Rechtssatz für 9ObA81/05k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120846

Geschäftszahl

9ObA81/05k

Entscheidungsdatum

04.05.2006

Norm

GlBH §12 Abs7
GlBG §15 Abs1
  1. GlBG § 15 heute
  2. GlBG § 15 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2013
  3. GlBG § 15 gültig von 01.08.2008 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2008
  4. GlBG § 15 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  5. GlBG § 15 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2005

Rechtssatz

Da die Anfechtung nach Paragraph 2 a, Absatz 8, GlBG aF (= Paragraph 12, Absatz 7, GlBG geltende Fassung) in ihrer Konzeption der Anfechtung einer verpönten Motivkündigung nach Paragraph 105, Absatz 3, Ziffer eins, ArbVG folgt, ist konsequenterweise auch die 14tägige Anfechtungsfrist des Paragraph 10 b, Absatz eins, dritter Satz GlBG aF (= Paragraph 15, Absatz eins, vierter Satz GlBG geltende Fassung) als prozessuale Frist zu betrachten, gegen deren Versäumung die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand möglich ist.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 81/05k
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 81/05k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120846

Dokumentnummer

JJR_20060504_OGH0002_009OBA00081_05K0000_001

Rechtssatz für 9ObA4/05m 9ObA81/05k 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120188

Geschäftszahl

9ObA4/05m; 9ObA81/05k; 9ObA18/08z; 9ObA55/09t

Entscheidungsdatum

11.05.2010

Norm

ABGB §1158 Abs2 IIA
GleichbehandlungsG §2a
  1. ABGB § 1158 heute
  2. ABGB § 1158 gültig ab 01.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2017
  3. ABGB § 1158 gültig von 01.01.1917 bis 30.09.2021 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Auflösung des Probedienstverhältnisses wegen Schwangerschaft verstößt gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Sie ist nicht nach Paragraph 2 a, Absatz eins, GlBG (diskriminierende Nichtbegründung) sondern in Analogie zu den dort genannten Begriffen „Kündigung" und „Entlassung" nach Paragraph 2 a, Absatz 8, GlBG (diskriminierende Beendigung) zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 4/05m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 9 ObA 4/05m
    Veröff: SZ 2005/121
  • 9 ObA 81/05k
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 81/05k
    Beisatz: Hier: Auflösung des Probedienstverhältnisses durch den Arbeitgeber wegen (behaupteter) Abwehr sexueller Belästigung durch den „Seniorchef" (Vater des Arbeitgebers). (T1)
  • 9 ObA 18/08z
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 9 ObA 18/08z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auflösung des Probedienstverhältnisses durch den Arbeitgeber wegen mangelnder „sexueller Willigkeit". (T2); Veröff: SZ 2008/77
  • 9 ObA 55/09t
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 55/09t
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120188

Im RIS seit

30.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2011

Dokumentnummer

JJR_20050831_OGH0002_009OBA00004_05M0000_001

Rechtssatz für 9ObA289/89; 8ObA2045/96k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0052033

Geschäftszahl

9ObA289/89; 8ObA2045/96k; 9ObA151/97i; 9ObA349/98h; 9ObA297/00t (9ObA298/00i); 8ObA216/00y; 9ObA31/04f; 9ObA89/04k; 9ObA81/05k; 9ObA26/10d; 8ObA57/10f; 9ObA155/11a; 9ObA112/21t; 9ObA77/23y

Entscheidungsdatum

23.11.2023

Norm

ArbVG §105 Abs4
ArbVG §107
VBO Wien 1995 §45
  1. ArbVG § 105 heute
  2. ArbVG § 105 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2022
  3. ArbVG § 105 gültig von 30.03.2017 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2017
  4. ArbVG § 105 gültig von 01.01.2011 bis 29.03.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2010
  5. ArbVG § 105 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. ArbVG § 105 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/1998
  7. ArbVG § 105 gültig von 01.10.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 601/1996
  8. ArbVG § 105 gültig von 22.09.1996 bis 30.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 601/1996
  9. ArbVG § 105 gültig von 01.01.1995 bis 21.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 450/1994
  10. ArbVG § 105 gültig von 01.08.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 502/1993
  1. ArbVG § 107 heute
  2. ArbVG § 107 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2010
  3. ArbVG § 107 gültig von 01.01.1987 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1986

