Rechtssatz für 14Os28/05g; 15Os101/05z; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119884

Geschäftszahl

14Os28/05g; 15Os101/05z; 15Os92/05a; 12Os105/05s; 15Os91/05d; 15Os136/05x; 14Os12/06f; 15Os55/06m; 13Os102/06h; 11Os23/07b; 11Os2/07i; 13Os72/07y; 13Os63/07z; 14Os73/07b; 12Os78/07y; 13Os101/08i; 13Os177/08s; 14Os170/08v; 13Os105/08b; 15Os120/09z; 13Os187/08m (13Os155/09g); 13Os108/09w; 15Os43/10b; 13Os87/09g; 11Os165/10i; 15Os43/12f; 11Os82/12m; 15Os53/13b; 15Os109/13p; 13Os58/13y; 15Os5/15x; 12Os7/16w; 12Os144/16t; 12Os8/17v; 12Os60/18t; 11Os78/18g; 12Os86/19t; 14Os23/20v; 11Os38/20b; 14Os74/21w; 12Os43/23z; 15Os72/23m; 13Os54/23z; 12Os86/24z; 14Os53/24m; 12Os142/24k; 13Os43/25k; 12Os32/26m

Entscheidungsdatum

28.04.2026

Norm

FinStrG §53 Abs1
StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10 A
  1. FinStrG Art. 1 § 53 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 53 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2025
  3. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 22.07.2023 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  4. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.2021 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  5. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.2021 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  6. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 23.07.2019 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  7. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.2011 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  8. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2007
  9. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  10. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  11. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.1995 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  12. FinStrG Art. 1 § 53 gültig von 01.01.1986 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 571/1985
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Wird die Verfügung des Erstgerichtes mit der Behauptung bekämpft, dem zur Anwendung gebrachten Obersatz mangle die erforderliche Tatsachengrundlage, wird kein Feststellungsmangel, sondern bloß eine verfehlte rechtliche Konsequenz, mit anderen Worten ein Rechtsfehler infolge fehlender Feststellungen geltend gemacht (WK-StPO Paragraph 281, Rz 605).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 28/05g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 28/05g
  • 15 Os 101/05z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2005 15 Os 101/05z
    Auch
  • 15 Os 92/05a
    Entscheidungstext OGH 13.10.2005 15 Os 92/05a
    Auch
  • 12 Os 105/05s
    Entscheidungstext OGH 17.11.2005 12 Os 105/05s
    Auch
  • 15 Os 91/05d
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 91/05d
    Vgl auch
  • 15 Os 136/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 136/05x
    Vgl auch
  • 14 Os 12/06f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2006 14 Os 12/06f
    Auch; Beisatz: Essentielles Erfordernis der prozessordnungsgemäßen Geltendmachung eines Mangels an Feststellungen ist die Darlegung, dass die getroffenen Urteilsannahmen für eine rechtliche Beurteilung des Geschehens als Straftat nicht ausreichen, während bei einem Feststellungsmangel unter Verweis auf konkrete Verfahrensergebnisse auszuführen ist, dass diese Beweise auf rechtlich erhebliche Umstände im Sinn eines tatbestandsmäßigen Verhaltens ausnahmsweise straflos lassenden oder die Anwendung eines anderen Strafgesetzes bedingenden Geschehens hingewiesen haben und dessen ungeachtet eine entsprechende klärende Konstatierung unterlassen wurde. Dabei darf allerdings eine vom erkennenden Gericht (positiv wie negativ) getroffene Feststellung nicht übergangen oder bestritten werden. (T1)
  • 15 Os 55/06m
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 15 Os 55/06m
    Vgl auch
  • 13 Os 102/06h
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 102/06h
    Vgl auch
  • 11 Os 23/07b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 23/07b
    Vgl auch
  • 11 Os 2/07i
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 2/07i
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Essentielles Erfordernis der prozessordnungsgemäßen Geltendmachung eines Mangels an Feststellungen ist die Darlegung, dass die getroffenen Urteilsannahmen für eine rechtliche Beurteilung des Geschehens als Straftat nicht ausreichen. (T2)
  • 13 Os 72/07y
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 72/07y
    Vgl auch; Beisatz: Fehlende Feststellungen zu einem sogenannten Ausnahmesatz sind als Feststellungsmangel geltend zu machen. Machen indes fehlende Feststellungen die (rechtliche Annahme der ) Beseitigung eines (in tatsächlicher Hinsicht konstatierten) Ausnahmesatzes unschlüssig, bedarf es, anders als bei der Geltendmachung von Feststellungsmängeln, keines Hinweises auf ein der Beseitigung entgegen stehendes, in der Hauptverhandlung vorgekommenes Sachverhaltssubstrat. In einem solchen Fall ist nämlich das Vorliegen eines Strafausschließungsgrundes im weiteren Sinn stets als indiziert anzusehen, während es umgekehrt unsinnig wäre, die Gerichte zu verhalten, stets zu allen denkbaren Strafausschließungsgründen im weiteren Sinn negative Feststellungen zu treffen. Letzterenfalls trifft das Gericht nur dann die Pflicht, zu einem Ausnahmesatz in tatsächlicher Hinsicht Stellung zu beziehen, wenn dieser durch ein in der Hauptverhandlung vorgenommenes (vgl § 258 Abs 1 StPO) Sachverhaltssubstrat indiziert ist. Folgerichtig obliegt es dem das Fehlen solcher Feststellungen reklamierenden Beschwerdeführer, auf ein derartiges Sachverhaltssubstrat hinzuweisen, um so klarzustellen, dass das Gericht einer - erst unter dieser Voraussetzung bestehenden - rechtlichen Verpflichtung nicht nachgekommen ist (WK-StPO § 281 Rz 598 ff). (T3)
