Rechtssatz für 13Os139/83

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0096579

Geschäftszahl

13Os139/83

Entscheidungsdatum

15.12.1983

Norm

StGB §302
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Handelt ein Dekanatsbeamter bei der (mißbräuchlichen) Behandlung seines eigenen Ansuchens mit dem Vorsatz, das Fakultätskollegium über die Existenz einer für ihn negativ ausgefallenen, (rechtskräftigen und unabänderlichen) Vorentscheidung zu täuschen, um solcherart rechtswidrig die abermalige Zulassung zum Rigorosum zu erreichen, so verletzt er den Staat in seinem konkreten Recht auf Ausschluß seiner Person vom Doktoratsstudium, vereitelt die durch den fraglichen Bescheid gesetzte staatliche Maßnahme und verantwortet damit einen Mißbrauch der Amtsgewalt (so schon 13 Os 130/82).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 139/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 13 Os 139/83

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0096579

Dokumentnummer

JJR_19831215_OGH0002_0130OS00139_8300000_001

Rechtssatz für 10Os123/78 13Os139/83 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095593

Geschäftszahl

10Os123/78; 13Os139/83; 12Os54/85

Entscheidungsdatum

17.10.1985

Norm

StGB §223
StGB §302
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Paragraph 302, StGB und Paragraph 223, StGB schützen nicht kongruente Rechtsgüter.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 123/78
    Entscheidungstext OGH 17.01.1979 10 Os 123/78
    Veröff: SSt 50/6
  • 13 Os 139/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 13 Os 139/83
    Vgl; Beisatz: Realkonkurrenz möglich. (T1)
  • 12 Os 54/85
    Entscheidungstext OGH 17.10.1985 12 Os 54/85
    Beis wie T1; Beisatz: Eine den Amtsmißbrauch deckende Urkundenfälschung ist nach § 223 (hier auch § 224) StGB strafbar. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0095593

Dokumentnummer

JJR_19790117_OGH0002_0100OS00123_7800000_005

Rechtssatz für 13Os7/73 10Os180/80 13O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100212

Geschäftszahl

13Os7/73; 10Os180/80; 13Os139/83; 9Os4/87; 14Os14/90; 14Os4/91; 14Os139/94; 14Os82/02

Entscheidungsdatum

28.01.2003

Rechtssatz

Paragraph 293, Absatz 2, StPO normiert eine Bindewirkung hinsichtlich einer vom OGH in einer bestimmten Sache ausgesprochenen Rechtsansicht nur für das zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung berufene Gericht erster Instanz; in Ansehung des OGH selbst schließt die in den Vorschriften der Paragraphen 293, Absatz 4 und 285 d Absatz eins, Ziffer eins, (zweiter Alternativfall) StPO getroffene Regelung von vornherein eine wiederholte sachliche Befassung - auch von einem anderen als dem ursprünglichen Rechtsmittelwerber - mit der betreffenden Rechtsfrage und deren allenfalls mehrfach unterschiedliche Beantwortung in derselben Sache aus.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 7/73
    Entscheidungstext OGH 08.03.1973 13 Os 7/73
    Veröff: SSt 44/6 = EvBl 1973/212 S 443 = JBl 1973,538 = RZ 1973/123 S 89
  • 10 Os 180/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 10 Os 180/80
    Vgl auch;
  • 13 Os 139/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 13 Os 139/83
    Vgl auch
  • 9 Os 4/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 9 Os 4/87
    Vgl auch; nur: In Ansehung des OGH selbst schließt die in den Vorschriften der §§ 293 Abs 4 und 285 d Abs 1 Z 1 (zweiter Alternativfall) StPO getroffene Regelung von vornherein eine wiederholte sachliche Befassung - auch von einem anderen als dem ursprünglichen Rechtsmittelwerber - mit der betreffenden Rechtsfrage und deren allenfalls mehrfach unterschiedliche Beantwortung in derselben Sache aus. (T1)
  • 14 Os 14/90
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 14 Os 14/90
    Vgl auch
  • 14 Os 4/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 14 Os 4/91
    Vgl auch; Veröff: SSt 58/47
  • 14 Os 139/94
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 14 Os 139/94
  • 14 Os 82/02
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 14 Os 82/02
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0100212

Dokumentnummer

JJR_19730308_OGH0002_0130OS00007_7300000_001

Rechtssatz für 13Os4/79 12Os24/82 13Os...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091613

Geschäftszahl

13Os4/79; 12Os24/82; 13Os139/83; 12Os54/85; 15Os98/90; 17Os9/13x; 17Os28/13s; 17Os9/18d

Entscheidungsdatum

03.08.2018

Rechtssatz

Paragraph 302, StGB verdrängt Paragraph 223, Absatz 2, StGB, wenn alle Merkmale der Urkundenfälschung im Mißbrauch der Amtsgewalt (oder in einer Phase derselben) enthalten ist.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 4/79
    Entscheidungstext OGH 19.04.1979 13 Os 4/79
  • 12 Os 24/82
    Entscheidungstext OGH 06.05.1982 12 Os 24/82
    Veröff: EvBl 1982/158 S 500
  • 13 Os 139/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 13 Os 139/83
    Vgl; Beisatz: Realkonkurrenz möglich. (T1)
  • 12 Os 54/85
    Entscheidungstext OGH 17.10.1985 12 Os 54/85
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Keine straflose Nachtat. (T2)
  • 15 Os 98/90
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 15 Os 98/90
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 17 Os 9/13x
    Entscheidungstext OGH 07.10.2013 17 Os 9/13x
    Vgl aber; Beisatz: Echte (Realkonkurrenz) eines zur Absicherung eines Missbrauchs der Amtsgewalt (und nicht als dessen Teilakt) verwirklichten Urkundendelikts ist aber möglich, wenn durch dieses ein weiteres Rechtsgut beeinträchtigt wird. (T3)
  • 17 Os 28/13s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 28/13s
    Auch; Beis wie T3
  • 17 Os 9/18d
    Entscheidungstext OGH 03.08.2018 17 Os 9/18d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0091613

