Rechtssatz für 9ObA124/98w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110343

Geschäftszahl

9ObA124/98w

Entscheidungsdatum

08.07.1998

Norm

AngG §8 Abs8
AngG §27 Z4 E4d
  1. AngG Art. 1 § 8 heute
  2. AngG Art. 1 § 8 gültig ab 01.09.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2019
  3. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.07.2018 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2017
  4. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2015
  5. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.08.1975 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975
  1. AngG Art. 1 § 27 heute
  2. AngG Art. 1 § 27 gültig ab 01.08.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975

Rechtssatz

Die Unterlassung der (rechtzeitigen) Krankmeldung rechtfertigt eine Entlassung nicht, weil dadurch ein an sich nicht pflichtwidriges Dienstversäumnis nicht in ein pflichtwidriges verwandelt werden kann. Ihre Unterlassung zieht nur den Verlust des Anspruchs auf das dem Arbeitnehmer zustehende Entgelt für die Zeit des Unterbleibens der Verständigung nach sich.

Entscheidungstexte

Schlagworte

SW: Beendigung; beharrliche Dienstverhinderung; vorzeitige Auflösung; verspätet

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110343

Dokumentnummer

JJR_19980708_OGH0002_009OBA00124_98W0000_001

Rechtssatz für 4Ob38/55 4Ob65/57 4Ob24...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0028891

Geschäftszahl

4Ob38/55; 4Ob65/57; 4Ob24/63; 4Ob95/64; 4Ob81/69; 4Ob71/74; 4Ob79/78; 4Ob78/79; 4Ob23/82; 4Ob60/84; 4Ob124/83; 14Ob93/86; 14ObA75/87; 9ObA28/92; 9ObA396/97v; 9ObA124/98w; 8ObA196/01h; 8ObA214/01f; 8ObA315/01h; 9ObA247/02t; 9ObA2/07w

Entscheidungsdatum

01.02.2007

Norm

ABGB §1162 IAc
AngG §8 Abs8 VA
AngG §8 Abs8 VB
AngG §27 E5
BAG §17a Abs7
EFZG §4 Abs1
EFZG §4 Abs4
  1. ABGB § 1162 heute
  2. ABGB § 1162 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. AngG Art. 1 § 8 heute
  2. AngG Art. 1 § 8 gültig ab 01.09.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2019
  3. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.07.2018 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2017
  4. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2015
  5. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.08.1975 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975
  1. AngG Art. 1 § 8 heute
  2. AngG Art. 1 § 8 gültig ab 01.09.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2019
  3. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.07.2018 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2017
  4. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2015
  5. AngG Art. 1 § 8 gültig von 01.08.1975 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975
  1. AngG Art. 1 § 27 heute
  2. AngG Art. 1 § 27 gültig ab 01.08.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975
  1. BAG § 17a heute
  2. BAG § 17a gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2020
  3. BAG § 17a gültig von 01.07.2018 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2017
  4. BAG § 17a gültig von 16.06.2010 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2010
  5. BAG § 17a gültig von 27.06.2008 bis 15.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2008
  6. BAG § 17a gültig von 01.07.1994 bis 26.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  7. BAG § 17a gültig von 01.09.1974 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1974