  • 13 Os 63/07z
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 63/07z
    Auch
  • 14 Os 73/07b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 14 Os 73/07b
    Auch
  • 12 Os 78/07y
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 78/07y
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Durch bloße Bezugnahme auf den Zweifelsgrundsatz wird die Subsumtionsrüge (Z 10) nicht prozessordnungsgemäß (also durch Vergleich der tatsächlichen Urteilsannahmen mit dem Gesetz) ausgeführt. (T4)
  • 13 Os 101/08i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 101/08i
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Fehlende Feststellungen in Betreff eines sog Ausnahmesatzes sind als Feststellungsmangel geltend zu machen. Dem das Fehlen solcher Feststellungen reklamierenden Beschwerdeführer obliegt es dabei, auf ein ein in der Hauptverhandlung vorgekommenes (vgl § 258 Abs 1 StPO), solche Konstatierungen indizierendes Sachverhaltssubstrat hinzuweisen, um so klarzustellen, dass das Gericht einer - erst unter dieser Voraussetzung bestehenden - rechtlichen Verpflichtung nicht nachgekommen ist. Diese Verpflichtung entfällt nur in dem Fall, dass fehlende Feststellungen die rechtliche Annahme der Beseitigung eines in tatsächlicher Hinsicht konstatierten Ausnahmesatzes unschlüssig machen, weil dann das Vorliegen eines Strafausschließungsgrundes im weiteren Sinn stets als indiziert anzusehen ist, während es umgekehrt unsinnig wäre, die Gerichte zu verhalten, stets zu allen denkbaren Strafausschließungsgründen im weiteren Sinn negative Feststellungen zu treffen. (T5)
  • 13 Os 177/08s
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 177/08s
    Auch; Beisatz: Die für die Zusammenrechnung der Abgabenbeträge zur Begründung der Gerichtszuständigkeit für Finanzvergehen erforderliche - gesetzliche - Zuständigkeit derselben Finanzstrafbehörde ist ein positives Tatbestandsmerkmal. Fehlende Feststellungen begründen daher einen Rechtsfehler mangels Feststellungen. (T6)
  • 14 Os 170/08v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 170/08v
    Vgl; Beis wie T1
  • 13 Os 105/08b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 105/08b
    Auch
  • 15 Os 120/09z
    Entscheidungstext OGH 14.10.2009 15 Os 120/09z
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 187/08m
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 187/08m
    Auch
  • 13 Os 108/09w
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 108/09w
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 15 Os 43/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 15 Os 43/10b
    Vgl auch
  • 13 Os 87/09g
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 87/09g
    Auch
  • 11 Os 165/10i
    Entscheidungstext OGH 20.01.2011 11 Os 165/10i
    Vgl auch; Beisatz: Ein Fehlen von Feststellungen zur rechtlichen Verjährungsfrage wäre unter dem Aspekt erfolgreicher Anfechtung eines Freispruchs wegen Verjährung als Rechtsfehler mangels Feststellungen zu behandeln. (T7)
  • 15 Os 43/12f
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 43/12f
    Vgl auch
  • 11 Os 82/12m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 82/12m
    Vgl auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T2
  • 15 Os 53/13b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 53/13b
    Auch
  • 15 Os 109/13p
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 109/13p
    Auch
  • 13 Os 58/13y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 58/13y
    Vgl; Vgl auch Beis wie T6; Beisatz: Zusammenrechnung der Abgabenbeträge bei mehreren Finanzvergehen setzt nach § 53 Abs 1 FinStrG voraus, dass alle diese von einem Täter vorsätzlich begangenen Finanzvergehen in die örtliche und sachliche Zuständigkeit derselben Finanzstrafbehörde fielen, womit ausschließlich die gleiche gesetzliche sachliche und örtliche Zuständigkeit der Finanzstrafbehörde erster Instanz gemeint ist. (T8)
  • 15 Os 5/15x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 5/15x
  • 12 Os 7/16w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 7/16w
    Auch; Beis wie T2
  • 12 Os 144/16t
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 12 Os 144/16t
    Auch
  • 12 Os 8/17v
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 8/17v
    Auch
  • 12 Os 60/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 60/18t
    Auch; Beis wie T2
  • 11 Os 78/18g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2018 11 Os 78/18g
    Auch
  • 12 Os 86/19t
    Entscheidungstext OGH 12.08.2019 12 Os 86/19t
    nur T4
  • 14 Os 23/20v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2020 14 Os 23/20v
    Vgl; Beis wie T2
  • 11 Os 38/20b
    Entscheidungstext OGH 06.05.2020 11 Os 38/20b
  • 14 Os 74/21w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 14 Os 74/21w
    Vgl; Beis wie T2
  • 12 Os 43/23z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2023 12 Os 43/23z
    vgl; Beisatz wie T2
  • 15 Os 72/23m
    Entscheidungstext OGH 04.10.2023 15 Os 72/23m
    vgl
  • 13 Os 54/23z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2023 13 Os 54/23z
    vgl; nur T2
  • 12 Os 86/24z
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 86/24z
    vgl; Beisatz wie T2
  • 14 Os 53/24m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2024 14 Os 53/24m
    vgl; Beisatz wie T2
  • 12 Os 142/24k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 142/24k
    vgl; Beisatz wie T2
  • 13 Os 43/25k
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 43/25k
    vgl; nur T2
  • 12 Os 32/26m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2026 12 Os 32/26m
    vgl; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119884