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2018

Dokumentnummer

JJR_19790419_OGH0002_0130OS00004_7900000_001

Rechtssatz für 13Os72/76; 13Os138/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0096307

Geschäftszahl

13Os72/76; 13Os138/81; 13Os139/83; 11Os4/87; 14Os56/88; 13Os29/89; 13Os58/89; 14Os130/90; 14Os62/24k (14Os63/24g)

Entscheidungsdatum

03.09.2024

Norm

StGB §302
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Kein Mißbrauch der Amtsgewalt durch Handlungen eines Beamten, die schon nach ihrer Art nicht als ein Organhandeln im Rahmen der Hoheitsverwaltung gelten können, sei es, daß der Beamte in seinem Amte zwar in amtlicher Eigenschaft, ohne aber als Träger staatlicher Gewalt (= Vertreter des Staates) tätig zu werden, Handlungen vornimmt, für die er an sich seiner vorgesetzten Dienststelle persönlich verantwortlich ist, sei es, daß es sich um eine Tat handelt, die von einem Beamten zwar während seiner Amtsbesorgung oder im Zusammenhang damit unter mißbräuchlicher Ausübung der ihm durch seine Amtsstellung eingeräumten tatsächlichen Möglichkeiten, jedoch ohne Ausübung einer Amtsgewalt (eines Amtsgeschäftes) begangen wird.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 72/76
    Entscheidungstext OGH 21.12.1976 13 Os 72/76
    Veröff: SSt 47/83 = JBl 1977,274 = EvBl 1977/185 S 406 = ÖJZ-LSK 1977/81
  • 13 Os 138/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 13 Os 138/81
    nur: Kein Mißbrauch der Amtsgewalt durch Handlungen eines Beamten, die schon nach ihrer Art nicht als ein Organhandeln im Rahmen der Hoheitsverwaltung gelten können, sei es, daß es sich um eine Tat handelt, die von einem Beamten zwar während seiner Amtsbesorgung oder im Zusammenhang damit unter mißbräuchlicher Ausübung der ihm durch seine Amtsstellung eingeräumten tatsächlichen Möglichkeiten, jedoch ohne Ausübung einer Amtsgewalt (eines Amtsgeschäftes) begangen wird. (T1) Veröff: JBl 1982,548 = EvBl 1982/198 S 666
  • 13 Os 139/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 13 Os 139/83
    Vgl auch
  • 11 Os 4/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 11 Os 4/87
    Vgl auch; Beisatz: Verrichtungen tatsächlicher Art unterfallen nur dann dem Tatbestand des § 302 Abs 1 StGB, wenn sie wie Organhandlungen zu werten sind. (T2) Veröff: JBl 1987,735 = EvBl 1987/153 S 540 = RZ 1987/56 S 204
  • 14 Os 56/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 14 Os 56/88
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SSt 59/68 = JBl 1989,260
  • 13 Os 29/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 13 Os 29/89
    Vgl; Veröff: SSt 60/32 = JBl 1990,195
  • 13 Os 58/89
    Entscheidungstext OGH 06.07.1989 13 Os 58/89
    Vgl aber; Beisatz: Sowohl aus der - im Konnex der §§ 74 Z 4 und 302 StGB hergestellten - Zusammenfassung unter einem Oberbegriff als auch aus der Gleichordnung in Zitierweise des § 74 Z 4 StGB als auch aus der Notwendigkeit, einen Wertungswiderspruch zu vermeiden, folgt, daß die sonstigen Aufgaben der Bundesverwaltung, Landesverwaltung oder Gemeindeverwaltung den Rechtshandlungen wenigstens einigermaßen gleichwertig sein müssen (vgl im Ansatz JBl 1989,260). Mit dieser Gleichwertigkeitsthese verzichtet der OGH auf den in der Auslegung des § 302 StGB bisher vielfach verwendeten, verschwommenen Ausdruck "Organhandeln", der nicht als Begriff angesprochen werden kann, weil er sich einer exakten Definition stets entzogen hat. Desgleichen kann auf den infolge seiner terminologischen Überfrachtung letztlich unergiebigen Definitionsversuch des "Amtsgeschäftes" (ÖJZ-LSK 1978/236 ua) verzichtet werden. (T3) Veröff: SSt 60/45 = EvBl 1990/5 S 24 = RZ 1990/35 S 77
  • 14 Os 130/90
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 14 Os 130/90
    Vgl auch; Beisatz: Beamte können einen Amtsmißbrauch nur durch die mißbräuchliche Vornahme eines Hoheitsaktes im Namen ihres Rechtsträgers oder durch Mißbräuche tatsächlicher Art begehen, die wie Organhandlungen zu werten sind. (T4) Veröff: EvBl 1991/119 S 512
  • 14 Os 62/24k
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 62/24k
    vgl; Beisatz: § 302 StGB erfasst das Verhalten eines Beamten (§ 74 Abs 1 Z 4 StGB) in Ausübung seiner Organfunktion, nicht aber bloßes Privathandeln, mag es auch anlässlich - aber ohne intentionalen Zusammenhang mit - der Amtsausübung gesetzt werden. (T5)
    Beisatz: Hier: Handeln eines Beamten in eigenen besoldungsrechtlichen Angelegenheiten (vgl auch 14 Os 40/19t) (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0096307

Im RIS seit

21.12.1976

Zuletzt aktualisiert am

04.11.2024

Dokumentnummer

JJR_19761221_OGH0002_0130OS00072_7600000_003