Rechtssatz für 12Os120/04; 15Os157/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119583

Geschäftszahl

12Os120/04; 15Os157/04; 12Os38/04; 12Os42/05a; 11Os52/05i; 12Os97/06s; 12Os122/06t; 13Os120/06f; 15Os14/07h; 14Os53/07m; 11Os75/07z; 11Os74/07b; 12Os94/07a; 13Os132/07x; 13Os106/07y; 13Os135/07p; 11Os161/07x; 12Os123/07s; 11Os147/07p; 11Os159/07b; 11Os130/07p; 13Os164/07b; 11Os155/07i; 11Os122/07m; 15Os160/07d; 12Os137/07z; 12Os11/08x; 14Os9/08t; 14Os174/07f; 11Os63/08m; 13Os69/08h; 11Os93/08y; 12Os69/08a; 12Os167/07m; 15Os87/08w; 11Os135/08z; 11Os161/08y; 12Os127/08f; 11Os27/09v; 12Os17/09f; 12Os174/08t; 12Os1/09b; 11Os39/09h; 14Os18/09t; 15Os14/09m; 12Os46/09w; 12Os25/09g; 12Os188/08a; 14Os41/09z; 15Os37/09v; 14Os42/09x; 11Os117/09d; 15Os163/09y; 14Os3/10p; 11Os59/10a; 15Os111/10b; 13Os106/10b; 13Os3/11g; 15Os174/10t; 15Os5/11s; 15Os76/10f (15Os77/10b); 11Os25/11b; 12Os48/11t; 14Os62/11s; 11Os18/12z; 13Os25/12v; 15Os119/12g; 11Os3/13w; 12Os164/12b; 12Os124/12w; 15Os64/13w; 13Os17/13v; 15Os164/13a; 11Os57/14p; 17Os44/14w; 15Os150/14v; 13Os97/16p; 12Os85/17t; 14Os101/17k; 12Os1/18s; 15Os16/20x; 11Os116/20y; 15Os27/23v; 15Os136/23y; 11Os107/24f; 15Os14/25k; 16Ok11/25s; 12Os138/25y; 12Os34/26f