Rechtssatz

Es bildet keinen Entlassungsgrund, wenn der Dienstnehmer den Dienstgeber von seiner Krankheit nicht verständigt hat.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 38/55
    Entscheidungstext OGH 24.05.1955 4 Ob 38/55
    Veröff: EvBl 1955/382 S 625 = JBl 1955,606
  • 4 Ob 65/57
    Entscheidungstext OGH 02.07.1957 4 Ob 65/57
    Veröff: Arb 6679 = SozM IA/b,41
  • 4 Ob 24/63
    Entscheidungstext OGH 30.04.1963 4 Ob 24/63
    Veröff: Arb 7742
  • 4 Ob 95/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 4 Ob 95/64
    Beisatz: Das Nichtbeibringen einer ärztlichen Krankheitsbestätigung kann nur unter besonderen Umständen die Entlassung rechtfertigen. (T1) Veröff: SozM IA/d,601 = Arb 7985
  • 4 Ob 81/69
    Entscheidungstext OGH 04.11.1969 4 Ob 81/69
  • 4 Ob 71/74
    Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 71/74
    Veröff: Arb 9288 = SozM IA/b,101 = IndS 1976 1,977
  • 4 Ob 79/78
    Entscheidungstext OGH 10.10.1978 4 Ob 79/78
    Beisatz: Der Angestellte verliert bloß den Anspruch auf das Entgelt für die Dauer der Säumnis; die Unterlassung stellt nur unter besonderen Umständen auch einen Entlassungsgrund dar. (T2)
  • 4 Ob 78/79
    Entscheidungstext OGH 25.09.1979 4 Ob 78/79
    Veröff: ZAS 1981,100 = SZ 52/139
  • 4 Ob 23/82
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 4 Ob 23/82
    Beisatz: Berufsschüler, der Schule nicht besucht. (T3) Veröff: Arb 10101
  • 4 Ob 60/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1984 4 Ob 60/84
    Beis wie T1
  • 4 Ob 124/83
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 124/83
    Beis wie T1
  • 14 Ob 93/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 14 Ob 93/86
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Der Umstand, daß ein Dienstgeber seine Angestellten auf die Einhaltung dieser Vorschriften besonders hinweist und mit ihnen darüber hinaus vereinbart, daß er sich für den Fall der Verletzung dieser Verpflichtungen weitergehende Sanktionen (Entlassung) vorbehalte, vermag für sich allein die vom Gesetz festgesetzten Rechtsfolgen nicht zu verstärken. Keine besonderen Umstände liegen vor, wenn es sich um eine verhältnismäßig kurze Dauer der Erkrankung handelte oder die Gefahr eines konkreten Nachteils für den Dienstnehmer nicht gegeben war (Arb 9288 mit weiteren Nachweisen). (T4) Veröff: RdW 1987,60
  • 14 ObA 75/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 14 ObA 75/87
    Vgl auch; Beisatz: Verspätete Vorlage der ärztlichen Krankenstandsbestätigung kann keinen Entlassungsgrund bilden, weil die Folgen dieser Pflichtverletzung im § 8 Abs 8 AngG geregelt sind und darüber hinaus keine weiteren Maßnahmen rechtfertigen. (T5) Veröff: DRdA 1990,297 (Mosler) = ZAS 1988/16 S 130 (Beck - Managetta)
  • 9 ObA 28/92
    Entscheidungstext OGH 12.02.1992 9 ObA 28/92
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 9 ObA 396/97v
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 9 ObA 396/97v
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 124/98w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 ObA 124/98w
    Auch; Beisatz: Nur unter besonderen Umständen, etwa wenn dem Arbeitnehmer die Krankmeldung leicht möglich gewesen wäre und er wußte, daß infolge der Unterlassung der Krankmeldung dem Arbeitgeber ein beträchtlicher Schaden erwachsen könne, liegt der Entlassungstatbestand der beharrlichen Dienstverweigerung gegebenenfalls vor. (T6)
  • 8 ObA 196/01h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 196/01h
    Auch; Beisatz: Hat der Arbeitnehmer bereits mehrfach, zu Ermahnungen des Arbeitgebers führende Pflichtverletzungen gesetzt, verwirklichen nach Fernbleiben von der Arbeit falsche, die Entlassung provozierende Angaben über den Grund des Fernbleibens den Entlassungsgrund des § 82 lit f 2. Tatbestand GewO. (T7)
  • 8 ObA 214/01f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 214/01f
    Ähnlich; Beisatz: Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber Dienstverhinderungen umgehend mitteilen und glaubhaft darlegen, um damit dem Arbeitgeber die Möglichkeit rechtzeitiger Disposition zu geben, aber auch, um dem Arbeitgeber die Möglichkeit zur Abwägung zu verschaffen, ob das Fernbleiben des Arbeitnehmers sachlich gerechtfertigt ist beziehungsweise war. (T8) Beisatz: Aus der Verletzung der Verständigungspflicht durch den Arbeitnehmer kann nur dann das Vorliegen eines Entlassungsgrundes abgeleitet werden, wenn vom Arbeitgeber behauptet und bewiesen worden wäre, dass der Arbeitnehmer wusste, dass infolge der Unterlassung der Meldung dem Arbeitgeber ein beträchtlicher Schaden erwachsen könne. (T9) Beisatz: Hier: Haft des Arbeitnehmers. (T10)
  • 8 ObA 315/01h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2002 8 ObA 315/01h
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Verspätete Krankmeldung nach Arbeitsunfall, von dem der Arbeitgeber Kenntnis hatte, stellt keinen Entlassungsgrund nach § 82 lit f GewO dar. (T11)
  • 9 ObA 247/02t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2003 9 ObA 247/02t
    Beis wie T2; Beis wie T6
  • 9 ObA 2/07w
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 ObA 2/07w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6