Rechtssatz

Die einwöchige Frist zur gerichtlichen Anfechtung der Kündigung ist eine formell-rechtliche Frist; die Wiedereinsetzung gegen die Versäumung dieser Frist ist zulässig.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 289/89
    Entscheidungstext OGH 06.12.1989 9 ObA 289/89
    Veröff: EvBl 1990/75 S 340 = RdW 1990,113 = ecolex 1990,106 = ZAS 1990/20 S 166 (Andexlinger) = RZ 1992/60 S 156 = WBl 1990,144 = AnwBl 1990,390
  • 8 ObA 2045/96k
    Entscheidungstext OGH 23.05.1996 8 ObA 2045/96k
  • 9 ObA 151/97i
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 151/97i
    Veröff: SZ 70/219
  • 9 ObA 349/98h
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 ObA 349/98h
    Beisatz: In analoger Anwendung des § 543 ZPO sind verspätete Anfechtungsklagen daher auch nicht mittels Urteils ab-, sondern mittels Beschlusses zurückzuweisen. Diese Analogie gebietet aber auch die Konsequenz, dass es sich bei der Einhaltung der Frist um eine besondere Prozessvoraussetzung handelt, deren Vorliegen in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen wahrzunehmen ist. Der Mangel der besonderen Prozessvoraussetzungen bedingt die Nichtigkeit der Vorentscheidungen und des vorangegangenen Verfahrens. (T1)
  • 9 ObA 297/00t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2001 9 ObA 297/00t
    Vgl auch; Beisatz: Bei den Fristen des § 105 Abs 4 ArbVG handelt es sich um prozessuale. (T2)
  • 8 ObA 216/00y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 ObA 216/00y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Regelung des § 105 Abs 4 erster Satz ArbVG regelt die Frage der materiell-rechtlichen Zuordnung des Anfechtungsrechtes, stellt aber keine prozessuale Sperre dar. (T3)
  • 9 ObA 31/04f
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 ObA 31/04f
    Auch; nur: Die einwöchige Frist zur gerichtlichen Anfechtung der Kündigung ist eine formell-rechtliche Frist. (T4)
    Beisatz: Sie unterliegt nicht der Disposition der Parteien. (T5)
    Veröff: SZ 2004/58
  • 9 ObA 89/04k
    Entscheidungstext OGH 13.10.2004 9 ObA 89/04k
    Auch; nur T4; Beisatz: Bei der Prüfung, ob die prozessuale Frist von einer Woche eingehalten wurde, kann es nicht auf materiellrechtlich bedeutsame Aspekte ankommen, etwa auf die der Kündigung zugrunde liegende Motivation des Dienstgebers oder die vom Dienstnehmer geltend gemachten Anfechtungsgründe. Die leichte Überprüfbarkeit der Einhaltung der Klagefrist ist schon aus Gründen der Rechtssicherheit erforderlich und gestattet keine subtile Differenzierung nach verschiedenen Fallgruppen, sodass auch der Umstand, dass zum Zeitpunkt des Ausspruchs einer Eventualkündigung bereits ein Anfechtungsverfahren wegen einer früheren Kündigung anhängig ist, keine Rolle spielen kann. (T6)
  • 9 ObA 81/05k
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 81/05k
    Beisatz: Da die Anfechtung nach § 2a Abs 8 GlBG aF (= § 12 Abs 7 GlBG geltende Fassung) in ihrer Konzeption derjenigen nach § 105 Abs 3 Z 1 ArbVG folgt, ist konsequenterweise auch die 14tägige Anfechtungsfrist des § 10b Abs 1 dritter Satz GlBG aF (= § 15 Abs 1 vierter Satz GlBG geltende Fassung) als prozessuale Frist zu betrachten, gegen deren Versäumung die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand möglich ist. (T7)
  • 9 ObA 26/10d
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 26/10d
    nur T4; Beis wie T3
  • 8 ObA 57/10f
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 57/10f
    Auch; nur T4
  • 9 ObA 155/11a
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 ObA 155/11a
    nur T4
  • 9 ObA 112/21t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 9 ObA 112/21t
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: § 45 VBO 1995. (T8)
  • 9 ObA 77/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.11.2023 9 ObA 77/23y
    vgl; Beisatz nur wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0052033

