Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2026/08/0023

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2026/08/0023

Entscheidungsdatum

13.04.2026

Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
21/01 Handelsrecht
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ABGB §1153
ASVG §4 Abs2
UGB §164
  1. ABGB § 1153 heute
  2. ABGB § 1153 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2016/08/0011 E 24. November 2016 VwSlg 19494 A/2016 RS 6 (hier mit dem Zusatz: "und daher auch der Versicherungspflicht nach § 4 Abs. 2 ASVG unterliegt")

Stammrechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof hat sich insbesondere mit der Stellung von Kommanditisten einer KG mehrmals befasst und ausgeführt, dass es keineswegs ausgeschlossen ist, dass ein an der Geschäftsführung nicht beteiligter Kommanditist in einem Verhältnis wirtschaftlicher und persönlicher Abhängigkeit zur Gesellschaft als Dienstgeberin beschäftigt sein kann vergleiche die hg. Erkenntnisse vom 2. Mai 2012, 2010/08/0083, und vom 10. Juni 2009, 2007/08/0142).

Schlagworte

Dienstnehmer Begriff Persönliche Abhängigkeit Dienstnehmer Begriff Wirtschaftliche Abhängigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026080023.L01

Im RIS seit

12.05.2026

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2026

Dokumentnummer

JWR_2026080023_20260413L01

Entscheidungstext Ra 2026/08/0023

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

Ra 2026/08/0023

Entscheidungsdatum

13.04.2026

Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
21/01 Handelsrecht
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ABGB §1153
ASVG §4 Abs2
UGB §164
  1. ABGB § 1153 heute
  2. ABGB § 1153 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Präsident Dr. Posch und die Hofräte Mag. Stickler und Mag. Tolar als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Kittinger, LL.M., über die Revision der K KG, vertreten durch die RSS Rechtsanwälte OG in Mattersburg, gegen das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Jänner 2026, 1. W164 2319755-1/7E, 2. W164 2319922-1/6E, 3. W164 2319923-1/5E, 4. W164 2319924-1/5E, 5. W164 2319925-1/5E, 6. W164 2319927-1/6E, 7. W164 2319928-1/5E, 8. W164 2319929-1/5E, 9. W164 2319931-1/5E, 10. W164 2319933-1/5E, 11. W164 2319937-1/6E, 12. W164 2319935-1/5E, 13. W164 2319937-1/5E, 14. W164 2319938-1/5E, 15. W164 2319940-1/6E, 16. W164 2319941-1/5E und 17. W164 2319943-1/5E, betreffend Pflichtversicherung nach dem ASVG (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Österreichische Gesundheitskasse; weitere Partei: Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; mitbeteiligte Parteien: 1. N A, 2. M B, 3. S B, 4. R C, 5. H K, 6. D K, 7. M L, 8. T M, 9. N M, 10. L O, 11. J P, 12. P S, 13. J S, 14. L S, 15. T römisch fünf, 16. P W, 17. H Z, 18. Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen, 19. Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, 20. Pensionsversicherungsanstalt), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Mit einzelnen Bescheiden vom 15. Juli 2025 stellte die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) fest, dass die erst- bis siebzehntmitbeteiligten Parteien hinsichtlich der für die revisionswerbende Partei „ausgeübten Tätigkeit als mittätiger Kommanditist“ in jeweils genannten Zeiträumen der „Pflicht(Voll)versicherung“ in der Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung gemäß Paragraph 4, Absatz eins, und Absatz 2, ASVG in Verbindung mit , Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG unterlegen seien.
2
Über die gegen diese Bescheide von der revisionswerbenden Partei erhobenen Beschwerden entschied das Bundesverwaltungsgericht mit dem angefochtenen Erkenntnis, indem es für drei der mitbeteiligten Parteien den Zeitraum der Feststellung der Pflichtversicherung modifizierte und die Beschwerden im Übrigen als unbegründet abwies. Die Revision erklärte das Bundesverwaltungsgericht gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG für nicht zulässig.
3
Nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.
4
Nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGG sind Revisionen, die sich wegen Nichtvorliegens der Voraussetzungen des Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zur Behandlung eignen, ohne weiteres Verfahren mit Beschluss zurückzuweisen.
5
Nach Paragraph 34, Absatz eins a, VwGG ist der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichtes gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG nicht gebunden. Die Zulässigkeit einer außerordentlichen Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG hat der Verwaltungsgerichtshof im Rahmen der dafür in der Revision vorgebrachten Gründe (Paragraph 28, Absatz 3, VwGG) zu überprüfen.
6
In der gesonderten Zulassungsbegründung ist konkret darzulegen, in welchen Punkten die angefochtene Entscheidung von welcher Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht bzw. konkret welche Rechtsfrage der Verwaltungsgerichtshof uneinheitlich oder noch gar nicht beantwortet hat. Lediglich pauschale Behauptungen erfüllen diese Voraussetzungen nicht vergleiche , aus der ständigen Rechtsprechung etwa VwGH 5.9.2023, Ra 2023/08/0090, mwN).
7
