweizahl unterscheiden und ordnen

                                  Namenwörter in die Einzahl,

                                  Mehrzahl und im Slowenischen auch

                                  in die Zweizahl setzen

- Artikel als mögliche Begleiter  Namenwörter nach dem Artikel

  des Namenwortes                 ordnen

                                  Namenwörter im Slowenischen nach

                                  der Endung ordnen

- Eigenschaftswörter zur          Eigenschaftswörter als Mittel zur

  Kennzeichnung von               genaueren Beschreibung von

  Eigenschaften                   Eigenschaften, von Lebewesen und

                                  Dingen

                                  Zu Namenwörtern inhaltlich passende

                                  Eigenschaftswörter suchen

Einblick in Wortbildung und Wortbedeutung:

- Zusammensetzen von Wörtern      Einfache Zusammensetzungen aus

                                  Namenwörtern bilden

                                  Genauere Bezeichnungen durch

                                  Zusammensetzen von Wörtern finden

                                  (zB Tiergarten, hellgelb,

                                  fingerbreit)

                                  Unterschiede der

                                  Wortzusammensetzung im Deutschen

                                  und Slowenischen beachten

                                  Vorsicht bei wortwörtlichen

                                  Übersetzungen (zB zivalski

                                  vrt - Tiergarten)

- Sammelnamen                     Zusammenfassen von Personen,

                                  Speisen, Pflanzen, Tieren und

                                  Gegenständen durch Sammelnamen

- Wortfamilien                    Zu einem Wortstamm gehörende Wörter

                                  sammeln, ihre Bedeutung besprechen

Elementarer Spracherwerb

Für jene Schüler, die ohne Kenntnisse bzw. mit geringen Kenntnissen der slowenischen Sprache in der Grundschule zum zweisprachigen Unterricht bzw. zum Slowenischunterricht angemeldet werden, sind zunächst folgende Grundleistungen zu sichern.

Im Sinne des elementaren Spracherwerbs sind

  • Strichaufzählung
    die Schüler zu befähigen, möglichst bald dem Unterricht folgen zu können;
  • Strichaufzählung
    die Kommunikationsfähigkeit anzubahnen und
  • Strichaufzählung
    die Motivation zur Beschäftigung mit der slowenischen Sprache grundzulegen und zu vertiefen.
Diese Zielsetzungen stehen in engem Zusammenhang und beeinflussen einander. Der Lehrplanteil „Elementarer Spracherwerb” soll - unterstützend - die Begegnung mit der zweiten Sprache in einer lustbetonten und zwanglosen Atmosphäre herbeiführen, die Freude der Kinder am Erlernen der Zweitsprache wecken und somit im allgemeinen eine positive Haltung gegenüber der anderen Sprache aufbauen.
Sprachliche Kommunikation muß als konkrete Tätigkeit anhand von Themen, Situationen und Aktivitäten (Lieder, Rätsel, Reime, Spiele ...) erfahren werden, die auf die unmittelbaren Interessen des Kindes Bezug nehmen. Denn für das Kind ist es unnatürlich und schwierig, Sprache von ihrem Verwendungszweck zu trennen.
Wie der Deutsch- und Slowenischunterricht soll auch der Abschnitt „Elementarer Spracherwerb” die Schüler in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zur zwischenmenschlichen Verständigung im mündlichen (und schriftlichen) Bereich fördern.
Da der Erwerb einer weiteren Sprache ein den Menschen in seiner Gesamtheit bewegender Prozeß ist und Kommunikation immer soziales Verhalten einschließt, ist das bewußt geplante Lernen von kooperativen Verhaltensweisen unabdingbar. Darüber hinaus soll eine offene, aufgeschlossene Haltung der Volksgruppe gegenüber angestrebt werden.

ZIELE IM BEREICH DER FERTIGKEITEN:

Elementarer Spracherwerb soll den Aufbau von Hörverstehen und mündlicher Kommunikationsfähigkeit zum Schwerpunkt haben. Leseverstehen und Schreiben als eigenständige Fertigkeiten sind im jeweiligen Unterrichtsgegenstand zu vermitteln. Das Schriftbild kann jedoch lernunterstützend eingesetzt werden, sobald das Klangbild abgesichert ist.

Durch Ausnützen natürlicher Kommunikationssituationen in der Klasse sollen die Schüler lernen, sprachlich zu handeln und die Unterrichtsarbeit mitzugestalten (zB Vorschläge machen, Wünsche vorbringen, Nichtverstehen äußern, um Wiederholung bitten usw.).

Weiters sollen die Schüler auf Alltagssituationen vorbereitet werden, die sich aus den Unterrichtsthemen ergeben.

Hörverstehen:

Die Schüler sollen möglichst bald in der Lage sein,

  • Strichaufzählung
    die Anweisungen und Anleitungen des Lehrers zu verstehen;
  • Strichaufzählung
    einfache Äußerungen im Rahmen der erarbeiteten Gesprächsstoffe zu erfassen sowie
  • Strichaufzählung
    dem Unterricht in Slowenisch zu folgen.

Sprechfertigkeit:

Die Schüler sollen möglichst bald in der Lage sein, spontan und in einfachster Form

  • Strichaufzählung
    Kontakte mit Lehrern und Mitschülern aufzunehmen, Informationen zu geben und einzuholen, Gefühle und Wünsche zum Ausdruck zu bringen,
  • Strichaufzählung
    einfache Gespräche zu führen sowie
  • Strichaufzählung
    am Unterricht aktiv teilzunehmen.

LEHRSTOFF:

Ausgehend von Unterrichtssituationen und einfachen Alltagssituationen, die sich aus den verschiedenen Themen ergeben, soll der Schüler lernen, sprachliche Äußerungen anderer zu verstehen, und ermutigt werden, eigene Sprechabsichten mit einfachsten Mitteln zu verwirklichen.

Hörverstehen und Sprechfertigkeit müssen sich vorerst am Unterrichtsgeschehen orientieren (Anweisungen, Anleitungen, Fragen zum Unterricht usw.). In weiterer Folge können sie im Rahmen der im Lehrplan vorgesehenen Erfahrungs- und Lernbereiche realisiert werden:

Unterricht, Klassenzimmer, Schulsachen; Familie und Freunde, Alltag zu Hause, Feste; Einkaufen; Arbeit und Freizeit; Essen und Trinken; Kleidung; Zeit; Wetter; Reisen; Tiere u.ä.

Sprechabsichten:

Kontakte aufnehmen                Grüßen

                                    Dobro jutro!/Dober dan!/Dober

                                    vecer!

                                  Sich verabschieden

                                    Srecno!/Lahko noc!

                                  Sich vorstellen

                                    Jaz sem...

                                  Andere vorstellen

                                    To je ...

                                  Befinden erfragen

                                    Kako ti (vam) gre?

                                  Über ein Befinden Auskunft geben

                                    Dobro!/Slabo!

                                  Sich entschuldigen

                                    Oprosti!/Oprostite!

Handlungen anbahnen bzw.          Um Hilfe bitten

veranlassen                         Prosim, pomagaj!

                                  Hilfe anbieten

                                    Lahko pomagam?

                                  Jemanden ersuchen, etwas zu tun

                                    Prosim, daj mi ...

                                      pokazi mi ...

                                      prinesi mi ...

Informationen einholen und geben  Identifizieren eines bestimmten

                                  Gegenstandes

                                    Kaj je to?

                                  Bedeutung, Schreibweise und

                                  Aussprache eines slowenischen

                                  Wortes erfragen

                                    Kaj je ... po slovensko?

                                    Kako to pisem?

                                    Kako naj to povem?

                                    Ali je to prav?

                                    Ali so napake?

                                  Angaben über sich und andere machen

                                    Jaz sem ..

                                    Star (stara) sem ...

                                    To je moj (moja, moje) ...

                                    Imam ...

                                    Doma sem v,na,pri ...

                                  Angaben über Namen, Alter usw. vom

                                  Partner oder über eine dritte

                                  Person erfragen

                                    Kdo si?/Kdo je to?/Kaj delas

                                    (dela ...)?

                                    Ali imas ...?

                                    Koliko si star (stara)?

                                  Sagen, daß man etwas nicht weiß

                                    Ne vem!

                                  Fragen bzw. feststellen, wo sich

                                    etwas befindet

                                  Kje je ...?

                                  ... v/na/pri ...