Schlagworte

SW: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Verhinderung, Dienstverhinderung, Erkrankung, Fortzahlung, Lohn, Gehalt, Nachweis, Anzeige, Mitteilung, Attest, Bestätigung, Zeitraum, Schüler, Berufsausbildungsgesetz, vorzeitige Auflösung, wichtiger Grund, Verspätung, Dauer, Rechtsfolgen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0028891

Dokumentnummer

JJR_19550524_OGH0002_0040OB00038_5500000_001

Rechtssatz für 4Ob109/57 4Ob2/82 4Ob65...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0029527

Geschäftszahl

4Ob109/57; 4Ob2/82; 4Ob65/83; 4Ob60/84; 4Ob124/83; 14ObA75/87; 9ObA291/88; 9ObA290/88; 9ObA188/89; 9ObA199/89; 8ObA325/94; 8ObA213/97z; 9ObA124/98w; 8ObA196/01h; 8ObA214/01f; 8ObA304/01s; 8ObA315/01h; 9ObA233/02h; 9ObA247/02t; 8ObA113/02d; 9ObA2/07w; 9ObA128/06y; 9ObA17/11g; 9ObA6/13t; 9ObA158/13w; 9ObA169/13p

Entscheidungsdatum

29.01.2014

Norm

AngG §27 Z4 E4d
GewO §82 litf
  1. AngG Art. 1 § 27 heute
  2. AngG Art. 1 § 27 gültig ab 01.08.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 418/1975

