Rechtssatz für 8Ob545/84

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0013905

Geschäftszahl

8Ob545/84

Entscheidungsdatum

11.09.1984

Rechtssatz

Bestimmungen eines Wettbewerbsausschreibens sind nach Paragraphen 914, 915, ABGB auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0013905

Dokumentnummer

JJR_19840911_OGH0002_0080OB00545_8400000_001

Rechtssatz für 8Ob545/84

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0013919

Geschäftszahl

8Ob545/84

Entscheidungsdatum

11.09.1984

Norm

ABGB §860
ABGB §914 IIIh
  1. ABGB § 860 heute
  2. ABGB § 860 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 914 heute
  2. ABGB § 914 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Ergibt sich aus einer Wettbewerbsausschreibung, daß der Sinn des Wettbewerbes nicht darin lag, der Ausloberin die Zuerkennung von Preisen nach eigenem Ermessen zu gestatten, sondern sie an die Entscheidung eines in fachlicher Weise besonders qualifizierten Gremiums, des Preisgerichtes, zu binden, dann ist die Ausloberin nur insoweit berechtigt und verpflichtet, die ausgelobten Preise zuzuerkennen und auszubezahlen, als ihr dies auf Grund der vorliegenden Entscheidung des Preisgerichtes möglich ist ( hier: der Entscheidung des Preisgerichtes ließ sich nicht einmal schlüssig entnehmen, wem der Preis zufallen soll, wenn der Verfasser einer prämiierten Arbeit zur Teilnahme am Wettbewerb nicht berechtigt war).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0013919

Dokumentnummer

JJR_19840911_OGH0002_0080OB00545_8400000_002

Rechtssatz für 8Ob545/84 7Ob562/91

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0028676

Geschäftszahl

8Ob545/84; 7Ob562/91

Entscheidungsdatum

04.09.1991

Norm

ABGB §1313a I
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Mitglieder eines Preisgerichtes sind nicht Erfüllungsgehilfen des Veranstalters des Preisausschreibens.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84
  • 7 Ob 562/91
    Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 562/91
    Veröff: EvBl 1991/187 S 818

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0028676

Dokumentnummer

JJR_19840911_OGH0002_0080OB00545_8400000_003

Rechtssatz für 5Ob203/59 5Ob638/81 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0013909

Geschäftszahl

5Ob203/59; 5Ob638/81; 8Ob545/84; 7Ob562/91; 6Ob621/91; 2Ob251/06k

Entscheidungsdatum

26.04.2007

Norm

ABGB §860
  1. ABGB § 860 heute
  2. ABGB § 860 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Wird bei einem Preisausschreiben die Zuerkennung des Preises einer Jury überlassen, ist deren Entscheidung darüber, welche Leistung die preiswürdige ist - die Einhaltung des im Preisausschreiben für die Preisermittlung vorgesehenen Verfahrens vorausgesetzt - der Anfechtung vor dem Richter entzogen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 203/59
    Entscheidungstext OGH 29.04.1959 5 Ob 203/59
    Veröff: EvBl 1959/258 S 461 = RZ 1959,157 = SZ 32/57
  • 5 Ob 638/81
    Entscheidungstext OGH 22.09.1981 5 Ob 638/81
    Vgl; Veröff: RZ 1982/1 S 9 = SZ 54/130
  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84
    Vgl; Beisatz: Die Vornahme der erforderlichen Bewertung durch das Gericht ist ausgeschlossen; das Gericht kann nur den erfolgten Ausspruch für ungültig erklären und den Ausschreibenden allenfalls zu neuerlicher Beurteilung verhalten. (T1)
  • 7 Ob 562/91
    Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 562/91
    Veröff: EvBl 1991/187 S 818
  • 6 Ob 621/91
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 6 Ob 621/91
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 251/06k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 251/06k
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0013909

Dokumentnummer

JJR_19590429_OGH0002_0050OB00203_5900000_001

Rechtssatz für 4Ob604/70 5Ob601/77 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0028683

Geschäftszahl

4Ob604/70; 5Ob601/77; 6Ob764/79; 8Ob545/84; 1Ob33/94; 2Ob19/97a; 5Ob107/06f; 10Ob96/08b; 10Ob16/11t

