Rechtssatz für 9ObA209/97v 8ObA4/98s 8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0109410

Geschäftszahl

9ObA209/97v; 8ObA4/98s; 8ObS114/01z; 9ObA45/03p; 9ObA93/03x; 5Ob112/07t

Entscheidungsdatum

06.11.2007

Rechtssatz

Abschluss und Beendigung eines Dienstvertrags mit einem Hausbesorger fallen unter die der Wohnungseigentümergemeinschaft zustehende ordentliche Verwaltung, weshalb die Wohnungseigentümergemeinschaft Dienstgeber mit allen Verpflichtungen ist.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 209/97v
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 9 ObA 209/97v
  • 8 ObA 4/98s
    Entscheidungstext OGH 18.05.1998 8 ObA 4/98s
    Beisatz: Hier: Forderungen, die sich aus dem Dienstvertrag des Hausbesorgers ergeben. (T1)
  • 8 ObS 114/01z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 8 ObS 114/01z
    Beis wie T1; Beisatz: Vertragseintritt der Wohnungseigentümergemeinschaft in Dauerschuldverhältnisse (hinsichtlich der allgemeinen Teile) mit Wirkung des Inkrafttretens des 3. WÄG am 1. 1. 1994, wobei die neue Gesetzeslage auf die nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens fällig werdenden Leistungen anzuwenden ist. (T2)
  • 9 ObA 45/03p
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 ObA 45/03p
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 93/03x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2004 9 ObA 93/03x
    nur: Abschluss und Beendigung eines Dienstvertrags mit einem Hausbesorger fallen unter die der Wohnungseigentümergemeinschaft zustehende ordentliche Verwaltung. (T3); Beisatz: Die Verwaltervollmacht nach dem WEG umfasst zwar das Eingehen und die Beendigung eines Hausbesorger-Arbeitsverhältnisses, nicht jedoch unübliche Vertragsbedingungen, wie Kündigungsschutz im Sinn des §18 Abs 6 HbG nach Aufgabe der Dienstwohnung. (T4)
  • 5 Ob 112/07t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 112/07t
    Veröff: SZ 2007/166

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109410

Im RIS seit

27.02.1998

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19980128_OGH0002_009OBA00209_97V0000_001

Rechtssatz für 9ObA93/03x 5Ob112/07t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0118657

Geschäftszahl

9ObA93/03x; 5Ob112/07t

Entscheidungsdatum

06.11.2007

Rechtssatz

Die Verwaltervollmacht nach dem WEG umfasst zwar das Eingehen und die Beendigung eines Hausbesorger-Arbeitsverhältnisses, nicht jedoch unübliche Vertragsbedingungen, wie Kündigungsschutz im Sinn des Paragraph 18, Absatz 6, HbG nach Aufgabe der Dienstwohnung

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 93/03x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2004 9 ObA 93/03x
  • 5 Ob 112/07t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 112/07t
    Veröff: SZ 2007/166

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118657

Im RIS seit

12.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2011

Dokumentnummer

JJR_20040211_OGH0002_009OBA00093_03X0000_001

Rechtssatz für 4Ob3/79 5Ob68/82 5Ob27/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0013750

Geschäftszahl

4Ob3/79; 5Ob68/82; 5Ob27/84; 5Ob1005/84; Bkd37/87; 5Ob102/94; 5Ob41/00s; 5Ob291/01g; 5Ob112/07t; 10Ob44/12m