                                  Zeitangaben erfragen und

                                  Zeitangaben machen

                                    Koliko je ura?/Kdaj ...?

                                    ob .../zjutraj/opoldne/

                                    zvecer ...

                                  Angaben über Tätigkeiten erfragen

                                  bzw. machen

                                    Kaj delas?

                                    Pisem ...

                                  Fragen nach der Menge/dem Preis

                                    Koliko je ...?

                                    Koliko stane ...?

                                  Sagen, daß man etwas nicht

                                  versteht, um Wiederholung ersuchen

                                    Ne razumem!

                                    Se enkrat, prosim!

Stellungnahmen abgeben            Zustimmung bzw. Ablehnung äußern

                                    Dobro!/To ni dobro!

                                    Ja, prosim!

                                    Ne, hvala!

                                  Etwas verneinen

                                    Nimam!

                                    Nocem.

                                  Um Erlaubnis bitten und darauf

                                  reagieren

                                    Ali smem ...?

                                  Anerkennung äußern

                                    Lepo! Zelo lepo!

                                    Dobro! Prav dobro!

Wünsche und Gefühle ausdrücken    Gefallen und Mißfallen äußern

bzw. erfragen                       Rad (rada) imam ...

                                    Nimam rad (rada) ...

                                  Wünsche äußern und danach fragen

                                    Zelim ...

                                    Prosim, ...!

                                    Prosim, kaj drugega!

                                  Sich bedanken

                                    Hvala!

Äußerungen anderer verstehen:

Anweisungen verstehen             Anweisungen für Tätigkeiten am

                                  eigenen Platz verstehen und darauf

                                  reagieren

                                    Vstani! Pospravi! Sedi!

                                    Vzemi zvezek (knjigo)!

                                    Pokazi (pokazite)!

                                    Pozdravi (pozdravite)!

                                    Ponovi!

                                    Preberi!

                                  Allgemeine Anweisungen für den

                                  Arbeitsrahmen sowie Ermahnungen

                                  verstehen und darauf reagieren

                                    Tiho! Glasneje! Dvigni roko!

                                    Pridi k tabli! Pomagaj! Pazi!

                                    Polusaj! Pocasi, prosim!

                                    Povej!

                                    Vsi skupaj! Delajte v

                                    skupinah!

                                    Po dva, tri ...

                                  Allgemeine Anweisungen zur

                                  Klassenordnung verstehen und darauf

                                  reagieren

                                    Odpri duri (vrata)! Zapri duri

                                    (vrata)! Zapri okno! Odpri okno!

                                    Ugasni luc! Prizgi luc!

                                    Razdeli zvezke! Poberi liste!

                                    Daj odpadke v kos! Daj stol na

                                    mizo! Umij si roke! Zbrisi tablo!

Fragen verstehen                  Kdo manjka?

Kdo nima domace naloge?

Kdo zna? Kdo ne ve?

Ste razumeli?/Kdo se ni gotov?

Kdo si upa? Kdo hoce ...?

Ali si popravil (popravila)?

Wortschatz:

Die Unterrichtsarbeit hat sich an einem Grundwortschatz zu orientieren, der nach den Kriterien der Themenbezogenheit, des leicht Erlernbaren sowie unter Berücksichtigung des für den Aufbau mündlicher Kommunikationsfähigkeit notwendigen Zeitaufwandes festzulegen ist. Die Erweiterung des Wortschatzes erfolgt im zweisprachigen Unterricht bzw. Slowenischunterricht.

Sprachbetrachtung:

Redemittel werden im Lehrplanabschnitt „Elementarer Spracherwerb” ganzheitlich erfahren und erlebt. Von einer Vorgabe grammatikalischer Regeln ist abzusehen.

Aussprache:

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der beiden Fertigkeiten Hörverstehen und Sprechen sind die Schulung des Gehörs und die Pflege der Aussprache. „Elementarer Spracherwerb” soll der intensiven Ausspracheschulung dienen, wobei auf die individuellen Schwierigkeiten einzugehen ist. Geeignete Übungsformen sind das Vor- und Nachsprechen mit Berücksichtigung der für das Slowenische charakteristischen Laute, Übungen zur Lautunterscheidung, soweit der vorgesehene Wortschatz dies erlaubt, sowie einfache Reime, Sprüche und rhythmische Sprechübungen.

Didaktische Grundsätze:

Sprechen/Ustno sporocanje

Ausgangspunkt für sprachliches Lernen sowie für eine gezielte Förderung der kindlichen Sprachentwicklung in der Grundschule sind die individuellen sprachlichen Vorerfahrungen der Kinder. Schulanfänger weisen in bezug auf Sprechen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen auf. Diesen ist beim elementaren Spracherwerb durch differenzierte Lernangebote vor allem im kommunikativen Bereich gerecht zu werden. In allen sprachlichen Lernsituationen ist es erforderlich, das Vertrauen des Kindes in seine eigene Sprechfähigkeit zu wecken bzw. zu stärken. Um sprachliche Hemmungen zu vermeiden bzw. abzubauen, soll das Hinführen zu den Formen der Standardsprache keinesfalls unter Leistungsdruck erfolgen. Vielfältige Anregungen zum Sprechen sowie eine behutsame Anleitung zum richtigen Sprachgebrauch werden die Sprechfähigkeit der Kinder erweitern.

Gespräch:

Das Gespräch ist eine Hochform des Sprechens. Es stellt hohe Ansprüche an alle Teilnehmer und setzt daher die Schaffung eines entsprechenden Gesprächsklimas voraus. Dies erfolgt durch:

grundsätzliches Akzeptieren und Ermutigen von Äußerungen der Schüler in ihrer Herkunftssprache; Maßnahmen zur ausgewogenen Gesprächsbeteiligung aller Kinder; aktives Zuhören des Lehrers und Verringerung seines Sprechanteiles zugunsten der Kinder. Bei allen Formen der mündlichen Kommunikation muß durch günstige äußere Bedingungen (Sitzordnung, Gruppenbildung ua. mehr) ein entsprechender Kontakt der Schüler untereinander gewährleistet sein.

Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit):

Sprachübung gründet auf dem Sprachkönnen, das der Schüler in seiner Familie und seiner sprachlichen Umwelt erworben hat. Der Übergang von der Mundart oder der regionalen Umgangssprache zur Standardsprache soll sich ohne Bruch vollziehen. Für die Erweiterung der kindlichen Sprachfähigkeit ist es wichtig, daß Gesprächsthemen aus der Erfahrungswelt und dem Interessenbereich der Kinder entnommen werden. Jede Abwertung der Herkunftssprache der Kinder ist im Sinne des interkulturellen Lernens unbedingt zu vermeiden. Die slowenische Sprache soll in zweisprachig geführten Klassen auch in Form von gemeinsam erarbeiteten Bezeichnungen bzw. Aufschriften optisch präsent sein. Für die Entwicklung ihrer Sprachfähigkeit brauchen die meisten Schüler gezielte Sprachübungen, jedoch sollten mechanisierende Übungsformen möglichst vermieden werden.

Grundlegende Bedeutung kommt auch der Lehrersprache zu. Beim Sprechen wird der Lehrer beachten, daß seine Sprechmuster einerseits die kindliche Sprachentwicklung anregen, andererseits aber die sprachlichen Äußerungen des Lehrers von den Kindern verstanden werden müssen.

Lesen/Branje

Erstlesen:

Schulanfänger weisen in bezug auf den Teilbereich Lesen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen auf. Diesen hat der Leseunterricht durch differenzierte Lernangebote gerecht zu werden. Jedenfalls ist dem Erwerb der für das Lesenlernen im engeren Sinn erforderlichen Grundleistungen durch jeden einzelnen Schüler besondere Beachtung zu schenken, dh. erst wenn der einzelne Schüler (Schülergruppe) die für das Lesenlernen erforderlichen Voraussetzungen erreicht hat, ist mit dem Erstleseunterricht (Leselehrgang) zu beginnen. Erstleseunterricht hat sowohl den Erwerb dieser Grundlagen als auch das Lesenlernen im engeren Sinn in geeigneten Lernsituationen und durch entsprechende Lehrmittel zu ermöglichen. Dem Kind ist ausreichend Lernzeit zur Verfügung zu stellen und dem Selbstentdecken genügend Raum zu geben.