Entscheidungsdatum

31.05.2011

Norm

ABGB §1313a I
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine Haftung nach Paragraph 1313, a ABGB setzt eine Leistungspflicht voraus, eine bloße Gefälligkeitszusage genügt nicht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 604/70
    Entscheidungstext OGH 17.11.1970 4 Ob 604/70
    Veröff: SZ 43/209 = EvBl 1971/194 S 348 = JBl 1971,361
  • 5 Ob 601/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 601/77
    Ähnlich; Beisatz: Entgeltlichkeit des Rechtsgeschäftes ist jedoch nicht Voraussetzung. (T1)
  • 6 Ob 764/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 6 Ob 764/79
    Vgl auch
  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84
    Ähnlich; Beisatz: Mitglieder eines Preisgerichtes sind nicht Erfüllungsgehilfen des Veranstalters des Preisausschreibens. (T2)
  • 1 Ob 33/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 33/94
    Vgl; Beisatz: Handelt es sich um Gefälligkeitszusagen, denen ersichtlich rechtsgeschäftlicher Verpflichtungswille fehlt, kann schon mangels Vorliegens eines Schuldverhältnisses keine Haftung für einen Erfüllungsgehilfen eintreten. (T3)
  • 2 Ob 19/97a
    Entscheidungstext OGH 19.11.1998 2 Ob 19/97a
    Vgl; Beisatz: Hier: Prekarium. (T4)
  • 5 Ob 107/06f
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 107/06f
  • 10 Ob 96/08b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2008 10 Ob 96/08b
  • 10 Ob 16/11t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 16/11t
    Vgl aber; Beisatz: Unentgeltlichkeit hindert jedenfalls dann nicht die Anwendbarkeit des § 1313a ABGB, wenn der Schuldner seine Leistung nicht aus Gefälligkeit, sondern im eigenen Interesse, so etwa aus Werbegründen, erbringt. (T5); Beisatz: Vgl RS0028680. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0028683

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19701117_OGH0002_0040OB00604_7000000_003

Rechtssatz für 8Ob539/78; 4Ob596/79; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019389

Geschäftszahl

8Ob539/78; 4Ob596/79; 8Ob545/84; 7Ob562/84; 1Ob601/92; 4Ob2112/96h; 4Ob70/23g

Entscheidungsdatum

21.11.2023

Rechtssatz

Ein Erfüllungsgehilfe ist immer ein Gehilfe, also ein Werkzeug des Machthabers, dessen sich dieser zur Erfüllung des ihm aufgetragenen Geschäftes bedient, der aber vom Machthaber abhängig ist und unter dessen Aufsicht steht. Den Substituten unterscheidet dagegen die Unabhängigkeit von der Aufsicht des Machthabers.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 8 Ob 539/78
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
  • 8 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 545/84
    Auch
  • 7 Ob 562/84
    Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 562/84
    Auch; Veröff: EvBl 1991/187 S 818
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Vgl auch; Beisatz: Substitution liegt vor, wenn es dem Schuldner gestattet ist, die Ausführung selbst einem Dritten zu überlassen. Seine Leistung besteht dann nur in der Beistellung des Dritten. Bedient sich aber der Schuldner bei der von ihm geschuldeten Leistung eines wenn auch selbständigen Dritten, so ist dieser Dritte sein Erfüllungsgehilfe. (T1) Veröff: EvBl 1993/119 S 520
  • 4 Ob 2112/96h
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2112/96h
    Beisatz: Die Übertragung eines Geschäfts zu eigener selbstverantwortlicher Besorgung ist mit dem Begriff eines Erfüllungsgehilfen nicht vereinbar. (T2) Veröff: SZ 69/115
  • 4 Ob 70/23g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 4 Ob 70/23g
    Beisatz wie T1: Hier: Die Beklagte hat sich der Nebenintervenientin zur Ausübung der Schutz- und Sorgfaltspflichten bedient. Weiters steht der Beklagten gegenüber der Nebenintervenientin ein Aufsichtsrecht zu. Die Auffassung des Berufungsgerichts, dass die Nebenintervenientin als Erfüllungsgehilfin der Beklagten zu qualifizieren sei, ist daher kein unvertretbares Auslegungsergebnis. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0019389

Im RIS seit

11.10.1978

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2024

Dokumentnummer

JJR_19781011_OGH0002_0080OB00539_7800000_001