Im RIS seit

07.07.2005

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20050607_OGH0002_0140OS00028_05G0000_001

Rechtssatz für 8Os431/60; 9Os59/66; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0099563

Geschäftszahl

8Os431/60; 9Os59/66; 12Os188/71; 12Os44/72; 13Os50/76; 11Os99/76; 10Os82/77; 13Os133/80; 9Os148/79; 9Os185/80; 9Os4/81; 11Os18/81; 9Os85/81; 12Os117/81; 9Os90/81; 12Os135/81; 12Os47/82; 9Os42/82; 11Os67/82; 9Os195/81; 9Os150/82; 11Os201/82; 10Os194/82; 13Os29/83; 9Os91/83; 9Os46/84; 12Os70/84; 12Os38/84; 12Os22/85; 12Os67/85; 12Os81/85; 10Os34/85; 12Os128/85; 12Os9/86; 12Os140/85; 12Os7/87; 13Os34/87; 13Os60/87; 14Os102/87; 12Os84/87; 12Os21/88; 11Os129/88; 13Os17/89; 14Os111/90; 15Os5/91; 13Os8/92; 14Os141/92; 15Os96/95; 13Os42/97; 13Os110/02; 11Os52/05i; 14Os100/06x; 15Os111/07y; 11Os76/08y; 17Os11/13s; 15Os37/14a; 12Os111/13k; 11Os44/14a; 12Os73/15z; 12Os15/19a; 15Os94/20t; 15Os144/20w; 12Os98/21k; 15Os94/21v; 14Os116/21x; 12Os77/22y; 24Ds6/22z; 12Os137/22x; 14Os30/23b; 12Os60/23z; 15Os126/23b; 12Os136/23a; 13Os70/24d (13Os75/24i); 14Os53/24m; 15Os120/24x; 12Os142/24k; 12Os127/24d; 14Os61/23m; 13Os54/25b; 12Os60/25b; 15Os114/25s; 13Os50/25i; 12Os143/25h; 12Os146/25z; 14Os14/26d; 15Os155/25w

Entscheidungsdatum

11.06.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z1
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Wenn die Beschwerde nicht näher ausführt, worin der Begründungsmangel bestehe, kann der OGH auf diesen Nichtigkeitsgrund nicht eingehen (JBl 1949,218). Denn mit der bloß allgemeinen Behauptung, das Urteil sei vollkommen unzureichend begründet, wird der Nichtigkeitsgrund der Ziffer 5, des Paragraph 281, StPO nicht gesetzmäßig ausgeführt (SSt XIV/59, vergleiche JBl 48 Nr 317).