Übungen zur Steigerung der Lesefähigkeit und Lesefertigkeit in beiden Sprachen sollen abwechslungsreich sein und so lebendig wie möglich in den Unterricht eingebaut werden. Sinnerfassung und Lesevergnügen sollen den Unterricht von Anfang an leiten, wobei auch ganzheitliches („naives”, „erratendes”) Lesen zum Tragen kommt (zB Lesen von Kinderreimen, die die Kinder auswendig können; Namenskärtchen der Kinder, Aufschriften, Plakate, Ge- und Verbotstafeln).

Weiterführendes Lesen:

Da das Lesenlernen sehr individuell erfolgt, wird der Übergang vom Erstleseunterricht zum weiterführenden Leseunterricht für die einzelnen Kinder zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden. Deshalb werden einerseits die Übungen zur Steigerung der Lesefertigkeit bis zum Ende der Grundstufe römisch eins und darüber hinaus durchgeführt und andererseits die Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten für einzelne Kinder schon sehr frühzeitig ermöglicht.

Im Leseunterricht auf der Grundstufe römisch zwei sollen die Schüler zunehmend erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst und im Sinne des interkulturellen Lernens für die jeweils andere Sprachgruppe vertiefen können. Darüber hinaus sollte dem Schüler bewußt werden, daß der Leseunterricht dazu beiträgt, sich und andere zu informieren und zu unterhalten.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedenster Art in beiden Sprachen dient der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Pisanje (samo za osnovno stopnjo römisch eins):

In der Regel hat das Kind schon vor seinem Schuleintritt im Umgang mit Schreibmaterial Erfahrung gesammelt. Es darf aber nicht übersehen werden, daß die Schreibmuskulatur, der Stützapparat der Schreibhand, die Bewegungssteuerung und die Koordinationsfähigkeit des Schulanfängers für den Schreibunterricht nicht voll entwickelt sind und daß der jeweils erreichte Entwicklungsstand dieser Bereiche innerhalb einer Schulklasse oft erhebliche Unterschiede aufweist.

Daraus ergibt sich für den Erstschreibunterricht die Notwendigkeit einer gründlichen Vorschulung und Differenzierung. Durch sie soll der Schüler auf den eigentlichen Schreibvorgang sowie auf das Erfassen der Funktion der Schrift vorbereitet werden. Kinder mit ausgeprägter Linkshändigkeit dürfen nicht gezwungen werden, mit der rechten Hand zu schreiben. In Grenzfällen kann jedoch der Lehrer das Schreiben mit der rechten Hand behutsam anregen.

Alphabetisierung

Ausgehend von den unterschiedlichen sprachlichen Vorkenntnissen der Kinder, dem soziokulturellen Umfeld der Schule und dem Sprachmilieu in der Familie, kann die Alphabetisierung

  • Strichaufzählung
    in der Sprache, in der die Kinder die besseren Voraussetzungen mitbringen,
  • Strichaufzählung
    aber auch in beiden Sprachen, gleichzeitig oder zeitlich versetzt,
erfolgen.

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje

Der Lernbereich „Verfassen von Texten” geht von der Mitteilungsbereitschaft des Kindes und von dessen Bedürfnis aus, etwas schriftlich festzuhalten.

In diesem Lernbereich wirken unterschiedliche Teilleistungen unmittelbar ineinander, und zwar vor allem das Sprechen, das Schreiben und das Rechtschreiben. Das Verfassen von Texten stellt daher hohe Ansprüche an das Kind.

Da auch die Ausgangslage und der Lernverlauf der Schüler in diesem Teilbereich individuell sehr unterschiedlich sind, müssen die Anforderungen an Umfang und Selbständigkeit der Niederschriften und die Fördermaßnahmen im Unterricht entsprechend den schreibmotorischen (eventuell auch den rechtschreibmäßigen) Fähigkeiten, dem Wortschatz und dem Satzbau differenziert werden.

Keinesfalls dürfen Texte der Schüler auf der Grundstufe römisch eins hinsichtlich ihrer rechtschreibmäßigen Mängel eingeschätzt bzw. beurteilt werden. Vielmehr muß jede schriftliche Arbeit so organisiert werden, daß die Schüler während der Niederschrift bzw. vor der Abgabe im Zweifelsfall lexikale Lösungswege einschlagen können. Die unsicheren Schreibungen werden Gegenstand des nachfolgenden Rechtschreibunterrichts. Es können aber auch die Schüler auf der Grundstufe römisch eins zB dem Lehrer ihre eigenen Geschichten ansagen.

Der Lehrer hat geeignete Schreibgelegenheiten zu schaffen bzw. aufzugreifen.

Im Lernbereich „Verfassen von Texten” sollen sich die Schüler auf der Grundlage ihrer Mitteilungsbereitschaft und der erworbenen Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben schriftlich äußern, und zwar sowohl ichbezogen, zB über Erlebnisse, Beobachtungen, als auch partnerbezogen, zB in Wünschen, Fragen.

Auch auf der Grundstufe römisch zwei bildet die Mitteilungsbereitschaft der Kinder eine wesentliche Grundlage für das Lernen in diesem Teilbereich. Ihre Fähigkeit, etwas schriftlich auszudrücken, darzustellen bzw. anderen mitzuteilen, ist wegen der Abhängigkeit von den Teilleistungen vor allem im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben sehr unterschiedlich. Deshalb sind sowohl das eigentliche Verfassen von Texten wie dessen begleitende Übungen entsprechend den individuellen Lernerfordernissen zu differenzieren.

Entsprechend der Steigerung ihrer Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben sollen sich die Schüler in kontinuierlicher Fortführung der Arbeit auf der Grundstufe römisch eins selbständig und immer angemessener ich-, partner- und sachbezogen schriftlich äußern.

Rechtschreiben/Pravopis

Das Erlernen der Rechtschreibung ist ein komplexer Vorgang, der in engem Zusammenhang mit anderen Teilbereichen des Deutsch- bzw. Slowenischunterrichts steht:

Bevor die normgerechte Schreibung eines Wortes erworben wird, sollen die Schüler seine Bedeutung verstehen (Sprechen). Außerdem sollen sie die Lautbestandteile eines Wortes und ihre Abfolge wahrnehmen und den Schriftzeichen zuordnen können (Erstlesen). Schließlich müssen die Grundformen der Schrift erworben sein und die Schüler Geschriebenes auch lesen können (Schreiben, Lesen).

Der Rechtschreibunterricht legt schon auf der Grundstufe römisch eins großen Wert auf Üben und sicheres Beherrschen eines begrenzten Schreibwortschatzes, um eine bloß oberflächliche Aneignung möglichst vieler Wörter zu vermeiden.

Wörter sollen in verschiedenen Zusammensetzungen, in unterschiedlichen Textvarianten und in vielseitigen Lernsituationen geübt werden.

Für den Lernprozess sind

  • Strichaufzählung
    das Verstehen der Wortbedeutung,
  • Strichaufzählung
    das bewusste Wahrnehmen des Lautbestandes,
  • Strichaufzählung
    das Einprägen der normgerechten Schreibung sowie
  • Strichaufzählung
    das gründliche Einüben des Bewegungsablaufes wesentliche Komponenten.

Bloß eindimensionale Vermittlungsweisen können demnach diese Aufgabe nicht zufriedenstellend lösen.

Daneben sollen durch das Zusammenstellen gleichartiger Formen bestimmte Einzelphänomene der Rechtschreibung bewusst gemacht werden. Die Vermittlung der Interpunktion ist in engem Zusammenhang mit der Sprachbetrachtung zu sehen.

Auf der Grundstufe römisch zwei soll die gründliche Vermittlung eines begrenzten Schreibwortschatzes fortgesetzt werden. Durch vielseitige methodische Maßnahmen wird sich auf der Grundlage dieses Wortschatzes die Rechtschreibfähigkeit der Schüler in beiden Sprachen erweitern.

Das wiederholte Zusammenstellen gleichartiger Formen soll zu ersten Regelbildungen führen; diese sollen von den Schülern auch angewendet werden.

Die Vermittlung einer möglichst geläufigen Nachschlagetechnik führt in der Regel dazu, dass sich die Schüler an den Gebrauch des Wörterbuches als verlässliche Hilfe bei ihren Rechtschreibproblemen schneller und leichter gewöhnen. Diese Technik soll bei allen schriftlichen Arbeiten, zB bei der Überarbeitung von Diktaten, angewendet werden.

