Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2024/10/0018

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2024/10/0018

Entscheidungsdatum

11.08.2025

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UVPG 2000 §19 Abs4

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2024/10/0019

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2021/10/0111 B 18. Juli 2023 RS 2

Stammrechtssatz

Bürgerinitiativen genießen nur nach dem UVPG 2000 eine "besondere Rechtsstellung" vergleiche VwGH 26.2.2020, Ra 2019/05/0047).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2024100018.L01

Im RIS seit

16.09.2025

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2025

Dokumentnummer

JWR_2024100018_20250811L01

Rechtssatz für Ra 2024/10/0018

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2024/10/0018

Entscheidungsdatum

11.08.2025

Index

L55004 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Oberösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

NatSchG OÖ 2001 §14
NatSchG OÖ 2001 §39b Abs4 Z1
VwRallg

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2024/10/0019

Rechtssatz

Schon nach dem Wortsinn der Bestimmung des Paragraph 39 b, Absatz 4, Ziffer eins, Oö. NSchG 2001 kommt einer berechtigen Umweltorganisation die Legitimation zur Erhebung einer Beschwerde gegen einen Bescheid gemäß Paragraph 14, Oö. NSchG 2001 auch dann zu, wenn die Behörde die von der Umweltorganisation geltend gemachte Verletzung von die FFH-Richtlinie oder die Vogelschutz-Richtlinie umsetzenden Bestimmungen des Oö. NSchG 2001 gar nicht thematisiert (und also überhaupt nicht behandelt) hat. (Dies entspricht auch der vom Landesgesetzgeber - im Zuge der Anpassung des oberösterreichischen Naturschutzrechts an die Erfordernisse der EuGH-Rechtsprechung zur Aarhus-Konvention - u.a. verfolgten Zielsetzung, berechtigten Umweltorganisation (u.a.) "in jenen Projektverfahren" ein Beschwerderecht einzuräumen, "in denen unionsrechtlich geschützte Pflanzen- und Tierarten betroffen sind"; so könne nämlich "seitens der Umweltorganisationen auch geltend gemacht werden, dass die Behörde auf einzelne besonders geschützte Arten rechtswidrigerweise gar nicht Bedacht genommen hat." [vgl. Erl RV, Oö. LT, Blg. 1031 aus 2019,, römisch 28 . GP, S. 21f]).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2024100018.L02

Im RIS seit

16.09.2025

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2025

Dokumentnummer

JWR_2024100018_20250811L02

Rechtssatz für Ra 2024/10/0018

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2024/10/0018

Entscheidungsdatum

11.08.2025

Index

L55004 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Oberösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

NatSchG OÖ 2001 §39a Abs2
NatSchG OÖ 2001 §39b Abs4 Z1
NatSchG OÖ 2001 §39b Abs5
VwRallg

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2024/10/0019

Rechtssatz

Das durch Paragraph 39 a, Absatz 2, in Verbindung mit Paragraph 39 b, Absatz 5, Oö. NSchG 2001 eingerichtete System der Zustellung bestimmter Bescheide mit unionsumweltrechtlicher Relevanz im Wege einer elektronischen Plattform ermöglicht gerade, dass berechtigte Umweltorganisationen iSd Paragraph 39 a, Absatz eins, Oö. NSchG 2001 von naturschutzrechtlichen Verfahren, an denen sie nicht beteiligt gewesen sind, Kenntnis erlangen und die daraus erwachsenen Bescheide bekämpfen können vergleiche die Gesetzesmaterialien, Erl RV, Oö. LT, Blg. 1031 aus 2019,, römisch 28 . GP, S. 19).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2024100018.L04

Im RIS seit

16.09.2025

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2025

Dokumentnummer

JWR_2024100018_20250811L03

Rechtssatz für Ra 2024/10/0018

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2024/10/0018

Entscheidungsdatum

11.08.2025

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §48 Abs2 Z1
  1. VwGG § 48 heute
  2. VwGG § 48 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 48 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  4. VwGG § 48 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VwGG § 48 gültig von 01.09.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  6. VwGG § 48 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2024/10/0019

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2019/04/0074 B 27. Jänner 2020 RS 3 (hier "Beschluss" statt "Erkenntnis")

Stammrechtssatz

Der Antrag der belangten Behörde auf Zuerkennung von Aufwandersatz war abzuweisen, weil der Inhalt des als Revisionsbeantwortung bezeichneten Schriftsatzes außer allgemeinen Ausführungen sowie einem Verweis auf die Begründungen des Bescheides der belangten Behörde und des angefochtenen Erkenntnisses kein sonstiges auf die Revision Bezug habendes Vorbringen enthält vergleiche VwGH 30.4.2019, Ro 2017/06/0001; 28.12.2018, Ra 2018/11/0030; jeweils mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2024100018.L03

Im RIS seit

16.09.2025

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2025

Dokumentnummer

JWR_2024100018_20250811L04