Entscheidungstexte

  • 8 Os 431/60
    Entscheidungstext OGH 10.02.1961 8 Os 431/60
  • 9 Os 59/66
    Entscheidungstext OGH 24.05.1966 9 Os 59/66
  • 12 Os 188/71
    Entscheidungstext OGH 09.12.1971 12 Os 188/71
    Ähnlich
  • 12 Os 44/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 12 Os 44/72
    Auch; Veröff: SSt 43/41
  • 13 Os 50/76
    Entscheidungstext OGH 07.05.1976 13 Os 50/76
    Vgl auch; Beisatz: Mit einer solchen allgemein gehaltenen Behauptung wird lediglich die Beweiswürdigung unzulässigerweise bekämpft. (T1)
  • 11 Os 99/76
    Entscheidungstext OGH 10.09.1976 11 Os 99/76
    Beisatz: Die Nichtigkeitsbeschwerde hat die bekämpften Aussprüche sowie die Tatumstände, die den Nichtigkeitsgrund bilden sollen, ausdrücklich oder durch deutliche Hinweise anzuführen. (T2)
  • 10 Os 82/77
    Entscheidungstext OGH 15.06.1977 10 Os 82/77
    Beis wie T1; Beisatz: Es wird dem § 285a Z 2 StPO nicht entsprochen. (T3)
  • 13 Os 133/80
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 13 Os 133/80
    Vgl auch
  • 9 Os 148/79
    Entscheidungstext OGH 21.10.1980 9 Os 148/79
    Beis wie T2; Beisatz: Der Vorbehalt dieser Ausführungen für den Gerichtstag ist nicht zulässig. (T4)
  • 9 Os 185/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 9 Os 185/80
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Os 4/81
    Entscheidungstext OGH 17.03.1981 9 Os 4/81
    Vgl auch; Beisatz: Insoweit ist die Beschwerde einer argumentationsbezogenen, sachlichen Erledigung nicht zugänglich. (T5)
  • 11 Os 18/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 11 Os 18/81
    Vgl auch
  • 9 Os 85/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 9 Os 85/81
    Vgl auch
  • 12 Os 117/81
    Entscheidungstext OGH 20.08.1981 12 Os 117/81
    Vgl auch
  • 9 Os 90/81
    Entscheidungstext OGH 18.08.1981 9 Os 90/81
    Vgl auch
  • 12 Os 135/81
    Entscheidungstext OGH 08.09.1981 12 Os 135/81
    Vgl auch; Beisatz: Entbehrt die Mängelrüge einer näheren Substantiierung, so kann sie (deswegen) keine Beachtung finden. (T6)
  • 12 Os 47/82
    Entscheidungstext OGH 01.04.1982 12 Os 47/82
    Ähnlich
  • 9 Os 42/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1982 9 Os 42/82
    Vgl auch
  • 11 Os 67/82
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 11 Os 67/82
    Vgl auch
  • 9 Os 195/81
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 9 Os 195/81
  • 9 Os 150/82
    Entscheidungstext OGH 14.09.1982 9 Os 150/82
    Vgl auch
  • 11 Os 201/82
    Entscheidungstext OGH 17.01.1983 11 Os 201/82
    Vgl auch
  • 10 Os 194/82
    Entscheidungstext OGH 18.01.1983 10 Os 194/82
    Vgl auch
  • 13 Os 29/83
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 13 Os 29/83
    Vgl auch
  • 9 Os 91/83
    Entscheidungstext OGH 09.08.1983 9 Os 91/83
    Vgl auch
  • 9 Os 46/84
    Entscheidungstext OGH 27.03.1984 9 Os 46/84
    Vgl auch
  • 12 Os 70/84
    Entscheidungstext OGH 07.06.1984 12 Os 70/84
    Vgl auch; Beisatz: Die Beschwerde darf sich nicht in floskelhaften Behauptungen ohne essentiellen Bezug auf die gegebene Begründung des Urteils erschöpfen. (T7)
  • 12 Os 38/84
    Entscheidungstext OGH 23.08.1984 12 Os 38/84
    Vgl auch
  • 12 Os 22/85
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 12 Os 22/85
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 12 Os 67/85
    Entscheidungstext OGH 09.05.1985 12 Os 67/85
    Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T2
  • 12 Os 81/85
    Entscheidungstext OGH 13.06.1985 12 Os 81/85
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T7