Entscheidungsdatum

20.05.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der formelle Nichtigkeitsgrund des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO greift seinem Wesen nach erst dann, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen Schuld des Einzelrichterverfahrens einräumt - wird dadurch nicht eröffnet.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 120/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 120/04
  • 15 Os 157/04
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 157/04
    nur: Der formelle Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 5a StPO greift seinem Wesen nach erst dann, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. (T1)
  • 12 Os 38/04
    Entscheidungstext OGH 01.03.2005 12 Os 38/04
  • 12 Os 42/05a
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 42/05a
    nur T1
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
  • 12 Os 97/06s
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 97/06s
  • 12 Os 122/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 122/06t
    Vgl auch
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
  • 15 Os 14/07h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 14/07h
    Auch; nur T1
  • 14 Os 53/07m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 53/07m
    Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert naheliegt, wogegen unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten bleibt. (T2)
  • 11 Os 75/07z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 75/07z
  • 11 Os 74/07b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 74/07b
    Auch; Beisatz: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. (T3)
  • 12 Os 94/07a
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 94/07a
    Beisatz: Die Tatsachenermittlung im kollegialgerichtlichen Verfahren bleibt dem aus einer Mehrzahl von Richtern bestehenden Spruchkörper erster Instanz vorbehalten, der unter dem Eindruck der unmittelbaren, mündlichen und kontradiktorischen Beweiserhebung entscheidet. Beweiswürdigende Detailerwägungen diesseits der Schwelle erheblicher Bedenklichkeit - wie in Erledigung einer Berufung wegen Schuld - sind dem Obersten Gerichtshof somit verwehrt und auch in einer Tatsachenrüge nicht statthaft. (T4)
  • 13 Os 132/07x
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 132/07x
    Auch; nur T1
  • 13 Os 106/07y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 106/07y
    Auch; Beis wie T3
  • 13 Os 135/07p
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 135/07p
    Vgl auch
  • 11 Os 161/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 161/07x
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T5)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch
  • 11 Os 147/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 147/07p
    Auch; Beisatz: Ein auf diesen formalen Nichtigkeitsgrund gestützter Einwand kann nur dann erfolgreich sein, wenn Feststellungen als Folge einer qualifiziert naheliegenden Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung erheblichen Bedenken ausgesetzt sind. Die diesem Nichtigkeitsgrund immanente Erheblichkeitsschwelle wird mit dem Vorbringen, die vom Angeklagten angestrebte Schlussfolgerung sei wahrscheinlicher oder überzeugender als die vom Erstgericht gezogene, nicht überschritten, sind doch die Tatrichter weder zu einer logisch zwingenden Begründung noch dazu verhalten, von mehreren möglichen Versionen die für den Beschwerdeführer günstigere zu wählen (WK-StPO § 281 Rz 449, 488 ff). (T6)
  • 11 Os 159/07b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 159/07b
    Auch
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 13 Os 164/07b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2008 13 Os 164/07b
    Beis wie T2
  • 11 Os 155/07i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 155/07i
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 11 Os 122/07m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 122/07m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 15 Os 160/07d
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 15 Os 160/07d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 12 Os 11/08x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 11/08x
    Auch; Beis wie T4
  • 14 Os 9/08t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 9/08t
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund der Z 10a greift seinem Wesen nach erst, wenn sich „aus den Akten" nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der im Wahrspruch der Geschworenen konstatierten Tatsachen ergeben. (T7)
  • 14 Os 174/07f
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 174/07f
    Auch; nur T1
  • 11 Os 63/08m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 11 Os 63/08m
    Beis wie T5
  • 13 Os 69/08h
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 69/08h
    Beis wie T3; Beisatz: Somit solche Beweismittel, die intersubjektiv, gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen, eine unerträgliche Fehlentscheidung qualifiziert nahelegen. (T8)
  • 11 Os 93/08y
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 93/08y
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 12 Os 69/08a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 69/08a
  • 12 Os 167/07m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 167/07m
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt, die somit schlechterdings unerträglich sind (vgl WK-StPO § 281 Rz 391 und Rz 490). (T9)
  • 15 Os 87/08w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 87/08w
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 11 Os 135/08z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 11 Os 135/08z
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 11 Os 161/08y
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 161/08y
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 12 Os 127/08f
    Entscheidungstext OGH 11.12.2008 12 Os 127/08f
    Beis wie T8
  • 11 Os 27/09v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 27/09v
    Beis wie T3; Beis wie T8; Beisatz: Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen Schuld des Einzelrichterverfahrens einräumt - wird dadurch nicht ermöglicht. (T10)
  • 12 Os 17/09f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 17/09f
    Beis wie T9
  • 12 Os 174/08t
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 174/08t
    Beis wie T6
  • 12 Os 1/09b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 1/09b
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 11 Os 39/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 11 Os 39/09h
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Unterhalb dieser besonderen Erheblichkeitsschwelle ist die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten. (T11)
  • 14 Os 18/09t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 18/09t
  • 15 Os 14/09m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2009 15 Os 14/09m
    Vgl; Beisatz: Die Tatsachenrüge will nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen und völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung verhindern. (T12)
  • 12 Os 46/09w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 46/09w
  • 12 Os 25/09g
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 25/09g
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 12 Os 188/08a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 188/08a
    Beisatz: Urteilsnichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO ist daher gegeben, wenn die Laienrichter das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt (WK-StPO § 281 Rz 391, 470, 490). (T13)
  • 14 Os 41/09z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 41/09z
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 15 Os 37/09v
    Entscheidungstext OGH 19.08.2009 15 Os 37/09v
    Beis wie T8
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
  • 11 Os 117/09d
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 11 Os 117/09d
    Auch; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T14)
  • 15 Os 163/09y
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 15 Os 163/09y
    Beis wie T14
  • 14 Os 3/10p
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 3/10p
    Vgl; Beis wie T10
  • 11 Os 59/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 59/10a
    Beis wie T10
  • 15 Os 111/10b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 15 Os 111/10b
    Vgl auch
  • 13 Os 106/10b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2010 13 Os 106/10b
    Auch
  • 13 Os 3/11g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 3/11g
    Auch
  • 15 Os 174/10t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 174/10t
  • 15 Os 5/11s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 5/11s
    Auch
  • 15 Os 76/10f
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.02.2011 15 Os 76/10f
    Auch
  • 11 Os 25/11b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 11 Os 25/11b
  • 12 Os 48/11t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 12 Os 48/11t
  • 14 Os 62/11s
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 62/11s
    Beis wie T5
  • 11 Os 18/12z
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 18/12z
    Beis wie T8
  • 13 Os 25/12v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 25/12v
  • 15 Os 119/12g
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 119/12g
    Auch; Beis wie T10
  • 11 Os 3/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 3/13w
    Auch; Beis wie T2
  • 12 Os 164/12b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 164/12b
  • 12 Os 124/12w
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 124/12w
  • 15 Os 64/13w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 64/13w
  • 13 Os 17/13v
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 17/13v
    nur T1
  • 15 Os 164/13a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 164/13a
  • 11 Os 57/14p
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 57/14p
    Vgl
  • 17 Os 44/14w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 44/14w
    Auch
  • 15 Os 150/14v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 150/14v
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 13 Os 97/16p
    Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 97/16p
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
  • 14 Os 101/17k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 14 Os 101/17k
    Auch
  • 12 Os 1/18s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 1/18s
  • 15 Os 16/20x
    Entscheidungstext OGH 18.05.2020 15 Os 16/20x
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 15 Os 27/23v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2023 15 Os 27/23v
    vgl
  • 15 Os 136/23y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 136/23y
    vgl
  • 11 Os 107/24f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2024 11 Os 107/24f
    vgl; Beisatz wie T13
  • 15 Os 14/25k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 14/25k
  • 16 Ok 11/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.01.2026 16 Ok 11/25s
    vgl; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9; Beisatz wie T12; Beisatz wie T13
    Beisatz: Die zu § 281 Abs 1 Z 5a StPO ergangene Rechtsprechung ist auf die Auslegung des § 49 Abs 3 KartG übertragbar. (T15)
  • 12 Os 138/25y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2026 12 Os 138/25y
    vgl; Beisatz wie T11
  • 12 Os 34/26f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2026 12 Os 34/26f
    vgl; Beisatz wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119583