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2024

Dokumentnummer

JJR_19891206_OGH0002_009OBA00289_8900000_001

Rechtssatz für 4Ob18/83; 8ObA316/99z; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0052728

Geschäftszahl

4Ob18/83; 8ObA316/99z; 9ObA4/05m; 9ObA81/05k; 8ObA3/11s; 9ObA43/25a

Entscheidungsdatum

23.09.2025

Norm

BAG §15 Abs2
MuttSchG §10
MuttSchG §10a
  1. BAG § 15 heute
  2. BAG § 15 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2020
  3. BAG § 15 gültig von 28.06.2008 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2008
  4. BAG § 15 gültig von 27.06.2008 bis 27.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2008
  5. BAG § 15 gültig von 01.09.2000 bis 26.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2000
  6. BAG § 15 gültig von 01.07.1997 bis 31.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/1997
  7. BAG § 15 gültig von 01.07.1993 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 23/1993
  8. BAG § 15 gültig von 01.01.1987 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 617/1987
  9. BAG § 15 gültig von 01.08.1978 bis 31.12.1986 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 232/1978

Rechtssatz

Für die Beantwortung der Frage, ob der Kündigungsschutz und Entlassungsschutz des MuttSchG auf Probearbeitsverhältnisse anwendbar ist, kommt es auf den rechtlichen Charakter der Auflösungserklärung nicht entscheidend an. Entscheidend ist vielmehr der Zweck der Rechtseinrichtung des Probeverhältnisses. Dieser ist vor allem darauf gerichtet, den Parteien des Arbeitsvertrages die Möglichkeit zu geben, während dieser Probezeit die Eignung des Arbeitnehmers für die betreffende Arbeit festzustellen und (für den Arbeitnehmer) die Verhältnisse im Betrieb kennenzulernen. Diese Zwecksetzung lässt es geboten erscheinen, dass während dieser kurzen Zeit jede der beiden Parteien das Probearbeitsverhältnis ohne Angabe eines Grundes mit sofortiger Wirkung auflösen kann. Eine Einschränkung dieser Auflösungsmöglichkeit durch den besonderen Kündigungsschutz und Entlassungsschutz des MuttSchG wäre mit dieser Zwecksetzung nicht zu vereinbaren und stünde zu den Notwendigkeiten des Arbeitslebens, die zur Herausbildung der Rechtsinstitution des Probearbeitsverhältnisses geführt haben, in schroffem Gegensatz.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 18/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 4 Ob 18/83
    Veröff: SZ 56/35 = JBl 1984,49 = RdW 1983,85 = Arb 10224 = ZAS 1984,140 (Müller)
  • 8 ObA 316/99z
    Entscheidungstext OGH 08.06.2000 8 ObA 316/99z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Befristetes Arbeitsverhältnis zur Erprobung. (T1)
  • 9 ObA 4/05m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 9 ObA 4/05m
    Vgl; Beisatz: Die Auflösung des Probedienstverhältnisses wegen Schwangerschaft verstößt gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Sie ist nicht nach § 2a Abs 1 GlBG (diskriminierende Nichtbegründung) sondern in Analogie zu den dort genannten Begriffen „Kündigung" und „Entlassung" nach § 2a Abs 8 GlBG (diskriminierende Beendigung) zu beurteilen. (T2); Veröff: SZ 2005/121
  • 9 ObA 81/05k
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 81/05k
    Beisatz: Hier: Auflösung des Probedienstverhältnisses durch den Arbeitgeber wegen (behaupteter) Abwehr sexueller Belästigung durch den „Seniorchef" (Vater des Arbeitgebers). (T3)
  • 8 ObA 3/11s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 ObA 3/11s
    Vgl auch
  • 9 ObA 43/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 9 ObA 43/25a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0052728

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19830308_OGH0002_0040OB00018_8300000_001