  • 10 Os 34/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 10 Os 34/85
    Vgl auch
  • 12 Os 128/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 12 Os 128/85
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T2
  • 12 Os 9/86
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 12 Os 9/86
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 12 Os 140/85
    Entscheidungstext OGH 06.03.1986 12 Os 140/85
    Vgl auch
  • 12 Os 7/87
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 12 Os 7/87
    Vgl auch
  • 13 Os 34/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 13 Os 34/87
    Vgl auch
  • 13 Os 60/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 13 Os 60/87
    Vgl auch; Beisatz: Nicht substantiiert und daher einer sachbezogenen Erörterung unzugänglich. (T8)
  • 14 Os 102/87
    Entscheidungstext OGH 22.07.1987 14 Os 102/87
    Vgl auch; Beisatz: KH 909. (T9)
  • 12 Os 84/87
    Entscheidungstext OGH 13.08.1987 12 Os 84/87
    Vgl auch
  • 12 Os 21/88
    Entscheidungstext OGH 18.02.1988 12 Os 21/88
    Vgl auch
  • 11 Os 129/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 11 Os 129/88
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Auch zur Z 5a: Die Urteilsbegründung pauschal als unschlüssig und hypothetisch zu schelten, genügt nicht zur prozessordnungsgemäßen Darstellung eines Nichtigkeitsgrundes. (T10)
  • 13 Os 17/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 13 Os 17/89
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 14 Os 111/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 14 Os 111/90
    Vgl auch
  • 15 Os 5/91
    Entscheidungstext OGH 29.08.1991 15 Os 5/91
    Vgl auch
  • 13 Os 8/92
    Entscheidungstext OGH 20.05.1992 13 Os 8/92
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auch zur Z 5a. (T11)
  • 14 Os 141/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 14 Os 141/92
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 15 Os 96/95
    Entscheidungstext OGH 20.07.1995 15 Os 96/95
    Vgl auch
  • 13 Os 42/97
    Entscheidungstext OGH 07.05.1997 13 Os 42/97
  • 13 Os 110/02
    Entscheidungstext OGH 30.04.2003 13 Os 110/02
    Vgl auch; Beisatz: Die bloße Behauptung, das Erstgericht habe Beweisergebnisse unberücksichtigt gelassen, ohne diese konkret zu bezeichnen, stellt keine gesetzmäßige Ausführung des Nichtigkeitsgrundes der Z 5 dar. (T12)
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 14 Os 100/06x
    Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 100/06x
    Auch; Beisatz: Hier: Behauptung einer bloßen Scheinbegründung ohne Darlegung, weshalb die vom erkennenden Gericht gezogenen Schlussfolgerungen „zirkulär" und „unlogisch" sein sollten. (T13)
  • 15 Os 111/07y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 15 Os 111/07y
    Auch; Beis wie T13
  • 11 Os 76/08y
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 11 Os 76/08y
  • 17 Os 11/13s
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 11/13s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zwar liegt eine offenbar unzureichende Begründung der Feststellungen zum Vermögensschädigungsvorsatz offen zu Tage, weil unverständlich bleibt, aus welchem Grund die Angeklagten entgegen dem klaren Wortlaut des Gesetzestextes einen Rechtsanspruch auf Zahlung nicht erkannt haben sollten. Jedoch wird der pauschale Verweis auf die den getroffenen Feststellungen entgegenstehende Lebenserfahrung den vom Gesetz verlangten Mindestanforderungen für die Ausrichtung des Rechtsmittelvorbringens an den Kategorien konkreter Nichtigkeitsgründe nicht gerecht. (T14)
  • 15 Os 37/14a