Die Verwendung des Wörterbuches ist auch bei den Schularbeiten zu ermöglichen.

Bei der Beurteilung von schriftlichen Leistungsfeststellungen, die nicht ausschließlich der Überprüfung von bestimmten Rechtschreibkenntnissen dienen, ist Paragraph 15, der Verordnung über die Leistungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Grundstufe römisch eins

Voraussetzung für das Gewinnen von Einsichten in Sprachstrukturen ist eine gewisse Sicherheit im Gebrauch der Sprache. Da zudem die Fähigkeit zur Abstraktion und Begriffsbildung bei den meisten Schülern der Grundstufe römisch eins noch auf konkrete Erfahrung angewiesen und daher begrenzt ist, kommt der Sprachbetrachtung geringere Bedeutung zu als der Erweiterung der Sprachfähigkeit.

Sprachbetrachtung ist überall dort besonders angebracht, wo es gelingt, die Freude am Spracherleben und am Umgang mit sprachlichen Elementen zu fördern. Dies schließt die Überbetonung grammatischer Begriffsbildung aus. Eigenheiten, Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der slowenischen und deutschen Sprache können sowohl interessante als auch kindgemäße Anstöße zu einer lustvollen Sprachbetrachtung bieten.

Grundstufe römisch zwei

Auch auf der Grundstufe römisch zwei ist die Voraussetzung für das Gewinnen von Einsichten in Sprachstrukturen eine gewisse Sicherheit im Gebrauch der Sprache.

Da sich die Fähigkeit der Schüler zu Abstraktion und Begriffsbildung erst auf der Grundstufe römisch zwei entsprechend entwickelt, bleibt Sprachbetrachtung mit Ausnahme der Beobachtung einiger leicht zu erfassender sprachlicher Erscheinungen der Unterrichtsarbeit dieser Grundstufe vorbehalten; aber auch hier ist das Lernziel nicht das Beherrschen einer vordergründigen Begrifflichkeit.

Sprachbetrachtung erfolgt möglichst im Rahmen solcher Unterrichtsformen, die Gespräche über Sprache ermöglichen und bei denen die Kinder Einsichten in Sprachstrukturen durch Entdecken, Ordnen und Vergleichen gewinnen. Dabei wird sowohl die gesprochene als auch die geschriebene Sprache zum Gegenstand der Betrachtung.

Fachbegriffe werden erst dann eingeführt, wenn die Schüler durch vielfältigen Umgang mit Sprachmaterial eine Sprachform in ihrer Funktion erkannt haben. Werden Fachbegriffe ohne entsprechende Einsicht, also zu früh, verwendet, bleiben sie leere Worthülsen. Zu einer ersten Benennung können auch Vorbegriffe herangezogen werden. Der Lehrer soll jedoch vermeiden, bei der Einführung dieser Bezeichnungen im Unterricht vordergründig inhaltliche Deutungen zu verwenden, die das grammatische Phänomen unzureichend oder irreführend beschreiben.

Elementarer Spracherwerb

Elementarer Spracherwerb ist im Sinne eines differenzierten Sprachunterrichts in „Deutsch, Slowenisch, Lesen, Schreiben”, „Deutsch, Slowenisch, Lesen” und „Slowenisch, Lesen” eine Art „Sprachlehrgang” des Slowenischen, der integrativ zu führen ist und keine zusätzliche Unterrichtsveranstaltung darstellt. Dabei hat der Lehrer bzw. die Lehrerin dafür Sorge zu tragen, daß die Kinder „dort abgeholt werden, wo sie sich sprachlich befinden”. Das heißt es sind vielfältige Anlässe für Sprechsituationen zu schaffen, die von den Kindern mit einfachsten sprachlichen Mitteln bewältigt werden können. Damit wird bereits von Anfang an Slowenisch als Zielsprache angestrebt und als Unterrichtssprache verwendet.

Schülerzentrierte Arbeitsformen:

Das Lehren einer weiteren Sprache wird nur dann erfolgreich vor sich gehen, wenn das Unterrichtsgeschehen nicht ausschließlich vom Lehrer dominiert wird. Es ist darauf zu achten, daß auf den vom Lehrer gesteuerten Aufbauunterricht schülerzentrierte Arbeitsformen folgen, um die Aktivität der Schüler sicherzustellen und die Sprechzeit zu erhöhen. Folgende schülerzentrierte Arbeitsformen bieten sich an:

Die Schüler arbeiten zu zweit, in kleinen Gruppen; alle Schüler bewegen sich gleichzeitig im Klassenzimmer, und jedes Kind führt mit verschiedenen Partnern einfache Gespräche. Schüler mit guten Slowenischkenntnissen können als Helfer (Sprechpartner) eingesetzt werden.

Medien:

Die Beachtung des Prinzips der Anschaulichkeit ist für den Lehrplanabschnitt „Elementarer Spracherwerb” besonders wichtig.

Als Medien kommen in Betracht: Gegenstände, Tuchtafelbilder, Tafelskizzen, Folien, Wandbilder, Wort- und Bildkarten, Kassetten, Spiele u. dgl. Darüber hinaus spielt das Verknüpfen von Sprechen und Handeln unter Einbeziehung von Gestik und Mimik eine wichtige Rolle. Die bereits erarbeiteten slowenischen Bezeichnungen bzw. Aufschriften im Klassenraum sind auch im Sprachlehrgang zu verwenden.

Fehler:

Die Korrektur von Fehlern beim Sprechen ist stets behutsam, aber konsequent durchzuführen, wobei der Lehrer die Rolle eines Helfers einnimmt. Es ist jedoch entscheidend, daß die Schüler in Transfersituationen spüren, daß sie auch frei agieren können, ohne daß Korrekturen durch den Lehrer vorgenommen werden, soweit nicht die Kommunikation beeinträchtigt wird.

Wiederholung:

Auf eine gezielte und ausreichende Wiederholung ist zu achten. Insbesondere muß darauf Bedacht genommen werden, daß der bisher gelernte Sprachschatz verwendet bzw. erweitert wird (Transfer).

„Elementarer Spracherwerb” ist Teil des täglichen Unterrichts, bis die Schüler befähigt sind, dem Unterricht in Slowenisch zu folgen.

Hörverstehen:

Der Schüler wird wesentlich mehr verstehen, als er sprachlich produzieren kann. Hörverstehen entwickelt sich durch das Verstehen der Äußerungen des Lehrers und jener Schüler, die über gute Slowenischkenntnisse verfügen. Es kann auch über Medien (Tonband/Kassetten) geschult werden.

Sprechen:

Die Sprechfertigkeit der Kinder wird anhand authentischer, altersgemäßer Minidialoge geschult, wobei die Verwendung der gesprochenen Sprache zu beachten ist. Die Schüler reproduzieren und variieren die Dialoge nach der Darbietung in Partnerarbeit.

Nicht das bloße auswendige Aufsagen von Minidialogen ist als Ziel anzustreben, sondern die Anbahnung der spontanen Verwendung der slowenischen Sprache in den für den Unterricht charakteristischen Situationen.

Es ist darauf zu achten, daß ein möglichst natürliches Sprechtempo eingehalten wird, das die Grundlage für eine gute Aussprache, Wortbildung und Intonation bildet.

Aussprache:

Die Schulung der Gehörs und die Pflege der Aussprache sind eine sehr wichtige Aufgabe des „Elementaren Spracherwerbs”. Die Schüler sollen lernen, die für das Slowenische charakteristischen Laute und Lautfolgen richtig zu hören und wiederzugeben.