Rechtssatz

Das Fernbleiben vom Dienst ist gerechtfertigt, wenn der Dienstnehmer tatsächlich krank und arbeitsunfähig ist, wenn auch die Krankmeldung verspätet vorgenommen wird. Eine verspätete Krankmeldung kann allerdings dann zum Anlass einer Entlassung genommen werden, wenn der Dienstnehmer wusste, dass dem Dienstgeber dadurch ein wesentlicher Schaden erwachsen werde und ihm die rechtzeitige Meldung leicht möglich gewesen wäre.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 109/57
    Entscheidungstext OGH 22.10.1957 4 Ob 109/57
    Veröff: Arb 6739 = SozM IA/b,49
  • 4 Ob 2/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 4 Ob 2/82
    Veröff: Arb 10097
  • 4 Ob 65/83
    Entscheidungstext OGH 14.06.1983 4 Ob 65/83
    Auch; nur: Das Fernbleiben vom Dienst ist gerechtfertigt, wenn der Dienstnehmer tatsächlich krank und arbeitsunfähig ist, wenn auch die Krankmeldung verspätet vorgenommen wird. (T1)
    Veröff: RdW 1984,116
  • 4 Ob 60/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1984 4 Ob 60/84
  • 4 Ob 124/83
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 124/83
    nur: Das Fernbleiben vom Dienst ist gerechtfertigt, wenn der Dienstnehmer tatsächlich krank und arbeitsunfähig ist. (T2)
  • 14 ObA 75/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 14 ObA 75/87
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Eine durch Krankheit hervorgerufene Arbeitsunfähigkeit schließt die Pflichtwidrigkeit der Arbeitsversäumung aus und ist als rechtmäßiger Hinderungsgrund anzusehen. Alkoholismus gilt nach den Erkenntnissen der modernen Medizin als Krankheit. (T3)
    Veröff: RdW 1988,53 = WBl 1988,58 = ZAS 1988/16 S 130 (Beck - Mannagetta) = DRdA 1990,297 (Mosler)
  • 9 ObA 291/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 9 ObA 291/88
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Verläßt der Arbeitnehmer mit Zustimmung des Arbeitgebers den Arbeitsplatz und unternimmt er danach einen Selbstmordversuch, hat dies allenfalls den Verlust des Entgeltanspruches zur Folge. (T4)
  • 9 ObA 290/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 9 ObA 290/88
    Auch; nur T2; Beisatz: Den Nachweis der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit wegen Erkrankung hat der Arbeitnehmer zu erbringen. (T5)
    Beisatz: § 48 ASGG (T6)
  • 9 ObA 188/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 9 ObA 188/89
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 199/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 199/89
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 8 ObA 325/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1995 8 ObA 325/94
    Beisatz: Hier: Durch das Fernbleiben des AN und die verspätete Krankmeldung kam es zu Verschiebungen der Produktionsabläufe und zu einer Verschlechterung des Arbeitsklimas. (T7)
  • 8 ObA 213/97z
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 8 ObA 213/97z
    Beis wie T3 nur: Eine durch Krankheit hervorgerufene Arbeitsunfähigkeit schließt die Pflichtwidrigkeit der Arbeitsversäumung aus und ist als rechtmäßiger Hinderungsgrund anzusehen. (T8)
    Beis wie T6
  • 9 ObA 124/98w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 ObA 124/98w
    Auch; Beisatz: In einem solchen Fall besitzt nicht die Verletzung der Verständigungspflicht, sondern die dadurch schuldhaft herbeigeführte Gefahr eines Schadens die zentrale Bedeutung für die Entlassung. (T9)
  • 8 ObA 196/01h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 196/01h
    Auch; nur T2; Beisatz: Hat der Arbeitnehmer bereits mehrfach, zu Ermahnungen des Arbeitgebers führende Pflichtverletzungen gesetzt, verwirklichen nach Fernbleiben von der Arbeit falsche, die Entlassung provozierende Angaben über den Grund des Fernbleibens den Entlassungsgrund des § 82 lit f 2. Tatbestand GewO. (T10)
  • 8 ObA 214/01f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 214/01f
    Ähnlich; Beis wie T9; Beisatz: Aus der Verletzung der Verständigungspflicht durch den Arbeitnehmer kann nur dann das Vorliegen eines Entlassungsgrundes abgeleitet werden, wenn vom Arbeitgeber behauptet und bewiesen worden wäre, dass der Arbeitnehmer wusste, dass infolge der Unterlassung der Meldung dem Arbeitgeber ein beträchtlicher Schaden erwachsen könne. (T11)
    Beisatz: Hier: Haft des Arbeitnehmers. (T12)
  • 8 ObA 304/01s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 8 ObA 304/01s
    Auch; Beis wie T9
  • 8 ObA 315/01h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2002 8 ObA 315/01h
    Beisatz: Verspätete Krankmeldung nach Arbeitsunfall, von dem der Arbeitgeber Kenntnis hatte, stellt keinen Entlassungsgrund nach § 82 lit f GewO dar. (T13)
  • 9 ObA 233/02h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 9 ObA 233/02h
    nur: Eine verspätete Krankmeldung kann allerdings dann zum Anlass einer Entlassung genommen werden, wenn der Dienstnehmer wusste, dass dem Dienstgeber dadurch ein wesentlicher Schaden erwachsen werde und ihm die rechtzeitige Meldung leicht möglich gewesen wäre. (T14)
    Beis wie T9
  • 9 ObA 247/02t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2003 9 ObA 247/02t
    Beis wie T9
  • 8 ObA 113/02d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 ObA 113/02d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 9 ObA 2/07w
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 ObA 2/07w
    Auch; nur T14
  • 9 ObA 128/06y
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 ObA 128/06y
    nur T2; Veröff: SZ 2007/17
  • 9 ObA 17/11g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 17/11g
    nur T2
  • 9 ObA 6/13t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 9 ObA 6/13t
    nur T2
  • 9 ObA 158/13w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 9 ObA 158/13w
    Auch; nur T14
  • 9 ObA 169/13p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 169/13p
    Auch; nur T14