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 15 Os 37/14a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T13
  • 12 Os 111/13k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2013 12 Os 111/13k
    Vgl auch; Beisatz: Mit der bloßen Behauptung, das Urteil wäre hinsichtlich der Feststellungen zu den Anlasstaten undeutlich und widersprüchlich, wird der Nichtigkeitsgrund der Z 5 nicht gesetzmäßig ausgeführt. (T15)
  • 11 Os 44/14a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 44/14a
  • 12 Os 73/15z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2015 12 Os 73/15z
    Vgl
  • 12 Os 15/19a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 12 Os 15/19a
  • 15 Os 94/20t
    Entscheidungstext OGH 10.11.2020 15 Os 94/20t
    Vgl
  • 15 Os 144/20w
    Entscheidungstext OGH 31.03.2021 15 Os 144/20w
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T12
  • 12 Os 98/21k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2021 12 Os 98/21k
    Vgl; Beis wie T15
  • 15 Os 94/21v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 94/21v
    Vgl; Beis wie T2
  • 14 Os 116/21x
    Entscheidungstext OGH 14.04.2022 14 Os 116/21x
    Vgl
  • 12 Os 77/22y
    Entscheidungstext OGH 07.11.2022 12 Os 77/22y
    Vgl
  • 24 Ds 6/22z
    Entscheidungstext OGH 06.12.2022 24 Ds 6/22z
    Vgl; Beis wie T2
  • 12 Os 137/22x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2023 12 Os 137/22x
    Vgl
  • 14 Os 30/23b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2023 14 Os 30/23b
    vgl
  • 12 Os 60/23z
    Entscheidungstext OGH 07.09.2023 12 Os 60/23z
    vgl; Beisatz wie T2
  • 15 Os 126/23b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2023 15 Os 126/23b
    vgl; Beisatz wie T10
  • 12 Os 136/23a
    Entscheidungstext OGH 29.02.2024 12 Os 136/23a
    vgl; Beisatz: Hier: Bloße Behauptung, die Begründung des Erstgerichts sei zur Überprüfung des Urteils nicht ausreichend. (T16)
  • 13 Os 70/24d
    Entscheidungstext OGH 09.10.2024 13 Os 70/24d
    vgl; Beisatz wie T12
  • 14 Os 53/24m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2024 14 Os 53/24m
    vgl; Beisatz wie T2
  • 15 Os 120/24x
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 15 Os 120/24x
    vgl
  • 12 Os 142/24k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 142/24k
    vgl; Beisatz wie T2
  • 12 Os 127/24d
    Entscheidungstext OGH 04.03.2025 12 Os 127/24d
    vgl; Beisatz wie T2
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 13 Os 54/25b
    Entscheidungstext OGH 02.07.2025 13 Os 54/25b
    vgl; nur T12
  • 12 Os 60/25b
    Entscheidungstext OGH 05.08.2025 12 Os 60/25b
    vgl; Beisatz: Hier: Fehlende Anführung jener Umstände im Rahmen der Besetzungsrüge, die den Besetzungsmangel begründen sollen. (T17)
  • 15 Os 114/25s
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 15 Os 114/25s
    vgl; Beisatz wie T6; Beisatz wie T8
  • 13 Os 50/25i
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 50/25i
    vgl; Beisatz: Durch die bloße Behauptung, die Urteilsbegründung sei "unvollständig", wird der Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 5 zweiter Fall StPO nicht prozessordnungskonform zur Darstellung gebracht. (T18)
  • 12 Os 143/25h
    Entscheidungstext OGH 12.01.2026 12 Os 143/25h
    vgl; Beisatz wie T2
  • 12 Os 146/25z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2026 12 Os 146/25z
    vgl; Beisatz wie T2
  • 14 Os 14/26d
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 14 Os 14/26d
    vgl; Beisatz wie T12; Beisatz wie T13
  • 15 Os 155/25w
    Entscheidungstext OGH 11.06.2026 15 Os 155/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0099563