Entscheidungsdatum

29.01.2013

Rechtssatz

Dort, wo die Wohnungseigentumsgemeinschaft als Ganzes kraft ihrer Sachlegitimation als Hauseigentümerin Dritten gegenüber steht, schreitet der Hausverwalter als direkter Stellvertreter ein; nur bei Durchsetzung der Interessen eines Teiles der Wohnungseigentümer gegen andere Mitglieder der Gemeinschaft tritt er im eigenen Namen auf.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 3/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 4 Ob 3/79
    Veröff: EvBl 1979/133 S 394 = ImmZ 1979,139 = Arb 9773 = MietSlg 31525 = RdA 1981,39 (mit Anmerkung von Welser Czermak) = Ind 1980 11,67
  • 5 Ob 68/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 5 Ob 68/82
  • 5 Ob 27/84
    Entscheidungstext OGH 29.05.1984 5 Ob 27/84
    Veröff: SZ 57/101
  • 5 Ob 1005/84
    Entscheidungstext OGH 08.01.1985 5 Ob 1005/84
    nur: Nur bei Durchsetzung der Interessen eines Teiles der Wohnungseigentümer gegen andere Mitglieder der Gemeinschaft tritt er im eigenen Namen auf. (T1); Beisatz: Dass dem Hausverwalter die für seine Tätigkeit allenfalls erforderliche Gewerbekonzession fehlt, ist auf seine Klagslegitimation ohne Einfluss. (T2)
  • Bkd 37/87
    Entscheidungstext OGH 06.07.1987 Bkd 37/87
    nur: Dort, wo die Wohnungseigentumsgemeinschaft als Ganzes kraft ihrer Sachlegitimation als Hauseigentümerin Dritten gegenüber steht, schreitet der Hausverwalter als direkter Stellvertreter ein. (T3)
  • 5 Ob 102/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 102/94
    Vgl; nur T1; Beisatz: Er schreitet in diesen Fall auf Grund seiner einem organschaftlichen Vertreter ähnlichen Stellung ein. (T4)
  • 5 Ob 41/00s
    Entscheidungstext OGH 11.10.2000 5 Ob 41/00s
    Auch; Beisatz: Der Verwalter von schlichtem Miteigentum ist grundsätzlich direkter Stellvertreter aller Eigentümer. (T5); Beisatz: Bei der Durchsetzung von Gemeinschaftsinteressen gegen säumige Eigentümer tritt der bestellte Hausverwalter im eigenen Namen auf und kann fällige Anteile einzelner Miteigentümer an den Auslagen der Liegenschaft unter Berufung auf seine Verwalterbestellung gerichtlich fordern. Dies ohne Rücksicht darauf, ob er die auf den belangten Eigentümer entfallenden Anteile an den Kosten aus eigenen Mitteln vorgeschossen hat oder nicht. Ist er mit Zahlungen für einen säumigen Eigentümer in Vorlage getreten, richtet sich sein Rückersatzanspruch nach § 1014 ABGB, diesfalls macht er einen materiell ihm selbst zustehenden Anspruch im eigenen Namen geltend. Haben aber die anderen Eigentümer für den säumigen Gemeinschafter einen diesem obliegenden Aufwand dadurch getätigt, dass entweder das Konto der Hausgemeinschaft überzogen wurde oder dass sie selbst die ihm obliegenden Zahlungen erbracht haben, so steht ihnen ein Ersatzanspruch gegen den säumigen Eigentümer gemäß § 1042 ABGB zu, der vom Verwalter im eigenen Namen aber für die Miteigentümer gerichtlich gefordert werden kann. Diesfalls macht der Verwalter eine den übrigen Miteigentümern zustehende Forderung geltend, wobei ihm eine einem organschaftlichen Vertreter ähnliche Stellung zukommt (vgl SZ 57/101; MietSlg XL/34; RZ 1989/50, WoBl 1992, 228; 5 Ob 102/94; RS0019877). (T6); Beisatz: Die Rechtsprechung zur Aktivlegitimation des Hausverwalters ist außerhalb des Anwendungsbereiches des § 13c WEG weiterhin anzuwenden. (T7)
  • 5 Ob 291/01g
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 5 Ob 291/01g
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Der von den Miteigentümern einer Liegenschaft bestimmte gemeinsame Verwalter ist befugt und verpflichtet, alle Maßnahmen, die zur Erhaltung und Verwaltung des gemeinsamen Gutes dienen, zu besorgen. Insofern ist er direkter Stellvertreter aller Wohnungseigentümer. (T8); Beisatz: Wie Verwaltungshandlungen selbst ist auch die Unterlassung von Verwaltungshandlungen der Wohnungseigentümer- gemeinschaft zuzurechnen. Der Hausverwalter ist Machthaber der Gemeinschaft, weshalb diese mit ihrem Vermögen (subsidiär die Miteigentümer) für Delikte ihres Verwalters haften. (T9)
  • 5 Ob 112/07t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 112/07t
    nur T3; Veröff: SZ 2007/166
  • 10 Ob 44/12m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 44/12m
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Anmerkung: nunmehr § 20 WEG 2002. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0013750

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19790220_OGH0002_0040OB00003_7900000_001

Rechtssatz für 5Ob112/07t; 5Ob186/08a; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0122841

Geschäftszahl

5Ob112/07t; 5Ob186/08a; 5Ob274/08t; 5Ob133/09h; 5Ob147/09t; 5Ob209/09k; 5Ob204/12d; 5Ob107/16w; 5Ob173/16a; 7Ob131/16i; 5Ob97/20f; 5Ob48/22b; 5Ob106/22g

Entscheidungsdatum

31.01.2023

Rechtssatz

Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung kann und muss der Verwalter auch ohne Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft nach eigenem pflichtgemäßen Ermessen eigenständig setzen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 112/07t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 112/07t
    So bereits 5 Ob 144/05w. (T1); Veröff: SZ 2007/166
  • 5 Ob 186/08a
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 5 Ob 186/08a
    Beisatz: Im Rahmen der ordentlichen Verwaltung ist der bestellte Hausverwalter autonom zuständig. (T2)
  • 5 Ob 274/08t
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 274/08t
    Beis wie T2
  • 5 Ob 133/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 133/09h
    Beis wie T2
  • 5 Ob 147/09t
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 147/09t
  • 5 Ob 209/09k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 209/09k
  • 5 Ob 204/12d
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 204/12d
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/32
  • 5 Ob 107/16w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 107/16w
  • 5 Ob 173/16a
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 5 Ob 173/16a
  • 7 Ob 131/16i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 131/16i
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein Schadenersatzanspruch gegen einen anderen Miteigentümer aus unbefugter Übernahme von Hausverwaltungstätigkeiten ist im streitigen Verfahren durchzusetzen. (T3)
  • 5 Ob 97/20f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 5 Ob 97/20f
  • 5 Ob 48/22b
    Entscheidungstext OGH 01.06.2022 5 Ob 48/22b
  • 5 Ob 106/22g
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 5 Ob 106/22g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122841

Im RIS seit

06.12.2007

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2023

Dokumentnummer

JJR_20071106_OGH0002_0050OB00112_07T0000_001