Schlagworte

Beweislast, Suizid, Trunksucht, Alkoholabhängigkeit, Einverständnis, Ende, Beendigung, vorzeitige Auflösung, Rechtfertigungsgrund, Treuepflicht, wichtiger Grund, Entlassungsgrund, Dienstverhältnis, Arbeitsverhältnis, Hilfsarbeiter, Dienstverhinderung, Pflichtenvernachlässigung, Arbeiter

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0029527

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2014

Dokumentnummer

JJR_19571022_OGH0002_0040OB00109_5700000_001

Rechtssatz für 9ObA187/89 8ObA2235/96a...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0029600

Geschäftszahl

9ObA187/89; 8ObA2235/96a; 9ObA124/98w; 9ObA129/99g; 8ObA17/07v; 8ObA35/08t; 8ObA61/08s; 8ObA37/11s; 9ObA78/12d; 8ObA64/12p; 8ObA1/13z; 9ObA18/14h; 9ObA12/16d; 8ObA38/16w; 8ObA65/16s; 9ObA68/17s; 8ObA30/17w; 9ObA118/17v; 8ObA1/18g

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Rechtssatz

Nicht jeder geringe Verstoß gegen die Treuepflicht vermag einen Entlassungstatbestand zu begründen, doch kann sich ein solcher aus einer Summe von Verstößen ergeben. (Paragraph 48, ASGG).

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 187/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 187/89
  • 8 ObA 2235/96a
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 ObA 2235/96a
    Auch; Beisatz: Dies gilt für Fehlbeträge in der Kasse ebenso wie für unwahre Angaben. (T1)
  • 9 ObA 124/98w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 ObA 124/98w
    Vgl aber; Beisatz: Wenn auch die Summierung geringfügiger Verstöße den Tatbestand erfüllen kann, muss das zur Entlassung Anlass gebende Verhalten geeignet sein, die Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung im konkreten Fall zu begründen. Der eigentliche Anlassfall (hier um eine Viertelstunde verspätete Krankmeldung) muss sohin eine gewisse Mindestintensität aufweisen. (T2)
  • 9 ObA 129/99g
    Entscheidungstext OGH 09.07.1999 9 ObA 129/99g
    Auch; Beis wie T1 nur: Dies gilt für Fehlbeträge in der Kasse. (T3)
  • 8 ObA 17/07v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 17/07v
    Vgl; Beisatz: Der eigentliche Anlassfall muss für die Entlassung eine gewisse Mindestintensität aufweisen. (T4)
  • 8 ObA 35/08t
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 8 ObA 35/08t
    Vgl auch
  • 8 ObA 61/08s
    Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 ObA 61/08s
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Bei der Beurteilung der Unzumutbarkeit der Aufrechterhaltung des Vertragsverhältnisses spielt auch das Gesamtverhalten des Vertragspartners eine wesentliche Rolle. Nicht nur ein einzelner grober Verstoß, sondern auch mehrere, an sich minder schwere Verstöße können dazu führen, dass das Gesamtverhalten des Handelsvertreters als für den Geschäftsherrn unzumutbar erscheint. Es ist daher das Gesamtverhalten des Partners zu bewerten, wobei insoweit auch Verfehlungen berücksichtigt werden können, die nicht unmittelbar vor der vorzeitigen Auflösung gesetzt worden sind. Dieser Grundsatz kommt aber - auch beim hier vorliegenden Handelsvertreterverhältnis - nur dann zum Tragen, wenn der eigentliche Anlassfall für die vorzeitige Beendigung eine gewisse Mindestidentität erreicht und damit geeignet ist, die Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung im konkreten Fall zu begründen. (T5); Beisatz: Hier: Tankstellenbetreiber als Handelsvertreter. (T6)
  • 8 ObA 37/11s
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 ObA 37/11s
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 9 ObA 78/12d
    Entscheidungstext OGH 24.09.2012 9 ObA 78/12d
    Beis ähnlich wie T2
  • 8 ObA 64/12p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 ObA 64/12p
    Auch; Beis wie T4
  • 8 ObA 1/13z
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 ObA 1/13z
    Auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 18/14h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 18/14h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 ObA 12/16d
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 ObA 12/16d
    Vgl auch
  • 8 ObA 38/16w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 38/16w
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 65/16s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 ObA 65/16s
    Auch
  • 9 ObA 68/17s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 68/17s
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 30/17w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 ObA 30/17w
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Kündigung gemäß § 42 Abs 2 Z 1 VBO 1995. (T7)
  • 9 ObA 118/17v
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 118/17v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 1/18g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 ObA 1/18g
    Auch