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19610210_OGH0002_0080OS00431_6000000_001

Entscheidungstext 12Os142/24k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Fachgebiet

Sexualdelikte

Geschäftszahl

12Os142/24k

Entscheidungsdatum

29.01.2025

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 29. Jänner 2025 durch die Senatspräsidentin des Obersten Gerichtshofs Dr. Bachner-Foregger als Vorsitzende, die Hofräte und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Oshidari, Dr. Haslwanter LL.M., Dr. Sadoghi und Dr. Farkas in Gegenwart der Schriftführerin Mag. Prieth in der Strafsache gegen * K* wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 18. September 2024, GZ 36 Hv 1/24i-27.2, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Die Entscheidung über die Berufungen kommt dem Oberlandesgericht Wien zu.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

[1] Mit dem angefochtenen Urteil wurde der Angeklagte * K* des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB schuldig erkannt.

[2]          Danach hat er am 1. Juni 2023 in W* * D* mit Gewalt zur Vornahme einer dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung genötigt, indem er sie aufforderte, ihn oral zu befriedigen, sie an den Haaren packte, ihren Kopf zu seinem Penis und ihr diesen in den Mund drückte, wobei er ihr auch mehrere Ohrfeigen versetzte.

Rechtliche Beurteilung

[3] Dagegen richtet sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, 5 a und Ziffer 9, Litera a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten, der keine Berechtigung zukommt.

[4] Die (nominell auf sämtliche Kategorien der Ziffer 5, gestützte) Mängelrüge behauptet eine unvollständige Begründung der Festellungen zur Vornahme des Oralverkehrs gegen den Willen der D* (US 3 f), gibt aber die (zum Inhalt der Aussage in der Hauptverhandlung gemachten [ON 27.1, 2 f]) Angaben der Genannten vor der Kriminalpolizei verkürzt und deshalb sinnentstellt wieder. Denn D* sagte bereits bei ihrer ersten Vernehmung aus, dass sie habe aufhören wollen, der Angeklagte, der sie an den Haaren am Hinterkopf gepackt hätte, habe aber seinen Penis fester in ihren Mund gedrückt und sie geohrfeigt (ON 2.6, 4; vergleiche aber RIS-Justiz RS0116504 [T4]; vergleiche im Übrigen zum gewaltsamen Erzwingen der Fortsetzung der dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung RIS-Justiz RS0095063).

