Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2014/07/0048

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2014/07/0048

Entscheidungsdatum

25.09.2014

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art133 Abs4 idF 2012/I/051;
VwGbk-ÜG 2013 §4 Abs5;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Legt der Revisionswerber nicht dar, in welchen Punkten der angefochtene Bescheid von welcher Rechtsprechung des VwGH abweicht und lässt er offen, welche konkrete Rechtsfrage in der Judikatur des VwGH uneinheitlich beantwortet worden wäre vergleiche B 28. Februar 2014, Ro 2014/16/0004), so ist die Revision gemäß Paragraph 4, Absatz 5, VwGbk-ÜG 2013 als unzulässig zurückzuweisen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:RO2014070048.J01

Im RIS seit

03.12.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014

Dokumentnummer

JWR_2014070048_20140925J01

Rechtssatz für Ro 2014/07/0048

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2014/07/0048

Entscheidungsdatum

25.09.2014

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art133 Abs4 idF 2012/I/051;
VwGbk-ÜG 2013 §4 Abs5;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2014/04/0013 B 26. Juni 2014 RS 2

Stammrechtssatz

Der Frage, ob die besonderen Umstände des Einzelfalles auch eine andere Entscheidung gerechtfertigt hätten, kommt in der Regel keine grundsätzliche Bedeutung zu (Hinweis B vom 26. Februar 2014, Ro 2014/04/0022).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:RO2014070048.J02

Im RIS seit

03.12.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014

Dokumentnummer

JWR_2014070048_20140925J02

Entscheidungstext Ro 2014/07/0048

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

Ro 2014/07/0048

Entscheidungsdatum

25.09.2014

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

B-VG Art133 Abs4 idF 2012/I/051;
VwGbk-ÜG 2013 §4 Abs5;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Bumberger und die Hofräte Dr. N. Bachler und Mag. Haunold als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Pitsch, über die Revision des *****, vertreten durch die Dr. Wolfgang Schimek Rechtsanwalt GmbH in 3300 Amstetten, Graben 42, gegen den Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates im Land Niederösterreich vom 18. Dezember 2013, Zl. Senat-ME-12- 0059, betreffend Übertretung des Wasserrechtsgesetzes 1959 (weitere Partei: Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird als unzulässig zurückgewiesen.

Begründung

1. Mit dem im Instanzenzug ergangenen, angefochtenen Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates im Land Niederösterreich (UVS) vom 18. Dezember 2013 wurde über den Revisionswerber wegen einer Übertretung nach dem Wasserrechtsgesetz 1959 in Verbindung mit der Auflage 39 des Bescheides des Landeshauptmannes von Niederösterreich vom 24. Jänner 2002, Zl. WA1-W-36.758/9-01, eine Geldstrafe in der Höhe von EUR 4.000,-- (Ersatzfreiheitsstrafe: 185 Stunden) verhängt. Dieser Bescheid wurde im Rahmen der am 2. Juli 2013 durchgeführten mündlichen Verhandlung mündlich verkündet. Die Zustellung des Bescheides an den Revisionswerber im Wege der Bezirkshauptmannschaft Melk wurde vom UVS am 18. Dezember 2013 veranlasst und erfolgte am 7. Jänner 2014.

Gegen diesen Bescheid richtet sich die vorliegende Revision.

2. Ist der Bescheid eines unabhängigen Verwaltungssenates, dessen Zustellung - wie im vorliegenden Revisionsfall - vor dem Ablauf des 31. Dezember 2013 veranlasst worden ist, bis zum Ablauf dieses Tages nicht gültig zugestellt worden, so gilt dieser Bescheid gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Verwaltungsgerichtsbarkeits-Übergangsgesetz (VwGbk-ÜG) dennoch gegenüber allen Parteien, denen gegenüber die Zustellung veranlasst worden ist, als zugestellt.