Schlagworte

Angestellte, Untreue, Vertrauensunwürdigkeit, Entlassungsgrund, wichtiger Grund, vorzeitige Auflösung, Ende, Beendigung, Dienstverhältnis, Arbeitsverhältnis, Erheblichkeit, Vertrauensverwirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0029600

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19890830_OGH0002_009OBA00187_8900000_001

Rechtssatz für 2Ob784/53; 8Ob190/64; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0043307

Geschäftszahl

2Ob784/53; 8Ob190/64; 5Ob229/65; 1Ob254/66; 6Ob52/67; 1Ob33/67; 6Ob253/67; 4Ob508/69; 6Ob149/69; 1Ob266/70; 1Ob136/71; 2Ob75/71; 5Ob504/76; 7Ob685/80; 8Ob516/81; 5Ob305/81; 5Ob741/81; 8Ob200/81; 6Ob730/82; 8Ob302/82; 5Ob581/83; 2Ob525/83; 8Ob116/83; 6Ob690/83; 1Ob713/84; 8Ob53/85; 8Ob43/86; 4Ob517/87; 2Ob19/87; 5Ob529/88; 2Ob62/89; 10ObS163/92; 9ObA250/97y; 8ObA135/98f; 9ObA124/98w; 9Ob4/00d; 2Ob16/01v; 1Ob256/01f; 3Ob7/04g; 1Ob26/08t; 5Ob25/08z; 7Ob280/08i; 6Ob118/10m; 9ObA104/17k; 10Ob27/26g