[5] Den – im Übrigen unerheblichen vergleiche RIS-Justiz RS0116877; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 409, 421) – Umstand, dass im Protokoll über die kriminalpolizeiliche Aussage der D* als Betreff „Verdacht auf: Unbefugte Bildaufnahme“ genannt ist (ON 2.6, 1), haben die Tatrichter – der weiteren Mängelrüge (Ziffer 5, zweiter Fall) zuwider – erörtert (US 5).

[6] Auf welche Widersprüche oder divergierenden Angaben innerhalb der Aussage der D* sich die übrige Unvollständigkeit behauptende Beschwerde bezieht, wird nicht klar vergleiche aber RIS-Justiz RS0099563 [T2]).

[7] Der Einwand, dass für die Feststellung, wonach der Angeklagte D* gegen ihren Willen an den Haaren packte und seinen Penis in ihren Mund drückte (US 3), Verfahrensergebnisse fehlen würden, stellt der Sache nach eine Kritik an der auf die Aussage von D* gestützten Beweiswürdigung der Tatrichter dar (US 4 f; vergleiche aber RIS-Justiz RS0098471 [T1]; im Übrigen ON 27.1, 4 f).

[8] Soweit sich die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) mit eigenständigen Schlussfolgerungen aus dem Zeitpunkt der Anzeigeerstattung, der genannten Formulierung des Betreffs im Vernehmungsprotokoll und den unterschiedlichen Angaben der D* zur Frage, ob der Angeklagte zum Samenerguss kam, gegen die (tatrichterliche) Annahme der Glaubwürdigkeit der D* richtet, verfehlt sie den Bezugspunkt des geltend gemachten Nichtigkeitsgrundes vergleiche RIS-Justiz RS0099649).

[9] Gleichermaßen prozessordnungswidrig erweist sich die weitere aus Ziffer 5 a, erhobene Beschwerde mit ihrer gegen die Konstatierungen von Widerstandshandlungen des Opfers (US 3 f) erhobenen Kritik. Denn diese Tatumstände stellen keine für die Schuld- oder die Subsumtionsfrage entscheidenden Tatsachen dar vergleiche aber RIS-Justiz RS0117499; Philipp in WK² StGB Paragraph 201, Rz 13).

[10]     Dass sich der Angeklagte und D* schon längere Zeit kannten und einvernehmliche sexuelle Kontakte hatten (ON 27.1, 3), weckt beim Obersten Gerichtshof keine erheblichen Bedenken gegen die Richtigkeit des Ausspruchs über entscheidende Tatsachen.

[11] Welche über die getroffenen (US 4) hinausgehenden Feststellungen die Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera a,) in Bezug auf die subjektive Tatseite vermisst, erklärt sie nicht. Solcherart entzieht sie sich einer inhaltlichen Erwiderung (RIS-Justiz RS0119884 [T2]). Sollte das Vorbringen als Einwand einer offenbar unzureichenden Begründung der Feststellungen zur subjektiven Tatseite zu verstehen sein, ist zu erwidern, dass die erfolgte Ableitung der Feststellungen zur subjektiven Tatseite aus dem äußeren Tatgeschehen (US 5) unter dem Aspekt der Begründungstauglichkeit nicht zu beanstanden ist (RIS-Justiz RS0116882). Dass diese Gründe den Angeklagten nicht überzeugen, vermag keine Nichtigkeit herzustellen vergleiche RIS-Justiz RS0118317 [T9]).

[12] Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher gemäß Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO bereits bei der nichtöffentlichen Beratung sofort zurückzuweisen, woraus die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen folgt (Paragraph 285 i, StPO).

[13] Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Textnummer

E143479

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2025:0120OS00142.24K.0129.000

Im RIS seit

12.02.2025

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2025

Dokumentnummer

JJT_20250129_OGH0002_0120OS00142_24K0000_000