3. Eine Revision nach Paragraph 4, VwGbk-ÜG, welche sich gegen einen Bescheid einer unabhängigen Verwaltungsbehörde (u.a. eines unabhängigen Verwaltungssenates; vergleiche , Paragraph 2, Absatz eins, VwGbk-ÜG) richtet, ist gemäß Paragraph 4, Absatz 5, zweiter Satz VwGbk-ÜG unzulässig, wenn die Voraussetzungen des Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht vorliegen.

Gemäß Artikel 133, Absatz 4, erster Satz B-VG ist die Revision gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.

Ob die vorliegende Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist, ist gemäß Paragraph 4, Absatz 5, vierter Satz VwGbk-ÜG vom Verwaltungsgerichtshof zu beurteilen. Diese Beurteilung hat im Rahmen der für eine Zulässigkeit nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG in der Revision vorgebrachten Gründe zu erfolgen vergleiche , etwa den hg. Beschluss vom 28. Mai 2014, Zl. Ro 2014/07/0050, mwN).

4. Zur Darlegung einer Rechtsfrage im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG wird in der Revision wie folgt ausgeführt:

"Gegenständlich ist die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes insbesondere von Paragraph 5, VStG abhängig, wonach zur Strafbarkeit fahrlässiges Verhalten genügt, wenn der Täter nicht glaubhaft macht, dass ihn an der Verletzung der Verwaltungsvorschrift kein Verschulden trifft.

Hinsichtlich des Verschuldens bzw. des Ausmaßes des Verschuldens sowie zur Strafbarkeit fahrlässigen Verhaltens im Sinne des Paragraph 5, VStG ist die Judikatur des Verwaltungsgerichtes jedoch höchst uneinheitlich und stets auf den Einzelfall bezogen. Die lösende Rechtsfrage kann sohin nur im konkreten Einzelfall beantwortet werden und existiert bislang nach Auffassung des Revisionswerbers bislang keine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in einem ähnlich gelagerten Fall, sodass die Erhebung der Revision jedenfalls zulässig ist.

Festzuhalten ist, dass seitens des Unabhängigen Verwaltungsgerichtes im Land Niederösterreich, nunmehr Landesverwaltungsgericht Niederösterreich, im Bescheid kein diesbezüglicher Ausspruch erfolgt ist."

Mit diesen Ausführungen legt der Revisionswerber nicht dar, in welchen Punkten der angefochtene Bescheid gegebenenfalls von welcher Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweiche. Ebenso lässt er offen, welche konkrete Rechtsfrage - bezogen auf den vorliegenden Fall - in der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes uneinheitlich beantwortet worden wäre vergleiche , zu diesen Erfordernissen den hg. Beschluss vom 28. Februar 2014, Zl. Ro 2014/16/0004).

Dass im gegenständlichen Fall gemäß Paragraph 5, VStG zur Strafbarkeit fahrlässiges Verhalten genügte und es dem Revisionswerber oblag, glaubhaft zu machen, dass ihn an der Verletzung der Verwaltungsvorschrift kein Verschulden treffe vergleiche , etwa das hg. Erkenntnis vom 25. Juli 2013, Zl. 2012/07/0079, mwN, betreffend eine Übertretung des WRG 1959), bestreitet der Revisionswerber nicht. Der Frage, ob - in den Revisionsausführungen zum Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Übrigen nicht näher dargestellte - besondere Umstände des Einzelfalles auch eine andere Entscheidung gerechtfertigt hätten, kommt in der Regel keine grundsätzliche Bedeutung zu vergleiche , etwa den hg. Beschluss vom 26. Februar 2014, Zl. Ro 2014/04/0022).

Die Revision war daher gemäß Paragraph 4, Absatz 5, fünfter Satz VwGbk-ÜG als unzulässig zurückzuweisen.

Wien, am 25. September 2014

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:RO2014070048.J00

Im RIS seit

03.12.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014

Dokumentnummer

JWT_2014070048_20140925J00