Entscheidungsdatum

30.06.2026

Norm

ZPO §503 Z4 E1
  1. ZPO § 503 heute
  2. ZPO § 503 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Mit dem Revisionsgrund nach Ziffer 4, können die tatsächlichen Feststellungen der Untergerichte nur angefochten werden, soweit sie auf Schlussfolgerungen beruhen, die gegen Gesetze des Denkens und der Erfahrung verstoßen. Für diesen Revisionsgrund reicht es nicht aus, dass eine hienach einwandfreie Schlussfolgerung des Berufungsgerichtes durch eine andere ebenfalls als möglich anzuerkennende ersetzt werden kann. vergleiche RG vom 22.10.1941, römisch vier 121/41).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 784/53
    Entscheidungstext OGH 14.10.1953 2 Ob 784/53
  • 8 Ob 190/64
    Entscheidungstext OGH 13.07.1964 8 Ob 190/64
  • 5 Ob 229/65
    Entscheidungstext OGH 27.01.1966 5 Ob 229/65
  • 1 Ob 254/66
    Entscheidungstext OGH 15.12.1966 1 Ob 254/66
  • 6 Ob 52/67
    Entscheidungstext OGH 01.03.1967 6 Ob 52/67
    nur: Für diesen Revisionsgrund reicht es nicht aus, dass eine hienach einwandfreie Schlussfolgerung des Berufungsgerichtes durch eine andere ebenfalls als möglich anzuerkennende ersetzt werden kann. (T1)
  • 1 Ob 33/67
    Entscheidungstext OGH 09.03.1967 1 Ob 33/67
    Veröff: RZ 1967,105
  • 6 Ob 253/67
    Entscheidungstext OGH 21.09.1967 6 Ob 253/67
    nur: Mit dem Revisionsgrund nach Z 4 können die tatsächlichen Feststellungen der Untergerichte nur angefochten werden, soweit sie auf Schlussfolgerungen beruhen, die gegen Gesetze des Denkens und der Erfahrung verstoßen. (T2)
  • 4 Ob 508/69
    Entscheidungstext OGH 11.02.1969 4 Ob 508/69
    Beisatz: So auch schon 6 Ob 352/59 und 4 Ob 118/60 (T3)
  • 6 Ob 149/69
    Entscheidungstext OGH 02.07.1969 6 Ob 149/69
    nur T2
  • 1 Ob 266/70
    Entscheidungstext OGH 10.12.1970 1 Ob 266/70
  • 1 Ob 136/71
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 1 Ob 136/71
  • 2 Ob 75/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1972 2 Ob 75/71
  • 5 Ob 504/76
    Entscheidungstext OGH 10.02.1976 5 Ob 504/76
    nur T2
  • 7 Ob 685/80
    Entscheidungstext OGH 09.10.1980 7 Ob 685/80
  • 8 Ob 516/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 516/81
    nur T2
  • 5 Ob 305/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 5 Ob 305/81
    Vgl auch; nur T2
  • 5 Ob 741/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 741/81
    Vgl auch; nur T2
  • 8 Ob 200/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 200/81
    nur T2
  • 6 Ob 730/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 6 Ob 730/82
    nur T2; Beisatz: Gilt auch im Verfahren über die Vaterschaft zu einem unehelichen Kind. (T4)
  • 8 Ob 302/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 8 Ob 302/82
  • 5 Ob 581/83
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 5 Ob 581/83
    nur T2
  • 2 Ob 525/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 2 Ob 525/83
    nur T2
  • 8 Ob 116/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 116/83
    nur T2
  • 6 Ob 690/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1984 6 Ob 690/83
    nur T2; Beisatz: Wenn grundsätzliche Sprachregeln verletzt wurden (T5)
  • 1 Ob 713/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 713/84
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 57/198 = RdW 1985,211 = JBl 1985,616
  • 8 Ob 53/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 53/85
    Auch
  • 8 Ob 43/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 43/86
  • 4 Ob 517/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 4 Ob 517/87
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
    nur T2; Veröff: ZVR 1988/130 S 281
  • 5 Ob 529/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 5 Ob 529/88
  • 2 Ob 62/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 62/89
    nur T2
  • 10 ObS 163/92
    Entscheidungstext OGH 30.06.1992 10 ObS 163/92
    nur T2
  • 9 ObA 250/97y
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 250/97y
    nur T2
  • 8 ObA 135/98f
    Entscheidungstext OGH 18.05.1998 8 ObA 135/98f
    nur T2
  • 9 ObA 124/98w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 ObA 124/98w
  • 9 Ob 4/00d
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 9 Ob 4/00d
    nur T2
    Beisatz: Ein solcher Verstoß liegt nur dann vor, wenn die logische oder sprachliche Operation des Gerichts zur Gewinnung seiner Beweiswürdigung bereits in abstracto logisch oder sprachlich unmöglich war. (T5a)
    Anm: Die hier irrtümlich vergebene Zahl T5 wurde auf T5a ausgebessert. (Sept 2026)
  • 2 Ob 16/01v
    Entscheidungstext OGH 02.10.2001 2 Ob 16/01v
    Vgl auch; nur T2
  • 1 Ob 256/01f
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 256/01f
  • 3 Ob 7/04g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 7/04g
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 26/08t
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 26/08t
  • 5 Ob 25/08z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 25/08z
    Vgl auch
  • 7 Ob 280/08i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 280/08i
    Auch
  • 6 Ob 118/10m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 118/10m
    Vgl auch
  • 9 ObA 104/17k
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 104/17k
    Auch; Beis wie T5
  • 10 Ob 27/26g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.06.2026 10 Ob 27/26g
    vgl; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0043307

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2026

Dokumentnummer

JJR_19531014_OGH0002_0020OB00784_5300000_002