Die unrichtige Artikulation von Phonemen kann zur Störung der Verständigung führen; insofern sind sinnunterscheidende Laute bzw. Lautoppositionen zu üben:

  • Strichaufzählung
    bei Vokalen:
    lang : kurz;
    eng : breit (immer lang)
    zB brat : brat; peti : peti
  • Strichaufzählung
    bei Konsonanten:
    stimmlos : stimmhaft
    zB polje : bolje; tam : dam; kos : gos; kosa : koza; sapa : zaba
Besondere Beachtung ist folgenden Lauten zu schenken:
z: stimmhaftes /s/, wie im Deutschen „Sonne”, „Rose”, oder
engl. „zero”
z: stimmhaftes /sch/, wie in „Genie”
s: stimmloses /s/, wie in „Gast”
s: stimmloses /sch/, wie in „Schüssel”
c: wie /z/, vergleiche „zehn”
c: wie in „tschechisch”

Zu beachten ist, daß die Schüler im Lehrplanteil „Elementarer Spracherwerb” vor allem durch Nachsprechen lernen sollen. Der Lehrer spricht im normalen Sprechtempo vor, die Schüler hören zu, beobachten die Mundstellung des Lehrers und sprechen nach. Eine gute Möglichkeit, Ausspracheschulung attraktiv zu gestalten, ergibt sich durch die Verwendung von kurzen Reimen, die eine größere Anzahl der zu übenden Laute enthalten. Auch das Zusammenstellen von Reimpaaren oder das Erfinden von Klangbildern bereitet den Schülern viel Spaß. Ergänzend dazu sind Rollenspiele (zB mit Handpuppen) zur Schulung der Sprachmelodie (Fragen, Verwunderung, Begeisterung usw.) nützlich; gleichzeitig werden die Schüler dadurch auf Kommunikationssituationen vorbereitet.

Lesen und Schreiben:

Der Lese- und Schreibunterricht bleibt dem Regelunterricht vorbehalten.

Wortschatz:

Der Wortschatz soll kontextuell (im Wortfeld, im sinnvollen Satz) dargeboten und geübt werden. Realia, Bildmaterial, Gestik und Mimik usw. unterstützen die Bedeutungsvermittlung.

Das Qualitative hat generell Vorrang vor dem Quantitativen. Es kommt nicht darauf an, möglichst viele Wörter zu vermitteln, sondern einen kleinen, sorgfältig ausgewählten Grundwortschatz zu erarbeiten, zu üben und im Unterricht vielfältig anzuwenden.

Übungsformen:

Dem Spielerischen und Musischen kommt auch im „Elementaren Spracherwerb” besondere Bedeutung zu. Reime, Lieder und Lernspiele sind äußerst wirkungsvolle Motivationsträger. Die aus dem zweisprachigen Unterricht bekannten Übungsformen sollen auch hier Anwendung finden.

Das Erleben der zweiten Sprache in Verbindung mit spielerischer Tätigkeit vermittelt den Kindern ein Erfolgsgefühl und fördert die Bereitschaft zu weiterem Spracherwerb.

Werden Äußerungsmuster nicht mit Hilfe von Spielen erarbeitet, bieten sich im „Elementaren Spracherwerb” Reihenübungen sowie Frage- und Antwortketten an. Die Übungen sind dem sprachlichen Niveau der Schüler anzupassen.

Slowenisch, Lesen - 4. Schulstufe

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Slowenischunterricht hat die Aufgabe, die Schüler - unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen - in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit und über Sprache zu fördern.

Im einzelnen geht es darum,

  • Strichaufzählung
    die individuelle Sprache des Kindes zur Standardsprache zu erweitern;
  • Strichaufzählung
    den richtigen Sprachgebrauch im mündlichen und schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen;
  • Strichaufzählung
    zum Lesen und zur Auseinandersetzung mit dem Gelesenen anzuregen;
  • Strichaufzählung
    einen kreativen Sprachgebrauch zu ermöglichen und zu fördern;
  • Strichaufzählung
    Grundeinsichten in Funktion und Struktur der slowenischen Sprache gewinnen zu lassen;
  • Strichaufzählung
    durch Vergleiche Ähnlichkeiten und Unterschiede von Sprachen aufzuzeigen und auf ihren kommunikativen Wert hinzuweisen;
  • Strichaufzählung
    das Verständnis für die slowenische Literatur unter Berücksichtigung des literarischen Schaffens der Kärntner Slowenen zu wecken;
  • Strichaufzählung
    Grundwissen über den Lebensraum und das Kulturgut der Kärntner Slowenen (Siedlungsgebiet, Geschichte, Namengut, Brauchtum, Liedgut und ähnliches) zu vermitteln;
  • Strichaufzählung
    Arbeits- und Lerntechniken zu vermitteln, die in zunehmendem Maß zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.
Der Unterrichtsgegenstand Slowenisch, Lesen gliedert sich in folgende Teilbereiche:
  • Strichaufzählung
    Sprechen/Ustno sporocanje
  • Strichaufzählung
    Lesen/Branje
  • Strichaufzählung
    Verfassen von Texten/Pisno sporocanje
  • Strichaufzählung
    Rechtschreiben/Pravopis
  • Strichaufzählung
    Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und die stoffliche Linienführung des Lehrplans, soll aber keinesfalls einer sinnvollen Vernetzung von Lernbereichen entgegenstehen und ermöglicht daher dem Lehrer einen kindgemäßen und sachgerechten Unterricht.

Sprechen/Ustno sporocanje:

Sprechen ist einer der wichtigsten Teilbereiche des Slowenischunterrichts, gliedert sich in fünf Aufgabenfelder (siehe Lehrstoff) und umfaßt grundlegende und langfristige Ziele. Wesentliche Aufgabe des Teilbereiches Sprechen ist es, die Bereitschaft und Fähigkeit der Schüler zur mündlichen Kommunikation zu erweitern und sie zu einem möglichst sicheren Gebrauch der Standardsprache zu führen.

Grundlage dafür sind möglichst natürliche Sprechsituationen.

Lesen/Branje:

Im Teilbereich Lesen sollen die Schüler erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst und für andere vertiefen sowie sich und andere informieren und unterhalten können.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedenster Art dient der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje:

Im Teilbereich Verfassen von Texten sollen sich die Schüler auf der Grundlage ihrer Mitteilungsbereitschaft und der erworbenen Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben zunehmend selbständig schriftlich äußern, und zwar sowohl ichbezogen zB über Erlebnisse, Beobachtungen, partnerbezogen zB Wünsche, Fragen, als auch sachbezogen.

Rechtschreiben/Pravopis:

Aufgabe des Rechtschreibunterrichts ist es, die Schüler zu normgerechtem Schreiben zu motivieren, grundlegende Rechtschreibkenntnisse zu vermitteln und in der Folge ihr Rechtschreibkönnen kontinuierlich zu erweitern, sie zum Erkennen und Anwenden einfacher Regeln zu führen und ihnen eine möglichst geläufige Nachschlagetechnik zu vermitteln.

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika:

Aufgabe der Sprachbetrachtung ist es, bereits erworbene Einsichten in Funktion und Struktur der slowenischen Sprache zu erweitern und begrifflich zu sichern.

Lehrstoff:

Sprechen/Ustno sporocanje

Als Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder gelten:

Erzählen, Informieren, Zuhören

  • Strichaufzählung
    sprachliche Ausdrucksformen bewußt einsetzen;
  • Strichaufzählung
    durch aufmerksames Zuhören Sachverhalte, Gedanken und die Lage anderer erfassen;
Situationsbezogenes Sprechen
  • Strichaufzählung
    verschiedenartige Situationen einschätzen und sprachlich angemessen bewältigen;
Gespräch
  • Strichaufzählung
    relativ selbständig partner-, sach- und problembezogene Gespräche in verschiedenen Formen führen;
  • Strichaufzählung
    Gesprächsregeln formulieren, begründen, beachten;
  • Strichaufzählung
    einfache Gesprächstechniken kennen und situationsgerecht anwenden;
  • Strichaufzählung
    in der Schule erworbene Sprech- und Sprachformen im Gespräch anwenden;
Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit)
  • Strichaufzählung
    den erworbenen Wortschatz erweitern und anwenden;
  • Strichaufzählung
    zunehmende Sicherheit im Gebrauch der Standardsprache erlangen;
Sprechübung (Deutliches Sprechen)
  • Strichaufzählung
    Sicherheit im ausdrucksvollen und lautrichtigen Sprechen gewinnen.
Erzählen, Informieren, Zuhören:

  In bewußter Gestaltungsabsicht  Beim Erzählen allmählich die eigene

  erzählen, andere unterhalten    Gestaltungsabsicht umsetzen

                                  (Höhepunkt gestalten, Spannung

                                  bewirken, Mitgefühl erwecken u.

                                  dgl.)