Die vorliegende außerordentliche Revision bringt zu ihrer Zulässigkeit unter dem Gesichtspunkt einer Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung vor, das angefochtene Erkenntnis betreffe eine „neue rechtliche Fragestellung“, die von allgemeiner Bedeutung sei und über den Einzelfall hinausgehe. Das Bundesverwaltungsgericht habe im angefochtenen Erkenntnis festgestellt, dass maßgebliche Einflussmöglichkeiten der Kommanditisten auf die Geschäftsführung gefehlt und die Merkmale der persönlichen Abhängigkeit gegenüber den Merkmalen einer selbständigen Erwerbstätigkeit überwogen hätten. Diese Annahme beruhe jedoch auf einer unrichtigen Rechtsansicht sowie unrichtigen Tatsachenfeststellungen, die auf eine angesichts der aufgenommenen Beweise als unvertretbar anzusehende Beweiswürdigung gestützt worden seien. Als zentrale Rechtsfrage sei anzusehen, ob und wie die Merkmale der persönlichen Abhängigkeit im Lichte des Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins und Absatz 2, ASVG zu bewerten seien, wenn Kommanditisten in einem Vertragsverhältnis zu einer KG stünden, „deren Geschäftsbeziehungen durch die dispositiven Regelungen des Paragraph 164, UGB modifiziert“ worden seien. Weiters erhebe sich die Frage, ob die Bewertung einer Tätigkeit als Dienstverhältnis im Sinne des Paragraph 4, Absatz eins und Absatz 2, ASVG auch dann gerechtfertigt sei, wenn „der Betroffene über wesentliche Entscheidungsfreiheiten und Merkmale der Selbständigkeit“ verfüge. Diese Fragestellung habe grundsätzliche Bedeutung im österreichischen Sozialversicherungsrecht.
8
Wie der Verwaltungsgerichtshof bereits klargestellt hat, ist es keineswegs ausgeschlossen, dass ein an der Geschäftsführung nicht beteiligter Kommanditist in einem Verhältnis wirtschaftlicher und persönlicher Abhängigkeit zur Kommanditgesellschaft als Dienstgeberin beschäftigt sein kann und daher auch der Versicherungspflicht nach Paragraph 4, Absatz 2, ASVG unterliegt vergleiche , VwGH 2.5.2012, 2010/08/0083, mwN; zu einer als GmbH & Co KG betriebenen Schischule, deren Kommanditisten als Schilehrer tätig waren, vergleiche , VwGH 11.6.2015, 2012/08/0157; zum Fehlen der Dienstnehmereigenschaft bei Einräumung maßgeblicher Geschäftsführungsbefugnisse vergleiche , dagegen etwa VwGH 29.4.2025, Ro 2024/08/0004).
9
Die Revision bringt selbst vor, dass es nach den Sachverhaltsfeststellungen des Bundesverwaltungsgerichts den Erst- bis Siebzehntmitbeteiligten als Kommanditisten der revisionswerbenden Partei an maßgeblichen Einflussmöglichkeiten auf die Geschäftsführung gefehlt habe. Der in diesem Zusammenhang in der Zulässigkeitsbegründung der Revision erhobene Vorwurf unrichtiger Sachverhaltsfeststellungen aufgrund unvertretbarer Beweiswürdigung bleibt völlig pauschal. Es entspricht jedoch der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes, dass, soweit die Zulässigkeit der Revision mit einem Verfahrensmangel begründet wird, schon in der abgesonderten Zulässigkeitsbegründung dessen Relevanz, weshalb also bei Vermeidung des Verfahrensmangels in der Sache ein anderes, für den Revisionswerber günstigeres Ergebnis hätte erzielt werden können, darzutun ist. Dies setzt voraus, dass - auch in der gesonderten Begründung für die Zulässigkeit der Revision zumindest auf das Wesentliche zusammengefasst - jene Tatsachen dargestellt werden, die sich bei Vermeidung des Verfahrensfehlers als erwiesen ergeben hätten vergleiche , etwa VwGH 7.6.2024, Ra 2023/08/0016, mwN).
10
Hinsichtlich ihres weiteren Vorbringens ist die Revision darauf zu verweisen, dass nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes die Entscheidung über das Vorliegen einer abhängigen Beschäftigung im Sinn des Paragraph 4, Absatz 2, ASVG das Ergebnis einer im Einzelfall vorzunehmenden Gesamtabwägung aller für bzw. gegen ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis sprechenden Umstände ist. Wurde diese Gesamtabwägung auf einer verfahrensrechtlich einwandfreien Grundlage und in vertretbarer Weise im Rahmen der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze vorgenommen, so ist eine solche einzelfallbezogene Beurteilung im Allgemeinen nicht revisibel. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung läge nur dann vor, wenn das Verwaltungsgericht die Abwägung in einer die Rechtssicherheit beeinträchtigenden unvertretbaren Weise vorgenommen hätte vergleiche , etwa VwGH 12.1.2026, Ra 2025/08/0111, mwN).
11
Mit ihren - nicht im Hinblick auf den vorliegenden Sachverhalt konkretisierten - Verweisen auf die Frage, ob die Bewertung einer Tätigkeit als Dienstverhältnis im Sinne des Paragraph 4, Absatz eins und Absatz 2, ASVG auch dann gerechtfertigt sei, wenn „der Betroffene über wesentliche Entscheidungsfreiheiten und Merkmale der Selbständigkeit“ verfüge, sowie auf die Frage, „ob und wie“ die Merkmale der persönlichen Abhängigkeit im Lichte des Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins und Absatz 2, ASVG zu bewerten seien, wenn Kommanditisten in einem Vertragsverhältnis zu einer KG stünden, „deren Geschäftsbeziehungen durch die dispositiven Regelungen des Paragraph 164, UGB modifiziert“ worden seien, zeigt die Revision eine Unvertretbarkeit der vom Bundesverwaltungsgericht auf der Grundlage detaillierter Sachverhaltsfeststellungen vorgenommenen Abwägung nicht auf.
12
In der Revision werden keine Rechtsfragen aufgeworfen, denen im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme. Die Revision war daher zurückzuweisen.

Wien, am 13. April 2026

Schlagworte

Dienstnehmer Begriff Persönliche Abhängigkeit Dienstnehmer Begriff Wirtschaftliche Abhängigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026080023.L00

Im RIS seit

12.05.2026

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2026

Dokumentnummer

JWT_2026080023_20260413L00