Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2019/04/0234

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2019/04/0234

Entscheidungsdatum

22.03.2023

Index

97 Öffentliches Auftragswesen

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2011/04/0042 E 9. April 2013 VwSlg 18602 A/2013 RS 8

Stammrechtssatz

Es ist grundsätzlich Sache des öffentlichen Auftraggebers, die Mindestanforderungen der Leistung, die er beschaffen will, festzulegen. Wesentlich ist aber im Hinblick auf die Gleichbehandlung der Bieter, dass die vom öffentlichen Auftraggeber ausgeschriebenen Leistungen eindeutig, vollständig und neutral beschrieben sind bzw. nicht so umschrieben sind, dass bestimmte Bieter von vornherein Wettbewerbsvorteile genießen vergleiche hiezu etwa das hg. Erkenntnis vom 28. Mai 2008, Zlen. 2007/04/0232 und 0233, mwN; vergleiche auch das hg. Erkenntnis vom 21. März 2011, Zl. 2008/04/0083, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RO2019040234.J01

Im RIS seit

11.04.2023

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2023

Dokumentnummer

JWR_2019040234_20230322J01

Rechtssatz für Ro 2019/04/0234

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2019/04/0234

Entscheidungsdatum

22.03.2023

Index

97 Öffentliches Auftragswesen

Rechtssatz

Es besteht insbesondere im Kontext eines einheitlichen Binnenmarktes mit echtem Wettbewerb für das Unionsrecht ein Interesse daran, dass die Beteiligung möglichst vieler Bieter an einer Ausschreibung sichergestellt wird vergleiche VwGH 18.6.2012, 2010/04/0011, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RO2019040234.J02

Im RIS seit

11.04.2023

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2023

Dokumentnummer

JWR_2019040234_20230322J02

Rechtssatz für Ro 2019/04/0234

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ro 2019/04/0234

Entscheidungsdatum

22.03.2023

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
97 Öffentliches Auftragswesen

Rechtssatz

Durch die Rechtsprechung des VwGH ist als Leitlinie vorgegeben, dass der Auftraggeber bei der Festlegung des Leistungsgegenstandes grundsätzlich frei ist, soweit er das Diskriminierungsverbot sowie die Grundsätze des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs und den Wettbewerbsgrundsatz beachtet.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RO2019040234.J03

Im RIS seit

11.04.2023

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2023

Dokumentnummer

JWR_2019040234_20230322J03