Andere informieren                Wesentliche Merkmale von

                                  Gegenständen, Tieren und Personen

                                  treffend beschreiben

                                  Sachinformationen weitergeben (zB

                                  von sachlichen Zusammenhängen mit

                                  Hilfe von Texten, Bildern,

                                  Tafelbildern, berichten)

                                  Arbeitsergebnisse zusammenfassen

                                  Eigene Gefühle, Gedanken und

                                  Wünsche anderen mitteilen

Aufmerksam zuhören                Sprachangeboten verschiedenster Art

                                  (auch Medien) über längere Zeit

                                  aufmerksam zuhören

                                  Wesentliches erfassen und möglichst

                                  genau wiedergeben

                                  Zu Gehörtem Stellung nehmen

                                  Feststellen, wodurch eine

                                  Darstellung gefällt, wodurch eine

                                  Erzählung lustig, traurig, spannend

                                  wirkt

Situationsbezogenes Sprechen:

Verschiedenartige                 Reale Handlungssituationen bzw. in

Sprechhandlungssituationen        Rollenspielen dargestellte

sprachlich allmählich sicher      Situationen sprachlich

bewältigen                        bewältigen:

                                  zB:

                                  - mit jemandem Kontakt aufnehmen

                                  - ermuntern, wünschen,

                                    richtigstellen, sich beschweren

                                  - einem anderen zustimmen, die

                                    Meinung eines anderen anerkennen

                                  - die eigene Meinung begründen und

                                    vertreten

Gespräch:

Weitergehende Schulung des        ZB durch verschiedene kommunikative

Zuhörens, Aufeinander-Hörens      Spiele; Zusammenfassen wesentlicher

und Verstehens                    Ergebnisse eines Gesprächs;

                                  Auswählen und Auswerten von

                                  Gesprächsbeiträgen unter bestimmten

                                  Gesichtspunkten

Wichtige Redeelemente für das     ZB Einleitung, Anknüpfung,

Gespräch                          Überleitung, Weiterführung,

                                  Zusammenfassung und ähnliches

Erweitern der Gesprächsregeln     Seine Meinung vertreten (nicht

und der Gesprächstechnik          sofort aufgeben)

                                  Seine Meinung ändern, wenn man

                                  überzeugt worden ist

                                  Sich Stichwort-Notizen machen

                                  Das Gespräch durch eigene

                                  Initiative voranbringen

                                  Die Klärung von Sachverhalten und

                                  Problemen anstreben (zB durch

                                  Vermutungen, Fragen, Erkundigungen,

                                  Argumente, Bestätigung und

                                  Widerspruch)

Beherrschen verschiedener         Auch längere Partner-, Gruppen- und

Gesprächsformen                   Kreisgespräche bzw. -diskussionen

                                  zu Sachthemen und -problemen aus

                                  dem Erfahrungs- und

                                  Interessenbereich der Kinder oder

                                  aus Sachbegegnungen in

                                  verschiedenen Lernbereichen führen

                                  Über den Gesprächsablauf (zB anhand

                                  einer Tonbandaufnahme) miteinander

                                  sprechen

                                  Die Gesprächsanlässe können sich

                                  spontan aus bestimmten Situationen

                                  ergeben oder angeregt werden

Sprachübung (Erweiterung der

Sprachfähigkeit):

Wortschatz erweitern und          Vorgänge und Handlungsabläufe

differenzieren                    treffend, folgerichtig und

                                  begrifflich klar darstellen

                                  Verschiedene Möglichkeiten der

                                  Wortbildung erproben

                                  Wortbedeutungen durch Vergleichen

                                  und Abgrenzen unterscheiden

Standardsprachliche Verwendung    Sicherung des normgerechten

einzelner Wortarten üben          Gebrauchs von Zeitwort, Namenwort

                                  und Eigenschaftswort

                                  Korrektur von Fehlformen

Standardsprachliche Satzmuster    Sichern von Satzmustern mit

üben und erweitern                komplexer Struktur, um Fehlformen

                                  vorzubeugen

Sprechen (Deutliches Sprechen):

Ausdrucksvoll sprechen            Übungen zum sicheren Gebrauch

                                  unterschiedlicher Mittel

                                  des ausdrucksvollen Sprechens

                                  (Lautstärke, Artikulation, Tempo,

                                  Pausen, Mimik, Gestik)

                                  Ausdrucksvolles Gestalten

                                  dialogischer Situationen

Deutlich sprechen                 Erhöhte Anforderungen bei der

                                  Schulung der Artikulation

                                  (Flüstersprache, größere Entfernung

                                  usw.)

                                  Sprechtechnische Übungen:

                                  Wortreihen und Texte schnell und

                                  deutlich sprechen

                                  Sicherung der Lautbildung und

                                  Übungen zur Lautunterscheidung

Texte nachgestaltend und          Durch Verändern von Texten

umgestaltend sprechen             spielerisch neue Lautgestalten

                                  bilden sowie durch

                                  unterschiedliches Sprechen von

                                  Texten verschiedene Stimmungen und

                                  Charakterzüge ausdrücken

Lesen/Branje

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler

  • Strichaufzählung
    ihr Lesen zunehmend an persönlichen Interessen orientieren;
  • Strichaufzählung
    altersgemäße Texte selbständig lesen und inhaltlich erschließen können;
  • Strichaufzählung
    durch die Auseinandersetzung mit Texten deren Absichten, Wirkungen u. dgl. erkennen können;
  • Strichaufzählung
    vorbereitete Texte sinngestaltend vorlesen können.

Förderung und Festigung guter     Möglichst oft zur

Lesegewohnheiten,                 Auseinandersetzung mit aktuellen,

individuelle Leseinteressen       altersgemäßen Texten anregen

ausweiten und bilden              Vielfältige altersgemäße Texte

                                  anbieten (Klassenbibliothek,

                                  Schulbibliothek)

                                  Die selbständige Textauswahl

                                  fördern (Bibliotheksbesuch,

                                  Bücheraustausch usw.)

Ausweitung der

Inhaltserschließung und des

Textverständnisses:

- Literarische Texte              Märchen, Sagen, Fabeln,

                                  Umweltgeschichten, Erzählungen,

                                  dialogische Texte usw. lesen, um

                                  sich zu unterhalten, um

                                  mitzuempfinden, um sich anregen zu

                                  lassen usw.

                                  Den Verlauf einer Handlung, eines

                                  Geschehens durch Erzählung, durch

                                  spielerische oder pantomimische

                                  Darstellung wiedergeben

- Gebrauchstexte                  Sachbücher, Nachschlagewerke, kurze

                                  Gebrauchstexte (zB Spielregeln,

                                  Anleitungen, Kochrezepte usw.)

                                  lesen, um sich zu informieren

                                  Informationen auswerten und

                                  anwenden

- sich mit Texten verschiedener   Verschiedene Texte zum gleichen

  Art selbständig                 Thema einander gegenüberstellen,

  auseinandersetzen               nach Unterschieden suchen

                                  An Texten (Werbetexten usw.)

                                  Absichten erkennen und besprechen

                                  Zu Texten in einfacher Form

                                  Stellung nehmen

Steigerung der Lesefertigkeit     Überschauendes Lesen in immer

                                  größeren Sinnschritten

                                  Lesen von Texten in verschiedenen

                                  räumlichen Anordnungen

                                  Lesen von Texten verschiedener

                                  Druckgrößen und Schriftarten

                                  (verschiedene Formen der

                                  Gemischtantiqua, lateinische

                                  Schreibschrift, Fraktur)

                                  Lautrichtiges, wortgetreues Lesen

                                  Lesen einfacher Texte mit

                                  zunehmender Steigerung der

                                  Leseflüssigkeit

                                  Lesen einfacher Texte in zunehmend

                                  steigendem Tempo

Vorbereitung und Übung            Vielfältiges Üben

textgerechten Vorlesens und       sinnentsprechenden und

Vortragens                        Lesens und Vortragens

                                  - Lesen und Vortragen von

                                    Gedichten, dialogischen Texten,

                                    Geschichten ua. mehr unter

                                    besonderer Beachtung der

                                    Sprechpausen und der

                                    Ausdrucksgestaltung

                                  - Auswendiglernen und Vortragen von

                                    Gedichten

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje

Als Schwerpunkte gelten:

  • Strichaufzählung
    eine anhaltende Freude am Verfassen von Texten entwickeln;
  • Strichaufzählung
    eigene Erlebnisse, Beobachtungen, Dialoge, Erfundenes und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    Mitteilungen, Aufforderungen, Wünsche, Hinweise, Anleitungen, Aufträge und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte in ganzen Sätzen und in Stichwörtern schreiben;
  • Strichaufzählung
    Einzelbilder und Bildfolgen schriftlich versprachlichen sowie Texte ergänzen und verändern;
  • Strichaufzählung
    Briefe, Grußkarten und ähnliches zu verschiedenen Anlässen schreiben;
  • Strichaufzählung
    Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes, Gefühltes und Gedachtes in eigenen Worten (ganze Sätze oder Stichworte) schriftlich wiedergeben.
Begleitende Übungen zum Verfassen von Texten:

