Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 3313/79

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 5481 F/1980

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

3313/79

Entscheidungsdatum

24.04.1980

Index

L37309 Aufenthaltsabgabe Fremdenverkehrsabgabe Nächtigungsabgabe
Ortsabgabe Gästeabgabe Wien
L74009 Fremdenverkehr Tourismus Wien
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

FremdenverkehrsförderungsG Wr 1955 §13 Abs1;
FremdenverkehrsförderungsG Wr 1955 §20 Abs1;
VStG §31 Abs2;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Beachte

Siehe jedoch: 93/17/0130 E 21. Juli 1995 RS 2; 93/17/0250 E 15. September 1995 RS 3; 93/17/0299 E 15. September 1995 RS 2;

Rechtssatz

Das gegen dieselbe Abgabenart (hier: Wiener Ortstaxe) gerichtete, mehrere Jahre andauernde gesetzwidrige Untätigsein eines Abgabenpflichtigen ist wegen des verbindenden Fortsetzungszusammenhanges als Deliktseinheit, sohin als FORTGESETZTES Steuerdelikt zu qualifizieren. Daraus folgt, daß die in Paragraph 31, Absatz 2, erster Satz VStG 1950 normierte Verjährungsfrist erst von dem Tag an zu rechnen ist, an dem dem strafbaren Verhalten des Abgabepflichtigen seitens des Abgabengläubigers bei Selbstbemessungsabgaben durch die bescheidmäßige Abgabenfestsetzung begegnet wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1979003313.X01

Im RIS seit

24.04.1980

Dokumentnummer

JWR_1979003313_19800424X01

Rechtssatz für 3313/79

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 5481 F/1980

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

3313/79

Entscheidungsdatum

24.04.1980

Index

L37309 Aufenthaltsabgabe Fremdenverkehrsabgabe Nächtigungsabgabe
Ortsabgabe Gästeabgabe Wien
L74009 Fremdenverkehr Tourismus Wien
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

FremdenverkehrsförderungsG Wr 1955 §13 Abs1;
FremdenverkehrsförderungsG Wr 1955 §20 Abs1;
VStG §22 Abs1;

Rechtssatz

Im Falle eines fortgesetzten Steuerdeliktes liegt lediglich EINE strafbare Handlung vor, welcher Umstand das in Paragraph 22, VStG 1950 normierte grundsätzliche Kumulationsprinzip ausschließt. Bei fortgesetzten Steuerdelikten sind alle gleichartigen Verletzungen einer abgabenrechtlichen Pflicht als Einheit aufzufassen. Es liegt also eine Mehrheit von Handlungen oder Unterlassungen vor, die jede, für sich allein betrachtet, das Tatbild ein- und desselben Finanzvergehens darstellt, wobei sich die Summe der einzelnen Handlungen oder Unterlassungen als Einheit darstellt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1979003313.X02

Im RIS seit

24.04.1980

Dokumentnummer

JWR_1979003313_19800424X02