Im RIS seit

15.01.2005

Zuletzt aktualisiert am

08.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20041216_OGH0002_0120OS00120_0400000_001

Entscheidungstext 12Os17/09f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

12Os17/09f

Entscheidungsdatum

19.02.2009

Anmerkung

E90390 12Os17.09f

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 19. Februar 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Holzweber als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll, Dr. Schwab, Dr. T. Solé und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Klugar als Schriftführerin in der Strafsache gegen Roland W***** wegen des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach Paragraph 207, Absatz eins, StGB und weiteren strafbaren Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt als Schöffengericht vom 21. Oktober 2008, GZ 17 Hv 61/08h-35, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Graz zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Roland W***** des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach Paragraph 207, Absatz eins, StGB (römisch eins./1./), des Vergehens des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen nach Paragraph 207 b, Absatz 3, StGB (römisch eins./2./), des Vergehens des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses nach Paragraph 212, Absatz eins, Ziffer eins, StGB (römisch eins./3./) und des Vergehens der versuchten Nötigung nach Paragraphen 15, Absatz eins, 105, Absatz eins, StGB (römisch zwei./) schuldig erkannt.

Danach hat er in Klagenfurt

römisch eins./ an nicht exakt feststellbaren Tagen zu den nachstehend

angeführten Zeiträumen, und zwar

1./ an zumindest einem nicht mehr exakt feststellbaren Tag vor dem 8. August 2001 den am 8. August 1987 geborenen Roland P***** zumindest dadurch sexuell missbraucht, dass er ihn manuell befriedigte; 2./ an nicht exakt feststellbaren Tagen in der Zeit vom 8. August 2001 bis 8. August 2005 wiederholt die unter 1./ angeführten sexuellen Handlungen, wechselseitigen Oralverkehr und wechselseitigen Analverkehr mit seinem mj Sohn Roland P***** unternommen; 3./ in der Zeit vom 18. April 2002 bis 8. August 2005 seinen mj Sohn Roland P***** zusätzlich (neben der unter 2./ angeführten Ausnützung der väterlichen Autorität) durch Entgelt zur Fortsetzung des wechselseitigen Oral- und Analverkehrs verleitet;

römisch zwei./ an einem nicht mehr exakt feststellbaren Tag im August 2007 Reinhold A***** durch die Äußerung „er kenne die richtigen Leute und es werde ihm etwas zustoßen, wenn er jemanden davon erzähle, dass er sich in seiner Gegenwart selbst manuell befriedigt habe", somit durch gefährliche Drohung mit zumindest einer Körperverletzung zu einer Unterlassung zu nötigen versucht.

Rechtliche Beurteilung

Dagegen richtet sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a und 9 Litera a, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten, der jedoch keine Berechtigung zukommt.

Die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) greift ihrem Wesen nach erst dann, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemeiner menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen Schuld des Einzelrichterverfahrens einräumt - wird dadurch nicht eröffnet vergleiche RIS-Justiz RS0119583). Gegenstand der Tatsachenrüge sind daher Feststellungen, angesichts der eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt, die somit schlechterdings unerträglich sind vergleiche Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 391 und 490).

In Ausführung dieser Rüge versucht der Beschwerdeführer lediglich die Angaben des ihn belastenden Zeugen Reinhold A***** unter Hinweis auf die - entgegen dem Beschwerdevorbringen von den Tatrichtern ohnehin gewürdigten (US 11 f) - Diskrepanzen zwischen seinen vor der Polizei und in der Hauptverhandlung deponierten Angaben und mit Spekulationen über - vom erkennenden Gericht erwogene, indes als nicht gegeben bewertete (US 12) - Belastungsmotive der beiden Tatopfer in Zweifel zu ziehen. Solcherart vermag er keine sich aus den Akten ergebende, im Sinne der obigen Ausführungen erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Schuldspruch zu Grunde liegenden Tatsachen aufzuzeigen.

Die Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera a,) beschränkt sich darauf, die vom Erstgericht angenommenen Feststellungen unter Hinweis auf die in der Tatsachenrüge vorgebrachten Bedenken in Zweifel zu ziehen, ohne damit einen Rechtsfehler aufzuzeigen.

Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO). Daraus folgt die Kompetenz des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufung (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung stützt sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0120OS00017.09F.0219.000

Zuletzt aktualisiert am

05.05.2009

Dokumentnummer

JJT_20090219_OGH0002_0120OS00017_09F0000_000