- Wichtiges von weniger           ZB in Texten das Wichtigste

  Wichtigem bzw.                  unterstreichen; Stichworte und

  Unwichtigem unterscheiden       Sätze zu Gelesenem und Gehörtem

                                  aufschreiben

- Gedanken ordnen und damit       ZB vorgegebene Bildfolgen und

  Möglichkeiten des Textaufbaus   Textteile ordnen und ergänzen;

  erkennen und finden             Anfang, Abschluß, Höhepunkt von

                                  Texten erkennen und formulieren;

                                  sich die Reihenfolge und

                                  Verknüpfung von Sätzen bewußtmachen

                                  und diese beim eigenen Schreiben

                                  beachten

- Gedanken möglichst klar,        ZB Dinge, Tätigkeiten,

  genau, anschaulich und          Eigenschaften und Sachverhalte,

  folgerichtig sprachlich         Situationen usw. immer

  darstellen                      angemessener sprachlich darstellen;

                                  treffende Wörter finden,

                                  Begründungen formulieren, die

                                  entsprechenden Zeitformen wählen,

                                  die wörtliche Rede gezielt

                                  einsetzen

- Texte zu einer                  Texte zB zu einem gemeinsamen

  Erfahrungsgrundlage gemeinsam   Erlebnis, zu Bildern, zu einem

  erarbeiten                      sachunterrichtlichen Thema und

                                  ähnlichem in kleinen Gruppen oder

                                  im Klassengespräch erarbeiten

- schriftliche Muster             ZB Formulare, Erlagscheine und

  funktionsgerecht anwenden       ähnliches ausfüllen; Listen,

                                  Verzeichnisse und ähnliches

                                  schreiben; eine Kartei anlegen,

                                  etwa für die Klassenbücherei

Texte verfassen:                  Die Schüler sollen immer bewußter

                                  erkennen, daß die Art der Abfassung

                                  eines Textes von der vorwiegenden

                                  Schreibabsicht abhängt und davon,

                                  an wen sich der Text richtet

- vor allem, um andere zu         ZB durch das Erzählen von eigenen

  unterhalten oder Anteil nehmen  Erlebnissen, Träumen, Geschichten

  zu lassen                       zu vorgegebenen oder

                                  selbstgefertigten Bildern, zu einem

                                  Erzählkern; Anfang und Schluß zu

                                  Erzählungsfragmenten,

                                  Sprechblasentexte, erfundene

                                  Geschichten, lustige Collage von

                                  Wörtern und Sätzen, Geheimsprache,

                                  Witze, Dialoge; Briefe, Karten

- vor allem, um andere zu         ZB durch das Beschreiben von

  informieren                     Personen, Tieren, Gegenständen,

                                  Handlungsabläufen und

                                  Sachverhalten; durch das

                                  Nacherzählen einfacher Texte (auch

                                  mit verändertem Standpunkt), durch

                                  Gebrauchs- und Bastelanleitungen,

                                  Einladungen, Verkaufs-, Tausch- und

                                  Verlustanzeigen (mali oglasi

                                  „prodajam”, „zamenjam”,

                                  „izgubljeno”); durch Briefe und

                                  Karten zu verschiedenen Anlässen

- vor allem, um an andere         ZB durch Spielregeln, Einladungen,

  (und eventuell auch an sich     Programme, Werbetexte (in

  selbst) zu appellieren          Prospekt-, Plakat-, Schildform und

                                  ähnlichem), verschiedene Anzeigen;

                                  Flugblätter

- vor allem um etwas für sich     ZB Mitteilungen und Vormerkungen

  zu notieren                     aller Art, Kochrezepte,

                                  Wissenswertes, Sachtexte,

                                  Liedtexte; Erlebnisse in einem

                                  Tagebuch

Rechtschreiben/Pravopis

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler

  • Strichaufzählung
    einen allgemein gebrauchten, aber begrenzten Schreibwortschatz gründlich geübt haben und möglichst sicher beherrschen;
  • Strichaufzählung
    die Regeln der Rechtschreibung kennen, zB die Anwendung der Großschreibung, die Schreibung aufeinanderfolgender Mitlautzeichen; die gebräuchlichsten Fälle der Interpunktion;
  • Strichaufzählung
    sich aus dem gesicherten Schreibwortschatz die Schreibung anderer Wortformen bzw. anderer Wörter erschließen und Regelmäßigkeiten bewußtmachen; daraus erarbeitete einfache Regeln formulieren und anwenden.

Ständige Pflege der               Die Verantwortung für richtiges

Rechtschreibung                   Schreiben festigen; sich in

                                  Zweifelsfällen des Wörterbuches

                                  bedienen

Erarbeitung und Sicherung eines   Einen sorgfältig ausgewählten

begrenzten Wortschatzes           Bestand an Wörtern sicher schreiben

                                  und in verschiedenen Zusammenhängen

                                  anwenden (Auswahlkriterien:

                                  allgemeiner Sprachgebrauch,

                                  Häufigkeit, exemplarischen Wert im

                                  Hinblick auf spätere Ableitungen,

                                  Analogie- und Regelbildungen)

                                  Jedes Wort optisch erfassen,

                                  akustisch, sprechmotorisch und

                                  optisch durchgliedern und

                                  visuell-schreibmotorisch gut

                                  einüben

                                  Wörter, Wortgruppen, Sätze und

                                  Texte abschreiben und aufschreiben

Von rechtschreibmäßig             Wortzusammensetzungen,

gesicherten Wörtern zur           Wortableitungen, Analogien;

Schreibung anderer Wortformen     Wortfamilien; der Wortstamm als

bzw. anderer Wörter gelangen      Hilfe

Besonderheiten der Rechtschreibung:

- Großschreibung                  Anredefürwörter auf Grußkarten, in

                                  Briefen und ähnlichen schriftlichen

                                  Mitteilungen

                                  Das erste Wort einer wörtlichen

                                  Rede

- aufeinanderfolgende             Wörter rechtschreibmäßig sichern,

  Mitlautzeichen                  bei denen eine Häufung von

                                  aufeinanderfolgenden Mitlautzeichen

                                  auftritt („odpreti - odprl”,

                                  „knjiga”)

- Interpunktion                   Zeichen bei der wörtlichen Rede

Hilfen für das Rechtschreiben     Wörter alphabetisch ordnen, auch

                                  nach dem dritten (npr. milo, mis,

                                  miza) und nach dem vierten

                                  Buchstaben (npr. hlace, hladen,

                                  hlapec)

                                  Übungen zum Erwerb einer möglichst

                                  geläufigen Nachschlagetechnik im

                                  Wörterbuch

                                  Die Verwendung des Wörterbuches ist

                                  bei allen schriftlichen Arbeiten

                                  und auch bei den Schularbeiten zu

                                  ermöglichen

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler

  • Strichaufzählung
    Satzglieder durch die Verschiebeprobe ermitteln können;
  • Strichaufzählung
    Wortarten unterscheiden und mit der Fachbezeichnung benennen können;
  • Strichaufzählung
    Einsichten in Wortbildung und Wortbedeutung gewinnen.

Einsichten in Funktion und Bau

von Sätzen gewinnen:

- Die Stellung des Zeitwortes     Mit Satzgliedern spielerisch

  in verschiedenen Satzarten      umgehen (Satzstreifen)

                                  Entdecken, wo das Zeitwort steht

- Verfahren zur Ermittlung von    Sätze mit Hilfe der

  Satzgliedern (Verschiebe-,      Verschiebeprobe untersuchen

  Ersatz-, Weglaß- und            Information durch Austausch

  Erweiterungsprobe)              eines Satzgliedes oder durch

                                  Umstellung verändern

                                  Ausgebaute Sätze verkürzen

                                  Kurze Sätze durch Ergänzungen

                                  erweitern und die auf diese Weise

                                  veränderte Information besprechen

- Satzteile (Subjektsteil,        Ausgebaute Sätze bis auf den

  Prädikatsteil)                  Subjektsteil und Prädikatsteil

                                  verkürzen

                                  Zusätzliche Information durch

                                  Ergänzungen feststellen

Die wichtigsten Wortarten kennen:

- Zeitwörter                      Die wichtigsten sprachlichen

                                  Zeitformen einander

                                  gegenüberstellen, Formveränderungen

                                  besprechen

- Namenwörter                     Verschiedene Formen (Fälle) des

                                  Namenwortes in Texten entdecken

                                  Die sechs Fälle des Namenwortes

                                  erkennen

- Fürwörter als Stellvertreter    In Spielen und Gesprächen

  für Namenwörter                 Fürwörter durch Gesten ersetzen

                                  In Zeitwörtern implizierte

                                  Fürwörter erkennen (zB: hodim -

                                  jaz, vidi - on, ona, ono itd.)

- Eigenschaftswörter              Lebewesen und Dingen bestimmte

                                  Eigenschaften zuordnen

                                  Gleichheit und Unterschiede mit

                                  Hilfe von Eigenschaftswörtern

                                  feststellen Veranschaulichen der

                                  Vergleichsformen: osnovnik,

                                  primernik, preseznik

Einblick in Wortbildung und

Wortbedeutung:

- Zusammensetzen von Wörtern      Bilden zusammengesetzter Wörter aus

                                  verschiedenen Wortarten (npr.

                                  knjiga - vezati: knjigovez; dolg -

                                  cas; dolgcas)

- Vor und Nachsilben              Neue Wörter durch Nachsilben bzw.

                                  Vorsilben bilden

- Wortfamilien                    Zu einem Wortstamm gehörende Wörter

                                  sammeln und nach schon bekannten

                                  Wortarten ordnen

- Wortfelder                      Sinnverwandte Wörter sammeln

                                  Bedeutungsunterschiede beschreiben

Didaktische Grundsätze:

Sprechen/Ustno sporocanje

Auch auf der 4. Schulstufe bilden die individuellen sprachlichen Vorerfahrungen der Schüler den Ausgangspunkt für sprachliches Lernen. Den in bezug auf Sprechen unterschiedlichen Lernvoraussetzungen hat der Lehrplanabschnitt „Elementarer Spracherwerb” durch differenzierte Lernangebote gerecht zu werden. Dieser ist integrativ zu führen und stellt keine zusätzliche Unterrichtsveranstaltung dar. Dabei hat der Lehrer bzw. Lehrerin dafür Sorge zu tragen, daß die Kinder „dort abgeholt werden, wo sie sich befinden”. Das heißt es sind vielfältige Anlässe für Sprechsituationen zu schaffen, die von den Kindern mit einfachsten sprachlichen Mitteln bewältigt werden können.

Vielfältige Anregungen zum Sprechen sowie zur Verwendung der Standardsprache werden die Sprachfähigkeit der Schüler erweitern.

Dem Gespräch als Hochform des Sprechens ist auf der 4. Schulstufe besondere Aufmerksamkeit zu schenken, wobei das aktive Zuhören des Lehrers und die Verringerung seines Sprechanteils zugunsten der Schüler anzustreben ist.

Für die Erweiterung der Sprachfähigkeit ist es wichtig, daß Gesprächsthemen aus der Erfahrungswelt und dem Interessenbereich der Schüler entnommen werden. Die Verwendung der Standardsprache soll durch gezielte Sprachübungen gefestigt werden, jedoch sollten mechanisierende Übungsformen möglichst vermieden werden.

Lesen/Branje

Im Leseunterricht sollen die Schüler zunehmend erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst vertiefen können. Darüber hinaus sollte dem Schüler bewußt werden, daß auch der Leseunterricht dazu beiträgt, sich und andere zu unterhalten und zu informieren, zB über die slowenische Literatur unter besonderer Berücksichtigung des literarischen Schaffens der Kärntner Slowenen, über den Lebensraum und das Kulturgut der Kärntner Slowenen usw.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedenster Art dient der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Verfassen von Texten/Pisno sporocanje

Wie auf den ersten drei Schulstufen bildet die Mitteilungsbereitschaft der Schüler auch auf der 4. Schulstufe eine wesentliche Grundlage für das Lernen in diesem Teilbereich. Ihre Fähigkeit, etwas schriftlich auszudrücken, darzustellen bzw. anderen mitzuteilen, ist wegen der Abhängigkeit von den Teilleistungen vor allem im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben sehr unterschiedlich. Deshalb sind sowohl das eigentliche Verfassen von Texten wie dessen begleitende Übungen entsprechend den individuellen Lernerfordernissen zu differenzieren.

Entsprechend der Steigerung ihrer Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben sollen sich die Schüler selbständig und immer angemessener ich-, partner- und sachbezogen schriftlich äußern.

Rechtschreiben/Pravopis

Auf der 4. Schulstufe soll die gründliche Vermittlung eines begrenzten Schreibwortschatzes fortgesetzt werden. Durch vielseitige methodische Maßnahmen wird sich auf der Grundlage dieses Wortschatzes die Rechtschreibfähigkeit der Schüler erweitern.

Das wiederholte Zusammenstellen gleichartiger Formen soll zu weiteren und komplexeren Regelbildungen führen; diese sollen von den Schülern auch angewandt werden.

Die Vermittlung einer möglichst geläufigen Nachschlagetechnik führt in der Regel dazu, daß sich die Schüler an den Gebrauch des Wörterbuches als verläßliche Hilfe bei ihren Rechtschreibproblemen schneller und leichter gewöhnen.

Die Verwendung des Wörterbuches ist auch bei den Schularbeiten zu ermöglichen.

Bei der Beurteilung von schriftlichen Leistungsfeststellungen, die nicht ausschließlich der Überprüfung von bestimmten Rechtschreibkenntnissen dienen, ist Paragraph 15, der Verordnung über die Leistungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Sprachbetrachtung/Spoznavanje jezika

Eine gewisse Sicherheit im Gebrauch der Sprache ist auch auf der

  1. Ziffer 4
    Schulstufe die Voraussetzung für das Gewinnen von Einsichten in Sprachstrukturen.

Da sich die Fähigkeit der Schüler zu Abstraktion und Begriffsbildung erst auf der Grundstufe römisch zwei entsprechend entwickelt, bleibt Sprachbetrachtung mit Ausnahme der Beobachtung einiger leicht zu erfassender sprachlicher Erscheinungen insbesondere der Unterrichtsarbeit der 4. Schulstufe vorbehalten; aber auch hier ist das Lernziel nicht das Beherrschen einer vordergründigen Begrifflichkeit.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind zu sichern, wobei die Überbetonung grammatischen Begriffswissens zu vermeiden ist.

Schularbeiten

Sechs Schularbeiten im Schuljahr.

B. Volksschuloberstufe
(Fünfte bis achte Schulstufe)

Anlage 1 zur Verordnung über die Lehrpläne der Hauptschulen, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 134 aus 2000,, in der jeweils geltenden Fassung, sowie Anlage 4 dieser Verordnung finden sinngemäß Anwendung.

ACHTER TEIL
BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN

A. GRUNDSCHULE

Verkehrserziehung

Für die verbindliche Übung Verkehrserziehung gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, Siebenter Teil, mit der Maßgabe, daß dieser Unterricht gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache zu erteilen ist.

B. VOLKSSCHULOBERSTUFE

Berufsorientierung

Wie verbindliche Übung „Berufsorientierung” in Anlage B (Lehrplan der Hauptschule).

NEUNTER TEIL
BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE DER FREIGEGENSTÄNDE UND UNVERBINDLICHEN ÜBUNGEN

Für die Freigegenstände und unverbindlichen Übungen gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, Neunter Teil, mit der Maßgabe, daß dieser Unterricht auf den ersten drei Schulstufen gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten in annähernd gleichem Ausmaß in deutscher und slowenischer Sprache zu erteilen ist. Für die unverbindliche Übung „Lebende Fremdsprache” gelten die Bestimmungen des Achten Teils des jeweiligen Lehrplans der Volksschule. Für den Freigegenstand „Lebende Fremdsprache” in der Volksschuloberstufe gelten die Bestimmungen für den gleichen Pflichtgegenstand.

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2020

Gesetzesnummer

10009286

Dokumentnummer

NOR40027550

European Legislation Identifier (ELI)

https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1966/118/ANL1/NOR40027550

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